Es beginnt heute

Ça commence aujourd'hui (1999), FR
Laufzeit 117 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 25.11.1999

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7.3 Kritiker
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Skala 0 bis 10
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4 Kommentare
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von Bertrand Tavernier, mit Philippe Torreton und Maria Pitarresi

Obwohl eine Schuldirektorin sich stark für die Anliegen ihrer Zöglinge einsetzt, schafft sie es nicht, daß ihre Eltern sich auch nur ein bischen Mühe mit der Erziehung ihrer Kinder geben. Das liegt hauptsächlich daran, daß diese wegen ihrer Armut und Arbeitslosigkeit keine Illusionen mehr haben, daß ihr Leben einmal besser werden könnte, und daher können sie auch ihren Kindern keine Motivationsbeispiele dafür sein, wie man das Leben erfolgreich bestreiten kann.


Cast & Crew


Kommentare (4) — Film: Es beginnt heute

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Suhamos

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Bewertung7.0Sehenswert

Dramatisch umfassende Kurzstudie über die Arbeit eines Lehrers, der - scheinbar wie in der realen Welt auch - mehr Sozialarbeit als Lehrarbeit leisten muss. Gespickt ist dieser Streifen von Tavernier mit ausgeklügelten und wirklichkeitsnahen Mono- und Dialogen.

Die soziale Landschaft, die dargestellte Armut in den Familien sowie die Gesichter der Figuren mögen deprimierend und öde wirken, erfüllen zum größten Teil aber ihre Wirkung.

Für Zuschauer aus der Politik und für andere gesellschaftlich hochbesetzte Entscheidungsträger besonders sehenswert und lehrreich!!

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Supereule

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Bewertung6.0Ganz gut

Wenn einer Menschen mit viel Feinsinn beobachten kann ohne sie für Fehler an die Wand zu stellen, dann auf jeden Fall Tavernier. Sein Objekt in diesem Film ist der überengagierte Pädagoge Daniel, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sozialen Benachteiligungen den Kampf anzusagen. Tavernier unternimmt hierbei eine Wanderung zwischen Stilen und Genres, benennt keine Schuldigen und verweist immer wieder auf den Stellenwert der Kinder. Die Message des Films ist glasklar: jedes Kind verdient eine faire Chance und ein Aussortieren hat Folgen für die Gesellschaft. Was Tavernier nicht gut gelingt, ist die Zeichnung des Familienlebens von Daniel. Zwischenmenschliche Konflikte lösen sich quasi in Luft auf; das hohe Interesse den Lehrer einmal nicht in engelhafter Gestalt zu beobachten, bleibt bis auf kleinere, eher nebensächliche Sequenzen unbefriedigt. "Es beginnt heute" ist eine erwachsene und höchst humane Angelegenheit, die ihre Kraft aus der Message bezieht.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine realistische Sozialstudie, die Regisseur Tavernier geschrieben hat. Im Mittelpunkt steht Daniel, der Leiter einer Vorschule (überzeugend Philippe Torreton), die in einem sozialen Brennpunkt liegt. Er kämpft gegen Behörden, die sich hinter Bestimmungen verschanzen, Politiker, die leere Sprechblasen produzieren aber auch gegen die Eltern, die gewisse Vorschriften nicht beachten. Dabei ist er ein herzensguter Idealist, der im Grunde für die Kinder alles tut, damit es ihnen gut geht.
Die Botschaft ist klar: die Wurzel allen Übels ist das Versagen der Eltern. Sie erziehen ihre Kinder nicht mehr, sondern parken sie vor dem Fernseher und selbst kleinst Selbstverständlichkeiten in Kommunikation und Umgangsformen müssen in der Vorschule eingeübt werden. Der Titel weist darauf hin, dass man sofort handeln muss, bevor es zu spät ist. Einige Figuren erhalten deutlichere Konturen, wodurch Betroffenheit hervorgerufen wird. Ultimative Kurzschlussreaktionen werden nachvollziehbar dargestellt, ohne dem Voyeurismus zu frönen. Neben den Landschaftsbildern aus dem nicht so malerischen Nordfrankreich, hört man als Kontrast noch aus dem Off lyrische Passagen von Daniel.

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christof.s

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr engagierter Film, gut gemacht und mit überzeugenden Figuren. (Hauptfigur ist im Übrigen ein Schuldirektor, männlich.)

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