Es geschah am hellichten Tag

Es geschah am hellichten Tag (1958), CH/DE/ES Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 09.07.1958


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7.7
Kritiker
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7.8
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1323 Bewertungen
58 Kommentare
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von Ladislao Vajda, mit Heinz Rühmann und Sigfrit Steiner

Es geschah am hellichten Tag verweigert sich traditionellen Gut-Böse-Schemata und hat somit den Weg für viele spätere Filmprojekte geebnet.

Der Krimi, dessen Drehbuch der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt geschrieben hat, erzählt von der Suche nach einem Kindermörder. Der Züricher Kantonspolizist Dr. Matthäi (Heinz Rühmann) will eigentlich als Ausbilder nach Jordanien reisen. Sein letzter Fall ist der grausame Mord an der kleinen Gritli Moser. In einem schwachen Moment verspricht er den Eltern die Aufklärung des Falls und fühlt sich nun seinem Versprechen verbunden. Es wird zwar ein mutmaßlicher Mörder festgenommen, doch Dr. Mathäi glaubt nicht an dessen Schuld. In seiner Verzweiflung nimmt er sich dem Mädchen Annemarie an, die Gritli sehr ähnlich sieht, und benutzt sie als Köder, um den Kindermörder zu stellen.

Hintergrund & Infos zu Es geschah am hellichten Tag
Friedrich Dürrenmatt selbst war von dem Film nur mäßig begeistert. Die Produktionsfirma wollte nicht alle seine Ideen umsetzen und auch das Filmende entsprach nicht seinen Vorstellungen. Vermutlich deswegen blieb Es geschah am hellichten Tag sein einziges Drehbuch und er veröffentlichte die Geschichte unter dem Titel Das Versprechen noch einmal als Roman (später mit dem Originaltitel verfilmt von Sean Penn) – mit neuem Ende und wie es seinem Stil entsprach.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Es geschah am hellichten Tag
Genre
Polizeifilm, Drama, Kriminalfilm, Thriller
Zeit
1990er Jahre, 1995
Ort
Schweiz, Zürich
Handlung
Ermittlung, Gefängniszelle, Kindermörder, Klassiker, Kommissar, Kriminalinspektor, Mord, Mordverdacht, Mädchen, Mörder, Polizei, Psychiatrie, Verdächtiger, Wald
Zielgruppe
Über 18
Tag
Klassiker
Verleiher
Deutsche Filmhansa
Produktionsfirma
CCC Filmkunst, Chamartín Producciones y Distribuciones, Praesens-Film AG

Kommentare (53) — Film: Es geschah am hellichten Tag


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SmooliEntertainment

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Bewertung9.0Herausragend

ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG ist ein äußerst guter Krimi, der sich nicht hinter heutigen Filmen verstecken muss.

Der Film, der sich mit der Aufklärung einer Reihe von Morden an Kindern auseinandersetzt, schafft es, eine starke Atmosphäre aufzubauen und diese bis zum Ende zu halten. Die spannende Inszenierung des Drehbuches, das auf einer Story von Friedrich Dürrenmatt basiert (welcher jedoch nicht mit dem Ende des Films einverstanden ist), verlagert den Film in eine Welt, in der Kälte die vorrangige Stimmung ist, in der zumeist gefühllos, unpersönlich und kommerziell gehandelt wird. Deutlich wird das an dem Dialog, in welchem die toten Kinder lediglich als Zahlen in Statistiken von Bedeutung sind. Dabei ragt der Film über Mainstream-Kost hinaus, in dem er in die Seelen der Figuren schaut und psychologische Erklärungsversuche zu liefern versucht. Dadurch gewinnt der Film ungemein an Klasse; die Macher sind nicht lediglich an der Oberfläche interessiert, sie wollen tiefer in die Geschichte vordringen.
Eine klassische Gut/Böse- Charakterzeichnung bleibt zudem aus, sodass man für den Antagonist durchaus Mitleid empfinden kann und den Protagonisten verurteilen mag, weil er andere Menschen eiskalt ausnutzt, um an sein Ziel zu kommen. (Dürrenmatt war dies trotzdem noch nicht dunkel genug.)

Aus den Darstellern ragen meiner Meinung nach vor allem Heinz Rühmann als Polizist, dem der letzte Fall keine Ruhe lässt und Gert Fröbe heraus, der einen Mann mimt, der wohl eingeschüchtert und passiv wirken mag, der im Inneren jedoch brodelt, bis er immer wieder hochgeht.

Die Musik ist gut und unterstützt die Szenen auf eine emotionale Art und Weise. Zudem machen die Kompositionen dem Zuschauer vieles deutlich, sodass sie eine zusätzliche Spannung erzeugen können.

Der Krimi hat mit einer Laufzeit von knapp 100 Minuten eine gute Laufzeit. Längen tauchen nicht auf, im Gegensatz dazu hält die Spannung von Anfang bis Ende, was vor allem an der Inszenierung liegt.
Wer den Film noch nicht kennt und sich von dem Produktionsjahr abschrecken lässt, dem sei gesagt, dass die "Angst" unbegründet bleibt, da der Film unfassbar flüssig anzuschauen ist, sodass er sich mit moderneren Werken durchaus messen kann.

_Smooli

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Drax

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Einer meiner absoluten Lieblingskrimis.


Drax

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Einer meiner absoluten Lieblingskrimis.


Moviegod

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Bewertung9.5Herausragend

Ein echter Klassiker, der den Begriff des Thrillers damals wohl neu definiert hat. Rühmann und Fröbe spielen beide absolut überragend. Die Spannungskurve wird durch die super Story und die packende Musik bis zum Ende stetig angezogen. Ohne Frage einer der besten deutschen Filme aller Zeiten.

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Morissa

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Bewertung9.5Herausragend

Nach wie vor einer der besten Kriminalfilme überhaupt. Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt und kann bis heute mit fast jedem Thriller mithalten.
Rühmann und Fröbe beweisen hier mal wieder, dass sie zu den ganz großen gehören und in jedem Genre herausragend spielen können.
Weshalb sich Dürrenmatt so vom Film lossagt, kann ich nicht ganz verstehen, wenn auch seine Version mit anderem Ende (ebenso wie die Verfilmung von Sean Penn) ebenfalls sehr stark ist, gefällt mir die "alte" einen Tick besser.

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Morissa

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@Bubo. Stimme deinem Dürrenmatt-Spoiler zu. Für die damalige Zeit war das Ende vielleicht zu hart, um es ins Kino zu bringen. In der Literatur durchaus möglich, im Kino wohl schwierig.
Ich spielte auch eher auf die Neuverfilmung mit Jack Nicholson an. Wenn die mir auch sehr gut gefällt, ist das "Original" für mich noch immer packender, wenn auch das Ende vielleicht nicht für einen offenen Mund sorgt.


Bubo

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@Morissa: ganz ganz toll beschrieben! Ging mir genauso wie Dir;) Ende der 50er war "gut" und "böse" eben sehr klar voneinander abgegrenzt, und im damaligen (kultur-)historischen Selbstverständnis musste das Gute eben siegen...nehme ich an? Gerade darum gefällt mir das Ende im Buch viel besser (ok, bin halt schon Dürrenmatt-verklärt, gell^^), als Filmversion bevorzuge ich aber auch die "klassische" Version, und das um Längen. Allein die Hauptdarsteller und die buchgetreue Szene mit der Zeichnung des "Schokoigelmannes" lassen mein Herz bei jeder weiteren Sichtung immer mal wieder kurz stehenbleiben...


Brainybab

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Allein der Übergang vom Täterprofil durch den befreundeten Psychologen - zunächst auf die strickenden Hände von Frau, dann auf die zuckenden von Herrn Schrott - erzeugt Grusel-Gänsehaut. Jedesmal wieder. Einer der spannendsten Krimis überhaupt, an den das Remake m.E. lange nicht heranreicht, sonder trotz Farbe blässlich daerkommt.
Im Gegensatz zu einigen hier habe ich mit dem Abweichen von der Romanvorlage keine Probleme. Auch dürfte das dem gerade erst dem Krieg und der Hungerzeit entronnenen Wirtschaftswunderpublikum geschuldet gewesen sein. Das hatte nämlich Schrecken und missbrauchte Kinder zur Genüge in der Realität erlebt und wollte dann doch lieber nur sanften Grusel.
Und den bietet Gert Fröbe in Überfülle. Hier stimmt wirklich alles: Körperhaltung, Stimme, Gesichtsausdruck. Selbst heute noch beeindruckt mich das zutiefst - ebenso wie ich jedesmal wieder vor Mitleid fast zerfließe angesichts des zu Unrecht verdächtigten Hausierers.
Selbstverständlich überzeugt auch Heinz Rühmann in der Rolle des Kommissars.
Dazu kommen dann noch spannende Inszenierung und passende Musik.
Insgesamt ein Sahnebonbon des deutschen Films - eines der wenigen.
"Lieber, lieber Zauberer, zaubere noch mehr!" - Noch mehr solche Filme. Das wünschen wir uns.

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damian.thorne.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Klassiker des Deutschen Films mit Heinz Rühman und Gert Fröbe die hier eine ihrer besten Vorstellungen überhaupt abgeliefert haben.

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robertpires27

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Bewertung7.5Sehenswert

Michel Simon überzeugt mich im Triumvirat der hochgelobten Darsteller am meisten. Natürlich ist dieser Kriminalfilm absolut wegweisend für sein Genre und besonders von der Inszenierung können sich heutige Krimis immer noch eine Scheibe abschneiden.
Die psychologische Tiefe bezüglich des Mörders ist mir jedoch nicht ausreichend genug und ich hätte dem Ganzen noch mehr Zeit eingeräumt aber man muss in diesem Kontext natürlich auch bedenken, dass diese Darstellungsweise für die damalige Zeit, schon außergewöhnlich war.
Das von Dürrenmatt angedachte Ende,kein Heinz Rühmann ( der natürlich eine absolut starke Vorstellung abliefert aber-und das ist jetzt sehr subjektiv-für mich ein persönliches No-Go ist) und der Film würde wohl viel weiter oben in meiner Bestenliste angesiedelt sein.
Es ist aber auch nicht leicht, wenn sich Werke dieses Genres mit "M-Eine Stadt sucht einen Mörder" messen müssen ;-)

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Simon Moon

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Das mit "M" unterschreibe ich sofort.


VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Als Kind mal gesehen und so gut wie alles vergessen. Ein echt schöner Klassiker. Aber das wissen hier eh schon alle. :-)

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MrKatsumi

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich genieße es schwarz-weiß Filme in 4:3 im Kino sehen zu können. Das ist eine wunderbare Abwechslung zu den modernen bewegten Bildern.
Keine CGI, keine Steadicam. Das stellte die Kameramänner und Regisseure von damals vor einige Probleme mehr als heutzutage.
Das merkt man dem Film aber so gut wie gar nicht an, die Umsetzung gefällt mir sehr gut!
Das Thematik war damals wie heute ein großes Problem und es ist wichtig, dass es den (Gut)Menschen immer mal wieder unter die Nase gerieben wird. Umso toller wenn Kinos das beherzigen.
Heinz Rühmann gefällt mir eigentlich immer recht gut, das Schauspiel von Michel Simon hat mir aber am besten gefallen.

Besonders herausragend ist auch die musikalische Untermalung gesondert zu erwähnen. Sehr passend und präzise gesetzte Akzente zwischen gut und böse oder zwischen Liebe und Verachtung.

Und jetzt freue ich mich auf den zweiten Film des heutigen Tages: "Das Turiner Pferd" im Caligari Wiesbaden! :)

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Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Einer DER deutschen Klassiker

Und das zurecht (obwohl ich Heinz Rühmann sonst überhaupt nicht mag)!Zu einer Zeit gedreht wo das Thema Kindermord tabuisiert wurde,schnitt dieser atmosphärisch unheilverkündender Film eine Kerbe in das deutsche Nachkriegsdenken einer heilen Welt. Zu einer Zeit des Wiederaufbaus und der gezwungenen Verdrängung des Bösen kam dieser Film den Deutschen ganz recht; um sie zu erinnern an die Feinde im kleinen Kreis des Menschen. An den Nachbarn,der das Schlechte verkörpert oder nur einfach die Tatsache das es nicht das Gute gibt.Es gibt Abstufungen,aber kein reines Glück oder gut (hier dargestellt von Rühmann,der sein egoistisches Ziel fast mit den Tod des Mädchens bezahlt).Was Vajna ausser diesem aufrüttelnden Apell noch schafft ist eine differenzierte Charakterstudie.Diese ist allerdings weniger auf den Psychopathen zugeschnitten,sondern auf die Beziehung von Matthäus und seiner Umwelt.
Interressant und psychisch geschickt ausgeklügeltes Drehbuch mit immernoch aktuellen Thema und einen Gert Fröbe der einzigartig spielt!

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katzltatzl

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film zeigt in einer Deutlichkeit, die kaum zu übertreffen ist, wie gut deutsche Filme sein können. Heinz Rühmann brilliert in dieser Rolle und Fröbe ist ungeschlagen in der Rolle des Bösen.
Dieser Film war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und kann auch heute noch mit fast allen Filmen dieses Genres konkurrieren.
Absoluter Top-Film

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

M - Eine Stadt sucht einen Mörder fand ich zwar krasser aber dennoch ein wirklich gelungener film...heinz überzeugt mich von der ersten sekunde an...bonusmatrial ist aber sehr enttäuschend...nur senenfotos,werkfotos und premierenfotos ja und hörbuchauszug "das versprechen"

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der wie geschaffen ist für einen Sonntagnachmittag. Ruhig, ja fast beschaulich, dennoch spannend, geht einem "Es geschah am hellichten Tag" immer wieder unter die Haut.
Dabei ist dieser Klassiker des deutschen Films eine Kriminalgeschichte par excellence, da er seinen Fall geradezu seziert, langsam durchleuchtet und den Zuschauer an jeden Schritt teilhaben lässt. Dies gilt aber nicht nur für die Mordfälle die "Es geschah am hellichten Tag" bearbeitet, sondern auch für seine Charaktere. Denn auch diese werden psychologisch betrachtet, ihre Motivationen werden hinterfragt, auch wenn es der Film natürlich vermeidet in allzu tiefe Abgründe zu blicken. Und obwohl man inszenatorisch immer eher auf der Seite des konservativen Handwerkers bleibt, Experimentelles außen vor lässt und dadurch oft schon etwas harmlos oder bieder wirkt, kann der Film doch eine immens dichte und durchaus auch bedrohliche Atmosphäre aufbauen. Selbst das man die Identität des Mörders relativ früh kennt, tut der Spannung keinerlei Abbruch. Viel zu sehr begleitet man da schon Matthäi auf seiner Jagd nach eben diesen.
Eigentlich gibt es hier kaum einen einzelnen Aspekt, der extrem herausragt...im positiven, wie im negativen. Doch im Ganzen ergibt das einen ungeheuer stimmigen und fesselnden Kriminalfilm, welcher noch dazu völlig ohne irgendwelche Action auskommt. Selbst das Ende wurde relativ ruhig umgesetzt, als hätte man bewusst auf irgendwelche alle Spannungsfaktoren verzichtet, die nicht auch elementar für den Fall an sich sind.
Zwar mag es etwas an einer ganz eigenen Note fehlen um in den hohen Olymp der cineastischen Meisterwerke zu gelangen, aber denn dennoch ist "Es geschah am hellichten Tag" ein Film der keinerlei Schwächen aufweist, hervorragend unterhält und der auf eine angenehm seltsame Weise durchgehend eine bedrohliche Stimmung erzeugt. Sehr gut!

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Andy Dufresne

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Bis Heute einer der besten deutschsprachigen Filme aller Zeiten!


ElMagico

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Unterschreib ich!


emotionfreak

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter Kriminalfilm, atmosphärisch gut, gute schauspielerische Leistung von Heinz Rühman und sehr gute von Gerd Fröbe. Allerdings finde ich, hätte man bissel mehr, über den mörder und seine Beziehung zu seiner Frau zu sehen bekommen und noch ein paar Informationen, über die Gründe, warum er zum Mörder wurde, bekommen sollen. Ansonsten genial.

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his_poisongirl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für die damalige Zeit sehr gewagt. Eindrucksvoll und perfekt gespielt, gerade weil man Rühmann vorher fast nur in lustigen Rollen kannte und Fröbe ist nicht zu toppen. Habe diesen Film erstmals mit ca. 12 gesehen und er hat mich nachhaltig beschäftigt und das tut er heute noch.

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cinram

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn Heinz Rühmann bei seinem Freund, einem Psychologen, eine Wesensdurchleuchtung des Kindermörders, anhand einer Zeichnung seines letzten Opfers erstellen läßt, läuft es einem kalt den Rücken runter!
Rühmann und Fröbe, zwei "Dinosaurier" des deutschen Films in einem unheimlich spannend gemachten Kriminalthriller, der vielleicht- im Gegensatz zum Roman- mit einem vermeintlichen
"Happy End" aufwartet, dies jedoch verzeihen läßt, da der Film so finster und bedrückend aufgebaut ist, daß der Zuschauer froh ist, endlich aufatmen zu können!
Für mich mit Abstand die beste Verfilmung von Friedrich Dürrematts "Das Versprechen"!

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Teezy123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer hätte gedacht, dass ich je einen Film mögen würde, in dem Heinz Rühmann mitspielt...
Es geschah am hellichten Tag ist ein zeitloser Film, der auch heute noch Angst macht... besonders natürlich dann, wenn man selbst Kinder hat.
Gerd Fröbe spielt exzellent, auch wenn ichs irgendwie plakativ finde, dass man den Bösen in diesem Film auch optisch böse darstellt...
Rühmann zeigt, dass er mehr kann, als wie in seinen anderen Filme oftmals nur quirlig durch die Gegend zu rennen.
Sehr spannendes Machwerk mit beängstigender Intensität - Ein MUSS !!!

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doenef

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein brillanter und extrem sympathischer Film, den man immer wieder sehen kann, mit einer genialen schauspielerischen Leistung von Gerd Fröbe, die für das Produzententeam Albert R. Broccoli und Harry Saltzmann ausschlaggebend gewesen sein soll, um ihn mit der Rolle des Goldfinger im wohl populärsten Bondfilm aller Zeiten zu betrauen.

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Krimis der Filmgeschichte.

Auch heute noch, mehr als 50 Jahre nach erscheinen fesselt diese Dürrenmatt-Adaption wie wahnsinnig. Man leidet mit und hofft inständig, dass der Mörder gefasst wird. Was auch toll in Erinnerung bleibt ist die wahnsinnige Orchestrierung mancher Szenen.

Ein Film den jeder mal gesehen haben sollte. Besser nicht in der finsteren Nacht gucken...

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Und ich soll jetzt alle diesen Wäsche durchsuchen? Ich soll einen Blutfleck finden?! Was geht das mich an, wenn der eine Halunke den Anderen tötet?!"

"...Ein Kind wurde getötet, ein 8 Jähriges Mädchen..."

Jedem sollte wohl die Vorlage "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt bekannt sein, die er nachdem Drehbuchentwurf (mit einigen starken Abänderungen) von dem ersten Film "Es geschah am helllichten Tag" (Dürrenmatt war auch übrigens hier gegen den Titel) aus dem Jahre 1958 von Ladislao Vajda schrieb. Heute ein echter Klassiker des deutschen Kriminalfilms, der sich mit einer für die damalige Zeit recht gewagtem Thema nähert.

Die Story hier erstmal an sich pädagogisch angehaucht, die Moral mag so für einige allgegenwärtig sein, beschäftigt sich mit dem Thema Kindermord und bringt so reichlich Interesse ins Spiel, besonders in Hinsicht auf die Täterbeschreibung des Ganzen, eigentlich recht schlicht, aber hierbei spannend umgesetzt, in gewisser Weise für die damalige Zeit schockierend (auch wenn dies etwas reißerisch klingt): Ein Triebtäter tötet ein junges Mädchen, insgesamt drei Opfer hat er bereits gefordert, in der Schweiz. Der Kommissar Matthäi ermittelt. Und geht dabei ein großes Risiko ein. Sein Plan: Er möchte "Der Bestie" einen "Köder" servieren. Ein Köder in der Form eines Lockvogels, die kleine Annemarie.

Was man für für die Besetzung brauchte waren große Namen und die überrascht durchaus auf den ersten Blick, denn wen mag man da entdecken? Ja richtig, den eher komödiantisch veranlagten, in Bezug auf seine Filmographie, Heinz Rühmann, da zum Beispiel "Der Feuerzangenbowle". Nun mag dieser hier in seiner ernsten Rolle des engagierten Kommissar Matthäi überraschen. Er zeigt die ganze Bandbreite seines Könnens. Brillant und nicht zu abgehobenen verkörpert er seine Rolle, man spürt die Menschlichkeit des Protagonisten.
Und als Triebtäter, infantil und gleichzeitig diabolisch böse, als Zauberer. Die Legende: Gert Fröbe, noch heute kann ich sein Schauspiel nur als fantastisch, unglaublich oder elektrisierend beschreiben, in höchsten Tönen sollte man ihn loben. Verleiht mir immer wieder Gänsehaut ihm beim spielen zu zusehen. Ein echtes Erlebnis könnte man sagen. Allein seine Präsenz unfassbar. Ganz groß als als psychopathischer Täter "Schrott". Eine Top-Besetzung auf beiden Seiten der Medaille, den auch die anderen Akteure wissen kurzum zu überzeugen.

Dazu noch eine ausgezeichnete Regiearbeit, stets spannend erzählt, für mich dabei über die ganze Laufzeit mehr als einfach nur fesselnd, bis zum Schluss. Lobenswert auch die ungeschönte Wahrheit, die gezeigt wird. Wie gesagt für die damalige Zeit erstaunlich. Aber natürlich mit typischen Krimi-Elementen angereichert, so wie auch mit interessanten psychologischen Aspekten. An sich mit den einfachsten Mitteln wird Spannung erzeugt, sehr raffiniert inszeniert.
Weiterhin eine klasse Kamera, die erstmal sehr saubere ausgearbeitete Bilder liefert, selbst heute noch haben sich nichts von ihrer Intensität und Kraft verloren. Bis heute bleiben einige Sequenzen im Gedächtnis, wahrscheinlich für eine lange Zeit. Vergessen werden sollte selbstredend auch nicht die atmosphärische Stimmung des Ganzen, alles funktioniert für mich [wie damals (bei der ersten Sichtung, nein das war nicht in den 50ern) ] hier perfekt. Besser als ich es am Anfang noch geglaubt hätte.

Und auch die Charaktere wissen an sich [teilweise] zu überzeugen, da man dem Werk hier doch einiges vorwerfen könnte, nicht immer ganz logisch handelt die ein oder andere Person, man mag da am besten an das Ende (was an sich eh zu abrupt daherkommt) denken. Naja das stimmt schon alles, doch diese kleinen Schnitzer kann sich das Werk bei mir durchaus erlauben, da diese Schwächen an anderer Stelle wettgemacht werden, also für mich jedenfalls. Immerhin wurde die Täterperson recht authentisch gehandhabt, was auch hätte anders kommen können. Des weiteren noch exzellent geschriebene Dialoge. Letztendlich bleibt das Drehbuch eben die Vorlage zu Roman, wo eben Dürrenmatt einiges änderte, auch hier könnte man noch mal auf das Ende des Ganzen zu sprechen kommen, aber wir wollen ja nicht allzu sehr spoilern, wenn ich das nicht bereits getan habe. Man möge es mir an der Stelle verzeihen.
Zudem noch eine exquisit komponierte musikalische Untermalung, sehr passend gemacht, dabei wird sie kraftvoll und dramatisch eingesetzt. Was dann noch zusätzlich an den Nerven zerrt.

Zum Schluss möchte ich dann einfach nur sagen, dass "Es geschah am helllichten Tag" für mich ein leibhaftiger Klassiker des deutschen Films ist, bei mir immer wieder gern sehen, ob jung, ob alt. Es bleibt ein nervenzerrendes, meisterhaftes Stück Kriminalfilm, noch heute erstklassig, und mit den genial aufspielenden Rühmann und Fröbe verziert. Einfach stark.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach Jahren wieder mal ganz gesehen und da schlägt der Zauber auch schon zu oder sollte ich sagen der Zauberer? Was dieser Film zur deutschen Leinwand-Geschichte beigetragen hat, ist schon beeindruckend. Ein echt packender Krimi-Stoff, die Thematik mit den Kindermorden nagt heute so stark wie damals an den Nerven und der moralischen Vernunft. Bahnbrechend, dass so etwas schon derart dicht vor über vierzig Jahren aufgearbeitet wurde. Mit dem Stoff leistete Friedrich Dürrenmatt Pionier-Arbeit, selbst wenn es psychologisch gesehen ein klein wenig naiv war, anzunehmen, dass jemand nur jemand mit eigenen Kindern so ein grausiges Verbrechen nie begehen könne. Ist aber auf jeden Fall zu entschuldigen, denn "Es Geschah Am Hellichten Tag" ist für mich vor allem der Film, mit dem ich Heinz Rühmann am liebsten in Verbindung bringe. Nichts gegen die Drei Von Der Tankstelle, Die Feuerzangenbowle oder den Mann im Mond - alles wohlverdiente Klassiker der Unterhaltung. Aber einen Rühmann muss schon hoch angerechnet werden, dass er hier einen zwar intelligenten, teilweise aber auch ambivalenten Helden gibt. Einen, dem am Ende nichts weiter bleibt, als einen reizvollen Köder nach der Bestie auszuwerfen? Sean Penn ergründete in seiner Fassung des Stoffes das ganze vielleicht düsterer und grimmiger, aber in meinen Augen verdient gerade Rühmann den allerhöhsten Respekt für einen optisch noch gelackten Helden. Einen, der dem damaligen Nach-Kriegs-Publikum die Abgründe der menschlichen Psyche näherbrachte, antsatt nur zu unterhalten. Und was wäre wohl abgründiger als der ebenso unvergessliche Gert Fröbe als stammiger Herr Schrott, einerseits der nette Zauberer, dann wahrlich eine Bestie. Sein Killer begeht unsagbares, ist aber auch immer wieder als gezwungenes, dominiertes Wesen zu erleben. Ein erwachsener Mensch von großer Statur, der doch verkrampft ist und von seiner reichen Frau verbal und psychisch malträtiert wird. So groß und kräftig kann jemand erscheinen und dabei ist er doch selbst emtional gelähmt bis unterentwickelt. Fabelhaft jedenfalls, wie Fröbe dieser Figur Kontur verleiht, ein erschreckend packendes Zeugnis größter Schauspiel-Kunst. Und das oft in kurzen, aber prägnanten Szenen, fantastisch. Von seiner wagemutigen Handlung, dem ländlichen Setting im Schweizer Grenz-Gebiet und vielen Momenten, die nicht nur im deutschen Kino Geschichte schrieben, ein Meilenstein. Anbetungswürdig, wozu der deutsche Film in der Lage war und sein kann, wenn er nur will.

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