Es geschah am hellichten Tag - Kritik

CH/DE/ES 1958 Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 09.07.1958

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Kritiken (4) — Film: Es geschah am hellichten Tag

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.5Herausragend

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 20
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Liebes Tagebuch,

Aaaah, die Schweiz. Hier scheinen die Uhren langsamer zu gehen. Man muss nicht hetzen und findet endlich mal zu Ruhe. Entspannung in wunderbarer Umgebung. Ich saß also in Chur im Kanton Graubünden in einem Park auf einer Bank. Ich genoss die frische Luft, die Sonne und hatte ne Schachtel Pralinen mit echter Schweizer Schokolade dabei. Neben mir eine junge Frau, in etwa in meinem Alter. Da ich natürlich bekanntermaßen ein großer Kavalier und Frauenversteher bin, bot ich diesem gutaussehenden Mädchen ebenfalls eine Praline an. Ich hab ja mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser Reaktion. Einen spitzen Schrei stieß sie aus! Was hab ich denn jetzt nur wieder falsch gemacht? Ich versuchte sie zu beruhigen, was mir erst nach einiger Zeit so langsam gelang.

Als die junge Frau, Annemarie hieß sie übrigens, nach und nach Vertrauen zu mir fasste, da fing sie auch zögerlich an zu erzählen. Mit diesen Schokoladenpralinen habe sie überhaupt keine guten Erfahrungen gemacht. Ich dachte natürlich an irgendwelche chemischen Stoffe oder dass ein Hühnerkopf in einer Praline drinsteckte oder so. Was Annemarie aber dann erzählte, das kippte mich fast aus den Latschen!

Sie wäre vor etwa 20 Jahren beinahe Opfer eines Triebtäters geworden, der sie ebenfalls mit solchen Schokoladentrüffeln, sie nannte sie damals noch „Igel“, gefügig machen, anlocken wollte. Dieser Mann hat schon zuvor mehrmals zugeschlagen. Der bekannteste Fall war damals wohl in einem kleinen Dorf passiert, ein kleines Mädchen, Gritli Moser, ist damals mit einem Rasiermesser brutal getötet worden und ebenfalls zuvor mit Schokoladenigeln angelockt worden. Von einem Riesen, einem Zauberer, einem einfach sehr großen Mann. Damals wurde sogar ein Hausierer verhaftet, der beinahe von der aufgebrachten Menge gelyncht worden wäre, doch ein engagierter Polizist namens Matthäi beschützte ihn. Beim Verhör verwickelte sich der Hausierer, der immer wieder seine Unschuld beteuerte, in Widersprüche. Für die Polizei war der Fall klar, nur für jenen Kommissar Matthäi nicht. Eigentlich sollte er ins Ausland versetzt werden, doch der Fall ließ ihm keine Ruhe. Er sei sich anscheinend sicher gewesen, dass der Hausierer nicht der Täter war und der wahre Mörder noch immer frei herumliefe und weitermordete.

Matthäi recherchierte wie ein Besessener, überprüfte jede Spur und stand quasi selbst beinahe vor dem Wahnsinn, weil er den Mörder einfach nicht fand. Hatte er sich doch geirrt? War doch der Hausierer der Täter, der sich mittlerweile in seiner Zelle umgebracht hatte? Aber er wollte nicht locker lassen. Wenn er Recht hatte, dann würde immerhin das Leben von weiteren kleinen Mädchen auf dem Spiel stehen. Matthäi hatte auch genaue Vorstellungen vom Täter entwickelt, tauchte in dessen Psyche ein, in dessen Komplexe. Er wusste wohl genau, was der Mörder für ein Mann war. Nur finden konnte er ihn nicht. Und da fasste er einen Plan, bei dem Annemarie ins Spiel kam. Matthäi wollte dem Mörder eine Falle stellen und Annemarie sollte der Lockvogel sein. Und nach einiger Zeit sollte Matthäi tatsächlich verdächtige Indizien entdecken. Annemarie und der Mörder hatten sich allem Anschein nach getroffen.

Annemarie hatte Tränen in den Augen, als sie mir das erzählte. Ich hab nie erfahren, wie es weiterging, was aus dem Mörder wurde. Was aus Kommissar Matthäi wurde. Ich traute mich auch nicht zu fragen. Wichtig war in diesem Moment nur, dass sie hier saß. Dass sie kein Opfer dieses psychopathischen Mörders wurde. Ich wusste nur, dass es eine unheimliche Geschichte ist. Eine brutale Geschichte. Eine Geschichte, die ein kleines Mädchen, dann später eine junge Frau, nie so richtig verarbeiten können wird, auch wenn sie die vielen Details erst im Nachhinein erfuhr. Sie war einem Mörder beinahe schutzlos ausgeliefert. Zu Matthäi habe sie ebenfalls keinen Kontakt mehr, obwohl er damals fast wie ein Vater zu ihr war. Aber das hat sie dann doch zu sehr schockiert.

Dann atmete sie einmal kräftig durch, stand wortlos auf, wischte sich die Tränen ab und ging weg. Ich blieb noch eine Zeit lang sitzen und ließ das alles sacken. Auch für mich war das ziemlich heftig. Das hat mich nun richtig nach unten gezogen. Ein wenig später hab ich beschlossen, mit meinem gemieteten schwarzen, alten Wagen weiterzufahren. Nach Spanien sollte es gehen, nach Barcelona. Als ich auf einem Gebirgspass an einer Tankstelle hielt um zu tanken, da saß ein alter Mann neben der Zapfsäule. Als ich ausstieg um zu tanken, da schreckte er hoch und notierte sich mein Kennzeichen. Dann blickte er wieder leer vor sich hin. Ich fuhr weiter. Irgendwie war das komisch. Konnte das dieser Matthäi gewesen sein? Dieser alte Mann, der gebrochen auf dieser Bank saß? Nein, sicher nicht, ein solches Ende hätte der Kommissar nicht verdient.

Achja, ein schockierendes Erlebnis hab ich ja noch gar nicht erzählt! Als ich auf Höhe der Eiger-Nordwand eine Pause machte, da stieg ich aus, um mir die Beine zu vertreten. Ich stolperte durch Gebüsch und über Steine – und stand plötzlich vor einem Haufen Leichen! Zermatscht und durch ein Seil aneinander gekettet. Oh Gott, sicher sind diese mutigen Leute bei ihrer Bergtour abgestürzt. Und auf diesem skurrilen Schauspiel aus getrocknetem Blut, verwesenden Gesichtern, Knochen und Bergsteigerhelmen, da lag obenauf ein Teebeutel. Unversehrt und triumphierend. So als ob es dieser Beutel der Marke lieber_tee war, der diese Männer zum Absturz getrieben hätte. Aber das konnte ja nicht sein, oder?

Dein Kobbi

PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

Copacabanasun

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schöner kommi Kobbi. ;D :)


kobbi88

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danke :)


JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Ein Klassiker des deutschsprachigen Films, nicht unberechtigt. Für seine Zeit eine ungewöhnliche, fast schon gewagte Romanverfilmung, dessen heikle Thematik so gar nicht in das einheimische, fröhliche Unterhaltungskino passte. Den Mord an einem kleinen Mädchen in den Mittelpunkt der Handlung zu stellen, ein heißes Eisen, damals noch viel mehr als heute, wo so etwas (leider) häufig in den Nachrichten zu hören und lesen ist. Darüber hinaus auch noch Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Der Publikumsliebling war ja eher als Komödiendarsteller bekannt.

Bei der Inszenierung wurden keine großen Experimente gemacht, wodurch sich der Film noch deutlich von heutigen Thrillern unterscheidet. Heute erkennt man schon an der Umsetzung, in was für einem Genre man sich befindet, sei es durch einen düstere Grundstimmung, dunkle Bilder, Dauerregen und bedrohliche Musik. Das findet man hier nicht, was einen ganz eigenen Reiz ausmacht. Sicher war das damals nicht mal eine Option, aber so wirkt es zusätzlich interessant. Man erlebt die doch sehr beschauliche, eigentlich heile Welt, in der diese Form von Verbrechen fast ausgeschlossen scheinen. Der Film besticht in erster Linie einfach durch die hervorragende Geschichte und setzt nie auf künstlich heraufbeschworene Stimmung. Spannend ist es trotzdem und hat Momente, die fast schauerlich wirken, ohne das durch Schnickschnack untermauern zu müssen. Großen Anteil daran hat der ausgezeichnete Gert Fröbe, der in seinen wenigen Auftritten eine Glanzleistung abliefert. So könnte der auch heute noch diese Rolle verkörpern, er wäre brillant. Seine erste Begegnung mit Anne-Marie im Wald sorgt fast für Gänsehaut, so eindringlich und überzeugend spielt er das. Dieser nette Onkel mit dem versessenen Blick ist immer noch der Alptraum jedes Elternteils.

"Es geschah am hellichten Tag" hat wirklich wenig über die Jahre verloren, gerade weil das Thema eigentlich immer aktueller wird. Das Ende ist leider etwas knapp gehalten und nicht auf dem Niveau, dass ich mir wünschen würde. An der Stelle verweise ich gerne auf Sean Penns Version "Das Versprechen" aus dem Jahr 2001. Sein Finale weicht zwar deutlich von der Vorlage ab, ist dafür schlicht genial. Wobei es auch nur in Penns Film so wirken kann, der viel mehr auf die psychische Verfassung und Besessenheit seines Protagonisten fokussiert ist, den eigentlichen Krimiplot zwischendurch sogar deshalb vernachlässigt. Nur dadurch ist diese Pointe so effektiv und nachhaltig.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

Hzi

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Ist dir bekannt, dass das Ende von Penns Film Dürrenmatts Roman "Das Versprechen" (welchen dieser erst NACH seinem Drehbuch zum Rühmann-Film geschrieben hat) entspricht ..?


JackoXL

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@Hzi: Nein, da ich das Buch nie gelesen habe. Das Ende ist aber auch perfekt.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

[...] Dass der Film für seine Zeit ziemlich gewagt und schockierend war, ist verständlich. Doch wer sich auf drastische Darstellung der Taten einstellt, der täuscht sich. Die hat der Film aber auch gar nicht nötig, denn die Tätersuche erweist sich nicht nur als hochspannend und fesselnd, sondern auch als aufwühlend und wachrüttelnd. Das Ende selbst kommt zwar etwas apprupt und abgeharkt und auch die Reaktion der Mutter ist sicher nicht realistisch. Dennoch hat der Film genau das bewirkt, was er wollte: er macht aufmerksam auf schrecklichen Taten, die leider Realität sind und stimmt noch lange nachdenklich. [...]

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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7.0Sehenswert

Die Thematik des Kindsmissbrauches war und ist ein verwerfliches gesellschaftliches Problem, deren ermittlungstechnische Bekämpfung durch die Opfer als Lockvogel Dürrenmatt hier ethisch hinterfragt. Das Aufeinandertreffen zweier so starker Charaktere wie Rühmann und Fröbe gibt diesem traurigen Thema einen starken Ausdruck, der den Gegensatz von Gut und Böse bzw. nicht zuletzt durch Fröbes Korpulenz Schwäche und Stärke widerspiegelt. Dieser Gegensatz zieht sich bis zum dramatischen Ende, das doch ein Happy End ist, durch den Film.

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Kommentare (50) — Film: Es geschah am hellichten Tag


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Brainybab

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Allein der Übergang vom Täterprofil durch den befreundeten Psychologen - zunächst auf die strickenden Hände von Frau, dann auf die zuckenden von Herrn Schrott - erzeugt Grusel-Gänsehaut. Jedesmal wieder. Einer der spannendsten Krimis überhaupt, an den das Remake m.E. lange nicht heranreicht, sonder trotz Farbe blässlich daerkommt.
Im Gegensatz zu einigen hier habe ich mit dem Abweichen von der Romanvorlage keine Probleme. Auch dürfte das dem gerade erst dem Krieg und der Hungerzeit entronnenen Wirtschaftswunderpublikum geschuldet gewesen sein. Das hatte nämlich Schrecken und missbrauchte Kinder zur Genüge in der Realität erlebt und wollte dann doch lieber nur sanften Grusel.
Und den bietet Gert Fröbe in Überfülle. Hier stimmt wirklich alles: Körperhaltung, Stimme, Gesichtsausdruck. Selbst heute noch beeindruckt mich das zutiefst - ebenso wie ich jedesmal wieder vor Mitleid fast zerfließe angesichts des zu Unrecht verdächtigten Hausierers.
Selbstverständlich überzeugt auch Heinz Rühmann in der Rolle des Kommissars.
Dazu kommen dann noch spannende Inszenierung und passende Musik.
Insgesamt ein Sahnebonbon des deutschen Films - eines der wenigen.
"Lieber, lieber Zauberer, zaubere noch mehr!" - Noch mehr solche Filme. Das wünschen wir uns.

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damian.thorne.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Klassiker des Deutschen Films mit Heinz Rühman und Gert Fröbe die hier eine ihrer besten Vorstellungen überhaupt abgeliefert haben.

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robertpires27

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Bewertung7.5Sehenswert

Michel Simon überzeugt mich im Triumvirat der hochgelobten Darsteller am meisten. Natürlich ist dieser Kriminalfilm absolut wegweisend für sein Genre und besonders von der Inszenierung können sich heutige Krimis immer noch eine Scheibe abschneiden.
Die psychologische Tiefe bezüglich des Mörders ist mir jedoch nicht ausreichend genug und ich hätte dem Ganzen noch mehr Zeit eingeräumt aber man muss in diesem Kontext natürlich auch bedenken, dass diese Darstellungsweise für die damalige Zeit, schon außergewöhnlich war.
Das von Dürrenmatt angedachte Ende,kein Heinz Rühmann ( der natürlich eine absolut starke Vorstellung abliefert aber-und das ist jetzt sehr subjektiv-für mich ein persönliches No-Go ist) und der Film würde wohl viel weiter oben in meiner Bestenliste angesiedelt sein.
Es ist aber auch nicht leicht, wenn sich Werke dieses Genres mit "M-Eine Stadt sucht einen Mörder" messen müssen ;-)

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Simon Moon

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Das mit "M" unterschreibe ich sofort.


VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Als Kind mal gesehen und so gut wie alles vergessen. Ein echt schöner Klassiker. Aber das wissen hier eh schon alle. :-)

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MrKatsumi

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich genieße es schwarz-weiß Filme in 4:3 im Kino sehen zu können. Das ist eine wunderbare Abwechslung zu den modernen bewegten Bildern.
Keine CGI, keine Steadicam. Das stellte die Kameramänner und Regisseure von damals vor einige Probleme mehr als heutzutage.
Das merkt man dem Film aber so gut wie gar nicht an, die Umsetzung gefällt mir sehr gut!
Das Thematik war damals wie heute ein großes Problem und es ist wichtig, dass es den (Gut)Menschen immer mal wieder unter die Nase gerieben wird. Umso toller wenn Kinos das beherzigen.
Heinz Rühmann gefällt mir eigentlich immer recht gut, das Schauspiel von Michel Simon hat mir aber am besten gefallen.

Besonders herausragend ist auch die musikalische Untermalung gesondert zu erwähnen. Sehr passend und präzise gesetzte Akzente zwischen gut und böse oder zwischen Liebe und Verachtung.

Und jetzt freue ich mich auf den zweiten Film des heutigen Tages: "Das Turiner Pferd" im Caligari Wiesbaden! :)

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Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Einer DER deutschen Klassiker

Und das zurecht (obwohl ich Heinz Rühmann sonst überhaupt nicht mag)!Zu einer Zeit gedreht wo das Thema Kindermord tabuisiert wurde,schnitt dieser atmosphärisch unheilverkündender Film eine Kerbe in das deutsche Nachkriegsdenken einer heilen Welt. Zu einer Zeit des Wiederaufbaus und der gezwungenen Verdrängung des Bösen kam dieser Film den Deutschen ganz recht; um sie zu erinnern an die Feinde im kleinen Kreis des Menschen. An den Nachbarn,der das Schlechte verkörpert oder nur einfach die Tatsache das es nicht das Gute gibt.Es gibt Abstufungen,aber kein reines Glück oder gut (hier dargestellt von Rühmann,der sein egoistisches Ziel fast mit den Tod des Mädchens bezahlt).Was Vajna ausser diesem aufrüttelnden Apell noch schafft ist eine differenzierte Charakterstudie.Diese ist allerdings weniger auf den Psychopathen zugeschnitten,sondern auf die Beziehung von Matthäus und seiner Umwelt.
Interressant und psychisch geschickt ausgeklügeltes Drehbuch mit immernoch aktuellen Thema und einen Gert Fröbe der einzigartig spielt!

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katzltatzl

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film zeigt in einer Deutlichkeit, die kaum zu übertreffen ist, wie gut deutsche Filme sein können. Heinz Rühmann brilliert in dieser Rolle und Fröbe ist ungeschlagen in der Rolle des Bösen.
Dieser Film war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und kann auch heute noch mit fast allen Filmen dieses Genres konkurrieren.
Absoluter Top-Film

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

M - Eine Stadt sucht einen Mörder fand ich zwar krasser aber dennoch ein wirklich gelungener film...heinz überzeugt mich von der ersten sekunde an...bonusmatrial ist aber sehr enttäuschend...nur senenfotos,werkfotos und premierenfotos ja und hörbuchauszug "das versprechen"

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der wie geschaffen ist für einen Sonntagnachmittag. Ruhig, ja fast beschaulich, dennoch spannend, geht einem "Es geschah am hellichten Tag" immer wieder unter die Haut.
Dabei ist dieser Klassiker des deutschen Films eine Kriminalgeschichte par excellence, da er seinen Fall geradezu seziert, langsam durchleuchtet und den Zuschauer an jeden Schritt teilhaben lässt. Dies gilt aber nicht nur für die Mordfälle die "Es geschah am hellichten Tag" bearbeitet, sondern auch für seine Charaktere. Denn auch diese werden psychologisch betrachtet, ihre Motivationen werden hinterfragt, auch wenn es der Film natürlich vermeidet in allzu tiefe Abgründe zu blicken. Und obwohl man inszenatorisch immer eher auf der Seite des konservativen Handwerkers bleibt, Experimentelles außen vor lässt und dadurch oft schon etwas harmlos oder bieder wirkt, kann der Film doch eine immens dichte und durchaus auch bedrohliche Atmosphäre aufbauen. Selbst das man die Identität des Mörders relativ früh kennt, tut der Spannung keinerlei Abbruch. Viel zu sehr begleitet man da schon Matthäi auf seiner Jagd nach eben diesen.
Eigentlich gibt es hier kaum einen einzelnen Aspekt, der extrem herausragt...im positiven, wie im negativen. Doch im Ganzen ergibt das einen ungeheuer stimmigen und fesselnden Kriminalfilm, welcher noch dazu völlig ohne irgendwelche Action auskommt. Selbst das Ende wurde relativ ruhig umgesetzt, als hätte man bewusst auf irgendwelche alle Spannungsfaktoren verzichtet, die nicht auch elementar für den Fall an sich sind.
Zwar mag es etwas an einer ganz eigenen Note fehlen um in den hohen Olymp der cineastischen Meisterwerke zu gelangen, aber denn dennoch ist "Es geschah am hellichten Tag" ein Film der keinerlei Schwächen aufweist, hervorragend unterhält und der auf eine angenehm seltsame Weise durchgehend eine bedrohliche Stimmung erzeugt. Sehr gut!

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Andy Dufresne

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Bis Heute einer der besten deutschsprachigen Filme aller Zeiten!


ElMagico

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Unterschreib ich!


emotionfreak

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter Kriminalfilm, atmosphärisch gut, gute schauspielerische Leistung von Heinz Rühman und sehr gute von Gerd Fröbe. Allerdings finde ich, hätte man bissel mehr, über den mörder und seine Beziehung zu seiner Frau zu sehen bekommen und noch ein paar Informationen, über die Gründe, warum er zum Mörder wurde, bekommen sollen. Ansonsten genial.

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his_poisongirl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für die damalige Zeit sehr gewagt. Eindrucksvoll und perfekt gespielt, gerade weil man Rühmann vorher fast nur in lustigen Rollen kannte und Fröbe ist nicht zu toppen. Habe diesen Film erstmals mit ca. 12 gesehen und er hat mich nachhaltig beschäftigt und das tut er heute noch.

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cinram

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn Heinz Rühmann bei seinem Freund, einem Psychologen, eine Wesensdurchleuchtung des Kindermörders, anhand einer Zeichnung seines letzten Opfers erstellen läßt, läuft es einem kalt den Rücken runter!
Rühmann und Fröbe, zwei "Dinosaurier" des deutschen Films in einem unheimlich spannend gemachten Kriminalthriller, der vielleicht- im Gegensatz zum Roman- mit einem vermeintlichen
"Happy End" aufwartet, dies jedoch verzeihen läßt, da der Film so finster und bedrückend aufgebaut ist, daß der Zuschauer froh ist, endlich aufatmen zu können!
Für mich mit Abstand die beste Verfilmung von Friedrich Dürrematts "Das Versprechen"!

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Teezy123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer hätte gedacht, dass ich je einen Film mögen würde, in dem Heinz Rühmann mitspielt...
Es geschah am hellichten Tag ist ein zeitloser Film, der auch heute noch Angst macht... besonders natürlich dann, wenn man selbst Kinder hat.
Gerd Fröbe spielt exzellent, auch wenn ichs irgendwie plakativ finde, dass man den Bösen in diesem Film auch optisch böse darstellt...
Rühmann zeigt, dass er mehr kann, als wie in seinen anderen Filme oftmals nur quirlig durch die Gegend zu rennen.
Sehr spannendes Machwerk mit beängstigender Intensität - Ein MUSS !!!

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doenef

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein brillanter und extrem sympathischer Film, den man immer wieder sehen kann, mit einer genialen schauspielerischen Leistung von Gerd Fröbe, die für das Produzententeam Albert R. Broccoli und Harry Saltzmann ausschlaggebend gewesen sein soll, um ihn mit der Rolle des Goldfinger im wohl populärsten Bondfilm aller Zeiten zu betrauen.

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Krimis der Filmgeschichte.

Auch heute noch, mehr als 50 Jahre nach erscheinen fesselt diese Dürrenmatt-Adaption wie wahnsinnig. Man leidet mit und hofft inständig, dass der Mörder gefasst wird. Was auch toll in Erinnerung bleibt ist die wahnsinnige Orchestrierung mancher Szenen.

Ein Film den jeder mal gesehen haben sollte. Besser nicht in der finsteren Nacht gucken...

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Und ich soll jetzt alle diesen Wäsche durchsuchen? Ich soll einen Blutfleck finden?! Was geht das mich an, wenn der eine Halunke den Anderen tötet?!"

"...Ein Kind wurde getötet, ein 8 Jähriges Mädchen..."

Jedem sollte wohl die Vorlage "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt bekannt sein, die er nachdem Drehbuchentwurf (mit einigen starken Abänderungen) von dem ersten Film "Es geschah am helllichten Tag" (Dürrenmatt war auch übrigens hier gegen den Titel) aus dem Jahre 1958 von Ladislao Vajda schrieb. Heute ein echter Klassiker des deutschen Kriminalfilms, der sich mit einer für die damalige Zeit recht gewagtem Thema nähert.

Die Story hier erstmal an sich pädagogisch angehaucht, die Moral mag so für einige allgegenwärtig sein, beschäftigt sich mit dem Thema Kindermord und bringt so reichlich Interesse ins Spiel, besonders in Hinsicht auf die Täterbeschreibung des Ganzen, eigentlich recht schlicht, aber hierbei spannend umgesetzt, in gewisser Weise für die damalige Zeit schockierend (auch wenn dies etwas reißerisch klingt): Ein Triebtäter tötet ein junges Mädchen, insgesamt drei Opfer hat er bereits gefordert, in der Schweiz. Der Kommissar Matthäi ermittelt. Und geht dabei ein großes Risiko ein. Sein Plan: Er möchte "Der Bestie" einen "Köder" servieren. Ein Köder in der Form eines Lockvogels, die kleine Annemarie.

Was man für für die Besetzung brauchte waren große Namen und die überrascht durchaus auf den ersten Blick, denn wen mag man da entdecken? Ja richtig, den eher komödiantisch veranlagten, in Bezug auf seine Filmographie, Heinz Rühmann, da zum Beispiel "Der Feuerzangenbowle". Nun mag dieser hier in seiner ernsten Rolle des engagierten Kommissar Matthäi überraschen. Er zeigt die ganze Bandbreite seines Könnens. Brillant und nicht zu abgehobenen verkörpert er seine Rolle, man spürt die Menschlichkeit des Protagonisten.
Und als Triebtäter, infantil und gleichzeitig diabolisch böse, als Zauberer. Die Legende: Gert Fröbe, noch heute kann ich sein Schauspiel nur als fantastisch, unglaublich oder elektrisierend beschreiben, in höchsten Tönen sollte man ihn loben. Verleiht mir immer wieder Gänsehaut ihm beim spielen zu zusehen. Ein echtes Erlebnis könnte man sagen. Allein seine Präsenz unfassbar. Ganz groß als als psychopathischer Täter "Schrott". Eine Top-Besetzung auf beiden Seiten der Medaille, den auch die anderen Akteure wissen kurzum zu überzeugen.

Dazu noch eine ausgezeichnete Regiearbeit, stets spannend erzählt, für mich dabei über die ganze Laufzeit mehr als einfach nur fesselnd, bis zum Schluss. Lobenswert auch die ungeschönte Wahrheit, die gezeigt wird. Wie gesagt für die damalige Zeit erstaunlich. Aber natürlich mit typischen Krimi-Elementen angereichert, so wie auch mit interessanten psychologischen Aspekten. An sich mit den einfachsten Mitteln wird Spannung erzeugt, sehr raffiniert inszeniert.
Weiterhin eine klasse Kamera, die erstmal sehr saubere ausgearbeitete Bilder liefert, selbst heute noch haben sich nichts von ihrer Intensität und Kraft verloren. Bis heute bleiben einige Sequenzen im Gedächtnis, wahrscheinlich für eine lange Zeit. Vergessen werden sollte selbstredend auch nicht die atmosphärische Stimmung des Ganzen, alles funktioniert für mich [wie damals (bei der ersten Sichtung, nein das war nicht in den 50ern) ] hier perfekt. Besser als ich es am Anfang noch geglaubt hätte.

Und auch die Charaktere wissen an sich [teilweise] zu überzeugen, da man dem Werk hier doch einiges vorwerfen könnte, nicht immer ganz logisch handelt die ein oder andere Person, man mag da am besten an das Ende (was an sich eh zu abrupt daherkommt) denken. Naja das stimmt schon alles, doch diese kleinen Schnitzer kann sich das Werk bei mir durchaus erlauben, da diese Schwächen an anderer Stelle wettgemacht werden, also für mich jedenfalls. Immerhin wurde die Täterperson recht authentisch gehandhabt, was auch hätte anders kommen können. Des weiteren noch exzellent geschriebene Dialoge. Letztendlich bleibt das Drehbuch eben die Vorlage zu Roman, wo eben Dürrenmatt einiges änderte, auch hier könnte man noch mal auf das Ende des Ganzen zu sprechen kommen, aber wir wollen ja nicht allzu sehr spoilern, wenn ich das nicht bereits getan habe. Man möge es mir an der Stelle verzeihen.
Zudem noch eine exquisit komponierte musikalische Untermalung, sehr passend gemacht, dabei wird sie kraftvoll und dramatisch eingesetzt. Was dann noch zusätzlich an den Nerven zerrt.

Zum Schluss möchte ich dann einfach nur sagen, dass "Es geschah am helllichten Tag" für mich ein leibhaftiger Klassiker des deutschen Films ist, bei mir immer wieder gern sehen, ob jung, ob alt. Es bleibt ein nervenzerrendes, meisterhaftes Stück Kriminalfilm, noch heute erstklassig, und mit den genial aufspielenden Rühmann und Fröbe verziert. Einfach stark.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach Jahren wieder mal ganz gesehen und da schlägt der Zauber auch schon zu oder sollte ich sagen der Zauberer? Was dieser Film zur deutschen Leinwand-Geschichte beigetragen hat, ist schon beeindruckend. Ein echt packender Krimi-Stoff, die Thematik mit den Kindermorden nagt heute so stark wie damals an den Nerven und der moralischen Vernunft. Bahnbrechend, dass so etwas schon derart dicht vor über vierzig Jahren aufgearbeitet wurde. Mit dem Stoff leistete Friedrich Dürrenmatt Pionier-Arbeit, selbst wenn es psychologisch gesehen ein klein wenig naiv war, anzunehmen, dass jemand nur jemand mit eigenen Kindern so ein grausiges Verbrechen nie begehen könne. Ist aber auf jeden Fall zu entschuldigen, denn "Es Geschah Am Hellichten Tag" ist für mich vor allem der Film, mit dem ich Heinz Rühmann am liebsten in Verbindung bringe. Nichts gegen die Drei Von Der Tankstelle, Die Feuerzangenbowle oder den Mann im Mond - alles wohlverdiente Klassiker der Unterhaltung. Aber einen Rühmann muss schon hoch angerechnet werden, dass er hier einen zwar intelligenten, teilweise aber auch ambivalenten Helden gibt. Einen, dem am Ende nichts weiter bleibt, als einen reizvollen Köder nach der Bestie auszuwerfen? Sean Penn ergründete in seiner Fassung des Stoffes das ganze vielleicht düsterer und grimmiger, aber in meinen Augen verdient gerade Rühmann den allerhöhsten Respekt für einen optisch noch gelackten Helden. Einen, der dem damaligen Nach-Kriegs-Publikum die Abgründe der menschlichen Psyche näherbrachte, antsatt nur zu unterhalten. Und was wäre wohl abgründiger als der ebenso unvergessliche Gert Fröbe als stammiger Herr Schrott, einerseits der nette Zauberer, dann wahrlich eine Bestie. Sein Killer begeht unsagbares, ist aber auch immer wieder als gezwungenes, dominiertes Wesen zu erleben. Ein erwachsener Mensch von großer Statur, der doch verkrampft ist und von seiner reichen Frau verbal und psychisch malträtiert wird. So groß und kräftig kann jemand erscheinen und dabei ist er doch selbst emtional gelähmt bis unterentwickelt. Fabelhaft jedenfalls, wie Fröbe dieser Figur Kontur verleiht, ein erschreckend packendes Zeugnis größter Schauspiel-Kunst. Und das oft in kurzen, aber prägnanten Szenen, fantastisch. Von seiner wagemutigen Handlung, dem ländlichen Setting im Schweizer Grenz-Gebiet und vielen Momenten, die nicht nur im deutschen Kino Geschichte schrieben, ein Meilenstein. Anbetungswürdig, wozu der deutsche Film in der Lage war und sein kann, wenn er nur will.

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filmschauer

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe zwei Schwergewichte des deutschen Kinos in einem Film aufeinandertreffen, ist dieser wohl immer einen Blick wert. "Es geschah am hellichten Tag" nach einer Friedrich-Dürrenmatt-Vorlage kann nicht nur diese beiden Argumente gewinnbringend für sich verbuchen, sondern weiß auch inhaltlich für Zündstoff zu sorgen. Hier vermischen sich einerseits relativ fröhliche Heimatfilmgefühle in Bild und Ton mit einer grauenvollen Serie an Kindermorden. Eine Mischung, die trotz etwas behäbigen Anlaufs besonders gen Ende eine recht dramatische Spannbreite an Emotionen und moralischem Handeln bereithält. Rühmann gibt den hartnäckigen und auch selbstlosen Ermittler, der anhand kleinster Anhaltspunkten die Spur immer weiter verfolgen kann und dabei ein ziemlich riskantes Spiel eingeht. Fröbe hingegen glänzt durch eine sehr affektierte Art und bleibt mit eher wenigen Filmminuten doch lange im Gedächtnis. Natürlich erahnt man, wie es ausgehen wird und auch die unterschwellige Pädagogik ist nicht schwer zu entschlüsseln. Aber im Kontext des 1958er Produktionsjahres sollte man "Es geschah am hellichten Tag" mal gesehen haben, vielleicht gerade weil solch ein Stoff heutzutage sicherlich anders aussehen würde.

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kronenhummer

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Bewertung6.5Ganz gut

„Es geschah am hellichten Tag“ ist düster und spannend inszeniert und so atmosphärisch sehr dicht geraten. Aber er ist nun einmal auch durch die Denk- und Verhaltensweisen der 50er Jahre geprägt –und die war mir ehrlich gesagt doch etwas zu einfach und einseitig, wobei ich hier keineswegs die klassischen Charaktere „Gut vs. Böse“ meine, sondern vielmehr die letztendliche Ermittlung und Stellung (eine tatsächliche Überführung fehlt mir hier) des Täters. Denkweisen wie der Ausschluss von Männern mit eigenen Kindern als mögliche Täter sind, wie man heute sieht, leider zu einfach gehalten.
Dass die schauspielerischen Leistungen über diese Kritikpunkte erhaben sind und die Inszenierung wahrlich stimmig ist, steht natürlich außer Zweifel.

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guggenheim

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Bewertung7.5Sehenswert

Natürlich ist "Es geschah am hellichten Tag" noch immer ein richtig guter Film, da ändern auch die Jahrzehnte, die dieses Werk mittlerweile auf dem Buckel hat, nichts dran. Nur wird man das Gefühl nicht los, dass dann und wann die Einfallslosigkeit und die Tendenz zur Zuschauerschonung ein wenig regiert hat. -- Kleine Spoiler folgen -- Das Ende ist arg knapp geraten, zudem setzt es der unrealistischen Handlungsweise der Mutter die Krone auf, ist sie dem Kommissar am Ende doch dankbar, obwohl er ihr Kind zuvor in Lebensgefahr gebracht hat. Nie flippt sie aus, sondern scheint Verständnis für diese Taktik aufzubringen. Da kann ein Film 150 oder 5 Jahre alt sein, aber eine Mutter hat immer anders reagiert und wird auch immer anders reagieren.
Aber abgesehen davon ist "Es geschah am hellichten Tag" natürlich ein einflussreiches und absolut sehenswertes Werk.

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guggenheim

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Schwer zu vergleichen, aber eben das andere Ende lässt ''Das Versprechen'' mMn als beste Verfilmung hervorgehen.


russel

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sehe ich auch so...das ende ist total verstörend...



Deine Meinung zum Film Es geschah am hellichten Tag