Es geschah am hellichten Tag - Kritik

CH/DE/ES 1958 Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 09.07.1958

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    Mr.Torrance 29.08.2015, 16:40 Geändert 29.08.2015, 16:41

    Packendes Kriminaldrama mit fantastischen Schauspielern. Heinz Rühmann und auch Gert Fröbe spielen großartig auf. Für mich sei aber noch Michel Simon erwähnt, der mir in der Rolle des Hausierers im Verhör eine kräftige Gänsehaut beschert hat.

    Schon damals hat man versucht, der gestörten Psyche von Kindermördern auf den Grund zu gehen. Wohl noch in der falschen Annahme, das Familienväter bestialische Taten dieser Art nicht begehen könnten.
    Heute weiss man es eindeutig besser. Man sieht diesen Gestalten ihre perversen Neigungen nicht an.
    Der Film zeigt auch eindrucksvoll, dass man niemals einen Menschen voreilig für etwas beschuldigen darf und ihn vor allem nicht voreilig verurteilen sollte. Wozu so etwas führen kann, haben wir eindeutig gesehen.

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    • 8 .5

      „Es geschah am hellichten Tag“ ist ein zeitloses Meisterwerk, ein spannungsgeladener Thriller, der dem deutschen Charakterdarsteller Gert Fröbe den Weg nach Hollywood ebnete und Maßstäbe in der deutschen Krimi-Landschaft setzte.

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      • 9

        Ein Klassiker und nach dazu ein Meisterwerk in der Krimigeschichte. Eine durch und durch packende und mitreißende Handlung, tolle Schauspieler und eine in sich geschlossene Atmosphäre, die einen um das Wohl der kleinen Anne-Marie förmlich mitfiebern lässt. Noch dazu gesagt, dass hier Rühmann neben "Der Feuerzangenbowle" für mich hier seine schauspielerisch beste Leistung abruft.

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        • 9 .5

          Die Verfilmung des Dürrenmatt-Romans "Das Versprechen" ist phantastsich gelungen - auch wenn Dürrenmatt selbst mit dem Ende des Films nicht einverstanden war. Der Thriller lebt nicht nur von seinen brillanten Hauptdarstellern Heinz Rühmann und Gert Fröbe - sondern aus meiner Sicht auch ganz besonders von den "Nebendarstellern", die mit Michel Simon, Berta Drews, Sigfrit Steiner, Siegfried Lowitz, Emil Hegetschweiler, Margrit Winter, Ewald Balser oder dem kauzigen Heinrich Gretler außergewöhnlich stark besetzt war! Regisseur Vajda hat atmosphärisch extrem dicht und spannend inszeniert. Kamera und Musik waren ebenso gut gewählt. Wenn man bedenkt, dass der Thriller in der Adenauer-Ära spielt, ist die Gesellschaftskritik bemerkenswert: Egoismus, Beliebigkeit,Konsumdenken und Rücksichtslosigkeit werden thematisiert
          ( Rühmann hält bei seinem Abschied vom Polizeidienst eine bemerkenswert kritische Rede!) "Es geschah am hellichen Tag" ist der vielleicht beste deutsche Krimi aller Zeiten, indem einfach alles gestimmt hat.

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          • 9 .5

            Einer DER deutschen Klassiker

            Und das zurecht (obwohl ich Heinz Rühmann sonst überhaupt nicht mag)! Zu einer Zeit gedreht wo das Thema Kindermord tabuisiert wurde,schnitt dieser atmosphärisch unheilverkündende Film eine Kerbe in das deutsche Nachkriegsdenken einer heilen Welt. Zu einer Zeit des Wiederaufbaus und der gezwungenen Verdrängung des Bösen kam dieser Film den Deutschen ganz recht; um sie zu erinnern an die Feinde im kleinen Kreis des Menschen. An den Nachbarn,der das Schlechte verkörpert oder nur einfach die Tatsache das es nicht das Gute gibt. Es gibt Abstufungen,aber kein reines Glück oder gut (hier dargestellt von Rühmann,der sein egoistisches Ziel fast mit den Tod des Mädchens bezahlt). Was Vajna ausser diesem aufrüttelnden Apell noch schafft ist eine differenzierte Charakterstudie.Diese ist allerdings weniger auf den Psychopathen zugeschnitten,sondern auf die Beziehung von Matthäus und seiner Umwelt.
            Interressant und psychisch geschickt ausgeklügeltes Drehbuch mit immernoch aktuellen Thema und einen Gert Fröbe der einzigartig spielt!

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            • 9

              ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG ist ein äußerst guter Krimi, der sich nicht hinter heutigen Filmen verstecken muss.

              Der Film, der sich mit der Aufklärung einer Reihe von Morden an Kindern auseinandersetzt, schafft es, eine starke Atmosphäre aufzubauen und diese bis zum Ende zu halten. Die spannende Inszenierung des Drehbuches, das auf einer Story von Friedrich Dürrenmatt basiert (welcher jedoch nicht mit dem Ende des Films einverstanden ist), verlagert den Film in eine Welt, in der Kälte die vorrangige Stimmung ist, in der zumeist gefühllos, unpersönlich und kommerziell gehandelt wird. Deutlich wird das an dem Dialog, in welchem die toten Kinder lediglich als Zahlen in Statistiken von Bedeutung sind. Dabei ragt der Film über Mainstream-Kost hinaus, in dem er in die Seelen der Figuren schaut und psychologische Erklärungsversuche zu liefern versucht. Dadurch gewinnt der Film ungemein an Klasse; die Macher sind nicht lediglich an der Oberfläche interessiert, sie wollen tiefer in die Geschichte vordringen.
              Eine klassische Gut/Böse- Charakterzeichnung bleibt zudem aus, sodass man für den Antagonist durchaus Mitleid empfinden kann und den Protagonisten verurteilen mag, weil er andere Menschen eiskalt ausnutzt, um an sein Ziel zu kommen. (Dürrenmatt war dies trotzdem noch nicht dunkel genug.)

              Aus den Darstellern ragen meiner Meinung nach vor allem Heinz Rühmann als Polizist, dem der letzte Fall keine Ruhe lässt und Gert Fröbe heraus, der einen Mann mimt, der wohl eingeschüchtert und passiv wirken mag, der im Inneren jedoch brodelt, bis er immer wieder hochgeht.

              Die Musik ist gut und unterstützt die Szenen auf eine emotionale Art und Weise. Zudem machen die Kompositionen dem Zuschauer vieles deutlich, sodass sie eine zusätzliche Spannung erzeugen können.

              Der Krimi hat mit einer Laufzeit von knapp 100 Minuten eine gute Laufzeit. Längen tauchen nicht auf, im Gegensatz dazu hält die Spannung von Anfang bis Ende, was vor allem an der Inszenierung liegt.
              Wer den Film noch nicht kennt und sich von dem Produktionsjahr abschrecken lässt, dem sei gesagt, dass die "Angst" unbegründet bleibt, da der Film unfassbar flüssig anzuschauen ist, sodass er sich mit moderneren Werken durchaus messen kann.

              _Smooli

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              • 9 .5

                Ein echter Klassiker, der den Begriff des Thrillers damals wohl neu definiert hat. Rühmann und Fröbe spielen beide absolut überragend. Die Spannungskurve wird durch die super Story und die packende Musik bis zum Ende stetig angezogen. Ohne Frage einer der besten deutschen Filme aller Zeiten.

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                • 9 .5

                  Nach wie vor einer der besten Kriminalfilme überhaupt. Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt und kann bis heute mit fast jedem Thriller mithalten.
                  Rühmann und Fröbe beweisen hier mal wieder, dass sie zu den ganz großen gehören und in jedem Genre herausragend spielen können.
                  Weshalb sich Dürrenmatt so vom Film lossagt, kann ich nicht ganz verstehen, wenn auch seine Version mit anderem Ende (ebenso wie die Verfilmung von Sean Penn) ebenfalls sehr stark ist, gefällt mir die "alte" einen Tick besser.

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                  • 10

                    Allein der Übergang vom Täterprofil durch den befreundeten Psychologen - zunächst auf die strickenden Hände von Frau, dann auf die zuckenden von Herrn Schrott - erzeugt Grusel-Gänsehaut. Jedesmal wieder. Einer der spannendsten Krimis überhaupt, an den das Remake m.E. lange nicht heranreicht, sonder trotz Farbe blässlich daerkommt.
                    Im Gegensatz zu einigen hier habe ich mit dem Abweichen von der Romanvorlage keine Probleme. Auch dürfte das dem gerade erst dem Krieg und der Hungerzeit entronnenen Wirtschaftswunderpublikum geschuldet gewesen sein. Das hatte nämlich Schrecken und missbrauchte Kinder zur Genüge in der Realität erlebt und wollte dann doch lieber nur sanften Grusel.
                    Und den bietet Gert Fröbe in Überfülle. Hier stimmt wirklich alles: Körperhaltung, Stimme, Gesichtsausdruck. Selbst heute noch beeindruckt mich das zutiefst - ebenso wie ich jedesmal wieder vor Mitleid fast zerfließe angesichts des zu Unrecht verdächtigten Hausierers.
                    Selbstverständlich überzeugt auch Heinz Rühmann in der Rolle des Kommissars.
                    Dazu kommen dann noch spannende Inszenierung und passende Musik.
                    Insgesamt ein Sahnebonbon des deutschen Films - eines der wenigen.
                    "Lieber, lieber Zauberer, zaubere noch mehr!" - Noch mehr solche Filme. Das wünschen wir uns.

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                    • 9 .5

                      Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 20
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                      Liebes Tagebuch,

                      Aaaah, die Schweiz. Hier scheinen die Uhren langsamer zu gehen. Man muss nicht hetzen und findet endlich mal zu Ruhe. Entspannung in wunderbarer Umgebung. Ich saß also in Chur im Kanton Graubünden in einem Park auf einer Bank. Ich genoss die frische Luft, die Sonne und hatte ne Schachtel Pralinen mit echter Schweizer Schokolade dabei. Neben mir eine junge Frau, in etwa in meinem Alter. Da ich natürlich bekanntermaßen ein großer Kavalier und Frauenversteher bin, bot ich diesem gutaussehenden Mädchen ebenfalls eine Praline an. Ich hab ja mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser Reaktion. Einen spitzen Schrei stieß sie aus! Was hab ich denn jetzt nur wieder falsch gemacht? Ich versuchte sie zu beruhigen, was mir erst nach einiger Zeit so langsam gelang.

                      Als die junge Frau, Annemarie hieß sie übrigens, nach und nach Vertrauen zu mir fasste, da fing sie auch zögerlich an zu erzählen. Mit diesen Schokoladenpralinen habe sie überhaupt keine guten Erfahrungen gemacht. Ich dachte natürlich an irgendwelche chemischen Stoffe oder dass ein Hühnerkopf in einer Praline drinsteckte oder so. Was Annemarie aber dann erzählte, das kippte mich fast aus den Latschen!

                      Sie wäre vor etwa 20 Jahren beinahe Opfer eines Triebtäters geworden, der sie ebenfalls mit solchen Schokoladentrüffeln, sie nannte sie damals noch „Igel“, gefügig machen, anlocken wollte. Dieser Mann hat schon zuvor mehrmals zugeschlagen. Der bekannteste Fall war damals wohl in einem kleinen Dorf passiert, ein kleines Mädchen, Gritli Moser, ist damals mit einem Rasiermesser brutal getötet worden und ebenfalls zuvor mit Schokoladenigeln angelockt worden. Von einem Riesen, einem Zauberer, einem einfach sehr großen Mann. Damals wurde sogar ein Hausierer verhaftet, der beinahe von der aufgebrachten Menge gelyncht worden wäre, doch ein engagierter Polizist namens Matthäi beschützte ihn. Beim Verhör verwickelte sich der Hausierer, der immer wieder seine Unschuld beteuerte, in Widersprüche. Für die Polizei war der Fall klar, nur für jenen Kommissar Matthäi nicht. Eigentlich sollte er ins Ausland versetzt werden, doch der Fall ließ ihm keine Ruhe. Er sei sich anscheinend sicher gewesen, dass der Hausierer nicht der Täter war und der wahre Mörder noch immer frei herumliefe und weitermordete.

                      Matthäi recherchierte wie ein Besessener, überprüfte jede Spur und stand quasi selbst beinahe vor dem Wahnsinn, weil er den Mörder einfach nicht fand. Hatte er sich doch geirrt? War doch der Hausierer der Täter, der sich mittlerweile in seiner Zelle umgebracht hatte? Aber er wollte nicht locker lassen. Wenn er Recht hatte, dann würde immerhin das Leben von weiteren kleinen Mädchen auf dem Spiel stehen. Matthäi hatte auch genaue Vorstellungen vom Täter entwickelt, tauchte in dessen Psyche ein, in dessen Komplexe. Er wusste wohl genau, was der Mörder für ein Mann war. Nur finden konnte er ihn nicht. Und da fasste er einen Plan, bei dem Annemarie ins Spiel kam. Matthäi wollte dem Mörder eine Falle stellen und Annemarie sollte der Lockvogel sein. Und nach einiger Zeit sollte Matthäi tatsächlich verdächtige Indizien entdecken. Annemarie und der Mörder hatten sich allem Anschein nach getroffen.

                      Annemarie hatte Tränen in den Augen, als sie mir das erzählte. Ich hab nie erfahren, wie es weiterging, was aus dem Mörder wurde. Was aus Kommissar Matthäi wurde. Ich traute mich auch nicht zu fragen. Wichtig war in diesem Moment nur, dass sie hier saß. Dass sie kein Opfer dieses psychopathischen Mörders wurde. Ich wusste nur, dass es eine unheimliche Geschichte ist. Eine brutale Geschichte. Eine Geschichte, die ein kleines Mädchen, dann später eine junge Frau, nie so richtig verarbeiten können wird, auch wenn sie die vielen Details erst im Nachhinein erfuhr. Sie war einem Mörder beinahe schutzlos ausgeliefert. Zu Matthäi habe sie ebenfalls keinen Kontakt mehr, obwohl er damals fast wie ein Vater zu ihr war. Aber das hat sie dann doch zu sehr schockiert.

                      Dann atmete sie einmal kräftig durch, stand wortlos auf, wischte sich die Tränen ab und ging weg. Ich blieb noch eine Zeit lang sitzen und ließ das alles sacken. Auch für mich war das ziemlich heftig. Das hat mich nun richtig nach unten gezogen. Ein wenig später hab ich beschlossen, mit meinem gemieteten schwarzen, alten Wagen weiterzufahren. Nach Spanien sollte es gehen, nach Barcelona. Als ich auf einem Gebirgspass an einer Tankstelle hielt um zu tanken, da saß ein alter Mann neben der Zapfsäule. Als ich ausstieg um zu tanken, da schreckte er hoch und notierte sich mein Kennzeichen. Dann blickte er wieder leer vor sich hin. Ich fuhr weiter. Irgendwie war das komisch. Konnte das dieser Matthäi gewesen sein? Dieser alte Mann, der gebrochen auf dieser Bank saß? Nein, sicher nicht, ein solches Ende hätte der Kommissar nicht verdient.

                      Achja, ein schockierendes Erlebnis hab ich ja noch gar nicht erzählt! Als ich auf Höhe der Eiger-Nordwand eine Pause machte, da stieg ich aus, um mir die Beine zu vertreten. Ich stolperte durch Gebüsch und über Steine – und stand plötzlich vor einem Haufen Leichen! Zermatscht und durch ein Seil aneinander gekettet. Oh Gott, sicher sind diese mutigen Leute bei ihrer Bergtour abgestürzt. Und auf diesem skurrilen Schauspiel aus getrocknetem Blut, verwesenden Gesichtern, Knochen und Bergsteigerhelmen, da lag obenauf ein Teebeutel. Unversehrt und triumphierend. So als ob es dieser Beutel der Marke lieber_tee war, der diese Männer zum Absturz getrieben hätte. Aber das konnte ja nicht sein, oder?

                      Dein Kobbi

                      PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

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                      • 8

                        Ein Klassiker des Deutschen Films mit Heinz Rühman und Gert Fröbe die hier eine ihrer besten Vorstellungen überhaupt abgeliefert haben.

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                        • 7 .5

                          Michel Simon überzeugt mich im Triumvirat der hochgelobten Darsteller am meisten. Natürlich ist dieser Kriminalfilm absolut wegweisend für sein Genre und besonders von der Inszenierung können sich heutige Krimis immer noch eine Scheibe abschneiden.
                          Die psychologische Tiefe bezüglich des Mörders ist mir jedoch nicht ausreichend genug und ich hätte dem Ganzen noch mehr Zeit eingeräumt aber man muss in diesem Kontext natürlich auch bedenken, dass diese Darstellungsweise für die damalige Zeit, schon außergewöhnlich war.
                          Das von Dürrenmatt angedachte Ende,kein Heinz Rühmann ( der natürlich eine absolut starke Vorstellung abliefert aber-und das ist jetzt sehr subjektiv-für mich ein persönliches No-Go ist) und der Film würde wohl viel weiter oben in meiner Bestenliste angesiedelt sein.
                          Es ist aber auch nicht leicht, wenn sich Werke dieses Genres mit "M-Eine Stadt sucht einen Mörder" messen müssen ;-)

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                          • 7 .5

                            Als Kind mal gesehen und so gut wie alles vergessen. Ein echt schöner Klassiker. Aber das wissen hier eh schon alle. :-)

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                            • 7 .5

                              Ich genieße es schwarz-weiß Filme in 4:3 im Kino sehen zu können. Das ist eine wunderbare Abwechslung zu den modernen bewegten Bildern.
                              Keine CGI, keine Steadicam. Das stellte die Kameramänner und Regisseure von damals vor einige Probleme mehr als heutzutage.
                              Das merkt man dem Film aber so gut wie gar nicht an, die Umsetzung gefällt mir sehr gut!
                              Das Thematik war damals wie heute ein großes Problem und es ist wichtig, dass es den (Gut)Menschen immer mal wieder unter die Nase gerieben wird. Umso toller wenn Kinos das beherzigen.
                              Heinz Rühmann gefällt mir eigentlich immer recht gut, das Schauspiel von Michel Simon hat mir aber am besten gefallen.

                              Besonders herausragend ist auch die musikalische Untermalung gesondert zu erwähnen. Sehr passend und präzise gesetzte Akzente zwischen gut und böse oder zwischen Liebe und Verachtung.

                              Und jetzt freue ich mich auf den zweiten Film des heutigen Tages: "Das Turiner Pferd" im Caligari Wiesbaden! :)

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                              • 9

                                Der Film zeigt in einer Deutlichkeit, die kaum zu übertreffen ist, wie gut deutsche Filme sein können. Heinz Rühmann brilliert in dieser Rolle und Fröbe ist ungeschlagen in der Rolle des Bösen.
                                Dieser Film war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und kann auch heute noch mit fast allen Filmen dieses Genres konkurrieren.
                                Absoluter Top-Film

                                • 8

                                  M - Eine Stadt sucht einen Mörder fand ich zwar krasser aber dennoch ein wirklich gelungener film...heinz überzeugt mich von der ersten sekunde an...bonusmatrial ist aber sehr enttäuschend...nur senenfotos,werkfotos und premierenfotos ja und hörbuchauszug "das versprechen"

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                                  • 8

                                    Ein Klassiker des deutschsprachigen Films, nicht unberechtigt. Für seine Zeit eine ungewöhnliche, fast schon gewagte Romanverfilmung, dessen heikle Thematik so gar nicht in das einheimische, fröhliche Unterhaltungskino passte. Den Mord an einem kleinen Mädchen in den Mittelpunkt der Handlung zu stellen, ein heißes Eisen, damals noch viel mehr als heute, wo so etwas (leider) häufig in den Nachrichten zu hören und lesen ist. Darüber hinaus auch noch Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Der Publikumsliebling war ja eher als Komödiendarsteller bekannt.

                                    Bei der Inszenierung wurden keine großen Experimente gemacht, wodurch sich der Film noch deutlich von heutigen Thrillern unterscheidet. Heute erkennt man schon an der Umsetzung, in was für einem Genre man sich befindet, sei es durch einen düstere Grundstimmung, dunkle Bilder, Dauerregen und bedrohliche Musik. Das findet man hier nicht, was einen ganz eigenen Reiz ausmacht. Sicher war das damals nicht mal eine Option, aber so wirkt es zusätzlich interessant. Man erlebt die doch sehr beschauliche, eigentlich heile Welt, in der diese Form von Verbrechen fast ausgeschlossen scheinen. Der Film besticht in erster Linie einfach durch die hervorragende Geschichte und setzt nie auf künstlich heraufbeschworene Stimmung. Spannend ist es trotzdem und hat Momente, die fast schauerlich wirken, ohne das durch Schnickschnack untermauern zu müssen. Großen Anteil daran hat der ausgezeichnete Gert Fröbe, der in seinen wenigen Auftritten eine Glanzleistung abliefert. So könnte der auch heute noch diese Rolle verkörpern, er wäre brillant. Seine erste Begegnung mit Anne-Marie im Wald sorgt fast für Gänsehaut, so eindringlich und überzeugend spielt er das. Dieser nette Onkel mit dem versessenen Blick ist immer noch der Alptraum jedes Elternteils.

                                    "Es geschah am hellichten Tag" hat wirklich wenig über die Jahre verloren, gerade weil das Thema eigentlich immer aktueller wird. Das Ende ist leider etwas knapp gehalten und nicht auf dem Niveau, dass ich mir wünschen würde. An der Stelle verweise ich gerne auf Sean Penns Version "Das Versprechen" aus dem Jahr 2001. Sein Finale weicht zwar deutlich von der Vorlage ab, ist dafür schlicht genial. Wobei es auch nur in Penns Film so wirken kann, der viel mehr auf die psychische Verfassung und Besessenheit seines Protagonisten fokussiert ist, den eigentlichen Krimiplot zwischendurch sogar deshalb vernachlässigt. Nur dadurch ist diese Pointe so effektiv und nachhaltig.

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                                    • 8 .5

                                      Ein Film der wie geschaffen ist für einen Sonntagnachmittag. Ruhig, ja fast beschaulich, dennoch spannend, geht einem "Es geschah am hellichten Tag" immer wieder unter die Haut.
                                      Dabei ist dieser Klassiker des deutschen Films eine Kriminalgeschichte par excellence, da er seinen Fall geradezu seziert, langsam durchleuchtet und den Zuschauer an jeden Schritt teilhaben lässt. Dies gilt aber nicht nur für die Mordfälle die "Es geschah am hellichten Tag" bearbeitet, sondern auch für seine Charaktere. Denn auch diese werden psychologisch betrachtet, ihre Motivationen werden hinterfragt, auch wenn es der Film natürlich vermeidet in allzu tiefe Abgründe zu blicken. Und obwohl man inszenatorisch immer eher auf der Seite des konservativen Handwerkers bleibt, Experimentelles außen vor lässt und dadurch oft schon etwas harmlos oder bieder wirkt, kann der Film doch eine immens dichte und durchaus auch bedrohliche Atmosphäre aufbauen. Selbst das man die Identität des Mörders relativ früh kennt, tut der Spannung keinerlei Abbruch. Viel zu sehr begleitet man da schon Matthäi auf seiner Jagd nach eben diesen.
                                      Eigentlich gibt es hier kaum einen einzelnen Aspekt, der extrem herausragt...im positiven, wie im negativen. Doch im Ganzen ergibt das einen ungeheuer stimmigen und fesselnden Kriminalfilm, welcher noch dazu völlig ohne irgendwelche Action auskommt. Selbst das Ende wurde relativ ruhig umgesetzt, als hätte man bewusst auf irgendwelche alle Spannungsfaktoren verzichtet, die nicht auch elementar für den Fall an sich sind.
                                      Zwar mag es etwas an einer ganz eigenen Note fehlen um in den hohen Olymp der cineastischen Meisterwerke zu gelangen, aber denn dennoch ist "Es geschah am hellichten Tag" ein Film der keinerlei Schwächen aufweist, hervorragend unterhält und der auf eine angenehm seltsame Weise durchgehend eine bedrohliche Stimmung erzeugt. Sehr gut!

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                                      • 7 .5

                                        Guter Kriminalfilm, atmosphärisch gut, gute schauspielerische Leistung von Heinz Rühman und sehr gute von Gerd Fröbe. Allerdings finde ich, hätte man bissel mehr, über den mörder und seine Beziehung zu seiner Frau zu sehen bekommen und noch ein paar Informationen, über die Gründe, warum er zum Mörder wurde, bekommen sollen. Ansonsten genial.

                                        • 10

                                          Für die damalige Zeit sehr gewagt. Eindrucksvoll und perfekt gespielt, gerade weil man Rühmann vorher fast nur in lustigen Rollen kannte und Fröbe ist nicht zu toppen. Habe diesen Film erstmals mit ca. 12 gesehen und er hat mich nachhaltig beschäftigt und das tut er heute noch.

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                                          • 8 .5

                                            [...] Dass der Film für seine Zeit ziemlich gewagt und schockierend war, ist verständlich. Doch wer sich auf drastische Darstellung der Taten einstellt, der täuscht sich. Die hat der Film aber auch gar nicht nötig, denn die Tätersuche erweist sich nicht nur als hochspannend und fesselnd, sondern auch als aufwühlend und wachrüttelnd. Das Ende selbst kommt zwar etwas apprupt und abgeharkt und auch die Reaktion der Mutter ist sicher nicht realistisch. Dennoch hat der Film genau das bewirkt, was er wollte: er macht aufmerksam auf schrecklichen Taten, die leider Realität sind und stimmt noch lange nachdenklich. [...]

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                                            • 8 .5

                                              Wenn Heinz Rühmann bei seinem Freund, einem Psychologen, eine Wesensdurchleuchtung des Kindermörders, anhand einer Zeichnung seines letzten Opfers erstellen läßt, läuft es einem kalt den Rücken runter!
                                              Rühmann und Fröbe, zwei "Dinosaurier" des deutschen Films in einem unheimlich spannend gemachten Kriminalthriller, der vielleicht- im Gegensatz zum Roman- mit einem vermeintlichen
                                              "Happy End" aufwartet, dies jedoch verzeihen läßt, da der Film so finster und bedrückend aufgebaut ist, daß der Zuschauer froh ist, endlich aufatmen zu können!
                                              Für mich mit Abstand die beste Verfilmung von Friedrich Dürrematts "Das Versprechen"!

                                              • 8

                                                Wer hätte gedacht, dass ich je einen Film mögen würde, in dem Heinz Rühmann mitspielt...
                                                Es geschah am hellichten Tag ist ein zeitloser Film, der auch heute noch Angst macht... besonders natürlich dann, wenn man selbst Kinder hat.
                                                Gerd Fröbe spielt exzellent, auch wenn ichs irgendwie plakativ finde, dass man den Bösen in diesem Film auch optisch böse darstellt...
                                                Rühmann zeigt, dass er mehr kann, als wie in seinen anderen Filme oftmals nur quirlig durch die Gegend zu rennen.
                                                Sehr spannendes Machwerk mit beängstigender Intensität - Ein MUSS !!!

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                                                • 10

                                                  Ein brillanter und extrem sympathischer Film, den man immer wieder sehen kann, mit einer genialen schauspielerischen Leistung von Gerd Fröbe, die für das Produzententeam Albert R. Broccoli und Harry Saltzmann ausschlaggebend gewesen sein soll, um ihn mit der Rolle des Goldfinger im wohl populärsten Bondfilm aller Zeiten zu betrauen.

                                                  • 9

                                                    Einer der besten Krimis der Filmgeschichte.

                                                    Auch heute noch, mehr als 50 Jahre nach erscheinen fesselt diese Dürrenmatt-Adaption wie wahnsinnig. Man leidet mit und hofft inständig, dass der Mörder gefasst wird. Was auch toll in Erinnerung bleibt ist die wahnsinnige Orchestrierung mancher Szenen.

                                                    Ein Film den jeder mal gesehen haben sollte. Besser nicht in der finsteren Nacht gucken...

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