Es bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit bei diesem Epos von Sergio Leone. Und auch danach hat man es mit einer recht ungewöhnlichen und eigenwilligen, aber beeindruckenden Inszenierung zu tun. Die Alterung der Charaktere wirkt besonders authentisch. Ein besonderes Lob geht an Makeup, Darstellerauswahl und Art Direction. Die Geschichte ist schwere und schwermütige Kost, beschreibt in gleich drei Handlungsebenen eine Gewaltoper um eine vielschichtige, kriminelle Männerfreundschaft. Die stets wiederkehrenden musikalischen Themen von Ennio Morricone verleihen dem Ganzen nochmal eine ganz eigene Note. Wer alle bedeutenden Mafiafilme gesehen haben will, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Doch "Es war einmal in Amerika" hebt sich stilistisch deutlich von der Pate-Reihe und Martin Scorseses Gangster-Thrillern ab, obwohl auch dort Robert De Niro mit seiner ungeheuren Präsenz die Leinwand füllt.
Sergio Leones Mammutprojekt ergötzt sich an seiner epischen Dimension. Mit begnadeter Raffinesse bei Schnitt und Musik ein formal außergewöhnlicher Film, dessen extreme Frauenfeindlichkeit jeden Zugang zur Geschichte verhindert. Eine gänzlich überschätzte, chauvinistische Altherrenversion des "Paten".
Ich denke, das der Film besonders in der 1933er-Zeit frauenfeindlich ist, und eine, eventuell auch zwei (ich kann das nicht recht beurteilen) Vergewaltigungen sollten daran keinen Zweifel lassen.
Es zeigt, das aus den Kleinkrimminellen Gangster geworden sind, die sich alles nehmen und nur die eigenne Freunde können sie daran hindern. Und genau deswegen muss es zur ungeschönten Handlung dazu gehören.
Ja meine Güte, wer überträgt denn 1933 ins hier und jetzt?
War halt mal so. So wie's in den 50'th und 60'th auch noch
anders aussah für Frauen. Zur vorletzten Jahrhundertwende
gab's Frauenrechtlerinnen und heute werden weltweit trotzdem
noch Frauen, viel im häuslichen Umfeld, misshandelt.
Deswegen ist der Film noch lange nicht frauenfeindlich,
sondern zeigt, wie du auch sagst, dass Amerika sich nicht nur
von reinen Gutmenschen her entwickelt hat.
und wenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. glorifiziert werden heisst das automatisch das der film schlecht ist und umgekehrt...?
ein film der einen kindermordenden, drogensüchtigen, nazi lobpreist kann ja auch gut sein, obwohl es moralisch natürlich verwerflich ist.
das du den film aufgrund deiner moralvorstellung schlecht findest ist ein sehr seichtes argument. kritisieren könnte man WIE das thema in szene gesetzt gesetzt worden ist oder die leistung der schauspieler, ton, schnitt, aber nicht das thema an sich.
D.W. Griffith's film "Die Geburt einer Nation" sympathisiert auch mit dem KuKluxKlan und ist trotzdem ein Meisterwerk.
Sehe ich anders, natürlich kann man auch den Inhalt kritisieren und den Film dadurch abwerten, selbst wenn er gut gemacht ist.
Aber bei "Es war einmal in Amerika" eine extreme Frauenfeindlichkeit zu
erkennen und mit einer "chauvinistische Altherrenversion" zu betiteln, schießt einfach nur an einer glaubhaften Kritik vorbei.
wenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. "glorifiziert" ist er natürlich verwerflich. wir sprechen ja hier von der haltung des regisseurs zum thema, nicht von der einstellung der protagonisten.
was nun "once upon a time in america" betrifft, so ist die aussage, dass die "extreme frauenfeindlichkeit jeden zugang zur geschichte verhindert" vielleicht etwas überzogen. allerdings habe ich mich seinerzeit auch gefragt, ob leone an einigen stellen nicht doch ein höchst problematisches frauenbild transportiert (ich bin willig / verlottert / man kann auch mal mit gewalt nachhelfen). das versaut die ansonsten interessante mafiageschichte nicht unbedingt komplett, hinterlässt aber schon einen üblen nachgeschmack - jedenfalls bei p.c.-spießern wie mir...
Wenn du dir das Frauenbild in dem Film mal ansiehst, dann siehst du z.B., dass die Frauen alle willig sind. Oder wenn sie mal anfangs nicht so willig sind, dann kommt der Spaß im Laufe der Vergewaltigung. Und so eine Vergewaltigung wird auch nicht lange krumm genommen. Die Frauen in dem Film haben auch nahezu keine andere Funktion denn als Objekt sexueller Begierden. Dementsprechend haben die Jungs aus der Gang nicht einmal Mütter.
Ich glaube kaum, dass ein 25 Jähriger beurteilen kann, wie Frauen im Jahre 1933 behandelt wurden. Was hier wohl nicht verstanden wird, ist der FAKT, dass Frauen damals nicht gleichwertig behandelt wurden (was auch heute noch oft genug der Fall ist). Damals hatten Kinder auch noch RESPEKT vor ihren Eltern, und der Mann war nunmal Herr im Haus.
Genau DAS ist die Zeit, um die es hier geht. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen, aber dem Film eine Frauenfeindlichkeit zu unterstellen (und ihn deswegen derart drastisch runterzustufen) halte ich für zu subjektiv. Über solche "kleinlichen" Empfindungen sollte ein Kritiker hinwegsehen können...
Sofern noch nicht bekannt, hier die ausführliche und sehr treffliche Analyse des misogynen Charakters des Films: http://www.filmzentrale.com/rezis/eswareinmalinamerikaat.htm
Sehr trefflich?
Hier werden Tatsachen verdreht und Szenen haarsträubend überinterpretiert. Wer meint, dass es in dem Film um Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau geht sollte ihn aber eh nochmal sehen. Diesmal aber bitte etwas weniger voreingenommen.
Und ja, das ein Film Frauenfeindlichkeit aufzeigt, bedeutet noch lange nicht, dass der Film Frauenfeindlich ist.
Desweiteren sind die direkten Beleidigungen in Richtung Sergio Leone äußerst niveaulos und überzogen.
Gerade weil seine restlichen Filme eben nicht dieses Frauenbild zeigen, was einem hier eingeredet wird. Da wird ein 170min Film plötzlich wegen einer Randnotiz zum Zeugnis eines Mannes, der Männer zur Vergewaltigung motiviert.
Ich darf doch wirklich bitten.
Unglaublich guter Film mit einem genialen Robert DeNiro !
Auf der Liste der besten MAFIA Filme muss der hier an Platz 3 stehen !
(Platz 1 : "Der Pate 2" und Platz 2 : "Der Pate"
Schlummerte einige Zeit in meinem DvD-Regal dahin. Nun endlich gesehen und bin nicht enttäuscht worden. Große Darsteller unter einem großen Regisseur in einem verdammt langen Film der nie langweilig wird.
Auch wenn man die Länge des Films schon vorher sehen kann und damit weiß, worauf man sich einlässt, gibt es trotzdem für die Unnötigkeit dieser Länge Abzüge.
Kurze Geschichte, lang erzählt. Sehr lang. Bisschen zu lang. Ne, schon ziemlich lang. Naja, etwas überdehnt. Mhmm. Bisschen mehr als überdehnt. Etwas langweilig streckenweise. Oft langweilig? Aber, Robert De Niro steht doch eigentlich für gute... Naja, hier ist es halt anders. Oder reißt ein Mann einen Film aus seiner Apathie?
Manchmal ja. Stallone in Rambo vielleicht. Costner in Robin Hood. Daniel Day-Lewis in There will be Blood. Aber hier leider nicht. De Niro versucht alles, aber der Regisseur muss ihn gehasst haben. Ihn und seine Idee vom Film. Er muss viel gehasst haben. Das Leben, sinnvolle Beschäftigungen, Spannung, Humor. Alles schöne Dinge. Leider nichts in diesem Film dabei. Seien wir mal ehrlich.
Es gibt auf dieser Erde keinen anderen Gangsterfilm oder Epos der sich mit diesem messen könnte. Der Vater aller Gangster und Kriminalfilme. Nach 26 Jahren immer noch super spannend. Klasse! Brutale Geschichte eines lebens! Meisterwerk. Wer Filme wie z.B. Der Pate 1-3, Scarface, Casino usw. mag sollte sich den auf jedenfall reinziehen.
Dies war vor Jahren der erste Mafiafilm den ich gesehen habe & ist bis heute noch einer meiner Lieblinge.Top in allen Bereichen von Schnitt über Musik bis schauspielerischer Leistung.Ich steh ja auf ellenlange Filme und dieser hätte wegen mir noch ne stunde länger sein können.Danke Sergio für dieses Meisterwerk.
Es war einmal Zeit. Meine Toleranz-Grenze in Sachen Moral und Ethik ist bei Filmen sicherlich nicht besonders klar definiert, aber irgendwann einmal in Amerika reicht's auch einfach. Ich erzähle hier nichts neues und deshalb spare ich mir die Details. Trotzdem kann man außerdem behaupten, dass dieser Film abgesehen von seinem infantilen Chauvinismus auch noch streckenweise stinklangweilig ist. Wer keinen Plot hat, braucht auch gar nicht erst anfangen hübsche Bilder zu machen. Sergio Leones letzter Film hat etwas von einer ganz peinlichen Phantasie, die er lieber für sich behalten hätte sollen.
Ich halte die 4.0-Beweertung durchaus für vertretbar. Filmtechnik, Srgfalt der Gesaltung Ka,meraführung und Schauspieler sind natürlich ausgezeichnet. Reicht das aus, wenn
Gewalt nicht nur gezeigt wird (sie gehört leider zum Leben). sondern auch in ihrer brutalsten Form vorgeführt, man kann fast sagen ausgemalt wird. Das Medioum Film sspricht unser Sehorgan an und wenn dieses beleidigt wird, kann ich einem Film keine Spitzenbewertung geben,
Das bildgewaltige Gangster-Epos ist der letzte und aufwändigste Film des großen Sergio Leone. Der Meister-Regisseur schuf ein Mammutwerk, das trotz Überlänge (220 Minuten) bis zur letzten Sekunde fesselt und zu keiner Zeit langweilig wird. Leone erzählt die komplexe Geschichte auf drei Zeitebenen und treibt die Handlung langsam voran, um die einprägsamen Bilder, vielschichtigen Charaktäre und prächtigen Kulissen wirken zu lassen. Auch Ennio Morricones fantastische Musik macht "Once Upon a Time in America" zu einem unvergesslichen Filmerlebnis. In den Hauptrollen brillieren Robert DeNiro und James Woods, die Nebenrollen sind exzellent besetzt und die Jungdarsteller sind passend ausgewählt.
Leones größtes Werk ist drastisch, beeindruckend, exorbitant: Klare Empfehlung für jeden Filmfan.
Once upon a time in america.....
Zugegeben, dieser Gangsterfilm hat zum Teil ziemliche satte Längen. Dies macht aber ganz und gar nichts, wenn man einfach die gewaltigen Bilder geniesst. Der Film wechselt zwischen verschiedenen Rückblenden umher und so erfährt man, warum etwas so ist wie es ist, sehr durchdachter Aufbau, sehr stilvoll. Dies wird noch mit wunderschöner Musik untermalt. Für manchen wird das vielleicht zum Teil ein wenig langweilig, aber Sergio Leone ist ja dafür bekannt, lieber etwas mehr zu erzählen wie nötig und rein objektiv gesehen, ist das keineswegs ein Fehler und einfach wunderschön anzusehen. Eine lange Story über dicke Freunde und ihre Geschichte, vom Schmuggler zum Millionär, ein Drama, ein Epos.
Once upon a time in america ist nunmal von Sergio Leone, dass sollte man vorher wissen. Dann ist einem auch klar, dass der Film nicht gerade hektisch wird und wie die musikalische Untermalung aussehen wird. Handwerklich wie immer große Klasse, auch die Bühnenbilder, Kostüme, Make-Up(außer Deb in alt) sind sehr gelungen. Die Stimmung ist gut, insbesondere in Kindertage fesselt die Story. Warum hat mir der Film trotzdem nicht so gut gefallen wie vielen anderen hier? Die Geschichte ab Mitte des Films flachte immer mehr ab, in den letzten 90 Minuten hat man das Gefühl bekommen, dass man einfach schnell zum Ende kommen möchte, da wäre mehr drin gewesen. Insbesondere bei dieser Laufzeit hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Außerdem fand ich das Ende eine Katastrophe, also ohne Opiumrausch ist schwer vorstellbar, dass einer der größten Verbrecherbosse nach inszeniertem Tod auf einmal ein solches öffentliches Amt unbehelligt bekleiden kann.
Die Darstellung von Gewalt- und insbesondere der Sexualverbrechen waren bis zu abartig! Und der Umgang mit diesen durch die Opfer einfach unglaubwürdig. Überhaupt ist die Zeichnung der weiblichen Charaktere sehr ungewöhnlich. Nochmal würde ich mir dafür nicht nochmal so viel Zeit für den Film nehmen, da hatte ich einfach mehr erwartet.
Schwacher Anfang ohne jegliche Motivation der Charaktere. Interessanter, jedoch teilweise grausam anzusehender bis hochgradig fragwürdiger Mittelteil. Das alles hätte ich verkraften können... Mir aber nach 4h Film so ein hirnrissiges Ende entgegenzuschmeißen, ist eine Frechheit. Sergi - den nehm ich dir übel, gerade weil ich das Genre eigentlich mag.
*Spoiler Warnung*
Wie sich die kleinen Mistkerle zu Beginn entwickeln, kann man sich gut ansehen, auch wenn ich da aus keinem wirklich schlau wurde.
Über die Darstellung der Gewaltszenen kann man streiten. Bei der Vergewaltigungsszene von Deborah, fiel es mir schwer, sitzen zu bleiben und ich war kurz davor, den Film auszuschalten. Das will ich nicht sehen, da bekomm ich Hasskrämpfe. Ich rechne aber an, dass diese Szenen helfen, die Hauptfigur zu entfremden, damit sich keine Sympathie aufbaut.
Dass die Frauen irgendwie surreal rüberkommen, lässt sich schon weniger wegrationalisieren. Selbst im Kontext der damaligen Zeit, wollen mir die Reaktionen von Carol und Deborah nicht real erscheinen. Peggy kann ich nachvollziehen. Je weniger Frauenrechte, desto mehr floriert das älteste Gewerbe der Welt. Ein etwas abgestumpftes oder eingeschüchterteres Frauenbild hätte ich verstanden; Die Figuren von Carol und Deborah schliddern jedoch selbst daran vorbei.
Am miesesten ist das Ende. Mal kurz zusammengefasst: Max war also STAATSSEKRETÄR in ihrer aller Heimatstadt ...
Ja aber natürlich. Wenn ich eine Horde von Gangstern über den Tisch ziehen würde, nur um mir eine neue Identität zu erkaufen, dann würde ich auch unbedingt eine Identität wählen, bei der ich regelmäßig in der Zeitung und im TV zu sehen bin und auch keinen Schritt aus der Stadt meines Verbrechens setzen. Ich würde nicht mal eine Sekunde auf die Idee kommen, dass Noodles evtl. die Zeitung in der Stadt verfolgt oder das Fernsehgerät einschaltet.
Ach halt: Da war ja noch Fat Moe. Was zum Geier hat der Typ egtl. die ganze Zeit in der Stadt getrieben? War er 35 Jahre lang blind und taub oder wie konnte ihm der Staatssekretär mit der erstaunlichen Ähnlichkeit zu einer ihm bekannten Leiche, entgehen? Natürlich würde ich mich auch darauf verlassen, dass Fat Moe blind und taub ist und Noodles ein Idiot.
Ach, moment: Selbstverständlich würde ich auch mit der ehemaligen Freundin von Noodles abhauen, von welcher er besessen war. Noodles würde ja wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, seine große Liebe jemals wieder aufzusuchen. Alles null Problemo. Um es ein wenig spannender zu machen, würde ich unbedingt auch darauf achten, dass es sich bei besagter Freundin um eine Person des öffentlichen Lebens, sagen wir mal eine Schauspielerin, handelt. Man will sich ja nicht zu sicher fühlen. Die Polizisten, die da mit rumkorrumpiert haben, würden das natürlich alles mit erlauben, da sie keine Angst haben müssten, dass die wandelnde Leiche in seiner Heimatstadt erkennt. Oder im Fernsehen. Oder in der Zeitung. ...
... NEIN! Wenn das ein Trickfilm mit FSK6-Kennzeichnung wäre, der das Rätsel der gestohlenen Kekse auflösen soll, dann kann da gerne sowas kommen. Hier wirkt das, als hätte man nach 3h50min gemerkt, dass da ja mal ein Ende kommen müsste und dann ein paar Seekühe befragt. Diese Seekühe haben dann offensichtlich den Ball "Der beste Freund ist der Bösewicht" gezogen und Sergi hat das aller Logik zum Trotz mal eben hingeklatscht.
Sergio Leones Ausstieg aus dem Filmgeschäft hinterlässt mit ''Once upon a time in America'' ein Monument des Gangsterfilms, welcher anders und ungewöhnlich erscheint und dadurch seine Einzigartigkeit im Genre der vielen Gangsterfilme erkämpft hat. ''Es war einmal in Amerika'' ist auf der einen Seite aufgezogen wie ein Märchen, der Traum nach einer perfekten Welt ohne Sorgen und das Bedürfnis sozial und finanziell ganz an der Spitze eines Tages stehen zu können. Leone knüpft mehrere Lebensabschnitte der Protagonisten gekonnt zu einem vollkommenen Leben zusammen. Ein Leben mit all seinen sonnigen und mit all seinen schattigen Momenten. Die Kulisse von New York in all den verschiedenen Zeitepochen wirkt authentisch und echt und man kann sich in die Situation und die Atmosphäre förmlich reinversetzen als Zuschauer. Mit Bravour mischt Meisterregisseur Leone mehrere Erzählweisen und strukturiert seinen Film als Biographie seines Hauptprotagonisten, wobei der Fokus nicht immer nur auf den Hauptprotagonisten gelegt wird, sondern auch auf die vielen anderen ausgereiften interessanten Charakteren, die ''Es war einmal in Amerika'' so anzubieten hat. Die Kindheitsjahre in Armut mit Kindern, die voll und ganz der Träumerei hingegeben sind und sich nach besseren Zeiten sehnen, der Beginn neuer Lebensabschnitte als Kleinkriminelle und schließlich der Werdegang zum Mafiosi, die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Films immer wieder neu, auch bedingt durch die geschickt gewählte chronologische Unordnung, die verdeutlicht wie die Personen in der Gegenwart in der Vergangenheit gehandelt haben um den Werdegang der gegenwärtlichen Personen nachvollziehen zu können. Trotz einiger Längen, ist keine Minute verschwendete Zeit, denn die Zeit ist der wesentliche Faktor, den Leones Spätwerk verdeutlichen will. Der Wandel der Zeit, der Wandel der Menschen und speziell und explizit die Entwicklung amerikanischer Großstädte im 20. Jahrhundert. Dieser bildgewaltige Gangster-Epos verdeutlicht, wie Menschen und deren Charakter sich im Laufe der Zeit schwierigen Umständen schlecht anpassen kann und wie besonders Kriminelle sich entwickeln in ihrem Leben. Meistens bestreiten diese ein Leben mit Rückschlägen und versuchen sich immer wieder aufzuhelfen und entwickeln so ihren unglaublichen Ehrgeiz und ihre Gier nach Macht, Geld und gesellschaftlichen Einfluss. Sergio Leone setzt immer in seinem großen Finale auf Morricone und dessen epische musikalische Untermalung, die dem ganzen Film wieder einmal neben der dramatischen Handlung, eine passende packende Auswahl an musikalischer Harmonie liefert, die kein anderer so perfekt komponieren kann wie Ennio Morricone mit seinen glänzenden Overtüren, die ''Once upon a time in America'' nicht nur begleiten als Hintergrundmusik, sondern sich als dramatische Weggefährten eines ebenso dramatischen Epos präsentieren. Die Charaktere gespielt von großartigen Charakterdarstellern sind das Interessanteste am Film, da sie den wesentlichen Kern der Handlung vorleben in ihren unterschiedlichen Rollen, von denen natürlich Robert de Niro, Joe Pesci, James Woods und Elizabeth McGovern am meisten ins Auge fallen. Die Kameraführung ist exzellent und liefert eindrucksvolle Bilder der Stadt New York mit sehr realistischen Kulissen. Insgesamt ist ''Es war einmal in Amerika'' eine Oper, ein Ausklang eines großartigen Regisseurs, ein Finale, welches alle menschlichen Bedürfnisse perfekt beleuchtet und kritisiert. Eine Handlung, die trotz ihrer Länge, überzeugt dank einer klug durchdachten Story, die mit den passenden Charakteren belegt worden ist um zu veranschaulichen, wie man vom Gassenjungen zur professionellen Kriminalität gelangt und am Ende erkennen muss, dass man eben nicht alle Freiheiten hat und irgendwann einen Punkt gelangt, wo man auf andere Interessen Rücksicht nehmen muss. Eine moralische Lehre gespickt mit großartigen Bildern und Kulissen!
Ich stecke ein wenig in einem Bewertungsdilemma.
Zum einen sind da die Musik, die Schauspielleistungen (ich bin sicherlich subjektiv, weil ich De Niro so genial finde...trotzdem überstrahlt ihn James Woods ein wenig) und diese geniale Erzählweise, die einen fast 4 Stunden langen Film so dermaßen spannend macht. Das Positive zusammengefasst: Den Begriff "Epos" fand ich selten so treffend.
Auf der anderen Seite ist mir der Film an manchen Stellen zu abgehackt, zu kurz und zu wenig erklärend. Das führt nicht selten zu Verwirrungen und an manchen Stellen reissen einen eben diese Verwirrungen aus der - eigentlich genialen - Atmosphäre des Films.
Zu kurz wirkend? Bei einem 229 Minuten Film? Die Antwort auf meine Kritik fand ich bei der Recherche nach der Filmbetrachtung: "Es war einmal in Amerika" war ursprünglich vom Meister Leone als 6 stündiger Film (Zwei Teile je 3 Stunden) geplant und geschnitten worden. Dies wurde ihn aber von den Produzenten untersagt, aus Angst vor finanziellem Misserfolg. Pro Geld, kontra Kunst also!
Die "Internetgerüchteküche" munkelt, Leone sei beim Schnitt (die US-Fassung war sogar nur 139 Minuten lang!) seines Machwerks das Herz gebrochen, so dass er nach Veröffentlichung des Films nicht mehr lange weitergelebt hat. Ich finde diese These durchaus plausibel, denn mir bricht auch das Herz, wenn ich diesem absolut genialen Film aufgrund seiner Mängel, die durch den geldgierigen Schnitt geboren wurden, "nur" mit 8.5 bewerten kann. Was freu ich mich, wenn in den nächsten Jahren die sagenumwobene Fassung mit 40 Minuten mehr erscheint, dann kann ich meine Wertung an das anpassen, was der Film eigentlich verdient hätte.
Habe ich eben sogar auch dran überlegt...Habe mich aber dafür entschieden, denn Machwerk kann auch (!), denn ich gebe dir recht, es wird meistens negativ verwendet und die Konnotation ist dadurch geprägt, heissen: Erzeugtes, Geschaffenes. Meine Großmutter benutzt das auch immer für richtig richtig große Sachen, z.B. für Häuser etc.
Außerdem sollte aus meinem Kommentar hervorgehen, wie ich Machwerk verstehe:)
Ein vier Stunden Epos, dass man einfach gesehen haben muss. Die 229min Laufzeit sind es definitiv wert und sind eigentlich zwingend Notwendig, um diesen Film zu erfassen.
Allerdings ist er für einen 16er Film ziemlich drastisch. Es werden mehrfach Frauen vergewaltigt und sowohl eine Frau als auch ein Kind werden erschossen. Tabus kennt dieser Film wahrlich nicht, doch man sollte ihn deswegen nicht verteufeln.
Nett, mit ein paar Glanzleistungen, aber für mich kein Meisterwerk.
Die Stärken sind rel. klar: De Niro, Woods, Treat Williams (den ich ja immer zu wenig Wert geschätzt gesehen habe), Joe Pesci, Danny Aiello (letztere beide mit viel zu kleinen Rollen). Noch ein Glanzstück ist die Maske und die Auswahl der entsprechenden Jungschauspieler. Die optische Ausstattung hat auch einen großen Reiz.
Die Erzählung selbst empfinde ich als bemüht auf "episch" gemacht, hier aber doch in vielen Szenen mit langatmig verwechselt. Auch mit zweieinhalb Stunden wäre die langlaufende Geschichte noch ungekürzt und ruhig erzählbar gewesen. Vor allem aber hätten knapp vier Stunden mehr Raum für Tiefe gegeben - sowohl Tiefe bei den einzelnen Charakteren als auch tiefere Darstellungen der Konflikte, einschließlich "Alltagssorgen". Die Story wird an rel. wenigen Konstanten aufgehängt, und das ist schlicht etwas flach - und ganz anders etwa, als im Paten.
Die Musik hatte für mich genau das, was auch der Film sonst transportierte: Bemüht dick, aber am Ende doch recht dünn. Nicht, dass die Musik ansatzweise schlecht wäre, aber die Themenwiederholung geht beim Paten etwa in Ordnung, weil die Musik dort oft sehr zurückhaltend ist, während Leone hier Morricone mitunter etwas arg dick aufspielen ließ: "Seht her, welch bombastisch Werk."
Wirklich ärgerlich empfand ich die Fehlbesetzung von Deborah (Elizabeth McGovern). Weder hatte diese irgendeine Art von spezieller Attraktivität, noch hat sich die Maske (und/oder sie selbst) auch nur die geringste Mühe gegeben, das Alter der Geschichte zu reflektieren. Das war vor allem gegen Ende so ärgerlich, dass ich kaum noch auf etwas Anderes achten konnte.
Ich habe mir die 220 Minuten lange Fassung von "Es war einmal in Amerika" angesehen, welche man sich nur schwer in einem Durchgang ansehen kann. Ich empfehle, zwischendurch eine Pause einzulegen, was allerdings nicht heißen soll, dass dies ein schwacher Film ist. Der Anfang erscheint vielleicht als ein wenig langweilig, doch das ist für den weiteren Verlauf des Film sehr wichtig. Es war davon auszugehen, dass sich dies ändern würde, was auch geschah. In diesen ersten 30-40 Minuten kann die Musik dafür umso mehr überzeugen. Der Soundtrack ist absolut genial, was übrigens im weiteren Verlauf des Filmes erhalten bleibt. Die Magie, welche durch die Musik erzeugt wird, ist eindeutig zu spüren. Auch die Schauspieler sind großartig, und das durchgehend. Sowohl die jungen, als auch die älteren Schauspieler können überzeugen. Robert De Niro ist meiner Meinung nach keineswegs dem restlichen Cast überlegen, hier ist wirklich jeder gut. Auch die Story und die Inszenierung sind gut, somit steht einem ausgezeichneten Film nichts mehr im Weg. Das einzig zu Bemängelnde ist die Langatmigkeit. Viele Szenen sind extrem in die Länge gezogen worden, auf einiges hätte verzichtet werden können. Die Laufzeit von "Es war einmal in Amerika" hätte durchaus eine halbe Stunde weniger betragen können. Doch im Großen und Ganzen ist "Es war einmal in Amerika" ein großer Film, den man als Film- Fanatiker gesehen haben muss.
Als der Film herauskam, gab es ja auch eine gekürzte und chronologisierte Fassung. Diese hat sich nicht durchgesetzt, weil die elegische Stimmung durch die Länge und den assoziativen Rhythmus erst zustande kommt. Nicht die Handlung bestimmt das Tempo, sondern die Erinnerung eines Mannes am Ende des Lebens. Wenn man sich darauf einlässt, bekommt der Film eine Dimension, die andere Filme des Genres nicht besitzen.
Es war einmal in Amerika - Kritik
US/IT 1984 Laufzeit 228 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 12.10.1984
Kritiken (2) — Film: Es war einmal in Amerika
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenEs bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit bei diesem Epos von Sergio Leone. Und auch danach hat man es mit einer recht ungewöhnlichen und eigenwilligen, aber beeindruckenden Inszenierung zu tun. Die Alterung der Charaktere wirkt besonders authentisch. Ein besonderes Lob geht an Makeup, Darstellerauswahl und Art Direction. Die Geschichte ist schwere und schwermütige Kost, beschreibt in gleich drei Handlungsebenen eine Gewaltoper um eine vielschichtige, kriminelle Männerfreundschaft. Die stets wiederkehrenden musikalischen Themen von Ennio Morricone verleihen dem Ganzen nochmal eine ganz eigene Note. Wer alle bedeutenden Mafiafilme gesehen haben will, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Doch "Es war einmal in Amerika" hebt sich stilistisch deutlich von der Pate-Reihe und Martin Scorseses Gangster-Thrillern ab, obwohl auch dort Robert De Niro mit seiner ungeheuren Präsenz die Leinwand füllt.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenSergio Leones Mammutprojekt ergötzt sich an seiner epischen Dimension. Mit begnadeter Raffinesse bei Schnitt und Musik ein formal außergewöhnlicher Film, dessen extreme Frauenfeindlichkeit jeden Zugang zur Geschichte verhindert. Eine gänzlich überschätzte, chauvinistische Altherrenversion des "Paten".
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten
Kill_Diether 2009/11/18 23:58:38
Antwort löschenWo ist der Film frauenfeindlich? Wer bescheißt,
bekommt die Quittung. Altes Gesetz!
Jukebox 2010/02/11 01:43:59
Antwort löschenIch denke, das der Film besonders in der 1933er-Zeit frauenfeindlich ist, und eine, eventuell auch zwei (ich kann das nicht recht beurteilen) Vergewaltigungen sollten daran keinen Zweifel lassen.
Es zeigt, das aus den Kleinkrimminellen Gangster geworden sind, die sich alles nehmen und nur die eigenne Freunde können sie daran hindern. Und genau deswegen muss es zur ungeschönten Handlung dazu gehören.
Kill_Diether 2010/02/11 19:09:31
Antwort löschenJa meine Güte, wer überträgt denn 1933 ins hier und jetzt?
War halt mal so. So wie's in den 50'th und 60'th auch noch
anders aussah für Frauen. Zur vorletzten Jahrhundertwende
gab's Frauenrechtlerinnen und heute werden weltweit trotzdem
noch Frauen, viel im häuslichen Umfeld, misshandelt.
Deswegen ist der Film noch lange nicht frauenfeindlich,
sondern zeigt, wie du auch sagst, dass Amerika sich nicht nur
von reinen Gutmenschen her entwickelt hat.
petergriffin13 2010/03/22 13:23:51
Antwort löschenund wenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. glorifiziert werden heisst das automatisch das der film schlecht ist und umgekehrt...?
ein film der einen kindermordenden, drogensüchtigen, nazi lobpreist kann ja auch gut sein, obwohl es moralisch natürlich verwerflich ist.
das du den film aufgrund deiner moralvorstellung schlecht findest ist ein sehr seichtes argument. kritisieren könnte man WIE das thema in szene gesetzt gesetzt worden ist oder die leistung der schauspieler, ton, schnitt, aber nicht das thema an sich.
D.W. Griffith's film "Die Geburt einer Nation" sympathisiert auch mit dem KuKluxKlan und ist trotzdem ein Meisterwerk.
Melcon 2010/04/04 12:44:21
Antwort löschenSehe ich anders, natürlich kann man auch den Inhalt kritisieren und den Film dadurch abwerten, selbst wenn er gut gemacht ist.
Aber bei "Es war einmal in Amerika" eine extreme Frauenfeindlichkeit zu
erkennen und mit einer "chauvinistische Altherrenversion" zu betiteln, schießt einfach nur an einer glaubhaften Kritik vorbei.
doc_flunder 2010/04/17 13:31:06
Antwort löschenwenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. "glorifiziert" ist er natürlich verwerflich. wir sprechen ja hier von der haltung des regisseurs zum thema, nicht von der einstellung der protagonisten.
was nun "once upon a time in america" betrifft, so ist die aussage, dass die "extreme frauenfeindlichkeit jeden zugang zur geschichte verhindert" vielleicht etwas überzogen. allerdings habe ich mich seinerzeit auch gefragt, ob leone an einigen stellen nicht doch ein höchst problematisches frauenbild transportiert (ich bin willig / verlottert / man kann auch mal mit gewalt nachhelfen). das versaut die ansonsten interessante mafiageschichte nicht unbedingt komplett, hinterlässt aber schon einen üblen nachgeschmack - jedenfalls bei p.c.-spießern wie mir...
Razfaras 2010/07/28 12:20:38
Antwort löschenClosed !
wackelkandidat 2010/07/28 21:44:53
Antwort löschenich suche und suche... aber ich kann in diesem Film keine Frauenfeindlichkeit erkennen.
Jomo 2010/09/13 23:54:31
Antwort löschenWenn du dir das Frauenbild in dem Film mal ansiehst, dann siehst du z.B., dass die Frauen alle willig sind. Oder wenn sie mal anfangs nicht so willig sind, dann kommt der Spaß im Laufe der Vergewaltigung. Und so eine Vergewaltigung wird auch nicht lange krumm genommen. Die Frauen in dem Film haben auch nahezu keine andere Funktion denn als Objekt sexueller Begierden. Dementsprechend haben die Jungs aus der Gang nicht einmal Mütter.
thilo87 2010/12/29 14:43:53
Antwort löschenjo mein gott ein spielfilme eben
alanger 2011/01/05 15:26:13
Antwort löschenwas selten passiert, ich gebe herrn Vega hier 100 % recht. frauenfeindlich bis der arzt kommt.
Benchyl 2011/01/08 14:34:46
Antwort löschenFrauen an die Macht! Oo
MCMXC 2011/01/31 22:38:23
Antwort löschenDa hat wohl einer überhaupt nichts verstanden.
Die Aussagen von Mr Vincent Vega sind ziemlich befangen.
alanger 2011/02/01 00:03:52
Antwort löschenwie, von was?
MikeC. 2011/04/14 08:49:11
Antwort löschenIch glaube kaum, dass ein 25 Jähriger beurteilen kann, wie Frauen im Jahre 1933 behandelt wurden. Was hier wohl nicht verstanden wird, ist der FAKT, dass Frauen damals nicht gleichwertig behandelt wurden (was auch heute noch oft genug der Fall ist). Damals hatten Kinder auch noch RESPEKT vor ihren Eltern, und der Mann war nunmal Herr im Haus.
Genau DAS ist die Zeit, um die es hier geht. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen, aber dem Film eine Frauenfeindlichkeit zu unterstellen (und ihn deswegen derart drastisch runterzustufen) halte ich für zu subjektiv. Über solche "kleinlichen" Empfindungen sollte ein Kritiker hinwegsehen können...
Hitmanski 2011/04/30 23:16:16
Antwort löschenSofern noch nicht bekannt, hier die ausführliche und sehr treffliche Analyse des misogynen Charakters des Films: http://www.filmzentrale.com/rezis/eswareinmalinamerikaat.htm
one winged angel 2011/05/24 02:38:25
Antwort löschenSehr trefflich?
Hier werden Tatsachen verdreht und Szenen haarsträubend überinterpretiert. Wer meint, dass es in dem Film um Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau geht sollte ihn aber eh nochmal sehen. Diesmal aber bitte etwas weniger voreingenommen.
Und ja, das ein Film Frauenfeindlichkeit aufzeigt, bedeutet noch lange nicht, dass der Film Frauenfeindlich ist.
Desweiteren sind die direkten Beleidigungen in Richtung Sergio Leone äußerst niveaulos und überzogen.
Gerade weil seine restlichen Filme eben nicht dieses Frauenbild zeigen, was einem hier eingeredet wird. Da wird ein 170min Film plötzlich wegen einer Randnotiz zum Zeugnis eines Mannes, der Männer zur Vergewaltigung motiviert.
Ich darf doch wirklich bitten.
A-Wax 2011/06/16 14:20:11
Antwort löschenmal wieder nichts verstanden........
Alle 20 Antworten zeigen
alanger 2011/06/18 20:27:33
Antwort löschen-
Atinuviel 2011/10/20 14:20:43
Antwort löschenWenigstens einer hats erkannt. <3
(Ja, ich weiß, unnötig später Kommentar ist unnötig spät)
Kommentare (92) — Film: Es war einmal in Amerika
Kommentar schreibenLouis B 2012/01/23 15:38:37
Kommentar löschenUnglaublich guter Film mit einem genialen Robert DeNiro !
Auf der Liste der besten MAFIA Filme muss der hier an Platz 3 stehen !
(Platz 1 : "Der Pate 2" und Platz 2 : "Der Pate"
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Filmkenner77 2012/01/28 15:22:26
Antwort löschenDie Redux-Fassung erscheint übrigens im Mai.
Matty 2012/01/22 15:35:15
Kommentar löschenSchlummerte einige Zeit in meinem DvD-Regal dahin. Nun endlich gesehen und bin nicht enttäuscht worden. Große Darsteller unter einem großen Regisseur in einem verdammt langen Film der nie langweilig wird.
Kommentar gefällt mir Antworten
fliesenmalauk 2012/01/21 11:43:32
Kommentar löschenAuch wenn man die Länge des Films schon vorher sehen kann und damit weiß, worauf man sich einlässt, gibt es trotzdem für die Unnötigkeit dieser Länge Abzüge.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
GeorgLander 2012/01/05 14:24:45
Kommentar löschenKurze Geschichte, lang erzählt. Sehr lang. Bisschen zu lang. Ne, schon ziemlich lang. Naja, etwas überdehnt. Mhmm. Bisschen mehr als überdehnt. Etwas langweilig streckenweise. Oft langweilig? Aber, Robert De Niro steht doch eigentlich für gute... Naja, hier ist es halt anders. Oder reißt ein Mann einen Film aus seiner Apathie?
Manchmal ja. Stallone in Rambo vielleicht. Costner in Robin Hood. Daniel Day-Lewis in There will be Blood. Aber hier leider nicht. De Niro versucht alles, aber der Regisseur muss ihn gehasst haben. Ihn und seine Idee vom Film. Er muss viel gehasst haben. Das Leben, sinnvolle Beschäftigungen, Spannung, Humor. Alles schöne Dinge. Leider nichts in diesem Film dabei. Seien wir mal ehrlich.
Fünf Punkte für Schauspieler und Musik.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Keky 2011/12/20 14:47:57
Kommentar löschenEs gibt auf dieser Erde keinen anderen Gangsterfilm oder Epos der sich mit diesem messen könnte. Der Vater aller Gangster und Kriminalfilme. Nach 26 Jahren immer noch super spannend. Klasse! Brutale Geschichte eines lebens! Meisterwerk. Wer Filme wie z.B. Der Pate 1-3, Scarface, Casino usw. mag sollte sich den auf jedenfall reinziehen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Canis Majoris 2011/12/12 16:33:55
Kommentar löschenDer Film ist die reinste Poesie.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Pressley 2011/11/13 12:56:37
Kommentar löschenDies war vor Jahren der erste Mafiafilm den ich gesehen habe & ist bis heute noch einer meiner Lieblinge.Top in allen Bereichen von Schnitt über Musik bis schauspielerischer Leistung.Ich steh ja auf ellenlange Filme und dieser hätte wegen mir noch ne stunde länger sein können.Danke Sergio für dieses Meisterwerk.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
SpiceWeasel 2011/11/14 15:09:57
Antwort löschenhttp://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2607
bekommst also "fast" ne Stunde mehr! ;-)
Pressley 2011/11/14 20:57:58
Antwort löschensuper Sache, danke man
BlueSquirrel 2011/11/08 18:29:39
Kommentar löschenEs war einmal Zeit. Meine Toleranz-Grenze in Sachen Moral und Ethik ist bei Filmen sicherlich nicht besonders klar definiert, aber irgendwann einmal in Amerika reicht's auch einfach. Ich erzähle hier nichts neues und deshalb spare ich mir die Details. Trotzdem kann man außerdem behaupten, dass dieser Film abgesehen von seinem infantilen Chauvinismus auch noch streckenweise stinklangweilig ist. Wer keinen Plot hat, braucht auch gar nicht erst anfangen hübsche Bilder zu machen. Sergio Leones letzter Film hat etwas von einer ganz peinlichen Phantasie, die er lieber für sich behalten hätte sollen.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
janissl 2011/11/08 23:00:35
Antwort löschenNa toll, jetzt gehe ich schlecht gelaunt ins Bett. Und das nur, weil du ein Meisterwerk nicht als solches erkennen kannst.
Vielen Dank :(
BlueSquirrel 2011/11/09 05:08:48
Antwort löschenJanissl, du kannst doch nicht einen Penner wie mich konsequent ernst nehmen. Das wird sich rächen. ;)
Alle 4 Antworten zeigen
janissl 2011/11/09 09:11:50
Antwort löschenKeine Sorge, bin ja selbst ein Penner und nehme grundsätzlich nichts ernst ;)
Hungerkünstler 2012/01/01 21:52:06
Antwort löschenIch halte die 4.0-Beweertung durchaus für vertretbar. Filmtechnik, Srgfalt der Gesaltung Ka,meraführung und Schauspieler sind natürlich ausgezeichnet. Reicht das aus, wenn
Gewalt nicht nur gezeigt wird (sie gehört leider zum Leben). sondern auch in ihrer brutalsten Form vorgeführt, man kann fast sagen ausgemalt wird. Das Medioum Film sspricht unser Sehorgan an und wenn dieses beleidigt wird, kann ich einem Film keine Spitzenbewertung geben,
NewFilmkonsument 2011/09/02 16:15:21
Kommentar löschenDas bildgewaltige Gangster-Epos ist der letzte und aufwändigste Film des großen Sergio Leone. Der Meister-Regisseur schuf ein Mammutwerk, das trotz Überlänge (220 Minuten) bis zur letzten Sekunde fesselt und zu keiner Zeit langweilig wird. Leone erzählt die komplexe Geschichte auf drei Zeitebenen und treibt die Handlung langsam voran, um die einprägsamen Bilder, vielschichtigen Charaktäre und prächtigen Kulissen wirken zu lassen. Auch Ennio Morricones fantastische Musik macht "Once Upon a Time in America" zu einem unvergesslichen Filmerlebnis. In den Hauptrollen brillieren Robert DeNiro und James Woods, die Nebenrollen sind exzellent besetzt und die Jungdarsteller sind passend ausgewählt.
Leones größtes Werk ist drastisch, beeindruckend, exorbitant: Klare Empfehlung für jeden Filmfan.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
WaaayneTrain 2011/08/08 08:57:05
Kommentar löschenOnce upon a time in america.....
Zugegeben, dieser Gangsterfilm hat zum Teil ziemliche satte Längen. Dies macht aber ganz und gar nichts, wenn man einfach die gewaltigen Bilder geniesst. Der Film wechselt zwischen verschiedenen Rückblenden umher und so erfährt man, warum etwas so ist wie es ist, sehr durchdachter Aufbau, sehr stilvoll. Dies wird noch mit wunderschöner Musik untermalt. Für manchen wird das vielleicht zum Teil ein wenig langweilig, aber Sergio Leone ist ja dafür bekannt, lieber etwas mehr zu erzählen wie nötig und rein objektiv gesehen, ist das keineswegs ein Fehler und einfach wunderschön anzusehen. Eine lange Story über dicke Freunde und ihre Geschichte, vom Schmuggler zum Millionär, ein Drama, ein Epos.
9.5
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
emarstaeller 2011/07/18 17:00:10
Kommentar löschenOnce upon a time in america ist nunmal von Sergio Leone, dass sollte man vorher wissen. Dann ist einem auch klar, dass der Film nicht gerade hektisch wird und wie die musikalische Untermalung aussehen wird. Handwerklich wie immer große Klasse, auch die Bühnenbilder, Kostüme, Make-Up(außer Deb in alt) sind sehr gelungen. Die Stimmung ist gut, insbesondere in Kindertage fesselt die Story. Warum hat mir der Film trotzdem nicht so gut gefallen wie vielen anderen hier? Die Geschichte ab Mitte des Films flachte immer mehr ab, in den letzten 90 Minuten hat man das Gefühl bekommen, dass man einfach schnell zum Ende kommen möchte, da wäre mehr drin gewesen. Insbesondere bei dieser Laufzeit hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Außerdem fand ich das Ende eine Katastrophe, also ohne Opiumrausch ist schwer vorstellbar, dass einer der größten Verbrecherbosse nach inszeniertem Tod auf einmal ein solches öffentliches Amt unbehelligt bekleiden kann.
Die Darstellung von Gewalt- und insbesondere der Sexualverbrechen waren bis zu abartig! Und der Umgang mit diesen durch die Opfer einfach unglaubwürdig. Überhaupt ist die Zeichnung der weiblichen Charaktere sehr ungewöhnlich. Nochmal würde ich mir dafür nicht nochmal so viel Zeit für den Film nehmen, da hatte ich einfach mehr erwartet.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
reveal 2011/07/09 23:32:02
Kommentar löschenSchwacher Anfang ohne jegliche Motivation der Charaktere. Interessanter, jedoch teilweise grausam anzusehender bis hochgradig fragwürdiger Mittelteil. Das alles hätte ich verkraften können... Mir aber nach 4h Film so ein hirnrissiges Ende entgegenzuschmeißen, ist eine Frechheit. Sergi - den nehm ich dir übel, gerade weil ich das Genre eigentlich mag.
*Spoiler Warnung*
Wie sich die kleinen Mistkerle zu Beginn entwickeln, kann man sich gut ansehen, auch wenn ich da aus keinem wirklich schlau wurde.
Über die Darstellung der Gewaltszenen kann man streiten. Bei der Vergewaltigungsszene von Deborah, fiel es mir schwer, sitzen zu bleiben und ich war kurz davor, den Film auszuschalten. Das will ich nicht sehen, da bekomm ich Hasskrämpfe. Ich rechne aber an, dass diese Szenen helfen, die Hauptfigur zu entfremden, damit sich keine Sympathie aufbaut.
Dass die Frauen irgendwie surreal rüberkommen, lässt sich schon weniger wegrationalisieren. Selbst im Kontext der damaligen Zeit, wollen mir die Reaktionen von Carol und Deborah nicht real erscheinen. Peggy kann ich nachvollziehen. Je weniger Frauenrechte, desto mehr floriert das älteste Gewerbe der Welt. Ein etwas abgestumpftes oder eingeschüchterteres Frauenbild hätte ich verstanden; Die Figuren von Carol und Deborah schliddern jedoch selbst daran vorbei.
Am miesesten ist das Ende. Mal kurz zusammengefasst: Max war also STAATSSEKRETÄR in ihrer aller Heimatstadt ...
Ja aber natürlich. Wenn ich eine Horde von Gangstern über den Tisch ziehen würde, nur um mir eine neue Identität zu erkaufen, dann würde ich auch unbedingt eine Identität wählen, bei der ich regelmäßig in der Zeitung und im TV zu sehen bin und auch keinen Schritt aus der Stadt meines Verbrechens setzen. Ich würde nicht mal eine Sekunde auf die Idee kommen, dass Noodles evtl. die Zeitung in der Stadt verfolgt oder das Fernsehgerät einschaltet.
Ach halt: Da war ja noch Fat Moe. Was zum Geier hat der Typ egtl. die ganze Zeit in der Stadt getrieben? War er 35 Jahre lang blind und taub oder wie konnte ihm der Staatssekretär mit der erstaunlichen Ähnlichkeit zu einer ihm bekannten Leiche, entgehen? Natürlich würde ich mich auch darauf verlassen, dass Fat Moe blind und taub ist und Noodles ein Idiot.
Ach, moment: Selbstverständlich würde ich auch mit der ehemaligen Freundin von Noodles abhauen, von welcher er besessen war. Noodles würde ja wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, seine große Liebe jemals wieder aufzusuchen. Alles null Problemo. Um es ein wenig spannender zu machen, würde ich unbedingt auch darauf achten, dass es sich bei besagter Freundin um eine Person des öffentlichen Lebens, sagen wir mal eine Schauspielerin, handelt. Man will sich ja nicht zu sicher fühlen. Die Polizisten, die da mit rumkorrumpiert haben, würden das natürlich alles mit erlauben, da sie keine Angst haben müssten, dass die wandelnde Leiche in seiner Heimatstadt erkennt. Oder im Fernsehen. Oder in der Zeitung. ...
... NEIN! Wenn das ein Trickfilm mit FSK6-Kennzeichnung wäre, der das Rätsel der gestohlenen Kekse auflösen soll, dann kann da gerne sowas kommen. Hier wirkt das, als hätte man nach 3h50min gemerkt, dass da ja mal ein Ende kommen müsste und dann ein paar Seekühe befragt. Diese Seekühe haben dann offensichtlich den Ball "Der beste Freund ist der Bösewicht" gezogen und Sergi hat das aller Logik zum Trotz mal eben hingeklatscht.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
der cineast 2011/07/09 23:42:56
Antwort löschenSchlimmer Film.
sPy 2011/07/10 01:11:58
Antwort löschenschrecklich :D
DonohneKohle 2011/06/26 11:47:20
Kommentar löschenansprechender film, aber einfach viel zu lang, deswegen nur 6 punkte
Kommentar gefällt mir Antworten
shadowhunting 2011/06/12 14:40:11
Kommentar löschenSergio Leones Ausstieg aus dem Filmgeschäft hinterlässt mit ''Once upon a time in America'' ein Monument des Gangsterfilms, welcher anders und ungewöhnlich erscheint und dadurch seine Einzigartigkeit im Genre der vielen Gangsterfilme erkämpft hat. ''Es war einmal in Amerika'' ist auf der einen Seite aufgezogen wie ein Märchen, der Traum nach einer perfekten Welt ohne Sorgen und das Bedürfnis sozial und finanziell ganz an der Spitze eines Tages stehen zu können. Leone knüpft mehrere Lebensabschnitte der Protagonisten gekonnt zu einem vollkommenen Leben zusammen. Ein Leben mit all seinen sonnigen und mit all seinen schattigen Momenten. Die Kulisse von New York in all den verschiedenen Zeitepochen wirkt authentisch und echt und man kann sich in die Situation und die Atmosphäre förmlich reinversetzen als Zuschauer. Mit Bravour mischt Meisterregisseur Leone mehrere Erzählweisen und strukturiert seinen Film als Biographie seines Hauptprotagonisten, wobei der Fokus nicht immer nur auf den Hauptprotagonisten gelegt wird, sondern auch auf die vielen anderen ausgereiften interessanten Charakteren, die ''Es war einmal in Amerika'' so anzubieten hat. Die Kindheitsjahre in Armut mit Kindern, die voll und ganz der Träumerei hingegeben sind und sich nach besseren Zeiten sehnen, der Beginn neuer Lebensabschnitte als Kleinkriminelle und schließlich der Werdegang zum Mafiosi, die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Films immer wieder neu, auch bedingt durch die geschickt gewählte chronologische Unordnung, die verdeutlicht wie die Personen in der Gegenwart in der Vergangenheit gehandelt haben um den Werdegang der gegenwärtlichen Personen nachvollziehen zu können. Trotz einiger Längen, ist keine Minute verschwendete Zeit, denn die Zeit ist der wesentliche Faktor, den Leones Spätwerk verdeutlichen will. Der Wandel der Zeit, der Wandel der Menschen und speziell und explizit die Entwicklung amerikanischer Großstädte im 20. Jahrhundert. Dieser bildgewaltige Gangster-Epos verdeutlicht, wie Menschen und deren Charakter sich im Laufe der Zeit schwierigen Umständen schlecht anpassen kann und wie besonders Kriminelle sich entwickeln in ihrem Leben. Meistens bestreiten diese ein Leben mit Rückschlägen und versuchen sich immer wieder aufzuhelfen und entwickeln so ihren unglaublichen Ehrgeiz und ihre Gier nach Macht, Geld und gesellschaftlichen Einfluss. Sergio Leone setzt immer in seinem großen Finale auf Morricone und dessen epische musikalische Untermalung, die dem ganzen Film wieder einmal neben der dramatischen Handlung, eine passende packende Auswahl an musikalischer Harmonie liefert, die kein anderer so perfekt komponieren kann wie Ennio Morricone mit seinen glänzenden Overtüren, die ''Once upon a time in America'' nicht nur begleiten als Hintergrundmusik, sondern sich als dramatische Weggefährten eines ebenso dramatischen Epos präsentieren. Die Charaktere gespielt von großartigen Charakterdarstellern sind das Interessanteste am Film, da sie den wesentlichen Kern der Handlung vorleben in ihren unterschiedlichen Rollen, von denen natürlich Robert de Niro, Joe Pesci, James Woods und Elizabeth McGovern am meisten ins Auge fallen. Die Kameraführung ist exzellent und liefert eindrucksvolle Bilder der Stadt New York mit sehr realistischen Kulissen. Insgesamt ist ''Es war einmal in Amerika'' eine Oper, ein Ausklang eines großartigen Regisseurs, ein Finale, welches alle menschlichen Bedürfnisse perfekt beleuchtet und kritisiert. Eine Handlung, die trotz ihrer Länge, überzeugt dank einer klug durchdachten Story, die mit den passenden Charakteren belegt worden ist um zu veranschaulichen, wie man vom Gassenjungen zur professionellen Kriminalität gelangt und am Ende erkennen muss, dass man eben nicht alle Freiheiten hat und irgendwann einen Punkt gelangt, wo man auf andere Interessen Rücksicht nehmen muss. Eine moralische Lehre gespickt mit großartigen Bildern und Kulissen!
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Benjamin Stolz 2011/06/03 01:07:43
Kommentar löschenIch stecke ein wenig in einem Bewertungsdilemma.
Zum einen sind da die Musik, die Schauspielleistungen (ich bin sicherlich subjektiv, weil ich De Niro so genial finde...trotzdem überstrahlt ihn James Woods ein wenig) und diese geniale Erzählweise, die einen fast 4 Stunden langen Film so dermaßen spannend macht. Das Positive zusammengefasst: Den Begriff "Epos" fand ich selten so treffend.
Auf der anderen Seite ist mir der Film an manchen Stellen zu abgehackt, zu kurz und zu wenig erklärend. Das führt nicht selten zu Verwirrungen und an manchen Stellen reissen einen eben diese Verwirrungen aus der - eigentlich genialen - Atmosphäre des Films.
Zu kurz wirkend? Bei einem 229 Minuten Film? Die Antwort auf meine Kritik fand ich bei der Recherche nach der Filmbetrachtung: "Es war einmal in Amerika" war ursprünglich vom Meister Leone als 6 stündiger Film (Zwei Teile je 3 Stunden) geplant und geschnitten worden. Dies wurde ihn aber von den Produzenten untersagt, aus Angst vor finanziellem Misserfolg. Pro Geld, kontra Kunst also!
Die "Internetgerüchteküche" munkelt, Leone sei beim Schnitt (die US-Fassung war sogar nur 139 Minuten lang!) seines Machwerks das Herz gebrochen, so dass er nach Veröffentlichung des Films nicht mehr lange weitergelebt hat. Ich finde diese These durchaus plausibel, denn mir bricht auch das Herz, wenn ich diesem absolut genialen Film aufgrund seiner Mängel, die durch den geldgierigen Schnitt geboren wurden, "nur" mit 8.5 bewerten kann. Was freu ich mich, wenn in den nächsten Jahren die sagenumwobene Fassung mit 40 Minuten mehr erscheint, dann kann ich meine Wertung an das anpassen, was der Film eigentlich verdient hätte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
hoffman587 2011/06/03 01:11:54
Antwort löschenDu weißt dass"Machwerk" abwertender Begriff ist oder?
Benjamin Stolz 2011/06/03 01:20:23
Antwort löschenHabe ich eben sogar auch dran überlegt...Habe mich aber dafür entschieden, denn Machwerk kann auch (!), denn ich gebe dir recht, es wird meistens negativ verwendet und die Konnotation ist dadurch geprägt, heissen: Erzeugtes, Geschaffenes. Meine Großmutter benutzt das auch immer für richtig richtig große Sachen, z.B. für Häuser etc.
Außerdem sollte aus meinem Kommentar hervorgehen, wie ich Machwerk verstehe:)
Alle 4 Antworten zeigen
cArLos4evEr 2011/07/06 04:55:39
Antwort löschenSoll es echt eine längere Fassung erscheinen? Laut Wiki sind noch längere ein Gerücht, hast du nähere Informationen?
Benjamin Stolz 2011/07/24 22:46:19
Antwort löschenhttp://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2607
USA_Christoph 2011/05/26 18:48:32
Kommentar löschenAusführliche Kritik folgt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MikeC. 2011/05/04 21:28:20
Kommentar löschenEin vier Stunden Epos, dass man einfach gesehen haben muss. Die 229min Laufzeit sind es definitiv wert und sind eigentlich zwingend Notwendig, um diesen Film zu erfassen.
Allerdings ist er für einen 16er Film ziemlich drastisch. Es werden mehrfach Frauen vergewaltigt und sowohl eine Frau als auch ein Kind werden erschossen. Tabus kennt dieser Film wahrlich nicht, doch man sollte ihn deswegen nicht verteufeln.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Myce 2011/05/03 05:07:54
Kommentar löschenmal was anderes als diese ständige ballerei
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
dbeutner 2011/04/18 14:09:21
Kommentar löschenNett, mit ein paar Glanzleistungen, aber für mich kein Meisterwerk.
Die Stärken sind rel. klar: De Niro, Woods, Treat Williams (den ich ja immer zu wenig Wert geschätzt gesehen habe), Joe Pesci, Danny Aiello (letztere beide mit viel zu kleinen Rollen). Noch ein Glanzstück ist die Maske und die Auswahl der entsprechenden Jungschauspieler. Die optische Ausstattung hat auch einen großen Reiz.
Die Erzählung selbst empfinde ich als bemüht auf "episch" gemacht, hier aber doch in vielen Szenen mit langatmig verwechselt. Auch mit zweieinhalb Stunden wäre die langlaufende Geschichte noch ungekürzt und ruhig erzählbar gewesen. Vor allem aber hätten knapp vier Stunden mehr Raum für Tiefe gegeben - sowohl Tiefe bei den einzelnen Charakteren als auch tiefere Darstellungen der Konflikte, einschließlich "Alltagssorgen". Die Story wird an rel. wenigen Konstanten aufgehängt, und das ist schlicht etwas flach - und ganz anders etwa, als im Paten.
Die Musik hatte für mich genau das, was auch der Film sonst transportierte: Bemüht dick, aber am Ende doch recht dünn. Nicht, dass die Musik ansatzweise schlecht wäre, aber die Themenwiederholung geht beim Paten etwa in Ordnung, weil die Musik dort oft sehr zurückhaltend ist, während Leone hier Morricone mitunter etwas arg dick aufspielen ließ: "Seht her, welch bombastisch Werk."
Wirklich ärgerlich empfand ich die Fehlbesetzung von Deborah (Elizabeth McGovern). Weder hatte diese irgendeine Art von spezieller Attraktivität, noch hat sich die Maske (und/oder sie selbst) auch nur die geringste Mühe gegeben, das Alter der Geschichte zu reflektieren. Das war vor allem gegen Ende so ärgerlich, dass ich kaum noch auf etwas Anderes achten konnte.
In meinen Augen auf jeden Fall: Überschätzt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
DerSodomist 2011/03/26 17:02:36
Kommentar löschenIch habe mir die 220 Minuten lange Fassung von "Es war einmal in Amerika" angesehen, welche man sich nur schwer in einem Durchgang ansehen kann. Ich empfehle, zwischendurch eine Pause einzulegen, was allerdings nicht heißen soll, dass dies ein schwacher Film ist. Der Anfang erscheint vielleicht als ein wenig langweilig, doch das ist für den weiteren Verlauf des Film sehr wichtig. Es war davon auszugehen, dass sich dies ändern würde, was auch geschah. In diesen ersten 30-40 Minuten kann die Musik dafür umso mehr überzeugen. Der Soundtrack ist absolut genial, was übrigens im weiteren Verlauf des Filmes erhalten bleibt. Die Magie, welche durch die Musik erzeugt wird, ist eindeutig zu spüren. Auch die Schauspieler sind großartig, und das durchgehend. Sowohl die jungen, als auch die älteren Schauspieler können überzeugen. Robert De Niro ist meiner Meinung nach keineswegs dem restlichen Cast überlegen, hier ist wirklich jeder gut. Auch die Story und die Inszenierung sind gut, somit steht einem ausgezeichneten Film nichts mehr im Weg. Das einzig zu Bemängelnde ist die Langatmigkeit. Viele Szenen sind extrem in die Länge gezogen worden, auf einiges hätte verzichtet werden können. Die Laufzeit von "Es war einmal in Amerika" hätte durchaus eine halbe Stunde weniger betragen können. Doch im Großen und Ganzen ist "Es war einmal in Amerika" ein großer Film, den man als Film- Fanatiker gesehen haben muss.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
film_fan 2011/03/26 17:22:12
Antwort löschenAuch wenn ich nicht ganz zustimme, klasse Kommentar.
Alle 3 Antworten zeigen
DerSodomist 2011/03/26 17:35:07
Antwort löschenTrotzdem danke ich dir :)
Ripley1 2011/03/26 18:10:30
Antwort löschenAls der Film herauskam, gab es ja auch eine gekürzte und chronologisierte Fassung. Diese hat sich nicht durchgesetzt, weil die elegische Stimmung durch die Länge und den assoziativen Rhythmus erst zustande kommt. Nicht die Handlung bestimmt das Tempo, sondern die Erinnerung eines Mannes am Ende des Lebens. Wenn man sich darauf einlässt, bekommt der Film eine Dimension, die andere Filme des Genres nicht besitzen.
Bitte logge dich ein Es war einmal in Amerika
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Es war einmal in Amerika