Eva
Eva (2011), ES Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Science Fiction-Film
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
97 Bewertungen
10 Kommentare
Keine
von Kike Maíllo, mit Daniel Brühl und Claudia Vega
Daniel Brühl spielt in Eva, einem spanischsprachigen Science-Fiction-Drama, einen Wissenschaftler, der einem Roboter den Charakter seiner Nichte übertragen will. Deren Mutter beobachtet dies mit großen Unbehagen.
Nach zehn Jahren in der großstädtischen Ferne kehrt der junge renommierte Cyber-Ingenieur Alex (Daniel Brühl) in seine Heimat zurück, um in der Abgeschiedenheit auf dem Lande sein Opus magnum zu kreieren: einen Kinder-Roboter. Seine ehemalige Universität hat ihm den lukrativen Auftrag dazu erteilt.
An dem Ort seiner Kindheit trifft Alex auch wieder seinen Bruder David (Alberto Ammann), von dem er sich über die Jahre entfremdet hatte.
Vom ersten Zusammentreffen an ist Alex von seiner aufgeweckten, geistreichen wie charismatischen Nichte Eva (Claudia Vega) angetan, die ihre Sympathie zurückgibt und ihm interessiert bei seiner Arbeit beobachtet.
Spontan haben die Beiden eine besondere und enge Verbindung zueinander. Alex geht sogar so weit, Evas Charakter als Vorbild für das psycho-mechanische Profil des Androiden nehmen zu wollen. Evas Eltern sehen diese Entwicklung mit zunehmender Besorgnis…
Hintergrund & Infos Eva
Gleich mit seinem ersten Film, Eva, konnte Regisseur Kike Maíllo zahlreiche Preise für sich verbuchen, so z.B. den Goya als Bester neuer Regisseur sowie den Gaudi-Preis als Bester Regisseur.
Daniel Brühl konnte ebenfalls gewinnbringend seine spanischen Wurzeln in Eva einsetzen. Er wurde für seine Hauptrolle in Eva gleich dreimal als Bester Schauspieler nominiert – für den CEC Preis, den Goya und für den Gaudi-Preis.
Auch Claudia Vega, die die Eva spielt, erhielt je eine Nominierung für einen CEC Preis sowie einen Goya als Beste Hauptdarstellerin. Mit Eva gab auch sie ihre Debüt.
Die Gesamtbilanz von Eva: allein 13 Preise und 28 Nominierungen in Spanien.
Mehr Bilder (14) und Videos (4) zu Eva
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Fantasyfilm, Science Fiction-Film
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Kritiken (2) — Film: Eva
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenBei „Eva“ fällt das sorgfältig umgesetzte, einfallsreiche visuelle Konzept auf, das von der reizvollen Kameraführung von Arnau Valls Colomer sowie von der gewinnenden Filmmusik unterstützt wird. Ebenso gelungen wirken die Spezialeffekte, besonders die von Alex entwickelte Software. Dennoch erinnert das ganze Produktionsdesign eher an die 1970er Jahre. Statt einer rundumerneuerten Welt zeigt Regisseur Maíllo eine uns sehr nahe Welt. Lediglich die vielen Roboter, darunter etwa auch der Katzen-Roboter von Alex oder der von Lluís Homar verkörperte Butler-Roboter, wirken aus einer uns unbekannten Zukunft stammend. Sonst muss der Zuschauer schon genauer, etwa bei den Autofahrten, hinschauen, um in „Eva“ technische Neuerungen zu entdecken. Dieser Retrofuturismus führt dazu, dass ähnlich beispielsweise Mark Romaneks Verfilmung des gleichnamigen Romans von Kazuo Ishiguro „Alles, was wir geben mussten“ (siehe Filmarchiv) nicht die Technik, sondern das menschliche Drama im Mittelpunkt steht. Obwohl sich das Drehbuch sattsam vorhersehbar ausnimmt und lediglich vermeintlich den Zuschauer in die Irre führt, obwohl die Spannung eher von der Tonspur als von der Handlung erzeugt wird, spricht „Eva“ interessante Fragen an, so etwa den seit den Kindertagen des Kinos immer wieder in Szene gesetzten Traum von menschlichen Schöpfungen und darüber hinaus auch die mit der Entwicklung eines Eigenlebens dieser „Kreaturen“ einhergehenden ethischen Risiken und Nebenwirkungen.
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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Regisseur Kike Maíllo liefert mit seinem Debütfilm EVA ein Werk mit einer durchaus spannenden Prämisse ab. Die Idee eines kybernetischen Menschen ist zweifellos nicht neu, doch gefällt mir, wie diese altbekannte Idee frisch und optisch beeindruckend adaptiert worden ist, denn allein wie die Gedankenwelten des in Entstehung begriffenen kybernetischen Kindes visualisiert werden braucht sich beileibe nicht zu verstecken. Ebenso gefällt aber auch die Ausgestaltung der Roboter in all ihren Formen, sei es ein kleines, wirklich winzigkleines trabendes Pferdchen, eine nur rudimentär als Katze erkennbare Kreation mit freiem Willen, die gleich einer echten Katze durch die Behausung von Alex Garel huscht und vom ebenfalls kybernetischen Hausdiener Max nur mühsam gezähmt werden kann oder eben der noch nicht mit menschlicher Fassade versehene Roboterjunge. [...]
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Kommentare (8) — Film: Eva
mondauge Wed, 17 Apr 2013 08:51:00 -0000
Kommentar löschenIch hatte kein Ghost in the Shell und Blade Runner erwartet, weil diese für mich nicht zu erreichen sind. In EVA geht es um eine viel früheres Zukunftstadium als in den beiden vorgenannten und zweitens spielt das Ganze in einem Ort in den Bergen. Es wurde also mit Absicht darauf geachtet, dass der Stil etwas ländlicher/rustikaler und auch dezenter ausfällt. Wer weiß was diese Welt noch so zu bieten hatte.
Ghost in the Shell beinhaltet sehr viel mehr Philosophie über künstliche Intelligenz, ist schon klar, und Blade Runner eigentlich sehr wenig, weshalb Eva für mich in der Mitte anzusiedeln ist, wenn es um den Informationsgehalt geht. Das Neue an EVA ist die Emotionale Intelligenz die stärker in den Vordergrund gerrückt wird, aber der Film ist auch ein ausgewachsenes Drama, jedoch nicht mit epischer Breite weshalb ich zusammen mit der EQ-Thematik nicht über 8 Punkte hinausgehen kann.
Und dass es sich um ein Drama handelt mag manchen nicht schmecken, aber den Ausgang von Lebensgeschichten herabzuwerten, weil man Happy-End erwartet ist etwas ungerecht. Liebe, Glück und Unglück gehören genauso zum Leben wie Bildung und Philosophie.
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LowRidah Mon, 18 Mar 2013 14:59:09 -0000
Kommentar löschenein sehr spezieller und etwas anderer Film, sicher nicht für Jedermann.
Ein, zwei logische Fehler prägen den Film, über die man aber gerne hinweg sieht, aufgrund des gelungenen Gesamtbildes.
Ich mag keine Dramen, aber dieses war akzeptabel (vllt. da ich futuristische Therien liebe^^)
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J.R.K. Sat, 02 Feb 2013 17:45:50 -0000
Kommentar löschenHatte bei einen spanischen Film, nicht mit so einer guten und bewegenden SciFi Geschichte gerechnet. Was mir auch besonders gefiel waren die guten Special Effects, die der Darstellung der Zunkunft Glaubwürdigkeit einhauchten. Nur meine zwei lebendigen Kater möchte ich nie gegen eine felllose Roboterkatze eintauschen, den das streicheln durch das flauschige, lebendige Fell ist doch viel schöner. :)
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MrMo Mon, 05 Nov 2012 23:34:12 -0000
Kommentar löschenHatte was in richtung "blade runner", "ghost in the shell" oder halt andere sinnes fragen, erwartet. diese bleiben im großen und ganzem völlig aus, obwohl sie hin und wieder mal ein wenig angeschnitten werden.
###########SPOILER ENTHALTEN#############
naja wir befinden uns irgendwann in der zukunft, in der es menschenähnliche roboter und tiere gibt, die allerdings einem vorprogramierten programm gehorchen müssen und sich nicht "frei entfalten" können. ein ehemals (? weiss ich nicht mal mehr genau, story dann doch ein wenig zu knapp gehalten) wissenschaftler hat nun freie hand einen ersten freien roboter zu entwickeln. rein zufällig entdeckt er ein kind aus dessen verhalten und psyche er ein programm zur freien entfaltung erstellen will - blöd nur, dass sie bereits so ein freier roboter ist. das kind weiss es nicht selbst und gerät in eine krise - ende. weitere fragen bleiben leider offen, auch wie es technisch funktioniert oder welche genaue rolle die roboter in der gesellschaft haben und welche gesellschaft vorherrscht. schade eigentlich, denn genau das hatte ich mir bei dem film erhofft. was schön ist, sind die cgi effekte, auch wenn sie meiner meinung nach oft einfach nicht passen.
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J.R.K. Sat, 02 Feb 2013 16:17:43 -0000
Antwort löschenWenn jemand so viele Hassfilme hat, darunter der ähnlich gelagerte "I,Robot" und mehrere Blockbuster, dann muss man ja sogar noch mit deiner Wertung für die kleine Produktion EVA zufrieden sein. ;)
mondauge Wed, 17 Apr 2013 08:44:23 -0000
Antwort löschenIch hatte kein Ghost in the Shell und Blade Runner erwartet, weil diese für mich nicht zu erreichen sind. In EVA geht es um eine viel früheres Zukunftstadium als in den beiden vorgenannten und zweitens spielt das Ganze in einem Ort in den Bergen. Es wurde also mit Absicht darauf geachtet, dass der Stil etwas ländlicher/rustikaler ausfällt. Wer weiß was diese Welt noch so zu bieten hatte. Ghost in the Shell beinhaltet sehr viel mehr Philosophie über künstliche Intelligenz, ist schon klar, und Blade Runner eigentlich sehr wenig, weshalb Eva für mich in der Mitte anzusiedeln ist, wenn es um den Informationsgehalt geht. Das Neue an EVA ist die Emotionale Intelligenz die stärker in den Vordergrund gerrückt wird.
Und das es sich um ein Drama handelt mag manchen nicht schmecken aber den Ausgang von Lebensgeschichten herabzuwerten weil man Happy-End erwartet finde ich unfair. Liebe, Glück und Unglück gehören genauso zum Leben wie Bildung und Philosophie.
filmfreak23 Sat, 03 Nov 2012 16:36:06 -0000
Kommentar löschenMich als Technik begeisterter mit einem Faible für gefühlsbetonte Sciencefiction Märchen hat dieser Film mit seinem Thema sehr gepackt.
Wir befinden uns in einer nahen Zukunft, in der Roboter zum Alltag gehören.
Man hat es zwar geschafft Ihnen möglichst menschenähnliche Verhaltens -und Denkweisen und Gefühle "einzupflanzen", doch kontrollieren kann man diese auf dauer nicht.
Man muss Ihnen deshalb immer eine ganz bestimmte Aufgabe zuweisen, sogenannte "freie Roboter" sind Verboten.
In dieses Szenario baute Nachwuchsregisseur Kike Maíllo mit viel Hingabe eine kleine aber feine Beziehungsgeschichte ein, in der die blechernen Mitbewohner natürlich eine große Rolle spielen.
Tolle Schauspieler, gute CGI (Die visuelle Darstellung der künstlichen Intelligenz hat mir besonders gefallen) und für einen Debüt-Film nur hier und da handwerkliche Mängel.
Fazit:
Für Fans von unscheinbaren aber kreativen europäischen Werken sehr zu empfehlen.
Dank der guten Synchro auch auf Deutsch genießbar.
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Jurz Fri, 02 Nov 2012 15:02:57 -0000
Kommentar löschenSehr bewegend. Der Film hat mir außerordentlich gut gefallen
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Otto Normal Thu, 01 Nov 2012 14:28:47 -0000
Kommentar löschenKleiner, liebevoll erzählter Film mit einer kleinen, liebevoll erzählten Geschichte. Zu meckern gibts wenig. Für einen kleinen Film sind die Special Effects hervorragend. Visuell immer sehr erfrischend, wenn ein Film trotz Special Effects nicht aus Hollywood kommt.
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dbeutner Fri, 21 Sep 2012 10:02:47 -0000
Kommentar löschenKike Maíllo erster Film in Spielfilmlänge kann kurz als "unterentwickelter Bladerunner für Arme" bezeichnet werden: Das Thema potentiell interessant, aber die Umsetzung mit vielen Löchern vollgestopft, kleine bis mittlere Inszenierungsschwächen alle paar Minuten, so dass es nervt, und nach Auflösung der ganzen Chose bleibt nur ein: Na toll! zurück.
Nebenbei werden interessante ethische Fragen, die sich aus dem Stoff ergeben hätten können, bestenfalls angekratzt, eigentlich aber absolut ausgeblendet, sogar zum Ende hin geradezu negiert. Das geht dann schon in Richtung ärgerlich.
Der Film ist immerhin nicht völlig trashig, aber eben leider so unprofessionell im Drehbuch, dass alle halbwegs intelligenten ZuschauerInnen dem Regisseur, den DrehbuchautorInnen und dem Casting vom Sofa aus Nachhilfeunterricht erteilen könnten. Brühl ist für die Geschichte zB mindestens 10 Jahre zu jung, aber ach, wenn man anfängt, den Grund dafür auszuplappern, spoilert man auf der einen Seite, auf der anderen Seite beginnt man dann, die Unstimmigkeiten des Films auseinanderzunehmen, und dann kann man auch schon kaum noch aufhören.
Kann man sich ansehen, wer aber wert auf Schlüssigkeit legt, sollte es eventuell besser bleiben lassen. Daniel Brühl macht den Eindruck, als könne er mit der Geschichte auch nicht so viel anfangen - immer etwas introvertiert & schwermütig, nicht gerade mit Esprit; also selbst Brühl-Fans, zu denen ich mich tendenziell zähle, sollten hier nicht zu viel erwarten.
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