eXistenZ
eXistenZ (1999), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 18.11.1999
37 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2584 Bewertungen
67 Kommentare
Keine
von David Cronenberg, mit Jennifer Jason Leigh und Jude Law
In der Zukunft sind die Designer interaktiver Spiele an der Macht. Spieler messen sich in einer VR-Welt, die von der realen Welt kaum noch zu unterscheiden ist.
Eine Game-Community trifft sich in einer abgelegenen Kirche, um das neueste Spiel von Designerin Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) zu testen, welches die Grenzen zwischen Spiel und Realität verwischen soll. Das neue Videospiel wird mittels einer Nabelschnur unmittelbar in das “Biopod” genannte Rückenmark eingestöpselt. Der Spieler erlebt so eine virtuelle Realität, die keine Erfahrungsverluste der Realität gegenüber einbüßt. Teilweise ist nicht mehr feststellbar, ob sich das Erlebte tatsächlich ereignet oder nur konstruiert ist.
Ein Gegner des Spiels verübt mittels einer schleimigen Knochenpistole, aus der Zähne gefeuert werden, einen Anschlag auf Allegra, aber zusammen mit dem Leibwächter Ted Pikul (Jude Law) kann sie flüchten. Die beiden beschließen durch einen Test zu überprüfen, ob das Computerprogramm bei dem Anschlag beschädigt wurde. Dazu muss Allegra das Spiel mit jemand, “der freundlich ist” in die Spielwelt eintreten. Das Pärchen gerät dabei in ein verschlungenes Netz verschiedener Realitätsebenen, sodass es immer schwieriger wird, zwischen Spiel und Realität zu unterscheiden. Mehrere Male ist Allegras Leben in Gefahr, keine der Spielfiguren scheint das zu sein, was sie ist. Pikul, der zum ersten Mal ein solches Spiel spielt, wirkt angesichts seines Game-Charakters immer verwirrter.
Als Allegra und Ted erwachen, aber einen infizierten Controller aus der virtuellen Realität mitgenommen zu haben scheinen, wird ihnen klar, dass die Grenzen zwischen Realität und virtueller Realität nun immer mehr verwischen. Ein Soldat stürmt den Raum und will Allegra töten, da er sich als “Freund der Realität” bezeichnet. Allegra erschießt ihren Freund Kiri (Ian Holm) und Ted zielt daraufhin auf Allegra – anscheinend war auch Ted von Anfang an ein Feind Allegras. Sie lässt jedoch seinen Biopod explodieren, was ihn tötet. Plötzlich erwachen alle Game-Charaktere in der Kirche.
Der Seminar-Leiter (Christopher Eccleston ) befragt jeden einzelnen nach seinen Erfahrungen mit dem Spiel Transcendenz, welche sie soeben gespielt haben. Allegra und Ted geben sich als Pärchen aus und beantworten ebenso die Fragen. Anschließend erschießen sie den Seminar-Leiter jedoch, da sie sich als Gegner des Spiels outen. Als sie jedoch die Waffe auf einen chinesischen Mitspieler richten, weiß dieser – ebenso wie der Zuschauer – nicht mehr, ob sich die Charaktere noch in der virtuellen Realität oder in der Wirklichkeit befinden.
Mehr Bilder (7) und Videos (2) zu eXistenZ
Cast & Crew
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David Cronenberg
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Jennifer Jason Leigh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Allegra Geller
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Jude Law
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ted Pikul
-
Ian Holm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kiri Vinokur
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Willem Dafoe
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Don McKellar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yevgeny Nourish
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Callum Keith Rennie
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hugo Carlaw
Regie
Schauspieler
-
Christopher Eccleston
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Kris Lemche
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Noel Dichter
-
Sarah Polley
-
Vik Sahay
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Male Assistant
-
David Cronenberg
- Genre
- Psychothriller, Psychodrama, Fantasyfilm
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- Fantasiewelt, Parallelwelt, Simulierte Realität, Virtuelle Realität
- Handlung
- Außer Kontrolle, Biologe, Biologie, Biologische Waffe, Bizarr, Bodyguard, Computer, Computerprogramm, Computerspezialist, Computerspiel, Doppeltes Spiel, Ekel, Fleisch, Fleischerladen, Flucht, Fluchtversuch, Fremdgesteuertes Handeln, Geistige Kontrolle, Gesellschaftsspiel, Gewehr, Gruppendynamik, Hacker, Kontrolle, Kontrollverlust, Manipulation, Mikrochip, Mord, Mutation, Pop Star, Realität, Realitätsverlust, Sabotage, Schlaf, Seminar, Sex, Simulator, Spiele, Spieler, Spielsucht, Surrealismus, Tagtraum, Tankstelle, Technische Spielerei, Traum, Verrat, Videospiel, Virtueller Kampf, Waffe, Wissenschaft
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Hart, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails eXistenZ
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Kritiken (6) — Film: eXistenZ
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"eXistenZ...is not just a game" -
Die Historie verläuft selten gerecht, die Filmgeschichte sowieso nicht, und so ist es auch wenig verwunderlich, dass „eXistenZ“ nur ein paar Monate nach „Matrix“ in den Feuilletons zwar ähnlich lobend besprochen wurde, an den Kinokassen gegen die Fetisch-Fantasie aus dem Hause Wachowski aber keinen Stich holen konnte.
Dies wäre sicherlich zu verkraften, würde Cronenbergs vorletzter Film vor seiner Hinwendung zum Realen in seiner Rezeption, nicht immer wieder von jenem Vergleich, der wie ein schwarzer Schatten über dem Werk hängt, eingeholt:
Dabei ist es letztendlich eine erzwungene Parallele, die man zwischen obigen Filmen konstruiert hat, denn verabschiedet man sich von der Simplifizierung, die beide Werke auf die Koexistenz einer realen, und einer virtuellen Welt herunterzubrechen, offenbart sich eine ganz andere Ausgangssituation: „eXistenZ“ generiert seine Unterdrückermechanisen nicht aus einer überbordenden…
Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten
Hitmanski 2010/12/19 01:39:57
Antwort löschenDankeschön :)
Ich persönlich konnte mich ja mit den Operationen an offenen Bio-Ports und dem Ausnehmen von Riesenkröten nicht so ganz anfreunden; ich glaube, dass hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen; genau wie einst die Essgewohnheiten einer Stubenfliege in "The Fly" :P
Hitmanski 2010/12/19 01:46:51
Antwort löschenKenn' ich irgendwo her. Sowieso ein fieser Film, erst hat mir eine verantwortungslose Fernsehzeitung mit einem Screenshot der Endmutation ein Kindheitstrauma beschert, und auch die Erinnerung an die Erstsichtung knapp 10 Jahre später, kann einem immer noch den Appetit verderben...
horro 2010/12/19 01:47:11
Antwort löschenGerade diese fleischigen Dinger stellen irgendwie noch das richtige Detail zur gelungenen Gesamtmischung des Films dar.
Tytus 2010/12/19 09:08:20
Antwort löschentoller Kommentar Hitmanski :)
so übel erregend fand ich denn Film nicht, hmmm an die Fliege kann ich mich nur wage erinnern das der etwas ekelig war.
Vielleicht bin ich schon zu abgestumpft^^
Filmsuechtiger 2010/12/19 09:17:52
Antwort löschenSchön geschrieben Hitmanski. Ich stoße mich aber (generell immer) an der Formulierung "... den man gesehen haben muss." Warum muss man den denn gesehen haben? (Du gibst ja auch "nur" 8,5 Punkte) Gerade bei Cronenberg halte ich Videodrome für besser und wichtiger.
Hitmanski 2010/12/19 10:53:33
Antwort löschenErsteimal zweimal Danke :)
@Filmsüchtiger
Du hast ja Recht - das "muss" steht da wahrscheinlich deshalb, weil in dem Satz sonst zweimal "sollte" steht, und ich gestern Nacht zu faul war, ihn noch einmal umzuformulieren - ich werde gleich nochmal drüber lesen, vll fällt mir noch ein schöneres Wörtchen ein; bis zu zwei Tage nach Posting, sind Texte bei immer noch in der Schublade "in progress" :D
Hitmanski 2010/12/19 13:33:43
Antwort löschen:)
filmschauer 2010/12/19 16:39:56
Antwort löschenGefällt mir vom Text und Bewertung her. :) Der angesprochene Ekelfaktor gehört bei Cronenberg einfach dazu und sagt mir im Kontext mehr zu als seine Realoschiene neuerdings. Imho der überzeugendste Film über den eigentlichen Reiz von Computerspielen und in der Grundstory bzgl. Vermischung zwischen Realität und virtueller Welt stärker als viele ähnliche Vertreter (wie du selbst geschrieben hast).
fabel 2010/12/20 10:42:06
Antwort löschen@tytus:
Da scheinst du mir ja echt was tolltes empfohlen zu haben. ;)
@hitmanski:
Klasse Kommentar. Nochmals das "Vorgemerkt" dick unterstrichen. :)
Tytus 2010/12/20 10:52:09
Antwort löschenBin gespannt was du sagst.
Ich hab eXistenz eher durch Zufall in FreeTV aufgenommen und das nur weil Jude Law mitgespielt hat, ja das war in der Grauen Vorzeit ohne Internet, Moviepilot, bevor Rad und Feuer erfunden wurden.
fabel 2010/12/20 10:58:11
Antwort löschenwie gesagt:
2011 wirds was geben. ;)
Hitmanski 2010/12/20 11:51:38
Antwort löschen@Tytus
Wahrscheinlich einer der wenigen Filme von Cronenberg, die es überhaupt mal ins deutsche FreeTV geschafft haben, ohne verstümmelt zu werden :D
Tytus 2010/12/20 12:37:38
Antwort löschenhehe könnte sein, der lief irgendwan um 3 Uhr nachts oder so^^
BlueSquirrel 2011/05/20 00:41:43
Antwort löschenStark Manski.
Hitmanski 2011/05/20 00:50:11
Antwort löschenDankeschön, Herr Hörnchen.
Movie-Man 2011/08/30 13:00:57
Antwort löschenein wenig ist diese Diskussion, ob sich die Protagonisten am Ende im Spiel befanden (oder nicht), für mich unverständlich. Wenn du erst in der Realität bist, dann weißt du ja, das ist die Realität. Ok, jetzt tauchst du in das Spiel hinein... das kann man ja mit einem Traum vergleichen: du fängst zu träumen an (wobei wir jetzt irgendwie bei Inception landen). Egal wie intensiv der Traum (das Spiel) ist, wenn du aufwachst (bzw. wenn das Spiel endet), dann weißt du ja, du bist wieder in der Realität. Ein Zitat aus Inception welchen annähernd diese Tatsache beschreibt: "it's only when we wake up that we realize that something was actually strange" ***ACHTUNG SPOILER ANFANG***Deswegen finde ich die Frage "sagt mir die Wahrheit, sind wir immer noch im Spiel?" sinnlos. Die Realität kann das nicht sein, sonst würden es die Protagonisten merken. Es kann eigentlich nur so sein, dass sich alle noch im Spiel befinden. Interessant ist, dass bei der Szene als der Spielentwickler erschossen wird, die Leute herum nicht reagieren, warum? Entweder sie sind im Spiel (im Spiel gabs ja auch solche ähnliche Situationen) oder sie sind vom Spiel immer noch so "gelähmt" bzw. das Spiel wirkt auf die Leute in der Realität immer noch so stark nach. ***SPOILER ENDE*** Ich denke eher, die Protagonisten sind in der Cronenberg'schen Version des Nolan'schen LIMBUS, aber okey... wer hat Gegenbeweise?? :-)
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dOLHIN 2011/08/30 23:48:14
Antwort löschen@ es geht nicht um träume sondern um ein spiel
btw der film ist genial :D
Movie-Man 2011/08/31 11:42:51
Antwort löschen@dOLHIN: was soll dieser behinderte Kommentar?
SiameseAlex: SiameseMovies
Kommentar löschen„eXistenZ“ funktioniert am besten, wenn man zuvor noch nichts davon gehört hat. Keine Kritik, keine Darsteller, kein Regisseur, keinen Inhalt. Lediglich die Tagline „Du bist das Spiel“ bzw. „Play it. Kill it. Live for it.“ sollte herangezogen werden, um auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Identität in einem gewissen Kontext hinzuweisen. Einmal in diesen eingetaucht spielt der Film mit seiner subtilen Atmosphäre, die einen hohen Grad an Aufmerksamkeit vom Zuschauer abverlangt, um daraus Interpretationen zu generieren. Dagegen weiß er durchaus auch mit Elementen des Film Noir zu unterhalten. Zwar wird dabei auf künstliche CGI-Effekte verzichtet, aber dennoch Formen des Ekels auf unterschiedliche Weise provoziert. Im Vordergrund steht vielmehr eben nicht zu wissen, wie es weitergeht oder ob es weitergeht. Dies ist die allumfassende Frage vor einem wirklich fulminanten Schluss, der einen selbst - in der Fiktion - ungebremst vor die schwarze Wand des Abspanns knallen lässt, ähnlich wie dieser Text an jener Stelle endet, wo er grade erst anzufangen scheint.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDer Erklärung nach soll „eXistenZ“ wohl eher eine Idee, als ein richtiges Spiel sein, da an einer Stelle zumindest impliziert wird, dass das Spiel jedes Mal unterschiedlich aufgebaut ist/wird. Als eine Handlungspassage erfolgreich bewältigt wird, beginnen die beiden Protagonisten in der Simulation in eine weitere Simulation abzutauchen. Hier finden sich weitere Hinweise, dass Cronenbergs Geschichte vielschichtig konstruiert ist.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenVielleicht liegts daran, dass ich kein Horror mag, jedenfalls hat mir der Film nichts gegeben, zu verworren und ekelig.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDer Zuschauer muß sich treiben lassen. Anspruchsvoll ist das schon, aber nicht unnötig kompliziert. Denn im Gegensatz zu den erwähnten Filmen [MATRIX oder DARK CITY] stehen nicht neueste Digital-Tricks im Vordergrund, sondern Poesie, Witz und Stilgefühl. Die Bildsprache Cronenbergs erinnert jenseits aller unverkennbaren Eigenwilligkeit manchmal an ein Videospiel, über weite Strecken aber auch an die edle Düsternis des Film Noir. Ganz klassisch eben.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWie sagte ein Kollege in den USA damals: "The thinking mans Matrix." Passt.
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Kommentare (61) — Film: eXistenZ
Kommentar schreibenKubrick_obscura 2012/04/22 17:35:18
Kommentar löschenMan sollte schon mal ein Videospiel gespielt haben, um den Detailreichtum in „eXistenZ“ überhaupt überblicken zu können. Cronenbergs langjährige Production Designerin Carol Spier hatte sichtlich Spaß an diesem Film und schuf bizarre Welten, Level und Räume. Jude Laws Figur Ted Pikul urteilt einmal über die Welt im Film „Das ist alles so grotesk.“ und gibt damit zu verstehen, dass er das künstliche entlarvt hat.
Während die Realität ein Ort der Willkür ist, dessen Sinn und Bedeutung der Mensch erst durch seine kognitiven Fähigkeiten verstehen muss, wo er vielleicht sogar Bezüge herstellt, die gar nicht existieren, da geht der virtuelle Raum respektive das Leveldesign eines Videospiels den umgekehrten Weg. Diese Welten sind nicht willkürlich erschaffen worden, sie folgen einer inneren Logik. Ihre Gestaltung folgt Mustern. Dementsprechend nimmt die virtuelle Welt bereits die kognitiven Fähigkeiten des Subjekts in ihm vorweg. Dieses Paradox nimmt der gesunde Geist sehr schnell wahr, weshalb Ted Pikul zum Schluss kommt „Das ist alles so grotesk.“
Darin erscheint nicht nur ein Dilemma virtueller Welten, sondern aller Künste, welche die Realität als Vorlage haben, das Kino zum Beispiel. Das Gleichnis zwischen der Gamedesignerin und dem Regisseur zwingt uns der Film förmlich auf und Allegra Geller wird dadurch zum ersten weiblichen Alter Ego Cronenbergs. Ähnlich wie Geller sich im Film zahlreicher Gegner ihrer Kunst stellen muss, so ist auch Cronenberg in seiner Karriere mit vielen Zensoren aneinander geraten.
Nichtsdestotrotz erscheint der Konflikt Kunst und Realität das eigentliche Hauptthema von „eXistenZ“ zu sein. Die Frage ist: Führen virtuelle Welten zu einer neuen kopernikanischen Wende? Denn inwieweit und vorallem wie lange kann Ted Pikul sich noch sicher sein, dass er sich in einem künstlichen Raum befindet? Beim Filmemachen, wie auch beim Videospielkreieren geht es darum das Unglaubwürdige glaubhaft zu machen. Wann hat sich Pikuls Verstand daran gewöhnt, dass die Welt um ihn herum grotesk ist? Wie kann er sich dem noch sicher sein, wenn seine kognitiven Fähigkeiten zunehmend verkümmern und die Welt das Denken übernimmt?
Cronenberg wurde vielfach Kultur-, Wissenschafts- und Medienpessimismus vorgeworfen. In Wahrheit sind seine Filme weder pro noch kontra, auch in „eXistenZ“. Während in „Matrix“ oder später „Inception“ der Realitätsverlust stets negativ betrachtet wird, stellt Cronenbergs Film unverhohlen die Frage, wofür man die Realität überhaupt noch bräuchte. Die meisten Figuren in „eXistenZ“ spielen diese Spiele nicht um sich gefangen nehmen zu lassen, sondern um frei zu sein. Die Realität hat nur den Sinn, den ich ihr gebe und selbst dann weiß ich nicht ob ich richtig liege. Ein Videospiel belohnt dich dafür, dass du den richtigen Sinn erkannt hast. Es geht weiter. Dementsprechend folgt der Spieler der Logik des Spiels, denkt was das Spiel denkt und handelt wie der Schöpfer es will. Nicht ohne Grund wird Allegra Geller von manchen Fans als Gottheit verehrt und wiederum gibt es andere Gruppierungen, die in ihr eine Dämonin sehen. Hier geht es um einen Glaubenskrieg. Falls Gott unsere Welt erschaffen hat, brauchen wir sie jetzt nicht mehr. Wer direkt in den Himmel will, braucht nur die Konsole anzuschalten. Das gilt auch für die Hölle.
Innerhalb von Cronenbergs Werk nimmt „eXistenZ“ eine Sonderstellung ein. Nach dem reduktionistischen „Crash“ und vor dem sanften „Spider“, wirkt „eXistenZ“ wie der Nachruf zu Cronenbergs Frühwerk, wie der späte Abschluss einer Trilogie, die mit „Videodrome“ und „Naked Lunch“ begann.
Vielleicht lag es auch an der Jahreszahl 1999, dass Cronenberg sich auch das erste mal zu einer wirklichen Zukunftsvision hinreißen ließ. Alle seine anderen Sci-Fi-Filme spielen praktisch in der Gegenwart, da ihre wissenschaftlichen Novi nicht Teil einer gesellschaftlichen Utopie sind. Anders als in „eXistenZ“, wo die Erfindung virtueller Welten zu einem neuen Religionskrieg geführt hat.
All das konnte man noch nicht vorhersehen, doch das neue Jahrtausend ist geprägt durch neue „Ismen“ und Glaubenskonflikte, Wirtschaftskollaps und Umweltzerstörung. Unsere heutige Welt ähnelt einem Super-Mario-Level indem es darum geht möglichst oft in einen Abgrund zu springen. Wo wir wieder bei Kant wären, eine Nebenwirkung der Aufklärung vielleicht? Warum also sollte man sich nicht wieder in die Unmündigkeit begeben? Wir flüchten einfach in virtuelle Welten, die man nicht kaputt machen kann, wo man niemanden wirklich verletzt und die einem trotzdem das Gefühl geben Ziele zu erreichen, die von Belang sind, solange man fest genug daran glaubt. Unser realer Körper bleibt einfach liegen und kann niemandem etwas antun. Er vegetiert einfach vor sich hin und lässt die Welt in Frieden, die sowieso nicht für ihn geschaffen wurde. Ist das grotesk? Am Ende von „eXistenZ“ stellt jemand eine einfache, aber weitreichende Frage: „Sind wir noch im Spiel?“ In Zukunft wird die Antwort lauten: Wen kümmert's?
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Mike Myers 2012/04/16 16:57:42
Kommentar löschenDie kleine Videospiel-Schwester von Videodrome
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benutzerbenutzer 2012/04/15 14:03:15
Kommentar löschenMeiner Meinung nach besser als Matrix, auch wenn man die beiden natürlich nur bedingt miteinander vergleichen kann.
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The_Cube 2012/03/29 14:36:02
Kommentar löschenDie Idee ist gut, die Schauspieler auch, aber die Bilder, die nunmal einen Film zum Großteil ausmachen, sind schrecklich. Ich kann problemlos einer Operation zusehen aber die ganze, ich nenn sie mal "organische Technologie" war mir zuwider.
Ich könnte mir das ganze eher im Steampunk vorstellen, aber nicht so...
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HulktopF 2012/03/28 12:30:41
Kommentar löschendieser film hypnotisiert und verwirrt.
existenz soll genau DAS und das spürt man szene für szene, man ist dabei, weiß aber selbst nicht genau ob die realität nun wirklich die realität ist oder die realität ein spiel.
genialer verwirrer :D
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deevaudee 2012/03/10 00:01:34
Kommentar löschenWenn ich so die kommentare lese, in denen vermehrt das Wort eklig fällt, frag ich mich, ob sie denn überhaupt mal splatter Filmchen geschaut haben. Existenz ist in seiner "Fischverarbeitung" nicht ekliger als Das Parfüm. Jedenfalls brauch der Film wirklich sehr lange um so richtig ins rollen zu geraten. Wenigstens dank paar guter Nebendarsteller, wie Chris Ecclestone, Willem Dafoe oder Ian Holm, ist der Film zumindest Qualitativ da besser besetzt. Dagegen macht mir manchmal JJL Blick des öfteren Angst. Wo ich doch mir sehr gut, sie in einer Rolle als Psychopathin rein denken könnte.
Zumindest, durch die Realitätsverwirrung, ist das Ende in der Form nicht absehbar, und von daher nicht ganz unfähig einzustufen. Aber sonst, auch ein Film, der mich nicht enorm vom Hocker haut. Aber so alle 3 Jahre, zum auffrischen kann man ihn sich angucken.
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Gespenst006 2012/03/16 23:14:28
Antwort löschenIch bin genau deiner Meinung. So ekelig fand ich ihn überhaupt nicht... Vielleicht sind wir tatsächlich abgehärtet ;-)
Hagen Hagen 2011/12/10 01:07:39
Kommentar löschenEklig, aber gut.
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senker 2011/11/21 02:46:20
Kommentar löschenBäh! Was für ein Mist! Nach dem mit dieser Film als genial und revolutionär angekündigt wurde, war die Erwartungshaltung vielleicht doch etwas zu hoch. Ich kann auch die vielen Lobpreisungen nicht verstehen und die Vergleiche mit wirklich guten Streifen zu diesem Thema. Es ändert auch die hochkarätige Besetzung nichts daran, das ich nach 5 Minuten schlagartig keine Lust mehr hatte weiterzuschauen (Schwabbelcontroller!) direkt danach Zahnpistole und leuchtendes Knethandy. Virtuelle Realität oder nicht. Chinesisch Essen gehen möchte man dann auch eine Weile nicht mehr. Die ganze Szenerie wirkt wie von ein paar durchgefallenen Studenten der Filmhochschule. Selbst der hier noch am meisten kritisierte Horror und Ekel ist komplett verhunzt und lächerlich. Und der Schlusstwist nach dem Motto "War wohl doch nur ein Traum" bzw. "virtuelle Realität", bzw. "andere Bewustseinsebene" ist genauso abgegriffen wie einfallslos. Ja super. Aber stimmt wohl schon, ich kann mit der Cronenberg'schen "Brillianz" nichts anfangen und komme mir um die Zeit betrogen vor. Schade drum.
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Kloppo09 2011/11/21 15:36:55
Antwort löschenDu hast dein Augenlicht nicht verdient!geh in die Ecke und schäm dich!
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senker 2012/01/13 14:35:39
Antwort löschenNach etwa einem Monat in der Ecke und entsprechender Kontemplation komme ich nun zu folgendem Schluss: Hassfilm ist vielleicht übertrieben, aber "völligen Quark" habe ich als Option nicht gefunden.
bluebigpappa 2012/05/17 12:17:23
Antwort löschenKomme nicht umher hier einen kleinen Kommentar zu hinterlassen. Finde den Film gut aber Euren Dialog fand ich noch besser (weil amüsant). Es lebe die Geschmacksvielfalt!! :-)
Movie-Mike 2011/11/01 09:19:00
Kommentar löschenDer Schlusstwist erklärt, warum der Film am Anfang so schlecht war. Meiner Meinung nach mutig, da man riskiert, dass der Zuschauer einfach am Anfang schon abschaltet. Hebt den ganzen Film um mindestens einen Punkt an. Ich werd ihn mir auf jeden Fall noch ein zweites Mal anschauen...
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_Garfield 2011/10/09 13:20:42
Kommentar löschenBereits wenn uns seltsam anmutende, offensichtlich aus biologischer Masse bestehende Wesen als „Gamepads“ präsentiert werden, erweist sich „eXistenZ“ als ein typischer Cronenberg-Streifen: Ekel ist ein wiederkehrendes Motiv, auf inszenatorische Mätzchen wird weitgehend verzichtet und die Darsteller wurden – sorgsam ausgewählt – wieder einmal zu Höchstleistungen angetrieben. Thematisch, wie auch stilistisch orientiert sich Cronenberg deutlich an der Faszination der Videospiele und der damit zusammenhängenden Mechanik, spinnt diesen Gedanken konsequent weiter und entwirft seine Idee von einer virtuellen Realität. Diese wird uns als exakte Abbildung der Wirklichkeit präsentiert und so erinnern uns lediglich sich wiederholende Bewegungsabläufe verschiedener Spiele-Charaktere daran, dass sich unsere Hauptprotagonisten noch immer in einem Videospiel befinden. Zunehmend fällt eine Unterscheidung der Realitäten schwerer und Cronenberg offenbart uns eindrucksvoll die Problematik einer virtuellen Realität: Was passiert, wenn wir nicht mehr unterscheiden können zwischen sensorischem Input und tatsächlicher Realität? Wenn die Grenzen zwischen den Realitäten verschwimmen und uns die Wirklichkeit nicht mehr genügt? Cronenberg liefert uns mögliche Antworten in einem Finale, welches neben einem anständigen Schluss-Twist auch über die nötige Konsequenz verfügt. Dennoch vermag „eXistenZ“ nicht durchweg mitzureißen, gerade der Mittelteil hat zunehmend unter der recht spannungsarmen Inszenierung zu leiden und nimmt erst mit dem Aufkommen inhaltlicher Brisanz wieder einiges an Fahrt auf. Dies ist in soweit schade, da „eXistenZ“ im Portfolio Cronenberg's die bis dahin interessanteste Thematik vorzuweisen hatte und bei angemessener Inszenierung und dem Setzen einiger Akzente sicherlich noch einiges an Wirkung und Intensität hinzugewonnen hätte. Dass sich dieser Umstand nicht weiter auf das Filmerlebnis als solches ausgewirkt hat, hängt in erster Linie mit dem überraschend gut harmonierendem Darsteller-Gespann Law/Leigh zusammen. Mit der richtigen Mischung aus ironischem Augenzwinkern und notwendiger Ernsthaftigkeit trösten diese über die ein oder andere Unzulänglichkeit hinweg. Schlussendlich gelingt Cronenberg in einer Symbiose aus erzählerischer Routine, inhaltlicher Raffinesse und darstellerischem Können ein durchaus unterhaltsamer Cyber-Thriller, sodass man „eXistenZ“ zweifelsfrei in den Kreis jener Filme zählen sollte, die man gesehen haben muss.
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Puebleau 2011/10/09 14:14:55
Antwort löschenwow, was ein Kommentar!
lieber_tee 2011/10/09 15:04:56
Antwort löschenWow,wow, das nenne ich einen wirklich gelungenen Kommentar. Klasse!
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Jenny von T 2011/10/09 16:41:31
Antwort löschenDa unterschreibe ich jeden Satz. Von der Grundkonzeption her einer der besten Cronenbergs, von der Umsetzung her aber sicher nicht...
_Garfield 2011/10/09 20:08:13
Antwort löschenVielen lieben Dank euch dreien! :)
Ichundso 2011/10/06 22:18:26
Kommentar löschenEs gibt Filme, bei denen der Schlusstwist einen überrascht. Es gibt welche, bei denen einem kurz vor dem Ende der Gedanke kommt, dass es vielleicht ja so und so ist. Bei weniger guten Filmen erahnt man den Twist oft schon in der Mitte, im Fall von Shutter Island oder The Number 23 sogar in der ersten halben Stunde.
eXistenZ (muss man das eigentlich so bescheuert schreiben?) war der erste mir bekannte Film, bei dem ich das Ende bereits nach dem Lesen der ersten Sätze der Moviepilot-Inhaltsangabe kannte. In der Inhaltsangabe steht: "Das neue Videospiel wird mittels einer Nabelschnur unmittelbar in das "Biopod" genannte Rückenmark eingestöpselt. Der Spieler erlebt so eine virtuelle Realität, die keine Erfahrungsverluste der Realität gegenüber einbüßt. Teilweise ist nicht mehr feststellbar, ob sich das Erlebte tatsächlich ereignet oder nur konstruiert ist."
Ich las das und dachte mir, dass der Film wahrscheinlich auf eine gewisse Art endet. Und als er es dann wirklich tat, war ich dann doch etwas enttäuscht, dass diese so langweilige Pointe einem als das große Ding verkauft wird.
Das Drehbuch ist mehr oder weniger austauschbar, was den Film dennoch sehenswert macht, ist die hervorragende Ästhetik. Der Film kann eine großartige Regie und einen Haufen undurchsichtiger Nebendarsteller aufweise und merkwürdigerweise waren es die Nebenfiguren, die mich mehr interessierten als die beiden Hauptcharaktere. Ob ich auch hier enttäuscht wurde, sage ich aus spoilertechnischen Gründen lieber nicht.
Trotz allem bleibt "eXistenZ" im Gedächtnis und das nicht nur wegen der Zahnpistolen-Szene. Denn die Unsicherheit und Ungewissheit, die die Spieler empfinden, lässt Cronenberg auch den Zuschauer spüren. Und das ist durchaus eine Leistung.
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fkfilmkritik 2011/10/06 22:00:00
Kommentar löschen"Sie müssen es spielen, um herauszufinden warum man es spielt."
Puh, endlich bin ich nach nach 3 Tagen mal wieder dazu gekommen mir einen Film anzuschauen und was für einen. Mein erster von David Cronenberg. Auch einer dessen Filmographie jetzt wohl öfter mal durchgestöbert wird (wäre nett wenn mir jemand etwas empfehlen würde). Manchmal klingt so ein Film ja schon interessant, wenn man statt "Existenz" einfach mal "eXistenZ" schreibt. Was hier erschaffen wird ist ein grandios strukturierter und fein makaberer Cyber-Thriller. Die Erzählung verläuft dabei am Anfang noch etwas rätselhaft, aber enorm schnelllebig, dass man sich sofort perfekt unterhalten fühlt ohne irgendwann mal geistig unterfordert zu werden. Ganz im Gegenteil. Schön verschanzt und immer verschachtelter präsentiert sich dieses brillante Spiel. Visuell war dem Film der andere Cyber-Thriller "Matrix" natürlich klar überlegen jedoch müssen sich die Wachowski-Brüder geschlagen geben wenn es um die verzwickte Verwirrung verschiedener Traum - in diesem Fall Spiel-Ebenen geht. So ist "eXistenZ" vollkommen zu Unrecht an den Kassen gescheitert und wurde unglücklich von "Matrix" in´s Abseits gestellt. Der Ekelfaktor zieht sich dabei wie ein langer Schleimfaden durch den Film, ist aber keinesfalls unnötig. Ich finde solch schleimige Sci-Fi-Elemente ja immer ganz schick, wie merkwürdig das auch jetzt immer klingen mag.
"eXistenZ" ist wie ein Trip. Wie ein Erlebnis. Wie ein Abenteuer. Eine durch und durch gelungene und spannende Reise durch Spielereien zwischen verschiedenen Ebenen. Man sah dem Regisseur an, dass er Spaß dabei hatte das Ganze zu einer immer interessanter werdenden Geschichte zu verankern.
"Und wie ist jetzt das Gefühl- Welches Gefühl? -Dein echtes Leben, wie fühlt es sich an?
-Es kommt mir so... so unecht vor."
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Wumz 2011/10/07 00:17:07
Antwort löschenEastern Promises war auch sehr stark. Durch seine älteren Filme muss ich mich noch durchschauen, aber ich hab bei ihm ein sehr gutes Gefühl das die Filmographie noch einiges hergibt.
eXonic 2011/10/07 14:44:00
Antwort löschenVon Cronenberg kann man eigentlich so gut wie alles schauen und dazu würde ich dir auch raten. ;)
SpiceWeasel 2011/10/07 14:46:45
Antwort löschen"Die Fliege"!!! =)
eXonic 2011/10/07 14:55:13
Antwort löschenIst auch mein Favorit.
Vincent van Gore 2011/10/07 19:40:59
Antwort löschenA History of Violence ist großartig. :)
fkfilmkritik 2011/10/07 20:27:00
Antwort löschenDanke für eure Tipp. :)
Hab von allen mal zumindest etwas gehört. Klingt alles sehr interessant und wird alles irgendwann geguckt. ;)
fabel 2011/10/08 15:19:03
Antwort löschenSehr, sehr, sehr, sehr schön, dass er dir gefallen hat.:)
SoulReaver 2011/10/08 16:51:23
Antwort löschenGlaube 'Videodrome' wär auch was für dich :)
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fkfilmkritik 2011/10/08 16:54:00
Antwort löschenIch auch. Jemand redet hier vom "Clockwork Orange" der 80er *Hände reib*
BigDi 2011/10/08 18:40:34
Antwort löschen"Videodrome" ist wirklich beste - "Naked Lunch" ein super Tripfilm - "Shivers" ist einer der coolsten alternativen Zombiefilme, wenn auch etwas spröde.
Mr. Pink 2011/08/08 12:07:24
Kommentar löschenDer Film brauchte für mich anfangs einen Moment, um so richtig in Fahrt zu kommen, da mir nicht sofort klar war, worauf das Ganze hinauslaufen würde, hat sich dann aber zunehmend gesteigert und konnte mich spätestens ab dem Augenblick, in dem das Spiel losging, vollends begeistern und komplett in seinen Bann ziehen.
Durchweg sehr schleimig und schön eklig, ist "eXistenZ" ein spannender, intelligenter Thriller, der nicht nur mit fantastischen Darstellern aufwarten kann, sondern in seinem Verlauf zudem die ein oder andere interessante Wendung zu bieten hat und am Schluss mit einem hervorragenden Mindfuck zu überraschen weiß.
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cannibal83 2011/08/07 11:21:29
Kommentar löschenMitunter der widerlichste Film den ich je gesehen habe. Wer aber diverse Innereien und Schleimiges erträgt, wird mit einer spannenden Handlung und einem netten Twist entschädigt.
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summerwine-lee 2011/07/30 13:32:14
Kommentar löschenAbgefahrener Hirnfick mit tollen Darstellern, der im selben Jahr wie Matrix herauskam und in eine ähnliche Kerbe haut, aber die Konkurrenz zu Matrix nicht scheuen braucht und zu Unrecht irgendwie in Vergessenheit geraten ist.
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The_Comedian 2011/07/30 13:10:55
Kommentar löschenDer ewige Vergleich mit ´Matrix´ hinkt, tatsächlich ist ´eXistenZ´ eher mit Christopher Nolan´s ´Inception´ in Relation zu setzen, da elementare Auseinandersetzungen der Menschen mit dem eigenen Bewusstsein im Vordergrund stehen, abseits völlig krotesker Realität / Irrealität - Welten und höherer Wesen mit übernatürlichen Bestimmungen. Tatsächlich geht es in David Cronenberg´s verschachteltem Cyber-Film-Noir um den Menschen selbst, seine Sehnsucht nach neuen, unbekannten, vielleicht sogar gefährlichen Erlebnissen abseits des trostlosen Alltags und der Auseinandersetzung mit den eigenen, dunklen Trieben und Gelüsten. ´eXistenZ´ wirkt dabei jedoch aus heutiger Sicht wie eine Blaupause dessen, was Christopher Nolan rund zehn Jahre später perfektionieren sollte. Die Hauptunterschiede liegen in den Punkten Emotionalität und Dynamik. So setzt Nolan auf atemberaubende Effekte in seinen Traumwelten, sowie auf eine besondere, emotionale Bindung vorallem zu di Caprio´s Charakter, dessen Leben und Schicksal ausführlich behandelt wird. Es handelt sich dabei um den explizit hervorgehobenen Erzählstrang, welcher parallel zur in all seiner Komplexität stattfindenden Grundidee der interaktiven Träume stattfindet. Komplex erscheint auch Cronenberg´s ´Gameplay´, jedoch gelingt keine emotionale Bindung zu den Hauptdarstellern, was vielleicht auch so gewollt ist, denn Menschen waren, sind und bleiben Menschen, mit all ihren Fehlern, Schwächen und niederen Beweggründen. Dieser Umstand offenbart sich proportional-steigernd über die Laufzeit, welche leider gespickt wird mit sinnfreien Leerläufen des farblosen Duos Law & Leigh, oder auch ´Weichei und Pickelface´, die es nicht schaffen, den Zuschauer über die komplette Distanz zu fesseln, zumal die oben erwähnte Dynamik in Form von phantasievollen, technischen Effekten ebenfalls ausbleibt und sich Ideenarmut im Hinblick auf den gestaltenden Aufbau des Grundkonzeptes offenbart, im Gegensatz zur allgegenwärtigen, schwindelerregenden Komplexität von ´Inception´. Der rasante Schlußakkord in der letzten Viertelstunde entschädigt jedoch mit seinen intelligenten Wendungen, hin zur eigentlichen Botschaft des Filmes, zur Genüge. Zum Schluß noch ein versöhnlich gemeinter Satz an alle ´Hirngefickten´ da draußen, welche sich zu ´eXistenZ´ und/oder ´Inception´ um den Verstand diskutieren, ob nun besser, schlechter oder unvergleichlich: Je nach Blickwinkel, und unter Berücksichtigung der eigenen Erwartungshaltung, fällt die Bewertung dieser beiden Filme aus, der Konsenz findet sich jedoch im ununterdrückbaren Drang der Menschheit nach dem Unbekannten, dem Magischen, dem übersinnlichen Sinn der eigenen... Existenz!
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The_Comedian 2011/07/30 15:30:48
Antwort löschen... nachvollziehbar:-) Das meinte ich mit Blickwinkel & Erwartungshaltung, ich denke auch, daß es darauf ankommt, welchen der beiden Filme man zuerst gesehen hat. Ergibt sich bei dir ein längerer Bezug zu ´eXistenZ´?
guggenheim 2011/07/30 12:21:03
Kommentar löschenSchon "Videodrome" von Cronenberg fand ich zumindest interessant, auch wenn mir diese verspulte Story von Zeit zu Zeit Kopfschmerzen bereitet hat. Da ist "eXistenZ" bei aller Komplexität wesentlich straighter, was an sich kein Merkmal für einen besseren Film ist, aber doch bedeutet, dass "eXistenZ" zugänglicher ist. Wenn man jedoch wenig für Schleimiges, Ekliges und unterschwellig Sexuelles übrig hat, dann wird es grundsätzlich schwer, David Cronenberg-Filme zu mögen...
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fabel 2011/07/30 12:41:35
Antwort löschenSo mag ich meinen Guggi.:)
altessockenfach 2011/07/31 21:27:31
Antwort löschenschleimig und eklig? Nach Repo Men kann mich nichts mehr überraschen.
ash-williams 2011/07/30 09:36:45
Kommentar löscheneXistenZ ist ein Sci-Fi Thriller aus dem Hause Cronenberg, der weder spannend noch tiefsinnig ist. Die gezeigte Zukunftvision ist weder düster noch einfallsreich. Cronenbergs komische sexuelle Andeutungen auf die Spielewelt bezogen sind einfach nur lächerlich. Die Schauspieler liefern eine solide Leistung ab, die jedoch nicht im Gedächtnis bleibt. Das Ende soll wohl eine Art Cliffhanger darstellen und den Zuschauer verblüfft zurück lassen, ich war jedoch nur froh, dass der Film endlich vorbei ist. Nicht gut Herr Cronenberg.
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xtom1973 2011/07/30 02:11:03
Kommentar löschengroßes, intelligentes Kino!
Für offene Menschen, die sich mitnehmen lassen auf diesen Trip und sich von dem etwas aussergewöhnlichen Drumherum nicht abschrecken lassen.
Das war seit sehr langer Zeit mal ein Film, der mich wirklich mitgenommen hat und der ausserdem noch sehr viele andere Aspekte beinhaltet, zum Beispiel eine mögliche, fast schon recht realistische Zukunft der Computerspiel-Welt. Wenn auch zeitlich noch etwas entfernt.
Ich möchte wetten, daß sie sich am Schluss immer noch im Spiel befanden!
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Wumz 2011/07/30 02:50:20
Antwort löschenIch wette dagegen ;-)
Daniel92 2011/07/30 09:47:58
Antwort löschenDie Wette nehme ich auch nicht an ;-)
Movie-Man 2011/08/30 12:44:16
Antwort löschenein wenig ist diese Diskussion, ob sich die Protagonisten am Ende im Spiel befanden (oder nicht), für mich unverständlich. Wenn du erst in der Realität bist, dann weißt du ja, das ist die Realität. Ok, jetzt tauchst du in das Spiel hinein... das kann man ja mit einem Traum vergleichen: du fängst zu träumen an (wobei wir jetzt irgendwie bei Inception landen). Egal wie intensiv der Traum (das Spiel) ist, wenn du aufwachst (bzw. wenn das Spiel endet), dann weißt du ja, du bist wieder in der Realität. Ein Zitat aus Inception welchen annähernd diese Tatsache beschreibt: "it's only when we wake up that we realize that something was actually strange" ***ACHTUNG SPOILER ANFANG***Deswegen finde ich die Frage "sagt mir die Wahrheit, sind wir immer noch im Spiel?" sinnlos. Die Realität kann das nicht sein, sonst würden es die Protagonisten merken. Es kann eigentlich nur so sein, dass sich alle noch im Spiel befinden. Interessant ist, dass bei der Szene als der Spielentwickler erschossen wird, die Leute herum nicht reagieren, warum? Entweder sie sind im Spiel (im Spiel gabs ja auch solche ähnliche Situationen) oder sie sind vom Spiel immer noch so "gelähmt" bzw. das Spiel wirkt auf die Leute in der Realität immer noch so stark nach. ***SPOILER ENDE*** Ich denke eher, die Protagonisten sind in der Cronenberg'schen Version des Nolan'schen LIMBUS, aber okey... wer hat Gegenbeweise?? :-)
Sigrun 2011/09/18 22:11:36
Antwort löschen@Movie-Man: Den letzten Satz unterschreib ich. Toller Vergleich!
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Movie-Man 2011/09/19 09:03:51
Antwort löschen@Sigrun: danke, nett zuhören. Jetzt hab ich mal in dein Profil geschaut und frage mich: was ist denn electronic body music? Da fasst du doch nicht einen Stromdraht an oder? ;) kleiner Joke aber vttl. kannst es ja mal erklären was das ist.
Sigrun 2011/09/19 10:20:55
Antwort löschenMerci! Ich schreib dir zu EBM mal eine PM. Ist ja kein Film :o)
horstkevin 2011/07/23 23:52:24
Kommentar löschenIch verstehe es nicht. Warum wird der Film so gut bewertet? Muss ich zwangsläufig auf Sci-Fi stehen? *SPOILER* Total absurd ist mal dieser zerschmolzene Schwabbeltittencontroller mit riesen Nippeln, da hab ich schon sofort keinen Bock mehr gehabt. Man freut sich auf einen Thriller und dann kommt da so ein Unfug, der einem von Anfang an jegliche Freude und Motivation nimmt, den Film weiter zu gucken. Einziger Anlass war die Erwähnung eines überraschenden Endes, und ja, es kam...aber es war nicht so das mir die Falten aus dem Sack geblasen wurden, um das mal ganz salopp auszudrücken. Und um mal auf den Matrix-Vergleich einzugehen (welcher zweifelhaft ist), zwischen diesen Filmen liegen Welten. Egal.
Die schauspielerischen Leistungen halten sich stark in Grenzen und der ganze Film wirkt einfach nur billig, von der Story bis zu den Effekten. Gewiss kein leichtes Unterfangen diesen Film zu Ende zu gucken. Laufzeit sei Dank, habe ich es geschafft.
Keine Empfehlung von mir!
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horstkevin 2011/07/24 08:51:54
Antwort löschenAch, der Controller sah nicht äußerst seltsam aus? Und werfe mir bitte nicht vor das ich seltsame Assoziationen habe, wenn man im Film mit Zähnen schießt, zweiköpfige Tiere isst und sich krakenähnliche Schläuche in in den Rücken steckt. Aber du hast den Film mit einer 10,0 bewertet...was soll man da noch sagen...
karma-karman 2011/07/24 18:02:38
Antwort löschenSPOILER:
Dir ist aber schon klar, dass der Schwabbeltittencontroller Teil der falschen Realität ist?
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horstkevin 2011/07/24 19:07:49
Antwort löschenJa, dessen bin ich mir bewusst! Ich steh einfach nicht auf solchen Quatsch, aber ich will ihn euch auch gar nicht schlecht reden. Ich habe mich wohl schlichtweg im Genre vergriffen!
senker 2011/11/21 02:26:07
Antwort löschenDas hat mit dem Genre nichts zu tun, ich liebe Science-Fiction. Und beim Schwabbeltittencontroller hatte ich auch direkt keine große Lust mehr. Vom Knethandy und der Zahnpistole mal ganz abgesehen. Uh, Grotte!