eXistenZ
eXistenZ (1999), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Fantasyfilm, Drama, Thriller, Science Fiction-Film, Kinostart 18.11.1999
45 Bewertungen
Skala 0 bis 10
3392 Bewertungen
92 Kommentare
Keine
von David Cronenberg, mit Jennifer Jason Leigh und Jude Law
In der nahen Zukunft, wie David Cronenberg sie in eXistenZ zeichnet, sind die Designer interaktiver Spiele an der Macht. Spieler messen sich in einer VR-Welt, die von der realen Welt kaum noch zu unterscheiden ist.
Allegra (Jennifer Jason Leigh) ist Designerin von Computerspielen. Aber sie ist nicht irgendeine Spieleentwicklerin, sie ist die beste ihrer Zunft. Ihre Meisterschaft besteht in der Erschaffung Virtueller Realitäten. Dieses Können hat ihr zwar viele Fans gebracht, aber auch viele Neider.
Eines Tages entkommt sie nur knapp einem Attentat auf sich und ihre neueste Kreation.
Um sicher zu stellen, dass das Spiel namens eXistenZ keinen Schaden genommen hat, muss Allegra es an sich selber testen. Gemeinsam mit ihrem Leibwächter Ted Pikul (Jude Law) begibt sie sich in die von ihr geschaffene Welt. Von da an verschwimmen Realität und Konstruierte Wirklichkeit immer mehr miteinander…
Hintergrund & Infos zu eXistenZ
Erwartungsgemäß feierte eXistenZ, David Cronenbergs inoffizieller Beitrag zur Jahrtausendwende, seine Premiere im Programm des offiziellen Wettbewerbs der Berlinale 1999 und brachte dem Regisseur solcher Filme wie Videodrome oder Die Fliege neben einer Nominierung für den Goldenen Bären immerhin den Silbernen Bären ein.
Weitere Rollen in eXistenZ spielen neben den erwähnten Hauptdarstellern Ian Holm (Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt), Willem Dafoe (Antichrist) und Sarah Polley (Splice – Das Genexperiment). (EM)
Mehr Bilder (17) und Videos (2) zu eXistenZ
Cast & Crew
- Genre
- Fantasyfilm, Psychodrama, Psychothriller, Drama, Science Fiction-Film
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- Fantasiewelt, Parallelwelt, Simulierte Realität, Virtuelle Realität
- Handlung
- Außer Kontrolle, Biologe, Biologie, Biologische Waffe, Bizarr, Bodyguard, Computer, Computerprogramm, Computerspezialist, Computerspiel, Doppeltes Spiel, Ekel, Fleisch, Fleischerladen, Flucht, Fluchtversuch, Fremdgesteuertes Handeln, Geistige Kontrolle, Gesellschaftsspiel, Gewehr, Gruppendynamik, Hacker, Kontrolle, Kontrollverlust, Manipulation, Mikrochip, Mord, Mutation, Pop Star, Realität, Realitätsverlust, Sabotage, Schlaf, Seminar, Sex, Simulator, Spiele, Spieler, Spielsucht, Surrealismus, Tagtraum, Tankstelle, Technische Spielerei, Traum, Verrat, Videospiel, Virtueller Kampf, Waffe, Wissenschaft
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Hart, Verstörend
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Kritiken (8) — Film: eXistenZ
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschen[...] David Cronenbergs ultimative filmische Realitätsflucht (dies, ohne VIDEODROME gesehen zu haben); eine komplexe, in zahlreichen, sich selbst verschachtelten Ebenen erzählte Analogie zu Platons Höhlengleichnis und dabei im Vergleich zu thematisch ähnlichen Filmen wie MATRIX oder INCEPTION um einiges wirkungsvoller, weil narrativ wesentlich raffinierter inszeniert, eher auf der Höhe der Zeit und ein Anreiz besteht, das “Rätsel” zu lösen, das er uns hier aufgibt, ohne dass es jedoch zwingend notwendig ist.
[...]
David Cronenberg inszeniert mit eXistenZ ein psychologisches Verwirrspiel mit der Garantie zum Realitätsverlust und schafft es damit, parallel zur fortschreitenden Geschichte, den Zuschauer immer weiter durcheinanderzubringen, indem die Regeln, die am Anfang des Films aufgestellt werden und – nebenbei – frappierend an Mechaniken aus Videospielen aus den 80er- und 90er-Jahren erinnern, des Öfteren gebrochen werden. Auch seine Vision der Technik der Zukunft bietet mit den aberwitzigen biologischen High-Tech-Geräten, die wunderbar mit Cronenbergs Body-Horror harmonieren und ein bedrückendes Gefühl der Verwundbarkeit vermitteln, eine simple, doch wirkungsvolle Metapher für die Abneigung gegen die (neue) Technik. Doch natürlich geht es primär um das Thema, was der Mensch als real ansieht; grundsätzlich sind es nur die sensorischen Eindrücke, die unsere “Realität” ausmachen – “Ich denke, also bin ich”. Und wäre ich Gott und könnte mein eigenes Schicksal auswählen, wäre das natürlich noch um einiges schöner. Realitätsgroteske, die Frage, wie viel Virtualität noch für die Wirklichkeit zumutbar ist, und narrativ hervorragend inszenierte Ebenenverschachtelung. Ich spiele eXistenZ - und was spielst Du?
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slangbanger! Tue, 02 Oct 2012 17:18:14 -0000
Antwort löschenWunderbar.
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Warum also sollte man sich nicht wieder in die Unmündigkeit begeben? Wir flüchten einfach in virtuelle Welten, die man nicht kaputt machen kann, wo man niemanden wirklich verletzt und die einem trotzdem das Gefühl geben Ziele zu erreichen, die von Belang sind, solange man fest genug daran glaubt. Unser realer Körper bleibt einfach liegen und kann niemandem etwas antun. Er vegetiert einfach vor sich hin und lässt die Welt in Frieden, die sowieso nicht für ihn geschaffen wurde. [...]
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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"eXistenZ...is not just a game" -
Die Historie verläuft selten gerecht, die Filmgeschichte sowieso nicht, und so ist es auch wenig verwunderlich, dass „eXistenZ“ nur ein paar Monate nach „Matrix“ in den Feuilletons zwar ähnlich lobend besprochen wurde, an den Kinokassen gegen die Fetisch-Fantasie aus dem Hause Wachowski aber keinen Stich holen konnte.
Dies wäre sicherlich zu verkraften, würde Cronenbergs vorletzter Film vor seiner Hinwendung zum Realen in seiner Rezeption, nicht immer wieder von jenem Vergleich, der wie ein schwarzer Schatten über dem Werk hängt, eingeholt:
Dabei ist es letztendlich eine erzwungene Parallele, die man zwischen obigen Filmen konstruiert hat, denn verabschiedet man sich von der Simplifizierung, die beide Werke auf die Koexistenz einer realen, und einer virtuellen Welt herunterzubrechen, offenbart sich eine ganz andere Ausgangssituation: „eXistenZ“ generiert seine Unterdrückermechanisen nicht aus einer überbordenden und sich…
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Hitmanski Sun, 19 Dec 2010 00:39:57 -0000
Antwort löschenDankeschön :)
Ich persönlich konnte mich ja mit den Operationen an offenen Bio-Ports und dem Ausnehmen von Riesenkröten nicht so ganz anfreunden; ich glaube, dass hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen; genau wie einst die Essgewohnheiten einer Stubenfliege in "The Fly" :P
Hitmanski Sun, 19 Dec 2010 00:46:51 -0000
Antwort löschenKenn' ich irgendwo her. Sowieso ein fieser Film, erst hat mir eine verantwortungslose Fernsehzeitung mit einem Screenshot der Endmutation ein Kindheitstrauma beschert, und auch die Erinnerung an die Erstsichtung knapp 10 Jahre später, kann einem immer noch den Appetit verderben...
horro Sun, 19 Dec 2010 00:47:11 -0000
Antwort löschenGerade diese fleischigen Dinger stellen irgendwie noch das richtige Detail zur gelungenen Gesamtmischung des Films dar.
Tytus Sun, 19 Dec 2010 08:08:20 -0000
Antwort löschentoller Kommentar Hitmanski :)
so übel erregend fand ich denn Film nicht, hmmm an die Fliege kann ich mich nur wage erinnern das der etwas ekelig war.
Vielleicht bin ich schon zu abgestumpft^^
Filmsuechtiger Sun, 19 Dec 2010 08:17:52 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben Hitmanski. Ich stoße mich aber (generell immer) an der Formulierung "... den man gesehen haben muss." Warum muss man den denn gesehen haben? (Du gibst ja auch "nur" 8,5 Punkte) Gerade bei Cronenberg halte ich Videodrome für besser und wichtiger.
Hitmanski Sun, 19 Dec 2010 09:53:33 -0000
Antwort löschenErsteimal zweimal Danke :)
@Filmsüchtiger
Du hast ja Recht - das "muss" steht da wahrscheinlich deshalb, weil in dem Satz sonst zweimal "sollte" steht, und ich gestern Nacht zu faul war, ihn noch einmal umzuformulieren - ich werde gleich nochmal drüber lesen, vll fällt mir noch ein schöneres Wörtchen ein; bis zu zwei Tage nach Posting, sind Texte bei immer noch in der Schublade "in progress" :D
Hitmanski Sun, 19 Dec 2010 12:33:43 -0000
Antwort löschen:)
filmschauer Sun, 19 Dec 2010 15:39:56 -0000
Antwort löschenGefällt mir vom Text und Bewertung her. :) Der angesprochene Ekelfaktor gehört bei Cronenberg einfach dazu und sagt mir im Kontext mehr zu als seine Realoschiene neuerdings. Imho der überzeugendste Film über den eigentlichen Reiz von Computerspielen und in der Grundstory bzgl. Vermischung zwischen Realität und virtueller Welt stärker als viele ähnliche Vertreter (wie du selbst geschrieben hast).
fabel Mon, 20 Dec 2010 09:42:06 -0000
Antwort löschen@tytus:
Da scheinst du mir ja echt was tolltes empfohlen zu haben. ;)
@hitmanski:
Klasse Kommentar. Nochmals das "Vorgemerkt" dick unterstrichen. :)
Tytus Mon, 20 Dec 2010 09:52:09 -0000
Antwort löschenBin gespannt was du sagst.
Ich hab eXistenz eher durch Zufall in FreeTV aufgenommen und das nur weil Jude Law mitgespielt hat, ja das war in der Grauen Vorzeit ohne Internet, Moviepilot, bevor Rad und Feuer erfunden wurden.
fabel Mon, 20 Dec 2010 09:58:11 -0000
Antwort löschenwie gesagt:
2011 wirds was geben. ;)
Hitmanski Mon, 20 Dec 2010 10:51:38 -0000
Antwort löschen@Tytus
Wahrscheinlich einer der wenigen Filme von Cronenberg, die es überhaupt mal ins deutsche FreeTV geschafft haben, ohne verstümmelt zu werden :D
Tytus Mon, 20 Dec 2010 11:37:38 -0000
Antwort löschenhehe könnte sein, der lief irgendwan um 3 Uhr nachts oder so^^
BlueSquirrel Thu, 19 May 2011 22:41:43 -0000
Antwort löschenStark Manski.
Hitmanski Thu, 19 May 2011 22:50:11 -0000
Antwort löschenDankeschön, Herr Hörnchen.
Movie-Man Tue, 30 Aug 2011 11:00:57 -0000
Antwort löschenein wenig ist diese Diskussion, ob sich die Protagonisten am Ende im Spiel befanden (oder nicht), für mich unverständlich. Wenn du erst in der Realität bist, dann weißt du ja, das ist die Realität. Ok, jetzt tauchst du in das Spiel hinein... das kann man ja mit einem Traum vergleichen: du fängst zu träumen an (wobei wir jetzt irgendwie bei Inception landen). Egal wie intensiv der Traum (das Spiel) ist, wenn du aufwachst (bzw. wenn das Spiel endet), dann weißt du ja, du bist wieder in der Realität. Ein Zitat aus Inception welchen annähernd diese Tatsache beschreibt: "it's only when we wake up that we realize that something was actually strange" ***ACHTUNG SPOILER ANFANG***Deswegen finde ich die Frage "sagt mir die Wahrheit, sind wir immer noch im Spiel?" sinnlos. Die Realität kann das nicht sein, sonst würden es die Protagonisten merken. Es kann eigentlich nur so sein, dass sich alle noch im Spiel befinden. Interessant ist, dass bei der Szene als der Spielentwickler erschossen wird, die Leute herum nicht reagieren, warum? Entweder sie sind im Spiel (im Spiel gabs ja auch solche ähnliche Situationen) oder sie sind vom Spiel immer noch so "gelähmt" bzw. das Spiel wirkt auf die Leute in der Realität immer noch so stark nach. ***SPOILER ENDE*** Ich denke eher, die Protagonisten sind in der Cronenberg'schen Version des Nolan'schen LIMBUS, aber okey... wer hat Gegenbeweise?? :-)
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dOLHIN Tue, 30 Aug 2011 21:48:14 -0000
Antwort löschen@ es geht nicht um träume sondern um ein spiel
btw der film ist genial :D
Movie-Man Wed, 31 Aug 2011 09:42:51 -0000
Antwort löschen@dOLHIN: was soll dieser behinderte Kommentar?
SiameseAlex: SiameseMovies
Kommentar löschen„eXistenZ“ funktioniert am besten, wenn man zuvor noch nichts davon gehört hat. Keine Kritik, keine Darsteller, kein Regisseur, keinen Inhalt. Lediglich die Tagline „Du bist das Spiel“ bzw. „Play it. Kill it. Live for it.“ sollte herangezogen werden, um auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Identität in einem gewissen Kontext hinzuweisen. Einmal in diesen eingetaucht spielt der Film mit seiner subtilen Atmosphäre, die einen hohen Grad an Aufmerksamkeit vom Zuschauer abverlangt, um daraus Interpretationen zu generieren. Dagegen weiß er durchaus auch mit Elementen des Film Noir zu unterhalten. Zwar wird dabei auf künstliche CGI-Effekte verzichtet, aber dennoch Formen des Ekels auf unterschiedliche Weise provoziert. Im Vordergrund steht vielmehr eben nicht zu wissen, wie es weitergeht oder ob es weitergeht. Dies ist die allumfassende Frage vor einem wirklich fulminanten Schluss, der einen selbst - in der Fiktion - ungebremst vor die schwarze Wand des Abspanns knallen lässt, ähnlich wie dieser Text an jener Stelle endet, wo er grade erst anzufangen scheint.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDer Erklärung nach soll „eXistenZ“ wohl eher eine Idee, als ein richtiges Spiel sein, da an einer Stelle zumindest impliziert wird, dass das Spiel jedes Mal unterschiedlich aufgebaut ist/wird. Als eine Handlungspassage erfolgreich bewältigt wird, beginnen die beiden Protagonisten in der Simulation in eine weitere Simulation abzutauchen. Hier finden sich weitere Hinweise, dass Cronenbergs Geschichte vielschichtig konstruiert ist.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenVielleicht liegts daran, dass ich kein Horror mag, jedenfalls hat mir der Film nichts gegeben, zu verworren und ekelig.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDer Zuschauer muß sich treiben lassen. Anspruchsvoll ist das schon, aber nicht unnötig kompliziert. Denn im Gegensatz zu den erwähnten Filmen [MATRIX oder DARK CITY] stehen nicht neueste Digital-Tricks im Vordergrund, sondern Poesie, Witz und Stilgefühl. Die Bildsprache Cronenbergs erinnert jenseits aller unverkennbaren Eigenwilligkeit manchmal an ein Videospiel, über weite Strecken aber auch an die edle Düsternis des Film Noir. Ganz klassisch eben.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWie sagte ein Kollege in den USA damals: "The thinking mans Matrix." Passt.
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Kommentare (83) — Film: eXistenZ
Chucky89 Fri, 19 Apr 2013 16:06:40 -0000
Kommentar löschenSehr verspulter Film, am Ende ist man sich nicht wirklich sicher ob diese Lösung auch der Realität entspricht. Man muss die ganze Zeit mitdenken ob dies die Realität ist oder man doch nur im Spiel ist. Das einzige was mir wirklich nicht gefallen hat an den Film war die Tatsache das mir der Appetit auf asiatisch nach der Szene im Restaurant für ein paar Tage vergangen ist.
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Oliver0403 Thu, 11 Apr 2013 12:31:50 -0000
Kommentar löschenBei diesem Film gehen die Meinungen ganz offensichtlich wieder mal auseinander. Was mich angeht war der Film zwar nicht schnell, aber doch deutlich davon entfernt, mich die ganze Zeit über vollends zu fesseln und richtig gut zu unterhalten.
Allerdings siehts mir hier auch wieder nach einem offenen Ende aus. Eine Fortsetzung wird aber sicher nicht mehr folgen, denn immerhin ist der Film von 1999.
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CHF Sat, 06 Apr 2013 21:23:42 -0000
Kommentar löschenDas ist schon echt wirres Zeug, das dem Zuschauer hier in schnodderiger Weise verkauft werden soll. Jennifer Jason Leigh und Jude Law sind wirklich sehenswert, aber der ganze Rest ist einfach nur gequirlte langweilige Scheisse.
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pischti Sat, 06 Apr 2013 23:45:48 -0000
Antwort löschenSchade schade, fand den damals (is schon etliche Jahre her) ganz ok, kann aber noch die jugendliche Naivität gewesen sein :) Aus heutiger Sicht fällt mein Urteil möglicherweise auch ganz anders aus. VORSICHT SPOILER!!!! Das ist doch der Sci-Fi mit m USB Port am Rücken, oder? ^^
Velly Sun, 07 Apr 2013 05:57:35 -0000
Antwort löschenJop, ist er. Ich fand den eigentlich ziemlich gut.
CHF Sun, 07 Apr 2013 11:42:41 -0000
Antwort löschen@pischti (Spoiler 2.0)
Ja genau, USB Port der aussieht wie zweites A...loch und dann noch dieses schwabbelige Latexteil vom Beate Uhse Wühltisch.
Damit könnte man sich ja noch irgendwie arrangieren, aber der lahme Plot und die Ziellosigkeit mit der das alles zusammengehunzt wurde, gehen einem schon auf den Zeiger.
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pischti Sun, 07 Apr 2013 14:02:02 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall war der Film sehr abgefahren, ja ^^ Der Beate Uhse Wühltisch ist ganz klar ein Ort an dem man öfters mal Filmutensilien findet. Die Batman und Catwoman Suits hängen da auch rum :)
CHF Sun, 07 Apr 2013 19:06:03 -0000
Antwort löschenJJL im Catsuit? Dann müsste ich die Wertung nochmal überdenken:)))
Hom3r Thu, 04 Apr 2013 19:52:26 -0000
Kommentar löschenHabe den von einem Kumpel als genialen Mindfuck-Film empfohlen bekommen...
Es gibt halt Leute, von denen man gar keine Tipps annehmen sollte ;)
Nach 90 Minuten sind ein wirrer Plot, ein unglaublich billiges "Ooooh, wie könnte das gemeint sein? Mann, daran hat bestimmt nie zuvor jemand gedacht"-Ende,
und ein Stück Pute, das ein iPod ist, hängen geblieben.
Alles in Allem eine Enttäuschung sondergleichen.
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InfiniteJest Thu, 04 Apr 2013 18:15:46 -0000
Kommentar löschenEigentlich ein (absichtlich?) anwidernder Inceptionvorgänger, der meinen Geschmack in so ziemlich allen Belangen verfehlt. Zu keiner Zeit hatte ich irgendwie Spaß an diesem Spiel, an diesem Film, an garnichts. Und da geht es auch um die kleinen Sachen: Na schön, dann ist die Konsole eben ein seltsamer Biomasse-Sack, aber warum bedienen alle diesen so stümperhaft, so merkwürdig unbeholfen? Sowas ärgert mich! Und dann diese Paranoia an jeder Ecke, vielleicht chrakterzeichnend aber auch ziemlich anstrengend. Allein Jude Law hat mir hier gefallen, weil er nicht so aufdringlich war wie der ganze Rest, weshalb mögliche Botschaften des Films zu Realitätsverlust, etc. total untergehen im Fischkopfgehacke. Und für diejenigen die oben nur "Inception ist besser!" herausgelesen haben: Ich erkenne da oben eXistenZ lediglich als Vorlage an. Das ist etwas Gutes.
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Deathpool Thu, 04 Apr 2013 18:20:34 -0000
Antwort löschenInception stinkt und eXistenz ist genial ;)
InfiniteJest Mon, 08 Apr 2013 19:14:07 -0000
Antwort löschenCapital Z
BigGizzle Sun, 31 Mar 2013 23:51:08 -0000
Kommentar löschenIch habe lange keinen Film mehr geschaut, bei dem die 97 min ähnlich schnell verflogen sind wie bei diesem Werk. Das macht meiner Ansicht nach einen Film aus. Als der Abspann lief musste ich erstmal 5 min das soeben gesehene verarbeiten.
Ja ich muss zugeben, der Film hat mich voll erwischt. Klar mir war bewusst, dass so ein Ende folgen wird, jedoch dann doch nicht in dieser Form.
Die Gedankengänge des Machers, bezüglich der Darstellung der Avatare und der paralellen zu einem Videospiel fand ich genial gelöst.
Nachdem ich hier nun weitere Kommentare gelesen habe, muss ich mir unbedingt schnellstmöglich Videodrome anschauen.
Schade und für mich ein wenig unverständlich, dass dieser Film so gegen Matrix (der im selben Jahr erschienen ist) untergegangen ist...
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Cameron Sun, 31 Mar 2013 07:51:32 -0000
Kommentar löschenSPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
3 Gedanken:
- Gegen Ende werden wir zweimal Zeuge, wie sich die reale Welt als virtuell erweist - es wird uns der Boden unter den Füssen weggerissen. Die finale Szene könnte als weiterer Twist verstanden werden - oder auch nicht; aber diese Frage stellt sich gar nicht in erster Linie. Denn das Schockierende, beklemmende an diesem Film ist, dass er auf ewig so weitergehen könnte, wie er endet: Eine Ebene nach der Anderen erweist sich als Spiel, nicht nur drei Mal, sondern unendlich viel Mal. Das Muster wiederholt sich, ist endlos, wir sind vielleicht in einer Schleife gefangen wie die computerentwickelten Spielfiguren.
- "eXistenZ" ist ein extrem konzentrierter Film. Seine Sogwirkung auf den Zuschauer ist dadurch unglaublich stark. Ebenso die düstere Grundstimmung oder die paranoide Angst.
- Zuweilen hölzernes Spiel der Schauspieler legitimiert sich dadurch, dass alles nur Figuren sind, die möglicherweise nachlässig programmiert worden sind.
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DrPhil Sat, 23 Mar 2013 16:56:45 -0000
Kommentar löschenAm Anfang dachte ich … [aufgrund von Spoiler herausgenommen].
Gegen Ende dachte ich dann … [aufgrund von Spoiler herausgenommen].
Ich finde den Film gut, weil … [aufgrund von Spoiler herausgenommen].
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derrotetee Tue, 19 Mar 2013 19:31:52 -0000
Kommentar löschenin seiner art zu grotesk und bizarr. ich bin aus dem film nicht wirklich schlau geworden.
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8martin Sun, 17 Mar 2013 17:40:08 -0000
Kommentar löschenSeine Filme sind nicht nach jedermanns Geschmack, aber ein anspruchsvolles Niveau ist unbestreitbar vorhanden. Cronenberg bietet ein intellektuelles Konstrukt, das vom Zuschauer Fantasie und Schwielen im Gemüt erfordert. Es ist nichts für Zartbesaitete. Es gibt bewusst eingesetzte Schocker mit ausreichend Blut, aufkommender Ekel muss unterdrückt und die akustische Schmerzgrenze sollte ziemlich hochgelegt werden. Die sich bekämpfenden Gruppen sind klar fest gelegt, meistens werden die Bösewichte vom großen Ungekannten – einem Konzern z.B. ‘Antenna Research‘ – angeführt. Das Ganze beruht auf einer pseudo-wissenschaftlichen Basis, wird daher mit vielen Fachausdrücken (z.B. ‘verrückte Osmose‘) und technischem Schnickschnack untermauert und in eine Krimi-Handlung verpackt. Unterwegs verlieren viele Menschen ihr Leben und am Ende schafft ein ironischer, verbaler Schlenker (‘Hab ich gewonnen?‘) den Weg zurück in die wie auch immer geartete Zukunft. Hier geht es um Videogames, in denen die Kombattanten eine Rolle übernehmen. Das ist viel aufregender als das richtige Leben. Es gibt Wechsel von der einen Ebene in die andere und wieder zurück. Das ist gut gemacht, freilich an Bedingungen gebunden (s. oben). Ein ‘Bioport‘ in der Wirbelsäule ermöglicht das Rollenspiel. Spieleerfinderin Allegra (J.J. Leigh) jagt zusammen mit einem Praktikanten (Jude Law) durch die Ebenen. Beide erleiden viel und wenn es blutig wird, war’s ja nur im Videogame nicht in der Realität. Das ist schrecklich schöne Unterhaltung, ekelerregend spannend. Man fühlt sich wie beim Tätowieren.
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movie.max Sat, 16 Mar 2013 13:23:35 -0000
Kommentar löschenKreuz und quer durch Fleisch, Knochen, Haut, Fisch, Organe und Gequatsche. Dazu inszeniert Cronenberg seine Geschichte um Realität und Spielwelt minimalistisch: Wenig Sets, viel Dialog, wenig Action, viel Gewalt. Blut, Schleim, Gabber und Surreales. Fantasie, Wendungen, Fragen, Fragen, Fragen und Bioports. "Moment... Bioports? Steckt man sich dort das Scartkabel direkt an die Wirbelsäule, um zu spielen?" - "Ja auch, aber in erster Linie ist das wie ein kleines A-Loch, an dem wir uns gegenseitig rumspielen." Ich liebe Cronenberg.
Brian's Mum hat gesagt: "Sex, Sex, Sex - das ist alles, woran sie denken." Und ich möchte mal in Croni's Kopf und mich so richtig fertig machen lassen.
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Memduman Sat, 16 Mar 2013 13:34:42 -0000
Antwort löschenVerdammt, habe trotz der ganzen tollen Cronenberg-Texte doch glatt gestern vergessen, den aufzunehmen. ARRRRR!
Und die Dialogzeilen sind wirklich aus dem Film? XD
movie.max Sat, 16 Mar 2013 13:40:32 -0000
Antwort löschenNein sind sie nicht. Das erste ist eher ein Auszug aus dem Dialog zwischen meinen Hirnhälften und das zweite stammt aus 'Life of Brian'. Sie sollen dich nur scharfmachen auf Cronenberg.
Den krassesten Monolog gibt es eher in 'Naked Lunch', wenn es um das A-Loch geht, dass mehr zu sagen hat, als der Mann dem es gehört. :D
Birti Sat, 16 Mar 2013 09:28:26 -0000
Kommentar löschenKeine Bewertung - bin eingeschlafen.... aber das was ich gesehen habe, lohnt sich für mich nicht, diesen Film erneut zu versuchen.
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movie.max Sat, 16 Mar 2013 13:12:11 -0000
Antwort löschenschade
Miami Twice Fri, 15 Mar 2013 11:32:55 -0000
Kommentar löschenVor Jahren mal gesehen und er hat mir nicht gefallen. Nun beim 2x gucken hat mich der Film doch gepackt - mit seiner eigen Art mit der Realität umzugehen das ist einfach interessant. Ein toller Cast, eine spezielle Story - das macht den Film aus.
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Vergalduk Sun, 24 Feb 2013 19:24:47 -0000
Kommentar löschenIch brauchte wirklich lange, um diesen Film tatsächlich zu mögen. Als Jugendlicher für wenige Euro gekauft, fand ich den Science-Fiction-Streifen mit der reichlich obskuren Story, dem verwirrenden Verlauf und der merkwürdigen Inszenierung einfach nur langatmig.
Erst ein paar Jahre später und nach mehrmaligem Ansehen habe ich endlich den Zugang zu "eXistenZ" gefunden und endlich machte alles, was mich vorher gestört hatte, Sinn. Ich würde nicht sagen, dass der Cyber-Thriller ein Meisterwerk ist oder ähnlich kompromisslos wie "Videodrome" (auch von David Cronenberg), ich mag aber den surrealen Charakter des Plots und als Videospielefan muss man sich "eXistenZ" auf jeden Fall ansehen. Ob man die Darsteller Jennifer Jason Leigh und Jude Law mit ihrer naiven und den restlichen Cast mit seiner hölzernen Art dann auch mag, muss jeder selbsr wissen.
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Simon Moon Sat, 09 Mar 2013 18:46:26 -0000
Antwort löschenCronenberg ist eben so ein spezieller Fall, entweder man mag ihn oder eben nicht (was ja für Kanadier eh so zutrifft). Ich finde auch das "eXistenZ" durch mehrfach ansehen nur gewinnt. Wobei der mir schon beim ersten Mal sehr gefallen hat. Cronenbergs Filme sind eben sehr eigen, da treffen gute Drehbücher auf echte Drehfreude seitens des Regisseurs und zumal ist Cronenberg auch einer der wenigen (so in der Art von Paul Verhoeven oder Terry Gilliam und früher mal John Carpenter) die sich einen feuchten Kehrricht dafür interessieren was das Publikum davon hält. Dafür gibt es natürlich kaum Unterstützung seitens Hollywood, aber sie drehen eben doch.
dAShEIKO Mon, 04 Feb 2013 11:37:44 -0000
Kommentar löschenVideodrome...nur anders
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taumeltierchen Fri, 01 Feb 2013 10:54:36 -0000
Kommentar löschenDas was also eXistenZ... Ich hab ihn ungefähr 5x neu angefangen zu gucken weil mich dieses ganze ecklige Bioportgeschwabbel immer wieder abgeschreckt hat. Wieso nur muss der Croneberg das so widerlich darstellen? Definitv nicht meins!
Zur Story: Ich fand es generell gut, dass man nie wusste woran man ist, aber müssen die Schauspieler deswegen so hölzern wirken? Jeder einzelne von Ihnen kann das definitv besser. In meinen Augen wurde da sehr viel Potenzial verschenkt.
Der Twist ist auch mehr als vorhersehbar. Zumindest heute und mit Filmen wie Inception, Shutter Island, und und und durchgenuddelt. Damals bestimmt eine super Sache! Und das soll wirklich nicht Ironisch klingen.
Im Ganzen war ich aber eher enttäuscht und geekelt, als das ich den Film genießen konnte. Aber jedem das Seine.
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horro Sun, 23 Dec 2012 22:30:39 -0000
Kommentar löschenJahre später Cronenberg's Weiterentwicklung von Videodrome ... gelungen!
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Frankenchrist Wed, 19 Dec 2012 13:52:44 -0000
Kommentar löschenZunächst Realitätsflucht, dann Realitätsverlust: Wäre der Film heute entstanden, die WoW-Fangemeinde empfände ihn wohl als Angriff und wäre dagegen Sturm gelaufen. Videospieler allgemein, da es der Film m.E. auch darauf anlegt, diese Gemeinde negativ darzustellen ... eXistenZ, das ist ein sehr interessanter philosophischer postmoderner Gedanke. Aber: Eine Knüller-Idee reicht oftmals eben nicht, um einen Film gut zu machen (o Wunder). So geht selbiger denn auch unter in einer schwachen bis ideenlosen Umsetzung; und mit haufenweise skurrilen Einfällen - über die ich nur den Kopf verständnislos schütteln kann - und einer nicht immer einleuchtenden Handlung hat man hier jene tolle Ausgangsidee überschüttet und verpanscht (und sogar die ist wohl eher nicht Cronenberg selbst gutzuschreiben). Schauspielerisch blass bis wertlos (gut, vielleicht trägt die deutsche Synchro auch einen Teil bei zu dem Eindruck), inszenatorisch von solide über belanglos bis billig (Carpenter hat viele Jahre früher vorgemacht, wie mutierte Monsterwesen zu animieren sind). Waren diese Viecher und Gedärme und all das Blut wirklich nötig? Um die virtuelle Realität darzustellen? Ginge das nicht mit feineren Mitteln, musste es so plakativ sein? Für mich war irgendwann der Zeitpunkt gekommen, wo ich die Geschichte nicht mehr ernst nehmen konnte, alles erschien zu absurd (jaja, das ist alles nur virtuell). Und kulinarisch nicht gerade etwas für Feinschmecker. Wozu übrigens das Ekelelement? Nur um des Ekeleffekts willen? Nur eines von vielen Beispielen, was im Film für mich keinen Sinn ergibt. Was bleibt sind zwei starke Szenen und geistiges Futter zum Nachgrübeln. Dafür hätte es allerdings keines Filmes bedurft; Zeit und Geld zu investieren etwa in ein Buch zum Thema Ontologie, oder was auch immer in der Philosophie, wäre wohl fruchtbringender.
Fazit: Eher enttäuschend eingedenk des ungenutzten Potenzials, das Cronenberg und (seine) Filmidee zweifellos gehabt hätten, weshalb ich ehrlich gesagt auch etwas verärgert bin (wenn ich mir vorstelle, wie gut der Film sein hätte können, hätte man ihn nicht so verhunzt).
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HulktopF Sat, 16 Mar 2013 14:12:39 -0000
Antwort löschenlol ein tipp, cronenbergfilme sind von körperhorrr triefend zumeist.
das ist eines seiner markenzeichen, du solltest dann anscheinend lieber keine cronenbergfilme anschaun wenn du diese bilder nciht erträgst.
Frankenchrist Sat, 16 Mar 2013 16:10:41 -0000
Antwort löschenWer sagt, dass ich die Bilder nicht ertrage? Das tu ich sehr wohl. Ich frage nur, was sie hier zu suchen haben. Cronenberg kann von mir aus jeden kranken Mist zeigen, solange er sich etwas dabei gedacht hat, wie es zur Handlung oder zur Aussage des Films passt. Da reicht es mir nicht einfach zu sagen, das sei sein Markenzeichen. Auch ein Markenzeichen braucht seine Daseinsberechtigung. Und was heißt, ich sollte besser keine Cronenberg-Filme anschauen. Hätte ich auf dich gehört, dann hätte ich nie A History of Violence kennen gelernt, den ich herausragend finde. Leider kann ich nicht zu all seinen Filmen einen Zugang finden, aber deswegen werde ich sicherlich den Teufel tun und um all seine Filme in Zukunft einen weiten Bogen machen. Wäre es nicht schade, wenn mir dadurch solche Perlen entgingen?
Shritz Sun, 04 Nov 2012 19:25:22 -0000
Kommentar löschenDie Welt ist heute in so vielen Bereichen automatisiert und mechanisch, dass teilweise sogar die Menschen denen man begegnet, wie programmiert erscheinen. Ein Großteil des Tages wird virtuell verbracht, jedes Update überprüft, jeder Klatsch verfolgt, man fühlt sich manchmal wie abgekapselt, wenn man nicht auf virtuellem Wege Kontakt zu seinen Mitmenschen aufnehmen kann.
Wenn unser Leben bereits solche Formen angenommen hat, wieso dann nicht den letzten Schritt gehen und sich vollkommen in eine artifizielle Welt stürzen? Eine Welt, die unserer zum verwechseln ähnlich ist, in der wir sein können wer wir wollen, wenn wir es im echten Leben schon nicht geschafft haben. Ja, wäre das nicht schön, wenn es so einfach wäre?
Oder sind wir diesen Schritt vielleicht sogar schon gegangen? Befinden wir uns jetzt bereits dieser künstlichen Welt? Sagt es mir, sind wir immer noch im Spiel?
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jacker Tue, 09 Oct 2012 08:01:42 -0000
Kommentar löschenIch liebe sowas!
Völlige Infragestellung der Realität, Undurchsichtigkeit des Seins, Schichtung und Verzahnung der Daseinsebenen, Verlorenheit im eigenen Bewusstsein..
Darum liebe ich "Matrix", darum liebe ich "Inception", darum werde ich auch "eXistenZ" lieben. Erstgenannte Filme sind natürlich die Mainstremvertreter dieser Thematik, wer also mehr kennt und Empfehlungen hat, her damit!
"eXistenZ" zeichnet eine Zukunft, die technologisch weit fortgeschritten den Gamer zur Konsole umfunktioniert, das Spiel wird nicht mehr länger als dritte Person konsumiert, der Spieler wird das Spiel, es ist in einem, man ist in ihm. Virtuelle Realität wird zur Realität. Die alles entscheidende Frage:
Wie merkt man noch den Unterschied?
Interessant ist an diesem Film nicht nur die Thematik, sondern vor allem auch die Umsetzung!
Wo zumeist eine technologisch weit entwickelte Zukunft als Hight-Tech und Hochglanzwelt mit vielen bunten Dioden dargestellt wird, schafft Cronenberg Pistolen, Controller, Kabel, etc. aus lebendiger Biomasse, der digitale Virus wird zur Gewebe zerstörenden Krankheit, die technologische Science-Fiction zum butcher-Geschmadder.
Man muss sie schon mögen, diese untypische, schleimig widerliche Art der Darstellung, wer z.B. mit "Naked Lunch" (optisch) nichts anfangen konnte wird an "eXistenZ" erst recht verzweifeln und sich wahrscheinlich ein wenig veräppelt fühlen (die Grenze zwischen Faszination und Lächerlichkeit ist schmal).
Schade eigentlich nur, dass Dafoe lediglich eine sehr kleine Rolle abbekommen hat, er ist doch wie geschaffen für solche düsteren Geschichten.
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schoschi Mon, 21 Jan 2013 23:00:30 -0000
Antwort löschenZum 1 Absatz: 13th floor geht auch in die Richtung
jacker Tue, 22 Jan 2013 08:56:30 -0000
Antwort löschenDer ist auch nicht schlecht, lässt aber leider einen ebenfalls ziemlich guten Ansatz /gute Grundidee unter zu viel Standard-Stilistik verschwinden: Überkitschige Liebesgeschichte, bombastischer Score, etc.
Das nimmt der sehr nachdenklichen Thematik etwas den Wind aus den Segeln.
Aber danke für den Tipp!
schoschi Tue, 22 Jan 2013 11:23:00 -0000
Antwort löschenGerne :) Dann lege ich doch noch "Dark City" nach, denn da bleibt recht viel Raum für die Thematik "Was macht einen Charakter bzw. die menschliche Individualität aus?"
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jacker Tue, 22 Jan 2013 11:26:10 -0000
Antwort löschenSauber.
Kenne ich auch, fand ich auch richtig gut!
Nicht so extrem phänomenal wie viele hier auf MP (oft 9-10 Punkte), aber dennoch sehr stark! Kann man viel drüber nachdenken und hinterfragen!
Und was kommt jetzt? :)
schoschi Tue, 22 Jan 2013 11:54:07 -0000
Antwort löschenNu fallen mir keine Filme mehr ein, die in die genannte Richtung gehen... Eine völlig andere Richtung, nämlich Doku, aber verwandt im Sinne "stellt Fragen auf & lässt Zuschauern Raum zur Beschäftigung damit" wäre Into Eternity - finde ich richtig gut gelungen und inhaltlich interessant.