Eyes Wide Shut
GB 1999 — Kritik
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Könner treten an - 2012 vs. 2001
2009/11/13 15:00:00
So ähnlich sind die Filmtitel und doch trennen die Filme und die Regisseure Welten. Macht nichts, sagen wir und stellen Roland Emmerich und Stanley Kubrick in den Ring. Wie geht der Fight der Woche aus?
Kritiker — Ganz gut 6.9
Der Film Eyes Wide Shut wurde von 38 Kritikern bewertet.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
[···]„Eyes wide shut“ - Die Augen weit geschlossen. Allein der Titel führt auf die richtige Fährte. Meiner Meinung nach stellt auch „Eyes wide shut“ eine direkte Kritik an der Gesellschaft da. Genauer gesagt thematisiert Kubrick die Unfähigkeit der Menschen auf ehrliche Art und Weise über ihre Bedürfnisse innerhalb einer Beziehung zu kommunizieren. „Die Augen weit geschlossen“ - Die Wahrheit wird gesehen, jedoch ignoriert. Was aber ist die Wahrheit? Kubrick skizziert die menschliche Beziehungen, in diesem Fall die Ehe, als gesellschaftliches Konstrukt unserer Zivilisation,[···]
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Ob nun Vermächtnis oder Meisterwerk - man braucht derartige Superlative gar nicht, um ungeachtetet geringfügiger Einwände die Qualität dieses Films zu erfassen. So genau und gefühlvoll wird selten erzählt. Und dabei gibt Kubrick auch eine Antwort, was übrigbleibt, wenn alle Masken fallen, wenn alle Ideologien, Lügen, aber eben auch produktiven Scheingeflechte und Lebenslügen zerstört sind. Was für letzte Worte eines der ganz großen Filmemacher des Jahrhunderts, der wie wenige ein Philosoph war, kompromißlos und konsequent, gnadenlos, aber nicht aus persönlicher Eitelkeit versucht hat, den großen Fragen nicht auszuweichen sondern auf den Grund zu gehen: "Laß uns ficken!"
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alviesinger: Frankfurter Stadtkurier
Traumnovelle, Kubricks letzter Film...und an was erinnere ich mich schlußendlich? Die nackte Kidman! War doch gar nicht so schlecht.
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Kommentare — Ganz gut 6.7
Der Film Eyes Wide Shut wurde von 2361 Mitgliedern bewertet.
Strikerth 2010/01/24 02:02:34
Wie bei Odysee im Weltraum bleibt Kubrick viele Erklärungen schuldig, denn er schafft es nicht aus wunderbarer Musik und einer soliden Story außer seinem Namen ein Meisterwerk zu schaffen. Allein ein Name kann nicht den ganzen Film beeinflussen, doch so denken wohl einnige beim schauen seiner Filme. Ein Kubrick ist mehr als nur pures Zelluloid aber nicht mehr als das, denn er verpasst oft wichtige Sprünge zwischen Handlung und Spannungsaufbau. So kommt es vor das dabei nur eines wichtig erscheint, nämlich die Story. Ich kann mir nicht recht erklären warum ein Regisseur mit so viel Talent nicht fähig ist seine Gedanken in Bilder zu fassen. Wieso bekommt er nicht klare Schlüsse hin die für den Zuschauer eindeutig sind? Ich muss doch nicht jeden Film von ihm mit einem Schreibblock oder Lexikon verfolgen damit ich verstehe worauf er hinnaus will. Aber kommem wir mal zum Punkt, denn "Eyes Wide Shut" ist nicht schlecht doch fehlt viel zum Meisterwerk. Musik und Schauspieler sprechen eine deutliche Sprache die vom Zuschauer anhand fehlender Kenntnisse nicht verstanden werden kann. Spannend ist der Film nur in der Mitte wobei er, doch am Ende mehr und mehr zeigt das etwas fehlt. Als würde jemand das Ende herrausgeschnitten haben und nun denken keiner würde etwas merken. Wahr aber komisch, aber so ist er numal unser Kubrick. Eine Wundertüte die, doch keine Wunder enthält doch jedesmal von ihren Fans mit staunen und jubel aufgemacht wird mit der Erwartung, doch noch etwas zu finden wo wiederrum nichts ist. Schade eigentlich.
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Tyler__Durden 2010/01/24 10:18:33
Da ich gerade keine Zeit habe gegen jedes Wort Berufung einzulegen (obwohl der Text ja schön geschrieben ist) lass ich kurz Herrn Gilliam für mich sprechen.
http://www.youtube.com/watch?v=CAKS3rdYTpI
Fulsome. 2010/01/24 10:47:52
Ja, das sind sie - diese Kritiker - sich leicht aus dem Konzept bringen lassen und dann andere für sich sprechen lassen :>
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Tyler__Durden 2010/02/08 00:23:36
Zum Glück bin ich kein Kritiker sondern User.^^
Um jetzt aber mal den Fanboy Modus Anzuschalten und dir zu wieder sprechen,
EWS ist definitiv keine Wundertüte da all die Wunder die der Film zu bieten hat niemals in eine Wundertüte passen würde. Vielleicht warst du einfach nur von so viel Qualität geschockt und deshalb diese Bewertung.Wer weiß.
Strikerth 2010/02/08 01:31:47
Dann hätte er es lassen sollen. Paaah. Bei Twelve Monkeys klappt es doch auch. Spannung, Nervenkitzel, Verwirrung oder auch nur blanker Horror wenn es um unsere Geselschaft geht. Wieso klappt es dort sich Dinge selber zu beantworten und nachzudenken aber trotzdem unterhalten zu werden? Der Film bietet so viel was er nicht zeigt aber zeigt mehr und unterhält dabei. Bei EWS war es wieder zu wenig Unterhaltung und zu viel beharren auf einer Szene. Es hat sich nichts bewegt und blieb fast stetisch gleich aber was rede ich da nur.. war ja eh nicht alles im Film weil Zelluloid zu Ende war oder Kubrick kein Ende fand. Das kommt davon wenn man so viel sich zu einem Film denkt, aber nicht mehr alles in diese Tüte passt. :D
Jason Bourne 2010/01/09 11:55:19
Ich hab den Film immernoch nicht ganz verstanden . Aber er hatte was
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Parz!val 2010/01/08 21:23:55
Schwierig. Kubrick versucht sich an einem Drama über Sexualität, und bekommt das auch weitestgehend hin. Von den Bildern und der Musik absolut top, und auch Cruise/Kidman können überzeugen. Leider verliert sich der Film manchmal in seiner Tiefe, sodass er zähflüssig als bedeutungsschwangeres Alterswerk des großen Meisters in der Gesamtheut bleibt.
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BigDi 2009/12/10 18:33:35
Nachdem er sich in "Shining" dem puren, ungefilterten Wahnsinn, in "2001" dem von Menschenhand geschaffenem Bösen (sowie auch dem Unbekannten irgendwo dadraußen) und in "Uhrwerk Orange" dem Wesen der Gewalt widmete, begibt sich Stynley Kubrick in seinem letzten Werk auf eine Reise in die Tiefe der menschlichen Lust und ihrem Konflikt mit gesellschaftlichen und sozialen Zwängen. Und auch dieses Thema kann er vorzüglich meistern, wenn auch der Film auf der reinen Eindrucksebene um einiges besser funktioniert als auf einer Bedeutungsebene, so ist dieser Eindruck ein sehr starker und wirkt sehr lange nach.
Schon zu Beginn beeindruckt der Film mit großartiger, nahezu feierlicher Musik, die erste Einstellung zeigt kurz eine sich entblößende Frau. Damit ist auch der Grundton gesetzt, wenn auch mehr auf symbolischer Ebene: Ein stilvoller Seelenstriptease der Hauptfiguren, leicht distanziert und analytisch. Nach einem Partybesuch, bei dem sich das Ehepaar Bill und Alice wunderbar treu bleibt und sich somit als das perfekte Paar präsentiert, kommt der Bruch in verbaler Form: Bei einer nach und nach eskalierender Unterhaltung der beiden (u.a. angeregt durch Drogenkonsum) gesteht Alice ihre sexuellen Fantasien sowie einen früheren Beinahe-Fremdgang. Beinahe, wohlgemerkt, doch Bill, bis dahin absolut von der Treue seiner Frau überzeugt - diese Bekenntnis sorgt bei dieser für einen grandiosen Lachanfall - ist zutiefst geschockt. Aufgrund des Todesfalls eines Freundes außer Haus gerufen, nutz er sogleich dies Gelegenheit, um seinen wirren Gedanken in den dunklen Straßen der Stadt freien Lauf zu lassen. Es beginnt ein nächtlicher Streifgang, stets ganz nahe an der Grenze zwischen Treue und Verführung...
Von den inszenatorischen Qualitäten von Stanley Kubrick muss man nicht allzu viel erzählen, seine audiovisuelle Perfektion sollte den meisten bekannt sein. Auch in "Eyes Wide Shut" stimmt jede Einstellung, jeder Schnitt, jede Bewegung, selten sieht man Bilder von einer solchen Klarheit und einer solch reinen und doch faszinierenden Exposition. Tom Cruises Reise durch die Nacht ist ein Fest für die Augen, verwirrend und magisch zugleich. Seine Begegnungen mit den verschiedenen skurillen Figuren hinterlassen einen bleibenden Eindruck, sein Wandel am Grat zwischen der Vernunft und der Lust amüsiert und verstört zugleich, besonders beim Höhepunkt auf dem Anwesen, dem Monument der ungebändigten Sexualität, welches jedoch gar lebensgefährlich zu sein scheint. Ist es das denn wirklich oder ist alles nur eine Täuschung? Verschiedene Indizien sprechen für beides, die Verwirrung ist perfekt. Umso gruseliger die Zusammenhänge zwischen Bills Erlebnissen und Alices Träumen - oder ist alles Geschehene nur ein Traum, eine Illusion, von der Lust auf die Lust verursacht? Ob nun ein Rätsel oder die Inszenierung eines Rätsels, der Film strahlt eine seltsame Faszination aus. Stanley Kubrick schafft hier mit seinem letzten Werk ein sehr ästhetisches und betörendes Meisterwerk über das Wesen der Lust und dessen Konflikt mit dem von der Gesellschaft geforderten Bund der Ehe, welches lediglich unter der in diesem Sinne moralisch oftmals sehr befreiten heutigen Gesellschaft leidet, wodurch der Kontrast nicht die gewollten Ausmaße erreicht. Dennoch, auch in heutiger Sicht ist der Film ein echtes Erlebnis, ein letztes, gemeines Vermächtnis des vielleicht besten Regiesseurs aller Zeiten, dazu noch mit einem der lakonischsten, aber gleichzeitig auch einem der ausdrucksvollsten Schlusssätze aller Zeiten. Danke, Mr.Kubrick, für alles, womit Sie die Filmkulturlandschaft bereichert haben.
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Tyler__Durden 2009/12/08 20:33:51
Stanley Kubrick's letztes Geschenk für die Menschheit.
Ein Bewusstseinserweiternder Film, mit Glanzleistungen von Kidman und Cruise. Voll versteckter Symbolik und gekonnter Farbenspielerei lässt Kubrick uns mit Weit Geschlossenen Augen einen Blick auf unsere Gesellschaft riskieren.
Mit 2001, sein wohl bester Film der mich jedes mal aufs neue umhaut.(Und das meine ich wörtlich!)
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stalker 2009/12/09 08:11:56
Genau!
Tyler__Durden 2009/12/09 18:17:53
Danke!
Aufgabe 2009/11/09 02:52:33
was "hautnah" versäumt, zeigt "eyes wide shut" in einfacher weise auf: die fähigkeit kommunikation zu versuchen.
auslöser sind in beiden filmen emotinale verletzungen, durch untreue und lüge. während in "hautnah" der grad der verletzung nur gesteigert wird , schaut kubrick in den kopf des verletzten und macht deutlich, dass einfaches zurückschlagen in keinster weise hilft. das resultat wäre nur wahnsinn und sinnlose umherirren. in einer großen leeren stadt nur allein mit dem kopf, mit den bildern. im prinzip entlarvt "eyes wide shut" das, was "hautnah" zeigt: die unfähigkeit zwischenmenschlichen daseins.
und so ist es nur konsequent, dass der geschlagene, verletzte protagonist zu seiner frau zurückkehrt und mit ihr spricht. kommunikation ist wichtig, denn kommunikation klärt auf. und genau weil der held dies über weite strecken des filmes nicht tut, gerät er weiter in seinen eigenen strudel.
nur das ende offenbart hoffnung, hoffnung durch kommunikation. das man seine eigenen übermäßigen gefühle kontrollieren, sie besser in eine richtung steuern soll, ist nicht neu. das hat schon der olle lessing gewusst. arthur schnitzler auch. und nun eben auch kubrick.
das geistige "erwachen", das "öffnen der augen" wurde kongenial umgesetzt, weil kubricks inszenierung selbst eine ruhe und leichte schwere ausstrahlt, die den zuschauer in einen traumzustand versetzt. 150 minuten schwebezustand mit einem ende, dass was zu bieten hat.
im gegensatz zu "hautnah". der originaltitel ist mit "closer" dahingehend gut gewählt. das öffnet sich nämlich gar nichts.
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Gavin 2009/09/28 16:57:57
"Die Wirklichkeit unseres Lebens kann niemals die volle Wahrheit sein."
Vorab: Ich liebe Stanley Kubrick. Dieser Mann hat perfekte Filme gedreht, die vor allem in den Aspekten der Schauschpielerei, Musik und Intensität brillieren.
Eyes Wide Shut war sein letztes Kunstwerk, vollendet im Jahre 1999, begonnen drei Jahre zuvor. Kubrick starb zwei Tage nach der Beendigung des Schnitts. In diesem Film, im Übrigen mit einer Laufzeit von ca. 150 Minuten, thematisiert die Ehe der zwei Persönlichkeiten Bill und Alice Harford, die seit neun Jahren verheiratet sind un eine siebenjährige Tochter haben. Behandelt werden ihre Gelüste, ihre Fantasien, ihre Furcht vor dem Erwachen.
Allein die eröffende Sequenz, unterlegt mit dem wundervollen zweiten Walzer von Schostakowitsch zeigt auf, was man erwarten kann. Große Freizügigkeit, sowie Realismus gepaart mit dem notwendigen Bruchteil an Zynismus und Verständnis.
Bill und Alice brechen auf, zur Party von Victor Ziegler, einem engeren Freund, auf der beide Partner mit anderen Menschen flirten, ohne jedoch zu einem Ergebnis zu kommen. Sie besinnen sich ihres Bündnisses, doch der nächste Tag verändert die Situation. Alice gesteht ihrem Mann ihn in Gedanken betrogen zu haben. Sie hätte keine Sekunde gezögert, ihr Leben mit ihm und der gemeinsamen Tochter aufzugeben, hätte ein bestimmter Mann es nur gefordert. Bill zerbicht innerlich an diesem Faktum, vernachlässigt die Realität und wandert durch die Straßen, die ihn sogleich zurück werfen in das Thema der Sexualität und Liebe, sei sie gekauft oder verdient. Schließlich findet er sich auf einer Orgie wieder, unheimlich ernsthaft und ominös betrieben. Er wird enttarnt und gewarnt. Sein Verstand und die Liebe zu seiner Frau scheinen ihm zu entgleiten.
So viel zur Story, deren Ausmaße man sich von Zeit zu Zeit bewusst machen muss, denn der Konflikt findet unter der Oberfläche statt, wird verarbeitet in Handlungen, Gedanken und Gesichtern, nicht zwangsläufig in Worten.
Ich habe sowohl von Tom Cruise als auch Nicole Kidman keine besonders hohe Meinung. Ersterer wandelt auf religiösen Abgründen und dreht zuweilen extrem schlechte bis hin zu grausig unerheblichen Filme. Letztere war mir schlicht nie als besonderes interessant aufgefallen. Doch keine Frage, das Wesen der Schauspielerei, das mir am wichtigsten ist, haben beide äußerst gut verinnerlicht. Glaubwürdigkeit und Pathos. Vor allem Mimik, auf die Kubrick immer großen Wert legte, scheint hier perfektioniert geworden zu sein. Dass Kidman und Cruise zu diesem Zeiptunkt noch ein Ehepaar waren tat der ganzen Angelegenheit sicherlich auch nicht schlecht.
Letztlich bleibt es eine Story, die mich nicht all zu sehr vom Hocker reißt. Doch Kubrick hat nunmal seinen eigenen Stil und so gelang auch seine letzte Arbeit.
Lange Kamerafahrten, ruhige Schnitte, die richtigen Dialoge, eingestreute merkwürdige Nebensituationen, ein Spannungsbogen, wie man ihn selten findet. Kubrick könnte einen Mann sieben Blocks wandern und die Geschäfte betrachten lassen, es würde mich unterhalten.
Ich glaube nicht, dass Kubricks Arbeit oder wahlweise dieser spezielle Film jedem gefällt, denn er ist eigen und für viele womöglich langweilig. Doch im Gegensatz zu theoretisch ähnlich konstruierten Filmen wie beispielsweise "Der gute Hirte" hat Eyes Wide Shut etwas an sich, das ihn durchgehend interessant und spannend macht. Sei es die Liebe zum Detail, die große Forderung, die Kubrick stets an die Schauspieler stellte, die Unverblümtheit oder die Geschichte. Dies ist ein großartiger Film und er erhält zehn Punkte.
Gavin
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Zitrone 2009/09/25 20:39:45
Konnte mit Eyes Wide Shut wenig anfangen. Nur weil Stanley Kubrick ihn gemacht hat ist es für mich kein Meisterwerk.
Der Film ist mit seinen 153 Minuten eindeutig zu lang. An einigen Stellen zieht sich das Geschehen zu sehr.
Tom Cruise und Nicole Kidman spielen passabel mehr aber auch nicht.
So richtig schlau wird man aus dem Gesehenen irgendwie nicht. Nach dem Ende hab ich mich schon gefragt was das alles sollte. Außerdem war die eingespielte Klaviermusik nervtötend. Brauch ich kein zweites Mal.
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Tyler 2009/09/25 22:39:11
ganz genau! Vollkommen unnötig der Film, und wer will schon Tom Cruise nacktsehen? Dieses Geklimper ging echt gar nicht... http://www.youtube.com/watch?v=v8OPzOafBkY
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Schlegel 2009/10/26 16:54:33
Also "das Geklimper" ist immerhin von Ligeti. "Musica Ricercata" wurde kurz vor dem Ungarnaufstand 1956 in Budapest komponiert und ist u. a. Ausdruck eines Ohnmachtsgefühls. Kubrick hat solche Querverweise gerne genutzt und seinen Filmen damit einen gehörigen Mehrwert verschafft. Wenn das heutzutage nicht mehr verstanden wird, ist das wohl weder Kubrick noch Ligeti anzulasten. Und noch was: Kubrick hat sich fast penibel an Schnitzlers Traumnovelle gehalten. Viele Kritikpunkte müssten im Grunde an den alten Wiener durchgereicht werden, wollte man konsequent sein. Macht natürlich keiner, denn wer liest schon noch Schnitzler?!
Marie Krolock 2009/11/04 04:09:05
Ich habe die Traumnovelle gelesen, der Film hat mir allerdings besser gefallen.
synthax 2009/09/17 13:21:28
Kleine Anmerkung: der Autor von "Traumnovelle" heisst SCHNITZLER.
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Abronsius 2009/07/25 17:59:56
Merkwürdig-hat mich verunsichert.
Trotz Kidman/Cru..Sektenheini
grandios/berauschend gefilmt.
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Chrusuchopf 2009/06/07 19:47:25
Was für ein Schluss :)
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fontanus 2009/05/31 12:07:28
Was Kubrick ausmacht, meiner Meinung nach, ist, die so gar nicht leichten Geschichten in stets unnachahmlicher Optik zu kleiden. Es zahlt sich vermutlich aus, als Regisseur auch ein genialer Fotograf zu sein. Ich stehe (besser: sitze) davor wie vor einem Kunstgemälde und bekomme einen Impuls nach dem anderen zu interpretieren und zu ergründen. Bis mir klar wird, dass ich das gar nicht muss, und tatsächlich: das Ende des Films befreit, wenn ich mir dessen bewusst bin. Das Ehepaar Cruise ist dem Ganzen möglichweise auf den Leim gegangen als es es sich anschließend getrennt hat. Der Film bleibt aber ein Genuss - ein schönes Erbe von einem der ambitioniertesten Filmermacher aller Zeiten
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guggenheim 2009/05/06 14:41:17
Langatmig und falsch besetzt. Cruise und Kidman sind dermaßen gefühllos, da hätte man auch zwei Baumstämme nehmen können!
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Nemsis 2009/03/31 01:54:59
Nur die Szenen auf dem Anwesen fande ich klasse gemacht.
Der rest des Filmes war für mich aber zu langweilig.
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MasterTNQ 2009/03/28 18:43:12
"Eyes Wide Shut" ist ein faszinierender, aber gleichzeitig auch ziemlich verstörender Trip durch sexuelles Verlangen, gegenseitiges Misstrauen und tiefe Abgründe der menschlichen Seele.
Kubrick stellt den menschlichen Sex als abstoßend dar und zeigt unwirkliche Bilder, die alles andere als erotisch sind. Obwohl viel nackte Haut gezeigt wird, fühlt sich der Zuschauer von Szene zu Szene unwohler und möchte am liebsten dieser Odyssee entfliehen.
Die düstere und durchweg bedrohliche Atmosphäre bannt das Publikum allerdings mit einer unbändigen Wucht vor den Bildschirm und lässt einen die Geschichte erleben, als sei man selbst ein Teil davon.
Der Soundtrack ist gruselig und geheimnisvoll und trägt einen maßgeblichen Teil zu der stimmungsvollen Atmosphäre bei.
Kameratechnisch darf der Zuschauer sich wieder einmal an seichten Steadicam-Aufnahmen satt sehen, die das gemächliche Tempo des Filmes gut unterstreichen.
Doch die eigentlich Stärke liegt in der verstörenden Kraft dieses Meisterwerkes, die das Unterbewusstsein direkt anzusprechen scheint und einen natürlichen Fluchtreflex auslöst. Man sieht diesen Film nicht nur, man erlebt ihn. Und das ist es, was "Eyes Wide Shut" zu etwas ganz besonderem macht.
Leider ist dies der letzte Film vom Meister Stanely Kubrick geblieben, aber es ist ein wahrlich würdiges Vermächtnis, das nicht minder erschütternd geraten ist, als jeder andere Streifen dieses Regisseurs.
Ich verweise als Abschluss noch einmal auf den meiner Meinung nach besten Schlusssatz für einen Film, den ich jemals gehört habe und kann "Eyes Wide Shut" jedem Filmliebhaber nur wärmstens ans Herz legen.
Sofern er den Mumm hat sich größtmöglichem Unbehagen auszusetzen.
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stalker 2009/03/06 17:13:52
Ein Rausch der Sinne. Das Werk eines Genies!
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KlapTrap 2008/09/07 17:40:18
Traumwandlerisch schlingert das Leben von William Hartford,und zugleich die Atmosphäre von EWS,ohne jemals in eine der möglichen Extreme zu kipppen.
Jeder Satz bedingt den nächsten,jedes Zahnrad sitzt an seiner Stelle und jede Szene stützt die nächste.
Die ganz große Kunst,steckt nicht in all den Fassaden;Deutungen und Bildern die EWS auffährt,sie steckt in einer Dramarturgie,die unter Verlust auch nur eines kleinen Teilchens,sofort in sich zusammenbrechen würde.
Das sie es nicht tut,bebildert den ganzen Mikro und Makrokosmus des Perfektionswahns Kubricks.
Wäre nur Kidmann in der Lage gewesen,die wirkliche Glaubwürdigkeit ihres Dillemmas abzuliefern (die Kiff-Szene war unter aller Sau -die Partyszene an der Grenze des Glaubhaften) ,die Höchstnote wäre fällig gewesen.
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Kubrick_obscura 2008/06/08 01:32:14
Kubricks schwierigster Film!
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peacemaker_no1 2008/05/27 22:07:32
Stellenweise ganz nett aber meist einfach zu viel Kurbick.
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klaus00763 2008/05/11 11:38:42
Top Film, wie alle anderen auch von Stanley Kubrick!!
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Mr.Floppy 2008/03/30 17:06:20
Was passiert hier und warum? Das bleiben nach über 150 Minuten unbeantwortete Fragen. Eine Regie mit Fable für Halluzinogen und ein Mimik-Toter Cruise tun ihr übriges.
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alanger 2008/03/27 14:16:09
@Olilotron: kann man so stehen lassen, aber was bitte soll: "...anämische Nicole Kidman"?? nix gegen NICOLE!!
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Olilotron 2008/03/27 14:07:26
äh..."fuck"? teils eigenwillige verfilmung einer populären novelle mit psychologischem Anspruch, interessanter Musik und schönen Kostümen. Vermutlich war die Vorgabe, dass keines der Mädchen (die alle gute Brüste haben) auch nur ein Grämmchen mehr wiegen durfte als die anämische Nicole Kidman. Trotzdem irgendwie scharf. Nicht durchgängig spannend, leidet der Film vor allem unter Tom Cruise`Standartgesicht und einer nicht immer geglückten Transfomration in die Neuzeit. Obwohl zweifelsfrei sehenswert, der schwächste Kubrick.
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JimiHendrix 2008/03/21 20:37:40
Schon allein, sexy Nicole Kidman macht ihn sehenswert, aber auch so top;-)
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Abadon 2008/02/18 19:04:20
interessante umsetzung der traumnovelle inhaltlich und indem er sich in der inszenierung auf den "maskenball" konzentriert, macht kubrick alles richtig. und ja - ein toller schlusssatz. tom cruise ist leider tom cruise aber seine rolle spielt er hier gut, da sollte man mal die kunst für sich betrachten. dieser film explodiert förmlich im kopf und schafft sich raum, setzt sich fest wie ein wunderschöner parasit.
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hummelchen 2008/02/14 14:57:45
Ein spätes Meisterwerk - zum Glück noch zur Vollendung gekommen. Von vielen vollkommen zu unrecht unterschätzt!
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alter.native 2008/01/10 14:32:14
Beziehungskistenträumetechnisch nicht schlecht und Frau Kidman lohnt schon das Ansehen. Weiß gar nicht, ob hier schon jemand den Schluss-Satz als Lieblingszitat gebracht hat - aber das würde ja dann gemeldet werden.
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Kersten 2008/01/10 13:28:10
Fantastisch!
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Flick 2008/01/02 19:18:47
Gar nicht sexy, aber beindruckende Persönlichkeitsstudie eines von Außen aalglattens New Yorker Ehepaares...Intime Einblicke von der Kidman, aber das wars auch schon von ihr...
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paul_denton 2007/12/19 17:45:09
tom cruise schlecht, nicole kidman ganz gut aber nach dem film und der ehe tausendmal besser. kubrick hätte ein besseres vermächtnis verdient.aber schlecht war der film trotzdem nicht.
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