[...] Mit „Falling Down“ gelang Joel Schumacher ein intensives Drama mit einer sehr interessanten und schließlich sehr tragischen Hauptfigur, bei der man als Zuschauer mit seinen Gefühlen zwischen Verständnis und Schock schwankt. Auch die Ausarbeitung des Polizeibeamten kurz vorm Ruhestand als Gegenpol ist sehr gelungen, da die Figur, wenn auch auf weniger spektakuläre Weise, ähnlich viel Tiefe erhält. Der Film stützt sich erfolgreich auf beklemmende Atmosphäre und Charakterzeichnung, wobei der Zuschauer mit einer sich stetig zuspitzenden, nicht selten brutalen Handlung und einigen schwarzhumorigen Einlagen bei Laune gehalten wird. Vieles wirkt zwar ziemlich konstruiert, doch vor allem wenn man die verschiedenen Etappen auf dem Weg des „D-FENS“-Manns etwas sinnbildlich betrachtet, erhält man einige tiefgründige Denkanstöße und zum Teil sogar eine beängstigende Nähe zum wahren Leben. Ein bisschen „D-FENS“ schlummert in jedem von uns.
Michael Douglas agiert in Höchstform als Hauptprotagonist, der gegen gesellschaftliche Missstände aufbegehrt. Wenn auch teilweise drastisch dargestellt individualisiert Schumacher die Probleme unserer Gesellschaft, indem er Douglas, der von seiner Umwelt erdrückt wird, seinen persönlichen 'way of shame' gehen lässt...
Ein brutaler und ehrlicher Blick in die Wut in uns allen.
Der seltene Fall eines guten Joel Schumacher-Films, vielleicht seine beste Arbeit!
Douglas ist brilliant als Stino dessen Welt aus den Fugen gerät.
"Gucken Sie sich das Bild da oben an: Der Burger ist saftig und sieben Zentimeter dick. Und jetzt sehen Sie sich dieses jämmerliche kleine Ding hier an. Kann mir irgendjemand sagen, was an dem Bild da oben nicht stimmt?" - Mehr muss man dazu nicht sagen.
"I've passed the point of no return. Do you know what that is, Beth? That's the point in a journey where it's more difficult to go back to the beginning. It's like when those astronauts got in trouble. I don't know, somebody messed up, and they had to get them back to Earth. But they had passed the point of no return. They were on the other side of the moon and were out of contact for like hours. Everybody waited to see if a bunch of dead guys in a can would pop out the other side. Well, that's me. I'm on the other side of the moon now and everybody is going to have to wait until I pop out."
Wir verstehen ihn alle, wir alle können sein Tun und Denken nachvollziehen und wir alle haben es ein wenig in uns. Das ist es was den Zuschauer anspricht, ein Thema aus dem Alltag: Wut auf den Kapitalismus, Wut auf die Tücken der heutigen Welt, Wut auf die Gesellschaft. Und alles staut sich bis oben an, alle Kleinigkeiten. Dann folgt die Explosion.
"Falling Down" ist ein Ausnahmewerk von Joel Schumacher, er erschuf den Charakter William "D-Fens" Foster um den Zuschauer daran zu erinnern, in was für einer Gesellschaft er lebt und wie normal es geworden ist, von der Werbung beschissen zu werden und in einer, ja ich sage jetzt mal verschmutzten Welt zu leben. Selten habe ich einen Amokläufer so gut verstehen und am traurigen Ende auch bemitleiden können. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass ich dies unterstütze, ich war die ganze Zeit in einem Art Zwiespalt: Ich war dermassen schockiert, doch konnte D-Fens verstehen. Und genau das ist wohl auch Schumachers Absicht gewesen, er stellte alles total übertrieben dar. Michael Douglas in der Hauptrolle ist einfach überragend, genau der richtige Mann dafür. Auch den Nebencharakteren, vor allem Robert Duvall als Prendergast wurde viel Tiefe verliehen, so harmonieren die Schauspieler in ihren sehr verschiedenartigen Rollen immer sehr gut.
Auch wenn der Aufbau des Plots teilweise holprig und nicht wirklich immer glaubwürdig ist, "Falling Down" ist emotional mitreissend, spannend, actiongeladen und schauspielerisch herausragend. Über die Moral des Filmes lässt sich vielleicht streiten, doch D-Fens bekommt am Ende ja seine gerechte Strafe. Mich regte der Film mit seiner Botschaft auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ein hervorragender Film.
Falling Down ist ein wahres Meisterwerk von Joel Schumacher. Der Film erzählt zwei Geschichten die von Robert Duval und die von Michael Douglas die einen heissen Tag in L.A erleben anfangs wirkt Robert Duval gefühlslos und unrealistisch mit der zeit verändert sich der Charakter von Duval, Douglas hingegen zeigt zwei Gesichter während des Films einerseits als Psychopat und anderseits als mitfühlender Familienvater
Es können die kleinen Dinge sein, die einen typischen Durchschnittsbürger zur Weisglut bringen. Kleine Dinge wie eine nervige Fliege oder ein elendiger Stau oder aber sogar eine ansatzweise unaushaltbare Hitze. Aber wenn diese kleinen Dinge sich mit größeren Problemen wie der Trennung der Ehefrau, der Abgeschiedenheit des eigenen Kindes und dem Verlust des Arbeitsplatzes mischen, kann es in einem Menschen nicht nur brodeln, es kann sogar zur innerlichen Explosion kommen. So verlässt du wutentbrannt und voller Aggressionen dein Auto und möchtest einfach nur nach Hause. Aber wo ist dein Zuhause, wenn dich deine Frau nicht mehr sehen will und du dein Kind nicht mehr sehen darfst? Es ist da wo du hingehörst. Bei deiner Familie. So gehst du also durch die Straßen von L.A. und versuchst dich abzureagieren. Doch das ist nicht so einfach, wenn du bereits auf hundertachtzig bist und dich dir Menschen in den Weg stellen, die dich immer und immer weiter reizen. Irgendwann ist es genug und du beschließt eine Art Amoklauf zu starten, in dem du gnadenlos mit allem abrechnest, was dir in dieser Gesellschaft nicht passt. Plötzlich siehst du in dir einen ganz anderen Menschen und bist alles andere als "D-Fens", was an deinem Wagen steht. Ob es die zeitlichen Einschränkungen sind. Ob es die übertriebenen Lebensmittelpreise sind. Oder ob es einfach nur die Arten und Weisen sind, wie die Menschen mit dir umgehen, du ignorierst zum ersten Mal sämtliche Ärgernisse von denen du heutzutage eingeschränkt bist oder die dich zur Fassungslosigkeit treiben. So gehst du nun also durch die Straßen und richtest dir dein Leben einen Tag mal so ein, wie dir es passt. Und bei Weigerungen oder bei Menschen, die nicht deinem Ideal entsprechen muss es nun auch mal über Leichen gehen, denn sonst lernt die Gesellschaft anscheinend nichts.
Es ist schon beeindruckend wie einem "ein ganz normaler Tag" auf die Knochen gehen kann und einem der Adrenalinpegel auf ein unermessliches steigen kann. Aber so ist das Leben einfach. Die Menschen sind an die täglichen Ärgernisse bereits so gewöhnt, dass einem fast nichts mehr schocken kann und man schon gar nicht den Mut hat eine Aktion zu starten, wie es der hier dargestellte William 'D-Fens' Foster macht und einfach mal alle Gesetze zu umgehen. Aber ist so etwas zu machen eher dumm oder ist es doch eher eine innerliche Befreiung, mit der du dir deinem alltäglichen Stress und deiner vielleicht sogar noch viel größeren Probleme endlich mal Luft machen kannst? Es ist zumindest eine psychische Extremsituation, ob du nun in der Hitze im engen Auto im Stau sitzen bleibst oder ob du deinem Zorn freien Lauf lässt. Aber um beim Film zu bleiben möchte ich "Falling down" abschließend eine absolute Realitätsnähe zusprechen, in welcher Form noch kein Psychothriller oder Psychodrama versuchte, Gesellschaftskritik zu üben. Und dieser Versuch ist mehr als gelungen.
Der Film hat mich enttäuscht. Ohne den grandiosen Michael Douglas wäre der Streifen ein Nichts von einem Nichts in der staubigen Luft von LA. Den lächerlichen Bürstenhaarschnitt hätte er übrigens gar nicht nötig gehabt, das ist plumpe Symbolik. Joel Schumacher ist mir noch nie durch besonders kreative Leistungen auf dem Regiestuhl aufgefallen, er bietet immer belanglosen, großspurig aufgeblasenen Durchschnitt ab. So auch hier. Das schlichte Drehbuch und die Kleinmütigkeit bei der Umsetzung einer im Kern guten Idee machen es nicht besser. Es ist eben NICHT ein ganz normaler Bürger, was von politischer Brisanz hätte sein können, der hier durchdreht, sondern ein bereits vorher psychopathisch schwer gestörter Mann, was sich im Laufe der Filmhandlung immer weiter herausschält. Das ist langweilig und nimmt der Thematik ihre Brisanz. Das wird in dem irren Verhalten, das die Mutter schildert, ebenso deutlich wie in den Andeutungen der Ex und in den Schnippseln aus alten Familienvideos. So bleibt es dann ein durchschnittlicher Thriller mit etwas Bla Bla. Von Warner Brothers ist wohl auch kaum mehr zu erwarten. Ein paar nette groteske Szenen wie die auf dem Golfplatz und im Burger-Restaurant reißen es dann auch nicht mehr heraus. Zumal die Mitspieler gegen Douglas einfach untergehen und schauspielerisch nicht mithalten können, selbst nicht der sonst immer so gute Robert Duvall. Einzig L.A. punktet als dreckige Diva und heimliche Hauptdarstellerin. Das Ganze hat Peter Bogdanovich rund 25 Jahre früher mit Target - Bewegliche Ziele wesentlich besser und eindringlicher hingekriegt.
Ein Mann will nur nach Hause. Doch der Alltag macht es ihm ein bisschen schwer. Ein gut inszenierter Film von Schumacher mit einem sarkastischen Unterton. Und Michael Douglas spielt die Rolle exzellent!
Ich finde die Story an sich ist eigentlich viel zu simple und einfach, ich würde fast schon sagen langweilig gestrickt, weshalb meiner Meinung nach der Film keine hohe Bewertung verdient hat.
Dazu komm ALLERDINGS, dass er so viele Emotionen bietet beziehungsweise Gefühle zeigt, sodass er nach meiner Bewertung schlussendlich doch auf 7 Punkte kommt.
Dieser Film zeigt besser als die meisten Anderen, dass in erster Linie das Umfeld den Menschen prägt. D-Fens Psyche ist von dem schwierigen Verhältniss zu seiner Mutter, seiner zerstörten Beziehung zu seiner Frau + seiner Tochter und dem Verlust seines Jobs, für den er praktisch gelebt hat, in die Ecke gedrängt worden. In dieser Situation ist er ein Pullverfaß, dass schließlich explodiert. Mit jeder seiner Taten wird er gewaltätiger, doch zwischenzeitlich blitzt immer wieder der liebende Vater und der eigentlich gute Mensch auf. Wo seine Entwicklung geändet hätte, sagt ihm schließlich der Polizist, was er selbst noch für unmöglich hält. Man kriegt im Prinzip die Kausalität dieser Entwicklung vor Augen geführt und muss erkennen, dass die Gesellschaft, manchmal ohne das es ihr bewusst ist, Täter und Opfer in einer Person kreiert.
Ein Film der zum Nachdenken anregt. Ein Durchschnittsbürger geriet in Situationen, die genau zu Zeiten einer seiner labilen psychischen Phasen eintreffen. Eine Geschichte, die nur zu oft in der Realität zu beobachten ist. Ich hoffe, dieses Filmgut wird nie in Vergessenheit geraten.
Der geilste Streifen überhaupt! Ein absolutes MUSS!
Gesellschaftskritik vom allerfeinsten, das ist Falling Down, denn was hier (vom Hauptprotagonisten) kritisiert wird sind oft lächerlich wirkende kleinigkeiten.
Dinge über die sich ein normaler Mensch im Alltäglichen Leben vermutlich kaum Gedanken macht und das sind viele sachen, angefangen bei den Preisen für ne Dose Cola, der Tatsache das man beim Kauf von Lebensmitteln selten das bekommt was einem Bilder eben jener versprechen, wie doof Golf eigentlich ist und der wirklich traurigen Tatsache das Schönheitschirurgen oft mehr verdienen als Menschen die tatsächlich Leben retten oder sonst wirklich nützliches tun.
Ich habe mich nach kurzer Zeit mit der Frage konfrontiert gefühlt: Wer ist hier verrückt? Der Hauptcharakter dieses Films, oder alle anderen die das alles einfach mitmachen?
Die Antwort habe ich bis zum Ende des Films leider nicht gefunden.. vermutlich haben einfach alle einen Schaden.
Kurz und knapp: Großartiger Film der zwar mit relativ wenig Handlung auskommt, dennoch zu keinem Zeitpunkt mit unnötigen Längen zu kämpfen hat, die Schauspieler, insbesondere Michael Douglas, sind große klasse und damit ist alles gesagt :)
Guter Kommentar, allerdings ist es nicht richtig auf Schönheitschirurgen zu schimpfen. Es ist nicht so, dass die nur Brüste und Lippen aufpumpen. Viele verdienen einen guten Teil ihres Geldes damit Unfallopfer wiederherzustellen. Abgesehen davon gibt es auch noch Zeugenschutzprogramme und die Möglichkeit Leuten mit psychischen Störungen zu helfen. Die Serie Nip/Tuk hat sich damals gut und differenziert mit der Tematik auseinandergesetzt.
Leider ist es aber schon so das es viele Chirurgen mit Privatpraxis gibt die sich auf das Möpse aufpumpen und Fett absaugen spezialisiert haben und sich so dumm und dämlich verdienen wärend "richtige" Ärzte, also die die nicht in ner schicken Privatpraxis sitzen und sich ihre Kunden selbst aussuchen können, sondern die die täglich Leute auf den Tisch bekommen bei denen es um Leben oder Tod geht deutlich weniger verdienen.
Das heißt nicht das ich die Schönheitschirurgen an sich verteufele, das heißt nur das hier ein ungleichgewicht herrscht und das ich hier etwas sehe das ich für unfair halte.
Übrigens würde ich keine Serie als Quelle für solche Informationen heranziehen, ich könnte noch sehr viel mehr über Chirurgen schreiben, aber das tue ich mit absicht nicht, denn das bei Scrubs gesehene wurde noch nicht auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft ^^
William Foster ist ein krankes Arschloch. Er ist du und er ist ich. Er ist der ausbrechende Zorn in uns allen und all die aufgestauten Gefühle. Er ist der kranke Psychopath, der seine Familie liebt und trotzdem dumme Nazis killt. Michael Douglas verkörpert diese Figur einmalig mit einer geradezu stoischen Ruhe. Ein schöner Kantenschnitt, weißes Hemd mit Krawatte, eine Aktentasche dazu und fertig ist die Maskerade. Vom Stau zu Beginn des Filmes, der nicht nur Metapher, sondern auch Katalysator der Handlung ist, dürfen wir den Weg von "D-Fens" verfolgen. Trotz einiger Berechenbarkeiten bleibt der Film stets amüsant und doch gleichzeitig irgendwie erschreckend, kennen wir die Gefühle doch nur allzu gut. Irgendwie macht es uns dann zu Sadisten und wir lächzen danach zu sehen wie sich unser Protagonist gehen lässt, wie er Kioske zertrümmert, Gangmitgliedern ins Bein schießt und sich verdammt noch mal über die zusammengeklatschten Fast Food Verbrechen beschwert. Als Spiegel der Gesellschaft ist es dann umso trauriger, wenn unsere kleine Tour ein Ende hat und wir uns wieder den Geißeln des Lebens unterziehen müssen. Da gibt es dann wieder zu hohe Ladenpreise, Diskriminierung und zusammengeklatschte Burger, aber wer weiß, der nächste Stau kommt bestimmt!
„They lie to everybody. That doesn’t give you any special right to do what you did today.” Tragische Geschichte, schwer einordbar, kaum vorhandene Handlung, aber ich hab mich über 100 Minuten gut unterhalten gefühlt, hat mir gefallen.
Es ist heiß, eine Baustelle hält dich auf, du stehst im Stau, bist genervt und durch die gesamte Situation mächtig nervös. Du erträgst das lange Warten nicht mehr und machst dich auf um zu Fuß nach Hause zu gehen, eine lange hindernisreiche, ereignisvolle Reise beginnt. Warum unser Held so wütend ist erfährt man erst mit der Zeit, davor darf er noch seinen Frust über alles und die Welt rauslassen, für ihn ist die ganze Welt gegen ihn. Um mehr ging es nicht, doch manchmal ist weniger eben mehr, man muss nur wissen wie. Parallel zu Bill’s quasi Stadtspaziergang, der dem Zuseher ein paar intensive Live-Eindrucke der Kehrseiten der Stadt gewährte, ihn aber kalt lies, ermittelte ein fast pensionierter Cop den Fall des mysteriösen Amokläufers. „We are no the same. I’m an American, you are a sick asshole.” Hat funktioniert, obwohl sich die Hauptfigur alles andere als sympathisch verhielt, irgendwo konnte man seinen Ärger verstehen denke ich, lag wohl am gut spielenden Michael Douglas. So der ganz große Wurf jetzt nicht, aber stimmig und bewegend umgesetzt, einen ähnlichen Film hab ich bisher noch nicht gesehen. Hab kürzlich auch „Der Klient“ gesehen, ebenfalls von Joel Schumacher, der war allerdings deutlich schwächer, trotz vermeindlich mehr Inhalt. ;)
Wut. Wut auf die Gesellschaft. Wut auf sein Leben. Wut auf seine Mitmenschen.
Alles beginnt mit einem Stau an einem heißen Tag in Los Angeles. Stau,Hitze,Lärm und mittendrin Foster, ein Niemand, einer zwischen vielen. Doch schnell beginnt die Fassade von Foster zu bröckeln. Seine Lüftung und der Fensterhebel sind kaputt, eine Fliege schwirrt über Fosters Kopf. Und plötzlich explodiert er innerlich. Aus dem Nobody Foster, dem kleinen unscheinbaren Mann wird ein Amokläufer. Alles bricht aus dem arbeitslosen und von seiner Familie verlassenen Mann aus. Jahrelang verdrängte Wut und Enttäuschung. Erbarmungslos geht Foster gegen alles vor was ihm in die Quere kommt, ohne Rücksicht auf Verluste. Er will nach Hause, zu seinen Kindern. Möchte das alles so ist wie früher...
Anfangs fühlt der Zuschauer mit Foster und seiner Wut gegen die Gesellschaft noch mit. Wer kennt das Gefühl nicht ausrasten zu wollen, weil ein alles über den Kopf wächst? Wer hat sich nicht schon mal über überteuerte Preise aufgeregt? Doch Foster wird immer erbarmungsloser. Er nimmt alles in Kauf um nach Hause zukommen. Gespielt durch den grandiosen Michael Douglas, wird Foster immer mehr zum Psychopathen.
Der Film zeigt, dass der Mensch vielmehr ist als seine Fassade. Jeder Mensch hat das Potential zu einem Mörder zu werden. Der Film übt Kritik an unserer Gesellschaft, doch ohne erhobenen Zeigefinger. Er zeigt, dass man seine Wut nicht runterspielen sollte, sich nicht mit seinem Schicksal zufrieden geben sollte, den irgendwann ist bei jedem Menschen das Maß voll und je später dies ist desto verheerender. An Foster wird deutlich,wie weit es kommen kann, wenn man alles nur in sich hineinfrisst.
"Someday a real rain will come and wash all this scum off the streets."
Travis Bickle
Leider regnet es an diesem Tage in L.A. nicht. Es ist wie meistens: Stau, eine Hitze, die die Luft zum Flimmern bringt und dieses ganze ätzende Gewürm auf den Straßen. Penner, Idioten, Kinder, selbsternannte Fahrlehrer....
Irgendwann geht es einfach nicht mehr, manche haben viel Geduld, manche haben wenig bis gar keine Geduld, aber niemand hat unendlichen Langmut. Manche kanalisieren ihre unterdrückte Wut und ihren Frust, ihre eigene Traurigkeit mit Alkohol, manche betrügen ihre Partner, manche schaffen sich Kinder an in der Hoffnung auf neues Glück, manche gehen in ein Fußballstadion und pöbeln, manche schreiben Romane über frigide Vampire, manche lackieren ihre Autos mit Effektlack, manche lassen sich von fiktiven Figuren das Leben leiten, wieder andere motzen im Internet über Filme und ganz besondere versuchen ihre Traurigkeit und Leere damit zu bewältigen, dass sie sich auf einer Kirmes mit billigem Fusel betrinken und anschließend (oder parallel) versuchen, entsprechende Sexualpartner zu finden.
William Foster hatte mal Frau und Kind. Sie sind nicht etwa gestorben oder entführt worden, nein, er hat sie vertrieben. Seine persönlichen Schwächen machten offenbar ein Zusammenleben mit ihm schwer erträglich oder gar unmöglich. Aber wie ein Großteil der Menschen sucht er den Grund für sein Scheitern zuletzt bei sich selbst.
Auch fehlt ihm offenbar ein Ventil für Trauer, Wut und Frust. Und so steht er im für Los Angeles typischen Stau, arbeitslos und desillusioniert.
Dann schließlich bricht es aus ihm heraus....
Douglas bringt diesen scheinbar introvertierten Typ und seine Explosivität verdammt gut rüber. Die durch L.A. stapfende Gestalt, die in der festen Überzeugung aufräumt, eine Art Gerechtigkeit durchzusetzen.
Und wie lebensnah ist das denn, trotz aller dichterischen Freiheit und cineastischer Überspitzung? Wieviele von uns können schon reinen Gewissens behaupten, nie der Fantasie nachgehangen zu haben, dem einen oder anderen Idioten mal eine Abreibung zu verpassen (der eine oder andere hat das Gerüchten zufolge sogar schon getan) oder sich der Illusion hingegeben zu haben, wie viel besser es wäre (selbstverständlich für die gesamte Menschheit), wenn man das alleinige Sagen hätte?
Foster ist das audiovisuelle Ventil für den Zuschauer, dank ihm können wir uns von der Couch aus an unseren indirekten Rachegelüsten verlustieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Wir sind Voyeur und Täter. Aber eben mit Carte Blanche. Wir sind furchtbar gefährlich, aber uns kann nichts gefährlicher werden als wir selbst, wenn wir uns in der Werbepause auf dem Weg zum Kühlschrank oder zum Klo den Fuß anhauen.
Foster hat es nicht so gut, denn während er mehr oder minder freiwillig in immer intensivere Auseinandersetzungen stolpert, begibt sich der alternde Cop Prendergast an seinem letzten Arbeitstag auf die Spur unseres "Helden". Duvall ist als eben dieser Bulle so bemitleidenswert liebenswürdig und doch tough, dass man dieser Jagd auf Distanz noch viel länger zuschauen könnte.
Der Rest der Rollen ist in seinen Klischees gefangen und soll dies wohl auch sein.
Lediglich Karina Arroyave als Latina-Gangbraut und Frederic Forrest als überdrehter nazimäßiger Ladenbesitzer können abseits der Präsenz der beiden Hauptfiguren noch ein wenig Licht verbreiten.
Und wenn Douglas dann mit Beretta M9, M-72, Ingram MAC10, Remington 870, Baseballschläger und Uzi spielt, dann passt auch die Action mit ihrer morbiden, beinahe widerlichen Faszination unseres Wissens um das Falsche, aber eben dessen gleichzeitigen Genuss.
James Newton Howard baut hier einmal mehr einen sehr unauffälligen, minimalistischen Score, der aber zu den richtigen Momenten in der Lage ist, einen förmlich fühlbaren Tritt auszuteilen.
Regisseur Schumacher baute in seinem letzten rundum gelungenen Film den genreüblichen stereotypen Showdown zu einem zynisch erhobenen Mittelfinger um und läßt Duvall das Privileg eines gelungenen Abganges.
Ein Film, so gewöhnlich und fies wie jeder von uns, nur eben in einer seltsamen Poesie weitergesponnen. Und das ist das eigentliche Moment dieses Werkes.
Ich weiß nicht warum, aber mir gefällt der Film nicht.
Der Protagonist kann mir nicht sympathisch werden, seine Entrüstung über die Burger
will mir nicht so recht glaubhaft erscheinen. Die Machart des Films vermittelt eher Depression als Aggression und die Auslöser sind in meinen Augen nicht überzeugend für eine mehr oder weniger als "normal" dargestellte Persönlichkeit.
Eingeworfene Sprüche, die wohl witzig rüberkommen sollen, machens auch nicht gerade besser. Und gegen Ende verliert sich der Film auf einmal in derart schmalzigen Hollywood-Kitsch, dass er auch den Rest seiner Autenzität einbüßt.
Fazit: na ja. Stellenweise amüsant schwarzhumorig.
Beides sind vollkommen undifferenzierte Pauschalaussagen, die die Qualität der Aussage, Amokläufe kämen von Computerspielen, nicht wesentlich übertreffen.
@Ichundso: Ständig müssen hier irgendwelche Kinners ihren Senf dazugeben. Meine Aussagen stimmen. Mensch, informier dich vorher. Google es.
Und wie kommst du auf Computerspiele? Komm gelesen und braingestormt?
Der Film beschreibt eben den ganz normalen Wahnsinn.
Der Protagonist ist alles andere als "normal".
Die Machart soll weder Depressionen noch Aggressionen vermitteln. Vielmehr ist es eine einigermaßen subtile und durchaus glaubwürdige Charakterdarstellung eines psychisch und emotional schwer gestörten Menschen, dem beim kleinsten Anlaß komplett die Sicherungen durchknallen.
Auf dieser Seite sind 16 Filme über 5 Punkte, 3 darunter.
Selektive Wahrnehmung?
Meine Argumente? Ich hatte nicht vor, hier zu argumentieren, ich bin kein bezahlter Kritiker. Ich schreibe das, was ich bei einem Film empfinde- meine subjektive Meinung.
1. Ich hab mehr positive Rezis im Profil als du.
2. Um sich eine Meinung zu bilden, braucht man oft Argumente. Es sei denn man will es nicht nachvollziehbar verfassen. Da hilft auch nicht das Argument "Ich bin doch kein Kritiker". Das habe ich auch nicht gesagt. Du vergisst in diesem Falle den Begriff Satire. Der Film will nicht glaubhaft und nachvollziehbar erscheinen. Er will nur mal einen zeigen, der wegen all den gewissen Dingen, die uns im Alltag hin und wieder verärgern ausrastet.
1. Wie du zu dieser Behauptung kommst, ist unklar, ist das eine grobe Schätzung?
Selbst wenn es stimmen würde - na und was dann?
Ich kann nix dafür dass du so positiv drauf bist... XD
Möchtest du das jetzt irgendwie als unnormal auslegen, wenn man negativer bewertet als du?
Aber grundsätzlich: Es ist mir egal, was du mehr als ich hast. *
2. Du, ich lege bei dieser Kritik keinen Wert darauf, dass man meine Meinung nachvollziehen kann. Entweder sieht man es so wie ich, oder auch nicht, auch gut, jedem das Seine. Ich habe nicht so viel Zeit, hier Filmanalysen zu schreiben und bei manchen Filmen auch keine Lust darauf.
3. Dass das satirisch gemeinter Film ist, weiß ich. FINDE ICH ABER NICHT amüsant, wie bereits oben geschrieben.
@fkfilmkritik
Mich beschleicht das Gefühl, dass Du den Film nicht ganz erfasst hast.
Der Film will eben nicht einfach nur einen zeigen der mal ausrastet, sondern zeigt eine, hinter der Fassade eines Normalos, zutiefst gestörte Persönlichkeit.
Und das schafft er sehr glaubhaft.
Der Film beschreibt auf psychologisch glaubhafte Weise die Persönlichkeit eines "typischen" Amokläufers.
Das war eigentlich an fkfilmkritik gerichtet.
Aber für Dich gilt das auch.
Ich kann sehr wohl andere Meinungen tolerieren.
Sofern ich das als Laienpsychologe beurteilen kann, gibt es schon auffällige Ähnlichkeiten im Charakter und der Persönlichkeit vieler solcher Täter.
Und der Film stellt das intelligent und glaubwürdig dar.
Fand ich keine Spur rührselig.
Logiklücken sind mir keine aufgefallen.
Die passive Aggressivität des Protagonisten, die sich beim geringsten Anlaß im Amoklauf entzündet, das Selbstmitleid, die Egozentrik...
Hier würde ich auf keinen Fall von Wischi Waschi-Küchenpsychologie sprechen.
Auch wie der erfahrene Cop, gut dargestellt von Robert Duvall, den Täter früh durchschaut, war absolut glaubwürdig.
@morlock: Oh sorry, ich habe euch beide verwechselt. Peinlich...
Aber moment mal :-D
Welche Ähnlichkeiten im Profil "solcher Täter" meinst du?
Natürlich gibts manche Eigenschaften, die auf Amokläufer manchmal zutreffen, die aber auf wesentlich mehr Nichtamokläufer genausogut zutreffen. Passiv-aggressiv, egozentrisch und selbstmitleidig zu sein, macht noch lange keinen Amokläufer, ebensowenig wie der Eheverlust, Kind zu vermissen oder Job zu verlieren. Und nicht mal all das zusammen macht einen zu einem prädistinierten Amokläufer.
In diesem Film werden Antworten suggeriert, wo keine sind:
der Typ läuft Amok, obwohl er vorher psychisch unauffällig war, Job und Familie hatte (das heißt dass er durchaus in der Lage war, am gesellschaftl. Leben teilnehmen und auch mit Enttäuschungen klarzukommen) usw?
Außerdem: Vor dem Amoklauf erfolgt, so meines Wissens nach, eine Phase mit der gedanklichen Reinsteigerung in die Gewaltphantasien und eine lange Vorbereitungsphase.
Der Film hast mit typischen Amoklauf wenig zu tun..
Was mich stört, ist folgendes: Ich habe den Verdacht, dass viele Menschen die sich oft über evtl. die selben oder ähnliche Kleinigkeiten aufregen, eine gewisse Befriedigung verspüren, den "kleinen Mann" so derart eines Tages ausrasten zu sehen und es "allen zu zeigen"... Aber anstatt sich darauf argumentatorisch zu beschränken, werden irgendwelche tiefenpsychologische Dinge hineininterpretiert, wo es nix zu interpretieren gibt.
Der hatte den Job geschmissen und das Sorgerecht entzogen bekommen.;)
Die Frau hatte Angst vor ihm.
Der kleine aber feine Unterschied zwischen einem Amoktäter und Normalo ist nunmal der, dass der Normalo nicht gleich die Wumme auspackt, wenn er im Laden nicht gleich bedient wird.
Falling Down beginnt als herrlich gesellschaftskritischer, fast satirischer Film, der einen Mann zeigt, der das Chaos der modernen Welt nicht richtig verarbeiten kann und schließlich Amok läuft. Es ist eine Entwicklung, die man aufgrund ihrer überspitzten Form nicht 100% nachvollziehen kann und so nimmt man die Handlung eher humorvoll war. Der wütende Großstädter ist herrlich cholerisch gespielt von Michael Douglas, der sich gegen einen erfahrenen Cop, ebenfalls gut gespielt von Robert Duvall, behaupten muss. Im letzten Drittel entwickelt sich Falling Down immer mehr zu einem klassischen Actionfilm und schließt leider wenig einfallsreich. Vom etwas schwächeren letzten Drittel mal abgesehen ist Falling Down jedoch tolles Kino mit einigen guten Szenen.
Ich glaube ich habe einfach zu lange gewartet um diesen Film zu sehen. Immer wieder hörte ich positives, wie gut der Film ist etc. Meine Erwartungen waren wohl etwas zu hoch. Ich finde den Film schon recht gut, aber er haut mich auch nicht vom Hocker.
Die Story mit dem Polizisten nebst Frau hätte es überhaupt nicht gebraucht. Spoiler: Polizist, letzter Tag vor dem Ruhstand, natürlich mit tragischer Geschichte, muss noch einen letzten Fall lösen. Nein, das ist mir echt zuviel. Spoiler ende! Lieber hätte ich mir noch den ein oder anderen Ausraster von Michael Douglas gewünscht, die mir sehr gut gefallen haben. In vielen Dingen konnte ich das alles nachvollziehen. Ich sage nur Burger, überteuerte Getränke....
Es war mir doch etwas zuviel des guten das er immer mehr und bessere Waffen gefunden hatte. Wäre meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen.
Richtig gehend geungen finde ich die anfangszene. Eine Situation in der sich nahezu jeder reinversetzten kann.
Ich werde mir den Film aber noch ein zweimal anschauen. Vielleicht ist mir einfach das ein oder andere entgangen ;)
Dümmlich-aggressive, unlogische und sich ständig selbst widersprechende Stimme des Pöbels, die sich im späteren Verlauf zu einem in Mittelmaß und Durchschnittlichkeit unübertreffbaren Thriller verwandelt.
"Gucken Sie sich das Bild da oben an: Der Burger ist saftig und sieben Zentimeter dick. Und jetzt sehen Sie sich dieses jämmerliche kleine Ding hier an. Kann mir irgendjemand sagen, was an dem Bild da oben nicht stimmt?"
'Falling Down' ist ein wirklich interessantes Projekt von Regisseur Joel Schumacher. Die Geschichte über einen Mann (Michael Douglas), der seine Familie und seinen Job verloren hat und nun an der Gesellschaft Rache nehmen will. Auf seinem Rachefeldzug durch Los Angeles ertappte ich mich als Zuschauer nicht nur einmal dabei, dass ich mir in Wirklichkeit oft die selben Gedanken wie der Protagonist mache. Einen grandiosen Ansatz kann man dem Film also nicht verübeln.
Jedoch ist die Geschichte in manchen Momenten dermaßen unlogisch - wie zum Beispiel, dass Michael Douglas auf seinem Trip durch absolute Zufälle in den Besitz immer besserer Waffen gelangt. Michael Douglas spielt gewohnt lässig, ganz besonders in den Szenen, in denen er seine One-Man-Show abziehen darf. Darin spiegelt sich aber gleichzeitig das Problem, dass er seinem Charakter kaum Facetten und Tiefe verleihen kann.
Der Inhalt des Films, die Kritik an der Gesellschaft, ist sehr interessant und ideenreich gestaltet, jedoch teilweise viel zu überspitzt dargestellt, als wolle man dem Zuschauer keinen Raum geben, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das Ende schließlich erstickt in ärgerlichem Kitsch.
Der Kampf mit dem täglichen Leben, mit Situationen, welche uns die Nerven kosten. Mit schwarzen Humor und kontroversen Szenen steigt der Film sehr überzeugend in seine Thematik ein, gleitet jedoch gen Ende immer mehr in Unkonsequenz ab. Langatmigkeit und Enttäuschung sind die Folge, denn es wäre so viel mehr möglich gewesen.
@hoffman587: Ich sage halt, wenn mich was stört. ;) Ich habe übrigens vergessen, wie sehr mich die Dummheit der Polizei in dem Film stört.
@facepalm: Danke, so stehe ich zumindest nicht alleine da. -.-
Falling Down - Kritik
US 1993 Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 03.06.1993
Kritiken (3) — Film: Falling Down
Flibbo: wieistderfilm.de
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Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)
Kommentar löschenMichael Douglas agiert in Höchstform als Hauptprotagonist, der gegen gesellschaftliche Missstände aufbegehrt. Wenn auch teilweise drastisch dargestellt individualisiert Schumacher die Probleme unserer Gesellschaft, indem er Douglas, der von seiner Umwelt erdrückt wird, seinen persönlichen 'way of shame' gehen lässt...
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
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Der seltene Fall eines guten Joel Schumacher-Films, vielleicht seine beste Arbeit!
Douglas ist brilliant als Stino dessen Welt aus den Fugen gerät.
28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
RaekOne 2011/05/20 11:43:36
Antwort löschenDu bist wirklich geschmaklos, Junge.
König_Lustig 2011/06/02 14:17:01
Antwort löschenNee, Er hat sowas von Recht!
Alle 4 Antworten zeigen
dustyOn3 2011/06/06 11:16:40
Antwort löschenAbsolut zutreffend.
König_Lustig 2011/06/06 17:57:27
Antwort löschenDer Film ist eben ein Klassiker!
Kommentare (91) — Film: Falling Down
Kommentar schreibenManuel90 2012/02/05 17:46:07
Kommentar löschen"Gucken Sie sich das Bild da oben an: Der Burger ist saftig und sieben Zentimeter dick. Und jetzt sehen Sie sich dieses jämmerliche kleine Ding hier an. Kann mir irgendjemand sagen, was an dem Bild da oben nicht stimmt?" - Mehr muss man dazu nicht sagen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
WaaayneTrain 2012/01/03 23:04:33
Kommentar löschen"I've passed the point of no return. Do you know what that is, Beth? That's the point in a journey where it's more difficult to go back to the beginning. It's like when those astronauts got in trouble. I don't know, somebody messed up, and they had to get them back to Earth. But they had passed the point of no return. They were on the other side of the moon and were out of contact for like hours. Everybody waited to see if a bunch of dead guys in a can would pop out the other side. Well, that's me. I'm on the other side of the moon now and everybody is going to have to wait until I pop out."
Wir verstehen ihn alle, wir alle können sein Tun und Denken nachvollziehen und wir alle haben es ein wenig in uns. Das ist es was den Zuschauer anspricht, ein Thema aus dem Alltag: Wut auf den Kapitalismus, Wut auf die Tücken der heutigen Welt, Wut auf die Gesellschaft. Und alles staut sich bis oben an, alle Kleinigkeiten. Dann folgt die Explosion.
"Falling Down" ist ein Ausnahmewerk von Joel Schumacher, er erschuf den Charakter William "D-Fens" Foster um den Zuschauer daran zu erinnern, in was für einer Gesellschaft er lebt und wie normal es geworden ist, von der Werbung beschissen zu werden und in einer, ja ich sage jetzt mal verschmutzten Welt zu leben. Selten habe ich einen Amokläufer so gut verstehen und am traurigen Ende auch bemitleiden können. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass ich dies unterstütze, ich war die ganze Zeit in einem Art Zwiespalt: Ich war dermassen schockiert, doch konnte D-Fens verstehen. Und genau das ist wohl auch Schumachers Absicht gewesen, er stellte alles total übertrieben dar. Michael Douglas in der Hauptrolle ist einfach überragend, genau der richtige Mann dafür. Auch den Nebencharakteren, vor allem Robert Duvall als Prendergast wurde viel Tiefe verliehen, so harmonieren die Schauspieler in ihren sehr verschiedenartigen Rollen immer sehr gut.
Auch wenn der Aufbau des Plots teilweise holprig und nicht wirklich immer glaubwürdig ist, "Falling Down" ist emotional mitreissend, spannend, actiongeladen und schauspielerisch herausragend. Über die Moral des Filmes lässt sich vielleicht streiten, doch D-Fens bekommt am Ende ja seine gerechte Strafe. Mich regte der Film mit seiner Botschaft auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ein hervorragender Film.
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1000Mindhunter 2012/01/01 00:45:13
Kommentar löschenFalling Down ist ein wahres Meisterwerk von Joel Schumacher. Der Film erzählt zwei Geschichten die von Robert Duval und die von Michael Douglas die einen heissen Tag in L.A erleben anfangs wirkt Robert Duval gefühlslos und unrealistisch mit der zeit verändert sich der Charakter von Duval, Douglas hingegen zeigt zwei Gesichter während des Films einerseits als Psychopat und anderseits als mitfühlender Familienvater
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moviee 2011/12/18 14:49:08
Kommentar löschenEs können die kleinen Dinge sein, die einen typischen Durchschnittsbürger zur Weisglut bringen. Kleine Dinge wie eine nervige Fliege oder ein elendiger Stau oder aber sogar eine ansatzweise unaushaltbare Hitze. Aber wenn diese kleinen Dinge sich mit größeren Problemen wie der Trennung der Ehefrau, der Abgeschiedenheit des eigenen Kindes und dem Verlust des Arbeitsplatzes mischen, kann es in einem Menschen nicht nur brodeln, es kann sogar zur innerlichen Explosion kommen. So verlässt du wutentbrannt und voller Aggressionen dein Auto und möchtest einfach nur nach Hause. Aber wo ist dein Zuhause, wenn dich deine Frau nicht mehr sehen will und du dein Kind nicht mehr sehen darfst? Es ist da wo du hingehörst. Bei deiner Familie. So gehst du also durch die Straßen von L.A. und versuchst dich abzureagieren. Doch das ist nicht so einfach, wenn du bereits auf hundertachtzig bist und dich dir Menschen in den Weg stellen, die dich immer und immer weiter reizen. Irgendwann ist es genug und du beschließt eine Art Amoklauf zu starten, in dem du gnadenlos mit allem abrechnest, was dir in dieser Gesellschaft nicht passt. Plötzlich siehst du in dir einen ganz anderen Menschen und bist alles andere als "D-Fens", was an deinem Wagen steht. Ob es die zeitlichen Einschränkungen sind. Ob es die übertriebenen Lebensmittelpreise sind. Oder ob es einfach nur die Arten und Weisen sind, wie die Menschen mit dir umgehen, du ignorierst zum ersten Mal sämtliche Ärgernisse von denen du heutzutage eingeschränkt bist oder die dich zur Fassungslosigkeit treiben. So gehst du nun also durch die Straßen und richtest dir dein Leben einen Tag mal so ein, wie dir es passt. Und bei Weigerungen oder bei Menschen, die nicht deinem Ideal entsprechen muss es nun auch mal über Leichen gehen, denn sonst lernt die Gesellschaft anscheinend nichts.
Es ist schon beeindruckend wie einem "ein ganz normaler Tag" auf die Knochen gehen kann und einem der Adrenalinpegel auf ein unermessliches steigen kann. Aber so ist das Leben einfach. Die Menschen sind an die täglichen Ärgernisse bereits so gewöhnt, dass einem fast nichts mehr schocken kann und man schon gar nicht den Mut hat eine Aktion zu starten, wie es der hier dargestellte William 'D-Fens' Foster macht und einfach mal alle Gesetze zu umgehen. Aber ist so etwas zu machen eher dumm oder ist es doch eher eine innerliche Befreiung, mit der du dir deinem alltäglichen Stress und deiner vielleicht sogar noch viel größeren Probleme endlich mal Luft machen kannst? Es ist zumindest eine psychische Extremsituation, ob du nun in der Hitze im engen Auto im Stau sitzen bleibst oder ob du deinem Zorn freien Lauf lässt. Aber um beim Film zu bleiben möchte ich "Falling down" abschließend eine absolute Realitätsnähe zusprechen, in welcher Form noch kein Psychothriller oder Psychodrama versuchte, Gesellschaftskritik zu üben. Und dieser Versuch ist mehr als gelungen.
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Brigittes Helm 2011/12/18 11:09:09
Kommentar löschenDer Film hat mich enttäuscht. Ohne den grandiosen Michael Douglas wäre der Streifen ein Nichts von einem Nichts in der staubigen Luft von LA. Den lächerlichen Bürstenhaarschnitt hätte er übrigens gar nicht nötig gehabt, das ist plumpe Symbolik. Joel Schumacher ist mir noch nie durch besonders kreative Leistungen auf dem Regiestuhl aufgefallen, er bietet immer belanglosen, großspurig aufgeblasenen Durchschnitt ab. So auch hier. Das schlichte Drehbuch und die Kleinmütigkeit bei der Umsetzung einer im Kern guten Idee machen es nicht besser. Es ist eben NICHT ein ganz normaler Bürger, was von politischer Brisanz hätte sein können, der hier durchdreht, sondern ein bereits vorher psychopathisch schwer gestörter Mann, was sich im Laufe der Filmhandlung immer weiter herausschält. Das ist langweilig und nimmt der Thematik ihre Brisanz. Das wird in dem irren Verhalten, das die Mutter schildert, ebenso deutlich wie in den Andeutungen der Ex und in den Schnippseln aus alten Familienvideos. So bleibt es dann ein durchschnittlicher Thriller mit etwas Bla Bla. Von Warner Brothers ist wohl auch kaum mehr zu erwarten. Ein paar nette groteske Szenen wie die auf dem Golfplatz und im Burger-Restaurant reißen es dann auch nicht mehr heraus. Zumal die Mitspieler gegen Douglas einfach untergehen und schauspielerisch nicht mithalten können, selbst nicht der sonst immer so gute Robert Duvall. Einzig L.A. punktet als dreckige Diva und heimliche Hauptdarstellerin. Das Ganze hat Peter Bogdanovich rund 25 Jahre früher mit Target - Bewegliche Ziele wesentlich besser und eindringlicher hingekriegt.
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lori101007 2011/12/13 21:27:46
Kommentar löschenEin Mann will nur nach Hause. Doch der Alltag macht es ihm ein bisschen schwer. Ein gut inszenierter Film von Schumacher mit einem sarkastischen Unterton. Und Michael Douglas spielt die Rolle exzellent!
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Kahlewoo 2011/12/05 16:22:39
Kommentar löschenIch finde die Story an sich ist eigentlich viel zu simple und einfach, ich würde fast schon sagen langweilig gestrickt, weshalb meiner Meinung nach der Film keine hohe Bewertung verdient hat.
Dazu komm ALLERDINGS, dass er so viele Emotionen bietet beziehungsweise Gefühle zeigt, sodass er nach meiner Bewertung schlussendlich doch auf 7 Punkte kommt.
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Keky 2011/11/29 21:06:02
Kommentar löschenDieser Film zeigt besser als die meisten Anderen, dass in erster Linie das Umfeld den Menschen prägt. D-Fens Psyche ist von dem schwierigen Verhältniss zu seiner Mutter, seiner zerstörten Beziehung zu seiner Frau + seiner Tochter und dem Verlust seines Jobs, für den er praktisch gelebt hat, in die Ecke gedrängt worden. In dieser Situation ist er ein Pullverfaß, dass schließlich explodiert. Mit jeder seiner Taten wird er gewaltätiger, doch zwischenzeitlich blitzt immer wieder der liebende Vater und der eigentlich gute Mensch auf. Wo seine Entwicklung geändet hätte, sagt ihm schließlich der Polizist, was er selbst noch für unmöglich hält. Man kriegt im Prinzip die Kausalität dieser Entwicklung vor Augen geführt und muss erkennen, dass die Gesellschaft, manchmal ohne das es ihr bewusst ist, Täter und Opfer in einer Person kreiert.
Ein Film der zum Nachdenken anregt. Ein Durchschnittsbürger geriet in Situationen, die genau zu Zeiten einer seiner labilen psychischen Phasen eintreffen. Eine Geschichte, die nur zu oft in der Realität zu beobachten ist. Ich hoffe, dieses Filmgut wird nie in Vergessenheit geraten.
Der geilste Streifen überhaupt! Ein absolutes MUSS!
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GrandFada 2011/11/29 23:23:01
Antwort löschenHervorragende Kritik! Ich habe den Film bestimmt schon fünf mal geschaut und hätte es kein bisschen besser formulieren können.
Thanatos1 2011/11/26 06:12:21
Kommentar löschenGesellschaftskritik vom allerfeinsten, das ist Falling Down, denn was hier (vom Hauptprotagonisten) kritisiert wird sind oft lächerlich wirkende kleinigkeiten.
Dinge über die sich ein normaler Mensch im Alltäglichen Leben vermutlich kaum Gedanken macht und das sind viele sachen, angefangen bei den Preisen für ne Dose Cola, der Tatsache das man beim Kauf von Lebensmitteln selten das bekommt was einem Bilder eben jener versprechen, wie doof Golf eigentlich ist und der wirklich traurigen Tatsache das Schönheitschirurgen oft mehr verdienen als Menschen die tatsächlich Leben retten oder sonst wirklich nützliches tun.
Ich habe mich nach kurzer Zeit mit der Frage konfrontiert gefühlt: Wer ist hier verrückt? Der Hauptcharakter dieses Films, oder alle anderen die das alles einfach mitmachen?
Die Antwort habe ich bis zum Ende des Films leider nicht gefunden.. vermutlich haben einfach alle einen Schaden.
Kurz und knapp: Großartiger Film der zwar mit relativ wenig Handlung auskommt, dennoch zu keinem Zeitpunkt mit unnötigen Längen zu kämpfen hat, die Schauspieler, insbesondere Michael Douglas, sind große klasse und damit ist alles gesagt :)
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apov1s 2011/11/26 06:26:59
Antwort löschenGuter Kommentar, allerdings ist es nicht richtig auf Schönheitschirurgen zu schimpfen. Es ist nicht so, dass die nur Brüste und Lippen aufpumpen. Viele verdienen einen guten Teil ihres Geldes damit Unfallopfer wiederherzustellen. Abgesehen davon gibt es auch noch Zeugenschutzprogramme und die Möglichkeit Leuten mit psychischen Störungen zu helfen. Die Serie Nip/Tuk hat sich damals gut und differenziert mit der Tematik auseinandergesetzt.
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apov1s 2011/11/26 06:27:56
Antwort löschen*Thematik^^
Thanatos1 2011/11/26 17:14:40
Antwort löschenLeider ist es aber schon so das es viele Chirurgen mit Privatpraxis gibt die sich auf das Möpse aufpumpen und Fett absaugen spezialisiert haben und sich so dumm und dämlich verdienen wärend "richtige" Ärzte, also die die nicht in ner schicken Privatpraxis sitzen und sich ihre Kunden selbst aussuchen können, sondern die die täglich Leute auf den Tisch bekommen bei denen es um Leben oder Tod geht deutlich weniger verdienen.
Das heißt nicht das ich die Schönheitschirurgen an sich verteufele, das heißt nur das hier ein ungleichgewicht herrscht und das ich hier etwas sehe das ich für unfair halte.
Übrigens würde ich keine Serie als Quelle für solche Informationen heranziehen, ich könnte noch sehr viel mehr über Chirurgen schreiben, aber das tue ich mit absicht nicht, denn das bei Scrubs gesehene wurde noch nicht auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft ^^
J!GS4W 2011/11/25 21:28:44
Kommentar löschenWilliam Foster ist ein krankes Arschloch. Er ist du und er ist ich. Er ist der ausbrechende Zorn in uns allen und all die aufgestauten Gefühle. Er ist der kranke Psychopath, der seine Familie liebt und trotzdem dumme Nazis killt. Michael Douglas verkörpert diese Figur einmalig mit einer geradezu stoischen Ruhe. Ein schöner Kantenschnitt, weißes Hemd mit Krawatte, eine Aktentasche dazu und fertig ist die Maskerade. Vom Stau zu Beginn des Filmes, der nicht nur Metapher, sondern auch Katalysator der Handlung ist, dürfen wir den Weg von "D-Fens" verfolgen. Trotz einiger Berechenbarkeiten bleibt der Film stets amüsant und doch gleichzeitig irgendwie erschreckend, kennen wir die Gefühle doch nur allzu gut. Irgendwie macht es uns dann zu Sadisten und wir lächzen danach zu sehen wie sich unser Protagonist gehen lässt, wie er Kioske zertrümmert, Gangmitgliedern ins Bein schießt und sich verdammt noch mal über die zusammengeklatschten Fast Food Verbrechen beschwert. Als Spiegel der Gesellschaft ist es dann umso trauriger, wenn unsere kleine Tour ein Ende hat und wir uns wieder den Geißeln des Lebens unterziehen müssen. Da gibt es dann wieder zu hohe Ladenpreise, Diskriminierung und zusammengeklatschte Burger, aber wer weiß, der nächste Stau kommt bestimmt!
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Weltensegler 2011/10/31 23:28:08
Kommentar löschen„They lie to everybody. That doesn’t give you any special right to do what you did today.” Tragische Geschichte, schwer einordbar, kaum vorhandene Handlung, aber ich hab mich über 100 Minuten gut unterhalten gefühlt, hat mir gefallen.
Es ist heiß, eine Baustelle hält dich auf, du stehst im Stau, bist genervt und durch die gesamte Situation mächtig nervös. Du erträgst das lange Warten nicht mehr und machst dich auf um zu Fuß nach Hause zu gehen, eine lange hindernisreiche, ereignisvolle Reise beginnt. Warum unser Held so wütend ist erfährt man erst mit der Zeit, davor darf er noch seinen Frust über alles und die Welt rauslassen, für ihn ist die ganze Welt gegen ihn. Um mehr ging es nicht, doch manchmal ist weniger eben mehr, man muss nur wissen wie. Parallel zu Bill’s quasi Stadtspaziergang, der dem Zuseher ein paar intensive Live-Eindrucke der Kehrseiten der Stadt gewährte, ihn aber kalt lies, ermittelte ein fast pensionierter Cop den Fall des mysteriösen Amokläufers. „We are no the same. I’m an American, you are a sick asshole.” Hat funktioniert, obwohl sich die Hauptfigur alles andere als sympathisch verhielt, irgendwo konnte man seinen Ärger verstehen denke ich, lag wohl am gut spielenden Michael Douglas. So der ganz große Wurf jetzt nicht, aber stimmig und bewegend umgesetzt, einen ähnlichen Film hab ich bisher noch nicht gesehen. Hab kürzlich auch „Der Klient“ gesehen, ebenfalls von Joel Schumacher, der war allerdings deutlich schwächer, trotz vermeindlich mehr Inhalt. ;)
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duffy 2011/11/01 03:19:14
Antwort löschenHaste nen Lauf heute? :D
Weltensegler 2011/11/01 10:08:32
Antwort löschenSchaut so aus. :D T.B.C. ;)
alexandrasmovie 2011/10/09 21:34:32
Kommentar löschenWut. Wut auf die Gesellschaft. Wut auf sein Leben. Wut auf seine Mitmenschen.
Alles beginnt mit einem Stau an einem heißen Tag in Los Angeles. Stau,Hitze,Lärm und mittendrin Foster, ein Niemand, einer zwischen vielen. Doch schnell beginnt die Fassade von Foster zu bröckeln. Seine Lüftung und der Fensterhebel sind kaputt, eine Fliege schwirrt über Fosters Kopf. Und plötzlich explodiert er innerlich. Aus dem Nobody Foster, dem kleinen unscheinbaren Mann wird ein Amokläufer. Alles bricht aus dem arbeitslosen und von seiner Familie verlassenen Mann aus. Jahrelang verdrängte Wut und Enttäuschung. Erbarmungslos geht Foster gegen alles vor was ihm in die Quere kommt, ohne Rücksicht auf Verluste. Er will nach Hause, zu seinen Kindern. Möchte das alles so ist wie früher...
Anfangs fühlt der Zuschauer mit Foster und seiner Wut gegen die Gesellschaft noch mit. Wer kennt das Gefühl nicht ausrasten zu wollen, weil ein alles über den Kopf wächst? Wer hat sich nicht schon mal über überteuerte Preise aufgeregt? Doch Foster wird immer erbarmungsloser. Er nimmt alles in Kauf um nach Hause zukommen. Gespielt durch den grandiosen Michael Douglas, wird Foster immer mehr zum Psychopathen.
Der Film zeigt, dass der Mensch vielmehr ist als seine Fassade. Jeder Mensch hat das Potential zu einem Mörder zu werden. Der Film übt Kritik an unserer Gesellschaft, doch ohne erhobenen Zeigefinger. Er zeigt, dass man seine Wut nicht runterspielen sollte, sich nicht mit seinem Schicksal zufrieden geben sollte, den irgendwann ist bei jedem Menschen das Maß voll und je später dies ist desto verheerender. An Foster wird deutlich,wie weit es kommen kann, wenn man alles nur in sich hineinfrisst.
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doctorgonzo 2011/10/08 12:27:13
Kommentar löschen"Someday a real rain will come and wash all this scum off the streets."
Travis Bickle
Leider regnet es an diesem Tage in L.A. nicht. Es ist wie meistens: Stau, eine Hitze, die die Luft zum Flimmern bringt und dieses ganze ätzende Gewürm auf den Straßen. Penner, Idioten, Kinder, selbsternannte Fahrlehrer....
Irgendwann geht es einfach nicht mehr, manche haben viel Geduld, manche haben wenig bis gar keine Geduld, aber niemand hat unendlichen Langmut. Manche kanalisieren ihre unterdrückte Wut und ihren Frust, ihre eigene Traurigkeit mit Alkohol, manche betrügen ihre Partner, manche schaffen sich Kinder an in der Hoffnung auf neues Glück, manche gehen in ein Fußballstadion und pöbeln, manche schreiben Romane über frigide Vampire, manche lackieren ihre Autos mit Effektlack, manche lassen sich von fiktiven Figuren das Leben leiten, wieder andere motzen im Internet über Filme und ganz besondere versuchen ihre Traurigkeit und Leere damit zu bewältigen, dass sie sich auf einer Kirmes mit billigem Fusel betrinken und anschließend (oder parallel) versuchen, entsprechende Sexualpartner zu finden.
William Foster hatte mal Frau und Kind. Sie sind nicht etwa gestorben oder entführt worden, nein, er hat sie vertrieben. Seine persönlichen Schwächen machten offenbar ein Zusammenleben mit ihm schwer erträglich oder gar unmöglich. Aber wie ein Großteil der Menschen sucht er den Grund für sein Scheitern zuletzt bei sich selbst.
Auch fehlt ihm offenbar ein Ventil für Trauer, Wut und Frust. Und so steht er im für Los Angeles typischen Stau, arbeitslos und desillusioniert.
Dann schließlich bricht es aus ihm heraus....
Douglas bringt diesen scheinbar introvertierten Typ und seine Explosivität verdammt gut rüber. Die durch L.A. stapfende Gestalt, die in der festen Überzeugung aufräumt, eine Art Gerechtigkeit durchzusetzen.
Und wie lebensnah ist das denn, trotz aller dichterischen Freiheit und cineastischer Überspitzung? Wieviele von uns können schon reinen Gewissens behaupten, nie der Fantasie nachgehangen zu haben, dem einen oder anderen Idioten mal eine Abreibung zu verpassen (der eine oder andere hat das Gerüchten zufolge sogar schon getan) oder sich der Illusion hingegeben zu haben, wie viel besser es wäre (selbstverständlich für die gesamte Menschheit), wenn man das alleinige Sagen hätte?
Foster ist das audiovisuelle Ventil für den Zuschauer, dank ihm können wir uns von der Couch aus an unseren indirekten Rachegelüsten verlustieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Wir sind Voyeur und Täter. Aber eben mit Carte Blanche. Wir sind furchtbar gefährlich, aber uns kann nichts gefährlicher werden als wir selbst, wenn wir uns in der Werbepause auf dem Weg zum Kühlschrank oder zum Klo den Fuß anhauen.
Foster hat es nicht so gut, denn während er mehr oder minder freiwillig in immer intensivere Auseinandersetzungen stolpert, begibt sich der alternde Cop Prendergast an seinem letzten Arbeitstag auf die Spur unseres "Helden". Duvall ist als eben dieser Bulle so bemitleidenswert liebenswürdig und doch tough, dass man dieser Jagd auf Distanz noch viel länger zuschauen könnte.
Der Rest der Rollen ist in seinen Klischees gefangen und soll dies wohl auch sein.
Lediglich Karina Arroyave als Latina-Gangbraut und Frederic Forrest als überdrehter nazimäßiger Ladenbesitzer können abseits der Präsenz der beiden Hauptfiguren noch ein wenig Licht verbreiten.
Und wenn Douglas dann mit Beretta M9, M-72, Ingram MAC10, Remington 870, Baseballschläger und Uzi spielt, dann passt auch die Action mit ihrer morbiden, beinahe widerlichen Faszination unseres Wissens um das Falsche, aber eben dessen gleichzeitigen Genuss.
James Newton Howard baut hier einmal mehr einen sehr unauffälligen, minimalistischen Score, der aber zu den richtigen Momenten in der Lage ist, einen förmlich fühlbaren Tritt auszuteilen.
Regisseur Schumacher baute in seinem letzten rundum gelungenen Film den genreüblichen stereotypen Showdown zu einem zynisch erhobenen Mittelfinger um und läßt Duvall das Privileg eines gelungenen Abganges.
Ein Film, so gewöhnlich und fies wie jeder von uns, nur eben in einer seltsamen Poesie weitergesponnen. Und das ist das eigentliche Moment dieses Werkes.
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Sigmund 2011/10/08 13:14:24
Antwort löschenetwas überbewertet für meinen Geschmack, aber herrlich geschrieben :)
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Zitrone 2011/10/09 23:37:41
Antwort löschenBesser hätte man es nicht schreiben können. :-)
altessockenfach 2011/10/10 18:53:12
Antwort löschentoller Kommi
Tachitalili 2011/10/07 16:51:28
Kommentar löschenIch weiß nicht warum, aber mir gefällt der Film nicht.
Der Protagonist kann mir nicht sympathisch werden, seine Entrüstung über die Burger
will mir nicht so recht glaubhaft erscheinen. Die Machart des Films vermittelt eher Depression als Aggression und die Auslöser sind in meinen Augen nicht überzeugend für eine mehr oder weniger als "normal" dargestellte Persönlichkeit.
Eingeworfene Sprüche, die wohl witzig rüberkommen sollen, machens auch nicht gerade besser. Und gegen Ende verliert sich der Film auf einmal in derart schmalzigen Hollywood-Kitsch, dass er auch den Rest seiner Autenzität einbüßt.
Fazit: na ja. Stellenweise amüsant schwarzhumorig.
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C_C 2011/10/07 21:03:12
Antwort löschenDepression ist es, die zum Amoklauf führt. Nicht Aggression!!
Tachitalili 2011/10/07 21:14:13
Antwort löschenRichtig, es führt dazu, aber der Auslöser ist Aggression. Depressivität ist Passivität.
Ichundso 2011/10/07 21:19:45
Antwort löschenBeides sind vollkommen undifferenzierte Pauschalaussagen, die die Qualität der Aussage, Amokläufe kämen von Computerspielen, nicht wesentlich übertreffen.
Tachitalili 2011/10/07 21:32:22
Antwort löschen@Ichundso: Ständig müssen hier irgendwelche Kinners ihren Senf dazugeben. Meine Aussagen stimmen. Mensch, informier dich vorher. Google es.
Und wie kommst du auf Computerspiele? Komm gelesen und braingestormt?
morlock 2011/10/12 13:29:52
Antwort löschenDer Film beschreibt eben den ganz normalen Wahnsinn.
Der Protagonist ist alles andere als "normal".
Die Machart soll weder Depressionen noch Aggressionen vermitteln. Vielmehr ist es eine einigermaßen subtile und durchaus glaubwürdige Charakterdarstellung eines psychisch und emotional schwer gestörten Menschen, dem beim kleinsten Anlaß komplett die Sicherungen durchknallen.
C_C 2011/10/12 13:39:16
Antwort löschenAlles Quatsch. Kuckt ihr die Filme eigentlich???
morlock 2011/10/12 14:23:50
Antwort löschenMeinst Du mich?!
fkfilmkritik 2011/10/12 21:45:24
Antwort löschen´Ich weiß nicht warum aber mir gefällt der Film nicht`
Mal was ganz neues.
Tachitalili 2011/10/12 22:05:36
Antwort löschenIch glaube, ich habe eine Erklärung folgen lassen, so what???
fkfilmkritik 2011/10/12 22:08:57
Antwort löschenZum einen weil du in der Regel andauernd Verrisse schreibst. Zum anderen weil die Argumente auch nicht immer die besten sind.
Tachitalili 2011/10/12 22:13:46
Antwort löschenAuf dieser Seite sind 16 Filme über 5 Punkte, 3 darunter.
Selektive Wahrnehmung?
Meine Argumente? Ich hatte nicht vor, hier zu argumentieren, ich bin kein bezahlter Kritiker. Ich schreibe das, was ich bei einem Film empfinde- meine subjektive Meinung.
fkfilmkritik 2011/10/12 22:43:28
Antwort löschen1. Ich hab mehr positive Rezis im Profil als du.
2. Um sich eine Meinung zu bilden, braucht man oft Argumente. Es sei denn man will es nicht nachvollziehbar verfassen. Da hilft auch nicht das Argument "Ich bin doch kein Kritiker". Das habe ich auch nicht gesagt. Du vergisst in diesem Falle den Begriff Satire. Der Film will nicht glaubhaft und nachvollziehbar erscheinen. Er will nur mal einen zeigen, der wegen all den gewissen Dingen, die uns im Alltag hin und wieder verärgern ausrastet.
Tachitalili 2011/10/13 10:34:24
Antwort löschen1. Wie du zu dieser Behauptung kommst, ist unklar, ist das eine grobe Schätzung?
Selbst wenn es stimmen würde - na und was dann?
Ich kann nix dafür dass du so positiv drauf bist... XD
Möchtest du das jetzt irgendwie als unnormal auslegen, wenn man negativer bewertet als du?
Aber grundsätzlich: Es ist mir egal, was du mehr als ich hast. *
2. Du, ich lege bei dieser Kritik keinen Wert darauf, dass man meine Meinung nachvollziehen kann. Entweder sieht man es so wie ich, oder auch nicht, auch gut, jedem das Seine. Ich habe nicht so viel Zeit, hier Filmanalysen zu schreiben und bei manchen Filmen auch keine Lust darauf.
3. Dass das satirisch gemeinter Film ist, weiß ich. FINDE ICH ABER NICHT amüsant, wie bereits oben geschrieben.
morlock 2011/10/13 12:15:32
Antwort löschen@fkfilmkritik
Mich beschleicht das Gefühl, dass Du den Film nicht ganz erfasst hast.
Der Film will eben nicht einfach nur einen zeigen der mal ausrastet, sondern zeigt eine, hinter der Fassade eines Normalos, zutiefst gestörte Persönlichkeit.
Und das schafft er sehr glaubhaft.
Der Film beschreibt auf psychologisch glaubhafte Weise die Persönlichkeit eines "typischen" Amokläufers.
morlock 2011/10/13 16:18:54
Antwort löschenDas war eigentlich an fkfilmkritik gerichtet.
Aber für Dich gilt das auch.
Ich kann sehr wohl andere Meinungen tolerieren.
Sofern ich das als Laienpsychologe beurteilen kann, gibt es schon auffällige Ähnlichkeiten im Charakter und der Persönlichkeit vieler solcher Täter.
Und der Film stellt das intelligent und glaubwürdig dar.
Fand ich keine Spur rührselig.
Logiklücken sind mir keine aufgefallen.
Die passive Aggressivität des Protagonisten, die sich beim geringsten Anlaß im Amoklauf entzündet, das Selbstmitleid, die Egozentrik...
Hier würde ich auf keinen Fall von Wischi Waschi-Küchenpsychologie sprechen.
Auch wie der erfahrene Cop, gut dargestellt von Robert Duvall, den Täter früh durchschaut, war absolut glaubwürdig.
Tachitalili 2011/10/13 17:04:14
Antwort löschen@morlock: Oh sorry, ich habe euch beide verwechselt. Peinlich...
Aber moment mal :-D
Welche Ähnlichkeiten im Profil "solcher Täter" meinst du?
Natürlich gibts manche Eigenschaften, die auf Amokläufer manchmal zutreffen, die aber auf wesentlich mehr Nichtamokläufer genausogut zutreffen. Passiv-aggressiv, egozentrisch und selbstmitleidig zu sein, macht noch lange keinen Amokläufer, ebensowenig wie der Eheverlust, Kind zu vermissen oder Job zu verlieren. Und nicht mal all das zusammen macht einen zu einem prädistinierten Amokläufer.
In diesem Film werden Antworten suggeriert, wo keine sind:
der Typ läuft Amok, obwohl er vorher psychisch unauffällig war, Job und Familie hatte (das heißt dass er durchaus in der Lage war, am gesellschaftl. Leben teilnehmen und auch mit Enttäuschungen klarzukommen) usw?
Außerdem: Vor dem Amoklauf erfolgt, so meines Wissens nach, eine Phase mit der gedanklichen Reinsteigerung in die Gewaltphantasien und eine lange Vorbereitungsphase.
Der Film hast mit typischen Amoklauf wenig zu tun..
Was mich stört, ist folgendes: Ich habe den Verdacht, dass viele Menschen die sich oft über evtl. die selben oder ähnliche Kleinigkeiten aufregen, eine gewisse Befriedigung verspüren, den "kleinen Mann" so derart eines Tages ausrasten zu sehen und es "allen zu zeigen"... Aber anstatt sich darauf argumentatorisch zu beschränken, werden irgendwelche tiefenpsychologische Dinge hineininterpretiert, wo es nix zu interpretieren gibt.
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morlock 2011/10/13 17:53:02
Antwort löschenDer hatte den Job geschmissen und das Sorgerecht entzogen bekommen.;)
Die Frau hatte Angst vor ihm.
Der kleine aber feine Unterschied zwischen einem Amoktäter und Normalo ist nunmal der, dass der Normalo nicht gleich die Wumme auspackt, wenn er im Laden nicht gleich bedient wird.
Tachitalili 2011/10/13 19:17:59
Antwort löschenRichtig. Und das worum es hierbei geht, ist weniger der psychologische Aspekt, als vielmehr die Verfügbarkeit der Waffe.
Scipio 2011/08/26 19:28:50
Kommentar löschenEin unvergesslicher Film!
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ash-williams 2011/08/24 23:53:52
Kommentar löschenFalling Down beginnt als herrlich gesellschaftskritischer, fast satirischer Film, der einen Mann zeigt, der das Chaos der modernen Welt nicht richtig verarbeiten kann und schließlich Amok läuft. Es ist eine Entwicklung, die man aufgrund ihrer überspitzten Form nicht 100% nachvollziehen kann und so nimmt man die Handlung eher humorvoll war. Der wütende Großstädter ist herrlich cholerisch gespielt von Michael Douglas, der sich gegen einen erfahrenen Cop, ebenfalls gut gespielt von Robert Duvall, behaupten muss. Im letzten Drittel entwickelt sich Falling Down immer mehr zu einem klassischen Actionfilm und schließt leider wenig einfallsreich. Vom etwas schwächeren letzten Drittel mal abgesehen ist Falling Down jedoch tolles Kino mit einigen guten Szenen.
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Tho 2011/08/23 02:42:55
Kommentar löschenNetter Streifen, aber wenn man die Wut des Kleinen Mannes zeigen will, sollte man den Hauptcharakter nicht zu einem Psychophaten machen.
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Tizilla 2011/08/16 10:04:30
Kommentar löschenIch glaube ich habe einfach zu lange gewartet um diesen Film zu sehen. Immer wieder hörte ich positives, wie gut der Film ist etc. Meine Erwartungen waren wohl etwas zu hoch. Ich finde den Film schon recht gut, aber er haut mich auch nicht vom Hocker.
Die Story mit dem Polizisten nebst Frau hätte es überhaupt nicht gebraucht. Spoiler: Polizist, letzter Tag vor dem Ruhstand, natürlich mit tragischer Geschichte, muss noch einen letzten Fall lösen. Nein, das ist mir echt zuviel. Spoiler ende! Lieber hätte ich mir noch den ein oder anderen Ausraster von Michael Douglas gewünscht, die mir sehr gut gefallen haben. In vielen Dingen konnte ich das alles nachvollziehen. Ich sage nur Burger, überteuerte Getränke....
Es war mir doch etwas zuviel des guten das er immer mehr und bessere Waffen gefunden hatte. Wäre meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen.
Richtig gehend geungen finde ich die anfangszene. Eine Situation in der sich nahezu jeder reinversetzten kann.
Ich werde mir den Film aber noch ein zweimal anschauen. Vielleicht ist mir einfach das ein oder andere entgangen ;)
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DerFilmeKenner 2011/08/14 16:16:26
Kommentar löschenDümmlich-aggressive, unlogische und sich ständig selbst widersprechende Stimme des Pöbels, die sich im späteren Verlauf zu einem in Mittelmaß und Durchschnittlichkeit unübertreffbaren Thriller verwandelt.
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RaekOne 2011/11/29 23:11:28
Antwort löschenIch bin doch nicht alleine mit meiner Meinung.
Oceanic6 2011/06/26 00:42:04
Kommentar löschen"Gucken Sie sich das Bild da oben an: Der Burger ist saftig und sieben Zentimeter dick. Und jetzt sehen Sie sich dieses jämmerliche kleine Ding hier an. Kann mir irgendjemand sagen, was an dem Bild da oben nicht stimmt?"
'Falling Down' ist ein wirklich interessantes Projekt von Regisseur Joel Schumacher. Die Geschichte über einen Mann (Michael Douglas), der seine Familie und seinen Job verloren hat und nun an der Gesellschaft Rache nehmen will. Auf seinem Rachefeldzug durch Los Angeles ertappte ich mich als Zuschauer nicht nur einmal dabei, dass ich mir in Wirklichkeit oft die selben Gedanken wie der Protagonist mache. Einen grandiosen Ansatz kann man dem Film also nicht verübeln.
Jedoch ist die Geschichte in manchen Momenten dermaßen unlogisch - wie zum Beispiel, dass Michael Douglas auf seinem Trip durch absolute Zufälle in den Besitz immer besserer Waffen gelangt. Michael Douglas spielt gewohnt lässig, ganz besonders in den Szenen, in denen er seine One-Man-Show abziehen darf. Darin spiegelt sich aber gleichzeitig das Problem, dass er seinem Charakter kaum Facetten und Tiefe verleihen kann.
Der Inhalt des Films, die Kritik an der Gesellschaft, ist sehr interessant und ideenreich gestaltet, jedoch teilweise viel zu überspitzt dargestellt, als wolle man dem Zuschauer keinen Raum geben, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das Ende schließlich erstickt in ärgerlichem Kitsch.
Der Kampf mit dem täglichen Leben, mit Situationen, welche uns die Nerven kosten. Mit schwarzen Humor und kontroversen Szenen steigt der Film sehr überzeugend in seine Thematik ein, gleitet jedoch gen Ende immer mehr in Unkonsequenz ab. Langatmigkeit und Enttäuschung sind die Folge, denn es wäre so viel mehr möglich gewesen.
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hoffman587 2011/06/26 00:49:08
Antwort löschenDie Wertung haut mich um...
facepalm 2011/06/26 00:53:14
Antwort löschenSchöner Kommentar, genau meine Meinung. Mit jedem Wort :)
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Oceanic6 2011/06/26 00:55:58
Antwort löschen@hoffman587: Ich sage halt, wenn mich was stört. ;) Ich habe übrigens vergessen, wie sehr mich die Dummheit der Polizei in dem Film stört.
@facepalm: Danke, so stehe ich zumindest nicht alleine da. -.-
LokisSon 2011/06/26 10:26:22
Antwort löschenSchön gesagt :)
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