Falscher Bekenner
Falscher Bekenner (2005), DE/DK Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.05.2006
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
97 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
von Christoph Hochhäusler, mit Martin Kiefer und Florian Panzner
Armin steht einigermaßen ratlos an der Schwelle zum Erwachsenenleben, bedrängt vom mütterlichen Wohlwollen, väterlichem Ehrgeiz und rätselhaften Fragen in endlos sich fortsetzenden Bewerbungsgesprächen. Aus einer Laune heraus beginnt er, wahllos anonyme Bekennerbriefe zu Unfällen und Gewalttaten zu schreiben. Bald reicht es ihm jedoch nicht mehr, nur so zu tun, als sei er schuld.
Cast & Crew
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Christoph Hochhäusler
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Martin Kiefer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richard Gassner
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Florian Panzner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stefan Steeb
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Devid Striesow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Martin Steeb jr.
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Constantin von Jascheroff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Armin Steeb
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Manfred Zapatka
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Martin Steeb
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Victoria Trauttmansdorff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marianne Steeb
Regie
Schauspieler
-
Laura Tonke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christiane Steeb
-
Christoph Hochhäusler
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Falscher Bekenner
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Kritiken (5) — Film: Falscher Bekenner
dlumic: filmrezension.de dlumic: filmrezension.de
Kommentar löschenEin Teenager langweilt sich. In seine Gedankenwelt fährt "Falscher Bekenner" ein wie in eine Geisterbahn der abstrus-morbiden Fantasien. Die Eltern haben schon alles erreicht. So verliert sich der Junge in seiner Ziellosigkeit im Konterkarieren bürgerlicher Ideale für sich selbst. Nach außen handzahm und den treudeutsch-bürgerlich Heranwachsenden mimend, narrt er sogar aus Spiellaune heraus die Polizei. Nicht das gefühlte Gelangweiltsein, aber die Seelenlosigkeit des 18-Jährigen überträgt sich auf den Film, der so an Zugkraft in seiner Intention verliert: das emotional Zombienöse oberflächlich strukturierten Familienalltags darzustellen.
Die knapp vollreife Hauptfigur in seinem apathischen Dahinwelken zum wandelnden Untoten zu sehen, bedeutet hier auch, den gesamten Film so zu sehen; davon kann sich "Falscher Bekenner" nicht befreien. Das eigentlich Lobenswerte an dem Film ist aber, dass Christoph Hochhäusler diesen dem Filminhalt wesensnahen Erzählstil überhaupt gewagt hat.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEin Dunst von Apokalypse und gewalttätigem Ausbruch - faschistisch oder terroristisch verbrämt oder doch ins Spießertum implodierend - liegt über allen Handlungen dieser Hauptfigur. Insofern geht Hochhäuslers Film, einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre, auch noch ein Stück über seinen hervorragenden Erstling MILCHWALD und über SCHLÄFER von seinem Kollegen Benjamin Heisenberg hinaus: Die Depression ist bei ihm nichts, was zur Katharsis führt, man kann ihr nicht mehr entkommen. Es wird einfach so weitergehen.
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plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschen... riecht er manchmal doch etwas streng nach dem wenig aufregenden Genre schwermütiger Jugendselbstfindungsfilmchen; aber eben doch sanft unterspült von einem ganz unterschwelligen Humor, der das Konzept der Selbstfindung höchstselbst hinterfragt.
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peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenArmin, unverstanden und unfähig aus seinem spießigen Umfeld auszubrechen, gibt Unfällen duch seine Bekennerschreiben einen Sinn, denn er eigentlich für sich selbst suchen sollte. Beklemmend sehenswert.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenInteressante Prämsse, leider etwas schwerfällig umgesetzt.
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Kommentar — Film: Falscher Bekenner
Kommentar schreibenRipley1 2011/02/12 14:45:11
Kommentar löschenAbgründe in Mönchengladbach...Könnte aber genauso gut Wuppertal sein. Eine Familie so normal, dass es wehtut. Ein 16-Jähriger mit mäßigem Realschulabschluss, der aus dem Niemandsland familiären Behütet- und Unverstandenseins, vergeblichen Bewerbungsgesprächen und gescheiterten Annäherungsversuchen an das andere Geschlecht (Hinreißend, wenn er dem Mädchen, das er bewundert, ein Kompliment machen will mit dem Satz "Ich denke an dich, wenn ich mir einen runterhole.") auszubrechen versucht, indem er falsche Bekennerschreiben für ungeklärte Unfälle abschickt. Lieber gesucht sein für etwas, das er nicht getan hat (aber vielleicht gerne tun würde), als ein Niemand zu bleiben. In der Hauptrolle glänzt Constantin von Jascheroff, in einer Nebenrolle als großer Bruder Devid Striesow, einer der Vielseitigsten im deutschen Film.
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