Falscher Bekenner

Falscher Bekenner (2005), DE/DK
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.05.2006

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7.0 Kritiker
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noch nicht bewertet

von Christoph Hochhäusler, mit Martin Kiefer und Florian Panzner

Armin steht einigermaßen ratlos an der Schwelle zum Erwachsenenleben, bedrängt vom mütterlichen Wohlwollen, väterlichem Ehrgeiz und rätselhaften Fragen in endlos sich fortsetzenden Bewerbungsgesprächen. Aus einer Laune heraus beginnt er, wahllos anonyme Bekennerbriefe zu Unfällen und Gewalttaten zu schreiben. Bald reicht es ihm jedoch nicht mehr, nur so zu tun, als sei er schuld.


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Falscher Bekenner

dlumic: filmrezension.de dlumic: filmrezension.de

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7.0Sehenswert

Ein Teenager langweilt sich. In seine Gedankenwelt fährt "Falscher Bekenner" ein wie in eine Geisterbahn der abstrus-morbiden Fantasien. Die Eltern haben schon alles erreicht. So verliert sich der Junge in seiner Ziellosigkeit im Konterkarieren bürgerlicher Ideale für sich selbst. Nach außen handzahm und den treudeutsch-bürgerlich Heranwachsenden mimend, narrt er sogar aus Spiellaune heraus die Polizei. Nicht das gefühlte Gelangweiltsein, aber die Seelenlosigkeit des 18-Jährigen überträgt sich auf den Film, der so an Zugkraft in seiner Intention verliert: das emotional Zombienöse oberflächlich strukturierten Familienalltags darzustellen.
Die knapp vollreife Hauptfigur in seinem apathischen Dahinwelken zum wandelnden Untoten zu sehen, bedeutet hier auch, den gesamten Film so zu sehen; davon kann sich "Falscher Bekenner" nicht befreien. Das eigentlich Lobenswerte an dem Film ist aber, dass Christoph Hochhäusler diesen dem Filminhalt wesensnahen Erzählstil überhaupt gewagt hat.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.5Herausragend

Ein Dunst von Apokalypse und gewalttätigem Ausbruch - faschistisch oder terroristisch verbrämt oder doch ins Spießertum implodierend - liegt über allen Handlungen dieser Hauptfigur. Insofern geht Hochhäuslers Film, einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre, auch noch ein Stück über seinen hervorragenden Erstling MILCHWALD und über SCHLÄFER von seinem Kollegen Benjamin Heisenberg hinaus: Die Depression ist bei ihm nichts, was zur Katharsis führt, man kann ihr nicht mehr entkommen. Es wird einfach so weitergehen.

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plomlompom: Filmblogs

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7.0Sehenswert

... riecht er manchmal doch etwas streng nach dem wenig aufregenden Genre schwermütiger Jugendselbstfindungsfilmchen; aber eben doch sanft unterspült von einem ganz unterschwelligen Humor, der das Konzept der Selbstfindung höchstselbst hinterfragt.

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peter-noster: Mostly Movies

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7.0Sehenswert

Armin, unverstanden und unfähig aus seinem spießigen Umfeld auszubrechen, gibt Unfällen duch seine Bekennerschreiben einen Sinn, denn er eigentlich für sich selbst suchen sollte. Beklemmend sehenswert.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Interessante Prämsse, leider etwas schwerfällig umgesetzt.

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Kommentar — Film: Falscher Bekenner

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Ripley1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Abgründe in Mönchengladbach...Könnte aber genauso gut Wuppertal sein. Eine Familie so normal, dass es wehtut. Ein 16-Jähriger mit mäßigem Realschulabschluss, der aus dem Niemandsland familiären Behütet- und Unverstandenseins, vergeblichen Bewerbungsgesprächen und gescheiterten Annäherungsversuchen an das andere Geschlecht (Hinreißend, wenn er dem Mädchen, das er bewundert, ein Kompliment machen will mit dem Satz "Ich denke an dich, wenn ich mir einen runterhole.") auszubrechen versucht, indem er falsche Bekennerschreiben für ungeklärte Unfälle abschickt. Lieber gesucht sein für etwas, das er nicht getan hat (aber vielleicht gerne tun würde), als ein Niemand zu bleiben. In der Hauptrolle glänzt Constantin von Jascheroff, in einer Nebenrolle als großer Bruder Devid Striesow, einer der Vielseitigsten im deutschen Film.

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