Falsches Spiel mit Roger Rabbit

Who Framed Roger Rabbit (1988), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Komödie, Fantasyfilm, Kriminalfilm, Kinostart 27.10.1988


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7.4
Kritiker
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6.8
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37 Kommentare
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von Robert Zemeckis, mit Bob Hoskins und Christopher Lloyd

In dieser wundervoll chaotischen Story bittet die etwas schräge Zeichentrickfigur Roger Rabbit den Detective Eddie Valiant, seine Frau zu beschatten. Er verdächtigt die umwerfende Toon-Dame, ihn mit einem bekannten Gag-Schreiber zu betrügen, und Eddie soll ihm belastende Fotos von den beiden beschaffen. Als kurz darauf der Gag-Schreiber ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf Roger. Um seinen etwas nervigen, aber liebenswerten Freund zu befreien, beginnt Eddie mit Nachforschungen, die Roger entlasten sollen. Allerdings sind ihm schon der dunkle Richter Doom und seine Bande fieser Wiesel auf den Fersen, so dass Eddie von einer brenzligen Situation in die nächste stolpert.

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Kommentare (36) — Film: Falsches Spiel mit Roger Rabbit


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80sfuntrain

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Los gehst. Tauchen wir ein in die Welt des abgewrackten Schnüfflers Eddie Valiant, der sich aus Kummer um seinen Bruder, welcher von einem Toon (Cartoonfigur/Zeichentrickfigur) via von weit oben fallengelassenem Klavier getötet wurde, schwermütig dem Suff hingibt und in dem noch immer massiver Hass auf den Mörder brodelt. Der Besitzer der Toonrequisitenfirma ACME spielt zum Leidwesen von Roger Rabbit (einem weißen extraüberdrehten Toonkaninchen) leider Backebackekuchen mit dessen Sexbombe von Ehefrau Jessica. Valiant macht hiervon ein paar äußerst pikante Fotos. Roger ist entsetzt und untröstlich. Mr Backebackekuchen wird ermordet. Die Schuld bekommt prompt Roger in die Schuhe geschoben und wird von nun an von Richter Doom und seinen fiesen Wiesellakaien verfolgt. Doom will ihn durch die toontötende "Suppe" exterminieren. Jessica gibt sich erst rätselhaft, macht dann aber gemeinsame Sache mit Valiant und letztlich kommt es zur alles entscheidenden Auseinandersetzung mit dem wahren Bösewicht. Klingt abgefahren. Ist es auch. Wir sehen einen wilden Genremix aus
Krimi, Parodie, Film noir und Fantasy. Very interesting.

Die realen Handlungsorte interpretieren detailgetreu den Zeitgeist der 40er und reichen vom miefigen Büro, bis zu vielbefahrenen städtischen Straßen (voll mit zeitgenössischen bulligen amerikanischen Straßenwagen), mülligen zwielichtigen Hinterhöfen und einer vielbesuchten Kneipe, sowie einem launigen Kabarettschuppen. Die Settings machen so einiges her. Schon alleine dieser Aspekt wurde herrlich in Szene gesetzt und bietet eine dichte Atmosphäre auf. Wesentlich interessanter ist jedoch die konsequente Durchmischung der realen Welt mit der gezeichneten Welt der Toons. Toonstadt ist nämlich nur einen Tunnel weit entfernt und die Toons bewegen sich unter den Menschen als wäre das völlig alltäglich. Es kommt zur direkten Interaktion untereinander, was lustiger und kurioser nicht sein könnte. Die Verquickung der beiden Welten hätte für damalige Verhältnisse gar nicht flüssiger und überzeugender stattfinden können. Es ist schon verblüffend, die Toons mit realen Gegenständen hantieren zu sehen, genauso wie für die Menschen die Toons ebenso greifbar erscheinen. 1988 wirkte das sicher nochmal um einiges überraschender, aber ich finde es auch heute noch richtig hübsch anzusehen. Schatten und Lichteffekte der Toons sind äußerst ästhetisch und wirkungsvoll umgesetzt, sodass dieses filmische Experiment enorm an Überzeugungskraft und faszinierender Sogwirkung hinzugewinnt. Wobei fairerweise hinzugefügt werden sollte, dass Detective Valiant in vollkommener Toonumgebung nicht eine identisch gute Figur macht, wie andersherum z.B. Roger in der realen Welt. Da waren der Technik dann evtl. doch noch ein paar Grenzen gesetzt. Nichtsdestotrotz sieht alles wirklich sehr interessant und vorzeigbar aus. Für diesen Geniestreich gabs schließlich auch 4 Oscars in den Kategorien: Best Film Editing, Best Effects/ Sound Effects Editing, Best Effects/ Visual Effects und Animationsleitung und Kreation der Cartoonfiguren. MMn völlig verdient. Man trifft im Film auf ein paar bekanntere Warner Bros und Disneyfiguren, die dann auch mal eine längere Szene spendiert bekommen. Zum Beispiel fallen da Baby Herman, Donald, Duffy, Mickey und Bugs besonders auf. Aber auch kurze Gastauftritte sind mit dabei, wie z.B. der vor einem Fenster herumfliegende Knuddelelefant Dumbo oder der kleine Vogel Tweety. Anspielungen auf beliebte Serienfiguren gibts also in geballter Form. Das macht etwaigen Fans natürlich gleich doppelt viel Laune. Bei dem ganzen wilden Spektakel, was natürlich stellenweise auch mal überdreht und wild zugeht, da man es hier mit Tonns zu tun bekommt, bleibt der Handlungsaufbau aber stets logisch und ist zu keinem Zeitpunkt ernsthaft verwirrend. Kann man einfach locker wegschauen und sein Popcorn dabei genießen. ;-)

Die Schauspieler machen, wie ich finde ,einen sehr guten Job. Am besten gefällt mir Bob Hoskins, der den gleichsam trauernden wie auch wütenden Toonmuffel eidnrucksvoll verkörpert. Joanna Cassidy (die Freundin Valiants) hat eine eher blassere Rolle, die sie aber souverän und ansprechend absolviert. Christopher Llloyd als Richter Doom profitiert enorm von seiner schaurigen Maske, wobei besonders die grässlich weißen Zähne einen Mordseindruck machen. :-))) Für Kinder ein gruselger Aspekt. Genauso wie die Idee Toons mit einer Art Terpentinsuppe ums Eck zu bringen. Ich erinnere mich, dass mich genau dieser Punkt damals als Kind ein wenig beunruhigen konnte.

Die Kamera bzw. die eingenommenen Perspektiven werden sowohl für die Realfilmkomponenten, wie auch für die rein gezeichneten Passagen mit viel Experimentierfreude gewählt. In diesem Punkt liegen sogar die animierten Szenen leicht vorn. Schon am Anfang als Roger das Baby vor allerlei Unheil in der Küche bewahren will, kann man sich daran erfreuen. Manch einem wird aber gerade das evtl. ne Spur zu wild und abgedreht erscheinen. Gehört aber irgendwie stilistisch so in die Toonsparte und wurde somit authentisch umgesetzt.

Der Soundtrack unterstützt das 40er Feeling, ist manchmal ein klein wenig dramatisch und in den Toonszenen/bei Toonauftritten auch schonmal wild und intensiv. Zu hören ist das London Symphony Orchestra. Gefällt mir ganz gut und passt zur Optik.

Dieser Zemeckis macht mir nach wie vor unglaublich viel Spaß. Er sieht immer noch super aus und nach längerer Zeit konnte ich auch über die Witze wieder lachen und die allgemeine Verrücktheit genießen. Für alle jung gebliebenen Fantasten und Kinder ab 12 sprech ich eine glasklare Empfehlung aus. Ab 12 ist angemessen, da der Film schon alsmal etwas sexistisch daher kommt und auch ne Menge gesoffen wird. Ich könnte hier ja noch viel plappern, aber ich kürze hier dann ab und wünsch allen viel Spaß beim ansehen, denn der Film strotzt nur so vor kleinen positiven Messages und witzigen Einfällen. Have fun!!!

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Troublemaker69

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Er ist aber auch enorm sympathisch :)


80sfuntrain

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Oja. ^^


MartinNolan

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine herrlich anzusehende Hommage an den Zeichentrick mit all seinen Figuren und Möglichkeiten, die durch ein aufwändiges Trickverfahren die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion nahezu aufzuheben scheint. Mit „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ zaubert Robert Zemeckis einen bunten und schrillen Neo-Noir, der mit seiner Optik auch noch Jahre später zu beeindrucken weiß.

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uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

kommt als kind -natürlich-ganz anders rüber...

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marcshake

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Roger Rabbit ist nicht nur technisch ein Meilenstein sondern eine Hommage an den absoluten Anarchie-Humor, den Zeichentrickfilme heute einfach nicht mehr haben. Früher haben Tom und Jerry sich verstümmelt, zerstört, verbrannt, zerbröselt und viel mehr. Heute wird Cartoon-Gewalt ja nur noch als satirisches Goodie verpackt. (Itchy und Scratchy)

Die letzte Cartoon-Serie, die sich sowas getraut hat war doch auch von Steven Spielberg: Animaniacs, Tiny Toon Adventures und der Pinky und der Brain...

Aber zurück zum Film: Die Mixtur zwischen Realfilm und Animationsfilm ist hier perfekt. Sowieso habe ich das Gefühl, dass wenn Filmstudios irgendwas das allererste Mal ausprobieren, sieht es fantastisch aus und sobald es einfacher wird und der Aufwand kleiner wird, sieht das nicht mehr so gut aus.

Beispiel: Jurassic Park, Star Wars. Die technischen Herausforderungen sind heute relativ überschaubar aber damals war es eine höllische Arbeit und so gut wie in den "ersten Malen" sahen die Effekte nie wieder aus. Und genau so ist das bei Roger Rabbit. Die handgezeichneten (!) Figuren mit den handgezeichneten Beleuchtungseffekten integrieren sich absolut nahtlos in die Realszenen und es macht eine gigantische Freude, Bob Hoskins und den Karnickel miteinander agieren zu sehen. Es gibt übrigens auch eine Miniserie (Youtube hat da ein paar Folgen) und auch die ist ziemlich abgefahren.

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corinna.freiburg

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Bewertung9.0Herausragend

Vor kurzem hat sich der Disney Channel erbarmt und dieses kleine Juwel mal wieder gezeigt... zu einer Uhrzeit, wo ihn garantiert kein Kind zu sehen bekommen haben wird. Und wenn ich ihn mir heute mit erwachsenen Augen ansehe, dann frage ich mich allen Ernstes, warum ich mich damals als Knirps im Kino nicht zu Tode gegruselt habe bei Richter Doom und den Wieseln. Was mich jedoch mehr fasziniert hat war die Tatsache, daß man sehr viel von den total genialen und überdrehten Ideen tatsächlich erst jenseits des Kindesalters wirklich lustig und zu schätzen weiß.
Zudem ist der Film ein nettes kleines Familienzusammentreffen der beiden großen Animationsfirmen ihrer Zeit, nämlich Disney (mit Micky Maus, Donald Duck, Dumbo, den Figuren aus Fantasia, etc.) und Hannah-Barbera (mit Bugs Bunny, Daffy Duck, Tweety, Droopy, Yosemite Sam, etc.). Dazu schaffen wir noch ein paar nette, überdrehte, eigene Charaktere wie Roger Rabbit, Baby Herman, die Wiesel, das Taxi Benny und, unvergesslich, Jessica Rabbit.
Ein fantastischer Whodunit am Rande des Nervenzusammenbruches für Bob Hoskins, der sich dennoch nie von den Toons an die Wand drücken lässt. Ich liebe diesen bunten Wahnsinn.

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doctorgonzo

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In gewisser Weise war es sehr interessant. Es endete eben... aber ich kam kinderlos aus der Sache raus und so war alles gut.


Hirsch777

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Da muss ich jetzt aber doch mal klugscheißen. Die von dir erwähnten Looney-Tunes-Charaktere sind selbstverständlich nicht von Hanna-Barbera sondern von Warner Bros.


Pablo.CH

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Bewertung9.5Herausragend

Nach einer experimentellen Party sollte man diesen Film meiden! Verkrieche mich Heute noch in der Embryostellung unter den Tisch wenn ich Hyänen lachen höre. Eyeyey und dann schmeissen die noch Löcher auf den Boden! Wo kommt man denn da hin wenn man in so ein Loch fällt? Einfach gruslig aber als Kind mein absoluter Liebling.

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was 1988 eine richtungsweisende filmische Sensation war, ist heute Alltag: die Verknüpfung von Cartoon und Realität. Aber es ist auch ein genialer Mix von allzu Bekanntem: ein Wiedersehen mit den vertrauten Comik-Figuren der Walt-Disney Familie. Die werden in einer Reihe von amüsanten Tricks geschickt eingesetzt. Schwungvolle Action dank raffiniertem Schnitt und zündendem Witz sorgen für Tempo, wobei die Unsterblichkeit der gezeichneten Figuren fröhliche Urstätt feiert und sogar der Held Eddie Valiant (Bob Hoskins), der ‘Tapfere‘ davon profitiert. Für ihr war es nach ‘Mona Lisa‘ der endgültige Durchbruch, denn er kann hier zeigen, dass er Komik und Draufgängertum in einer Person darzustellen vermag. Die deutsche Synchronisation ist nicht schlecht. Die Übersetzung des ‘Backe-Backe-Kuchenspiels‘ versteht jeder. Sie findet aber ihre Grenzen, wenn bei der Leibesvisitation von Jessica die Hand in eine ‘Bübchen-Falle‘ (‘Booby Trap‘) gerät. Als Erzschurke fungiert Christopher Lloyd, der aus der Zukunft wieder zurück ist. Doch die optische Attraktion ist Roger Rabbits Ehefrau Jessica, ein üppiger Kurven Vamp, der mit seinen überbordenden sekundären Geschlechtsmerkmalen den Männerfantasien entsprungen zu sein scheint. Neben der Handlung aus dem Krimi-Genre mit Mord und Totschlag geht es natürlich auch noch um die Liebe: einmal im Cartoon zwischen Roger und Jessica und dann zwischen Eddie und seiner Frau Dolores (Joanna Cassidy), die äußerlich auf die stereotype Frauenfigur der schwarzen Serie getrimmt ist. Mit den Toons, die in Toontown leben, ist eine gedanklich nachvollziehbare eigene Welt geschaffen worden.
So ist es eine muntere Unterhaltung, bei der man immer wieder mal lachend entspannen kann.

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Ener

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hat eigentlich zu wenig Kult-Status, sein Schattendasein in der Versenkung so nicht verdient. Zwar mit den ein oder anderen weniger unterhaltsamen Szenen, insgesamt aber ein tolles Crossover aus... allem Möglichen. Und nichts davon wirkt wirklich deplatziert, z.B. Cartoon & Noir so zusammenzufügen, Chapeau. Viel Charme, viele gute Gags, brauchbarer Handlungsstrang. Ausgezeichneter Streifen.

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Bastieff

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

WHO FRAMED ROGER RABBIT aus dem Jahr 1988 ist ein witziger, stylischer Real/Zeichentrickfilm von Robert Zemeckis.

Nachdem der mürrische Detektiv Eddie Valiant (Bob Hoskins) nur widerwillig einen Mordfall untersuchen muss, wird die Zeichentrickfigur, von Beruf Schauspieler, Roger Rabbit verdächtig, diese Tötung begangen zu haben. Valiant hat eine Abneigung gegenüber den Toons entwickelt, weil einer von ihnen seinen Bruder und gleichzeitigen Partner auf dem Gewissen hat.

Los Angeles 1947. Die Außenwelt sieht so aus wie zur damaligen Zeit. Alte Karosserien, schmuddelige Bars, in den Seitengassen dröhnt der Jazzige Sound. Die schwerfällige Musik akzentuiert die allgemeine Stimmung in der Stadt: Mafialeben, die Unterwelt regiert auf den Straßen. Zu lachen gibt es freilich nichts. Ein bisschen im Stile des Film Noirs gehalten.
Menschen und Toons leben zusammen in der Stadt. Die Zeichentrickfiguren sieht man mehr im Filmstudio, um dort als Schauspieler für ihre Trickfilme zu arbeiten.
Die beiden Parteien unterscheiden sich komplett voneinander: Während die Trickfiguren das Lachen , eine gewisse positive Einstellung und ihren chaotischen, disneyangehauchten Hang in der drögen Welt nicht verlernt haben, treten bei den Menschen genau gegenteilige Attribute, Verbittertheit , Alkoholsucht und vor allem ein permanentes Nicht-Lachen, was Valiant über den ganzen Film hinweg vertritt, auf.

Roger Rabbit dagegen verkörpert einerseits die Leichtigkeit und vor allem innere Gefühle- besonders zu seiner Frau Jessica. Doch explodieren diese schlagartig, wenn er Alkohol nicht verträgt und an die Decke geht oder wenn er tollpatschig seinen einzigen auserkorenen Retter Eddie Valiant mit seinen schrägen Aktionen zur Verzweiflung bringt.

Sehr gelungen sind einzelne Cameos verschiedener Disney-Zeichenfiguren, bei der jeder seine eigene Szene- und das auch sehr gut getimed- bekommt und seine bekannten Eigenschaften ausspielen darf. Ich hätte nicht gedacht, dass wirklich alle der großen Riege nach und nach auflaufen. Aber sie passen wunderbar in dieses teilweise ausartendes Klamaukszenario.

WHO FRAMED ROGER RABBIT ist ein klassicher Krimi, der spätestens ab der Hälfte sich seiner Konventionen etwas zu stark annimmt, sich am Ende nicht mehr ganz das zutrat, was er besonders am Anfang ausgestrahlt hat- nämlich eine gewisse Freiheit und Eigenständigkeit.
Aber Zemeckis schafft mit diesem Film einen absolut sehenswerten Streifen mit gegensätzlichen Figuren, mit einer typischen Portionen Disney-Comic-Relief und jede Menge Anspielungen auf die vergangene Einzelheiten rund um diese Zeit.
Vor allem nimmt er bekannte Versatzstücke der Krimi/Noir Zeit, verpackt diese leistungsgerecht und auf eine bildhübsche Art und Weise.

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kaching3007

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Bewertung3.0Schwach

Technisch wirklich top für seine Zeit.
Da kann man nur den Hut ziehen.
Ansonsten allerdings absolut nervtötend!

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80sfuntrain

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Na da warst dann wohl laut deiner eigenen Einschätzung diesmal etwas zu vernichtend was? ;-) Also wem Muppets most wanted und Ralph reichts so toll gefallen, dem würd ich auch zutrauen Roger Rabbit nicht absolut nervtötend zu finden. Etwas kurios, aber so ist Geschmack nunmal.


Morissa

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach erneuter Sichtung nach mindestens 3 Jahren kann ich "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" nur zu meinen Lieblingsfilmen hinzufügen. Über die ausgezeichnete Tricktechnik brauchen wir hier ja garnicht reden, die steht ausser Frage. Was mich am meisten beeindruckt ist die Charakterzeichnung aller Figuren.
Ob nun die grandios gespielten Eddie Valiant (Bob Hoskins), Doom (Christopher Lloyd) oder Marvin Acme (Stubby Kaye), welche durch absolute Größen der Komödie dargestellt wurden, oder die bis dato unbekannten Figuren Roger Rabbit, Jessica Rabbit oder Benny.
Diese charmanten Figuren spielen groß auf, in einer stellenweise rasanten, aber nie zu abgedrehten Geschichte, welche sogar den Straßenbahnskandal in den 30er Jahren auf die Schippe nimmt. Unterstützt werden sie hierbei von so ziemlich jedem bekannten Toon, den die großen Studios der USA jemals erschaffen haben. Die Situationskomik ist hier natürlich höchst amüsant.
Was diesem Film aber letztendlich das Herz bringt, sind die vielen Kleinigkeiten, welche nur den aufmerksamen Zuschauern auffallen. Anspielungen auf diverse historische Themen, Bilder, Texte und Zeitungsausschnitte im Hintergrund, oder einfach berühmte Cartoon-Figuren in lustigen Situationen.
Ja, schön den mal wieder gesehen zu haben. Immer wieder gerne, absolut unterhaltsam und passt wohl in fast jede Zielgruppe.

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MovieGremlin

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Bewertung9.5Herausragend

Hallo, ich bins mal wieder...

Verdammte {Donnerwolke, Spirale, Stern, Faust, Totenschädel}, warum macht keiner endlich einen zweiten Teil von diesen Film?

Normalerweise bin ich ja kritisch, was Fortsetzungen alter Filme angeht, aber auf Teil zwei dieses Meisterwerkes warte ich schon seit JAHREN! Gut, es ist bekannt, dass ein zweiter Teil geplant war und angeblich gäbe es schon ein Drehbuch (geht um die Vergangenheit von Roger); aber da Disney und Warner Bros. sich rumstreiten wie kleine Kinder wird es wohl nicht soweit kommen.

Dabei ist der erste Teil wirklich ein Meisterwerk.
Ich bin ja, wie schon so mancher erfahren hat, ein Kind der 80er Jahre. Es gab so viele (damals) neue Cartoon-Serien, dass man nie wusste, was man zuerst schauen sollte. Doch immer wieder waren die klassischen Cartoons die, trotz mehrerer Jahrzehnte Altersunterschied, die ich mir oft als erstes ausgesucht hatte. Mickey, Bugs, Donald, Duffy und wie sie sonst alle heißen. Sie brauchten keine Supermegahyperkräfte, keine Supermegacoole Spezialeffekte und auch keinen "Yo, das ist Cool"-Style, um mir das Fernsehen zu versüßen. Selbst heute, wo diese Figuren schon in Rentenalter sein könnten, gucke ich sie gerne und sogar lieber als so manchen trendigen Anime oder CGI-Film. Und wahrscheinlich werden sie auch künftige Generationen erfreuen, während heutige als Massenware produzierte Zeichentrickfilme, Animes & Co. sicherlich schon vergessen sind... Naja, außer man ersetzt die alten Cartoons durch Neuinterpretationen, wie z.B. diese neue Looney-Toons-Show... Dazu wird aber ne andere Review kommen...

Und die Vorstellung, dass sich Feinde wie Disney und Warner zusammen tun, war damals unvorstellbar und wird auch heute (leider) so sein. Als dann der Film raus kam, war es ein wahrer Cartoon-gasm für die Fans.

Was da technisch umgesetzt wurde wäre selbst für heutige Verhältnisse unglaublich. Heute ist man von CGI verwöhnt; vor ein paar Jahren war es kaum auseinander zu halten, was wahr ist und was nicht. Aber heute kann fast jeder die Illusion durchschauen. Doch bei diesen Film gab es keine CGI und man wusste eigentlich, dass die Cartoon-Figuren nicht da waren, aber selbst heute wirken die Figuren, als wären sie trotzdem direkt neben den Darstellern. Ein Grund mehr, dass Hollywood mal wieder was ohne Bits und Bytes produziert...

Den Darstellern selbst sieht man an, dass die Arbeit an den Film Spaß gemacht hat und machten die Illusion von Mensch und Zeichentrickfigur perfekt. Eil voran natürlich Bob Hoskins als Eddie, aber meine Lieblingsfigur bleibt Dr. Doom, gespielt vom einmaligen und kaum zu übertreffenden Christopher Lloyd (wer wundert sich, dass er dann damals noch im PC-Spiel Toonstruck mitgespielt hat). Ich erinnere mich immer noch, wie ich als Kind jedes Mal eine Gänsehaut bekam, wenn diese gruselige Gestalt auftrat und wie ich mich gruselte, als er sein wahres Ich offenbarte.

Ich bin noch immer ein großer Fan des Filmes, der selbst nach Jahren beeindruckt; nicht nur vom Film selbst, sondern auch von der Filmtechnik, die oft selbst modernstes CGI weit überlegen ist. Wenn jemals ein zweiter Film raus kommt, dann bitte nur mit den selben Techniken. CGI kills the Cartoon Star.

Dieser Film bekommt von mir 9,5 von 10 Fässer mit Suppe.

Nun entschuldigt mich, ich... *bekommt eine Bratpfanne auf den Kopf* Oh, guck mal! Sterne! *umkipp*

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replicant-10

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Bewertung7.5Sehenswert

Bob Hoskins und Christopher Lloyd
machen diesen Film zum Kult !!!
Absolut sehenswert !!!

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sebastian.boehler

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Detektiv mit Hut und Trenchcoat, begleitet von stimmiger Jazz -und Bluesmusik im Los Angeles der 40er Jahre - doch damit hat es sich noch nicht mit den Klischees!

"Who framed Roger Rabbit" von Robert Zemeckis aus dem Jahre 1988 liefert zuerst einmal eine klassische Kriminalgeschichte, welche zwar nicht die originellste ihrer Art ist, jedoch stets zu unterhalten weiß und die Spannung mittels verschiedener Twists jederzeit aufrechterhält.
Doch ist es etwas anderes, womit der Film brilliert, nämlich die exzellente Vereinigung von Real -und Zeichentrickfilm, welcher es (im Gegensatz zum Plot) keinesfalls an Originalität fehlt. In optischer Hinsicht gibt es an diesem Film einfach nichts auszusetzen, denn auch heute noch beeindruckt er mit seinem Look. Wo ein Film heute mit CGI-Effekten vollgestopft wird, so hat man ihn zu jener Zeit kunstvoll versucht, in Szene zu setzen. Und hier ist dabei nichts schief gelaufen! Hier wird der kindliche mit dem etwas erwachseneren Stil vermischt und Zemeckis kombiniert gekonnt die verschiedenen Stiltypen, indem er altbekannte Cartoon-Elemente wie den Slapstick geschickt als wichtigen Bestandteil in die Geschichte einbaut, was eine alles andere als bloß oberflächliche Verschmelzung hervorruft.

Und wie auch im Einleitungssatz dargestellt, so finden sich ebenfalls auf der Zeichentrick-Ebene des Films die ältesten Klischees, sei es ein großer, schwerer Gegenstand, der aus nicht geringer Höhe auf jemanden herabstürzt. - Besagte Klischees machen dem Film allerdings keinerlei Abbruch. Im Gegenteil, sie lassen ihn zu einem amüsanten und erfreulichen, wenn nicht gar wohl tuenden Erlebnis aufblühen, weil man permanent das Gefühl hat, das alles schon einmal gesehen zu haben. Hilfe dazu bietet die Tatsache, dass der Plot im Filmbusiness angesiedelt ist, was diversen Charakteren und bekannten Gesichtern Zutritt gewährt und so bekommt man es mit Donald Duck, Yosemite Sam oder auch Bugs Bunny zutun. Trotz der Anspielungen auf all die klassischen Cartoons ist "Who framed Roger Rabbit" dennoch etwas Neues.
Während all diese Comicfiguren eher im Hintergrund auftreten und dem Streifen seinen wundervollen Rahmen verpassen, so glänzen der witzige Roger und die zeitweise rätselhafte Jessica Rabbit am meisten. Einen großartigen Gegenpart dazu gibt Christopher Lloyd als Richter Doom, der den Zuschauer mithilfe seines Schauspiels immer wieder zu schockieren wie auch zu entzücken vermag.

Insgesamt wird der Film von einer hervorragenden Atmosphäre untermalt, welche sich sogar gelegentlich am Stil des Film Noir bedient und dadurch sowohl auf visueller als auch auf tieferer Hinsicht das Vergnügen des Films in die Gänge leitet.
Viel Humor und flotte Sprüche verhelfen dem Film dazu, schlicht und einfach Spaß zu machen. Und das gelingt ihm wirklich ausgezeichnet!

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Drehmumdiebolzen

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Verpasse ich seit Jahren regelmäßig im TV (wenn der überhaupt mal läuft...) und hab' ihn letztens für lau bei 'ner Grabbeltisch-Aktion ergattert. Blu-Ray lohnt sich, wunderbar knallige Farben!
Schöner Text, obwohl Yosemite Sam glaub' ich vom gleichnamigen Nationalpark kommt ;)


sebastian.boehler

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Stimmt. :D Nur, wenn man es in der falschen Schreibweise in Google eingibt, kommen schon die ganzen Vorschläge, da kam ich nicht auf die Idee, dass das falsch ist. ;D Aber danke.


patrick.rohrer.5

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Bewertung9.0Herausragend

Nach Zurück in die Zukunkt der nächste Kracher von Robert Zemeckis !!!
Zeichentrickfiguren und echte Menschen in einem Film einfach eine geile Idee.
Tolles Drehbuch, tolle Schauspieler, tolle Synchronisation, auch den Bösewicht mit Christopher Lloyd zu besetzen war eine weise Entscheidung.
Obwohl hier Zeichentrickfiguren zu sehen sind, ist dieser Film eher nichts für Kinder finde ich !!!!
In diesem glaubt man das alles echt ist, wenn Roger Rabbit mit realen Personen redet und sichtbar ist.
Echt KLASSE :-) !!!

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Thomas Hetzel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als Kind hatte ich ja echt Angst vor dem Film. Es gibt da wirklich einige Szenen die nichts für Kinder sind und das obwohl viele Disney- und Cartoonfiguren vorkommen. Vor Richter Dom bekam ich wahrlich Gänsehaut.
Nichts desto trotz ist "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" eine gute Mischung aus Zeichentrick- und Realfilm, der mit damals, sehr tollen Tricks und schrägen Einfällen glänzt. Schade, dass solche Filme nicht mehr gemacht werden. Ich will wieder solche schönen Filme mit Realen- und Zeichentrickfiguren zusammensehen.

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Optimus Daim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als Kind vergötterte und liebte ich diesen Film auf allen Vieren. Auch heute noch sind die Szenen ein Hochgenuss vom Feinsten wenn Roger seine Zoten zum Besten gibt. Selbstredend habe ich als Kind im Alter von ca. 7-8 Jahren viele,viele Elemente nicht verstanden. Aber dennoch ist der Film mit mit gewachsen und mit steigendem Alter und Konsum des Films hat man eines Tages auch den letzten Fauxpass verstanden und in sich aufgenommen wenn es nach mehreren Jahren endlich "Ahhhhhhhhhhhhhh" macht im Kopf...So meinen die das Also :-D

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AltH85

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vllt. kann mir das jemand bestätigen/widerlegen. Aber hab ich das richtig gehört? Donald benutzt in der engl. Fassung das "N - Wort" gegenüber Daffy?

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Loxeley

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Nope, das ist eine Urban Legend. Im Skript steht wohl "doggone stubborn little--.". Zugegeben, bei Donalds Gequassel kann man sich aber wirklich schnell verhören. ;)


Hannibal Lecter

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Bewertung9.5Herausragend

Das waren noch Zeichentricks, jetz kommt so n BULLSHIT !!!!!!!!!!!

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HulktopF

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Bewertung10.0Herausragend

allein schon für die eine szene wo bugs bunny neben micky maus steht, ist dieser film einfach einer meiner lieblingsfilme.
die story ist klasse und unterhält unglaublich gut.
oder christopher loyd als psychopath ist einfach furchteinflößend und abgedreht zugleich(an dieser stelle wird nichts verraten .glaubt mir man merkt die bedrohung und es ist klasse) :D

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