Fanny und Alexander
Fanny och Alexander (1982), FR/SE/DE Laufzeit 187 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.10.1983
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von Ingmar Bergman, mit Bertil Guve und Jan Malmsjö
Das Leben einer großbürgerlichen Theaterfamilie um die Wende zum 20. Jahrhundert erfährt eine schicksalhafte Wendung, als das Oberhaupt der Familie, ein beliebter Theaterdirektor, stirbt und die Witwe einen Bischof heiratet. Aus der Sicht der Kinder Fanny und Alexander kann der Absturz gar nicht schlimmer sein: von der sinnenfrohen Welt voller Fantasie, Magie und heiterem Chaos geraten sie in die gefühlskalte, bigotte, lebensfeindliche Sphäre, die sie wie ein Gefängnis empfinden. Unter pädagogischen Vorwänden quält der Stiefvater seine Kinder, und als die Mutter Emilie endlich erkennt, dass diese Ehe ein Irrtum ist, verweigert Edvard ihr die Scheidung. Mit einer List befreit der jüdische Freund Isak Jacobi die Familie aus dieser Hölle. Alexander findet in dem Jungen Ismael einen Freund, der ihm mit wunderbaren Fähigkeiten dazu verhilft, seinen gegen den Bischof gerichteten Todeswunsch zu verwirklichen. Nach dieser Befreiung wendet sich die Familie wieder dem Theater zu; zusammen mit der Großmutter Helena zeigen sie August Strindbergs “Traumspiel”.
HandlungDie beiden Geschwister Fanny (Pernilla Allwin) und Alexander (Bertil Guve) wachsen Anfang des letzten Jahrhunderts in der bürgerlichen Theater-Familie Ekdahl in Schweden heran.
Zum Weihnachtsfest kommt wie jedes Jahr die ganze Familie bei der Großmutter Helena Ekdahl (Gunn Wållgren) zusammen aber dieses Jahr ist alles anders als sonst: der geliebte Vater der beiden Kinder, der Theaterbesitzer und Schauspieler Oscar (Allan Edwall), erleidet auf der Bühne einen Schlaganfall und stirbt wenig später.
Für die beiden Kinder und vor allem für Alexander, einen absoluten Theaterbegeisterten, bricht eine Welt zusammen. Die Lage verschlechtert sich zusätzlich, als ihre Mutter Emilie (Ewa Fröling) ein Jahr später beschließt das Theater zu verkaufen und neu zu heiraten.
Der Stiefvater Vergerus (Jan Malmsjö), ein Bischof, der auch die Bestattung des Vaters vorgenommen…
Das Leben einer großbürgerlichen Theaterfamilie um die Wende zum 20. Jahrhundert erfährt eine schicksalhafte Wendung, als das Oberhaupt der Familie, ein beliebter Theaterdirektor, stirbt und die Witwe einen Bischof heiratet. Aus der Sicht der Kinder Fanny und Alexander kann der Absturz gar nicht schlimmer sein: von der sinnenfrohen Welt voller Fantasie, Magie und heiterem Chaos geraten sie in die gefühlskalte, bigotte, lebensfeindliche Sphäre, die sie wie ein Gefängnis empfinden. Unter pädagogischen Vorwänden quält der Stiefvater seine Kinder, und als die Mutter Emilie endlich erkennt, dass diese Ehe ein Irrtum ist, verweigert Edvard ihr die Scheidung. Mit einer List befreit der jüdische Freund Isak Jacobi die Familie aus dieser Hölle. Alexander findet in dem Jungen Ismael einen Freund, der ihm mit wunderbaren Fähigkeiten dazu verhilft, seinen gegen den Bischof gerichteten Todeswunsch zu verwirklichen. Nach dieser Befreiung wendet sich die Familie wieder dem Theater zu; zusammen mit der Großmutter Helena zeigen sie August Strindbergs “Traumspiel”.
HandlungDie beiden Geschwister Fanny (Pernilla Allwin) und Alexander (Bertil Guve) wachsen Anfang des letzten Jahrhunderts in der bürgerlichen Theater-Familie Ekdahl in Schweden heran.
Zum Weihnachtsfest kommt wie jedes Jahr die ganze Familie bei der Großmutter Helena Ekdahl (Gunn Wållgren) zusammen aber dieses Jahr ist alles anders als sonst: der geliebte Vater der beiden Kinder, der Theaterbesitzer und Schauspieler Oscar (Allan Edwall), erleidet auf der Bühne einen Schlaganfall und stirbt wenig später.
Für die beiden Kinder und vor allem für Alexander, einen absoluten Theaterbegeisterten, bricht eine Welt zusammen. Die Lage verschlechtert sich zusätzlich, als ihre Mutter Emilie (Ewa Fröling) ein Jahr später beschließt das Theater zu verkaufen und neu zu heiraten.
Der Stiefvater Vergerus (Jan Malmsjö), ein Bischof, der auch die Bestattung des Vaters vorgenommen hat, wird zum Hassobjekt der Kinder. Die Familie zieht zu ihm und muss buchstäblich alles hinter sich lassen.
Mit der Zeit stellt sich heraus, dass der Geistliche immer mehr zum herzlosen Tyrannen wird, der versucht die Kinder zu beherrschen und zu bestrafen. Als Emilie die Scheidung einreichen will, droht ihr der Bischoff die Kinder durch einen Gerichtsbeschluß an sich zu binden.
Die beiden Kinder schmieden schließlich zusammen mit dem alten Freund der Familie Isak Jacobi (Erland Josephson) einen Plan, wie sie die Mutter dazu bringen können in ihre alte Heimat zurück zu kehren…
Bewertungen
Fanny und Alexander könnte durch seine langsame, bedächtige Erzählweise moderne Zuschauer abschrecken, aber Bergmanns berühmter Kameramann Sven Nykvist macht mit seinem glanzvollen Licht jedes einzelne Bild zum reinen Genuß. Der gesamte Film wirkt in gewisser Weise irreal – eine Erleichterung in den tragischen Momenten. Meisterhaft gliedert Bergman die Handlung so, dass die schlimmsten und glücklichsten Momente genau dann eintreten, wenn die Geschichte eine Lösung verlangt.1
Wissenswertes
Der Film wurde als eine 5-teilige Serie für das Fernsehen konzipiert und ist wie ein klassisches Drama aufgebaut: Prolog, fünf Akte, Epilog.
Der Film gewann vier Oscars: als bester ausländischer Film, für die beste Kamera, die beste Ausstattung und die besten Kostüme. 1983 gewann er außerdem einen César als bester ausländischer Film.
Weiterführende Informationen
Informationen zu Regisseur Ingmar Bergman
Weitere Informationen im Internet
Prolog des Films bei youtube (swed.)
Rezension bei der Filmzentrale (dt.)
Fanny und Alexander bei Prisma (dt.)
Quellen
Schneider. 1001 Filme. Zürich: Edition Olms, 2004. S. 694
Fanny und Alexander bei der Wikipedia (dt.)
1 Schneider. 1001 Filme. Zürich: Edition Olms, 2004. S. 694
Cast & Crew
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Ingmar Bergman
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Bertil Guve
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alexander Ekdahl
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Jan Malmsjö
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bischof Edvard Vergerus
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Allan Edwall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oscar Ekdahl
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Ewa Fröling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Emilie Ekdahl
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Pernilla Allwin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fanny Ekdahl
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Pernilla August
Regie
Schauspieler
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Gunn Wållgren
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helena Ekdahl
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Erland Josephson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Isak Jacobi
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Jarl Kulle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gustav Adolf Ekdahl
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Peter Stormare
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Gunnar Björnstrand
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Filip Landahl
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Harriet Andersson
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Lena Olin
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Ingmar Bergman
- Genre
- Familiensaga, Familiendrama
- Zeit
- 1890er Jahre, 1900er, Weihnachten
- Ort
- Schweden
- Handlung
- Adel, Autoritäre Erziehung, Bedienstete, Bestattung, Bischof, Bruder-Bruder-Beziehung, Bruder-Schwester Beziehung, Bühne, Dachboden, Ehe, Eingesperrtsein, Entführung, Erziehung, Geist, Geschwister, Grab, Grausamkeit, Hamlet, Judentum, Junge, Klassiker, Magische Fähigkeiten, Nacktheit, Oberschicht, Oscargewinner, Puppe, Schläge, Schwangerschaft, Sterben und Tod, Stiefvater, Strenge, Theater, Theatergruppe, Trauerfeier, Verlust des Kindes, Verlust des Vaters, Weihnachten, Wunderkind
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Fanny und Alexander
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Trailer zum Film Fanny und Alexander
Alle Trailer, Clips & Videos (2)










Kritiken (1) — Film: Fanny und Alexander
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenKompliziertes und nicht selten langatmiges Spätwerk von Bergmann, das trotz guter Besetzung viel guten Willen erfordert.
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Kommentare (9) — Film: Fanny und Alexander
Kommentar schreibenSilmau 2011/09/02 20:33:48
Kommentar löschenEiner der besten Filme die ich bisher gesehen habe. Gerade zur Weihnachtszeit passt dieser Film ! Ich kann jedem der nur den Hauch von Intelligenz hat empfehlen sich diesen Film nicht entgehen zu lassen.
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Tyler__Durden 2011/01/31 19:06:49
Kommentar löschenEin Monument das oft erstaunt und trotz Laufzeit selten sperrig daherkommt. In Bergmans letztem großen Film verschmilzt all seine Moral und Ethik, all sein Glauben und seine Überzeugungen an Kunst zusammen um uns für fünf Stunden jegliche Spirituelle sowie Emotionale Ebene durchleben zu lassen. Ein Fest für den Menschen und seine brüchige Existenz. Das so etwas präzises überhaupt von Menschenhand geschaffen worden sein soll beschert mir Kopfweh.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dAJaro 2011/01/29 17:19:44
Kommentar löschenFanny und Alexander im Director's Cut? Ich nenne es Aufwärmübung für "I Claudius" am nächsten oder übernächsten Wochenende. ;)
Eine andere Wertung ist beinahe nicht möglich. Wer Bergmans Filme mag, mag auch Fanny och Alexander.
Nach einem Durchlauf lässt sich das gerade gesehene Drama kaum in Worte fassen. Liegt natürlich auch an der Länge dieses Werkes.
Was mir jedoch aufgefallen ist:
Tolle Sets! Der Inneneinrichter sollte mit Preisen überhäuft werden. Es gibt soviel zu sehen, dass der Film auch im Original ohne Schwedischkenntnisse funktionieren würde.
Die Inszenierung dieser bildschönen Sets bietet regelmäßig Einstellungen, die auch als klassische Bilder funktionieren könnten.
Doch auch die bewegliche, intime Kameraführung geht schwer in Ordnung und wirkt anders als in "Scener utt ..." nicht erdrückend.
Interessanterweise ist die Zeit des Winters viel farbenfroher als der Sommer.
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Es gab einiges, wie bspw. eine Geschichte in einer Geschichte, zu sehen, was Woody Allen z. B. in "Crimes ..." kopiert hat. :)
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Schade, dass keiner der üblichen Verdächtigen von Bergman mitgespielt hat, aber der Cast hat gut in die Rollen gepasst.
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Die Handlung im Ganzen müsste ich mir noch mal auf der Zunge zergehen lassen, gibt es doch reichlich Charaktere, Parabeln, Schauplätze und interessante Monologe.
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Die Enden der Abschnitte wirkten etwas lustvoll abgehandelt. Ein bloßes Ausblenden des Bildes kann nicht das Maß der Dinge sein.
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Definitiv eine Empfehlung für alle Bergman-Enthusiasten, Filmfreunde und sonstige Menschen mit gutem Geschmack und fünf Stunden freier Zeit.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Tyler__Durden 2011/01/29 17:27:22
Antwort löschenAn die 5 Stunden Fassung werde ich mich morgen setzten. Freu mich schon. :)
dAJaro 2011/01/29 21:53:09
Antwort löschenZufälle gibt es, Zufälle gibt es...
Bin gespannt auf deine Impressionen. :)
BigDi 2011/01/30 00:28:29
Antwort löschenWoher hast du den Film?
Alle 5 Antworten zeigen
dAJaro 2011/01/30 00:52:03
Antwort löschenEs gibt da so einen Criterion-Release ...
BigDi 2011/01/30 19:50:42
Antwort löschenIst schon ein feines Teil, aber recht unerschwinglich. :-/
eemia 2009/12/22 21:39:37
Kommentar löschenEin wundervoller, tiefgründiger und mystischer Film, den man aber mehr als ein Mal ansehen sollte um den gesamten Inhalt zu verstehen. Zudem offenbart sich die Kunst Ingmar Begmans immer auf den zweiten Blick, so auch bei diesem Werk :-). - Äußerst empfehlenswert und intellektuell hoch anspruchsvoll.
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spanky 2009/12/09 12:58:03
Kommentar löschenGott, wie hab ich mich vor diesem bösen Bischof zu Tode gefürchtet als Kind! Ich glaube, allein wegen dem bin ich so gottlos geworden. Jedenfalls ist und bleibt dies mein Lieblings-Bergman. Wobei ich die 300 Minuten-Fassung noch nicht gesehen hab. Aber ich freue mich schon drauf. Wäre was für Weihnachten...
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alanger 2009/06/04 19:16:45
Kommentar löschensein großes episches spätwerk.
eigentlich der bergman-film den david lean immer als bergman-film drehen wollte.
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filmbaum 2009/05/03 02:07:17
Kommentar löschenKindheitsverfilmungen gibt es viele. Bergman gibt dem eine epische Form, ohne sich in Sentimentalitäten zu verzetteln. Präzise und schmerzlich wahr.
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Ms. Myrna Loy 2008/01/17 19:29:17
Kommentar löschenes gibt kein besseres portrait einer familie im modernen film.
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Geistertexter 2007/12/09 13:06:39
Kommentar löschenSpätes Meisterwerk von Ingmar Bergman. Immer auch autobiografisch angehaucht, erzählt er in langen, ruhigen Einstellungen die Geschichte zweier Kinder, die gepeinigt von gesellschaftlicher Engstirnigkeit und Doppelmoral in Gestalt eines seelenlosen, kirchlichen Würdenträgers ihre Unschuld verlieren, aber ihr Leben zurück erhalten. Ein Film von außergewöhnlicher Dichte und Qualität.
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