Felicia, Mein Engel
Felicia's Journey (1999), CA/GB Laufzeit 116 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 03.02.2000
5.1
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von Atom Egoyan, mit Bob Hoskins und Arsinée Khanjian
Die junge Irin Felicia reist, von ihrem Vater verstoßen, nach Birmingham, um ihren Freund John, von dem sie schwanger ist, zu suchen. Doch die Rasenmäherfabrik, in der er arbeiten soll, findet sie nicht. Stattdessen macht sie die Bekanntschaft von Hilditch, einem freundlichen, älteren Herrn, der in einer Werkskantine als Küchenchef arbeitet. Je länger die (vergebliche) Suche nach dem Freund andauert, desto merkwürdiger entwickelt sich die Beziehung zwischen den beiden einsamen Kreaturen, die letztlich ein unerwartetes Ende finden wird.
Cast & Crew
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Atom Egoyan
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Bob Hoskins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joseph Ambrose Hilditch
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Arsinée Khanjian
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Elaine Cassidy
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Sheila Reed
Regie
Schauspieler
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Atom Egoyan
Drehbuch
Filmdetails Felicia, Mein Engel
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Kommentare (3) — Film: Felicia, Mein Engel
Kommentar schreiben8martin 2010/07/09 18:37:53
Kommentar löschenEin kleiner Film, der es nie zum ganz großen Erfolg geschafft hat. Dafür ist er aber auch zu ungewöhnlich. Das Ganze wird von den guten Darstellern Bob Hoskins und Elaine Cassidy getragen.
Das anfängliche Misstrauen gegen die Hilfsbereitschaft eines älteren Herrn wird kontinuierlich durch kleine optische Zugaben erhöht. Die zunehmende Spannung rührt von der Ungewissheit her: ist er einer oder nicht? Die Ahnung eilt der sich zuspitzenden Handlung voraus. Und dann kommen noch zwei völlig unerwartete Wendungen hinzu: eine vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Bekehrung des Alten im Garten, die mit einer skurrilen Komik etwas überzogen daherkommt. Und dann dessen Ende! Völlig überraschend, blitzschnell, ohne viel Aufhebens. Schließlich pflanzt Felicia Blumenzwiebeln ein. Sie ist wohl inzwischen auf ihrer Reise (so der Originaltitel) an einem Ziel angekommen. Ein Drama voller subtiler Täuschungen, in dem die Gefahr aber auch eine gewisse Komik immer latent mitschwingen.
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Kubrick_obscura 2008/10/14 11:44:52
Kommentar löschen"Felicia, mein Engel" ist endlich einer dieser Serienkiller-Filme, die nicht versuchen mit eindeutigen Dialogen und Bildern die Motivation des Täters offen zu legen. Schließlich hat das meiste davon das Niveau einer Soap-Opera. Zwar tränkt Egoyan seinen Film in Verweise, Symbole, und Andeutungen, aber sie bleiben immer rätselhaft, lassen sich nie komplett aufschlüsseln. Egoyans Inszenierung ist komplex. Landschaften, Industrie, Gesellschaft und Medien finden Einzug in sein Psychogramm, das von zwei auf den ersten Blick unterschiedlichen Seelen erzählt, die sich erst am Ende, dann wenn es keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen gibt, näher kommen. Besonders die kraftvolle Musik ist lobenswert. Ähnlich wie später in "There will be Blood" illustiert sie die Szenen, zum Teil emotional, aber auch psycholgisch. Die für Egoyan bekannte aufgelöste Erzählstruktur, die manchmal sporadisch zurück springt,um Beziehungen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Traum und Wirklichkeit herzustellen, funktioniert auch hier hervorragend und sorgt für eine unnachahmliche Suspense.
Erst gegen Ende tun sich wenige Schwächen auf. Das Finale im Garten, das Beichtgeständnis Hilditchs vor den religiösen Heilspredigern, verstärt die religiöse und mythische Ebene des Films zu einem fast unerträglichen Ausmaß. Auch auf die erste der beiden Schlussszenen hätte man verzichten können. Hilditchs Ende entwertet die Figur ungemein und macht sie zu einem dieser vielen TV-Serienkiller, die keinen Ausweg mehr wissen.
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AgentGuhl86 2007/12/08 13:39:11
Kommentar löschenEin Thriller, der eigentlich gar nicht so rüberkommt, trotzdem allen Anforderungen gerecht wird. Hochinteressante Charaktere toll gespielt!!
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