Ferien

Ferien (2007), DE
Laufzeit 91 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 14.06.2007

7.6 Kritiker
5 Bewertungen
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6.9 Community
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von Thomas Arslan, mit Uwe Bohm und Gudrun Ritter

Ein Sommer in der Uckermark. hier leben Anna, Robert und ihr Sohn Max abgeschieden vom Rest der Welt. Als Annas Tochter Laura mit ihrer Familie aus Berlin anreist, um hier ihren Urlaub zu verbringen, sieht zunächst alles nach einem harmonischen Sommer aus. Doch ein Schicksalsschlag – Annas Mutter erkrankt schwer – ändert die Situation, die sich auch nicht bessert, als dann auch noch Lauras Schwester Sophie, die im Ausland lebt, zum Rest der Familie stößt.

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Kritiken (4) — Film: Ferien

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.0Herausragend

Spätsommer irgendwo in der Uckermark. In den Baumwipfeln rauscht es, Wäsche trocknet an der Leine, Kinder baden im See, Mücken spielen im Wiesengrün. Eine Idylle, und doch liegt ein Hauch von Melancholie in der Luft. Starr blickt Anna, die mit ihrem zweiten Mann und ihrem Sohn ein Landhaus im Wald bewohnt, ins Grüne, über all das sinnierend, was einem wohl durch den Kopf gehen mag, wenn man nicht mehr jung ist: Lebensenttäuschungen, Fehlentscheidungen, Alter und Tod. Eine Stimmung, aus der auch ihre erwachsenen Töchter aus erster Ehe, der Schwiegersohn und die Enkel Anna nicht herausreißen werden, die nach und nach zum großen Familientreffen anreisen.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.0Ausgezeichnet

Hoch konzentriert, mit genauem Blick für die wesentlichen Details und großer Leichtigkeit entwickelt Thomas Arslan die komplizierten Beziehungen, spinnt dieses Netz von angedeuteten Verletzungen, Eitelkeiten und Verpflichtungen, in dem sich jeder irgendwo wieder finden kann. Die Natur ist dabei ein eigener, ungerührter Akteur.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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7.5Sehenswert

Ferien ist zweifellos ein Film von außergewöhnlicher formaler Geschlossenheit. Jede Einstellung ist als das Produkt einer ästhetischen Reflektion auf hohem Niveau erkennbar, wie sie im deutschen Kino nach wie vor einzigartig ist. Und doch bleibt bisweilen der Wunsch nach mehr zurück. Nicht nach mehr Psychologie oder nach mehr Kamerabewegung, wohl aber nach filmischen Zeichen, die in irgendeiner Weise über das Familienanwesen in der Uckermark hinausreichen.

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plomlompom: Filmblogs

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7.0Sehenswert

... hier ist immer noch eine starke formalistische Energie, aber sie scheint sich schon zu stark Geschichte und Figuren und Milieu Untertan zu machen, das missfällt mir ...

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Kommentare (2) — Film: Ferien

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baser

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Bewertung9.0Herausragend

Trotz der hohen erzählerischen und visuellen Präzision wirkt "Ferien" nie verkopft sondern nähert sich seinen Figuren beiläufig und unaufdringlich.

Meiner Meinung ist dieser Film der Höhepunkt der "Berliner Schule".

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Geistertexter

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Bewertung7.0Sehenswert

Wunderbares kontemplatives Kino, inszeniert mit dokumentarischer Beiläufigkeit. Der ebenso zurückhaltend wie empathisch beobachtende Blick der Kamera löst abseits aller sich anbahnenden Familien- und Beziehungskonflikte eine Stimmung der Muße und inneren Einkehr beim Betrachter aus. Einzig die Streitereien des Berliner Paares wollen nicht recht zu dieser stilisierten uckermärkischen Friedhofsruhe passen und wirken etwas aufgesetzt und dominant in einem ansonsten gelungenen Ensemblespiel.

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