Die Handlungen an Bord von Flug 93 hat Greengrass anhand von verfügbaren Tonbandaufnahmen und Gesprächen mit den Angehörigen rekonstruierte und mit fiktionalen Szenen ergänzt. Er stützt sich in seinem Film auf die, teilweise angezweifelte, offizielle Version der US-Regierung...
Leider muss ich sagen, dass der Film, so unglaublich tragisch auch sein Ausgang ist, so tragisch die Ereignisse an diesem Tag waren, nicht wirklich gefallen hat.
Es ist ein Film wie World Trade Center und leider hat mir dieser Film auch nicht gefallen. Zu viele Telefongespräche, zuviele Schnitte, zu wenig Spannung, denn was am Ende passiert das war ja schon klar.
Kann man sich einmal ansehen, aber öfters nicht.
Wenn ich diesen Flug93 bewerten müsste, dann gäbe es von 10 möglichen Punkten nur eine 4,5.
Es war die erste Flugzeugentführung der Post-9/11-Ära. Post-9/11? Aber sie fand doch ebenfalls am 11. September statt! Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Passagiere etwas wussten, was ihre Leidensgenossen der anderen Flüge nicht wussten, was allgemein zuvor unbekannt war. Vor dem 11. September 2001 dienten Flugzeugentführungen meist dazu politische Forderungen durchzusetzen. Die Passagiere hofften also darauf, dass die Situation auf dem Verhandlungswege geklärt werden könnte. Das Klügste wäre es also in dieser Sitution sich still zu verhalten und abzuwarten. Dies taten wohl auch die Insassen der anderen entführten Flugzeuge an diesem Tag.
Die Passagiere von Flug 93 wussten allerdings von den Ereignissen in New York und mussten mit ihrem Tod rechnen. Und nun?
Der Film zeigt auf nüchtern-sachlicher Ebene die Schrecken, die sich in den letzten Minuten im Leben der Passagiere von Flug 93 abspielten. Gerade diese Erzählweise schafft einen konkreten Bezug zur Situation und weiß mehr zu schockieren als es ein reiner Spielfilm vermocht hätte. Schön ist es nicht sich das anzusehen, aber gerade deshalb gelungen.
"Flug 93" ist kein pathetisches Helden-Epos wie Oliver Stones "Word Trade Center". Es ist ein spannend und packend verfilmtes Echtzeit-Drama, das eine Authentizität erreicht, wie man sie höchstwahrscheinlich nie wieder in einem Film mit dieser Thematik erleben wird. Die Schilderung der Ereignisse, welche sich auf Auswertungen von Handy-Gesprächen und dem Voice Recorder des Cockpits stützen, sind beklemmend und nüchtern. Dieser Film zeichnet die letzten schicksalhaften Minuten der Insassen in einem realistischen, respektvollen Licht und bedarf keiner unnötigen Tragik, um der Menschheit den unendlichen Mut und die unglaubliche Tat dieser Insassen begreiflich zu machen. Der Respekt vor dieser Tragödie wird besonders am Ende des Filmes deutlich. Wir sehen keinen Absturz, keine Explosion. Keinerlei Pietätlosigkeit.
Diesen Film moralisch zu verwerfen würde bedeuten, auch alle Filme über die Kriege und all die anderen verfilmten Unglücke in der Geschichte der Menschheit zu verwerfen. Hier den Zeigefinger zu erheben ist in keinster Weise gerechtfertigt. Ob der Film als ein weiteres der unzähligen Zeitzeugnisse erforderlich war, ist eine andere Frage, die ich nicht beantworten werde, da es nichts an der Tatsache ändert, dass es ihn gibt.
"Flug 93" von Paul Greengrass ist wohl der bislang beste Film über die Ereignisse des 11. September und rekonstruiert die Geschichte des United-Airlines-Fluges 93 so, wie sie sich nach bekannter Faktenlage möglicherweise zugetragen hat. Mit nur 15 Millionen Dollar Budget schuf Greengrass ein intensives und packendes Drama, das sich auf das Wesentliche konzentriert und politische und religiöse Hintergründe bewusst ausklammert. Schauspielerisch kann der mit vielen Laiendarstellern gespickte Film überzeugen und liefert ein überraschend ausgewogenes Bild, das sowohl die Ängste, Hoffnungen und die Verzweiflung der Passagiere schildert, aber auch die Terroristen nicht als reine Inkarnation des Bösen präsentiert. Sie sind durch Indoktrination zu religiös fehlgeleiteten Fanatikern geworden, die aber in letzter Konsequenz auch Menschen sind und deshalb nicht das simpel gestrickte Klischee und Abziehbild des unerklärlichen Bösen bedienen. Ein sehenswerter Film.
10 lange Jahre ist das jetzt schon wieder her.
Ich weiß noch, dass ich damals um den 9/11 herum mit ner satten Erkältung flach liegen musste und somit viel Zeit vor dem Fernseher verbrachte. Als das Chaos los ging, kam sowieso nichts anderes. Ich weiß garnicht mehr, wieviel damals über die anderen zwei Maschinen berichtet wurde, die nicht ins WTC krachten, jedenfalls war die Erinnerung daran kaum noch da, als ich mich neulich für "United 93" entschied.
Greengrass' unterkühlter Film nähert sich der Geschichte rund um die Entführung des vierten Flugzeugs mit nahezu dokumentarischer Objektivität, begleitet gleichermaßen die ahnungslose Passagiere und die vier Attentäter auf ihre Sitzplätze und setzt dabei wohlwissend auf unbekannte Gesichter. Währenddessen wird auch den Flughäfen und Behörden klar, dass irgendwas nicht stimmt, bis plötzlich der erste Tower in Flammen steht.
Jeder weiß, wie die Sache ausging, und trotzdem hat mich "United 93" unheimlich gepackt. Wenn mir weit über die Hälfte der Laufzeit die Pumpe nonstop auf Hochtouren läuft, wurde irgendwas verdammt richtig gemacht. Über Greengrass und seine Shakycam-Vorliebe kann man witzeln wie man will, sie passt hier wie die Faust auf's Auge, unterstützt sogar die zunehmende Nervosität und Hilflosigkeit aller Beteiligten. Die zwischenmenschliche Tragik im Flugzeug dann, die Angst, die Konfrontation mit dem möglichen Tod, das Abschiednehmen übers Telefon, die verzweifelte Rebellion der Passagiere, das über-sich-selbst-hinauswachsen, der Drang zu überleben - selten hat mich etwas so sehr gefesselt.
Spannend, intensiv und durchrüttelnd, sicherlich traurig, keinesfalls aber rührselig.
Vermutlich die beste filmische Auseinandersetzung mit dem 9/11.
Ein furchtbarer Film. In diesem Fall im positiven Sinne.
Es gibt wohl wenige Ereignisse meiner Lebenszeit, in denen ich die Welt für Tage so lahmgelegt und erschüttert gesehen habe wie am 11. September. FLUG 93 thematisiert dies auf keine Feuerwehrmänner-heroisierende Art und Weise, sondern aus der Sicht eines ebenfalls entführten Flugzeugs und dessen Insassen, [Achtung Spoiler] das sein Ziel aber nie erreichte [Spoiler Ende]. Vielleicht mag es nicht gerade herzergreifender sein, erscheint aber bedeutsam problemthematisierender. Mal gar nicht ausgeschlossen, dass auch FLUG 93 wahnsinnig emotional ist. Wer allerdings Tränenfluss erwartet liegt falsch. Es ist die Furcht, die den Zuschauer packt, weil erstens jeder, der den Film schaut, diesen Tag miterlebt hat (dank FSK 12) und das Bedrücken und die Betroffenheit der Tage selbst gefühlt hat; und zweitens, weil jeder, der schon mal geflogen ist, nachvollziehen kann, auf engem Raum in mehreren Tausend Metern Höhe zu fliegen und das eigene Leben eigentlich nur an zwei Personen abhängt: dem Piloten und seinem Copiloten.
Es würde sicherlich keinen stören, den Spielfilm über dieses Grauen nicht gesehen zu haben, weil das Gefühl eben keinen braucht. Gelungen - und vor allem würdigend und nicht auf das Unterhaltungspotenzial zugeschnitten - ist es jedoch, dieses in einem solchen zu verpacken. Vielleicht nur, um sich dem Ereignis noch einmal nachdenkend zu widmen. Und ihm 110 Minuten Aufmerksamkeit schenken.
Skepsis und Unmut haben sich jahrelang bei mir breitgemacht, sobald ich den Titel "Flug 93" las oder hörte, stets mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob es wirklich nötig war, den Schrecken und Terror von 9/11 schon vier Jahre später filmisch abzuhandeln. Selbst Oliver Stone ist mit seinem "World Trade Center" grausam gescheitert. Gestern, im Rahmen der Ausstrahlung auf ZDF konnte ich mich schließlich doch überwinden. Meine Gefühle danach waren zwiegespalten.
Einerseits die ersten 45 Minuten, die gar nicht voranzukommen schienten. Andererseits die letzte halbe Stunde, die mich den blanken Terror am eigenen Leib spüren ließ. Paul Greengrass hat es tatsächlich geschafft, den höllischen Moment, als die Passagiere von Flug 93 dem Tod ins Auge sahen, auf die Leinwand zu hieven. Beängstigend, real, spannend und tödlich. Eine außergewöhnliche Leistung, ein Schockmoment.
Es ist vor allem absolut herausragend, dass der Film vollkommen ohne Pathos und Klischees auskommt. Ob es dort oben in 10.000 Metern Höhe wirklich so vor sich ging, ist irrelevant (auch wenn die anschließende Doku sehr aufschlussreich war), denn jeder Zuschauer wird danach überlegen, wie er wohl in solch einer Situation reagiert hätte. Auch das Thema Schicksal spielt hier eine bedeutsame Rolle. Ganz großes Kino also, technisch spitzenmäßig umgesetzt, wenn auch mit Schwächen in der Exposition. Dass ich denn Film kein zweites Mal sehen muss, liegt auf der Hand, jedoch danke ich Greengrass für die Darstellung der schrecklichen letzten Minuten von Flug 93.
Fazit: Ob dieser Film nötig war, muss jeder für sich entscheiden. Ich denke schon, denn es ist nicht nur ein verdammt wahrheitsgetreues Abbild, sondern auch eine Erinnerung an die Helden dieses Tages.
Kein Hollywood-Helden-Epos, sondern ein zeitgeschichtliches Drama im Dokustil. Die Wucht des Films besteht aus unseren Erinnerungen. Wir alle wissen ganz genau, was an diesem Tag geschehen ist. Trauer und Wut vermischen sich und enden in der Hoffnung auf eine bessere Welt.
Greengrass schuf einen ungemein beklemmenden und, trotz bekanntem schrecklichen Ausgang, durchgehend spannenden Film. Zur Hälfte mit bekannten Funksprüchen arbeitend, zeichnet er eine fiktionale Variante wie sich die Minuten im United 93-Flug abgespielt haben könnten. Dadurch dass der Film über keinerlei Zeichnung von Charakteren verfügt (was auch als Kennzeichnung der Beliebigkeit der Opfer ausgelegt werden kann) und (typisch Greengrass) mit naher und realitätsnaher (Wackel-)Kameraführung durch den Film führt, wirkt der Film in vielen Momenten dokumentationsähnlich. Frei von jeglichem Pathos, bestückt mit schlimmen Bildern und einem unguten Gefühl hinterlässt Greengrass den Zuschauer des wohl (bisher) besten Beitrags der filmischen 9/11 Aufarbeitung.
Unendlich traurig (für die vielen Betroffenen) und unfassbar die Geschehnisse des 11.09.2001.
Der Film hat mich auch beim zweiten betrachten (Lief Heute im TV) wieder erstarren lassen... :(
Ein Film über die dramatischen Ereignisse der Terroranschläge des 11. September 2001.
Objektiv kann ich diesen Film nicht bewerten. Die Bilder erschüttern mich immernoch.
Sehr intensiv und spannend inszeniert. 09/10 Punkten
Dieser Märchenfilm war ganz okay. Wie es in Wirklichkeit aussah wirdm an eh nie zu 100% erfahren, aber das ist wohl ein anderes Thema... Dennoch, war ganz okay der Streifen, und ich frage mich gerade ob ich doch nur 5,0 Pkte geben soll.. aber nein, bin gut drauf, glück gehabt.
Gut gemachte Spekulation. Allerdings kann ich den Film auf Grund der Tatsache das er extrem realistisch sein will, nicht ganz ernst nehmen. Und wenn man dies nicht tut ergibt sich ein, für den Film, schwieriges Problem und er löscht sich selbst aus. Es geht mir nicht nur um einen möglichen Abschuss des Flugzeuges, was übrigens kein blödes Verschwörungsgelaber ist, das man gleichsetzen könnte mit Sprengsätzen am Trade-Center, Building 7 oder der absichtlichen Zurückhaltung von wichtigen Informationen durch die Anti-Terror-Organe. Ein Abschuss wäre ja sogar evt. moralisch vertretbar gewesen. Es geht mir halt auch einfach darum was laut Film an Bord so passiert. Die Sunday Times druckte hierzu z.B. "Surely one of the passengers didn't phone home to point out that there was a cowardly German on board who wanted to give in?" Deutscher, Franzose oder Eskimo ist mir hier völlig egal. Es zeigt wieder das sie es einfach nicht lassen können, ihren politischen Senf dazu zugeben. Vieles in diesem Film wurde nicht bestätigt. Jedoch kann man natürlich einen guten Eindruck bekommen wie es wohl ist auf eine solche Art und Weise den Tod zu finden. Man kann es nicht anders sagen, denn davon handelt dieser Film. Schrecklich, wiederwärtig und beängstigend. Eine heftige Bestätigung der Vorstellung die man für dieses Szenario sicher schon einmal für sich erdacht hatte.
Frei vom Balast der mythenhaften Heldenerklärung erzähltes Echtzeit-Drama. Gerade weil Greengrass sich der politischen Standpunkt-Erklärung entzieht, gelingt ihm der bis jetzt packendste Kommentar zum 11. September. Hier geht es vor allem um Fassungslosigkeit, die Unfähigkeit zu Handeln und den ganze großen Schock, den Greengrass dem Publikum trotz des Wissens um den Ausgang, am Ende verpasst. Es gibt wenige Filme, die mich so fesseln konnten. Eine Glanzleistung, auch wenn sie auf schrecklichen realen Ereignisse basiert.
Paul Greengrass gelingt etwas außergewöhnliches. Obwohl er mit der Kamera immer ganz nah am Geschehen dran ist, wirkt der Film nie wie eine Voyeurshow. Greengrass will keine heroischen Patrioten zeigen, wie etwa Oliver Stone in »World Trade Center«, Greengrass interessiert sich für das Schicksal der Opfer von Flug 93 und er setzt ihrem Mut ein filmisches Denkmal. Wenn der Film vorüber ist, hat man über 100 Minuten harte und schonungslose Realität miterlebt die sachlich, nüchtern aber immer spannend (schließlich handelt es sich immer noch um einen Film) auf die Menschen von Flug 93 konzentriert hat. Ein Film der wegen seiner nähe zur Realität zu einen der psychisch brutalsten Filmen aller Zeiten zählt. Und für alle USA- Hasser noch ein Hinweis: Im gesamte Film sieht man nicht eine einzige Flagge, oder um es mit den Worten von Paul Greengrass zu sagen: »Es geht hier um Schicksale und nicht um beschissene Grenzen.«
Was soll man über den Film sagen. Es ist sowieso schon schwer genug die inhaltlichen Aspekte und die ideologischen Betrachtungsweisen zu trennen. Das gelingt übrigens kaum einem Rezensenten hier.
Ich habe den Film als sehr intensiv erlebt. Ob der Film nun 100% der Wahrheit entspricht kann ich nicht sagen. Aber wer könnte das schon?
Jeder weiß wo er am 11.09.2001 war. Ich für meinen Teil weiß wo ich an jenem besagten Tag auf keinen Fall hätte sein wollen. An Bord einer dieser Maschinen. Meiner Meinung bringt der Film dieses beklemmende Gefühl sehr gut rüber.
Von übersteigerten Pathos und Pietätlosigkeit gegenüber den Opfern des 11.September sind für mich nicht ersichtlich. Im Gegenteil, durch die Besetzung der Rollen mit unbekannten Schauspielern kommt sehr gut zum Ausdruck, dass es an diesem Tag jeden x-beliebigen Menschen hätte treffen können, der in eines dieser Flugzeuge stieg.
Was der Film gut herüberbringt ist die Ahnungs- bzw. Hilflosigkeit der amerikanischen Flugkontolle, welche die ganze Zeit versucht der Lage Herr zu werden.
Sehr interessant empfand ich auch die Darstellung des Ziad Jarrah, den Anführer und Piloten der UA/93-Entführungsgruppe. Er wird hier als zögernd und zurückhaltend bei der Entführung der Maschine dargestellt. Das deckt sich mit früheren Dokumentationen über die Terroristengruppe um Mohammed Atta. Allerdings sollte man diese Darstellung ebenfalls als rein spekulativ einschätzen, da man sich auch hier mit Aussagen weit außerhalb der Reichweite des Flugschreibers bewegt.
hier noch mal nach 9 Jahren etwas dass diesen Film in ein anderes Licht setzt.
Das ORF geht mit dieser Dokumentation als öffentlich rechtliches Fernsehen einen Schritt nach vorn.
http://www.youtube.com/watch?v=tTEZv-VQ7jw&feature=related
Ohne jeglichen Pathos, ohne jegliche Stilisierungen und ohne jegliche Mythifizierung zeigt uns Paul Greengrass schnörkellos, beinahe dokumentarisch das Schicksal des vierten Flugzeugs, realistisch und intensiv. Das Ende schockiert und lässt den Zuschauer hilflos und schweigend zurück, obwohl man den Ausgang bereits kennt, trifft die letzte Szene mitten in den Magen.
Hatte von Greengrass nen kritischeren Blick erwartet, und von wegen "ohne jeglichen Pathos", das Ende erklärt die Opfer zu Helden, obwohl es für diese Deutung des Verlaufs der Entführung nicht mehr Beweise gibt als für die These eines Abschusses durch die Air Force. Wenn man an die Debatte über das Luftsicherheitsgesetz zurückdenkt, erscheint ein Abschuss gar nicht mal so abwegig, sogar irgendwie logisch, nur solche Bilder im öffentlichen 9/11-Andenken, die gehn gar nicht. Bemerkenswert, dass grad die sonst so kritischen Regisseure Stone und Greengrass die offizielle Darstellung der Geschehnisse ohne jeden Zweifel wiederspiegeln und darüber hinaus ihre Bedeutung erhöhen.
Die "Heldenerklärung" ergibt sich dennoch eher aus dem Gezeigten selbst und wird nicht dem Zuschauer, wie in manchen anderen Filmen, mit lauten Fanfaren um die Ohren gehauen, was meines Erachtens wert schon lobenswert ist. Was den Wahrheitsgehalt angeht, muss ich zugeben, dass ich keine weiteren Recherchen zum Thema betrieben habe, meine Schuld. Wobei ich 9/11 aber eigentlich auch allgemein sehr kritisch gegenüber stehe. Ein gutes Plädoyer für Zivilcourage bleibt der Film in meinen Augen dennoch.
Der Anfang von dem Film, fand ich Interessant, aber zum Schluss wurden die Telefon gespräche von den Personen in Flug 93 schon so verlängert und dramatiesiert, was den Film zu langweilig gemacht hat.
Mit vollem Respekt gegenüber die Opfer der 11. Sebtember fand ich den Film nicht so besonders.
Flug 93 - Kritik
US/FR 2006 Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 01.06.2006
Kritiken (2) — Film: Flug 93
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenEmpfehlen kann man den Film nur unter Hinweis auf Risiken und Nebenwirkungen: Wer es wagt, "Flug 93" anzuschauen, dem ist ein Absturz sicher.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDie Handlungen an Bord von Flug 93 hat Greengrass anhand von verfügbaren Tonbandaufnahmen und Gesprächen mit den Angehörigen rekonstruierte und mit fiktionalen Szenen ergänzt. Er stützt sich in seinem Film auf die, teilweise angezweifelte, offizielle Version der US-Regierung...
Kritik im Original 57 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (32) — Film: Flug 93
Kommentar schreibenLMSMDK 2011/10/02 10:10:09
Kommentar löschenLeider muss ich sagen, dass der Film, so unglaublich tragisch auch sein Ausgang ist, so tragisch die Ereignisse an diesem Tag waren, nicht wirklich gefallen hat.
Es ist ein Film wie World Trade Center und leider hat mir dieser Film auch nicht gefallen. Zu viele Telefongespräche, zuviele Schnitte, zu wenig Spannung, denn was am Ende passiert das war ja schon klar.
Kann man sich einmal ansehen, aber öfters nicht.
Wenn ich diesen Flug93 bewerten müsste, dann gäbe es von 10 möglichen Punkten nur eine 4,5.
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L-viz 2011/09/19 23:44:58
Kommentar löschenEs war die erste Flugzeugentführung der Post-9/11-Ära. Post-9/11? Aber sie fand doch ebenfalls am 11. September statt! Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Passagiere etwas wussten, was ihre Leidensgenossen der anderen Flüge nicht wussten, was allgemein zuvor unbekannt war. Vor dem 11. September 2001 dienten Flugzeugentführungen meist dazu politische Forderungen durchzusetzen. Die Passagiere hofften also darauf, dass die Situation auf dem Verhandlungswege geklärt werden könnte. Das Klügste wäre es also in dieser Sitution sich still zu verhalten und abzuwarten. Dies taten wohl auch die Insassen der anderen entführten Flugzeuge an diesem Tag.
Die Passagiere von Flug 93 wussten allerdings von den Ereignissen in New York und mussten mit ihrem Tod rechnen. Und nun?
Der Film zeigt auf nüchtern-sachlicher Ebene die Schrecken, die sich in den letzten Minuten im Leben der Passagiere von Flug 93 abspielten. Gerade diese Erzählweise schafft einen konkreten Bezug zur Situation und weiß mehr zu schockieren als es ein reiner Spielfilm vermocht hätte. Schön ist es nicht sich das anzusehen, aber gerade deshalb gelungen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
La Bardot 2011/09/11 17:59:57
Kommentar löschen"Flug 93" ist kein pathetisches Helden-Epos wie Oliver Stones "Word Trade Center". Es ist ein spannend und packend verfilmtes Echtzeit-Drama, das eine Authentizität erreicht, wie man sie höchstwahrscheinlich nie wieder in einem Film mit dieser Thematik erleben wird. Die Schilderung der Ereignisse, welche sich auf Auswertungen von Handy-Gesprächen und dem Voice Recorder des Cockpits stützen, sind beklemmend und nüchtern. Dieser Film zeichnet die letzten schicksalhaften Minuten der Insassen in einem realistischen, respektvollen Licht und bedarf keiner unnötigen Tragik, um der Menschheit den unendlichen Mut und die unglaubliche Tat dieser Insassen begreiflich zu machen. Der Respekt vor dieser Tragödie wird besonders am Ende des Filmes deutlich. Wir sehen keinen Absturz, keine Explosion. Keinerlei Pietätlosigkeit.
Diesen Film moralisch zu verwerfen würde bedeuten, auch alle Filme über die Kriege und all die anderen verfilmten Unglücke in der Geschichte der Menschheit zu verwerfen. Hier den Zeigefinger zu erheben ist in keinster Weise gerechtfertigt. Ob der Film als ein weiteres der unzähligen Zeitzeugnisse erforderlich war, ist eine andere Frage, die ich nicht beantworten werde, da es nichts an der Tatsache ändert, dass es ihn gibt.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
SoulReaver 2011/09/11 18:10:59
Antwort löschenHab ihn aufgenommen. Mal sehen wann ich dazu komme. Klingt jedenfalls sehr gut :)
Filmkenner77 2011/09/11 10:04:17
Kommentar löschen"Flug 93" von Paul Greengrass ist wohl der bislang beste Film über die Ereignisse des 11. September und rekonstruiert die Geschichte des United-Airlines-Fluges 93 so, wie sie sich nach bekannter Faktenlage möglicherweise zugetragen hat. Mit nur 15 Millionen Dollar Budget schuf Greengrass ein intensives und packendes Drama, das sich auf das Wesentliche konzentriert und politische und religiöse Hintergründe bewusst ausklammert. Schauspielerisch kann der mit vielen Laiendarstellern gespickte Film überzeugen und liefert ein überraschend ausgewogenes Bild, das sowohl die Ängste, Hoffnungen und die Verzweiflung der Passagiere schildert, aber auch die Terroristen nicht als reine Inkarnation des Bösen präsentiert. Sie sind durch Indoktrination zu religiös fehlgeleiteten Fanatikern geworden, die aber in letzter Konsequenz auch Menschen sind und deshalb nicht das simpel gestrickte Klischee und Abziehbild des unerklärlichen Bösen bedienen. Ein sehenswerter Film.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
phoenix409 2011/09/08 14:49:34
Kommentar löschen10 lange Jahre ist das jetzt schon wieder her.
Ich weiß noch, dass ich damals um den 9/11 herum mit ner satten Erkältung flach liegen musste und somit viel Zeit vor dem Fernseher verbrachte. Als das Chaos los ging, kam sowieso nichts anderes. Ich weiß garnicht mehr, wieviel damals über die anderen zwei Maschinen berichtet wurde, die nicht ins WTC krachten, jedenfalls war die Erinnerung daran kaum noch da, als ich mich neulich für "United 93" entschied.
Greengrass' unterkühlter Film nähert sich der Geschichte rund um die Entführung des vierten Flugzeugs mit nahezu dokumentarischer Objektivität, begleitet gleichermaßen die ahnungslose Passagiere und die vier Attentäter auf ihre Sitzplätze und setzt dabei wohlwissend auf unbekannte Gesichter. Währenddessen wird auch den Flughäfen und Behörden klar, dass irgendwas nicht stimmt, bis plötzlich der erste Tower in Flammen steht.
Jeder weiß, wie die Sache ausging, und trotzdem hat mich "United 93" unheimlich gepackt. Wenn mir weit über die Hälfte der Laufzeit die Pumpe nonstop auf Hochtouren läuft, wurde irgendwas verdammt richtig gemacht. Über Greengrass und seine Shakycam-Vorliebe kann man witzeln wie man will, sie passt hier wie die Faust auf's Auge, unterstützt sogar die zunehmende Nervosität und Hilflosigkeit aller Beteiligten. Die zwischenmenschliche Tragik im Flugzeug dann, die Angst, die Konfrontation mit dem möglichen Tod, das Abschiednehmen übers Telefon, die verzweifelte Rebellion der Passagiere, das über-sich-selbst-hinauswachsen, der Drang zu überleben - selten hat mich etwas so sehr gefesselt.
Spannend, intensiv und durchrüttelnd, sicherlich traurig, keinesfalls aber rührselig.
Vermutlich die beste filmische Auseinandersetzung mit dem 9/11.
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Hooded Justice 2011/09/06 18:12:57
Kommentar löschenEin furchtbarer Film. In diesem Fall im positiven Sinne.
Es gibt wohl wenige Ereignisse meiner Lebenszeit, in denen ich die Welt für Tage so lahmgelegt und erschüttert gesehen habe wie am 11. September. FLUG 93 thematisiert dies auf keine Feuerwehrmänner-heroisierende Art und Weise, sondern aus der Sicht eines ebenfalls entführten Flugzeugs und dessen Insassen, [Achtung Spoiler] das sein Ziel aber nie erreichte [Spoiler Ende]. Vielleicht mag es nicht gerade herzergreifender sein, erscheint aber bedeutsam problemthematisierender. Mal gar nicht ausgeschlossen, dass auch FLUG 93 wahnsinnig emotional ist. Wer allerdings Tränenfluss erwartet liegt falsch. Es ist die Furcht, die den Zuschauer packt, weil erstens jeder, der den Film schaut, diesen Tag miterlebt hat (dank FSK 12) und das Bedrücken und die Betroffenheit der Tage selbst gefühlt hat; und zweitens, weil jeder, der schon mal geflogen ist, nachvollziehen kann, auf engem Raum in mehreren Tausend Metern Höhe zu fliegen und das eigene Leben eigentlich nur an zwei Personen abhängt: dem Piloten und seinem Copiloten.
Es würde sicherlich keinen stören, den Spielfilm über dieses Grauen nicht gesehen zu haben, weil das Gefühl eben keinen braucht. Gelungen - und vor allem würdigend und nicht auf das Unterhaltungspotenzial zugeschnitten - ist es jedoch, dieses in einem solchen zu verpacken. Vielleicht nur, um sich dem Ereignis noch einmal nachdenkend zu widmen. Und ihm 110 Minuten Aufmerksamkeit schenken.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Oceanic6 2011/09/06 11:52:40
Kommentar löschenSkepsis und Unmut haben sich jahrelang bei mir breitgemacht, sobald ich den Titel "Flug 93" las oder hörte, stets mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob es wirklich nötig war, den Schrecken und Terror von 9/11 schon vier Jahre später filmisch abzuhandeln. Selbst Oliver Stone ist mit seinem "World Trade Center" grausam gescheitert. Gestern, im Rahmen der Ausstrahlung auf ZDF konnte ich mich schließlich doch überwinden. Meine Gefühle danach waren zwiegespalten.
Einerseits die ersten 45 Minuten, die gar nicht voranzukommen schienten. Andererseits die letzte halbe Stunde, die mich den blanken Terror am eigenen Leib spüren ließ. Paul Greengrass hat es tatsächlich geschafft, den höllischen Moment, als die Passagiere von Flug 93 dem Tod ins Auge sahen, auf die Leinwand zu hieven. Beängstigend, real, spannend und tödlich. Eine außergewöhnliche Leistung, ein Schockmoment.
Es ist vor allem absolut herausragend, dass der Film vollkommen ohne Pathos und Klischees auskommt. Ob es dort oben in 10.000 Metern Höhe wirklich so vor sich ging, ist irrelevant (auch wenn die anschließende Doku sehr aufschlussreich war), denn jeder Zuschauer wird danach überlegen, wie er wohl in solch einer Situation reagiert hätte. Auch das Thema Schicksal spielt hier eine bedeutsame Rolle. Ganz großes Kino also, technisch spitzenmäßig umgesetzt, wenn auch mit Schwächen in der Exposition. Dass ich denn Film kein zweites Mal sehen muss, liegt auf der Hand, jedoch danke ich Greengrass für die Darstellung der schrecklichen letzten Minuten von Flug 93.
Fazit: Ob dieser Film nötig war, muss jeder für sich entscheiden. Ich denke schon, denn es ist nicht nur ein verdammt wahrheitsgetreues Abbild, sondern auch eine Erinnerung an die Helden dieses Tages.
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Frank Farmer 2011/09/06 07:49:47
Kommentar löschenKein Hollywood-Helden-Epos, sondern ein zeitgeschichtliches Drama im Dokustil. Die Wucht des Films besteht aus unseren Erinnerungen. Wir alle wissen ganz genau, was an diesem Tag geschehen ist. Trauer und Wut vermischen sich und enden in der Hoffnung auf eine bessere Welt.
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BobbyIII 2011/09/06 00:01:35
Kommentar löschenGreengrass schuf einen ungemein beklemmenden und, trotz bekanntem schrecklichen Ausgang, durchgehend spannenden Film. Zur Hälfte mit bekannten Funksprüchen arbeitend, zeichnet er eine fiktionale Variante wie sich die Minuten im United 93-Flug abgespielt haben könnten. Dadurch dass der Film über keinerlei Zeichnung von Charakteren verfügt (was auch als Kennzeichnung der Beliebigkeit der Opfer ausgelegt werden kann) und (typisch Greengrass) mit naher und realitätsnaher (Wackel-)Kameraführung durch den Film führt, wirkt der Film in vielen Momenten dokumentationsähnlich. Frei von jeglichem Pathos, bestückt mit schlimmen Bildern und einem unguten Gefühl hinterlässt Greengrass den Zuschauer des wohl (bisher) besten Beitrags der filmischen 9/11 Aufarbeitung.
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countcount 2011/09/05 23:56:35
Kommentar löschenUnendlich traurig (für die vielen Betroffenen) und unfassbar die Geschehnisse des 11.09.2001.
Der Film hat mich auch beim zweiten betrachten (Lief Heute im TV) wieder erstarren lassen... :(
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Moppel1984 2011/09/05 11:45:34
Kommentar löschenEin Film über die dramatischen Ereignisse der Terroranschläge des 11. September 2001.
Objektiv kann ich diesen Film nicht bewerten. Die Bilder erschüttern mich immernoch.
Sehr intensiv und spannend inszeniert. 09/10 Punkten
Läuft Heute Abend auf ZDF ;)
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peterpit 2011/09/04 21:48:00
Kommentar löschenDieser Märchenfilm war ganz okay. Wie es in Wirklichkeit aussah wirdm an eh nie zu 100% erfahren, aber das ist wohl ein anderes Thema... Dennoch, war ganz okay der Streifen, und ich frage mich gerade ob ich doch nur 5,0 Pkte geben soll.. aber nein, bin gut drauf, glück gehabt.
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agynessa 2011/08/08 12:26:03
Kommentar löschenSpannend!
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Pardus 2010/07/23 14:17:08
Kommentar löschenschnörkellos und ohne drumherum eine tragische begebenheit erzählt. gut.
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cpt. chaos 2010/07/14 20:01:03
Kommentar löschenWenngleich der Ausgang des Flugs bekannt ist, ist diese anhand von Tonbandaufnahmen entstandene filmische Rekonstruktion, auf jeden Fall sehenswert.
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BlueSquirrel 2010/06/25 05:36:06
Kommentar löschenGut gemachte Spekulation. Allerdings kann ich den Film auf Grund der Tatsache das er extrem realistisch sein will, nicht ganz ernst nehmen. Und wenn man dies nicht tut ergibt sich ein, für den Film, schwieriges Problem und er löscht sich selbst aus. Es geht mir nicht nur um einen möglichen Abschuss des Flugzeuges, was übrigens kein blödes Verschwörungsgelaber ist, das man gleichsetzen könnte mit Sprengsätzen am Trade-Center, Building 7 oder der absichtlichen Zurückhaltung von wichtigen Informationen durch die Anti-Terror-Organe. Ein Abschuss wäre ja sogar evt. moralisch vertretbar gewesen. Es geht mir halt auch einfach darum was laut Film an Bord so passiert. Die Sunday Times druckte hierzu z.B. "Surely one of the passengers didn't phone home to point out that there was a cowardly German on board who wanted to give in?" Deutscher, Franzose oder Eskimo ist mir hier völlig egal. Es zeigt wieder das sie es einfach nicht lassen können, ihren politischen Senf dazu zugeben. Vieles in diesem Film wurde nicht bestätigt. Jedoch kann man natürlich einen guten Eindruck bekommen wie es wohl ist auf eine solche Art und Weise den Tod zu finden. Man kann es nicht anders sagen, denn davon handelt dieser Film. Schrecklich, wiederwärtig und beängstigend. Eine heftige Bestätigung der Vorstellung die man für dieses Szenario sicher schon einmal für sich erdacht hatte.
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mikkean 2010/05/18 11:56:45
Kommentar löschenFrei vom Balast der mythenhaften Heldenerklärung erzähltes Echtzeit-Drama. Gerade weil Greengrass sich der politischen Standpunkt-Erklärung entzieht, gelingt ihm der bis jetzt packendste Kommentar zum 11. September. Hier geht es vor allem um Fassungslosigkeit, die Unfähigkeit zu Handeln und den ganze großen Schock, den Greengrass dem Publikum trotz des Wissens um den Ausgang, am Ende verpasst. Es gibt wenige Filme, die mich so fesseln konnten. Eine Glanzleistung, auch wenn sie auf schrecklichen realen Ereignisse basiert.
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stuforcedyou 2010/05/18 10:49:36
Kommentar löschenPaul Greengrass gelingt etwas außergewöhnliches. Obwohl er mit der Kamera immer ganz nah am Geschehen dran ist, wirkt der Film nie wie eine Voyeurshow. Greengrass will keine heroischen Patrioten zeigen, wie etwa Oliver Stone in »World Trade Center«, Greengrass interessiert sich für das Schicksal der Opfer von Flug 93 und er setzt ihrem Mut ein filmisches Denkmal. Wenn der Film vorüber ist, hat man über 100 Minuten harte und schonungslose Realität miterlebt die sachlich, nüchtern aber immer spannend (schließlich handelt es sich immer noch um einen Film) auf die Menschen von Flug 93 konzentriert hat. Ein Film der wegen seiner nähe zur Realität zu einen der psychisch brutalsten Filmen aller Zeiten zählt. Und für alle USA- Hasser noch ein Hinweis: Im gesamte Film sieht man nicht eine einzige Flagge, oder um es mit den Worten von Paul Greengrass zu sagen: »Es geht hier um Schicksale und nicht um beschissene Grenzen.«
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countcount 2011/09/05 23:58:56
Antwort löschenGuter Kommentar, stu.
Andras 2009/12/05 01:31:37
Kommentar löschenWas soll man über den Film sagen. Es ist sowieso schon schwer genug die inhaltlichen Aspekte und die ideologischen Betrachtungsweisen zu trennen. Das gelingt übrigens kaum einem Rezensenten hier.
Ich habe den Film als sehr intensiv erlebt. Ob der Film nun 100% der Wahrheit entspricht kann ich nicht sagen. Aber wer könnte das schon?
Jeder weiß wo er am 11.09.2001 war. Ich für meinen Teil weiß wo ich an jenem besagten Tag auf keinen Fall hätte sein wollen. An Bord einer dieser Maschinen. Meiner Meinung bringt der Film dieses beklemmende Gefühl sehr gut rüber.
Von übersteigerten Pathos und Pietätlosigkeit gegenüber den Opfern des 11.September sind für mich nicht ersichtlich. Im Gegenteil, durch die Besetzung der Rollen mit unbekannten Schauspielern kommt sehr gut zum Ausdruck, dass es an diesem Tag jeden x-beliebigen Menschen hätte treffen können, der in eines dieser Flugzeuge stieg.
Was der Film gut herüberbringt ist die Ahnungs- bzw. Hilflosigkeit der amerikanischen Flugkontolle, welche die ganze Zeit versucht der Lage Herr zu werden.
Sehr interessant empfand ich auch die Darstellung des Ziad Jarrah, den Anführer und Piloten der UA/93-Entführungsgruppe. Er wird hier als zögernd und zurückhaltend bei der Entführung der Maschine dargestellt. Das deckt sich mit früheren Dokumentationen über die Terroristengruppe um Mohammed Atta. Allerdings sollte man diese Darstellung ebenfalls als rein spekulativ einschätzen, da man sich auch hier mit Aussagen weit außerhalb der Reichweite des Flugschreibers bewegt.
Nichtsdestotrotz ein sehr aufwühlender Film.
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borgdrone 2010/01/14 20:22:04
Antwort löschenhier noch mal nach 9 Jahren etwas dass diesen Film in ein anderes Licht setzt.
Das ORF geht mit dieser Dokumentation als öffentlich rechtliches Fernsehen einen Schritt nach vorn.
http://www.youtube.com/watch?v=tTEZv-VQ7jw&feature=related
BigDi 2009/11/13 20:27:24
Kommentar löschenOhne jeglichen Pathos, ohne jegliche Stilisierungen und ohne jegliche Mythifizierung zeigt uns Paul Greengrass schnörkellos, beinahe dokumentarisch das Schicksal des vierten Flugzeugs, realistisch und intensiv. Das Ende schockiert und lässt den Zuschauer hilflos und schweigend zurück, obwohl man den Ausgang bereits kennt, trifft die letzte Szene mitten in den Magen.
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stalker 2009/11/14 17:37:33
Antwort löschenHatte von Greengrass nen kritischeren Blick erwartet, und von wegen "ohne jeglichen Pathos", das Ende erklärt die Opfer zu Helden, obwohl es für diese Deutung des Verlaufs der Entführung nicht mehr Beweise gibt als für die These eines Abschusses durch die Air Force. Wenn man an die Debatte über das Luftsicherheitsgesetz zurückdenkt, erscheint ein Abschuss gar nicht mal so abwegig, sogar irgendwie logisch, nur solche Bilder im öffentlichen 9/11-Andenken, die gehn gar nicht. Bemerkenswert, dass grad die sonst so kritischen Regisseure Stone und Greengrass die offizielle Darstellung der Geschehnisse ohne jeden Zweifel wiederspiegeln und darüber hinaus ihre Bedeutung erhöhen.
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BigDi 2009/11/14 17:48:25
Antwort löschenDie "Heldenerklärung" ergibt sich dennoch eher aus dem Gezeigten selbst und wird nicht dem Zuschauer, wie in manchen anderen Filmen, mit lauten Fanfaren um die Ohren gehauen, was meines Erachtens wert schon lobenswert ist. Was den Wahrheitsgehalt angeht, muss ich zugeben, dass ich keine weiteren Recherchen zum Thema betrieben habe, meine Schuld. Wobei ich 9/11 aber eigentlich auch allgemein sehr kritisch gegenüber stehe. Ein gutes Plädoyer für Zivilcourage bleibt der Film in meinen Augen dennoch.
OnurU. 2009/11/25 14:55:45
Antwort löschenDer Anfang von dem Film, fand ich Interessant, aber zum Schluss wurden die Telefon gespräche von den Personen in Flug 93 schon so verlängert und dramatiesiert, was den Film zu langweilig gemacht hat.
Mit vollem Respekt gegenüber die Opfer der 11. Sebtember fand ich den Film nicht so besonders.
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