For Ellen - Kritik

US 2012 Laufzeit 97 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 03.01.2013

Kommentare zu For Ellen

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    Agnida 09.10.2014, 23:03

    Bin mit niedrigen Erwartungen an den Film herangegangen-Paul Dano als "Rockstar"?Konnte ich mir nicht vorstellen. Wurde aber schnell eines besseren belehrt: Es passt richtig gut. Action oder Emotionen findet man in dem Film nicht, eher könnte es fast ein Ausschnitt aus einer Art Biopic sein, hätte es Joby Taylor gegeben...Es ist im Grunde alles aus seiner Sicht beschrieben, und sollte man nicht von seiner Darfstellung überzeugt sein, könnte man sich langweilen.Vielleicht eine Empfehlung für Whitesnake-Fans:D

    • 4
      Hagen Hagen 29.11.2013, 13:05

      Wenn man Farbe beim Trocknen zusieht, wird man sicher besser unterhalten, als mit dem schmierläppischen Paul Dano im der verschneiten Einöde. Man verpasst dann aber auch 15 tolle Minuten mit dem beeindruckend spielenden und zudem süßen kleinen Mädchen.

      • 5
        annaberlin 10.07.2013, 18:21

        Paul Dano ertrage ich einfach nicht. Ich kann ihn einfach nicht ab. Immer dieselbe gequälte Mimik, die quietschenden Geräusche, die er von sich lässt. Immer immer immer dasselbe. Ich ertrage ihn nicht. Abgesehen davon ist For Ellen ein ganz schöner Indie mit einem zurckersüßen kleinen Mädchen und einer wirklich traurigen Thematik. Wenn man Paul Dano erträgt, dann kann man sich For Ellen sicher ansehen.

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        • 4
          Prechtl 20.05.2013, 16:39

          Eigentlich mag ich Indiefilme ja sehr gerne. Diese kleinen, unscheinbaren Filmchen, in denen Wackelkamera und Indiemusik genauso dazugehört wie ein mutiger Schauspieler, der mit seinem Mitwirken versucht, seiner Karriere einen anderen Anstrich zu verleihen. In diesem Fall ist es Paul Dano, den ich bekanntermaßen sehr schätze und eigentlich in jedem Film super finde - außer in "For Ellen".

          Joby Taylor macht gerade die Scheidung von seiner Noch-Ehefrau Claire durch. Als er die Scheidungspapiere unterzeichnen soll, erfährt er von einer Klausel die besagt, dass er seinen Anteil vom gemeinsamen Haus nur ausgezahlt bekommt, wenn er auf das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Ellen verzichtet. Joby bemerkt nun, dass er sich aufgrund seiner stagnierenden Rockkarriere nie um seine Tochter gekümmert hatte und setzt alles daran, dies zu ändern, indem er Zeit mit ihr verbringt.

          Klingt durch und durch wie ein Indiefilm, und das ist er auch, inklusive gemächliche Erzählstruktur, die es dem Zuschauer alles andere als leicht macht, sich auf ihn einzulassen. Man spielt lediglich den Beobachter, denn man bekommt nichts erklärt, was besonders in den ruhigen Szenen sehr langweilig werden kann. Die Thematik würde eigentlich einiges an interessantem Stoff bieten, aber Regisseurin So Yong Kim, die mit diesem Film die Beziehung zu ihrem eigenem Vater verarbeitete, beschränkt sich in erster Linie darauf, den Film monoton zu präsentieren; ohne Überraschungen oder Dramatik, was ich sehnlichst vermisste.

          Paul Dano spielt in "For Ellen" leider sehr langweilig, was aber vermutlich an der Rolle und nicht an ihm liegt. Seine ständigen "Ähms" und die langsame Sprechweise sind wohl von ihm beabsichtigt, fügen sich aber leider perfekt in das monotone Konzept ein. Auch nahm ich ihm die Rolle des Rockers nicht eine Sekunde lang ab. "For Ellen" wollte so gerne ein wunderschönes und stilles Indiedrama werden, hat jedoch nur eines erreicht: Einen langweiligen Film ohne echte Gefühle.

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          • 6
            Esther Buss: Film-dienst 03.01.2013, 14:57

            For Ellen ist ein schöner Film, doch in der ersten Hälfte funktioniert das vermeintlich 'reine' Beobachten nur bedingt. Die Regisseurin hat zwar ein gutes Gespür für Orte und ihre atmosphärischen Aufladungen [...]. Doch Jobys Verhaltensweisen wirken in ihrer scheinbaren Beiläufigkeit mitunter doch etwas aufgesetzt und durchsichtig [...].

            • 9 .5

              So kunstvoll wie simpel ist dieser Inszenierungsstil von For Ellen und stellt So Yong Kims beeindruckendes Gespür für Nuancen, Stimmungen und Details unter Beweis.

              • 8
                Michael Meyns: programmkino.de 03.01.2013, 12:30

                So Yong Kims For Ellen ist eine berührende Vater-Tochter-Geschichte. [Die Regisseurin] lässt den Figuren ihren Raum, vor allem aber dem Zuschauer, der sich am Ende eines intensiven Films Fragen gegenüber sieht. Dicht.

                • 8
                  Claudia Nitsche: Radio Köln 27.12.2012, 14:44

                  Begleitet von einer exzellenten Auswahl an schöner, melancholischer Musik, spielt Dano, der auch ausführender Produzent von For Ellen ist, eine fordernde Rolle, weil er fast nur sich selbst hat, die traurige Gestalt aus sich selbst generieren muss. Er tut es, als habe er nie etwas anderes gespielt.

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                  • 8
                    syrbal 27.11.2012, 08:58

                    'for ellen' ist ein ruhiger indiefilm, der sich nur sehr langsam entwickelt und doch ging er mir sehr zu herzen. paul dano spielt großartig, er passt einfach wunderbar in die rolle. der von jon heder verkörperte muttersöhnchen-anwalt sorgt für einige lacher. die besten momente des films: paul dano spielt luftgitarre zu whitesnake ('still of the night') und das lied, das den abspann einleitet, könnte nicht besser gewählt sein - the national 'sorrow'.

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                    • 9
                      Roger Ebert: Chicago Sun Times 16.11.2012, 11:16

                      Diese Rolle muss Paul Dano einiges an Mut gekostet haben, denn in einer solchen Rolle hat man ihn noch nie gesehen. In For Ellen kann er zeigen, was er kann.

                      • 2 .5
                        Kyle Smith: New York Post 14.09.2012, 12:25

                        For Ellen ist Sundance' trübseliger Entfremdungs-Streifen Klappe die 4228. Ein inhaltsloser Angst-athon, der beweist, dass 90 Minuten voller Nahaufnahmen eines verletzt schauenden Paul Dano eben uninteressanter sind, als man vorher dachte...

                        • 5
                          Roland Meier : Outnow.ch 01.03.2012, 11:44

                          For Ellen zeigt einen Loser mit seiner in sich gekehrten Melancholie in der für den Indie-Film typischen Manier.