Fräulein Stinnes fährt um die Welt
DE 2009
- Genre
- Doku-Drama, Biopic
- Inhalt
"Fräulein Stinnes fährt um die Welt" erzählt die abenteuerliche Geschichte von Clärenore Stinnes, die als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundet. 1927 startet sie ihre Expedition zusammen mit zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann… — Mehr
"Fräulein Stinnes fährt um die Welt" erzählt die abenteuerliche Geschichte von Clärenore Stinnes, die als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundet. 1927 startet sie ihre Expedition zusammen mit zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. 48.000 Kilometer hat das Team vor sich. Von Beginn an wird die wagemutige Weltumrundung von Problemen überschattet: Kriege, Überfälle, Motorschäden, Krankheiten. Nicht alle aus der Gruppe sind dem Druck gewachsen. Das Team zerfällt und schließlich bleibt einzig Kameramann Söderström an der Seite von Clärenore Stinnes. Zwischen ihnen entspinnt sich im Verlauf der Reise eine anrührende Liebesgeschichte, die nach den Vorstellungen der damaligen Zeit allerdings "verboten" ist - denn Söderström ist verheiratet.
- Cast
- Sandra Hüller, Bjarne Henriksen, Martin Brambach, Andreas Schlager, Robert Beyer, Stefan Rudolf, Li Hagman — Mehr
- Regisseure
- Erica von Moeller
- Autor
- Sönke Lars Neuwöhner
- Laufzeit
- 90 Minuten
- Handlung
- Auto, Fieber, Kamera, Kameramann, Krankheit, Krieg, Motorschaden, Techniker, Tochter, Weltreise, Überfall
- Stimmung
- Berührend, Spannend
Über diesen Film
Berlin, 1920er. Die 26jährige Clärenore Stinnes, Industriellentochter und Rallye-Fahrerin, hat sich in den Kopf gesetzt, die Erde mit einem Auto zu umrunden. Keine vor ihr hat das jemals riskiert. Die kleine zierliche Frau gilt als „enfant ter… — Mehr
Berlin, 1920er. Die 26jährige Clärenore Stinnes, Industriellentochter und Rallye-Fahrerin, hat sich in den Kopf gesetzt, die Erde mit einem Auto zu umrunden. Keine vor ihr hat das jemals riskiert. Die kleine zierliche Frau gilt als „enfant terrible“ der Unternehmerfamilie Stinnes, weil sie nicht nur schmückendes Beiwerk sein möchte. Als Rennfahrer hat Fräulein Stinnes sich bereits einen Namen gemacht und 17 Autorennen gewonnen. Am 25. Mai 1927 ist es endlich soweit. Ohne die finanzielle Unterstützung ihrer Familie bricht sie am Steuer eines „Adler Standard 6“, einem normalen Straßenauto, zu ihrer Weltreise auf.
Begleitet wird Clärenore Stinnes von zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. Bald schon fällt einer der Techniker wegen Krankheit aus und auch der zweite gibt das Abenteuer Weltumrundung auf. Einzig Carl-Axel Söderström, der schwedische Kameramann, bleibt noch an der Seite von Clärenore Stinnes. Der verheiratete Söderström hat bereits mit Stars wie Greta Garbo gedreht. Aus einer Bierlaune heraus sagt er der unbekannten Frau aus Deutschland für ihr Wahnsinnsprojekt zu. Während der gesamten Reise wird er filmen und fotografieren. An den Erfolg der Expedition glaubt er jedoch nicht wirklich – ein Irrtum, der sein Leben verändern wird.
48.000 Kilometer, alle Klimazonen der Erde und zahlreiche Krisengebiete muss das kleine Team bewältigen. Keine Schwierigkeit, keine nur denkbare Panne bleibt ihnen erspart. Sie stecken bei minus 53 Grad im sibirischen Winter fest und müssen, um die Expedition fortsetzen zu können, mit ihrem Adler den zugefrorenen Baikalsee überwinden. In der Wüste Gobi werden sie von chinesischen Deserteuren, den kriegerischen Hunghutzen, verfolgt und in Südamerika überqueren sie das mit einem herkömmlichen Automobil eigentlich nicht zu bewältigende Bergmassiv der Anden.
Egal ob bei Krankheiten, Überfällen oder im Streit, Clärenore Stinnes und Carl-Axel Söderström müssen sich permanent bewähren. Sie überstehen mehrere lebensgefährliche Situationen, vor allem aber erleben sie auch wahre und tief empfundene Gastfreundschaft. All das schweißt die beiden zusammen. Als sie nach zwei Jahren schließlich in Europa ankommen, werden sie stürmisch gefeiert. Dass es mehr ist als nur Freundschaft, die die beiden miteinander verbindet, ahnt die Welt freilich nicht.
Quelle Link
Pressespiegel – FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT auf film-zeit.de
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.6
Der Film Fräulein Stinnes fährt um die Welt wurde von 3 Kritikern bewertet.
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Was war es überhaupt, das diese Frau antrieb? Man ist froh um jede solcher Erklärungen, die unterbleibt. Das Fräulein Stinnes wollte eben um die Welt fahren. Und ein Blick von Sandra Hüller, wenn sie ihren Partner seiner Frau übergibt, sagt mehr als viele Szenen nachgestellter Wahrheitsfindung. Davon gibt es im deutschen Kino genug. "Fräulein Stinnes fährt um die Welt" ist ein bescheidener und dennoch packender, auch humorvoller, vor allem aber in seiner Machart moderner Film über eine moderne Frau, die ihre Vorteile zu nutzen verstand.
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Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...
Eigentlich eine ganz verrückte Geschichte, ebenso skizzenhaft wie fesselnd inszeniert und gespielt. Sandra Hüller ist eine Wucht.
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Kommentare — Ganz gut 6.5
Der Film Fräulein Stinnes fährt um die Welt wurde von 7 Mitgliedern bewertet.
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Photos: Fräulein Stinnes fährt um die Welt
News zu diesem Film Fräulein Stinnes fährt um die Welt
Fräulein Stinnes fährt um die Welt - und nimmt uns alle mit!
2009/08/20 09:00:00
Man sollte meinen, dass eine Frau, die 1927 als erster Mensch die Welt im Auto umrundet, der Welt als Pionierin im Gedächtnis bleibt. Da die Welt sie aber vergessen hat, setzt Erica von Moeller Fräulein Stinnes nun ein filmisches Denkmal.
In der Geschichte steckt eine Überfülle dramatischen Materials, von der Ausbootung der Schwester aus dem Konzern durch ihre Brüder, über die Meuterei der mitfahrenden Männer und das Freisprengen von Wegen durch Dynamit - bis zur aufkeimenden Liebe zwischen Stinnes und Söderström. Von Moeller inszeniert dies zwar mit ihren Schauspielern, aber sie malt es nicht aus, sondern teilt es eher mit, im Stil eines knappen Tagebucheintrags. "Fräulein Stinnes" in der abgespeckten Version hat ihre Reize, aber eines Tages würden wir doch gern die Geschichte in ihrem vollen Spektakel erblicken, gerne wieder mit Sandra Hüller, die wunderbar ist in ihrem spätkindlichen Trotz, mit dem sie ihren Traum verteidigt. Clärenore Stinnes, die im gleichen Jahr aufbrach wie Charles Lindbergh zu seinem Ozeanflug und die heute vergessen ist, obwohl sie eine weit größere Leistung vollbrachte, ist eine, aus der sich ein Filmdenkmal errichten lässt.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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