Franz + Polina - Eine Liebe im Krieg

Franz + Polina - Eine Liebe im Krieg (2006), RU
Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Historienfilm

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von Mikhail Segal, mit Adrian Topol und Svetlana Ivanova

1943 in Weißrussland: Eine deutsche SS-Einheit besetzt ein Dorf. Der junge Soldat Franz verliebt sich in die hübsche 16-jährige Polina und auch seine Kameraden genießen das idyllische Dorfleben. Doch dann werden sie plötzlich von der Realität des Krieges eingeholt. Das ganze Dorf soll liquidiert werden. Franz erhält den Befehl, Polina zu erschießen. Er weigert sich und flieht mit ihr. Verfolgt von deutschen Soldaten und weißrussischen Partisanen kämpfen sie gemeinsam um ihr Überleben. Die Suche nach Nahrung und einem Versteck, der Kampf gegen Kälte, Hunger und Schmerzen gerät zum schier hoffnungsloses Unterfangen. Werden sie durchhalten können?


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LillaMy

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Bewertung6.0Ganz gut

Zuerst war ich wenig angetan, der Anfang vom Film ist ziemlich merkwürdig und heroisch. Allein die Musik ist wirklich skurril - und der Übergang von der Einleitung zur eigentlichen Handlung erst recht. Das mit der Musik änder sich während des ganzen Films nicht - man hat eher das Gefühl, als müsste jeden Moment Rumpelstielzchen oder Aschenbrödel hinter einer Tanne vorspringen. Die ersten 30 Minuten sind wirklich schierig - vom Herumtollen in SS-Uniform bis hin zum ständigen Essen.
Nach den ersten 30 Minuten gibt es aber einen plötzlichen Umschwung, die Handlung wird erschreckend ernst und die Flucht vor dem Krieg der Schwerpunkt der Geschichte. Wirklich Spannung aufkommen will da nicht - allerdings sind die Schauspieler durchweg gut, von Polinas Mutter bis hin zu Franz ist alles sehr glaubwürdig, gerade die Schierigkeiten, die letzterer als deutscher Deserteur unter russischen Flüchtlingen hat, kommen gut rüber. Und auch die Entwicklung der Story ist wirklich gut, keine Seite bleibt hier ungesühnt.
Alles in Allem ein guter Film und auf keinen Fall eine schmalzige Liebesgeschichte in dramatischer Umgebung, hier geht es nicht um große Gefühle, sondern vor allem um den Kampf ums Überleben. Umso schlechter gewählt ist wieder einmal der Filmtitel... Lange in Erinnerung bleiben wird er aber nicht, dafür ist er einfach durch die unterkühlte Atmosphäre und der vor sich hinschleichenden Handlung eine Spur zu still.

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