Free Rainer - Dein Fernseher lügt

Free Rainer - Dein Fernseher lügt (2007), DE Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 15.11.2007


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4.6
Kritiker
30 Bewertungen
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6.6
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103 Kommentare
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von Hans Weingartner, mit Moritz Bleibtreu und Elsa Sophie Gambard

Kritik an der deutschen Fernsehlandschaft und dem Quotensystem mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle

Der TV-Produzent Rainer (Moritz Bleibtreu) ist ein Zampano des “Unterschichtenfernsehens”: Unaufhörlich koksend, entwickelt er Shows der stumpfesten Sorte.
Dann wird er von einem jungen Mädchen angefahren, frontal und mit voller Absicht. Pegah will sich für den Tod eines geliebten Menschen rächen, und Rainer begreift, dass er für Einschaltquoten über Leichen gegangen ist. Ein paar Alpträume später beschließt er, sein Leben zu ändern und macht sich auf einen Guerilla-Feldzug gegen die quotenbesessene Unterhaltungsindustrie.

Vollständige Handlung
Beruflich steht Rainer (Moritz Bleibtreu) auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Gerade eben ist seine neue Show “Hol`dir das Superbaby!” beim Sender TTS angelaufen und hat in kürzester Zeit Quotenrekorde erreicht. Zusammen mit seiner ebenso oberflächlichen wie attraktiven Freundin Anna (Simone Hanselmann) bewohnt er eine schicke Penthouse-Wohnung, lässt sich von seinen Untergebenen feiern während er sie mit Füßen tritt. Aber die Niveaulosigkeit seiner eigenen Sendungen lässt ihn mehr und mehr selbst erschauern. Und die Gesellschaft der oberflächlichen Medienbranche macht ihm immer mehr zu schaffen. Um sich lebendig zu fühlen, dröhnt er sich mit Koks zu oder verschafft sich bei einer Kamikaze-Fahrt mit seinem Jaguar das nötige Adrenalin. Aber im Innern fühlt er sich schon lange hohl und einsam.
Als er eines Tages völlig zugedröhnt in sein Auto steigt, um zu einem Treffen mit seinem Kollegen Maiwald (Gregor Bloéb) zu fahren, rast ihm plötzlich ein anderes Auto in die Seite. Rainer ist dem Tode nah. Im Krankenwagen hat er eine Vision: Er wird persönlich von den verblödeten Zuschauern für das niveaulose Fernsehen verantwortlich gemacht; zur Strafe entscheidet eine Game-Show über sein Leben.Als er im Krankenhaus aufwacht, ist er das erste Mal seit langer Zeit nüchtern und streift ziellos durch die weissen Gänge. In einem Zimmer stößt er auf Pegah (Elsa Sophie Gambard). Er kennt die Frau nicht, die ihn umbringen wollte. Dennoch existiert seit dem Unfall eine seltsame Verbindung zwischen den beiden. “Du kannst mich unmöglich mehr hassen, als ich mich selbst.” gesteht er ihr. Als er am nächsten Tag ihr Zimmer betritt, ist Pegah bereits entlassen. Rainer findet nur noch einen Zeitungsartikel über den Selbstmord von Pegahs Großvater, der aufgrund einer umstrittenen Medienkampagne von Rainer als Schwimmtrainer unter Dopingverdacht geraten war.
Zurück im Berufsleben ist Rainer wie ausgewechselt. Er möchte anspruchsvolles Fernsehen machen und die Leute informieren. Aber seine erste Talkshow wird eine Quotenkatastrophe. Sie wird abgesetzt. Rainer ist erbost über die Fernsehpolitik seines Senders. Er kündigt.
Er kann nicht glauben, dass die Zuschauer tatsächlich nach schlechtem Fernsehen verlangen. Aber die Quoten sagen etwas anderes. Wer aber macht die Quoten? Schnell hat Rainer herausgefunden, dass das System Fehler hat: Nur 5000 Quotenboxen sollen das Fernsehverhalten der ganzen Republik wiederspiegeln. Und während Rainer noch überlegt, wie er das System mit seinen eigenen Waffen schlagen kann, steht Pegah bei ihm in der Tür.
Gemeinsam sinnen die beiden auf einen Plan. Sie müssen irgendwie an die Boxen herankommen. Aber das ist nicht so einfach. Kurzerhand stehlen sie eine der Boxen bei der Firma, die die Quoten ermittelt. Aber die Flucht verläuft nicht nach Plan. Und bevor sie sich versehen, haben sie den Wachmann Phillip (Milan Peschel) im Gepäck. Zum Glück entpuppt sich dieser als leidenschaftlicher Verschwörungstheoretiker und steigt bei der Kampagne mit ein. Zufälligerweise hat er auch bereits eine Liste aller Haushalte mit Quotenbox.
Es kann also losgehen. In einer verlassenen Pension quartieren sich die drei ein und rekrutieren kurzerhand vor dem Arbeitsamt Gopal, Karl-Heinz, Bernd, Harry und Sebastian, die in den Haushalten die Boxen austauschen sollen. Zunächst läuft alles wie geplant. Aber schon bald kommt es zu Pannen bei den Austausch-Aktionen. Denn die Undercover-Fernmeldetechniker haben keinerlei Erfahrung auf ihrem angeblichen Fachgebiet.
Als Bernd (Tom Jahn) betrunken in eine Bushaltestelle rast, wird er von der Polizei festgenommen. Nur gegen eine hohe Kaution will ihn die Polizei freilassen. Denn Bernd ist vorbestraft. Rainer bleibt hart. Er sieht nicht ein, wieso er und “sein Projekt” für die Fehltritte seiner verantwortungslosen Angestellten geradestehen soll. Es kommt zum Zerwürfnis in der Gruppe. Gopal, Karl-Heinz, Sebastian und Harry werfen das Handtuch. Als auch Pegah aussteigen will, fasst sich Rainer ein Herz und bezahlt die Kaution für Bernd. Die Gruppe ist wieder vereint. Und obwohl damit das letzte Geld ausgegeben ist, wird von nun an noch emsiger gearbeitet. Bernd hat dann auch prompt die rettende Idee, die Quoten per Rufumleitung zu manipulieren. Und bald schon ist die Gruppe bei 500 “Befreiten Haushalten” angekommen. Nach einiger Zeit sind auch schon erste Erfolge beim Fernsehprogramm zu verbuchen. Und dann geht alles wie von selbst: Innerhalb kürzester Zeit ist das Fernsehprogramm völlig umgekrempelt. Da lösen Fassbinder-Reihen nieveaulose Casting-Shows ab; anspruchsvolle Reportagen und Dokumentationen verdrängen dümmliche Mittags-Talkshows aus ihren Sendezeiten. Das Publikum ist begeistert. In Deutschland hält der kulturelle Frühling Einmarsch. Und die Gruppe gratuliert sich selbst zu ihrer Leistung.
Aber es dauert nicht lange bis Maiwald, der die Quotenstürze bei TTS bedrohlich am eigenen Leib zu spüren bekommt, Verdacht schöpft. Er kommt Rainers Aktion auf die Schliche und will ihn unter Druck setzen. Eine Million bietet er Rainer, wenn er TTS wieder in den Quotenhimmel hebt. Ansonsten droht er mit Polizei. Aber die Gruppe will sich nicht erpressen lassen. Obwohl sie befürchten, ohne ihre Manipulationen würden die Quoten bald schon wieder alte Zahlen schreiben, brechen die acht Aktivisten kurzerhand ihre Zelte ab und streben neue Aktionen an.

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Free Rainer - Dein Fernseher lügt
Genre
Anarchokomödie, Mediensatire, Drama
Zeit
2000er Jahre
Ort
Berlin, Berlin-West, Deutschland, Großstadt, Ostdeutschland
Handlung
Adrenalin, Alkohol, Alkoholiker, Alkoholismus, Amoklauf, Anonyme Alkoholiker, Arbeitsamt, Attentat, Autounfall, Bushaltestelle, Doping, Drogenmissbrauch, Eigenbrötler, Einsamkeit, Erpressung, Fernsehen, Fernsehmoderator, Fernsehquote, Fernsehsender , Fernsehserie, Fernsehshow, Fernsehstar, Festnahme, Freundschaft, Großvater-Enkeltochter-Beziehung, Gruppe, Jaguar, Kaution, Kokain, Konsum, Krankenhaus, Landhaus, Landleben, Loyalität, Mechaniker, Medienmanipulation, Medientycoon, Polizist, Prekariat, Quote, Reality TV , Revolution, Schuldgefühl, Schwimmbad, Schwimmen, Selbsterkenntnis, Solidarität, Sportwagen, Stadtpark, Suizid, Talkshow, Verlieben, Verschwörung, Wächter
Stimmung
Gutgelaunt, Witzig
Verleiher
Kinowelt
Produktionsfirma
Coop 99, ORF, kahuuna films

Kommentare (90) — Film: Free Rainer - Dein Fernseher lügt


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Pesthexer

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Film und dann auch noch aus deutschen Landen. Moritz Bleibtreu ist einfach der beste Schauspieler aus diesem Land (meine Meinung).

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oizymusic

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Bewertung3.0Schwach

Typisches deutsches Streberkino das einem seinen Mehrwert scheimig ins Gesicht klatscht. Dazu alles noch unheimlich klischeebeladen.

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Rainhard

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Bewertung7.0Sehenswert

Klischee hin, Klischee her, wer die Botschaft des Films versteht, (dürfte bei dem Drehbuch und den Dialogen nicht schwer sein^^) der sollte hier nicht schlechter als 5.0 bewerten- von der Sache her! Kennt jemand von euch nen anderen Deutschen Film der sich an das Thema wagt und dies so gnadenlos verurteilt? Also...sicher gelingt hier nicht alles, und es finden sich wie gesagt vielen Stereotypen wieder, vieles fällt der überinszenierten und sehr gewollt wirkenden Dramaturgie zum Opfer. Figuren/Charakterentwicklung sind ziemlich verrissen bzw. platt- die Motive der Hauptfigur wechseln sehr schnell und sind nicht unbedingt sehr realistisch nachvollziehbar in Szene gesetzt- geht eben alles bisschen sehr schnell, sein Wandlung. (Wobei ja vorher ganz gut erklärt wird, das er sich mit Drogen betäubt um den shit ertragen zu können). Gut, es wird also vieles mit der Brechstange erzählt- ABER mal ernsthaft- es geht hier vielleicht auch darum, Menschen zu erreichen, die sonst weniger vertraut mit dem Thema sind und eher unreflektiert "Richter Alexander fuck off..." schauen...demnach Problem bei der Bewertung hier bei MP- bereits viele recht aufgeklärte Menschen schauen sich Dinge an, die sie längst wissen (und deren Anspruch genügt das Gezeigte dann nicht)- und zwar das es in der Medienbranche darum geht, was sich für die breite Masse am besten verkauft...also für die Menschen, die zur Prime Time schrott schauen wollen. Sicher ist das ziemlich subjektiv was "Schrott" ist. Aber die meisten wollen eben dann Abends 20.15 Uhr nicht aufgeklärt werden, sondern wollen abschalten, wollen berieselt werden. Das sollte aber nicht Aufgabe des Fernsehens sein! Das Fernsehen sollte genau dem entgegen wirken! Fernsehen hat meines Achtens eine verdammte Verantwortung! Den Schrott kann es kostenfrei irgendwo im Netz geben- dann kann sich da jeder bedienen. Aber gebührenfinanziertes, zwangsfinanziertes! Fernsehen muss sich unabhängig, sozial und seiner Vorbildfunktion gerecht verhalten!! Gerade von den öffentlich rechtlichen sollte man das erwarten können! Aber dafür braucht es noch mehr Aufklärung- auch durch solche Filme!

Letztendlich ist der Film handwerklich/technisch gut gemacht und die Schauspieler sind durch die Bank gut! Meine Kritik geht eher in Richtung Handlungsverlauf und Dialoge. Auch wenn der Film dann sehr fiktiv wird (Manipulation der Einschaltquoten) spricht er mich durch seine kritische Haltung dennoch sehr an...die Idee gewinnt bei mir hier vor der Umsetzung. Mutiges, ambitioniertes Projekt, welches es verdient hat gut bewertet und verbreitet zu werden. Nun werden einige von euch vielleicht sagen- da bin ich ähnlicher Meinung aber SO bitte nicht. Ja, dann frage ich euch- wie denn dann? Es muss doch genau bei DEN Menschen ankommen um die es geht...komplexer erzählen ist da kaum möglich. Aber vielleicht trifft auch hier ein Spruch aus dem Film zu "die Menschen sind nicht so blöd wie das Fernsehen sie darstellt". Natürlich müsste es etwas realistischer inszeniert werden...das tut teilweise schon weh, wie sehr das hier mit Brechstange inszeniert ist...also es ist sehr schade...aber eben auch nur teilweise. Am Anfang macht der Film sehr vieles richtig.

Denn an alle die hier so extrem schlecht bewerten: habt ihr die Wichtigkeit der Thematik nicht verstanden? Ist euch nicht klar, dass wir Filme mit solch einer Thematik dringend brauchen? Zahlt ihr eure TV- Zwangsgebühren gerne? Die letzten Fragen sind eher rhetorischer Natur ;-)

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jacker

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Seh ich absolut genauso!


Gretchen_Ross

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, er ist überzogen und etwas klischeebeladen.
Aber das Fernsehen hat es nicht anders verdient.
Viele finden die Botschaft etwas zu platt, aber als wir den Film im Unterricht gesehen haben, waren viele total ergriffen und erstaunt, was wirklich zeigt, wie dumm die meisten schon sind, dass sie das mit der Fernsehlandschaft noch nicht begriffen haben.

Genialer Moritz Bleibtreu, ok, Musik von American Beauty abgekupfert, aber ich fand es mutig und interessant.

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finfisch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Qualitativ sicherlich nicht einer der Besten Filme, aber die Idee ist super und daher einer meiner Lieblingsfilme.

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Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

Eigentlich ganz gut gemacht. Dramaturgisch hätte man mehr rausholen können und letztendlich ist die Botschaft viel zu platt. Es wird leider nicht auf Leute eingegangen, die plötzlich lieber Fassbinder als DSDS gucken wollen. Auch wird für einen politischen Film ungewöhnlich wenig argumentiert. Die Welt wird lieber in Schwarz/Weiß gemalt, als wirklich versucht den Zuschauer zu überzeugen. Aber egal wie unrealistisch diese Utopie auch ist, ich hab mich ganz gut unterhalten gefühlt. Und ich hab schon wesentlich plattere Geschichten gut bewertet.

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ToombZiege

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Dynamik zwischen Bleibtreu und Bloéb ist super. Ansonsten teilweise bisschen an den Haaren herbei gezogen so im Gesamten.

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JimiAntiloop

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Bewertung5.0Geht so

Eigentlich ganz nette Idee und als er ins Kino kam fand ich den Film sogar ganz gut, mittlerweile würde ich jedoch sagen er scheitert insgesamt an der Komplexität der Thematik, wenn auch mit ein paar durchaus guten Haltungsnoten, da grundsätzliche Feststellungen stimmen. z.B. "Der Konsument wird solange weich gespült bis er das, was er eigentlich gar nicht will, dann doch möchte." ...und weil einige Szenen und Sequenzen echt fetzen.
Allerding schwankt die Umsetzung des Filmes an einigen Stellen stark, in der Bandbreite von Holprigkeit und Revoluzzerkitsch.
Festzustellen bleibt:Marktforschung hat sich durch das Internet, Soziale Medien und diverse Paybackkarten doch auch sehr verändert und die grundsätzlichen Ideen dadurch doch schon erheblich nach einem gedanklichen Dinosaurier richt .
Fazit: Durchwachsen und der Komplexität der Thematik nicht gerecht werdend.

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albaniax

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Bewertung7.0Sehenswert

- Die erste Szene ist der Hammer, einfach bei YouTube anschauen :)

- Danach die ersten 2/3 Super

- Das Ende dann aber grottenschlecht...Fehlte das Budget oder was?

Schade, Stories mit solchen Themen liebe ich.

Moritz Bleibtreu? An sich Super Typ, aber macht McDonalds Werbung nach so einem Film?

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Sven - Friedrich Wiese

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"Moritz Bleibtreu? An sich Super Typ, aber macht McDonalds Werbung nach so einem Film?" >>> hat mich auch nicht nur gewundert, sondern auch maßlos enttäuscht und verärgert - insbesondere vor dem Hintergrund, dass er sich im Audiokommi zu diesem Film so subversiv-kritisch geriert: scheinheiliger Salon Revoluzzer.


TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Botschaft, die der Film übermitteln möchte, finde ich gut, richtig und wichtig (auch wenn ich selbst ein Mensch bin, der zwischendurch sicherlich "Hartz-4-TV" schaut und diese Schande sogar zugibt :-D). Allerdings wirkt "Free Rainer" teilweise sehr oberflächlich und die Story hat wesentlich mehr Potential als genutzt wurde. In jeder Minute wird zur Schau gestellt, welche Absichten vom Regisseur vertreten werden, was ich manchmal als etwas zu aufdringlich empfand. Dennoch habe ich mich oft köstlich amüsiert, insbesondere während der "Vorstellungsgespräche", was dazu führt, dass ich den Film als unterhaltend empfand, auch wenn einige Längen vorzufinden waren. Die Darsteller sind super, den Anfang fand ich schön rasant, womit der Film sich meine Aufmerksamkeit fischen konnte und es ist eine Hand voll guter Gags vorhanden. Die Charaktere hätten ausführlicher beschrieben werden können, während mir die Handlung gegen Ende "ein bisschen zu viel" wurde. Insgesamt also meines Erachtens nach ein relativ guter Film mit einer tollen Botschaft, der aber leider an zu vielen Stellen lahmt um ihn besser als "nur" ganz gut zu bewerten...

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Nystroem

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Bewertung6.0Ganz gut

Dass man hier immer diese polemischen Alles-Kommentatoren lesen muss.

Amüsierend, wenngleich missratene Medienkritik. Die Charaktere sind meines Erachtens zu wenig ausgearbeitet, die Mehrzahl der Dialoge irgendwie undurchdacht, wenig beeindruckend. Die Idee hat Potenzial. Mit einem motivierteren Regisseur und besseren Drehbuchautoren wäre das was geworden.

Ich hatte dennoch Spaß. Mit weniger Erwartungen geht das schon klar. Gerne hätte ich lieber eine 5.7 gegeben, drum musste ich aufrunden. Wie der Lehrer sagt.

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JoeKramer

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Bewertung1.5Ärgerlich

Fängt stark an. Story hat auch was. Aber ganz ehrlich, nach 45 Minuten braucht man nicht mehr weiter schauen.

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bootsmann13

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe mir jetzt einige andere Kritiken hier durchgelesen und muss sagen, dass in fast allen ein Stück Wahrheit enthalten ist.
Aber: Natürlich ist der Film, die Story und die Figuren teils maßlos überzogen und klischeehaft dargestellt. Nur habe ich lange genug in der TV-Branche gearbeitet, um genau diese Typen kennengelernt oder zumindest getroffen zu haben. Auch diese "Boxen-Verarsche" mit allem, was da so dranhängt, geht mir seit Jahren auf den Keks. Insofern ist das gar nicht so weit weg von dem, was da hinter den Kulissen abgeht. Und: Muss (oder wenigstens: kann) man diese Thematik, diese Art von Film nicht genau so überzogen darstellen?

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kiwisch

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Finde ich auch!


Rainhard

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Genau meine Meinung!


Brentano

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Bewertung3.5Schwach

Hey: in einem "Land", das eine fatale "Nation" markiert, in dem man daher das Erbe der raren, begnadeten Filmemacher unbedingt achten und ehren sollte, schon eine gnadenlose "Schote", diesen Film: "Free Rainer" zu be-nennen, ??
(das sollte wahrscheinlich würzig/witzig sein und mit den unbeholfenen Anspielungen zu "Koks und Drogenkonsum" ebenso? ah wie lustig, dabei nehmen die doch selber das Zeug,..auch Sauberbeutel wie "Friede-mann" etc.)

Denn sogar hier auf "moviepilot", wird dieser Film bei Eingabe von von "Rainer" mit Fassbinders Namen im Suchprofil verlinkt, das ist nicht nur traurig und taktlos (die Namensgebung), sondern eminent unter aller Kanone und spricht für höchste "Sensibilität", erstaunlichen Einfallsreichtum und permanent ausgereizte "Geldsucht" der entsprechende "Film-(sch)-raffenden", nun ja, mies gelaufen,.. auch das,..

Das "ge-täutschte Kino" liegt in der inter- und kulturellen Rangliste damit inzwischen so weit abgeschlagen, noch hinter den Amatueur-Ananas Filmern von Süd-Süd Alaska, .. grandios!
Aber man bedenke nur kurz, welche höchst kuriosen "Weltmeister Titel" in dieser so "Kultur fördernden und förderlichen "NATION" wichtiger genommen werden und staune,..? (noch?)

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julius.hibert

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Bewertung3.0Schwach

Der Film tut richtig weh.
Aber einen Pluspunkt habe ich:
Am ende kommt Stanislaw Lem im Fernsehen.

Ansonsten macht der Film alles falsch, was man mit Medienkritik falsch machen kann.
Alleine die "Botschaft" am Ende, das quasi nur "alte" Filme gut sind, ist bescheuert.
Ach der ganze Film... völlig bescheuert!

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julius.hibert

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Und dann dieses bedeutungs- schwangere Gehabe mit "Brave new World"..... würg.


moviee

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Bewertung2.0Ärgerlich

Fürchterlich naive Möchtegern-Medienkritik, die zu zeigen versucht wie verblödet die heutige Gesellschaft ist, die globale Verblödung in fast zweieinhalb Stunden aber nur weiter fördert. Moralapostel Rainer wandelt sich vom koksenden, asozialen Saulus in wenigen Stunden zum hilfsbereiten, ja so gutmütigen Paulus und befreit die Menschen durch Manipulation von Medien vor der totalen Gehirnerweichung. Zum miesen Drehbuch gesellen sich überforderte Darsteller, abgrundtiefe Logiklöcher und zu allem Überfluss Zitate aus Hitlers 'Mein Kampf'. Unglaublich befremdlich-naive, moralinsaure Weltverbesserungsfarce.

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julius.hibert

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meine rede!


Markbln

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meine auch.


Chribu73

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss gestehen das ich bei der Bewertung extrem davon beinflusst wurde das viele Fragen die ich mir selbst schon stellte, im Film vorkamen.
"Hast du eine Quotenbox? Kennst du jemanden der eine zuhause hat? Kennst du jemand der jemand kennt der eine zuhause hat?"
Tatsächlich waren diese Fragen schon oft in den letzten Jahren Teil von Diskussionen.
Weder im I-Net noch im allerweitesten Bekanntenkreis ist mir je einer untergekommen der eine dieser Fragen mit ja beantworten konnte.
Die Grundfrage wie Fernsehprogramm durch dubios ermittelte Quoten beinflusst wird, wird auch im Film gestellt, was ihn für mich eben sehr spannend machte.
Leider ist die Umsetzung im Film an Naivität kaum zu überbieten.
Extrem schwankende Schauspielerische Leistungen und überzeichnete, unglaubwürdige Charaktere sorgen leider dafür das es nicht mehr als ein nettes Filmchen bleibt.
Aufgrund der Thematik fühlte ich mich dennoch bis zum Ende recht gut Unterhalten :)

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demien.bartok

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Ansätze sind ganz gut, dass aber die Gesellschaft in Massen Bücher liest, wenn das Fernsehen es "befielt", ist albern. Überhaupt: als wäre Lesen automatisch ein Indikator für Klugheit und Intelligenz. - Ein typisch deutscher Weltverbesserungsromantikkitsch. Immer wenn er besonders rührend rebellisch/moralisch wird, stößt es mir irgendwie übel auf. - Zumindest ein Film, der junge Leute etwas anregen kann mit seinem fast schon satirischen Optimismus.

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wernik

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Bewertung3.0Schwach

Die Botschaft des Films mag ja noch so löblich sein, wenn allerdings von Anfang an der moralische Zeigefinger mitschwingt und keinerlei Nuancen zwischen Schwarz und Weiß zugelassen werden, dann geht der Schuss schon mal nach hinten los. Wenn sich „Free Rainer“ zumindest qualitativ deutlich vom „bösen“ Trash-Fernsehen, welches angeprangert wird, abheben würde, könnte man darüber hinweg sehen, doch was sich hier abspielt, ist höchstens in seinen besten Momenten als akzeptabel, weitgehend jedoch als grauenvoll und unfreiwillig komisch zu bezeichnen. Der ohnehin vorhersehbare Plot wird in großen Sprüngen vorangetrieben, und die unglaubwürdigen und klischeehaften Charaktere liefern durch die Bank plumpe und hölzerne Dialoge ab.

SPOILER: Die Wandlung Rainers vom großkotzigen Produzenten zum TV-Moralapostel kann schlichtweg als lächerlich bezeichnet werden, jene von Pekah vom Racheengel zur engsten Verbündeten geschieht auf nicht minder wundersame Weise. Ihre Aufgabe scheint ohnehin darin zu bestehen, den ganzen Film hindurch süß auszusehen (es versteht sich von selbst, dass die beiden sich irgendwann auch auf andere Weise etwas näher kommen). Insider und Verschwörungstheoretiker Philip wechselt nicht minder schnell die Seite, im Team blüht der angebliche Soziophobiker förmlich auf. Die zusammengewürfelte Truppe von Arbeitslosen, standesgemäß von Alkoholiker, Knastbruder, Ausländer usw. vertreten, ist sogar dermaßen vom Kampf gegen das Trash-TV überzeugt, dass sie unentgeldlich weitermacht, sobald die Kohle knapp wird. Erwartungsgemäß läuft nicht alles reibungslos ab, wobei Erfolge (stets gefeiert in nervigen Jubelszenen, Schlachtgesänge und Partylaune inklusive) und Misserfolge (bedröppelte Gesichter, kollektive Trauermiene) sich hübsch abwechseln, bis schließlich das abrupte Finale endlich Erlösung bringt.

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FlabFabian

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Bewertung3.0Schwach

hat eigentlich gut angefangen (für nen deutschen film), aber dann wurde die handlung schlagartig total sinnfrei und die dialoge teilweise richtig peinlich. aus der guten idee des films hätte man echt mehr machen können

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