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Free Rainer - Dein Fernseher lügt

Free Rainer - Dein Fernseher lügt (2007), DE Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 15.11.2007


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4.6
Kritiker
29 Bewertungen
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6.6
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2882 Bewertungen
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von Hans Weingartner, mit Moritz Bleibtreu und Elsa Sophie Gambard

Kritik an der deutschen Fernsehlandschaft und dem Quotensystem mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle

Der TV-Produzent Rainer (Moritz Bleibtreu) ist ein Zampano des “Unterschichtenfernsehens”: Unaufhörlich koksend, entwickelt er Shows der stumpfesten Sorte.
Dann wird er von einem jungen Mädchen angefahren, frontal und mit voller Absicht. Pegah will sich für den Tod eines geliebten Menschen rächen, und Rainer begreift, dass er für Einschaltquoten über Leichen gegangen ist. Ein paar Alpträume später beschließt er, sein Leben zu ändern und macht sich auf einen Guerilla-Feldzug gegen die quotenbesessene Unterhaltungsindustrie.

Vollständige Handlung
Beruflich steht Rainer (Moritz Bleibtreu) auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Gerade eben ist seine neue Show “Hol`dir das Superbaby!” beim Sender TTS angelaufen und hat in kürzester Zeit Quotenrekorde erreicht. Zusammen mit seiner ebenso oberflächlichen wie attraktiven Freundin Anna (Simone Hanselmann) bewohnt er eine schicke Penthouse-Wohnung, lässt sich von seinen Untergebenen feiern während er sie mit Füßen tritt. Aber die Niveaulosigkeit seiner eigenen Sendungen lässt ihn mehr und mehr selbst erschauern. Und die Gesellschaft der oberflächlichen Medienbranche macht ihm immer mehr zu schaffen. Um sich lebendig zu fühlen, dröhnt er sich mit Koks zu oder verschafft sich bei einer Kamikaze-Fahrt mit seinem Jaguar das nötige Adrenalin. Aber im Innern fühlt er sich schon lange hohl und einsam.
Als er eines Tages völlig zugedröhnt in sein Auto steigt, um zu einem Treffen mit seinem Kollegen Maiwald (Gregor Bloéb) zu fahren, rast ihm plötzlich ein anderes Auto in die Seite. Rainer ist dem Tode nah. Im Krankenwagen hat er eine Vision: Er wird persönlich von den verblödeten Zuschauern für das niveaulose Fernsehen verantwortlich gemacht; zur Strafe entscheidet eine Game-Show über sein Leben.Als er im Krankenhaus aufwacht, ist er das erste Mal seit langer Zeit nüchtern und streift ziellos durch die weissen Gänge. In einem Zimmer stößt er auf Pegah (Elsa Sophie Gambard). Er kennt die Frau nicht, die ihn umbringen wollte. Dennoch existiert seit dem Unfall eine seltsame Verbindung zwischen den beiden. “Du kannst mich unmöglich mehr hassen, als ich mich selbst.” gesteht er ihr. Als er am nächsten Tag ihr Zimmer betritt, ist Pegah bereits entlassen. Rainer findet nur noch einen Zeitungsartikel über den Selbstmord von Pegahs Großvater, der aufgrund einer umstrittenen Medienkampagne von Rainer als Schwimmtrainer unter Dopingverdacht geraten war.
Zurück im Berufsleben ist Rainer wie ausgewechselt. Er möchte anspruchsvolles Fernsehen machen und die Leute informieren. Aber seine erste Talkshow wird eine Quotenkatastrophe. Sie wird abgesetzt. Rainer ist erbost über die Fernsehpolitik seines Senders. Er kündigt.
Er kann nicht glauben, dass die Zuschauer tatsächlich nach schlechtem Fernsehen verlangen. Aber die Quoten sagen etwas anderes. Wer aber macht die Quoten? Schnell hat Rainer herausgefunden, dass das System Fehler hat: Nur 5000 Quotenboxen sollen das Fernsehverhalten der ganzen Republik wiederspiegeln. Und während Rainer noch überlegt, wie er das System mit seinen eigenen Waffen schlagen kann, steht Pegah bei ihm in der Tür.
Gemeinsam sinnen die beiden auf einen Plan. Sie müssen irgendwie an die Boxen herankommen. Aber das ist nicht so einfach. Kurzerhand stehlen sie eine der Boxen bei der Firma, die die Quoten ermittelt. Aber die Flucht verläuft nicht nach Plan. Und bevor sie sich versehen, haben sie den Wachmann Phillip (Milan Peschel) im Gepäck. Zum Glück entpuppt sich dieser als leidenschaftlicher Verschwörungstheoretiker und steigt bei der Kampagne mit ein. Zufälligerweise hat er auch bereits eine Liste aller Haushalte mit Quotenbox.
Es kann also losgehen. In einer verlassenen Pension quartieren sich die drei ein und rekrutieren kurzerhand vor dem Arbeitsamt Gopal, Karl-Heinz, Bernd, Harry und Sebastian, die in den Haushalten die Boxen austauschen sollen. Zunächst läuft alles wie geplant. Aber schon bald kommt es zu Pannen bei den Austausch-Aktionen. Denn die Undercover-Fernmeldetechniker haben keinerlei Erfahrung auf ihrem angeblichen Fachgebiet.
Als Bernd (Tom Jahn) betrunken in eine Bushaltestelle rast, wird er von der Polizei festgenommen. Nur gegen eine hohe Kaution will ihn die Polizei freilassen. Denn Bernd ist vorbestraft. Rainer bleibt hart. Er sieht nicht ein, wieso er und “sein Projekt” für die Fehltritte seiner verantwortungslosen Angestellten geradestehen soll. Es kommt zum Zerwürfnis in der Gruppe. Gopal, Karl-Heinz, Sebastian und Harry werfen das Handtuch. Als auch Pegah aussteigen will, fasst sich Rainer ein Herz und bezahlt die Kaution für Bernd. Die Gruppe ist wieder vereint. Und obwohl damit das letzte Geld ausgegeben ist, wird von nun an noch emsiger gearbeitet. Bernd hat dann auch prompt die rettende Idee, die Quoten per Rufumleitung zu manipulieren. Und bald schon ist die Gruppe bei 500 “Befreiten Haushalten” angekommen. Nach einiger Zeit sind auch schon erste Erfolge beim Fernsehprogramm zu verbuchen. Und dann geht alles wie von selbst: Innerhalb kürzester Zeit ist das Fernsehprogramm völlig umgekrempelt. Da lösen Fassbinder-Reihen nieveaulose Casting-Shows ab; anspruchsvolle Reportagen und Dokumentationen verdrängen dümmliche Mittags-Talkshows aus ihren Sendezeiten. Das Publikum ist begeistert. In Deutschland hält der kulturelle Frühling Einmarsch. Und die Gruppe gratuliert sich selbst zu ihrer Leistung.
Aber es dauert nicht lange bis Maiwald, der die Quotenstürze bei TTS bedrohlich am eigenen Leib zu spüren bekommt, Verdacht schöpft. Er kommt Rainers Aktion auf die Schliche und will ihn unter Druck setzen. Eine Million bietet er Rainer, wenn er TTS wieder in den Quotenhimmel hebt. Ansonsten droht er mit Polizei. Aber die Gruppe will sich nicht erpressen lassen. Obwohl sie befürchten, ohne ihre Manipulationen würden die Quoten bald schon wieder alte Zahlen schreiben, brechen die acht Aktivisten kurzerhand ihre Zelte ab und streben neue Aktionen an.

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Free Rainer - Dein Fernseher lügt
Genre
Anarchokomödie, Mediensatire, Drama
Zeit
2000er Jahre
Ort
Berlin, Berlin-West, Deutschland, Großstadt, Ostdeutschland
Handlung
Adrenalin, Alkohol, Alkoholiker, Alkoholismus, Amoklauf, Anonyme Alkoholiker, Arbeitsamt, Attentat, Autounfall, Bushaltestelle, Doping, Drogenmissbrauch, Eigenbrötler, Einsamkeit, Erpressung, Fernsehen, Fernsehmoderator, Fernsehquote, Fernsehsender , Fernsehserie, Fernsehshow, Fernsehstar, Festnahme, Freundschaft, Großvater-Enkeltochter-Beziehung, Gruppe, Jaguar, Kaution, Kokain, Konsum, Krankenhaus, Landhaus, Landleben, Loyalität, Mechaniker, Medienmanipulation, Medientycoon, Polizist, Prekariat, Quote, Reality TV , Revolution, Schuldgefühl, Schwimmbad, Schwimmen, Selbsterkenntnis, Solidarität, Sportwagen, Stadtpark, Suizid, Talkshow, Verlieben, Verschwörung, Wächter
Stimmung
Gutgelaunt, Witzig
Verleiher
Kinowelt
Produktionsfirma
Coop 99, ORF, kahuuna films

Kritiken (13) — Film: Free Rainer - Dein Fernseher lügt

Xander8112: Xanders Blog

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6.0Ganz gut

[...]
Moralisch sind Rainers Methoden also mehr als fraglich, werden aber nicht hinterfragt. Dass sie Erfolg haben, lässt den Film sehr naiv wirken, was dann aber zu den Entwicklungen der einzelnen Charaktere passt. Als Drama zu lustig und unrealistisch, als Komödie oder Satire nicht lustig genug und sich selbst zu ernst nehmend. Die Geschichte wird auf der einen Seite überspitzt dargestellt, nimmt das alles auf der anderen Seite aber auch für bare Münze. Womit wir wieder zur Erwartungshaltung kommen: Wer das ganze nicht wirklich ernst nimmt ist von dem Film aus anderen Gründen enttäuscht als derjenige, der tatsächlich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema erwartet. Alles wird angeschnitten, nichts durchgezogen. “Free Rainer” hat sich mehr vorgenommen, als er einhalten kann. Sehr gut, dass sich ein Film diesem Thema überhaupt annimmt, das Ergebnis enttäuscht aber leider. Wobei ich jedoch gerne mehr von Elsa Sophie Gambard sehen würde.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] „Free Rainer“ ist eine Idee, die die Welt gebraucht hat. Die offensichtlich verkommene Fernsehlandschaft von heute wird schön derbe und oft urkomisch durch den Kakao gezogen. Darin ist ein nicht zu unterschätzender Weckruf für das Land enthalten. Aus verschiedenen Gründen wird die Weltverbesserung, wie sie im Film dargeboten wird, jedoch nur ein Traum bleiben. Die schrille Medienkritik zu Beginn des Films ist plakativ, darf das aber auch gerne sein. Nur der Sinneswandel der Hauptfigur und die folgende Dramaturgie nach Schema F lassen die Geschichte immer naiver wirken. So geht der starken Idee leider etwas die Puste aus, bis hin zum eher uninspirierten Ende. [...]

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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8.0Ausgezeichnet

Hans Weingartner seinerseits hat für diesen Film so viele schöne Ideen gehabt, dass man beim Zuschauen immer wieder ganz leise vor sich hin juchzt, weil man da wirklich Sachen sieht, auf die noch niemand vorher gekommen ist. Gut, "Free Rainer" läuft nicht so rund wie vor vier Jahren das makellose "Die fetten Jahre sind vorbei". Ab und an holpert die Geschichte schon ganz schön, und arg lang ist sie auch. Aber das tut, ganz ehrlich, dem Vergnügen keinen Abbruch.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

Dem Establishment ans Bein pinkeln kann er ja ganz prima. "Die fetten Jahre sind vorbei" hat Hans Weingartner 2004 kapitalismuskritisch proklamiert. Jetzt träumt der Weltverbesserer unter den deutschen Regisseuren vom mündigen Konsumenten, von der aufgeklärten Unterschicht. Deren Trash-TV im Stile der Samenrennen-Show "Hol dir das Super-Baby" wird von Zampanos wie Rainer (Moritz Bleibtreu) produziert. Warum? Weil die Leute einschalten. Ein Zusammenstoß mit Pegah (Elsa Sophie Gambard) reißt den Dauerkokser aus dem Quotenwahn.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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4.0Uninteressant

Hans Weingärtners erfolgreichster Film “Die fetten Jahre sind vorbei” ist durch Fernsehgelder mitfinanziert worden, was nach Meinung des Regisseurs dem Film nicht gut getan hat, sondern zu schlimmen Kompromissen und zuviel Mainstreamigkeit geführt hat. Seinen nächsten Film “Free Rainer” hat er daher ganz bewußt ohne Unterstützung von TV-Sendern produziert. Was passiert, wenn Weingärtner freie Hand hat, spricht nicht gerade für den österreichischen Regisseur. Während die linksideologische Attitüde, die “Die fetten Jahre sind vorbei” durchdrang, durch die guten Schauspieler und eine stimmige Dramaturgie noch halbwegs erträglich war, ist Weingärtners neues Werk nur noch pädagogisch-unlustiges Besserwisser-Kino mit erhobenem Zeigefinger.

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m. wagenhäuser: Familieneinladungen.de

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1.0Ärgerlich

Kritik am Fernseh-Konsumverhalten ist eine tolle Sache und auch das Aufzeigen des »moralischen Verfalls« und der zunehmenden Niveaulosigkeit des Fernsehens ist sicherlich angebracht. Aber bitte nicht auf diese Weise, Herr Weingartner.

Denn die gleiche Niveaulosigkeit, die Sie dem Fernsehen vorwerfen, unterstellen Sie uns, ...

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CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

[...] Kennt ihr jemanden, der eine Quotenbox bei sich stehen hat? Nein? Ich auch nicht. Verwunderlich ist das nicht, immerhin gibt es davon in Deutschland nur 5.500 Stück. Diese 5.500 Quotenboxen messen das Sehverhalten von ca. 13.000 Menschen. Und diese 13.000 Menschen entscheiden anhand von Hochrechnungen, was 80 Millionen Deutsche täglich zu sehen bekommen. Klingt abstrus? Ist aber so.

Genau dieses System kritisiert, wenn auch nicht ohne Fehler, Regisseur Hans Weingartner („Die fetten Jahre sind vorbei“) in seinem aktuellen Kinofilm. Und das mit Hilfe einer durchaus interessanten Geschichte. Doch nicht nur das TV-System, auch wir Zuschauer bekommen unser Fett weg. [...]

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

Die Idee zur Quotenrevolution kommt von oben, von Rainer, doch um die IMA-Boxen in den Wohnzimmern auszutauschen, braucht er Handlanger, und er rekrutiert sie aus dem Heer der Langzeitarbeitslosen. Das ist der Moment in "Free Rainer", in dem der Film ins Schleudern gerät, weil das theoretische Gebäude mit den Erfordernissen eines Unterhaltungsprodukts kollidiert, das Weingartner trotz allem abliefern möchte. Die Theorie verlangt, dass der Revolutionär von oben scheitert und erst weiterkommt, wenn auch die Basis hinter dem Projekt steht. In der Filmpraxis führt das zu unglaubwürdigen Figuren und unnötigen Nebenhandlungen, und der subversive Furor der ersten Hälfte wird immer mehr verläppert.

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plomlompom: Filmblogs

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4.0Uninteressant

Hans Weingartner hat [...] das naiv-absurde Weltverbessererguerillakino als Erfolgsmasche entdeckt. Er setzt sie jetzt zielstrebig in Free Rainer fort. Und zwar mit einer Variante von Medien- und Kapitalismuskritik, die die analytische Schärfe einer Bierstammtischmotzerei und das reaktionäre Potential des Hassbegriffes “Volksverdummung” (als Feindbeschreibung des kommerziellen Quotenfernsehens) mit der (sowieso schon tausendmal vereinnahmten) Hipness der Medienguerilla zu einem zielgruppenattraktiven Cocktail vermengt. Die Spitzen, die dabei gegen den Medienbetrieb rauskommen, erreichen noch kaum das kritische Niveau von deutschen Neunziger-Jahre-Medienkomödchen wie Kein Pardon oder Late Show. Diskursiv ist Free Rainer aber auch so absurd, dass er mit Blödelei und übertriebenen Figurenkarikaturen zuweilen in puncto Unterhaltsamkeit zu überzeugen weiß, ganz unabhängig davon, welcher ideologischen Zielgeraden auch immer das Dargestellte gerade folgen mag.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.0Ganz gut

Legte Regisseur Hans Weingartner beim „Weißen Rauschen“ noch Wert auf das visuelle Experiment und kreierte er danach in „Die fetten Jahre sind vorbei“ eine fein ausbalancierte Synthese aus politischem Protest und starker Story, so schlägt in „Free Rainer“ das Pendel in die andere Richtung aus: Die gesellschaftskritische Botschaft wird über die filmische Dramaturgie gestellt, das Medium verschwindet hinter der Message, der Film wird zum Megafon, aus dem lauthals Agit-Parolen skandiert werden. Die Kritik an der Verblödungsmaschine Privatfernsehen klingt zwar von ihrer Grundidee her sehr schön, gerät jedoch ähnlich platt und plakativ wie das Trash-TV daselbst. Zumal der Film auch dramaturgisch wenig zu bieten hat: Zu sehr auf dem Faktor Zufall basierend wird die dünne Geschichte vorangetrieben, um abschweifende Exkurse erweitert und so unnötig auf viel zu lange 138 Minuten gestreckt.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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4.5Uninteressant

Der Film ist allerdings Satire, Utopie und wütendes Sozialdrama in einem - und hat sich damit ein bisschen zu viel vorgenommen. [...] Manchmal fragt man sich auch, ob Weingartner überhaupt noch was merkt. Dass er sich selbst kopiert, beispielsweise. Ganze Szenen hat er, mit anderem Personal, in "Die fetten Jahre sind vorbei", schon einmal gedreht, und zwar besser.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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4.0Uninteressant

Der Stoff hätte das Zeug zu einer großen Mediensatire - auch wenn der unglücklich gewählte Filmtitel erst mal unweigerlich an einen Kinderfilm mit Waltränen denken lässt. [...] Ein selbstironischer Gag, der zum arroganten Eigentor missrät: Seht her, ich mach intelligente Filme.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.0Ganz gut

"Free Rainer" begeistert, weil er die Realität des Medienalltags, etwa die Arbeit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), im Film als "IMA" persifliert, fast dokumentarisch darstellt. Weingartner beweist sich aber auch wieder einmal als hoffnungsloser politischer Romantiker. Gerade diese utopische Energie ist es aber, die den Film über so manche dramaturgische Schwäche hinweg trägt...

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Kommentare (87) — Film: Free Rainer - Dein Fernseher lügt


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Gretchen_Ross

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, er ist überzogen und etwas klischeebeladen.
Aber das Fernsehen hat es nicht anders verdient.
Viele finden die Botschaft etwas zu platt, aber als wir den Film im Unterricht gesehen haben, waren viele total ergriffen und erstaunt, was wirklich zeigt, wie dumm die meisten schon sind, dass sie das mit der Fernsehlandschaft noch nicht begriffen haben.

Genialer Moritz Bleibtreu, ok, Musik von American Beauty abgekupfert, aber ich fand es mutig und interessant.

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finfisch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Qualitativ sicherlich nicht einer der Besten Filme, aber die Idee ist super und daher einer meiner Lieblingsfilme.

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Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

Eigentlich ganz gut gemacht. Dramaturgisch hätte man mehr rausholen können und letztendlich ist die Botschaft viel zu platt. Es wird leider nicht auf Leute eingegangen, die plötzlich lieber Fassbinder als DSDS gucken wollen. Auch wird für einen politischen Film ungewöhnlich wenig argumentiert. Die Welt wird lieber in Schwarz/Weiß gemalt, als wirklich versucht den Zuschauer zu überzeugen. Aber egal wie unrealistisch diese Utopie auch ist, ich hab mich ganz gut unterhalten gefühlt. Und ich hab schon wesentlich plattere Geschichten gut bewertet.

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ToombZiege

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Dynamik zwischen Bleibtreu und Bloéb ist super. Ansonsten teilweise bisschen an den Haaren herbei gezogen so im Gesamten.

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JimiAntiloop

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Bewertung5.0Geht so

Eigentlich ganz nette Idee und als er ins Kino kam fand ich den Film sogar ganz gut, mittlerweile würde ich jedoch sagen er scheitert insgesamt an der Komplexität der Thematik, wenn auch mit ein paar durchaus guten Haltungsnoten, da grundsätzliche Feststellungen stimmen. z.B. "Der Konsument wird solange weich gespült bis er das, was er eigentlich gar nicht will, dann doch möchte." ...und weil einige Szenen und Sequenzen echt fetzen.
Allerding schwankt die Umsetzung des Filmes an einigen Stellen stark, in der Bandbreite von Holprigkeit und Revoluzzerkitsch.
Festzustellen bleibt:Marktforschung hat sich durch das Internet, Soziale Medien und diverse Paybackkarten doch auch sehr verändert und die grundsätzlichen Ideen dadurch doch schon erheblich nach einem gedanklichen Dinosaurier richt .
Fazit: Durchwachsen und der Komplexität der Thematik nicht gerecht werdend.

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albaniax

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Bewertung7.0Sehenswert

- Die erste Szene ist der Hammer, einfach bei YouTube anschauen :)

- Danach die ersten 2/3 Super

- Das Ende dann aber grottenschlecht...Fehlte das Budget oder was?

Schade, Stories mit solchen Themen liebe ich.

Moritz Bleibtreu? An sich Super Typ, aber macht McDonalds Werbung nach so einem Film?

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Sven - Friedrich Wiese

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"Moritz Bleibtreu? An sich Super Typ, aber macht McDonalds Werbung nach so einem Film?" >>> hat mich auch nicht nur gewundert, sondern auch maßlos enttäuscht und verärgert - insbesondere vor dem Hintergrund, dass er sich im Audiokommi zu diesem Film so subversiv-kritisch geriert: scheinheiliger Salon Revoluzzer.


TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Botschaft, die der Film übermitteln möchte, finde ich gut, richtig und wichtig (auch wenn ich selbst ein Mensch bin, der zwischendurch sicherlich "Hartz-4-TV" schaut und diese Schande sogar zugibt :-D). Allerdings wirkt "Free Rainer" teilweise sehr oberflächlich und die Story hat wesentlich mehr Potential als genutzt wurde. In jeder Minute wird zur Schau gestellt, welche Absichten vom Regisseur vertreten werden, was ich manchmal als etwas zu aufdringlich empfand. Dennoch habe ich mich oft köstlich amüsiert, insbesondere während der "Vorstellungsgespräche", was dazu führt, dass ich den Film als unterhaltend empfand, auch wenn einige Längen vorzufinden waren. Die Darsteller sind super, den Anfang fand ich schön rasant, womit der Film sich meine Aufmerksamkeit fischen konnte und es ist eine Hand voll guter Gags vorhanden. Die Charaktere hätten ausführlicher beschrieben werden können, während mir die Handlung gegen Ende "ein bisschen zu viel" wurde. Insgesamt also meines Erachtens nach ein relativ guter Film mit einer tollen Botschaft, der aber leider an zu vielen Stellen lahmt um ihn besser als "nur" ganz gut zu bewerten...

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Nystroem

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Bewertung6.0Ganz gut

Dass man hier immer diese polemischen Alles-Kommentatoren lesen muss.

Amüsierend, wenngleich missratene Medienkritik. Die Charaktere sind meines Erachtens zu wenig ausgearbeitet, die Mehrzahl der Dialoge irgendwie undurchdacht, wenig beeindruckend. Die Idee hat Potenzial. Mit einem motivierteren Regisseur und besseren Drehbuchautoren wäre das was geworden.

Ich hatte dennoch Spaß. Mit weniger Erwartungen geht das schon klar. Gerne hätte ich lieber eine 5.7 gegeben, drum musste ich aufrunden. Wie der Lehrer sagt.

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JoeKramer

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Bewertung1.5Ärgerlich

Fängt stark an. Story hat auch was. Aber ganz ehrlich, nach 45 Minuten braucht man nicht mehr weiter schauen.

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bootsmann13

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe mir jetzt einige andere Kritiken hier durchgelesen und muss sagen, dass in fast allen ein Stück Wahrheit enthalten ist.
Aber: Natürlich ist der Film, die Story und die Figuren teils maßlos überzogen und klischeehaft dargestellt. Nur habe ich lange genug in der TV-Branche gearbeitet, um genau diese Typen kennengelernt oder zumindest getroffen zu haben. Auch diese "Boxen-Verarsche" mit allem, was da so dranhängt, geht mir seit Jahren auf den Keks. Insofern ist das gar nicht so weit weg von dem, was da hinter den Kulissen abgeht. Und: Muss (oder wenigstens: kann) man diese Thematik, diese Art von Film nicht genau so überzogen darstellen?

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Nystroem

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In die Richtung ging mein Gedanke auch. Ausgezeichnet.


kiwisch

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Finde ich auch!


Brentano

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Bewertung3.5Schwach

Hey: in einem "Land", das eine fatale "Nation" markiert, in dem man daher das Erbe der raren, begnadeten Filmemacher unbedingt achten und ehren sollte, schon eine gnadenlose "Schote", diesen Film: "Free Rainer" zu be-nennen, ??
(das sollte wahrscheinlich würzig/witzig sein und mit den unbeholfenen Anspielungen zu "Koks und Drogenkonsum" ebenso? ah wie lustig, dabei nehmen die doch selber das Zeug,..auch Sauberbeutel wie "Friede-mann" etc.)

Denn sogar hier auf "moviepilot", wird dieser Film bei Eingabe von von "Rainer" mit Fassbinders Namen im Suchprofil verlinkt, das ist nicht nur traurig und taktlos (die Namensgebung), sondern eminent unter aller Kanone und spricht für höchste "Sensibilität", erstaunlichen Einfallsreichtum und permanent ausgereizte "Geldsucht" der entsprechende "Film-(sch)-raffenden", nun ja, mies gelaufen,.. auch das,..

Das "ge-täutschte Kino" liegt in der inter- und kulturellen Rangliste damit inzwischen so weit abgeschlagen, noch hinter den Amatueur-Ananas Filmern von Süd-Süd Alaska, .. grandios!
Aber man bedenke nur kurz, welche höchst kuriosen "Weltmeister Titel" in dieser so "Kultur fördernden und förderlichen "NATION" wichtiger genommen werden und staune,..? (noch?)

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julius.hibert

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Bewertung3.0Schwach

Der Film tut richtig weh.
Aber einen Pluspunkt habe ich:
Am ende kommt Stanislaw Lem im Fernsehen.

Ansonsten macht der Film alles falsch, was man mit Medienkritik falsch machen kann.
Alleine die "Botschaft" am Ende, das quasi nur "alte" Filme gut sind, ist bescheuert.
Ach der ganze Film... völlig bescheuert!

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julius.hibert

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Und dann dieses bedeutungs- schwangere Gehabe mit "Brave new World"..... würg.


moviee

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Bewertung2.0Ärgerlich

Fürchterlich naive Möchtegern-Medienkritik, die zu zeigen versucht wie verblödet die heutige Gesellschaft ist, die globale Verblödung in fast zweieinhalb Stunden aber nur weiter fördert. Moralapostel Rainer wandelt sich vom koksenden, asozialen Saulus in wenigen Stunden zum hilfsbereiten, ja so gutmütigen Paulus und befreit die Menschen durch Manipulation von Medien vor der totalen Gehirnerweichung. Zum miesen Drehbuch gesellen sich überforderte Darsteller, abgrundtiefe Logiklöcher und zu allem Überfluss Zitate aus Hitlers 'Mein Kampf'. Unglaublich befremdlich-naive, moralinsaure Weltverbesserungsfarce.

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julius.hibert

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meine rede!


Markbln

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meine auch.


Chribu73

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss gestehen das ich bei der Bewertung extrem davon beinflusst wurde das viele Fragen die ich mir selbst schon stellte, im Film vorkamen.
"Hast du eine Quotenbox? Kennst du jemanden der eine zuhause hat? Kennst du jemand der jemand kennt der eine zuhause hat?"
Tatsächlich waren diese Fragen schon oft in den letzten Jahren Teil von Diskussionen.
Weder im I-Net noch im allerweitesten Bekanntenkreis ist mir je einer untergekommen der eine dieser Fragen mit ja beantworten konnte.
Die Grundfrage wie Fernsehprogramm durch dubios ermittelte Quoten beinflusst wird, wird auch im Film gestellt, was ihn für mich eben sehr spannend machte.
Leider ist die Umsetzung im Film an Naivität kaum zu überbieten.
Extrem schwankende Schauspielerische Leistungen und überzeichnete, unglaubwürdige Charaktere sorgen leider dafür das es nicht mehr als ein nettes Filmchen bleibt.
Aufgrund der Thematik fühlte ich mich dennoch bis zum Ende recht gut Unterhalten :)

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demien.bartok

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Ansätze sind ganz gut, dass aber die Gesellschaft in Massen Bücher liest, wenn das Fernsehen es "befielt", ist albern. Überhaupt: als wäre Lesen automatisch ein Indikator für Klugheit und Intelligenz. - Ein typisch deutscher Weltverbesserungsromantikkitsch. Immer wenn er besonders rührend rebellisch/moralisch wird, stößt es mir irgendwie übel auf. - Zumindest ein Film, der junge Leute etwas anregen kann mit seinem fast schon satirischen Optimismus.

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wernik

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Bewertung3.0Schwach

Die Botschaft des Films mag ja noch so löblich sein, wenn allerdings von Anfang an der moralische Zeigefinger mitschwingt und keinerlei Nuancen zwischen Schwarz und Weiß zugelassen werden, dann geht der Schuss schon mal nach hinten los. Wenn sich „Free Rainer“ zumindest qualitativ deutlich vom „bösen“ Trash-Fernsehen, welches angeprangert wird, abheben würde, könnte man darüber hinweg sehen, doch was sich hier abspielt, ist höchstens in seinen besten Momenten als akzeptabel, weitgehend jedoch als grauenvoll und unfreiwillig komisch zu bezeichnen. Der ohnehin vorhersehbare Plot wird in großen Sprüngen vorangetrieben, und die unglaubwürdigen und klischeehaften Charaktere liefern durch die Bank plumpe und hölzerne Dialoge ab.

SPOILER: Die Wandlung Rainers vom großkotzigen Produzenten zum TV-Moralapostel kann schlichtweg als lächerlich bezeichnet werden, jene von Pekah vom Racheengel zur engsten Verbündeten geschieht auf nicht minder wundersame Weise. Ihre Aufgabe scheint ohnehin darin zu bestehen, den ganzen Film hindurch süß auszusehen (es versteht sich von selbst, dass die beiden sich irgendwann auch auf andere Weise etwas näher kommen). Insider und Verschwörungstheoretiker Philip wechselt nicht minder schnell die Seite, im Team blüht der angebliche Soziophobiker förmlich auf. Die zusammengewürfelte Truppe von Arbeitslosen, standesgemäß von Alkoholiker, Knastbruder, Ausländer usw. vertreten, ist sogar dermaßen vom Kampf gegen das Trash-TV überzeugt, dass sie unentgeldlich weitermacht, sobald die Kohle knapp wird. Erwartungsgemäß läuft nicht alles reibungslos ab, wobei Erfolge (stets gefeiert in nervigen Jubelszenen, Schlachtgesänge und Partylaune inklusive) und Misserfolge (bedröppelte Gesichter, kollektive Trauermiene) sich hübsch abwechseln, bis schließlich das abrupte Finale endlich Erlösung bringt.

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FlabFabian

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Bewertung3.0Schwach

hat eigentlich gut angefangen (für nen deutschen film), aber dann wurde die handlung schlagartig total sinnfrei und die dialoge teilweise richtig peinlich. aus der guten idee des films hätte man echt mehr machen können

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torsam

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Bewertung3.0Schwach

Am Anfang war ich ganz guter Dinge, weil Free Rainer sehr gut aufgemacht ist und ich auf deutsche Filme stehe. Die Handlung ist allerdings an allen Ecken sowas von unrealistisch überzogen und gespickt mit dämlichen Zufällen. Zum Beispiel ändert der TV-Produzent Rainer (die Hauptfigur) seine komplette Lebenseinstellung SOFORT nachdem er von seiner Mitschuld an einem Selbstmord erfährt. Von da an labert er die ganze Zeit nur Gülle, die sich anhört, als hätte ein 16-jähriger Punk sie geschrieben. Wie schlimm doch das böse Fernsehen ist, wie es die armen kleinen Leute verblödet und und und. Auch die Mitstreiter der Hauptfigur geben den selben Mist von sich. Und alle TV-Produzenten werden als koksende Schickimickies dargestellt.
Kurzum: Ein für mich unerträglicher Film, der viel zu platt versucht, dem Zuschauer eine bestimmte Meinung aufzudrücken. Das macht das Gezeigte dann auch nicht besser als die hiervon kritisierten TV-Formate.

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JaywalkerHB

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Bewertung5.5Geht so

Gut gemeinte Medienkritik. Leider recht platt geraten das Ganze.

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SalocinRocknRolla

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Bewertung9.0Herausragend

Ich liebe die Idee dieses Filmes. Neben "Die fetten Jahre sind vorbei" mein Lieblingsfilm von Hans Weingartner. Auch Moritz Bleibtreu ist in der Titelrolle des Rainer sehr überzeugend. Zudem ein großartiger Milan Peschel, ein überzeugender Gregor Bloéb als machtgeiler Fernsehproduzent und ein gelungenes Comeback, nach ihrer Ausbildung außerhalbd er Filmbranche, für Elsa Sophie Gambard in der Rolle der Pegah. Einziges Manko ist dass die Rollen meist sehr überzogen dargestellt rüberkommen. (Allen Voran die Rolle des Rainer)

Überhaupt hat Weingartner mit diesen Film vieles überzogen und versucht die Idee des Films mit aller Macht an den Zuschauer zu bringen, manchmal hätte ein Wink mit dem Zaunpfahl mehr genützt als gleich der Schlag mit eben diesen. Anscheinend glaubt Weingartner dass viele der Zuschauer bereits so verblödet sind, dass sie den Film sonst nicht verstehen würden. Wäre das nicht der Fall würde er von mir die volle Punktzahl bekommen.

Wichtig ist für mich die Idee und die schauspielerische Leistung. Auch wenn der Film manchmal recht langatmig ist. Aber bei den Trash-Tv der Privaten (allen Voran RTL) sollte dieser Film bald einmal Wirklichkeit werden.

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