Freischwimmer
DE 2008
- Genre
- Thriller, Schwarze Komödie
- Inhalt
In der Schule einer pittoresken Kleinstadt passiert aus heiterem Himmel ein unerklärlicher Mord. Niemand kennt die Hintergründe. Rico Bartsch, ein 15jähriger Einzelgänger, der erfolglos das schönste Mädchen der Schule liebt, gerät unter Verdacht… — Mehr
In der Schule einer pittoresken Kleinstadt passiert aus heiterem Himmel ein unerklärlicher Mord. Niemand kennt die Hintergründe. Rico Bartsch, ein 15jähriger Einzelgänger, der erfolglos das schönste Mädchen der Schule liebt, gerät unter Verdacht. Zudem zeigen einige ehrwürdige Bewohner der scheinbaren Provinzidylle zunehmend bizarre Verhaltensweisen. Mysteriöse Dinge spitzen sich zu einer aberwitzigen Handlungsspirale, die jenseits aller filmischen Genres, den sauberen Teppich einer missgünstigen, morbiden, ja perversen Gesellschaft lüftet.
- Cast
- Frederick Lau, August Diehl, Fritzi Haberlandt, Dagmar Manzel, Alice Dwyer, Devid Striesow, Traute Hoess — Mehr
- Regisseure
- Andreas Kleinert
- Autor
- Thomas Wendrich
- Laufzeit
- 115 Minuten
- Ort
- Vorstadt-Idylle
- Handlung
- Außenseiter, Geheimnis, Gewalt an der Schule, Gewaltausbruch, Heimliche Liebe, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Puppe, Schwerhörigkeit, Schwimmbad, Vergiften, Vorstadt-Idylle
Über diesen Film
Handlung
Die malerische Kleinstadt ist eine perfekte Idylle, bis der Star der Schule, Robert, stirbt. Er hat ein vergiftetes Eclair gegessen, das eigentlich für Rico Frederick Lau gedacht war. Rico ist Außenseiter, schwerhörig, unbe… — Mehr
Handlung
Die malerische Kleinstadt ist eine perfekte Idylle, bis der Star der Schule, Robert, stirbt. Er hat ein vergiftetes Eclair gegessen, das eigentlich für Rico Frederick Lau gedacht war. Rico ist Außenseiter, schwerhörig, unbeholfen und eine Sportniete. Bei Rico und den Lehrern, die von Robert tyrannisiert wurden, hält sich die Trauer in Grenzen. Alle sind verunsichert, war Roberts Tod ein Versehen, sollte Rico sterben? Rico fühlt sich von seiner Mutter Dagmar Manzel im Stich gelassen, sie hat eine Affäre mit dem verhassten Sportlehrer Richard Sammer Devid Striesow, der kein Pardon kennt. Wenn Rico den Schwimmschein haben will, muss er die Leistungen erfüllen, geschenkt wird nichts. Auch Rico hat seinen Stolz und trainiert heimlich nachts in der Schwimmhalle. Sein Vater ist vor Jahren bei einem mysteriösen Unfall ertrunken. Einzig von seinem Deutschlehrer Martin Wegner August Diehl fühlt Rico sich verstanden und sucht dessen Nähe.
Martin ist neu an der Schule, ein idealistischer Lehrer, der mit dem Schulsystem und unsensiblen Schülern und Kollegen hadert. Er lebt alleine in einem abgelegenen Haus im Wald. Musiklehrerin Michaela Rammelow Fritzi Haberlandt ist heftig in ihn verliebt und bedrängt ihn ständig. Wegner hält sie auf Abstand, nur die Besuche von Rico genießt er sichtlich. Sie sind beide verschlossene Einzelgänger, die mit der harten Realität nicht fertig werden und lieber ihre eigene Welt kreieren. Martin weiht ihn in sein Geheimnis ein. In einem verfallenen Schwimmbad, das sich auf seinem Grundstück befindet, modelliert Wegner originalgetreue Abbilder seiner Schüler.
In der Realität spitzen sich die Dinge zu. Zu Ricos Entsetzen will seine Mutter Sammer heiraten. Sammer wird unter Mordverdacht festgenommen, als er gerade Ricos Schwimmprüfung abnimmt. Michaela schnüffelt in Martins Vergangenheit herum. Roberts Freundin Regine Alice Dwyer lädt Rico nachts zu einem Treffen ein. Dort erwartet ihn eine böse Überraschung. Regina und ihre besten Freundinnen quälen „Roberts Mörder“. Rico flüchtet sich zu Martin, der ihm im verlassenen Schwimmbad eine Therapie vorschlägt: Rico soll seine Schulklasse umbringen. Als Michaela unangekündigt auftaucht, wird sie gefesselt in die Schulklasse integriert. Angefeuert von Martin richtet Rico ein Massaker unter den Puppen an, an dem sich auch Martin beteiligt, indem er Michaela die Kehle aufschlitzt. Rico ist geschockt.
Am nächsten Tag erfährt er von seiner Mutter die Wahrheit über den Tod seines Vaters, Rico rettet den entlassenen und zusammengeschlagenen Sammer vor dem Ertrinken und besucht Martin. Rico hat Eclairs mitgebracht und beichtet, dass er Robert umgebracht hat. Martin isst als Vertrauensbeweis ein Eclair und stirbt. Am Ende wird Martin als geisteskranker Mörder entlarvt und Rico als Held gefeiert. Er gehört jetzt dazu und in Welt in der Kleinstadt ist wieder in Ordnung.
Wissenswertes
- Gedreht wurde in Wilhelmstal, Monschau und Solingen-Gräfrath
- Erstaufführung war bei den Filmfestspielen in Venedig
Weitere Informationen im Internet
- Zusammenstellung von Film-Kritiken, Trailer, Preise auf film-zeit.de (deutsch)
- Interview mit Andreas Kleinert
- Rezension von Variety
Quelle: Presseheft
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ganz gut 6.0
Der Film Freischwimmer wurde von 9 Kritikern bewertet.
Dass deutsche Filme mitreißen können hat unlängst erst wieder der lupenreine Gangsterfilm „Chiko“ bewiesen. So ziemlich jedes Genre – außer vielleicht Science-Fiction - wird vom Produktionsland Deutschland mit guten Streifen versorgt. Sei es die Action-Fraktion mit solchen Streifen wie „Das Experiment“ oder „Lola rennt“, der Comedy-Bereich mit „Wixxer“-Filmen, Kriegsfilme a la „Stalingrad“ und natürlich „Das Boot“ oder Dramen wie „Rosenstraße“ oder jüngst „Hanami“. Angesichts solcher hiesigen „Klassiker“ kann man sich den Kinobesuch für „Freischwimmer“ eigentlich sparen…
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„Freischwimmer“ mag auf den ersten Blick oberflächlicher Teenie-Horror sein, so ein amerikanisches Highschool-Filmchen übertragen auf ein deutsches , nach Kafka benanntes Gymnasium. Doch Grimme-Preisträger Andreas Kleinert („Verlorene Landschaft“, „Wege in die Nacht“) macht aus der Vorgabe etwas sehr Eigenes: Vor allem in Ausstattung und Atmosphäre stellt er ein Panoptikum kleinstädtischer Skurrilitäten dar.
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Kommentare — Ganz gut 6.0
Der Film Freischwimmer wurde von 59 Mitgliedern bewertet.
mar (-ion-) 2010/02/08 12:39:42
richtig guter film!
hätte ich nicht gedacht..einige sprüche sind zwar etwas dumm, aber durchweg ein gelungender psychothriller mit einem starken diehl.
prima!
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DaRockwilder 2009/04/08 23:24:29
Der Film fängt ziemlich schnell an, wird dann langweilig und zum Ende hin wieder spannend.
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Mojito71 2008/08/28 14:12:32
FREISCHWIMMER ist ein ganz aussergewöhnlicher Film, der die Gemüter offenbar spaltet. Für ich war das echtes Kino, grossartige Bilder, ein toller Cast, ein intelligentes und durchaus komisches Drehbuch. Ich habe herzlichst gelacht und mich auch ein bisschen gefürchtet.
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Wenn Männerträume wahr werden! Arte strahlt heute Abend das Liebesdrama Haus und Kind von Regisseur Andreas Kleinert aus. In dem Film beginnt ein spröder Geschichts-Professor eine heiße Liebes-Affäre an der Ostsee, während seine Frau in einem brandenburgischen Dorf verweilt.
Der Film Freischwimmer gehört zum Genre Thriller, Schwarze Komödie. Regie führte Andreas Kleinert.

„Freischwimmer“ ist ein böses Märchen mit diversen Kafka-Anspielungen, das bestimmt wird von Ohnmachtsgefühlen und einer beängstigenden Stille, die außer Rico und Wegner niemand hören kann.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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