Frozen River

Frozen River (2008), US
Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama

6.6 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
122 Bewertungen
19 Kommentare
Frozen River - Bild 1176305
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von Courtney Hunt, mit Melissa Leo und Misty Upham

Pünktlich zum Weihnachtsfest muss Ray Eddy einsehen, dass ihr spielsüchtiger Mann nicht von seiner aktuellen Eskapade wiederkehren wird. Ebenso verschwunden sind sämtliche Ersparnisse und damit die Chance, der Tristesse des Trailerparks an der amerikanisch-kanadischen Grenze zu entkommen. Den Familienwagen findet die zweifache Mutter dennoch wieder, gerade als die Mohawk Lila das Vehikel stehlen will. Das erste Treffen der beiden Frauen endet brüsk. Doch dann kehrt die verzweifelte Ray zurück, um auf einen waghalsigen Deal einzusteigen: Gemeinsam mit Lila schmuggelt sie im Kofferraum illegale Einwanderer über einen zugefrorenen Grenzfluss. Den Lohn dafür hat sie bitter nötig, will sie weiterhin für ihre Kinder sorgen können. Und so lässt sich Ray auf weitere Passagen und damit ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei ein.


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Frozen River

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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5.0Geht so

Auf Filmfestivals gefeiertes Indie-Debüt der Regisseurin Courtney Hunt, wo frostige Eislandschaften das symbolische Äquivalent zum unterkühlten Gemütszustand der Akteure beschwören. Hunt illustriert eine einfühlsame, musikalisch sehr effektiv begleitete Verlierer- und Armutsgeschichte im Land der unbegrenzten Tristesse, ohne mit übertriebenen Gesten in schmalzigen Gefühlsdusel abzudriften. Bei ihr reicht eine einzige Träne der stark spielenden Melissa Leo, um von monetären zu moralischen Schieflagen entfliehen zu wollen oder gar entfliehen zu müssen. Während ihr Sohn (Charlie McDermott) seiner Mutter stets ironisch den Spiegel vorhält. Die Schnitzer einer ersten Regiearbeit kann der Film allerdings nicht vollständig verschleiern, wenn Schnitt, Nachtszenen und Digicam mancherorts keine harmonische Linie finden wollen. Auch der überambitionierte Wille Hunts, zahlreiche heikle Themenbereiche miteinander zu verkitten (Spielsucht, Finanznot, Menschenschmuggel, kulturelle Unterschiede von Indianern und Weißen im Kinderaufziehen) scheitert am oberflächlichen Entlangkratzen denn Tiefergraben. Zu guter Letzt verrät sich der authentisch-ehrliche "Frozen River" sogar selbst, in dem ausgenudelte "Wir-lieben-uns-doch-alle"-Lösungen und leicht zu durchschauende Wendungen wie auf dem Silbertablett serviert werden.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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3.5Schwach

«Frozen River» ist ein nüchternes Drama, das durch seine hoffnungslosen Figuren entweder Betroffenheit oder einfach nur Entsetzen auslöst.

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Thomas Sotinel: Le Monde Thomas Sotinel: Le Monde

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8.5Ausgezeichnet

Dies ist ein Porträt der amerikanischen Misere, die dazu führt, dass man Fernsehen auf Plasmabildschirmen sieht, aber nicht sicher sein kann, am nächsten Tag ein Dach über dem Kopf zu haben, alles hängt vom Eifer der Gerichtsvollzieher ab. Dies ist, chronologisch gedacht, der erste Verdienst des Drehbuchs von Frozen River: Vor zwei Jahren gedreht, kann man darin schon die giftigen Kredite erkennen, von denen die Banker bereits wussten, dass sie nicht amortisierbar sind.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Der Sundance Hit Frozen River, sowohl packend als auch öde, wird von starken Schauspielerleistungen gestützt, glaubwürdigen Dialogen und einem exzellentem Drehbuch.

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Kommentare (15) — Film: Frozen River

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FineCut

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In FROZEN RIVER wird uns ein ganz anderes Bild der amerikanischen Ostküste gezeigt, als es Sinatra in seinem Evergreen New York besang. Der American Way Of Life ist für Ray und ihre Familie weit entfernt. Als sie auf der Suche nach ihrem spielsüchtigen Ehemann ist trifft sie auf Lila eine Mohawk. Durch Lila lässt sich Ray auf Menschenhandel an der kanadisch/amerikanischen Grenze ein.
Die Filmemacherin Courtney Hunt hat für gerade einmal 500.000$ FROZEN RIVER inszeniert. Der Film ist hart und sehr realistisch. Hier ist kein Raum für Kitschigkeit oder Sentimentalitäten. Die beiden Hauptdarstellerinnen Melissa Leo und Misty Upham sind großartig. Ein intensiver und kalter Film, der einen fröstelnd zurücklässt.

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vielleicht sollte ich mir dieses Jahr die Oscarverleihung doch mal komplett anschauen. Nicht wegen der großen Favoriten und Gewinner, die haben auch so genug Promotion und sind trotzdem nicht immer das Gelbe vom Ei. Nein, ich meine wegen solchen Filmen, die Nominierungen erhalten, nichts bekommen und danach schnell in Vergessenheit geraten. Den hier hätte ich deshalb auch fast verpasst.
An der Stelle danke ich meiner Freundin, dass sie zum Friseur musste.
Um das mal zu erklären: Wir waren in einer großen Einkaufspassage, halt mal so bummeln (das heißt, sie läuft von einem Laden in den Nächsten und ich immer brav hinterher;)). Irgendwann kam sie auf die Idee, sich die Haare machen zu lassen. Eine Stunde solo, also nix wie ab zu "Sat...", äh, also nicht "Media Markt", und mal durch das gesamte Repertoire stöbern. Unfassbar, aber ich habe NICHTS gefunden. Riesen Auswahl, aber wirklich ABSOLUT NICHTS! Schwer entäuscht zurück zum Mutterschiff, die braucht aber noch zehn Minuten. Ich eier noch so rum, da seh ich vor einem Buchladen (!) einen Ständer mit einigen reduzierten DVDs, alles für'n Fünfer. Nicht gerade die Premiumauslese, aber dann hab ich den hier in der Hand. Noch nie gehört, aber das klingt doch recht interessant, plus dem Hinweis auf dem Cover, dass der 2009 für zwei Oscars nominiert war (deshalb meine Einleitung).
Da ich jetzt das hier schreibe dürfte jedem Leser klar sein, wie die Geschichte weiter gegangen ist (ach ja, die Haare haben ihr nicht gefallen:().
Jetzt aber mal endlich zum Film: "Frozen River" ist ein minimalistisch inszenierter, aber genau daduch wahnsinnig realistisch wirkender Film, der die USA von ihrer unatraktivsten Seite zeigt. Erinnerte mich stark an "Winter's Bone" (kam später raus, habe ich aber vorher gesehen), ähnlich depressiv und unterkühlt. Aus dieser Schonungslosigkeit zieht der Film seine Stärke.
Wenn man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten seine Rechnungen nicht bezahlen kann, kommt nicht der Zwegat aus Berlin, sondern es wird einem mal ganz schnell die Butze abgeschleppt. Nichts geht über ein solides Fundament. Somit lässt sich die nicht gerade vom Glück geküsste Ray, mal wieder umwerfend gespielt von Melissa Leo, auf das ziemlich riskante Unterfangen Menschenschmuggel ein.
Aus dieser Situation entsteht ein kleiner, ruhiger, manchmal auch etwas zäher, im Endeffekt aber wirklich bemerkenswert guter Film. Nichts wirkt glamourös oder konstruiert, genau so könnte so was passieren oder passiert gerade jetzt. Bekommt man vielleicht nur nicht mit, für viele Filme wohl nicht sexy genug, das so zu präsentieren.
Starker Film für dunkele Wintertage.

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metal1bob

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Ich hatte schon Milisekunden vor deiner "Winters Bone"-Erwähnung eben jenen Film im Hinterkopf, also kann ich das hier nur als Empfehlung wahrnehmen, fein.


JackoXL

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Wenn dir "Winter's Bone" gefallen hat auf jeden Fall.


RoosterCogburn

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Bewertung6.0Ganz gut

Nüchternes Drama, das durch hoffnungslose Figuren entweder Betroffenheit oder nur blankes Entsetzen auslöst. Die Hauptfiguren werden ungeschönt dargestellt. So das mich das Gefühl beschleicht, dass hier mehr das 'echte' USA gezeigt wurde als in den sonst so 'Hollywood-like' verpackten Konkurenzprodukten. Die Story macht betroffen. Doch die behäbige und schwerfällige Inszenierung macht einfach keinen Spaß und stört doch sehr.

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Film bei dem eine Frau Regie geführt hat? Well, smack my ass and call me Judy! Das kommt nicht häufig vor, freut mich aber immer wieder :-)
3,5/5

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La Bardot

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Bewertung5.5Geht so

Hübsche Bilder aus dem Norden Amerikas. Gute, glaubhafte Hauptdarsteller. Hinzu kommt, dass das Ende nicht zu 100 % "Happy" ist. All das macht ein gutes Drama aus. Das große Manko des Filmes allerdings ist das langsame Tempo, in dem die Geschichte erzählt wird. Das gefiel mir überhaupt nicht.

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Krähe

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Bewertung7.0Sehenswert

finde ihn überbewertet aber es ist dennoch ein gelungenes Sozialdrama.

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emily

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Bewertung7.5Sehenswert

Zuerst war ich ein wenig irritiert als ich Frozen River angeschaltet habe, der Film sah auf dem ersten Blick aus wie eine billige Fernsehproduktion. Ich war schon kurz davor umzuschalten, als mich die Geschichte schon nach 2 Minuten völlig in den Bann gezogen hat. Frozen River wirft einen Blick auf eine amerikanische Familie, die am gefühlten Ende der Welt wohnt. Die Protagonisten werden ungeschönt und mit all ihren Makeln gezeigt, und ich hatte am Ende des Films das Gefühl, dass hier mehr das wahre Gesicht der USA gezeigt wurde als in den sonstigen Hochglanzfilmen aus Amiland.
Die Schauspieler leisten alle fantastische Arbeit, insbesondere die Hauptdarstellerin überzeugt als alleinerziehende verzweifelte Mutter.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bereits die erste Einstellung veranschaulicht den Kern des Dramas: Rays Gesicht, (Melissa Leo): eine Träne rollt…Ein leises aber ergreifendes Sozialdrama vom Überlebenskampf einer Alleinerziehenden, die gezwungen ist, Flüchtlinge über die Grenze zu schmuggeln. Ray gerät aber während der Zusammenarbeit mit einer Indianerin immer tiefer in die Bredouille. Auch ihr halbwüchsiger Sohn versucht krumme Geschäfte zu machen. Das Erstaunliche an diesem Film sind aber die Lösungen: die Behörden reagieren mit viel Einfühlungsvermögen und verständnisvoller Weitsicht und verhindern eine Eskalation. Ohne zu beschönigen zeigt der Film, wie Vertreter des Gesetzes und des Rates der Mohawks ihren Ermessensspielraum nutzen, um für alle Beteiligten eine akzeptable den gesetzlichen Vorschriften genüge tuende Lösung zu finden. Und so bleibt Rays Familie erhalten und bekommt sogar noch indianischen Zuwachs. Klingt alles nach FFE ist es aber nicht, weil die menschlichen Schicksale so authentisch geschildert werden, dass sie unter die Haut gehen. Die Dialoge und die tiefverschneite Umgebung schaffen eine frostige, dichte Atmosphäre, die von Melissa Leo maßgeblich geprägt wird. Zu recht preisgekrönt!

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Sanylein

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Darsteller haben alle echt gut gespielt. Die Story ist zwar teils interessant, aber teils auch etwas zu öde. Der Film hat mich teilweise betroffen gemacht, mehr aber auch nicht.

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Abronsius

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Bewertung7.5Sehenswert

Diese kleine Geschichte über eine finanziell gehandicapte Mutter, die für die Zukunft ihrer Kinder das Gesetz verarscht, wärmte mir ordentlich den frozen Hohlmuskel in der Brust.Nur leider regnet es in der Wirklichkeit keine Butterkekse.

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Starbuck_Bln

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein großartiger kleiner Film, der viel über das harte Leben in der amerikanischen Ödnis, über mütterliche Liebe und Freundschaft erzählt. Ein Film, der den Zuschauer schnell vergessen lässt, dass alles "nur" Schauspiel und keine Realität ist. Authentisch, ehrlich und spannend noch dazu. Chapeau!

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Die allseits gelobte Glaubwürdigkeit hält durch bis zum Schluss. Am Ende ist der Film angestrengt bemüht um einen schockierenden Twist, der dann doch eher die Leinwand mit Fragezeichen pflastert, als den Kinosaal mit Applaus erfüllt. Trotzdem in seiner nüchternen Schilderung der Whitetrash-Tristesse eine Leckerei für schmuddelige Herbstabende.

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BlueSquirrel

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Bewertung6.5Ganz gut

White- und Indian-Trash im Norden der USA kämpfen den alltäglichen Kampf gegen die Armut. Jede einzelne Dollar-Note muss erkämpft werden und wenn es nicht möglich ist sie ehrlich zu verdienen, werden Immigranten geschmuggelt. Die Hauptdarstellerin glänzt unaufdringlich in ihrer Rolle und die Kälte der verschneiten Umgebung friert sich ins Gemüt. Die ärmlichen Zustände lassen bei Weißen, Indianern und Illegalen keine Unterscheidung mehr zu. Der Film kann leider stellenweise deprimierend und anstrengend sein. Kommt auf den Schlag an.

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patcharisma

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Boah, anscheinend hat Dich es überhaupt nicht gepackt! What a pity... ;-)))


BlueSquirrel

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Das war das schöne an "Julia". Ich mag den puren Realismus im Film nicht besonders. "Der Kitsch ist wahrhaftig im Eis erfrohren."


patcharisma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Indie-Film ist eine kleine Perle. Rümpft man zu Beginn ab den ziemlich unsympathischen Hauptdarstellerinnen, die für wenig Geld jede moralische Verwerflichkeit zu machen scheinen, schön die Nase wird man mit zunehmender Laufzeit herrlich eines Besseren belehrt. Während man sich in der immer beklemmender werdender Thrillergeschichte zu vergessen scheint, nimmt einem hier fast von Geisterhand die Motivation der Regisseurin Courtney Hunt gefangen, die mit ihrem Drehbuch ein Kunststück der Symbiose schaffte: Plötzlich merkt man, es geht hier um Grossmut, Freundschaft und ganz viel Herz und die Kargheit der winterlichen Landschaft lässt grad sowieso jede Spur von Kitsch im Eis erfrieren. Die Musik ist weitgehend beschränkt auf ein paar akustische Gitarrentupfer, die von Ry Cooder stammen könnten. Toll gefilmt, atmosphärisch unglaublich dicht, spannend erzählt und die Oscar-nominierte Hauptdarstellerin Melissa Leo bringt eine so tolle Charakterdarstellung aufs Tapet, wie man es sonst etwa von einer Tilda Swinton kennt.

Fazit: Wunderbares Kino, das ohne dramatischen Überbordungen in seltsamer Art touchy ist. Und ab dem tollen Schluss überkommt einem das seltene Erlebnis wahrer Rührung. Klasse!

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patcharisma

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Schau's noch bevor der Sommer kommt. Bei diesem Film muss es draussen eisig sein!^^
Bin immer noch ganz weg davon...


BlueSquirrel

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Thats a yes can do!


annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Der Gewinner des Großen Jurypreises auf dem Sundance Festival überzeugt durch raue Schönheit und sehr gute Darsteller. Melissa Leo ist in geradezu jeder Einstellung göttlich als verzweifelte, traurige White Trash Mutti.

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patcharisma

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Habs grad geschaut. Klasse Film!^^


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