Fußball wie noch nie

Fußball wie noch nie (1971), DE
Laufzeit 100 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm

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von Hellmuth Costard, mit George Best

Ein zeitloses Denkmal für einen der besten britischen Spieler aller Zeiten: Die Kameras sind ausschließlich auf George Best gerichtet. In Echtzeit sieht man ihn über 90 Minuten agieren, in Zweikämpfe gehen, Pässe schlagen, aufs Tor schießen. Der Nordire war der erste Popstar des Fußballs, galt Ende der 1960er Jahre sogar als der “fünfte Beatle”. Pelé sagte über den Linksaußen, er sei der technisch beste Spieler, den er je gesehen habe. Mit acht 16mm-Kameras verfolgte Hellmuth Costard am 12. September 1970 das Meisterschaftsspiel zwischen Manchester United und Coventry City. Es war ein Glücksfall für den deutschen Experimentalfilmer, dass George Best in diesem Spiel zwei Glanzpunkte setzte: Der Spieler mit der Nummer 11 schoss das erste Tor und bereitete mit einem Pass das zweite vor.


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oasisUK

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Bewertung7.5Sehenswert

Eines vorweg: dies ist ein echter Nerd-Film, und wer ihn sich aus popkulturellen Gründen anschaut wird vermutlich bitter enttäuscht. Als Zeitdokument ist "Fußball wie noch nie" allerdings ein unglaubliches Juwel und kommt dem echten Stadionbesuch erstaunlich nah: ich kann mich daran erinnern einmal den FC Liverpool bei einem Testspiel in Freiburg gesehen zu haben und mich 90 Minuten fast ausschließlich auf Michael Owen fokussiert zu haben (ist schon etwas länger her und er war damals noch eine wirklich große Nummer) und den Rest des Spiels ziemlich ausgeblendet zu haben. George Best in der ersten Halbzeit zu zu schauen hat etwas vom Lauern eines Tigers auf seine Beute: im Prinzip macht er nichts, und auch sein Bewegungsradius lässt einen das ein oder andere Mal den Satz denken, den schon Generationen von Spießbürgern vor dem ein oder anderen Picasso-Kunstwerk gedacht haben: "Das soll Kunst sein? Das kann ich auch...". Ohne zu spoilern: Nein, kannst Du nicht. Frag mal Edin Dzeko, Gerd Müller oder Wayne Rooney: es kommt manchmal eben auch einfach nur darauf an dass man weiß dass man irgendwann am richtigen Fleck steht, und das tat Geordie Best in diesem Spiel, definitiv.

Wer sich auf dieses Experiment einlässt wird sich hinterher eventuell darüber ärgern dass dieses Konzept nicht mit mehr Spielern gemacht wurde: Netzer, Maradonna, Pele... Und man wird doch noch einen Anflug von Pop entdecken: an Bests Schuhen können sich all die Profis die heutzutage denken sie treffen das Tor nur wenn ihre Schuhe möglichst bunt und möglichst wirr gemustert sind ein Beispiel nehmen: der Mann hatte Stil.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einzigartige Sportdokumentation, die im Fernsehen neue Maßstäbe setzte. Acht Kamera beobachten den Fußballer George Best, der in den 1960ern als Popstar galt.

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