Gangster Squad - Kritik

Gangster Squad

US · 2013 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 16 · Drama, Kriminalfilm · Kinostart
  • 7

    Auf Hochglanz polierter Gangsterfilm mit grossartigem Cast. Die Story war interessant und cool inszeniert. Man konnteden boesen auch richtig gut bloed finden aber dennoch konnte mich Gangster Squad nicht so 100% ueberzeugen. Schade eigentlich, muss ich wohl irgendwann nochmal schauen.

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    • 7

      Gangster Squad bietet eine solide Story mit starken Shootouts zwischen den Gangstern und unseren Bad Cops. Die Verwendung von Billig aussehendem CGI Blut sowie ziemlich unglaubwürdigen Momenten (besonders das Finale mit erstürmung des Hotels und der Faustkampf sowie der Beginn des Films) lassen einen jedoch fragen wieviel von der Story rund um den Kampf gegen den Verbrecherboss Mickey Cohen am Ende sich wirklich so zugetragen haben und der Wahrheit entsprechen. Auch wird am Ende angedeutet das Mickey Cohen von der Gangster Squad wirklich geschlagen wurde was absolut nicht der Wahrheit entspricht was man sehr schnell sieht wenn man sich den weiteren Werdegang des Mobsters ansieht.Das diese Geschichtsfälschung als Wahrheit verkauft wird ist schon sehr dreist und schadet dem Ansehen des Films im Nachhinein deutlich.

      Als blutiger Märchenfilm der die Geschichte unserer Vergangenheit ähnlich wie Inglourious Basterds etwas umschreibt ist Gangster Squad aber ein durchaus guter Film der sich lohnt wenn auch mit Schwächen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mickey_Cohen

      7
      • 9 .5

        Gute Story mit Klasse Schauspielern .
        Selten einen so guten Film gesehen.

        • 6 .5

          Am Ende wäre etwas weniger Actiongeballer mehr gewesen. Sehr gute Besetzung in der Sean Penn als Gangsterboss heraussticht.

          1
          • 6 .5

            "Gangster squad" ist kein(!) klassischer Mafiastreifen wie "Goodfellas" oder dergleichen. Wer so etwas erwartet ist hier komplett falsch und wird höchstwahrscheinlich enttäuscht werden. Hier spielen Dialoge keine große Rolle und so richtig tiefsinnig werden die Charaktere auch nicht. Auch wenn der Film deshalb eher oberflächlich bleibt, hat er doch brutale stylische Action mit hübschem Retro-Look zu bieten. Außerdem ist der Cast sehr sehr geil (allen voran sean penn, der es als einziger schafft seinem Charakter Tiefgang zu verleihen)- Auch wenn ich ehrlich denke dass der Film die ganzen Stars irgendwie verschwendet , da sie im Film weniger leisten mussten als sie eigentlich draufhaben. Doch irgendwann übertreibt "Gangster squad" es auch mit der Kawumm-Action, den ganzen Slow-Motion-Szenen und kann sich auch Logikfehlern nicht komplett entziehen. In solchen Momenten wirkt der Film dann ein wenig "Möchtegern-cool". Gerade das Finale gleicht mit seinen Ballereien und Prügeleien eher einem "Expendables"-Streifen als einem "Casino". Aber für eine kurzweiligen bleihaltigen Abend reicht der Film alle mal und kann, wenn man keinen besonders hohen Anspruch an Charaktere und Story hat, sogar richtig Spaß machen!

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            • 8

              Eine wirkliche Überraschung für mich,denn der Film hat fantastische Schauspieler,tolle Ausstattung und auch eine fesselnde erzählweise. Ein kurzweiliger Kinospaß !

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              • 8 .5

                Very good Gangsters Film

                • 6 .5
                  bruce_bmw_lee 18.11.2015, 23:06 Geändert 19.11.2015, 17:16

                  SPOILER! SPOILER!!

                  Man jagt und jagt den Gangster Boss und zerstört seine Geschäfte..und dann endlich haben sie ihn, und der unsymphatische Nick Nolte wirft die Waffe Weg und will sich gegen den EX Boxer kämpfen!!
                  Das war das unnötigste im Film und hat meine Bewertung runtergeschraubt!

                  • 6 .5
                    doctorgonzo 12.11.2015, 20:56 Geändert 12.11.2015, 21:07

                    "Du denkst, was Du machst wäre neu, aber ich kenn solche Typen wie Dich, die Mojavewüste ist voll davon."
                    Jack Dragna

                    Ja, diese Sache hat man schon gesehen, Tommy Guns, Mobster, Men with Hats....
                    Gab es mehrfach. Geht mal wie geplant, mal nicht.

                    Planungsgemäß stünde an dieser Stelle nun eine Abhandlung über "Spectre" aus der Reihe "doctorgonzo geht ins Kino".

                    Nach insgesamt sechs Kinokörben allerdings (darunter der Wirt meiner Stammkneipe, eine zierliche Blondine und eine üppige Masseuse) war die Lust recht gering, das Haus nochmal zu verlassen und die Verlockungen von Mimolette und Chianti taten ihr Übriges.

                    Daher nun also die erste Folge von "doctorgonzo geht nicht ins Kino" - von und mit doctorgonzo - Barbier von "Babyface Nelson", Chauffeur von Columbo und bei der Wahl zum Sexiest Man Alive nicht mal unter den Scherzkandidaten.

                    Tja, der Wein war auf, die Beschallungsanlage an und ich harrte der Dinge, die da kommen sollten.

                    Steve Jablonsky, der sonst viel Lärm um Nichts (also die Handlung von Bay - Filmen) macht, zimmert hier einen total soliden und rundum passenden Score um die harte Männer Aura, die Feuergefechte und auch um die Romanzen.

                    Sean Penn ist quasi der Pate von L.A. im Jahre 1949. Ein zwar gealterter, aber erstaunlich wenig abgefuckter Nick Nolte ist Polizeichef und will Penn nicht nur ins Handwerk pfuschen, sondern ihm dieses gleich ganz legen.
                    Korrupte Richter und Cops stehen ihm dabei im Weg.
                    Was liegt also, der amerikanischen Tradition folgend, näher, als sich eine eigene Exekutive zusammenzubauen?

                    Diese wird dann allerdings echt gekonnt gecastet. Josh Brolin, Anthony Mackie (einer der aktuell besten Quotenschwarzen...), Ryan Gosling (der mit seiner empathielosen Mimik perfekt für die Rolle eines richtig krassgeilen Auftragskillers wäre), Michael Pena (der sich bei mir erstmal für "Herz aus Stahl" rehabilitieren muss), den ehemaligen T-1000 Robert Patrick als Wyatt Earp Verschnitt und Giovanni Ribisi als Technikguru.

                    Und los gehts, von ungelenken Überfällen bis zu wohlorganisierten Razzien ist alles dabei.
                    Und wie es sich für einen Gangsterfilm gehört, wird auch fleißig geklaut.

                    Von "Der öffentliche Feind" über "Miller´s Crossing", "L.A. Confidential" bis hin zum unendlichen "Untouchables". Ständig wird zitiert und verbeugt und das funktioniert ganz gut.
                    Dazu gibt es die für Hollywood übliche Romanze, im Zuge derer Gosling auf die entzückend zurechtgemachte und überzeugend agierende Emma Stone trifft, die, um zu den Verwicklungen beizutragen, mit dem Obermobster Penn liiert ist.

                    Feuergefechte, schöne alte Autos und hochstilisierte Gewalt. Mitunter scheint es Gewalt um der Gewalt Willen zu geben, nicht zur Unterstreichung, nicht zur Erklärung, sondern nur, um sie eben zu zeigen, das könnte in Langeweile umschlagen, aber es passiert nicht so frequent, dass es wirklich störend wirkt.

                    Allerdings kommt trotz gut choreographierter Schusswechsel, ordentlicher Darstellerleistungen und sehr schön gemachter Bilder nie so richtig Fahrt in den ganzen Betrieb. Es gibt keine Finessen, keine Überraschungen. Dank zahlreicher großer Genrevertreter und des mitunter wahllosen Bedienens bei diesen, wirkt das Ganze zu oft wenig eigenständig, was mit jeder Minute ein wenig Reiz nimmt.

                    Als Trost kann man die unglaublich passend gecastete eigentliche "Squad" aufführen und darf dabei auch einige toll agierende Nebenakteure nicht vergessen.
                    Troy Garity ist als Tommy Gun schwingender Mobster so perfekt besetzt, dass man sein Gesicht immer wieder nutzen sollte, wenn eine solche Rolle zu besetzen ist.
                    Holt McCallany ist ebenfalls eine sehr positive Überraschung und glänzt als rechte Hand des insgesamt etwas faden Bösewichts.
                    Dazu überzeugt Sulivan Stapleton zwischen den Fronten und Jon Polito schlägt auch besetzungstechnisch eine Brücken zum frühen Coen Klassiker "Miller´s Crossing".

                    Viel schönes dabei. Aber so eine richtige "Was bin ich doch froh, den Film sehen zu können" Stimmung kommt nie auf.

                    Schade drum, irgendwie.

                    Dafür sind die Bilder der closing credits nochmal traumhaft art déco.

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                    • 3
                      based_god 10.08.2015, 20:01 Geändert 10.08.2015, 20:10

                      „Gangster Squad“ ist ein ziemlicher Griff ins Klo. Selten erst wurde ein so gutes Ensemble von einer derart miesen Story an die Wand gefahren. Der Regisseur mag die grossen Mafia- und Cop-Filme des letzten Jahrhunderts. Mehr als eine Pseudo-Plansequenz von Goodfellas und den tollen 40ies-Look von L.A Confidential (dieses mal in einer sehr synthetisch wirkenden CGI-Version) konnte er aber nicht von seinen Vorbildern abschauen. Unmotiviert und sich nicht um seine Charaktere scherend nimmt also ein blutiges, langweiliges rum Geballere seinen Lauf und lässt den Zuschauer das obligatorische "Halb-Happy End" entgegen fiebern. Aber nicht aus Liebe zu den Charakteren sondern aus purer Langeweile.

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                      • 8 .5

                        Gesetzeshüter mit stilvollen Anzügen und Hüten, die sich mit Leib und Seele für Gerechtigkeit einsetzen und das auch noch im Los Angeles von 1949? Das ist genau mein Geschmack. L.A. zu dieser Zeit ist immer einen Besuch wert.
                        Diese glanzvolle Stadt wurde zu dieser Zeit jedoch mit eiserner Faust von Gangsterboss-Legende Mickey-"L.A. ist meine verdammte Stadt!"-Cohen regiert. Glücklicherweise wird das Gangster Squad ins Leben gerufen, um einen geheimen Feldzug gegen Mickey Cohen durchzuführen.
                        Angeführt werden sie von Josh Brolin, der in seiner Rolle mit eisernem Willen überzeugt. Ryan Gosling begeistert mit viel Eleganz und Gelassenheit und Emma Stone gibt eine charmante Femme Fatale zum Besten.
                        Sean Penn darf als Mickey Cohen ordentlich die Sau rauslassen und stellt für mich das unangefochtene Highlight dieses Films dar. Mit der Besetzung wurde alles goldrichtig gemacht.
                        Gangster Squad kann man als stilistisch grandiose und liebevolle Verbeugung vor dem klassischen Gangster-Genre sehen, der sich in erster Linie durch trockenem Humor, kompromissloser Action, smarten & sympathischen Charakteren und einem flüssigem Erzähltempo auszeichnet.
                        Besondere Erwähnung verdient das bleihaltige Finale, das wirklich Feuer unterm Hintern hat. Ruben Fleischer hat eine Schießerei vom Allerfeinsten mit viel Krawumms und Stil inszeniert, die man nicht so schnell vergisst. Sie fasst diesen lässigen Film wunderbar zusammen: Krawumms und Stil. Absolut coole Spaßgranate.

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                        • 7 .5

                          Toller Cast, wunderbare Optik, das gewisse "Etwas" hat dennoch gefehlt... Insgesamt war er aber sehr viel besser als erwartet! Kenne jedoch bessere Gansterfilme.

                          • 6

                            Der Film besticht durch einen hervorragenden Cast, eine tolle Optik, ne klasse Ausstattung und Action mit coolen Schießereien. Trotzdem war ich enttäuscht. Dem Film fehlt irgendwie die Seele, er wirkt steril und nicht dreckig genug. Kein Vergleich zu L.A. Confidential oder auch Mullholland Falls.

                            • 8 .5

                              Ich bin voll zufrieden mit dem Film. Er hat ein bisschen was von "Public Enemies" , was mir sehr gefällt. Ich muss sagen , dass ich mir den Film ohne Erwartungen angeschaut habe und ich war überrascht wie genial er am Ende doch war.

                              • 7

                                Was habe ich mich im Januar 2013 auf diesen Film gefreut... und es letztendlich doch nicht ins Kino geschafft.
                                Im Nachhinein betrachtet ist dieser Umstand aber nicht besonders ärgerlich, denn 'Gangster Squad' hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

                                Obwohl der Cast erstklassig und die Ausstattung absolut hochwertig ist, fehlen dem Film in erster Linie eine bessere Handlung und vielen Charakteren mehr Tiefe. Vielleicht mal abgesehen von Gangsterboss Mickey Cohen werden alle anderen Figuren zu oberflächlich behandelt und das wirkt sich zwangsläufig auf den Gesamteindruck aus.

                                Es kommt zudem immer wieder das Gefühl auf, dass 'Gangster Squad' gerne mehr wäre als nur ein unterhaltsamer Mafiafilm. Doch an die echten Klassiker kommt der Film einfach nicht ran. Da helfen auch keine besonders harten Gewaltszenen, die tolle Optik oder die Masse an bekannten Nebendarstellern.
                                'Gangster Squad' lässt diese besondere Atmosphäre, Spannung und Charaktere vermissen, die 'Casino', 'L.A. Confidental', 'Good Fellas' etc. zu Genre-Klassikern gemacht hat.

                                Trotzdem macht es Spaß dem raubeinigen Brolin, dem charismatischen Gosling, der bezaubernden Stone oder dem völlig aufgedrehten und skrupellosen Penn zuzusehen, zumal das Erzähltempo keine Langeweile aufkommen lässt. Warum Penn aber vom Maskenbildner derart verunstaltet wurde ist mir ein Rätsel - völlig unnötig! Seine schauspielerischen Fähigkeiten sind vollkommen ausreichend, um den fiesen Mafiaboss glaubwürdig zu machen.

                                So bleibt das Werk von Regisseur Ruben Fleischer für mich "nur" ein unterhaltsamer Mix aus Film Noir, Action-Krimi und Graphic Novel, der aber viele Voraussetzungen erfüllte um mehr zu werden...

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                                • 6

                                  "Gangster Squad" besticht direkt ab den ersten Minuten mit einer richtig starken Optik, überzeugender Ausstattung und hat damit tolle Schauwerte. Schauspielerisch hat man hier auch einen tollen Cast zusammengetrommelt, wobei besonders Ryan Gosling, der nach Filmen wie "Drive", "The Place Beyond the Pines" und "Blue Valentine" für mich sowieso zu den besten Schauspielern gehört, positiv hervorsticht. "Gangster Squad" erweist sich, passend für das Genre, auch als recht kompromisslos und geizt nicht mit harter Gewalt und soliden Actionszenen. Inhaltlich wird es dann aber leider etwas kritischer. Man hat hier auf alle Fälle ein gutes Erzähltempo gefunden, weshalb die knappen zwei Stunden nie so wirklich langweilig werden. Vor allem kommt die Story sehr schnell in Schwung und hält sich nicht mit zu langer Vorrede auf. Schade ist nur, dass die ein oder andere Figur nicht gerade tiefgründig geschrieben wurde und generell gibt es dann viele Momente, die klischeehaft sind. Man hat hier öfter das Gefühl, dass man den Protagonisten einen Schritt voraus ist und das ist besonders bei solchen Mafia/Gangster- Filmen immer sehr schade.
                                  Fazit: Kann man sich aufgrund starker Optik und unterhaltsamer Handlung durchaus ansehen, aber innerhalb seines Genres ist "Gangster Squad" nur knapp überdurchschnittlich in meinen Augen, weil man eben doch zu oberflächlich bleibt.

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                                  • 7
                                    smartbo 07.07.2015, 17:00 Geändert 07.07.2015, 17:11

                                    Die partiell sehr schlechten Bewertungen kann ich gänzlich nicht nachvollziehen.
                                    Der Film ist durchaus spannend, fesselnd und mit guten Aktionszenen.
                                    Hinsichtlich der dramturgischen Tiefe und atmosphärischen Dichte erreicht er jedoch nicht das Level von Filmen wie z.B. "Die Unbestechlichen", zu dem von der Grundidee her gewisse Parallelen unverkennbar sind.
                                    Ebenfalls an der schauspielerischen Leistung gibt's von meiner Seite aus nichts zu meckern. Ganz besonders gut hat mir Emma Stone gefallen.
                                    Ausnahme ist Josh Brolin, das kann man wirklich besser machen.

                                    Ich finde den Film gar nicht mal so schlecht und absolut sehenswert.

                                    • Gangster Squad ist alles andere als ein Film noir und hat weder das Zeug zum Klassiker noch das Potential, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Schauspieler sind routiniert, aber ohne Profil. Die Handlung ist mäßig spannend ohne Überraschungen oder Tiefgang. Insgesamt ein seicht dahinplätschernder, banaler Gangsterfilm, bei dem das mit Abstand Interessanteste noch der Film-Trailer war. Wer 08/15-Gangsterfilme mag und die klassischen Genre-Größen bereits kennt, der kann sich den Film ruhig ansehen. Erwarten sollte man so oder so aber nicht allzuviel. Das alles konnte man vor mehr als 70 (!!) Jahren schon wesentlich besser. Gangster Squad würde Humphrey Bogart und James Cagney allenfalls ein müdes Grinsen abringen - wenn überhaupt.

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                                      • 5 .5

                                        Bei „Gangster Squad“ erwartet den Zuschauer ein mittelmäßiger Noir-Actionfilm, der vor allem durch seinen ganz besonderen Look punkten kann. Mit Action und wilden Schießereien wird der Zuschauer schnell in seinen Bann gezogen und folgt dem Geschehen der schwachen Handlung. „Gangster Squad“ erfindet hierbei das Genre nicht neu. Im Gegenteil: Man bedient sich an altem, bereits dagewesenen und versucht sich in der längst überlaufenen Riege der Gangsterfilmen zu etablieren. Dabei stellt „Gangster Squad“ im Gegensatz zur Konkurrenz jedoch nur einen kleinen, übermütigen Jungen dar, der nicht an seine Konkurrenten herankommt und zu schnell viel zu viel wollte. Ruben Fleischer ist also leider den falschen Weg gegangen.
                                        Es ist das altbewährte Lied eines Gangsterfilmes: Großer, böser Verbrecher wird bis zum Ende des Filmes von der Polizei gejagt, wo er schließlich geschnappt wird und alles in einem tollen, friedvollen Happy End endet. Nein, das war kein Spoiler sondern eine grobe Zusammenfassung des Genres. Und trotzdem ist die Geschichte von „Gangster Squad“ damit schon erzählt. Der Film ist leider nicht mehr als das, auch wenn er auch nicht weniger ist. Trotzdem hatte der Film auch irgendwie etwas besonderes. Das lag vor allem an der Atmosphäre, die durch den grandiosen Look, die tollen Bilder und die einzigartigen Szenarien gegeben waren und von einem coolen und stimmigen Soundtrack untermalt wurden. „Gangster Squad“ besticht also vor allem allein durch die Optik. Großartiges Kino für die Augen, beim Rest mangelt es leider etwas.
                                        Dabei hatte der Film fantastische Ansätze: Mit Ryan Gosling, Emma Stone und Sean Penn konnte man mit hochwertigen Namen auftrumpfen und somit schon vor dem Film neugierig machen. Leider wirken die Charaktere alle etwas blass, weshalb die schauspielerischen Fähigkeiten und die Vielfalt der Darsteller nicht wirklich zur Geltung kam. Lediglich Sean Penn konnte wirklich beeindrucken und hat mit seiner Rolle als fieser Gangsterboss alles richtig gemacht. Die große Schwachstelle des Films liegt bei den Dialogen. Viele Szenen des Films basieren auf den Dialogen und wirken aufgrund dieser Schwäche sehr langatmig. Ruben Fleischer hat bewiesen, das er in diesem Film kein Händchen dafür hatte. Ansonsten ist der Film vor allem dann erträglich, wenn die Bleikugeln fallen und die wilde Schießerei losgeht. Dann sind die Charaktere nämlich gezwungen zu schweigen. Ansonsten bietet der Film leider nicht viel mehr, auf das es sich lohnt, einzugehen. Manche Charaktere dümpeln so daher, die Nebencharaktere waren mir zum großen Teil unsympathisch und auch die Protagonisten konnten mich nicht wirklich überzeugen – zu blass die ganze Angelegenheit. Die schauspielerische Leistung der Darsteller konnte das leider auch nicht mehr retten.
                                        „Gangster Squad“ weiß die stilistischen Mittel des Settings nicht zu nutzen: Trotz anspruchsvoller Optik, die wirklich in den Bann zieht, machen vor allem die lahme Handlung und die schlechten Dialoge einen großen Nonsens aus der Geschichte. Einen überhöhten Gewaltpegel muss man nicht unbedingt als schlecht ankreiden, der hat die Angelegenheit sogar irgendwie noch gerettet. Ansonsten ist der Film mit knapp zwei Stunden etwas zu lang. Etwaige Szenen hätte man kürzen oder streichen gehen. Am Liebsten alle mit Dialog. Hirnloses Geballer auf gute 90 Minuten verteilt hätten dem Film wohl weniger geschadet als das, was schlussendlich dabei herumkam. Das Potenzial war auf jeden Fall gegeben – man hat es nur leider nicht genutzt und sich lieber daran orientiert, es nicht besser als die anderen Filme dieses Genres zu machen, sondern ähnlich. Schade!

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                                          Einen Film so an die Wand zu fahren wenn man brauchbare Kulissen und Schauspieler hat ist ein Wahnsinn. Katastrophale Dialoge und schlechte Regiearbeit, glatte 5 - durchgefallen, eigentlich nicht anzusehen, zumindest nüchtern.

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                                          • 4

                                            Solange geschossen wurde war der Film eigentlich, vor allem auch wegen der ansehnlichen Kulissen, ganz gut. Doch sobald die Waffen schwiegen und sich die Münder öffneten um schrecklich platte Dialoge zum besten zu gaben, mochte man sich die Ohren zuhalten, die Portagonisten kloppen über die volle Länge unzumutbare Parolen von Mut, Ehre und Männlichkeit.
                                            Die durchaus Interessante Frage nach der Moral der Gesetzeshüter wurde augenblicklich mit solchen abgewirkt. Doch gerade sie hätte es sein können, die den Film interessant macht und ihn aus der anhaltenden schwarz-weiß Malerei befreit.
                                            So etwas wie ein Plot existiert nur rudimentär und die Charaktäre sind eine Farce, sodass Spannung eigentlich nie aufkommt.
                                            Auch die beiden Liebesgeschichten stören: Während die O´Maras einfach nur überflüssig ist, verschenkt die Romanze von Jerry und Grace viel Potential, denn Grace hätte durchaus zur Schlüsselfigur werden können, die den Zuschauer in Unwissenheit lässt, wem gegenüber sie loyal ist. So bleibt der Film letzlich doch sehr einfallslos.
                                            Fazit: Gute Kulissen und ansehnliche Action, aber Charaktertiefe und Spannung sucht man ebenso wie Überraschungen, Ecken und Kanten.

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                                              Gangster Squad wirkt die ganze Zeit über so als hätte Zack Snyder ein Remake von "The Untouchables" gedreht. Das ganze macht durchaus Spaß und das 40er-Setting ist schön anzusahen, doch nach einiger Zeit waren die vielen, vielen hektischen Actionszenen für mich ermüdend. Ein bisschen mehr Plot und mehr Charaktertiefe hätte dem Film sehr gut getan. Gerade Golsing und Penn hat man schon in viel besseren Rollen gesehen.

                                              • 7

                                                "Gangster Squad" ist das Abfeiern eines Genres, indem man sich einfach einen Haufen guter Leute zusammenholt und sie dann Genreklischees im Rahmen einer dünnen Dramaturgie durchackern lässt.
                                                Das kann man sich gut ansehen, da das Ganze sehr wertig ist, aber es ist auch kein Film, den man sich als Freund des Gangsterfilms noch einmal ansehen möchte, da es in diesem Genre so viel Besseres gibt, was einer vielfachen Sichtung wert ist.

                                                Wer die "Godfather-Trilogie", "Once upon a time in America", "Scarface", "Goodfellas", "Casino" und "All the President's Men" liebt, dem wird "Gangster Squad" sicher auch gefallen, doch ist er viel zu dünn, um sich in die Reihe dieser Genregrößen stellen zu können.

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                                                • 7 .5

                                                  Ein durchaus gut gespielter und spannender Gangster-Film!

                                                  • 6

                                                    Gerade aus der Vorpremiere zurück.

                                                    Ich kenne den Film ja schon länger - hab den ersten Trailer schon vor Monaten bei der Kinovorschau von kino.de gesehen und hab mich damals schon gefreut.

                                                    Hab dann erst vor wenigen Tagen von nem Kollegen erfahren, dass die Produzenten einen Teil des Films nachgedreht haben, aufgrund einer Szene, die an das Massaker bei einer Aufführung von "Batman - The Dark Knight Rises" in einem US-Kino erinnert, und welche sogar in einem früheren Trailer zu sehen war. Die Szene musste also raus, was aber nochmal ein paar Millionen verschlungen haben soll.

                                                    Gleich so viel Geld? Nur wegen einer Szene? Sollen sie die doch einfach rausschneiden oder durch ne andere ersetzen. Wie kann das so viel kosten? - Nunja, nachdem ich den Film gesehen hab ist mir schon klar wieso. Zumindest hab ich ne ganz klare Vorstellung davon. Auf jeden Fall gibt es diese Szene auch im aktuellen Film, allerdings halt eben nicht in einem Kino und auch nicht mehr so drastisch mit automatischen Waffen. Ich denke, dass die Urfassung dieses Kino, neben wenigen anderen, der Hauptschauplatz des Filmes war, in dem nicht nur diese Szene stattfindet, sondern eben so gut wie der halbe Film (etwas übertrieben). Und dieses Kino wurde nun eben durch ein Lokal ersetzt, was nicht nur Auswirkungen auf diese eine Szene hatte, sondern eben auf den gesamten Film und eine Vielzahl von Szenen.

                                                    Gut, soviel zum Hintergrundwissen.

                                                    Kurz die Handlung: Mickey Cohen, ehemaliger Championboxer und "Filialleiter" der Mafia in L.A. will sich selbständig machen und sich von seinen Bossen in Chicago als unabhängig erklären. Dafür dreht er auch ordentlich auf mit Menschen- und Drogenhandel. Geschmiert hat er dazu Richter, Politiker und etliche hohe Stellen in der Polizei. Nur ein Sergeant wagt sich, zum Unmut seines Vorgesetzten und seiner Kollegen, auf feindliches Territorium. Jeder weiß, dass man sich da nur verbrennen kann. Sein Engagement wird, auch zugunsten seiner schwangeren Frau, erheblich gedämpft und fast ausgelöscht, würde ihm sein höchster Polizeivorgesetzte nicht den inoffiziellen Auftrag geben, eine kleine Einheit zusammenzustellen, um ohne selbst die Gesetze einzuhalten, das Imperium von Mickey Cohen zu zerschlagen. Er soll seine Bordelle und Casinos platt machen und ihm so einen irreparablen Schaden zufügen und ihn so zurück nach Chicago zwingen.

                                                    Soweit so gut. Sobald seine Eliteeinheit aus einem alten Revolverheldensheriff, einem mexikanischen Einwanderer, einem geistig labilen und daher ehemaligen Geheimdienstler, einem schwarzen Officer in den Slums und einem jungen, aber bereits desillusionierten, trinkenden und spielenden Lieutenant stehen die ersten Aktionen auch schon an. Diese gestalten sich aber schwieriger als sie anfangs gedacht haben, da sie ihr Moral- und Gerechtigkeitsgefühl nicht so einfach ablegen können. Und so mogeln sich mit mehr Glück hindurch, bis Mickey Cohen den Braten riecht, wer da hinter ihm her ist.

                                                    Nunja, ist jetzt schon fast viel zu ausführlich beschrieben, die Handlung, aber das kann man sich auch so aus dem Trailer zusammenreimen. Denn Tatsache ist, der Film ist sehr gut, aber nicht überragend. Der Plot ist wenig überraschend und auch kaum geistig anspruchsvoll. Einiges, aber nicht alles, ist vorhersehbar und der einzige Twist kündigt sich schon gut vorher an.

                                                    Aber dieser Film will auch nicht mehr sein, als er ist. Dafür gibt es keine Schnittstellen. Zweifelsohne hätte man aus diesem Plot einen Megablockbuster machen können. Dafür ist das Setting und die Handlung eben sehr außergewöhnlich, im Vergleich zu anderen aktuellen Produktionen. Aber hätte mans drauf angelegt, hätte man da noch sehr viel mehr Geld reinstecken müssen und 113min wären ganz sicher viel zu wenig Zeit dafür gewesen. Aber wie gesagt, das alles will der Film gar nicht sein.

                                                    Tatsache ist, es handelt sich hier um einen Mafia-Shooter par Excellence, ohne ein Gangsterdrama zu sein, wie die Klassiker "Der Pate" und Konsorten. Trotz ernstem Thema und nach wahren Gegebenheiten bleibt es ein sehr guter Film mit wenig Anspruch und guter Unterhaltung.

                                                    Zur dargestellten Gewalt: Die beiden Kennenlernszenen von Mickey und dem Sergeant gleich zu Beginn lassen einen Film erwarten, der mit sehr hochkarätiger Gewaltdarstellung (bzw. - darstellung ist nicht das richtige Wort, da es jetzt nicht wirklich splattrig ist; sagen wir einfach Qualität an Brutalität) aufwartet. Dies setzt sich aber nicht großartig weiter fort. Ob zum Nachteil oder Vorteil des Films, mag jeder selbst beurteilen. Ich persönlich hätte mir den konsequenten Fortlauf dieser Szenen gewünscht.

                                                    Nichtsdestotrotz: Klare Empfehlung, man darf nur nicht zu viel erwarten. Es ist ne sehr gute Abendunterhaltung - nicht mehr, nicht weniger.