Gangster Squad - Kritik

US 2013 Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 24.01.2013

  • 7
    smartbo 07.07.2015, 17:00 Geändert 07.07.2015, 17:11

    Die partiell sehr schlechten Bewertungen kann ich gänzlich nicht nachvollziehen.
    Der Film ist durchaus spannend, fesselnd und mit guten Aktionszenen.
    Hinsichtlich der dramturgischen Tiefe und atmosphärischen Dichte erreicht er jedoch nicht das Level von Filmen wie z.B. "Die Unbestechlichen", zu dem von der Grundidee her gewisse Parallelen unverkennbar sind.
    Ebenfalls an der schauspielerischen Leistung gibt's von meiner Seite aus nichts zu meckern. Ganz besonders gut hat mir Emma Stone gefallen.
    Ausnahme ist Josh Brolin, das kann man wirklich besser machen.

    Ich finde den Film gar nicht mal so schlecht und absolut sehenswert.

    • 5

      Gangster Squad ist alles andere als ein Film noir und hat weder das Zeug zum Klassiker noch das Potential, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Schauspieler sind routiniert, aber ohne Profil. Die Handlung ist mäßig spannend ohne Überraschungen oder Tiefgang. Insgesamt ein seicht dahinplätschernder, banaler Gangsterfilm, bei dem das mit Abstand Interessanteste noch der Film-Trailer war. Wer 08/15-Gangsterfilme mag und die klassischen Genre-Größen bereits kennt, der kann sich den Film ruhig ansehen. Erwarten sollte man so oder so aber nicht allzuviel. Das alles konnte man vor mehr als 70 (!!) Jahren schon wesentlich besser. Gangster Squad würde Humphrey Bogart und James Cagney allenfalls ein müdes Grinsen abringen - wenn überhaupt.

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      • 5 .5

        Bei „Gangster Squad“ erwartet den Zuschauer ein mittelmäßiger Noir-Actionfilm, der vor allem durch seinen ganz besonderen Look punkten kann. Mit Action und wilden Schießereien wird der Zuschauer schnell in seinen Bann gezogen und folgt dem Geschehen der schwachen Handlung. „Gangster Squad“ erfindet hierbei das Genre nicht neu. Im Gegenteil: Man bedient sich an altem, bereits dagewesenen und versucht sich in der längst überlaufenen Riege der Gangsterfilmen zu etablieren. Dabei stellt „Gangster Squad“ im Gegensatz zur Konkurrenz jedoch nur einen kleinen, übermütigen Jungen dar, der nicht an seine Konkurrenten herankommt und zu schnell viel zu viel wollte. Ruben Fleischer ist also leider den falschen Weg gegangen.
        Es ist das altbewährte Lied eines Gangsterfilmes: Großer, böser Verbrecher wird bis zum Ende des Filmes von der Polizei gejagt, wo er schließlich geschnappt wird und alles in einem tollen, friedvollen Happy End endet. Nein, das war kein Spoiler sondern eine grobe Zusammenfassung des Genres. Und trotzdem ist die Geschichte von „Gangster Squad“ damit schon erzählt. Der Film ist leider nicht mehr als das, auch wenn er auch nicht weniger ist. Trotzdem hatte der Film auch irgendwie etwas besonderes. Das lag vor allem an der Atmosphäre, die durch den grandiosen Look, die tollen Bilder und die einzigartigen Szenarien gegeben waren und von einem coolen und stimmigen Soundtrack untermalt wurden. „Gangster Squad“ besticht also vor allem allein durch die Optik. Großartiges Kino für die Augen, beim Rest mangelt es leider etwas.
        Dabei hatte der Film fantastische Ansätze: Mit Ryan Gosling, Emma Stone und Sean Penn konnte man mit hochwertigen Namen auftrumpfen und somit schon vor dem Film neugierig machen. Leider wirken die Charaktere alle etwas blass, weshalb die schauspielerischen Fähigkeiten und die Vielfalt der Darsteller nicht wirklich zur Geltung kam. Lediglich Sean Penn konnte wirklich beeindrucken und hat mit seiner Rolle als fieser Gangsterboss alles richtig gemacht. Die große Schwachstelle des Films liegt bei den Dialogen. Viele Szenen des Films basieren auf den Dialogen und wirken aufgrund dieser Schwäche sehr langatmig. Ruben Fleischer hat bewiesen, das er in diesem Film kein Händchen dafür hatte. Ansonsten ist der Film vor allem dann erträglich, wenn die Bleikugeln fallen und die wilde Schießerei losgeht. Dann sind die Charaktere nämlich gezwungen zu schweigen. Ansonsten bietet der Film leider nicht viel mehr, auf das es sich lohnt, einzugehen. Manche Charaktere dümpeln so daher, die Nebencharaktere waren mir zum großen Teil unsympathisch und auch die Protagonisten konnten mich nicht wirklich überzeugen – zu blass die ganze Angelegenheit. Die schauspielerische Leistung der Darsteller konnte das leider auch nicht mehr retten.
        „Gangster Squad“ weiß die stilistischen Mittel des Settings nicht zu nutzen: Trotz anspruchsvoller Optik, die wirklich in den Bann zieht, machen vor allem die lahme Handlung und die schlechten Dialoge einen großen Nonsens aus der Geschichte. Einen überhöhten Gewaltpegel muss man nicht unbedingt als schlecht ankreiden, der hat die Angelegenheit sogar irgendwie noch gerettet. Ansonsten ist der Film mit knapp zwei Stunden etwas zu lang. Etwaige Szenen hätte man kürzen oder streichen gehen. Am Liebsten alle mit Dialog. Hirnloses Geballer auf gute 90 Minuten verteilt hätten dem Film wohl weniger geschadet als das, was schlussendlich dabei herumkam. Das Potenzial war auf jeden Fall gegeben – man hat es nur leider nicht genutzt und sich lieber daran orientiert, es nicht besser als die anderen Filme dieses Genres zu machen, sondern ähnlich. Schade!

        1
        • 0

          Einen Film so an die Wand zu fahren wenn man brauchbare Kulissen und Schauspieler hat ist ein Wahnsinn. Katastrophale Dialoge und schlechte Regiearbeit, glatte 5 - durchgefallen, eigentlich nicht anzusehen, zumindest nüchtern.

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          • 4

            Solange geschossen wurde war der Film eigentlich, vor allem auch wegen der ansehnlichen Kulissen, ganz gut. Doch sobald die Waffen schwiegen und sich die Münder öffneten um schrecklich platte Dialoge zum besten zu gaben, mochte man sich die Ohren zuhalten, die Portagonisten kloppen über die volle Länge unzumutbare Parolen von Mut, Ehre und Männlichkeit.
            Die durchaus Interessante Frage nach der Moral der Gesetzeshüter wurde augenblicklich mit solchen abgewirkt. Doch gerade sie hätte es sein können, die den Film interessant macht und ihn aus der anhaltenden schwarz-weiß Malerei befreit.
            So etwas wie ein Plot existiert nur rudimentär und die Charaktäre sind eine Farce, sodass Spannung eigentlich nie aufkommt.
            Auch die beiden Liebesgeschichten stören: Während die O´Maras einfach nur überflüssig ist, verschenkt die Romanze von Jerry und Grace viel Potential, denn Grace hätte durchaus zur Schlüsselfigur werden können, die den Zuschauer in Unwissenheit lässt, wem gegenüber sie loyal ist. So bleibt der Film letzlich doch sehr einfallslos.
            Fazit: Gute Kulissen und ansehnliche Action, aber Charaktertiefe und Spannung sucht man ebenso wie Überraschungen, Ecken und Kanten.

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            • 5 .5

              Gangster Squad wirkt die ganze Zeit über so als hätte Zack Snyder ein Remake von "The Untouchables" gedreht. Das ganze macht durchaus Spaß und das 40er-Setting ist schön anzusahen, doch nach einiger Zeit waren die vielen, vielen hektischen Actionszenen für mich ermüdend. Ein bisschen mehr Plot und mehr Charaktertiefe hätte dem Film sehr gut getan. Gerade Golsing und Penn hat man schon in viel besseren Rollen gesehen.

              • 7

                "Gangster Squad" ist das Abfeiern eines Genres, indem man sich einfach einen Haufen guter Leute zusammenholt und sie dann Genreklischees im Rahmen einer dünnen Dramaturgie durchackern lässt.
                Das kann man sich gut ansehen, da das Ganze sehr wertig ist, aber es ist auch kein Film, den man sich als Freund des Gangsterfilms noch einmal ansehen möchte, da es in diesem Genre so viel Besseres gibt, was einer vielfachen Sichtung wert ist.

                Wer die "Godfather-Trilogie", "Once upon a time in America", "Scarface", "Goodfellas", "Casino" und "All the President's Men" liebt, dem wird "Gangster Squad" sicher auch gefallen, doch ist er viel zu dünn, um sich in die Reihe dieser Genregrößen stellen zu können.

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                • 7 .5

                  Ein durchaus gut gespielter und spannender Gangster-Film!

                  • 6

                    Gerade aus der Vorpremiere zurück.

                    Ich kenne den Film ja schon länger - hab den ersten Trailer schon vor Monaten bei der Kinovorschau von kino.de gesehen und hab mich damals schon gefreut.

                    Hab dann erst vor wenigen Tagen von nem Kollegen erfahren, dass die Produzenten einen Teil des Films nachgedreht haben, aufgrund einer Szene, die an das Massaker bei einer Aufführung von "Batman - The Dark Knight Rises" in einem US-Kino erinnert, und welche sogar in einem früheren Trailer zu sehen war. Die Szene musste also raus, was aber nochmal ein paar Millionen verschlungen haben soll.

                    Gleich so viel Geld? Nur wegen einer Szene? Sollen sie die doch einfach rausschneiden oder durch ne andere ersetzen. Wie kann das so viel kosten? - Nunja, nachdem ich den Film gesehen hab ist mir schon klar wieso. Zumindest hab ich ne ganz klare Vorstellung davon. Auf jeden Fall gibt es diese Szene auch im aktuellen Film, allerdings halt eben nicht in einem Kino und auch nicht mehr so drastisch mit automatischen Waffen. Ich denke, dass die Urfassung dieses Kino, neben wenigen anderen, der Hauptschauplatz des Filmes war, in dem nicht nur diese Szene stattfindet, sondern eben so gut wie der halbe Film (etwas übertrieben). Und dieses Kino wurde nun eben durch ein Lokal ersetzt, was nicht nur Auswirkungen auf diese eine Szene hatte, sondern eben auf den gesamten Film und eine Vielzahl von Szenen.

                    Gut, soviel zum Hintergrundwissen.

                    Kurz die Handlung: Mickey Cohen, ehemaliger Championboxer und "Filialleiter" der Mafia in L.A. will sich selbständig machen und sich von seinen Bossen in Chicago als unabhängig erklären. Dafür dreht er auch ordentlich auf mit Menschen- und Drogenhandel. Geschmiert hat er dazu Richter, Politiker und etliche hohe Stellen in der Polizei. Nur ein Sergeant wagt sich, zum Unmut seines Vorgesetzten und seiner Kollegen, auf feindliches Territorium. Jeder weiß, dass man sich da nur verbrennen kann. Sein Engagement wird, auch zugunsten seiner schwangeren Frau, erheblich gedämpft und fast ausgelöscht, würde ihm sein höchster Polizeivorgesetzte nicht den inoffiziellen Auftrag geben, eine kleine Einheit zusammenzustellen, um ohne selbst die Gesetze einzuhalten, das Imperium von Mickey Cohen zu zerschlagen. Er soll seine Bordelle und Casinos platt machen und ihm so einen irreparablen Schaden zufügen und ihn so zurück nach Chicago zwingen.

                    Soweit so gut. Sobald seine Eliteeinheit aus einem alten Revolverheldensheriff, einem mexikanischen Einwanderer, einem geistig labilen und daher ehemaligen Geheimdienstler, einem schwarzen Officer in den Slums und einem jungen, aber bereits desillusionierten, trinkenden und spielenden Lieutenant stehen die ersten Aktionen auch schon an. Diese gestalten sich aber schwieriger als sie anfangs gedacht haben, da sie ihr Moral- und Gerechtigkeitsgefühl nicht so einfach ablegen können. Und so mogeln sich mit mehr Glück hindurch, bis Mickey Cohen den Braten riecht, wer da hinter ihm her ist.

                    Nunja, ist jetzt schon fast viel zu ausführlich beschrieben, die Handlung, aber das kann man sich auch so aus dem Trailer zusammenreimen. Denn Tatsache ist, der Film ist sehr gut, aber nicht überragend. Der Plot ist wenig überraschend und auch kaum geistig anspruchsvoll. Einiges, aber nicht alles, ist vorhersehbar und der einzige Twist kündigt sich schon gut vorher an.

                    Aber dieser Film will auch nicht mehr sein, als er ist. Dafür gibt es keine Schnittstellen. Zweifelsohne hätte man aus diesem Plot einen Megablockbuster machen können. Dafür ist das Setting und die Handlung eben sehr außergewöhnlich, im Vergleich zu anderen aktuellen Produktionen. Aber hätte mans drauf angelegt, hätte man da noch sehr viel mehr Geld reinstecken müssen und 113min wären ganz sicher viel zu wenig Zeit dafür gewesen. Aber wie gesagt, das alles will der Film gar nicht sein.

                    Tatsache ist, es handelt sich hier um einen Mafia-Shooter par Excellence, ohne ein Gangsterdrama zu sein, wie die Klassiker "Der Pate" und Konsorten. Trotz ernstem Thema und nach wahren Gegebenheiten bleibt es ein sehr guter Film mit wenig Anspruch und guter Unterhaltung.

                    Zur dargestellten Gewalt: Die beiden Kennenlernszenen von Mickey und dem Sergeant gleich zu Beginn lassen einen Film erwarten, der mit sehr hochkarätiger Gewaltdarstellung (bzw. - darstellung ist nicht das richtige Wort, da es jetzt nicht wirklich splattrig ist; sagen wir einfach Qualität an Brutalität) aufwartet. Dies setzt sich aber nicht großartig weiter fort. Ob zum Nachteil oder Vorteil des Films, mag jeder selbst beurteilen. Ich persönlich hätte mir den konsequenten Fortlauf dieser Szenen gewünscht.

                    Nichtsdestotrotz: Klare Empfehlung, man darf nur nicht zu viel erwarten. Es ist ne sehr gute Abendunterhaltung - nicht mehr, nicht weniger.

                    • 3

                      Huch, Gosling kann ja sprechen... !?! Das ist aber auch schon die einzige Sensation an diesem Film. Dümmlich inszenierter und sich ständig selbst feiernder Möchtegern-Kult-Film. Es mag weder Spannung aufkommen noch hat man das Bedürfnis den Dialogen zu folgen.

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                      • 4 .5

                        Zwar ambitionierter Gangsterfilm, bei dem ich aber irgendwie nie das Gefühl losgeworden bin dass er zu viel wollte. Action, Drama, Liebesgeschichte, von Allem etwas. Konnte aber keinem die Rolle richtig abkaufen, vor allem Sean Penn als Gangsterboss wirkte auf mich einfach unglaubwürdig und ungefährlich, ebenso wie die sich anbahnende Liebesgeschichte. Bei vielen Szenen denkt man sich einfach - ja, man weiß was der Film jetzt sagen will - aber man nimmt es ihm einfach nicht ab, auch weil man das woanders schon viel besser gesehen hat. Dafür ist die Geschichte und die Handlungen der Personen auch oftmals zu vorhersehbar und die Sprüche zu aufgesetzt. Die hier und da eingestreuten Zeitlupen und Splatter-Effekte sind irgendwie unpassend und wirken eher so als will der Film mit Nachdruck etwas Besonderes sein und „cool“ aussehen. Auch das für mich nicht nachvollziehbare Ende kostet nochmal einige Sympathiepunkte.

                        Schade, hatte mir aufgrund der guten Besetzung deutlich mehr erhofft. Filme wie Casino, LA Confidential oder Departed sind da deutlich bessere Vertreter des Genres.

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                        • 4
                          oliver.roth.5059 08.01.2015, 15:08 Geändert 10.01.2015, 14:30

                          Unrealistischer, stellenweise lächerlich überzogener und nicht wirklich fesselnder Gangsterfilm mit viel Geballer und wenig Sinn. Aus dem Thema rund um L.A. - Mobster Mickey Cohen hätte man dabei tatsächlich etwas machen können. Der Film orientiert sich kein Stück am echten Cohen oder den damaligen , spannenden Begebenheiten in der Unterwelt Clevelands und Kaliforniens, dem " Wohnzimmer" Cohens. Die Geschichte holpert, insgesamt recht langweilig erzählt, vor sich hin, dafür werden reihenweise Leute mit der Tommygun umgemäht. Fazit: Ziemlich fade.

                          • 7

                            Stimmig durchkomponierter Gangsterfilm, im LA der 40er Jahre angesiedelt. Wer allerdings glaubhafte Handlung und tiefschürfende Dialoge erwartet wird gnadenlos enttäuscht. Mein Eindruck ist, hier handelt es sich um einen zum leben erweckten “Detective Comic” in dem ordentlich die Funken sprühen. Wer Sin Sity mochte, wird auch an “Gangster Squad” Gefallen finden.

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                            • 7 .5

                              "Wenn die Stadt unter Wasser steht, nimmst du dir nen Eimer statt ne Badehose". (Zitat: Ryan Gosling) Gangster die coole Sprüche klopfen und wild um sich ballern gibts in Gangster Squad zu sehen. Von Tiefgang, kann in diesem Streifen nicht wirklich die Rede sein, allerdings Punktet der Film durch gut gemachte Schussequenzen und einem ziehmlich guten Cast. Dazu zu erwähnen ist, das Mickey Choen wegen Steuerhinterziehung ins Gefängsnis gewandert ist. ("Zwar nicht besonders Originell aber hey, wir sind hier in Holywood, was bei Al Capone funktioniert hat klappt auch bei Mickey" Zitat: Sid Hudgens/Denny Devito; LA Confidental). Der Film ist für Fans der Gangster Gemeinde, die es gern auch mal Actionreicher haben, ist das meine Empfehlung. Stellenweise ziehmlich brutal, aber dennoch ein sehr unterhaltsamer Film.

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                              • 7

                                ...hat mich zwar nicht geflasht, es waren aber trotz allem geile "bääähh" Szenen dabei :-P muhahahahaa
                                In jedem Fall sehenswert!

                                • 5
                                  Bubo 07.12.2014, 12:50 Geändert 07.12.2014, 12:52

                                  Kennt Ihr das? Da liegt eine Praline in ansprechender Verpackung vor einem. Das Ding wird also ausgepackt und freudig in den Mund geschoben, nur um dann feststellen zu müssen, dass der Inhalt aus Luft besteht. Das kommt davon, wenn der Schokifan mit falschen Erwartungen an die Praline rangeht…

                                  Wäre GANGSTER SQUAD eine Praline, für mich wäre er so eine wie grade beschrieben. Den Cast hab ich mir auf der Zunge zergehen lassen, die Verpackung hat mein Auge erfreut, den Rest hab ich mehr oder weniger runtergewürgt. Aber hey: Schoki bleibt Schoki! Schmeckt immer, egal wie klebrig oder überzuckert sie ist.

                                  Der Film weiss schon zu amüsieren. Er wirkt (bewusst?) leer, die stylishe Optik überdreht. Ein möglicher Spannungsbogen, Historie und nicht vorhandene Charakterzeichnung werden mit jedem Bumm gleich mit in die Luft gejagt und Gott-weiss-wohin gesprengt. Und Bumm gibt’s reichlich, wird selbst der T-1000 zugeben müssen. Emma Stone ist hinreissend anzuschauen und Sean Penns sorgfältig in Szene (auf-)gesetztes, hemmungsloses Overacting hat meinen Humor getroffen. Die anderen Darsteller….ach ja, da gab’s noch so ein Gangster Squad, ein paar Typen irgendwo zwischen Bumm, Emma, Sean und buntem Nonsens. Ein Genremix, der keiner ist. Der Film nimmt sich offensichtlich nicht ernst, und das tut ihm nicht schlecht.

                                  Muss man mögen, diese Praline. Nicht meine Art von Schoki, gegessen hab ich sie natürlich trotzdem:) Süss war’s, für Zwischendurch ok.

                                  Unnötige Anmerkung, SPOILER:
                                  Für den lieben Mitguckpiloten („NOT Mickey Cohen!“):
                                  Ich hoffe auf eine Fortsetzung inklusive Szene mit Robert Patricks Cameron-mässig silberlegiert wiederhergestelltem Schnauzbart :DD Das wär dann die 10 mit Herz!

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                                  • 6 .5

                                    irgendwie hat mir der film spaß gemacht; dies ist kein klassischer "american-gangster" film! ...und er will auch garnicht mit den ganz großen seines genres mithalten! stattdessen bringt er eine gewisse frische/ würze mit; western, buddy-movie, action und gar ein schuss humor zu beginn (umso länger der film geht desto mehr verroht er doch); so kann der film eben auch stärken aufweisen. die story mit "prohibition/eine heiße attraktive frau/ ehrliche bullen-korrupte bullen... kennt man ja schon. die schauspieler gehören (nahezu alle) zum "non plus ultra hollywoods".

                                    • 4
                                      ralphwiggum 25.11.2014, 19:51 Geändert 25.11.2014, 19:55

                                      Ich liebe Gangsterfilme - die gutgemachten, versteht sich. "Gangster Squad" gehört nicht dazu. Er ist vorhersehbar und erfüllt sämtliche Klischees. Und das trotz solcher Größen wie Josh Brolin, Sean Penn, Ryan Gosling, Nick Nolte und Emma Stone. Es ist viel mehr gerade deswegen so ärgerlich, dass diese namhaften Darsteller so verheizt wurden. Die Story ist auch sehr dünn, erinnert vage an Klassiker wie "die Unbestechlichen" oder irgendwie auch an "die Glorreichen Sieben", ohne natürlich auch nur ansatzweise dessen Klasse und Tiefe zu erreichen. Stattdessen hat Regisseur Fleischer versucht, fehlende Ideen mit umso mehr Geballer auszugleichen. Es ist natürlich nicht alles schlecht, die Kamera ist hervorragend und die Bilder beim Apspann wirklich schön...Aber bei diesen Namen durfte man schon etwas mehr erwarten. Fleischer sollte lieber bei seinen Zombiekomödien bleiben.

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                                      • 8 .5

                                        Der Film ist vergleichbar mit Oceans Twelve oder Die Unbestechlichen , heißt : gute Schauspieler und eine Solide Geschichte. Die Story hat mich für meinen Teil auf jedenfall gepackt, ich konnte das Ende des Films nicht erwarten. Hier und da mal eine Flop Szene aber Actionreich bleibt der Film!

                                        • 7

                                          Überraschend unterhaltsam, aber auch in so mancher Hinsicht knallharter Tobak. Penn spielt so wie man ihn kennt nur noch ein wenig überspitzter als sonst, da macht es Spaß ihm beim austicken zu zusehen. Auch wenn hier und mal da ordentlich die rechte oder linke Watschn´n eins, zwei mal zu viel ausgeteilt wird, muss ich bekennen das mir Gangster Squad gefiel. Aber er kam mir anders rüber als ich ihn erwartet habe. Bisschen untypisch für ne Gangster Ballade, da gibts so manch bessere Streifen und ich war recht erinnert an die Unbestechlichen. Aber so hat Gangter Squad seine eigene Note und die steht ihm eigentlich ganz gut.

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                                          • 6 .5

                                            Ich habe ihn gerade geschaut und bin mir noch absolut unschlüssig was ich davon halten soll. Phasenweise hat mich dieser Film echt packen können und über andere Strecken war ich gelangweilt. Insgesamt bleibt mir jedoch irgendwie das Gefühl, dass dieser Film cooler tut als er ist. Die meisten Dialoge sind nüchtern betrachtet dann doch nur heiße Luft und wirken lediglich durch die gelungene Aufmachung des Filmes Interessant. Die Story ist aus allerhand anderen Filmen so oder so ähnlich bekannt und hier dann eben nicht ansatzweise so gut umgesetzt wie beispielsweise in L.A. Confidential. Der Cast ist ja an sich ganz nett, aber keinem der Schauspieler gelingt es mal so richtig in Aktion zu treten. Auch ein paar nette Actionszenen hatte der Film, aber da ich erstens kein wirklicher Actionfan bin und mir zweitens mehr von dem Film erhoffte, bin ich dann nun doch etwas enttäuscht. Kein schlechter Film, aber über ein "ganz gut" schafft er es bei mir dann doch nicht.

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                                            • 5 .5

                                              "Die Ubestechlichen" für Arme! Kein Herz, keine Spannung, viel zu glatt das Ganze...und das obwohl die großen Stars wirklich gut harmonieren und eine tolle Leistung abliefern. Selbst wenn es eine gute Kopie von "Die Unbestechlichen" wäre, hätte ich gern mehr Punkte vergeben, weil mich das Kopieren per se nicht stört, aber die Tiefe von "Die Unbestechlichen" erreicht dieser Film leider nie, artet mir stellenweise zu sehr ins Lächerliche aus und hat nur wenige wirklich gute Momente. Sehr sehr schade...da hätte man so viel mehr draus machen können!

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                                              • 3

                                                Man muss schon auf Ballerei bis zum abwinken stehen um diesen Film positiv zu bewerten. Im Gegensatz zu der Ballerei ist Spannung ist natürlich Mangelware. Es ist einfach traurig was dieser Blockbuster Wahn so hervorbringt.

                                                • 7 .5

                                                  Wow - Gossling, Penn & Brolin at work... - habe das Risiko einer hohen Erwartung daher mal angenommen, sollte ja zumindest schon mal kein Vollschrott werden...

                                                  Nach knapp 2Std fesselnder Unterhaltung sage ich: großes Kino. Kurzweilig, spannend und manchmal auch mit etwas Witz, war Gangster Squad richtig gut gemacht. Ebenfalls starke Performance von allen Akteuren.

                                                  Gossling wie ich ihn aus Drive kenne; immer "zwischen den Kugeln", so ist er doch am besten, oder(?!) Brolin ist für mich seit kurzem nur noch "der Oldboy"; rigosros und ohne Skrupel bahnt er sich auch in Gangster Sqaud seinen Weg. SEINEN Weg... Penn ist (trotz seiner teils zweifelhaften Vergangenheit) ein wahrlich großer Schauspieler. Ob man ihn nun mag oder nicht - er beherrscht definitiv sein Handwerk.

                                                  Unterm Strich vergebe ich hier 7,5 Punkte für ein Rund um-Sorglos-30er-Classic-Gangster-Paket, das sich in meinen Augen jeden Punkt sauber & ordentlich verdient hat.

                                                  *Sehens- & Empfehlenswert!!*

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                                                  • 4 .5

                                                    4,5 Punkte einzig und allein für tolle Schauspieler. Sean Penn wie immer großartig, Ryan Gosling sehr charismatisch und Emma Stone - ein Augenschmaus. Mehr hat der Film leider nicht zu bieten. Und die pathetische Erzählweise nervt tierisch...

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