Schon in ihrem Erstlingswerk Fickende Fische (2002) über eine zarte Jugendliebe überzeugte die Regisseurin mit konsequenter Motivik und eigenständiger Bildsprache. In ihrem neuen Film entwickelt sich Almut Getto ästhetisch noch weiter, setzt die Einzigartigkeit der konträren Welten, in denen ihre Figuren leben, gekonnt visuell um. [...] Eine Fantasiewelt, auf die sich einzulassen lohnen kann.
"Ganz nah bei dir" könnte man getrost ignorieren, wäre er nicht Teil eines Syndroms. Von deutschen Filmen nämlich, die nichts wissen wollen über irgendeine Realität. Die aus dem Drehbuchchemiebaukasten zusammengerührt sind und dann, notdürftig zu einer halbwegs funktionierenden Geschichte ausgehärtet, an einem beliebigen Ort abgeworfen werden. Man vermisst den leisesten Impuls, der darauf zielte, sich mit irgendetwas an gesellschaftlicher Wirklichkeit im Ernst zu befassen.
Mir scheint, E. Knörer saß im falschen Film... Muss jedes Kinowerk die Zuschauer bierernst mit der Nase in die Konflikte stoßen, um "gesellschaftlich wirklich" zu sein? Den Drehbuchchemiebaukasten möchte ich sehen, mit dem die Zutaten nach Formel zusammengemixt werden können, um einen so eigensinnigen und in sich stimmigen Film zu mischen oder legieren. Mit einem Lakmuspapier und einem Thermometer kann man kaum Stimmung oder Herzenswärme messen.
Ich könnte mir den Kritiker fast vorstellen, angesäuert sitzend in einem kühl gestalteten Apartment, mit nur einer Schildkröte als Gesellschaft...
Zu dem finde ich es für einen "Kritiker" ziemlich abgedroschen und flach, "deutsche Filme" durch die Bank weg als schlecht und von der Stange zu bezeichnen...ich glaub mal nicht dass E.Knörer erstens alle deutschen Filme schon kennt und man diese zweitens alle über einen Kamm scheren und als oberflächlich bezeichnen kann!
Deutsch-dröge. Katharina Schüttler grinst sich grenz-debil durch den Film und glaubt, dass das eine Blinde abgibt. Bastian Trost ist sowas von trostlos. Identifikationspotential um die Null herum. Komik nur unfreiwillig vorhanden. Ein schlechtes Zeugnis für den deutschen Film.
Ein herrlich verspult verhinderter Liebesfilm, den man sonst eher aus Skandinavien erwarten könnte. Während man in diesem Lande oft platt Seelenstriptease abfilmt, um zwischengeschlechtliche Beziehungen zu sezieren, schafft es dieser Film liebevoll, komisch und wundersam wahrhaftig den Umstand ergründen, dass Männer anders sind - Frauen aber auch.
Ganz nah bei Dir - Kritik
DE 2009 Laufzeit 91 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 12.11.2009
Kritiken (2) — Film: Ganz nah bei Dir
VerenaGroebmayr: critic.de
Kommentar löschenSchon in ihrem Erstlingswerk Fickende Fische (2002) über eine zarte Jugendliebe überzeugte die Regisseurin mit konsequenter Motivik und eigenständiger Bildsprache. In ihrem neuen Film entwickelt sich Almut Getto ästhetisch noch weiter, setzt die Einzigartigkeit der konträren Welten, in denen ihre Figuren leben, gekonnt visuell um. [...] Eine Fantasiewelt, auf die sich einzulassen lohnen kann.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschen"Ganz nah bei dir" könnte man getrost ignorieren, wäre er nicht Teil eines Syndroms. Von deutschen Filmen nämlich, die nichts wissen wollen über irgendeine Realität. Die aus dem Drehbuchchemiebaukasten zusammengerührt sind und dann, notdürftig zu einer halbwegs funktionierenden Geschichte ausgehärtet, an einem beliebigen Ort abgeworfen werden. Man vermisst den leisesten Impuls, der darauf zielte, sich mit irgendetwas an gesellschaftlicher Wirklichkeit im Ernst zu befassen.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Envy You 2009/11/20 09:44:07
Antwort löschenMir scheint, E. Knörer saß im falschen Film... Muss jedes Kinowerk die Zuschauer bierernst mit der Nase in die Konflikte stoßen, um "gesellschaftlich wirklich" zu sein? Den Drehbuchchemiebaukasten möchte ich sehen, mit dem die Zutaten nach Formel zusammengemixt werden können, um einen so eigensinnigen und in sich stimmigen Film zu mischen oder legieren. Mit einem Lakmuspapier und einem Thermometer kann man kaum Stimmung oder Herzenswärme messen.
Ich könnte mir den Kritiker fast vorstellen, angesäuert sitzend in einem kühl gestalteten Apartment, mit nur einer Schildkröte als Gesellschaft...
Polakkenkarl 2010/02/19 14:45:13
Antwort löschenZu dem finde ich es für einen "Kritiker" ziemlich abgedroschen und flach, "deutsche Filme" durch die Bank weg als schlecht und von der Stange zu bezeichnen...ich glaub mal nicht dass E.Knörer erstens alle deutschen Filme schon kennt und man diese zweitens alle über einen Kamm scheren und als oberflächlich bezeichnen kann!
Kommentare (2) — Film: Ganz nah bei Dir
Kommentar schreibendbeutner 2009/12/20 17:42:50
Kommentar löschenDeutsch-dröge. Katharina Schüttler grinst sich grenz-debil durch den Film und glaubt, dass das eine Blinde abgibt. Bastian Trost ist sowas von trostlos. Identifikationspotential um die Null herum. Komik nur unfreiwillig vorhanden. Ein schlechtes Zeugnis für den deutschen Film.
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Envy You 2009/11/20 09:36:02
Kommentar löschenEin herrlich verspult verhinderter Liebesfilm, den man sonst eher aus Skandinavien erwarten könnte. Während man in diesem Lande oft platt Seelenstriptease abfilmt, um zwischengeschlechtliche Beziehungen zu sezieren, schafft es dieser Film liebevoll, komisch und wundersam wahrhaftig den Umstand ergründen, dass Männer anders sind - Frauen aber auch.
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