Geh und Lebe
Va, Vis Et Deviens (2005), IL/IT/BR/FR Laufzeit 149 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.04.2006
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von Radu Mihaileanu, mit Yaël Abecassis und Roschdy Zem
Eine Mutter trennt sich von ihrem neunjährigen Sohn, damit er überleben kann. Sie, eine äthiopische Christin, schickt ihn als jüdischen Jungen mit jüdischen Äthiopiern nach Israel. Dort muss er seine Wurzeln verleugnen und eine neue Identität annehmen, um in der neuen Umgebung sein zu dürfen. Ab jetzt wird er Salomon heissen, Schlomo genannt. In der fremden Umgebung ist er zunächst sehr allein. Eine weisse Familie adoptiert ihn und bemüht sich um sein Vertrauen. Schliesslich lässt er sich auf diese Menschen ein, sein Geheimnis behält er jedoch für sich. Er wächst auf mit der Angst, das Land verlassen zu müssen, wenn jemand erfährt, dass er kein Jude ist. Schlomo lernt leben und lieben. Doch die Last seines Geheimnisses begleitet ihn. Immer wieder schreibt er seiner Mutter. Der Tag rückt näher, an dem er sein Schweigen brechen muss, denn auch seine Freundin ahnt nicht, wer er wirklich ist.
In den 1980ern ließ die israelische Regierung etwa 10.000 jüdische Äthiopier nach Israel ausfliegen, da sich in der afrikanischen Region Hungersnöte und Bürgerkriege breitmachten und Israel die Notwendigkeit sah, den Bevölkerungsstand zu stabilisieren.
HandlungEine Mutter in einem Lager nahe der Grenze zum Sudan schickt im Zuge dieser Operation Moses ihren achtjährigen Sohn auf, um sich als Jude auszugeben und in Israel überleben zu dürfen. Der Kleine erhält von einer anderen Mutter, die gerade ihren eigenen Sohn verloren hatte, den Namen Salomon und geht mit ihr nach Israel, wo sie zunächst in einem Lager unterkommen. Als Hanna an Tuberkolose stirbt, kommt der Junge in ein Internat. Dort wird er verhaltensgestört und attackiert ständig seine Mitschüler. Er leidet sehr an der Trennung von seiner Mutter und kommt nicht mit den Israelis zurecht, obwohl er die Sprache sehr schnell lernt.
Die Lehrer entscheiden so, ihn in einer Adoptivfamilie unterzubringen. Seine neuen Eltern Yael (Yaël Abecassis) und Yoram (Roschdy Zem) haben bereits…
Eine Mutter trennt sich von ihrem neunjährigen Sohn, damit er überleben kann. Sie, eine äthiopische Christin, schickt ihn als jüdischen Jungen mit jüdischen Äthiopiern nach Israel. Dort muss er seine Wurzeln verleugnen und eine neue Identität annehmen, um in der neuen Umgebung sein zu dürfen. Ab jetzt wird er Salomon heissen, Schlomo genannt. In der fremden Umgebung ist er zunächst sehr allein. Eine weisse Familie adoptiert ihn und bemüht sich um sein Vertrauen. Schliesslich lässt er sich auf diese Menschen ein, sein Geheimnis behält er jedoch für sich. Er wächst auf mit der Angst, das Land verlassen zu müssen, wenn jemand erfährt, dass er kein Jude ist. Schlomo lernt leben und lieben. Doch die Last seines Geheimnisses begleitet ihn. Immer wieder schreibt er seiner Mutter. Der Tag rückt näher, an dem er sein Schweigen brechen muss, denn auch seine Freundin ahnt nicht, wer er wirklich ist.
In den 1980ern ließ die israelische Regierung etwa 10.000 jüdische Äthiopier nach Israel ausfliegen, da sich in der afrikanischen Region Hungersnöte und Bürgerkriege breitmachten und Israel die Notwendigkeit sah, den Bevölkerungsstand zu stabilisieren.
HandlungEine Mutter in einem Lager nahe der Grenze zum Sudan schickt im Zuge dieser Operation Moses ihren achtjährigen Sohn auf, um sich als Jude auszugeben und in Israel überleben zu dürfen. Der Kleine erhält von einer anderen Mutter, die gerade ihren eigenen Sohn verloren hatte, den Namen Salomon und geht mit ihr nach Israel, wo sie zunächst in einem Lager unterkommen. Als Hanna an Tuberkolose stirbt, kommt der Junge in ein Internat. Dort wird er verhaltensgestört und attackiert ständig seine Mitschüler. Er leidet sehr an der Trennung von seiner Mutter und kommt nicht mit den Israelis zurecht, obwohl er die Sprache sehr schnell lernt.
Die Lehrer entscheiden so, ihn in einer Adoptivfamilie unterzubringen. Seine neuen Eltern Yael (Yaël Abecassis) und Yoram (Roschdy Zem) haben bereits zwei Kinder: Dani und Tali. Salomon wird nun Shlomo genannt und integriert sich zunächst nur schwer in die Familie. Doch mit der liebenden Zuneigung seiner Adoptivmutter Yael beginnt der Kleine, sich langsam wohlzufühlen. Dennoch fehlt ihm seine Mutter sehr. Manchmal geht er zu einem Schreiberling, der die Sprache seiner Mutter schreiben kann, und lässt ihr Briefe aufsetzen. Ob diese im Lager im Sudan ankommen, weiß er nicht.
In der Schule stößt Shlomo oft auf Widerstand, der meist rassistisch motiviert ist. Einige der israelischen Juden glauben, die äthiopischen Juden seien “unrein”. Als er sich in ein Mädchen namens Sara ( Roni Hadar) verliebt, wird er wiederholt vom Vater des Mädchens dazu aufgefordert, von ihr wegzubleiben. Doch Shlomo wächst zu einem gebildeten jungen Mann heran und Sara verliebt sich in ihn. Dennoch trägt er weiterhin die Bürde in sich, seine Mutter verlassen zu haben und sich als Jude auszugeben, obwohl er keiner ist.
Als sich der Nahostkonflikt zuspitzt, will Yoram, dass seine Söhne in die Armee eintreten. Shlomo weigert sich, was zu einem Konflikt führt. Er verbringt einen Monat im Kibbuz. Daraufhin geht er nach Paris und studiert dort Medizin. Als er zurückkommt, wird er erst in Palästina eingesetzt und dort verletzt. Nach seiner Genesung heiratet er Sara, die für ihn ihre Familie verlassen muss. Als er ihr sein Geheimnis beichtet, ist Sara wütend, denn sie versteht nicht, wieso Shlomo ihr das nie sagte. Es kommt fast zur Trennung, doch Yael weiß einzugreifen.
Nachdem Shlomo im Fernsehen schreckliche Bilder aus den Flüchtlingslagern im Sudan gesehen hat, beschließt er, dorthin zu gehen. Sarah bekommt derweil ihr erstes eigenes Kind. Shlomo arbeitet als Arzt, als er plötzlich unter all den Menschen seine Mutter wiederentdeckt.
Weiterführende Informationen
Mehr Filme, die in Israel spielen
Weitere Informationen im Internet
Zusammenstellung von Links auf filmz.de
Weitere Rezension auf critic.de
Interview mit dem Regisseur im Tagesspiegel
Quellen
- DVD
Cast & Crew
-
Radu Mihaileanu
-
Yaël Abecassis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yaël Harrari
-
Roschdy Zem
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yoram Harrari
-
Moshe Agazai
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schlomo (als Kind)
-
Moshe Abebe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schlomo (als Teenager)
-
Sirak M. Sabahat
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schlomo (als Erwachsener)
-
Roni Hadar
Regie
Schauspieler
-
Yitzhak Edgar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Qès Amrah
-
Rami Danon
-
Meskie Shribu Sivan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schlomos Mutter
-
Alain-Michel Blanc
-
Radu Mihaileanu
- Genre
- Sozialdrama, Schicksalsdrama, Flüchtlingsdrama, Familiendrama, Coming of Age-Film
- Zeit
- 1984
- Ort
- Paris, Sudan, Tel Aviv, Äthiopien
- Handlung
- Adoption, Art House-Film, Arzt, Außenseiter, Bar Mitzwa, Christ, Einsamkeit, Flüchtlingslager, Große Liebe, Hungersnot, Immigration, Jude, Lebenslüge, Medizin, Mentor, Militärdienst, Mutter-Sohn-Beziehung, Onkel, Rabbi, Rassismus, Selbstfindung, Selbstzweifel, Studium, Trauma, Vater-Sohn-Beziehung, Verlust der Mutter, Verstoßener Sohn, Zionismus, Ärzte ohne Grenzen
- Stimmung
- Ernst, Geistreich, Spannend, Traurig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Geh und Lebe
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Trailer zum Film Geh und Lebe
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Kommentare (4) — Film: Geh und Lebe
Kommentar schreibendbeutner 2010/12/30 12:29:16
Kommentar löschenWenn man das Grundthema kennt, erwartet man natürlich auch ein entsprechend rührend-dramatisierendes Werk. Und das Zeug dazu hätte der Film, wenn er kleinere Brötchen gebacken hätte.
Die Veränderung des Adoptivvaters etwa ist grobmaschig und klischeehaft (sorgende Mutter, harter Vater), das Ende gar unerträglich unglaubwürdig und auf die Schnelle zusammengehämmert. Auch wichtige Elemente zwischendurch fühlen sich schon während des Films "eher unwahrscheinlich" an, werden dann zum Ende noch einmal völlig der Lächerlichkeit preisgegeben. Das ist alles sehr schade, weil die Story eben durchaus Potential hat und die Geschichte um die Gefühle der Adoptivmutter oder die um die Freundin und ihren Vater (die auch nicht wirklich konsequent abgebildet wurde) schon einiges hergibt.
Das ganze ist handwerklich solide umgesetzt, wenn auch nicht großartig; fast alle Darsteller haben neben Stärken auch ihre Schwächen (ganz schlimm die Szene, als die Adoptiveltern Schlomo abholen und sich auf der Autofahrt so bemüht anschauen).
"Engagiertes Mittelmaß", was seine selbst gesteckten Ziele deutlich verfehlt.
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Brainkiller007 2011/02/26 12:28:21
Antwort löschenIch stimme dir in einigen Punkten zu, finde der Film baut deutlich ab als der kleine Schlomo gross wird. Ich bewerte ihn mit einer 6,5.
Actaion 2012/01/04 01:31:59
Antwort löschenkann ich so nicht nachvollziehen, die schwächen sind mir nicht, oder nicht so stark aufgefallen. imho ein guter Fiilm. Ergreifend und zudem mit Tiefgang und man lernt noch was dabei.
filmverährer 2009/06/05 17:21:38
Kommentar löschenWunderschöner, berührender Film, der eine ergreifende Geschichte erzählt, lustig ist, mitreißt und erschüttert. Ganz großes Kino.
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jannis 2009/06/05 18:09:49
Antwort löschenHDGDL
nurleben 2009/05/09 12:24:45
Kommentar löschenSchon ne Weile her. Ich weiß nur noch, dass der Film eindringlich, intensiv und wunderbar war. Und jetzt wo ich dran denke will ich ihn mir unbedingt nochmal anschauen :).
Ja, er ist so gut wie sein Titel :)!
Hab grad nochmal Trailer gesehen. Sofort wieder zu Tränen gerührt ...
Ich glaub ich lass mir die DVD mal schenken, der gehört einfach in die Sammlung :). Zumal ich ihn gerne mal als OmU sehn will.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
nurleben 2009/06/06 00:38:49
Antwort löschenBringt mich immer noch zum Heulen, geht immer noch ans Herz. Großes Kino :). Schöne DVD :).
annaberlin 2008/04/16 14:19:53
Kommentar löschenDer absolut beste Film im Werk von Radu Mihaileanu. Die Story ist fesselnd, er ist schön fotografiert und basiert auf der wahren Begebenheit der Operation Moses. Unbedingt anschauen!
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