Geheime Staatsaffären

L'Ivresse du pouvoir (2006), FR
Laufzeit 110 Minuten, FSK 0, Drama, Thriller, Kinostart 20.07.2006

6.8 Kritiker
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6.0 Community
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von Claude Chabrol, mit Isabelle Huppert und François Berléand

Richterin Jeanne Charmant (Isabelle Huppert) ist mit einem schwierigen Fall beauftragt worden. Es geht um die Unterschlagung öffentlicher Gelder, Korruption und Veruntreuung. Gedeckt wird sie von allerhöchsten Positionen der Regierung und Verwaltung. Als sich ihr Verdacht konkretisiert, und sie mit ihren Verhören in immer tiefere Abgründe vorstößt, fühlt sie zunehmende Kräfte in sich wachsen. Je mehr sie aufdeckt, desto umfangreicher werden die ihr zur Verfügung stehenden Mittel, Druck auf die Verdächtigen auszuüben. Unausweichlich aber wird sie mit zwei entscheidenden Fragen konfrontiert: Wie weit kann sie ihre Machtbefugnisse ausbauen, bevor sie womöglich mit einer größeren Macht kollidieren? Und kann ein Mensch dem wachsenden Rausch der Macht widerstehen? Oder droht er daran zu zerbrechen?

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Kritiken (3) — Film: Geheime Staatsaffären

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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7.5Sehenswert

Claude Chabrols Films ist kein Meisterwerk des Genres, aber ein Film der sich im oberen Drittel bewegt. Wer sich auf ruhigere, spannend erzählte Geschichten einlassen kann und auch einmal Dialogen lauschen kann, der sollte sich “Geheime Staatsaffären” einmal ansehen.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Chabrol wollte vorführen, dass kein Mensch gefeit ist vor der Hybris der Macht. Hätte er den spöttischen Ton gehalten, wäre ihm ein Meisterwerk gelungen; weil er sich nicht entscheiden konnte, blitzt selbiges nun nur phasenweise auf.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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7.0Sehenswert

Wenn mächtige Industriemanager sich für unangreifbar halten, haben sie den Ehrgeiz und die Hartnäckigkeit einer kleinen, unscheinbaren Richterin unterschätzt.

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Kommentare (3) — Film: Geheime Staatsaffären

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Das ist bei weitem der bisher beste Film aus der 3Sat Reihe’ Madame la commissaire’ mit einer überaus präsenten Isabelle Huppert. Sie ist schlagfertig, würzt die Verhöre mit leiser Ironie und scheint die größte Korruptionsaffäre in Frankreich aufklären zu können. Aber weil der Regisseur Claude Chabrol heißt, kann das nicht so ohne weiteres ablaufen. Diametral entgegen den erfolgreichen Ermittlungen läuft ihre Ehe in die Krise. Und zum guten Schluss lässt der Altmeister keinen Zweifel daran, dass wenn eine Seilschaft hopp genommen wird, der ganze Sumpf noch längst nicht trocken gelegt ist. Auch wenn das Ganze etwas dialoglastig ist, so werden doch die Zusammenhänge auch dem Nicht-Insider klar. Und das gilt nicht nur in Frankreich. Bei uns gab es auch ’Schwarze Kassen’ und ’Bimbes’. Originaltitel lautet übrigens ’Trunken vor Macht’. Das kann man auf die ermittelnde Staatanwältin beziehen oder auf die Manager.

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Film von Chabrol, natürlich mit der gebotenen Offenheit, die den Zuschauer irritieren kann, aber als Einladung zu verstehen ist.

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patcharisma

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Bewertung3.5Schwach

Claude, Du machst einfach zuviele Filme!
Trotz toller Isabelle führt das nirgendswo hin.
Das ganze pendelt irgendwo zwischen Sozialdrama, Gesellschaftskritik, Intrigen und Komödie dahin und säuft dabei irgendwann ab. Natürlich bleibt das Ende so offen, wie die getrunkenen Weinflaschen.

Lieber weniger Filme machen, dafür abgerundetere!

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patcharisma

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Er kommt mir so vor, wie "Denver-Clan" für Intellektuelle... :D


Janus Winter

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"Grandiose Kriminalfarce, voller Wahrheit und Aberwitz", sagt Deutschlands größte TV-Zeitschrift. Die Wahrheit liegt wahrscheinlichen zwischen euren beiden Übertreibungen.


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