Gentlemen Broncos

Gentlemen Broncos (2009), US Laufzeit 89 Minuten, FSK 12, Komödie, Science Fiction-Film, Kinostart 27.05.2010

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5.2
Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6
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284 Bewertungen
27 Kommentare
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von Jared Hess, mit Michael Angarano und John Baker

Benjamin, ein 17 Jahre altes Science-Fiction-Wunderkind aus Utah, lebt zusammen mit seiner Mutter, einer Designerin für Schlafanzüge, die gerade an einer neuen Linie namens “bescheidene Anfänge” arbeitet. Seine Tage verbringt er in einer geodätischen Kuppel und verfasst in fernen Welten angesiedelte Abenteuer. Als Schüler, der zu Hause unterrichtet wird, hat Benjamin nicht viel Erfahrung in der realen Welt, aber dank seiner Einbildungskraft kann er der Tristesse seiner Heimatstadt ein ums andere Mal in fantastische Universen entfliehen. Als der hoffnungsvolle Autor erfährt, dass sein Idol, die Science-Fiction-Legende Dr. Ronald Chevalier, auf dem Cletus Festival (“dem besten Autoren-Workshop in ganz Utah”) ein Seminar geben wird, sieht er die Chance seines Lebens gekommen. Er packt sein bestes Manuskript mit dem Titel “Yeast Lords: The Bronco Years” ein, bereit, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Auf dem Festival lernt er ein paar neue Freunde kennen – ähnliche Sonderlinge wie er selbst: die angehende Liebesromanautorin Tabatha und der Nachwuchsauteur Lonnie, der schon mehr als 80 “Filme” realisiert hat. Der Besuch des Festivals hat für Benjamin zwei einschneidende Ergebnisse zur Folge. Zum einen will Lonnie aus seinem Roman einen abendfüllenden, allerdings eher No- als Low-Budget-Film machen, zum anderen ist Chevalier selbst so beeindruckt von Benjamins Arbeit, dass er, in einem verzweifelten Versuch, die eigene Karriere zu retten, beschließt, einige wenige Änderungen in dem Manuskript vorzunehmen und es schließlich als seinen eigenen Roman unter dem Titel “The Chronicles of Brutus and Balzaak” zu veröffentlichen.

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Kritiken (7) — Film: Gentlemen Broncos

Elisabeth Maurer

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6.5Ganz gut

...Somit fügt sich die seltsam zeitlose, aber nichtsdestoweniger in ihrer Gesamtheit geschmacklose Ausstattung des Films, die Unterstreichung durch einen Soundtrack aus großen, kitschigen Hymnen der Popgeschichte wie Chers Just Like Jesse James oder Wind of Change der Scorpions und die zwischengeschnittene Science-Fiction-Handlung zu einem sehr liebevollen Blick auf die Ambitionen der Menschen zusammen. Die Sympathien gilt allen, die ernsthaft etwas schaffen wollen, seien ihre Ergüsse auch noch so kitschig. In Anbetracht des großen Ganzen, das der Eröffnungssong besingt, sind wohl alle Versuche der Menschen, selbst die hochgeschätztesten Kunstwerke, nichts als Stümperei und klägliche Bemühungen....

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

„Gentlemen Broncos“ zeichnet sich durch eine eigentümliche und – sofern man diese skurril-anarchische Art Humor mag – überaus witzige Inszenierung aus. Schon der Vorspann nimmt den Stil des ganzen Filmes vorweg, ahmt er doch die reißerisch-grellen Titelseiten billiger Science-Fiction-Romane aus den fünfziger und sechziger Jahren nach. Deren Kombination mit den gestreiften, karierten und abenteuerlich gemusterten Hintergründen prägt bereits den bewusst schäbig-gewöhnlichen Stil von „Gentlemen Broncos“. Die Farbpalette im Hauptstrang der Handlung, von alt- und zartrosa über lachsfarben bis himmelblau – allesamt etwas verwaschen – sowie die Kleidung, die mit ihren unförmigen Jeans und den abgenutzten Lederjacken eher an die frühen achtziger Jahre erinnert, unterstreicht die neudeutsch „trashig“ genannte Anmutung des Filmes, bei dem Jared Hess das von ihm zusammen mit seinem Bruder Jerusha Hess selbstverfasste Drehbuch verfilmt.„Gentlemen Broncos“ stellt sich nicht nur als eine Hommage an Nachwuchskünstler heraus, die gegen aus ihrer Sicht eigenartige Welt der Erwachsenen zu kämpfen haben. Darüber hinaus feiern die Filmemacher in Benjamins Mutter, der verwitweten Judith (Jennifer Coolidge), auch die Mütter, die Familie und Beruf zu vereinbaren versuchen.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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0.5Schmerzhaft

"Jared Hess, der auch Napoleon Dynamite gemacht hat, den ich ehrlich gesagt nicht verstanden habe, hat einen Film mit Gentlemen Broncos gemacht, den ich nicht im Geringsten verstehe."

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tweetosaurus

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Nur weil diese intellektuelle Intelligenzbestie den Film nicht versteht heisst das noch lange nicht dass er schlecht ist.


BettyMakaBoop

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0.5 passt aber nun auch nicht gerade zu seinen 2 Sternen auf seiner Hompage.


Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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1.0Ärgerlich

"Wenn man es nicht besser wüsste würde man denken, dass Gentlemen Broncos von einem unzufriedenen High-School Schüler gedreht wurde und zwar von keinem besonders talentierten."

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Nachdem Nacho Libre komplett für die Tonne war, macht Jared Hess mit Gentlemen Broncos wieder einiges an Boden gut. Gentlemen Broncos überzeugt mit wunderbarer Grundidee, einem durchweg sympathischen Hauptdarsteller und vielen schönen Nerd-Momenten.

Problematisch ist - neben den Ekelszenen, die man für mich gerne komplett hätte rauslassen können - dass Hess die komplette Story auf die letzten 20 Minuten verlagert. Anders als bei Napoleon Dynamite ist die Handlung diesmal nämlich nicht komplett egal und es ist schade, dass die vielversprechende Geschichte nicht besser ausgearbeitet ist.

Dennoch: Als erklärter Napoleon Dynamite-Fan mochte ich auch Gentlemen Broncos, der stilistisch durchaus in dieselbe Richtung geht, und habe wieder Hoffnung, dass Jared Hess tatsächlich ein guter Regisseur und Autor ist und Napoleon Dynamite kein Glückstreffer war. Beim nächsten Mal mehr Handlung und weniger Kotze und ich hab wieder einen neuen Lieblingsfilm.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.5Geht so

Hess bleibt seiner Linie treu und inszeniert einmal mehr seine Nerdphantasien. Diesmal ist die Story (im Gegensatz zum Vorgänger Nacho Libre) sogar dazu angetan Interesse zu wecken, doch immer wieder verhindern unnötige Fäkaleinlagen, das die im Grunde ganz charmante Geschichte, so wirklich berühren will. Der böse SciFi-Autor wird von einer Hälfte des Flight of the Conchords-Team zwar sehr komisch, aber auch jenseits jeder Karikatur gespielt. Wie die meisten Figuren ist auch sie zu verdreht um noch als echter Mensch durchzugehen. Dazu kommt die sehr lahmarschige Inszenierung, die die eigentliche Story erst im letzten Drittel abhandelt und zwischendurch viel zuviel Zeit mit Scheisse- und Kotzwitzen verplempert.

Es bleibt ein wundervoller Vorspann, viele skurrile Momente und ein netter Hauptdarsteller - die alle mit einem etwas weniger aufs hässliche Extrem fixierten Regisseur wohl besser beraten gewesen wären.

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Sascha Keilholz: critic.de

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2010 heißt es „back to normal“, was bereits der liebevoll gestaltete Vorspann beweist: Einschlägige Cover etlicher Sci-Fi-Groschenhefte treffen das Herz einer Vorliebe, die bei Hess nur mit Nerdtum assoziiert sein kann. Es sind nicht einzig die Titelbilder, sondern auch die Orte, an denen sie drapiert sind, welche einen skurril-nostalgischen Ton vorschlagen. Muster und Tapeten der eigenwilligen Sorte öffnen uns die Pforte zu einer Welt, die bei aller Verzerrung ganz typische Probleme des Heranwachsens in den Mittelpunkt rücken.

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Kommentare (20) — Film: Gentlemen Broncos


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martin-van-hueuet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In Gentlemen Broncos sind Szenerien mit maximalem Trash-Ausmaß in eine sehr gut verdauliche, logische Hülle gesteckt, die zwar nicht die originellste Geschichte der Welt ist, aber durchaus sympatisch ist, sehr hübsch und hochwertig gefilmt wurde und durch Charaktere, die allesamt aus einem obskuren Universum der Nerdness und Asozialeganz zu stammen scheinen, absolut sehenswert gerät. Maximaler Trash-Ausmaß! Maximal!

P.S.: Für Fans von Napoleon Dynamite ein hübsches Methadon-Programm.

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Dorfkino

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Bin heute endlich dazu gekommen ihn mir anzusehen und verstehe nun, warum Du diesen Film so gut fandest.
Das schöne ist, dass hinter der ganzen Trash-Fassade noch so viele Sinnebenen versteckt sind.


martin-van-hueuet

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Ja, ne? Nicht nur Trash des Trashes willen, sondern Trash weil's so muss. ^^


Sheeeeep

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Bewertung7.0Sehenswert

Was haben futuristische Weltraumfahrten, krasse Hefe, rebellierende Teenager, fliegende Hirsche und ein 'anous Workshop' gemeinsam? Richtig, sie alle kommen in dem total abgefahrenen Streifen Gentlemen Broncos vor.

Wer Napoleon Dynamite kennt, kann sich ungefähr denken was hier auf einem zukommt. Abartiger Humor, im guten wie im schlechten Sinne wird einem hier um die Ohren gehauen und ergeben ein in allen Belangen unrundes Gesamtwerk. Doch genau dies macht den Film trotz seines teilweise doch zu übertriebenen Humors erfrischend anders. Sam Rockwell und Jemaine Clement, der schon in Eagle vs. Shark mit einem extravaganten Charakter überzeugen konnte, toben sich richtig aus und haben sichtlich Spaß an dem bizarren Schauspiel. Für diejenigen, denen skurril manchmal doch nicht genug ist, kann man diese Erfahrung der etwas anderen Art durchaus empfehlen.

"Chevalieeeeer"

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Bandrix

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Bewertung6.0Ganz gut

„Gentlemen Broncos“ ist ein Film, der nicht jedermann gefallen wird. Anhand meiner Wertung könnt ihr sehen, dass er nur bedingt meinen Nerv getroffen hat.
Dafür waren manche Szenen einfach zu seltsam und auf eine merkwürdige Art auf witzig und anders getrimmt.
Das ist aber wohl der Stil des Regisseurs Jared Hess.
Man muss sich mit seinen ungewöhnlichen Bildern, der andersartigen Story und vor allem deren Verlauf eben anfreunden.
Da mir das aber nur teilweise gelang, konnte ich „Gentlemen Broncos“ nicht durchgehend genießen.
Die Story dreht sich um einen jungen Autoren, dessen beste Idee von seinem Idol, dem Sci- Fi – Autor Ronald Chevalier, geklaut wird. Daraufhin setzt er alles daran, wieder Herr über sein Buch zu werden.
Diese Geschichte garniert uns Hess mit allerlei denkwürdigen Szenen, die, auch wenn sie einem missfallen, im Gedächtnis haften bleiben.
Hin und wieder bricht der Witz auch bei mir durch, jedoch ist das Gesamtwerk zu übertrieben und wirkt auf mich einfach nur seltsam.
Ihr merkt schon: Mein Vokabular in diesem Kommentar umfasst häufig die Wörter „seltsam“, „ungewöhnlich“, „andersartig“ und „komisch“.
Das ist es auch, das „Gentlemen Broncos“ ausmacht. Oder eben nicht.
Er ist eben anders als andere Filme und das ist auch gut so. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Meinen trifft „Gentlemen Broncos“ leider nicht so oft, wie ich es gerne hätte. Da können die Schauspieler ihre Sache noch so überzeugend rüberbringen.

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Dachsman

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich weiß gar nicht, was ich am furchtbarsten finden soll. Den Musikeinsatz vielleicht? Klaus Meine hätte sich sicher nicht träumen lassen können, dass es für "Wind of Change" nach Oli Geißen noch schlimmer kommen könnte. Oder vielleicht auch der Humor, der sich ungefähr auf einer Ebene wie Michael Bays "Transformers 2" bewegt? Könnte natürlich auch das Drehbuch sein, das gleich mal keinen wirklich sympathischen Charakter zu bieten hat und gegen Ende Handlungsfäden anfängt, die es dann einfach fallen lässt und den Hauptplot mit eine (abgeschwächten) Deus Ex Machina auflöst.
Hach, schwierig, schwierig...

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neenchen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich kann nicht genau sagen, was das Besondere und Superwitzige an den Filmen von Jared Hess ist. Ob es nun das Super-Trashige ist oder die seltsamen, befremdlichen Charaktere. Oder vielleicht der Look des Films, der einen irgendwie in die Vergangenheit (meistens in die 90er) zurückversetzt. Es handelt sich immer um einzigartige Geschichten voll skurriler Personen und so auch in diesem Film. Er zeigt nicht nur die Welt des jungen Autors, sondern ebenso Szenen aus seinem Buch „Gentlemen Broncos“. Hinzu kommen noch eine wirklich schlechte Verfilmung und ein tuntiges Plagiat des Buches. Durch die vielen sehr unterschiedlichen Ebenen und Darstellungen hinterlässt „Gentleman Broncos“ Bilder im Kopf, die wohl nie mehr vergehen werden.

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Zurücklehnen und einwirken lassen! Gentlemen Broncos ist ein kreatives Werk eines lustigen Menschen mit hohem Nerd- und Geekfaktor. Alleine Sam Rockwell mit dieser Löwenmähne ist der Hammer! Ich hatte weniger von Broncos erwartet aufgrund der schlechten Kritiken, aber finde ihn besser als Napoleon Dynamite, gerade weil er so sprühend originell ist. Michel Gondry goes Will Farrell.

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Bollundus

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Bewertung6.0Ganz gut

Stilsicher aber nur leidlich komisch.

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AngelCaido

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

What that?! Ein Film, der mir unglaublich schwer fällt zu bewerten. Genialer Opener (In the year 2525), sehr nerdig, hab auch noch nie eine Schlange mit Durchfall gesehen, geschweige denn der ekligste Filmkuss ever! Zeitweise schwach, dann wieder abgefahren lustig. Ich lasse mal eine 8.0 stehen und werde mir den Film bei Zeiten noch einmal ansehen.

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Muxi92

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Bewertung6.0Ganz gut

Die erste Hälfte war wirklich langweilig, die zweite erinnerte mich aber wieder stark an Napoleon Dynamite und war auch dementsprechend lustiger. Dafür, und für den ekligsten Filmkuss, den ich je gesehen habe, gibt's 6 Punkte.

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bobo-lemon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Skurrilität - das Wort scheint wie geschaffen für die filmischen Auswüchse von Jared Hess und kein anderer beherrscht es so perfekt, aus scheinbar willkürlich und lakonisch aneinandergereihten Absurditäten eine in sich funktionierende Welt zu erschaffen. In GENTLEMEN BRONCOS ist "schlecht" das vorherrschende Adjektiv und wird einem in jeder Minute des Films geradezu aufgedrängt: von der Austattung und den kitschigen Songs über die Geschichten und den teilweise auftretenden Fäkalhumor, bis hin zu den Handlungen der Figuren - alles wirkt wie ein einziger Abgesang auf den schlechten Geschmack. Man kann sich sein eigenes Bild machen von Benjamins Umfeld und es als Liebeserklärung oder Anklage gleichermaßen auffassen. All die Charaktere, die diese Welt bevölkern und die man wohl allgemeinhin als hässlich bezeichnen würde, gehen weit über das hinaus, was man gewöhnlich als Nerds oder Aussenseiter serviert bekommt. Noch dazu sind nicht alle so liebenswert wie es der erste Anschein vermuten ließe, sondern entziehen sich durch ihre vielschichtigen Handlungen einer konkreten Einordnung. Selbst Benjamin, der durch seine "angenehme" äussere Erscheinung wie ein Fremdkörper wirkt, disqulifiziert sich im Grunde durch die von ihm verfasste Science Fiction Geschichte "Hefe Lords", die alles andere als eine literarische Offenbarung darstellt. Doch dann kommt der unter einer Schreibblockade leidende Sci-Fi-Autor Chevalier ins Spiel. Er stiehlt Benjamins Geschichte, macht durch ein paar Veränderungen die noch schlechtere Story "Die Chroniken von Brutus und Balzaak" daraus und knüpft nach deren Veröffentlichung endlich wieder an alte Erfolge an. Zur gleichen Zeit kaufen zwei vermeintliche Feunde Benjamin die Filmrechte für "Hefe Lords" ab und machen sich entgegen seiner Vorstellungen an die pseudo professionelle Umsetzung. Darüberhinaus gibts es da auch noch Benjamins Mutter, die all ihre Liebe und Energie in eine Kollektion von Nachthemden steckt, die man guten Gewissens wirklich nur Nachts tragen kann.

Was GENTLEMEN BRONCOS für mich so gut macht, ist die Herangehensweise von Hess. Er verteilt seine Anspielungen und Huldigungen an das "Nerdtum" nicht so platt und offensichtlich wie das z. B. in SCOTT PILGRIM zelebriert wird. Die Figuren sind nicht so eindimensional, was es einem schwer macht spontane Sympathien zu entwickeln, wenn man nicht bereit ist tiefer zu blicken. Zwischen Hässlichkeit, Allegorien, abstrusen Szenen und dem riesigen Haufen Skurrilität, den Hess mit sichtlicher Hingabe über seinen Film schüttet, lässt er eben dennoch genügend Platz für eigene Interpretationen.

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CowVirus

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Schön, dass es endlich mal jemand sagt. Nicht nur "skurril" und "nerdig" sind die Charaktere in Hess' Filmen. Sondern hässlich, räudig - inzestgeschädigt (?). Wer einen Film dreht, in dem zu 90% verschiedene Kameraeinstellungen ein und derselben dummen Fresse gezeigt werden (Napoleon Dynamite) und dass dann auch noch das ist, was den Film so großartig macht, der will damit bestimmt nicht seine Liebe zum Nerdtum ausdrücken...
Ich glaube Hess hat einfach verstanden, wie man WIRKLICH RICHTIG lustige Filme macht.


bobo-lemon

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Dankeschön! Was mich bei Hess fasziniert, ist, wie er es bei seiner Art der Inszenierung schafft, dass er seine Figuren trotz allem nicht vorführt. Man hat ja als Zuschauer bei ihm stets das Gefühl, dass über diese Menschen auch wirklich gerne gelacht werden darf, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Irgendwie lotet er die ureigensten Humorzentren des Menschen aus (Schadenfreude, Fremdscham, Selbstironie etc.) und spricht diese ohne Umschweife einfach ganz direkt an. Diese Gratwanderung meistert er vorzüglich und verleiht seinen Filmen damit etwas Einzigartiges.


moep0r

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Bewertung9.0Herausragend

[...] Zum Abschluss kann ich sagen, dass der Film mir trotz geringfuegiger Schwaechen wirklich sehr gut gefallen hat und neben Scott Pilgrim ganz klar an der Spitze meiner Lieblingsnerdfilme steht. Sicherlich ist Gentlemen Broncos nicht jedermanns Sache und viele werden ihn einfach schlecht finden, aber wer eine gewsse Schwaeche fuer Nerdiges hat und dem Trash nicht ganz abgeneigt ist, der wird an diesem Werk Hess’ seine Freude finden. Dem Rest sei gesagt, dass ich lieber einen weiteren Film mit fliegenden Raketenwerfer-Elchen mitfinanzieren wuerde als gegen Geld einen Fast and Furious Marathon mit zu machen!

-moep0r.com

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derschokobaer

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Bewertung5.5Geht so

leider waren meine erwartungen an den film zu hochgesteckt..vom ehepaar hess erwartete ich mir einen film im stile von dem großartigen Meisterwerk napoleon dynamite wurde aber entäuscht. zwar erinnerte der anfang die figuren und die unsinnige story an dem vorbild jedoch gelang es nich den gleichen charme der figuren herzustellen und den witz aus np zu übernehmen

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stuforcedyou

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Bewertung5.5Geht so

Die Story hat ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten. Der Humor des Films ist entweder unter aller Sau oder einfach nur bekloppt und die Figuren wirken fremdartig und manchmal sogar irgendwie ekelig. Dennoch hat „Gentlemen Broncos“ Charme, eben weil er so erfrischend unförmig ist. Zwar übertreibt es Regisseur Jared Hess mit vergammelten Witzen über Körperflüssigkeiten, aber auch hier gelingen dem Film witzige Ausnahmen (Stichwort: Schlange).
„Gentlemen Broncos“ ist gewiss kein großer wirklich, großer Wurf. Aber zwischen standardisierten RomComs und überzeichneten Klamauk sticht der Film der „Napoleon Dynamite“- Macher durchaus positiv hervor.

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mikkean

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Bin gespannt, wann der mir mal unterkommt


cyranorick

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Bewertung6.5Ganz gut

Ähm, ja... OK.. ^^
Ich weiss nicht so wirklich, was ich von dem Streifen halten soll.
Monty Python goes Star Trek: The original Series..
Irgendwie..
Der Film ist recht skurril, dabei aber teils auch HERRLICH schräg, was zu einem guten Teil an der Auswahl der Darsteller liegen mag, die vermutlich unter anderem in einer Freakshow gecastet worden sind.
Zwar hatte ich nach dem mehr als gelungenen Vorspann (Musikauswahl und Bilder / Cover passten wie der vielgepriesene "Arsch auf Eimer") irgendwie etwas Besseres, vermutlich aber auch schlicht und einfach nur etwas Anderes erwartet.
Wenn man den Trailer nicht gesehen hat, und nicht wirklich weiss, auf was man sich bei diesem Streifen einlässt, ist man erst einmal reichlich verdutzt, und weiss in den ersten Minuten nicht, ob man lachen oder weinen soll, auf Grund der Eindrücke, die mehr oder minder auf einen einstürzen.
Wenn man sich aber erst einmal an die Athmosphäre gewöhnt hat, kann einen eigentlich nichts mehr erschrecken. (Hmm, vielleicht bis auf die Kussszene XD )
Grösster Kritikpunkt ist das Ende des Filmes (Stiffler´s Mom.. äh, ich meine natürlich Benjamin´s Mom schleppt es quasi die ganze Zeit mit sich rum), welches nicht besonders originell ist, und auch nicht von grossem Einfallsreichtum zeugt.
Man wird auch nicht drauf hingeführt.. es ist plötzlich einfach "da".
Frei nach dem Motto: "Schwupp, ich bin das Ende. Hier bin ich!"

Wenn diese Kritik also etwas verwirrend klingen mag: Das sind wahrscheinlich die Nachwirkungen des Filmes... wer also Lust verspürt, sich das Hirn einmal durchpusten und auf den Kopf stellen zu lassen, sollte sich den Film unbedingt anschauen.
Zuschauer, die sich schwer damit tun, ihre cineastische Wohlfühlzone zu verlassen, lassen besser die Finger davon.

So, und nun habe ich Lust auf einen schönen, alten Sci-Fi B-Movie!

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Fatzenbolt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

N1, hat mir sogar noch besser gefallen als Napoleon Dynamite. Sehr sympatische Underdog-Story, garniert mit Sci-Fi Einschüben. Perfekt für jeden der mal Nerd war oder es noch werden möchte.

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VSCL

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Bewertung5.0Geht so

Wer eine Art 2. "Napoleon Dynamite" erwartet, wird hier enttäuscht.
Ich bin ähnlich an den Film gegangen und habe mich streckenweise wirklich gelangweilt.
Highlights sind der Dr. Chevallier (gespielt von einer Hälfte der großartigen Flight of the Conchords) und die No Budget Umsetzung des Buchs.
Die Freaks und Sonderlinge sind nicht so liebenswert wie in "Napoleon Dynamite".
Nett für zwischendurch, keineswegs ein must-see.

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Felix Grimm

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich möchte mich mal an dieser Stelle aus dem Fenster lehnen und sagen, dass der Film - trotz seiner Skurrilität - durchaus auch einen ordentlichen Batzen Wahrheit über das kleinstädtische Amerika (in Utah) erzählt. Klar sind die Charaktäre überzeichnet. Aber jeder der schon mal in der Ecke unterwegs war und/oder sich mal hinter kalifornischen Annekdoten der "Männer die auf Ziegen starren" geklemmt hat, wird feststellen, dass es im Westen der USA schon einen Haufen abgedrehter Typen gibt. Was allerdings nicht heißen soll, dass der Film eine Realsatire ist - vielmehr ist er eine überdrehte Komödie, in dem gewohnt grellen Licht von Jared Hess, der sich diesmal über das Sci-Fi-Universum lustig macht. Inklusive einer Außenseitergeschichte, bei der die Außenseite mal wieder das letzte Lachen für sich haben - quasi einer Neuauflage der "Revenge of the Nerds".

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LMSMDK

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Bewertung1.5Ärgerlich

Einer der komischsten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe.

Ich konnte nicht lachen, ich konnte mich mal langweilen, ich kann nicht sagen wie ich diesen Film finden soll.

Er war grauenhaft, aber für die Idee kriegt er 1 Punkt und den halben bekommt er weil die Darsteller zu dämlich waren.

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Prestigeww

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Bewertung3.5Schwach

Während Jared Hess in Napoleon Dynamite trotz seiner schonungsloser Darstellung immernoch eine aufrichtige Sympathie für die witzigen Verschrobenheiten seiner Figuren erkennen ließ, werden sie in Gentleman Broncos endgültig zu leblosen Karrikaturen, die nur noch Grimassen ziehen. Ohne jede dramaturgische Notwenigkeit sucht er das körperlich hässliche am Menschen und schreckt in seinem bizarren Humor nicht einmal davor zurück, die Statistenrollen mit alten und behinderten Menschen zu besetzen, nur um sie dem Spott des Zuschauers preiszugeben. Da ist nichts Warmes, nichts Einladendes, nichts Mitfühlendes mehr - nur noch der kalte Blick eines geschmacklosen Zynikers. Dabei hatte ich mich so auf den Film gefreut.

Sehenswert sind lediglich die ultra-trashigen Science-Fiction-Szenen mit Sam Rockwell. Der Rest ist für die Tonne.

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christof.s

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr schräge und sympathische Komödie über etwas abseitige Sci-Fi Fantasien eines etwas eigenwilligen Teenagers, über Plagiate und Verfilmungen und was sie mit den Texten machen, und über die Beziehung zwischen einem kreativen 17-jährigen und seiner ebenfalls, aber ganz anders, kreativen Mutter. Dem Regisseur zufolge war ihm eigentlich der letzte Punkt am wichtigsten, im Vordergrund des Spektakels steht aber eher der Rest... Hat viel Spaß gemacht! Von Jared Hess gibt es auch noch zwei weitere Filme, und ich bin durchaus neugierig darauf geworden.

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