Geraubte Küsse

Baisers volés, FR 1968

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7.8

Sehenswert

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Kritiker: 7.8

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Genre
Romanze, Komödie
Inhalt

Antoine Doinel ist erwachsen geworden und wird als untauglich aus dem Militärdienst entlassen. Um sich wieder im Alltag einzurichten, mietet sich Doinel ein Dachzimmer in Montmartre und nimmt einen Job als Nachtportier in einem Stundenhotel an. Kurze… Mehr

Cast
Jean-Pierre Léaud, Delphine Seyrig, Claude Jade, Michael Lonsdale, André Falcon, Daniel Ceccaldi, Martine Ferrière Mehr
Regisseure
François Truffaut
Autor
François Truffaut
Laufzeit
91 Minuten

Über diesen Film

Gewidmet ist der dritte Teil des Antoine-Doinel-Zyklus, der 1968 nach Sie küssten und sie schlugen ihn und Antoine et Colette erscheint, Henri Langlois, dem Leiter der Cinématèque française. Langlois wurde während der Drehar… Mehr

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Kommentare — Sehenswert 7.8

Der Film Geraubte Küsse wurde von 166 Mitgliedern bewertet.

Pando

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Auf den Klassiker "Les 400 coups" mit dem arretierendem Schlussbild des Antoine Doinel am Meer folgt nahezu zehn Jahre später der Klassiker der 68er, der zeitlos bleibt: Hier klopft Claude Jade als Christine Darbon an die Glastür eines Hotels wie der Wind in dem Titellied von Charles Trénet. Nun ist Nachtwächter Antoine verunsichert: Fiebrig prononciert er ihren Namen im Spiegel und nennt seinen anderen Schwarm, die Schuhgeschäftsbesitzersfrau Fabienne Tabard, im Lapsus "Monsieur". Ein feines Meisterwerk, bezaubernd, komisch und dabei so leicht.

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Felixco

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film, der einst beim Academy Award dem bombastisch sowjetischen "Krieg und Frieden" unterlag, räumte 68 weltweit die wichtigsten Filmpreise ab. Truffaut erschien oft erst nach den Proben zu Szenen, die er am Abend zuvor geschrieben hatte und wenn er da war, entstanden sie fünf Minuten vor Drehbeginn.

Das 111seitige Drehbuch war auch nur Ideenlieferant für Improvisationen, denn Truffaut diskutierte nie vor sondern erst beim Dreh: So ist das federleichte Werk voll von gestohlenen Küssen und zahllosen Kostbarkeiten. Léaud erinnert an Chaplin, nur: er ist weitaus komischer; Claude Jade erinnert in ihrer vollkommen natürlichen Grazie an die 20er/30er, nur ist sie zeitloser als Lillian Gish oder Danielle Darrieux.

Truffaut selbst kämpfte während der Dreharbeiten zu dem Film, der einem Lied aus den 30er Jahren entlehnt ist, mit dem "gefährlichen Banditen" Daniel Cohn-Bendit und anderen Dany Rouges zu jener Zeit um den Erhalt der Cinemathèque [ohne die heute etwas wie moviepilot komplett undenkbar wäre] und schuf in dieser Epoche den vielleicht leichstesten Film der heute etwa 111jährigen Filmgeschichte.

Und so ganz nebenbei zeigt Claude Jade dem ewiglich unerwachsenen Léaud, wie man ein Toastbrot mit Butter bestreicht ohne es zu zerbrechen.

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Lars will

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mit so vielen Auszeichnungen überhäuft und dabei so leicht und verspielt. Antoine Doinel kann sich nicht entscheiden, dabei ist die Lösung dank Claude Jade so einfach und unwiderstehlich wie ein gestohlener Kuss: "Christine Darbon, Christine Darbon, Christine Darbon"

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