Große Tricks und kleine Fische

Gettin' Square (2003),
Laufzeit 100 Minuten, FSK 0, Kriminalfilm, Komödie

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- Kritiker
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6.1 Community
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4 Kommentare
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von Jonathan Teplitzky, mit David Wenham und Freya Stafford

Sam Worthington in einer seiner ersten Rollen: Als Barry ‘Wattsy’ Wirth versucht er nach Entlassung aus dem Gefängnis wieder neu Fuß zu fassen und wird Koch. Doch so einfach lässt sich die kriminelle Vergangenheit nicht verleugnen und so platzt sie in Gestalt seiner Kumpel von früher und eines übel gesonnenen Polizisten wieder in sein Leben und bitten lebhaft um Einlass…


Cast & Crew


Kommentare (4) — Film: Große Tricks und kleine Fische

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FilmFuzzi

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Bewertung9.0Herausragend

Eine wirklich gut gelungene Krimi-Komödie mit einem guten Sam Worthington und einem schlicht weg überragenden David Wenham den man in der Rolle als dümmlichen Junkie nicht wiedererkennt.
Dieser riesen Twist am Ende war einfach nur genial und hat die wertung noch mal 1.5 Punkte nach oben gehieft.
Im Endeffekt ein überragender Streifen der Bekanntheit verdient hätte.

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stuforcedyou

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Bewertung5.0Geht so

Gaunerkomödie mit klarem dramatischen Einschlag und den typischen liebenswerten, kruden Typen. Oft ganz nett, aber oft auch einfach nur austauschbar und schneller vergessen als, äh...

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Stefan_R.

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Du meinst bestimmt den mit der Nase.


stuforcedyou

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Ja, ja. Der hatte auch zwei solche... ah... Mist... HÄNDE, genau Hände hatte der auchz, zwei Stück...


seven

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Bewertung5.0Geht so

Dämlicher deutscher Titel, dabei trifft es "Gettin´ Square" doch ganz exactement:
"Sauber werden" heißt hier die Devise, allerdings nicht mit Bürste und Wasser, sondern die weiße Weste der Unschuld ist gemeint.

Eine australische Gangsterkomödie, die brav Klischees pflegt und im Grunde nichts neues hinzuzufügen weiß. Die ersten Minuten machen noch Hoffnung auf dynamische und humorvolle Thrillerunterhaltung im Ritchiestil (entsprechend wird gleich mal mit Knarren, Überfall, coolem Soundtrack und flippiger Kamera hantiert) und lassen die Erwartungen steigen. Danach flacht das Erzähltempo jedoch abrupt ab und aus dem erhofften Heistmovie wird eher so etwas wie die Schilderung eines Resozialisierungsprozesses, sich in der Welt draußen wieder zurechtzufinden, einen Job suchen, ein neues Leben beginnen und natürlich auch die damit verbundenen Hürden zu überstehen: Einerseits, nicht vom früheren Leben eingeholt zu werden (d.h. unbedingt alte Kontakte meiden), andererseits, sich bei dem anderen Teil der Bevölkerungsschicht zu profilieren, was aufgrund der kriminellen Vergangenheit bedeutsam schwieriger wird.

Insofern hätte "Gettin´ Square" durchaus unabhängig seine Nische gefunden, hätte man diesen Versuch der gesellschaftlichen Integrierung ernsthaft vorangetrieben. Leider wird dieser Aspekt nicht vollends ausgeschöpft, stattdessen verlagert man sich auf belanglose Dialoge über Drogenkonsum, Übergewicht und Loyalität im Business.
Man merkt Regisseur Teplitzky und Schreiber Nyst an, dass sie Tarantino und Ritchie kennen und sich nach Leibeskräften bemühen, ihnen nachzueifern. So packen sie alle Stilmittel in den Topf, rühren um, schütteln kräftig und hoffen, dass das Resultat passt. Das tut es auf seine Weise auch, allerdings distanzieren sie sich von ihren Vorbildern, indem sie gleichzeitig besagte Geschichte über die Freilassung des Hauptdarstellers und seinen erhofften legalen Werdegang anschneiden.
Handwerklich gibt es kaum zu Grund zur Beschwerde, genretypische Spielereien mit der Kamera, die freche (Rock-)Musik und der australische Slang der gut aufgelegten Darsteller machen durchaus Spaß und peppen die bisweilen etwas behäbig wirkende Story auf.
Verpatzte Drogendeals, schusselige Kleinkriminelle, exzentrischer Erzählstil etc., ebenfalls alles dabei, doch der Witz des Milieus mag vermengt mit der eher ernst-bieder anmutenden Geschichte nicht einwandfrei funktionieren und so ist das Endprodukt nicht homogen.

Ja, minderbemittelte, trottelige Gangster kommen hier vor, unterhaltsam sind sie ja auch, aber die Einzigartigkeit eines Big Chris aus "Lock Stock" fehlt. Dass Sozialarbeiterin Annie Flynn (Freya Stafford) mit unserem Hauptprotagonisten Barry (Sam Worthington) in die Kiste hüpft, geschieht ebenso vorhersehbar wie notgedrungen, weil man unbedingt auch sexy und hip sein möchte, klappt aber nicht. Süß ist das Attribut, das ich ihr zugestehen würde, aber die weibliche Ausstrahlung von Sienna Miller in "Layer Cake" oder Thandie Newton in "RocknRolla" fehlt.
Nett anzusehen, witzig, aber gleichzeitig spannungsarm und handzahm. Gewalt wird nur hart gebremst gezeigt, da wird eher über "Gangsterboss" ´Dabba`gelacht, der bei seiner Diät mogelt. Amüsant, aber harmlos.

Groß punkten kann der Film durch David Wenham, der zusammen mit Timothy Spall seinen Kollegen Worthington an die Wand spielt und für einige echte Lacher sorgt. Ein verpeilter Junkie ist nun keine Ausnahme im Genre, aber seine Interpretation ist super. Ziemlich verwahrlostes Äußeres, schlurfender Gang und ein Gesichtsausdruck, als ob er nicht bis drei zählen könnte.
In der komischten Szene überhaupt wird Wenham bei einer Gerichtsverhandlung beschuldigt, in diversen illegalen Geschäften verstrickt gewesen zu sein. Ihn kümmert in erster Linie allerdings mehr die Frage, wer ihm eigentlich das Busticket nach Hause zahlt als die Frage, ob er an einem Drogendeal beteiligt war.

Zum Ende hin gibt die Story nochmal Gas und greift die treibende Anfangsszene auf. Die kleine Wendung dürfte nun niemanden mehr aus den Latschen hauen, aber sei´s drum: Der Ausgang hat mir gefallen, obwohl (oder weil) er kitschig ist.

Sicher nicht stilprägend, aber sympathisch alle Mal und eigentlich doch ziemlich cool.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

FilmFuzzi

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Dafür find ich 5.0 Punkte aber ziemlich wenig :S


seven

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@FilmFuzzi: Anfangs waren es tatsächlich 6.5 Punkte. Aber wenn ich mir die anderen Genrevertreter aus USA und UK anschaue, dann kommt GHKF doch eher 'schlecht' weg. Ein sympathischer Film zweifelsfrei, aber doch im Mittelmaß steckend. :)


Machete

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich gute australische Krimikomödie. Überraschend gutes Buch und Dialoge. Sam Worthington in einer frühen Rolle.

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