Ghettokids - Brüder ohne Heimat

Ghettokids - Brüder ohne Heimat (2002), FR/DE
Laufzeit 90 Minuten, Drama

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von Christian Wagner, mit Ioannis Tsialas und Toni Osmani

“Ghettokids” erzählt die Geschichte der Brüder Maikis und Christos, die zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrer Mutter in einer Einzimmerwohnung im Münchner Stadtteil Hasenbergl wohnen. Sie sind vor Jahren aus Griechenland hergezogen, in der Hoffnung, dass hier alles besser wird. Doch die Lebensumstände sind beengt, die Heimat ist weit weg. Die Kids dealen mit Drogen, Christos verdient sich sogar als Stricher Geld dazu. Als türkisch sprechende Griechen sind Christos und Maikis auch an der deutschen Förderschule unter ihren türkischen Mitschülern Außenseiter. Ihr zweites Zuhause neben dem Hasenbergl ist der Hauptbahnhof, die U-Bahn und das von dem Sozialarbeiter Xaver geführte Jugendzentrum. Am Hauptbahnhof findet auch die erste Begegnung mit Hanna Solinger statt, die mit ihren Kindern von Hamburg nach München zieht. Beim Gepäckausladen stiehlt Christos ihre Geldbörse, nicht ahnend, dass Hanna am nächsten Morgen als neue Lehrerin vor ihm stehen wird. Keine einfache Aufgabe für Hanna Solinger, denn die Klasse hat es sich zum Ziel gesetzt, jede neue Lehrerin in kürzester Zeit so zu schockieren, dass sie nicht wieder kommt. Die Geschichte spitzt sich zu, als Maikis in den Überfall einer Türkengang auf einen U-Bahnpassanten verwickelt und verhaftet wird, während die Polizei Christos wegen eines Diebstahls verfolgt, für den er in diesem Fall nicht verantwortlich ist.

HandlungDie griechisch-stämmigen Brüder Christos (Ioannis Tsialas) und Maikis (Toni Osmani) leben als Einwanderer der zweiten Generation in München. Eigentlich sind sie noch Kinder. Doch ihr Leben ist hart und hoffnungslos, sie müssen sich als Kleinkriminelle über Wasser halten und nebenbei noch helfen die Familie zu ernähren. Besonders für Maikis scheint die Lage immer aussichtsloser, da er auf seinen kleinen Bruder aufpassen will, was ihn ständig in Schwierigkeiten bringt.

Die Lehrerin Hanna Solinger (Barbara Rudnik) kehrt als Lehrerin nach einigen Jahren in Hamburg und in Griechenland mit ihrer Familie nach Munich zurück. Ihr neuer Job ist ausgerechnet in der Schule, der beiden jungen Griechen. Dort herrschen schlimmer Verhältnisse und Hanna ist zuerst nicht gewillt sich auf die Kids einzulassen…

Doch der kleine Christos und der Sozialarbeiter Xaver (Günther Maria Halmer) überzeugen sie es doch nochmal zu versuchen. Sie schaut hinter die Fassaden der jungen Außenseiter und findet trotz einiger kleinerer Schwierigkeiten zu ihren Schülern.

Als sie glaubt die Lage in den Griff bekommen zu haben, wird sie durch einen tragischen Unfall von der Realität eingeholt: Christos stirbt bei einem Zugunfall. Dennoch findet der Film ein hoffnungsvolles Ende, da am Ende wenigstens Maikis endlich den Führerschein geschafft hat, was seine Zukunft zu sichern scheint.

Weiterführende InformationenWissenswertes
Günther Maria Halmer wurde 2003 für den Adolf Grimme Award nominiert.
Viele der Darsteller sind Laien und wohnen tatsächlich am Schauplatz der Handlung in Hasenbergl, einem armen Münchner Stadtteil.

Weitere Informationen im Internet
Eine Bildergalerie zum Film bei BR-Online


Cast & Crew


Kommentar — Film: Ghettokids - Brüder ohne Heimat

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biney

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Bewertung10.0Herausragend

Eine Fernsehproduktion, die damals das Kino verdient hätte. Lohnt sich allemal, als DVD zu kaufen, denn die darauf enthaltene Doku zum Film sollte man gesehen haben.
"Ghettokids" geht Filmen wie "Knallhart" voran, ist allerdings NOCH authentischer und mindestens genauso aufwühlend!
Natürlich auch absolutes Problemkino, gemütlich auf dem Sofa zurücklehnen ist dabei nicht möglich. Trotzdem ansehen!

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