Ghost Dog: Der Weg des Samurai

Ghost Dog: The Way of the Samurai (1999), US
Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Kinostart 06.01.2000

7.3 Kritiker
34 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
3713 Bewertungen
65 Kommentare
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von Jim Jarmusch, mit Richard Portnow und Forest Whitaker

Ghost Dog lebt über der Welt, unter Vögeln, in einer Hütte, die er auf dem Dach eines verlassenen Gebäudes errichtet hat. Ghost Dog ist ein professioneller Killer, der im Dunkel der Nacht verschwinden und sich unbemerkt durch die Stadt bewegen kann. Sein Leitfaden ist ein alter Verhaltenscodex der Samurai. Als Ghost Dogs Grundsätze von der verstörten Mafiasippe, die ihn gelegentlich beschäftigt, sträflich missachtet werden, reagiert er strikt im Einklang mit dem Weg des Samurai.

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Kritiken (1) — Film: Ghost Dog: Der Weg des Samurai

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6.0Ganz gut

[Dass] GHOST DOG glücklicherweise nicht in erster Linie für Jarmusch-Fans ein schöner Film geworden ist, liegt an den Schauspielern, an guten Einfällen und gelungenen Einzelszenen, und vor allem an der Musik der New Yorker Band RZA, dem zeitgemäßesten Element im ganzen Film. In deren Takt wiegend, geht selbst Jarmusch gradlinig seinen Weg. Und irgendwie sieht man es gern.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Shorty06

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word


Thanatos1

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und vor allem an der Musik der New Yorker Band RZA



Kommentare (64) — Film: Ghost Dog: Der Weg des Samurai

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A-Wax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Forest Whitaker --> großartig

Soundtrack von RZA --> absolut grandios und unglaublich stimmig

Der Film --> ein wenig skurill, vor allem die Mafia-Figuren, aber durch die Vermischung von westlicher Urbanität und fernöstlicher Philosophie gewinnt der Film an Vielschichtigkeit und macht wirklich Spass.

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Framesurfer

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Dieser Film gehört zu meinen absoluten Hassfilmen. Forest Whitaker, der mit seiner Schußwaffe die Bewegungen eines Samurai nachahmt, nah ja. Aber ausgerechnet die, welche die Schwertklinge vom Blut säubert... und dann die Wumme mit derselben Bewegung in sein Halfter zurückschiebt, mit der ein Samurai sein Buttermessr zurück in in die Schwertscheide befördert, ist so ziemlich das bescheuertste, was ich jemals gesehen habe. Und so geht es fröhlich weiter. Ein artifizieller Blödsinn reit sich an den anderen. Das ist kein spielerischer Genremix, das ist einfach ein schlechtes Konzept.

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okami23

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Soundtrack von RZA, das geniale Schauspiel von Forest Whitaker und die meditative Regie von Jim Jarmusch ergeben einen Sog den ich mich nicht entziehen kann.

Poetisch, einzigartig, entspannend und gleichzeitig mitreißend. Ganz großer Film.

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okami23

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dem natürlich


bahcsas

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Bewertung7.5Sehenswert

"Ghost Dog" ist der vielleicht lässigste Film von Indie-Regielegende Jim Jarmusch. Ein Film, der von seiner Atmosphäre und seinen vielen kleinen und liebenswerten Details lebt. Ein glänzend aufspielender Forest Whitaker als Samurai und Auftragskiller, ein rappender Mafiosi und natürlich die Tauben auf dem Dach. Hervorheben will ich noch den großartigen Soundtrack, der vor allem für Hip-Hop-Fans absolut zu empfehlen ist. Und nicht vergessen: "HE SAID GHOST DOG!"

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MikeC.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Ghost Dog" ist ungewöhnlich. Das fängt schon beim Stil an, der an einen Kitano-Film erinnert. Das setzt sich in dem ungewöhnlichen Charakter des Protagonisten fort. Ein afro-amerikanischer Profikiller, der sich den Lehren der Samurai verschrieben hat und mit seinen Tauben ein einsiedlerisches Dasein führt. Es endet in den humoristischen Dialogen zwischen Ghost Dog und dem Eisverkäufer. Obwohl beide unterschiedliche Sprachen sprechen und kein Wort des gegenüber verstehen, so reden sie doch nicht aneinander vorbei.
Für die einen ist "Ghost Dog" langweilig, für mich ist er bedächtig. Und mir hat er sehr gefallen.

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Nishi

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Ich muss jedesmal an Cop Dog denken, DANKE! :D


ZES2000

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Bewertung4.5Uninteressant

Unlogisch, voller Fehler, teilweise Lächerlich und Langweilig.
Und dann auch noch der pummelige Whitaker...

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ZES2000

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Von Klischees habe ich auch nichts geschrieben?


Valor2002

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der sanfte Samurai, der zu lässigen Hip-Hip Beats durch die Nacht der Stadt fährt. Eine tolle Atmosphäre und ein großartiger Film. Forest Whitaker hat ganze Arbeitet geleistet und liefert eine super Leistung ab. Mit Abstand am besten gefällt mir das Verhältnis zwischen Ghost Dog und dem Eisverkäufer. Die beiden verstehen sich nicht, da sie verschiedene Sprachen sprechen. Trotzdem sind sie beste Freunde und "verstehen" sich auf einer tiefen Ebene. Dazu die Gespräche mit dem kleinen Mädchen. Diese Seite vom Film hat mich deutlich mehr bewegt als die Actionszenen.

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hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ghost Dog: The Way of the Samurai

"Ghost Dog" ist ein packender, interessanter, originell angelegter und spannender Thriller von Jim Jarmusch aus dem Jahre 1999.

Die Handlung an sich dürfte relativ simpel sein und erzählt die sonst eigentlich altbekannte Story eines eiskalten Profikillers, diese wird hier aber in ein neues, modernes und durchaus auch innovatives Gewand verpackt: Der stille Profikiller Ghost Dog erledigt seine Auftragsmorde für die italienische Mafia mit viel Präzision. Als er jedoch an einem Tatort eine Zeugin am Leben lässt, gerät er plötzlich ins Visier seiner eigenen Auftraggeber.

Der größte Star des Films ist selbstverständlich Forest Whitaker, der mit seiner genialen Darstellung weiß, das ganze Werk zu führen und die ganze Zeit vollwertig zu überzeugen, und dazu braucht er gar nicht mal so viele Worte oder Dialoge, weit gefehlt, er schafft das schon locker, allein auf Grund seiner unglaublichen Ausstrahlung, so bringt er den mysteriösen und geheimnisvollen Auftragsmörder Ghost Dog , der nach dem Kodex der Samurai lebt, perfekt rüber, übrigens würde ich nicht zögern genau diese Leistung als eine seiner Besten zu bezeichnen.

Die Regie von Jim Jarmusch empfand ich wieder als sehr virtuos, wie immer sehr schön eigenwillig, stilvoll und größtenteils sehr ruhig erzählt er uns die Geschichte dieses eiskalten Engels, hinter dem doch wesentlich mehr steckt als man zuerst vermutet, und zusätzlich noch mit sehr viel Feingefühl für die Details, alles in allem fesselte er mich doch mit genau dieser Art der Erzählung.
Auch wenn es insgesamt für mich ein paar Längen bei diesem Werk auftauchten, bei dem Weg des Samurai, eben durch das gemäßigte Tempo des Films.
Die Kamera von Robby Müller ist zudem auch noch sehr meisterhaft, sie besticht durch schön saubere, exquisit fotografierte und kraftvolle Bilder, die auch noch mit viel Atmosphäre versehen wurden.

Weiterhin wurden die Dialoge auch noch ausgezeichnet geschrieben, teilweise erinnerten sie mich etwas an "Pulp Fiction", teilweise empfand ich sie aber auch als sehr tiefgründig und poetisch, was dem Ganzen doch so einen besonderen Anstrich oder Touch gibt, der anfangs stellenweise äußerst ungewöhnlich wirkt.
Des weiteren wurden die Charaktere, was man besonders auf die Figur des Ghost Dog beziehen kann, erstmal einfach gestaltet, wenn man sie dann aber genauer betrachtet, bemerkt oder entdeckt man ihre durchaus komplexen Gedankengänge, andererseits wurde einige Figuren schon etwas schräg gezeichnet.
Dazu wird der Film noch von einem genauso seltsamen(im positiven Sinne), ruhigen und ungewöhnlichen Score und einem coolen Soundtrack untermalt, die das Erlebnis so noch ein Stückchen mehr abrunden.
Herausstechend fand ich auch die großartigen und perfekt choreographierten Actionsequenzen, die nebenbei sehr gut dosiert auftauchen, bei denen besonders die genialen Slow-Motion-Kampfszenen glänzen können.

Was kann ich also zum Schluss sagen außer, dass "Ghost Dog" ein ausgezeichnetes, nachdenkliches und durchaus poetisches Filmjuwel mit einem tollen Hauptdarsteller ist.

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gray

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich einer der besten Filme überhaupt.

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Mr. Ogi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der erste Film den ich in OVP gesehen habe.
Wirklich guter Film. Und ja der Soundtrack ist wirklich gelungen, obwohl ich Hip-Hop, vor allem den amerikanischen absolut nicht mag. Der Rest wurde schon erwähnt was den Film ausmacht :D

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Filmsuechtiger

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OVP = originalverpackt... ???


Mr. Ogi

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lol...warum hab ich OVP geschrieben...? Haha..meinte natürlich Originalfassung!


Miike

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So nun ging es weiter in der Jarmusch Filmografie. Ghost Dog Der Weg des Samurai. Hörte sich schon mal vielversprechend an, auch wenn ich mir mit Inszenierung über diese Thematik von nicht Japanern immer etwas schwer tu. Jim Jarmusch ist ein wirklich ausgezeichnetes Werk, gelungen. Völlig unaugeregt beschreibt er den Weg eines Mannes (Forest Whitaker), welcher nachdem ihm das Leben gerettet worden seinem Retter als Diener (Henker, Auftragsmörder, wie auch immer man es nennen mag) zurr Verfügung steht. Er lebt und handelt nach dem Kodex der Samurai. Die emotionslose Darstellungsweise von Whitetaker, welche mir sonst nicht liegt, hat gerade in diesem Streifen wunderbar gepasst. Für mich persönlich war es erfreulich mal wieder einen ruhigeren, ja schon melancholischen Actionfilm zu sehen. Die Charaktere sind allesamt unique und haben viel Charme, auch wenn Jarmusch sich nicht viel Zeit für Charakterausbau nimmt. (außer bei Ghost Dog) Die Musik bettet sich wunderbar in die Story, dies haben wir RZA zu verdanken. Für mich wurden einfach viele Dinge richtig gemacht die einen guten Film ausmachen, Humor enstehende aus skurillen Szenen, gute Darsteller, eine stimmiger Soundtrack, gut geschriebene Dialoge und orignelle neue Ideen in der Inszenierung.

Kleiner Spoiler !!!!
Im Film findet Ghost Dog das Buch Rashomon. Wer es kennt, bzw. den Film gesehen hat, ist natürlich gespannt was Jarmusch mit diesem Verweis anfängt. Ich fand die Hommage an Rashomon wirklich gut, wenn man aufpasst fallem einem in den Rückblenden der Charaktere kleine aber durchaus gewichtige Unterschiede in der Betrachtungsweise der Situation auf. Ich freue mich schon darauf den Film nochmal zu betrachten vlt. fallen mir noch mehr Details auf. Alles in Allem ein ausgezeichneter Film und eine Bestätigung des guten Geschmacks der MP Kollegen, die nächsten Jarmusch Werke warten.........

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george.taylor

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Bewertung2.0Ärgerlich

Eigentlich gefällt mir kein Film von Jim Jarmusch. Irgendwie nicht meins. Der Film hat mich gelangweilt sowohl von der Geschichte als auch von der Machart.

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Biersepp

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jarmusch trifft Action...

Eigentlich ist es ein für Jarmusch sehr unübliches Genre, das er hier bedient. Doch die ungewöhnliche Rezeptur ist ein voller Erfolg: Jarmusch stilstisch hochwertigen Kunstaufnahmen treffen hier auf eine spannende Story. Dieser kommt erstaunlich viel Bedeutung zu. Jedoch übernimmt die Handlung nie die Hauptrolle, sondern selbst in diesem zusammenhängenden Film erzählt jeder Charakter seine eigene Geschichte.

Philosophische Weisheiten Runden den Gesamteindruck ab und tragen durchaus eine gewisse Sinnhaftigkeit mit sich.

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BigDi

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Bewertung4.0Uninteressant

Es existiert etwas, was schlimmer ist als der kompromisslose Durchschnitt, welcher ohne Mut, etwas Neues zu wagen, ohne die Kreativität, etwas Unvergessliches zu erschaffen, und ohne die Ambition, etwas im Zuschauer auszulösen, was über ein simples Grinsen über einen obszönen Witz hinausgeht, in seiner absoluten Austauschbarkeit und seiner Belanglosigkeit wie eine Beleidigung an den Zuschauer wirkt.
Ja, es gibt in der Tat ein weitaus größeres Frevel und dieses ist die vollständig aufgezwungene Andersartigkeit, das nahezu ideenlose Bestreben, die Illusion einer ideenreichen Vision zu kreieren, der Einsatz von Skurrilität rein um der Skurrilität willen - ohne eine tragende Aussage und ohne jegliche Substanz.

Da werden dem Zuschauer dann Unmengen an Samuraiweisheiten per vor Coolness triefendem Voice-Over um die Ohren gehauen, die schon zu Beginn wirken, als wären sie nur ins Drehbuch gekommen, weil Fernost für viele mit "Anti-Mainstrem" gleichzusetzen ist und weil Sätze, die im Endeffekt in die Leere führen, diese Leere oftmals geschickt als Tiefe verkaufen können. Sprüche, wie sie sich Leute auf Kärtchen schreiben und im ganzen Haus herumhängen, um damit eine bedächtige Atmosphäre zu erschaffen, ohne überhaupt über den Inhalt Gedanken zu machen.
Und die gängigen Mafiaklischees werden selbstverständlich augenzwinkernd hinterfragt, indem die bösen Gangster als ziellos und verquert und im Endeffekt reichlich dämlich dargestellt werden - was jedoch ganz schnell selbst zu einem furchtbar unpräsentablen, da kaum pointierten Klischee verkommt. Die Figuren sind anders, aber auch nur das: Außer dem Protagonisten und genau zwei anderen Charakteren gibt es nichts Nennenswertes, nichts, woran man sich gerne erinnern würde.
Eine Pointe gibt es an einer anderen Stelle, wenn der "Ghost Dog" sich nämlich mit einem französischen Eisverkäufer unterhält - beide in verschiedenen Sprachen, ohne den anderen zu verstehen, und dennoch wissen beide immer ganz genau, was der andre sagt. Chapeau, ein wirklich netter und herzerwärmender Einfall - nein, das ist wirklich keine Ironie! - doch was bei ersten Mal putzig ist und beim zweiten Mal noch ein kleines Grinsen aufs Gesicht zaubert, wirkt beim dritten, vierten, fünften Mal wie ein Zeugnis der ungeheuren Einfallslosigkeit des Regisseurs, der anscheinend nicht weiß, wie er die Laufzeit füllen soll, und sich deswegen auf die immer gleichen Witzchen verlässt.

Das alles wäre gar nicht so gravierend, würde sich der Film nicht so verdammt wichtig nehmen. Der Kodex des Samurai wird hier als eine Quelle der unendlichen Weisheit dargestellt, doch der titelgebende Weg des Samurai führt im Endeffekt ins Nichts, das Ende ist nichts mehr als das Ende des seltsamen Trips, als würde der Film an seiner eigenen Belanglosigkeit verzweifeln und sich die Kugel geben. Im Vergleich zu der alles umschweifenden Pseudophilosophie von "Ghost Dog" wirken selbst die polemischen Parolen eines "Wanted" wie hintersinnige Botschaften aus einer höheren Bewusstseinsebene - immerhin drücken diese ein greifbares Gefühl von Verdrossenheit aus, während Jarmushs Versuche, Tiefsinnigkeit vorzutäuschen, zu keinem Zeitpunkt mehr sind als eben missglückte Versuche.
Am intelligentesten ist der Film, wenn die Figuren über das Buch "Rashomon" reden - da denkt man auch schnell an Akira Kurosawas Verfilmung, die man schon lange schauen wollte, oder wird überhaupt auf sie aufmerksam, oder hat sie bereits gesehen und freut sich über einen Verweis. Anscheinend will Jarmush diesem Werk irgendwie nacheifern, doch inwiefern dies geschiehen soll, bleibt hinter der langsamen, ereignisarmen und von sich stets wiederholenden Ideen geplagten Fassade verborgen.
Unterlegt ist das seltsame Treiben von einem Hip-Hop-Soundtrack, den man als Nicht-Hip-Hop-Fan natürlich nicht verstehen kann, weswegen ich dazu keine unnützen Worte verlieren möchte außer: Zu diesem Musikgenre gefunden habe ich dadurch nicht.

"Ghost Dog" ist ermüdend gewollt skurriler und zum Davonlaufen pseudophilosophischer Nonsense, der hin und wieder als ein Stimmungsfilm zu funktionieren scheint, dann aber durch seine möchtegern-schlauen Zitate wieder zu nerven beginnt.
In seiner grundlos überheblichen Art sind die Cartoons, die immer wieder zwischendurch eingespielt werden, noch der beste Aspekt des Machwerks, und man darf sich jedes Mal über den Sadismus des Regisseurs ärgern, wenn diese witzigen Clips wieder vom erstaunlich witzlosen, aufgesetzt-andersartigen Film unterbrochen werden.
Ja, sicher, irgendwie macht der Film genau das, was viele andersartigen Filme machen, die man so schwer erfassen und beschreiben kann: Er schwebt. Aber nicht etwa, weil ihm der Boden der Tatsachen ein ungenügendes Fundament ist, und auch nicht, weil er sich in eine völlig ferne Ebene zu drängen versucht, jenseits von Logik und Vernunft, sondern weil er schlicht und einfach ein bunter Luftballon ist, der zwar durch eine für diesen Typ Gegenstand ungewöhnliche Form auffält, aber in seinem Inneren - man ahnt es schon - nichts enthält.

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Oceanic6

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Wunderbare Kritik... unterschreibe ich so. Habs ganz genauso empfunden... ;)


mainaeinz

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Ein sehr schön geschriebener, bunter Luftballon-Kommentar.


Movieking

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

irgendwie is jim jarmusch nich mein fall is halt ein bisschen extravagant aber ghost dog ist echt einer der besten filme die ich je gesehen hab und ich hab alles gesehen.. gute stimmung gute story und gute charaktere darum volle punktzahl

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lowco

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Bewertung10.0Herausragend

Ghost Dog ist mein absoluter lieblings Film. Angefangen von der Musik bis hin zur Storyline und den Schauspielern.

Der Film ist ein sehr tiefgründiger Film mit guter Action. Allerdings ist die Action im Film keineswegs übertrieben wie in anderen Filmen.
Wenn ich mir den Film gebe dann schau ich ihn mir immer in der nacht an denn die nacht verleiht den Film ein gewissen Touch.

RZA hat aufjedenfall extrem dope arbeit geleistet was der Soundtrack angeht.

Wu Tang !

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Xebeche

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Bewertung10.0Herausragend

Jarmusch zeigte in seinen ersten fünf Werken ein sehr realitätsnahes Gesellschaftsbild, skurril, lakonisch, melancholisch; zeitweilig vielleicht leicht überspitzt, aber realitätsnah. Mit "Dead Man" begann ein Wandel: Skurrilität, Lakonik und Melancholie sind geblieben, die Seltsamkeit hat zugenommen. In "Dead Man" verlieh er dem Western-Genre eine neue, einzigartige Richtung (als Western muss man ihn wohl in erster Linie bezeichnen, auch wenn das natürlich niemals ausreicht), indem er eine seltsame, surreal anmutende Welt erschuf, mit einem dicken Indianer, der eine Vorliebe für Poesie hat.

Verzerrte er in "Dead Man" das gängige Indianerbild, führte er in seinem Nachfolger "Ghost Dog" unsere Vorstellung vom Auftragskiller, vom Samurai und von der Mafia ad absurdum. Mit seinem Ghost Dog hat er eine der ungewöhnlichsten und wunderbarsten Figuren geschaffen, die die Filmgeschichte überhaupt hat.

Ghost Dog (hervorragend: Forest Whitaker) ist Auftragskiller aus Loyalität: weil sein Auftraggeber ihm in der Vergangenheit das Leben rettete; und weil er innerlich wie ein Samurai fühlt und nach dem Ehrenkodex der Samurai handelt; Gefolgsmann zu sein ist seine selbst auferlegte Verpflichtung, seine Bestimmung. Innerlich Samurai, äußerlich Rapper ist er ein wortkarger Einzelgänger, einer, der nur wenige soziale Kontakte pflegt, der sich den Tieren näher fühlt als den Menschen. Aber fühlt er sich einem Menschen verbunden, dann versteht er ihn über Sprachbarrieren hinweg. Menschliche Sprache spielt da keine Rolle. Mit seinem Auftraggeber kommuniziert er über Brieftauben, die er auf seinem Dach, auf dem er lebt, züchtet. Sein Auftraggeber ist das Mitglied eines abgehalfterten Mafia-Clans, der Schwierigkeiten hat, die Miete für seine Räumlichkeiten aufzubringen und ältliche, glatzköpfige, bierbäuchige Killer beschäftigt, die es sich gefallen lassen müssen, von einem zehnjährigen Bengel mit Spielzeug bombardiert zu werden. Ghost Dog ist sensibel und schwermütig. In sich versunken studiert den Kodex der Samurai. Eigentlich wirkt er ganz friedlich, ja, und das, obwohl er Killer ist. Er ist treuer Gefolgsmann aus Überzeugung, aber er lässt es sich nicht gefallen, wenn ihm die Bosse seines "Herren" ans Leben wollen. Ghost Dog ist ein Bär, er ist Teddybär und Raubtier zugleich. Und wird er zum Raubtier, dann handelt er mit stiller, tödlicher Präzision.

"Ghost Dog" ist voller überraschender Momente und Szenen, die zum Staunen und zum Lächeln bringen sowie mit Referenzen auf literarische und filmische Werke. Als zentrales Beispiel sei "Rashomon" genannt, dessen Thematik sich auch auf "Ghost Dog" bezieht: Gemeint sind die beiden, sich in einem Detail unterscheidenden Erinnerungen von Ghost Dog und Louie, als Louie dem jungen Ghost Dog das Leben rettete. Nach "Dead Man" ist Jarmusch wieder ein Werk von atmosphärischer Dichte gelungen (reicht aber nicht ganz an DM heran) und weist einige - auch tiefere - Parallelen zu seinem Vorgänger auf - der Cameo-Auftritt von Gary Farmer als Nobody (wird auch in den Credits von “Ghost Dog” so genannt) ist hier nur ein kleines Beispiel an der Oberfläche. Toller Film, der nicht mainstreamig genug ist, um die Masse zu erreichen, aber seinen sicheren Platz in meinen persönlichen Top Ten hat.

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mikkean

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Ein toller Kommentar, wunderschön ausgeführt. "Ghost Dog" hat mich schon vor Jahren völlig in Beschlag genommen. Ein großer Film.


Oskar Gleit

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Gut beschrieben


Pellaeon

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Bewertung9.0Herausragend

Toller Film!
Ich kann die Musik zwar eigentlich nicht leiden, aber hier passt sie gut und gibt den Rhythmus vor.
Die Schauspieler sind klasse, die Story ebenfalls und der Film ist trotz des Geballers irgendwie... meditativ.

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lowco

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Gerade die Musik verleiht den Film das was bei den meisten Filmen fehlt. RZA productions ist halt nur was für Smoothe


LeGrip

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Bewertung7.5Sehenswert

Ach ich weiß nicht, nachdem ich mich nun so auf den Film gefreut habe, da er von allen Seiten in dem Himmel gelobt wird, war ich nun doch ein wenig entäuscht. Klar, es handelt sich hier um einen wirklich tollen Film, auch wenn man sich zum Schluss – wie so oft bei Jarmuschfilmen – fragen muss, was das denn jetzt eigentlich soll.

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Arakune

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich könnte ihm stundenlang zusehen, diesem Ghost Dog. Wie er sich mit einem 8-jährigen Mädchen über Literatur und das Leben unterhält oder wie er sich von seinem besten Freund, dem Eishändler, aus einem Buch über Bären vorlesen lässt, ohne auch nur ein Wort von seinem Französisch zu verstehen, wenngleich er ungefähr weiß, dass mit dem Bär eigentlich er gemeint ist. Oder wie er einfach nur auf seinem Dach liegt, umringt von unzähligen Tauben, seinen Gefährten, und ein Buch über die Kriegskunst und den Ehrenkodex der Samurai liest. Oder wie er kaltblütig aber doch zugleich irgendwie sanft seine "Ziele" ermordet und das mit solch einer Eleganz, dass sie direkt von den Choreographen von OLDBOY stammen könnte. Dieser Hüne mit dem sanften, traurigen Blick lässt sich auch von einem Vogel, der auf seinem Scharfschützengewehr zufälligerweise Platz genommen hat, den "perfekten Schuss" vereiteln. Ich könnte ihm einfach ewig zusehen; ganz egal wie lange er - mit einem coolen RZA-Track begleitet - still durch die Stadt fährt auf der Suche nach seinem nächsten Auftrag. GHOST DOG verbindet dabei die New Yorker Hip Hop- und Urban-Kultur so symbiotisch mit japanischer Philosophie und Lebens- und Denkweise, dass man sich das eine ohne das jeweilig andere nun kaum noch vorstellen kann.
GHOST DOG ist ein Film über Freundschaft, japanische Philosophie, Gerechtigkeit, Rache, und er ist ein Film über das Leben selbst. Aber vor allem ist er eines: Ein Film über einen schwarzen Profikiller in New York, der nach dem Kodex der Samurai lebt und handelt. Und das bis zum bitteren Ende.

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stuforcedyou

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Toller Film und eine herausragende Kritik. Da versteht jemand sein Handwerk. Respekt!


pellekraut007

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Das Boot auf den Hausdach! Jim Jarmusch hat einfach das Hirn, das Herz und die Augen, um aus einer banalen Story ein Werk zu machen!


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