Ghost in the Shell - Kritik

GB/JP 1995
Laufzeit 85 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Animationsfilm

Kritiken (4) — Film: Ghost in the Shell

SiameseAlex: SiameseMovies

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Da gibt es Filme, die lassen sich Zeit. Filme, die es lieben ihre Bilder in dramatischster Vollkommenheit auszukosten, auszuleben, dem Zuschauer auf die Netzhaut zu brennen. Dann gibt es dagegen Filme wie 'Ghost in the Shell', die dem Zuschauer in ihrer grade mal 80 minütigen Rasantheit nicht nur die Netzhaut buchstäblich abfackeln, sondern auch ein Feuerwerk im Verarbeitungszentrum lostreten. Was gestern Abend geschah, kratzt an einer Informationsüberflutung im positivsten Sinne, stets Erlebnisse verarbeitend und auf die Gesamtheit deutend.
[...] [E]ine simple 'Auseinandersetzung mit der Vorstellung von Identität'. WTF?! Vielmehr spinnen sich mannigfaltige Fäden um die wohl ausgereifteste Idee von Evolution, um eine Neudefintion vom Abstraktum Liebe, um die Auszeichnung und gleichzeitige Deformierung von Menschlichkeit als Bewusstseinsartefakt mit dem Ziel des Schwächenausgleichs hin zur Perfektion, sodass der Gedanke der technischen Reproduzierbarkeit als Kopie, aber nicht als eigenständige, auratische Instanz aufgegriffen wird, das alles zeichnet den Film wirklich auf der höchsten Ebene für seine Anspruchsinitialzündung aus; dennoch - [...] filmintern auf die absolute Quintessenz beschränkte Dialoge, deren Gehalt Wort für Wort aufgesogen und am besten direkt in perfekter Weise an die vorangegangenen Erwartungen anknüpfend verarbeitet werden sollte. Bei allem Respekt, 'Ghost in the Shell' fasziniert und besticht trotz dieser stakkatoartigen Dialogeinlagen durch epische, musikalisch untermalte, sich tatsächlich zeitlassende Schauspiele. [...]

Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

2029 sind sowohl Cyborgs als auch Menschen, die ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mit kybernetischen Implantaten verbessern, Realität. Künstliche Gehirne sind verfügbar, in die virtuelle Erinnerungen eingepflanzt warden können, die der Mensch selbst nicht als solche wahrnimmt. Ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit, aber auch die innerliche Zerrissenheit ist Major Motoko Kusanagi. Die Top-Agentin von Sektion 9, einer Elite-Polizei-Abteilung für Cyberkriminalität ist bis auf ihren Geist ein künstliches Wesen und als solches nicht an ihre Hülle gebunden. Bei allen Vorteilen, die das für den Job bringt, hadert sie mit sich selbst: Sie fühlt sich nicht mehr menschlich. Gemeinsam mit ihrem weniger modifizierten Partner Batou ist sie auf der Jagd nach einem gerissenen Cyberkriminellen, der sich in die Gehirne Unschuldiger einhackt und ihnen falsche Erinnerung einpflanzt, um sie dann für Cyber-Verbrechen zu missbrauchen. Genau das macht es so schwer, den "Puppenspieler" zu fassen, er tritt nie selbst, sondern lediglich in Gestalt anderer Personen in Erscheinung...

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Anime-Meisterwerk. Optisch opulent, inhaltlich dicht. Jedem zu zeigen, der Trickfilme für Kinderkram hält, dann dieser Film verpackt eine hochphilosophische Diskussion über Menschsein und -nichtsein in eine packende Science-Fiction-Story. Macht zwar nicht immer Sinn, regt aber dafür die grauen Zellen an. Und die vernetzte Zukunft des Films kommt immer näher...

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Ein Klassiker der intelligenten Anime-Filme. Optisch nicht ganz so opulent wie Akira, fasziniert der Film durch seine vielschichtige Story. Definitiv nichts zum Nebenhergucken.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (40) — Film: Ghost in the Shell

Kommentar schreiben
Sortierung

Jumperman

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ich hole momentan die ganzen größeren SciFi-Animes nach und da gehört natürlich auch "Ghost in the Shell" dazu. Ich bin allerdings etwas enttäuscht, da habe ich mehr erwartet. Die Story ist schlüssig, jedoch teils sehr wirr erzählt. Da gibt es lange Sequenzen, wo eigentlich nichts passiert und dann wird plötzlich wieder ein Großteil der Handlung rein durch Dialoge extrem schnell erklärt, ohne dass man was sieht.
Sehr negativ sind mir auch sehr viele Stellen aufgefallen, wo das Bild einfach mal für 30 Sekunden stillsteht und weder in Bild oder Ton irgendwas passiert. Das wäre ja logisch, wenn es sich in den Momenten um besonders komplexe oder schöne Bilder handeln würde, aber da gibts im Film wesentlich tollere Kunstwerke, die dann nach wenigen Augenblicken wieder weg sind. Das ist dieser extrem reduzierte (und auf mich leider sehr billig wirkende) reduzierte Anime-Stil. Da war ich bei "Akira" ziemlich begeistert, dass es eben auch anders geht! Die so entstehenden Pausen nehmen dem sowieso nicht all zu langen Film gewaltig Zeit weg.
Ansonsten ist er natürlich sehr gut gemacht. Genial gezeichnete Hintergründe und schön in Bewegung gesetzte Figuren. Auch die Story hat mich an vielen Stellen sehr mitgerissen.
Alles in allem hat mich also "Ghost in the Shell" wieder etwas auf den Boden der Anime-Tatsachen zurückgebracht, nachdem mich "Akira" so vom Hocker gehauen hat! Trotzdem äußerst empfehlenswert!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

horro

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Unglaublich wie komplett dieser Film von Oshii doch daher kommt. Mehr an Facetten kann eine Utopie-Geschichte wohl nicht bieten und dazu noch so gut unterhalten. Komplexe intelligente Handlung, edle Optik und für einen Anime nach einem recht simplen Manga eine erstaunliche Tiefe der Charaktere. Alles hier stellt ein genau so geniales Kunstprodukt dar, wie es die Hauptfigur Motoko tut. Ein Traum, eine Vision, ein Schlag, Explosion ... "mit meiner Hand über den Scheitel streif" ...

30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

filmschauer

Antwort löschen

Danke für die Bestätigung, der ist sowieso schon lange vorgemerkt bei mir. Wird vielleicht irgendwann dann im Rahmen unseres Deals 'abgearbeitet'. ;)


horro

Antwort löschen

Das wär doch wirklich was ... und ich mach mich mal wieder auf die Suche nach einem würdigen Western ;)


VisitorQ

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein mitreißender, faszinierender und komplexer Anime, der zu den besten seines Genres gezählt werden darf, nein, sogar muss.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hooded Justice

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wie sehr bist du duselbst, wenn du nicht einmal deinen eigenen Körper hast?

Fragen, die sich Major Kusanagi wohl oft genug stellte. Die Suche nach ihrer Identität steht im Film vielleicht eher im Hintergrund der Handlung, aber im Vordergrund des Gedankens. Für mich ist dies das Interessanteste an GHOST IN THE SHELL.
Einen menschlichen, organischen Körper hat sie schon lange nicht mehr. Körper sind mittlerweile austauschbar geworden und nutzen daher nicht mehr als Ansatzpunkt für die eigene Identität. Die Identität, die sie besitzt, macht also einzig und allein ihre Seele, ihr Gehirn – oder wie im Film bezeichnet ihrem „Ghost“ – aus. Ihrem Denken, ihren Erinnerungen und ihrer Anschauungsweise. Das ist das, was einen Menschen noch einzigartig macht. Und das ist das Problem, das Kusanagi wiederrum unmenschlich macht. Sie fürchtet sich vor ihrem Schwinden. Sie wird nichts hinterlassen, wenn sie stirbt, denn Gene enthalten die Ghosts nicht, und ihr künstlich hergestellter Körper ebenfalls. Sie fühlt sich seelenlos und inhuman. Sie ist ein einziger Computer, der ihr Meinung und Gefühl verleiht, aber keine äußerliche Persönlichkeit.

Wie menschlich bist du, wenn du einen Ghost, ein eigenes Denken, hast, aber keinen eigenen Körper?

Eine Antwort gibt es nicht. Und soll es auch nicht geben. GHOST IN THE SHELL zeigt ein „wie wäre es, wenn“, kein „so ist es, wenn“. Er zeigt keinen Fakt, sondern eine Idee. Keinen Umstand, sondern eine Vorstellung. Und das ist es, was mich an diesem Anime-Meisterwerk fasziniert. Ebenso wie die atemberaubenden Zeichnungen, die auf unglaublich beeindruckende Art und Weise die Dunkelheit, die mal bedrückende, mal hoffnungsvolle und mal vollkommen ruhige Stimmung ausstrahlt. Eine packende, intelligente Story nicht nur über einen geheimnisvollen Hacker namens Puppetmaster, sondern über Menschlichkeit und menschliche Evolution.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Glücksritter

Antwort löschen

Wow hört sich genial an! ich muss endlich diesen Film sehen :)


White_Tip

Antwort löschen

tu es!


Light Yagami

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk und Vorlage für zahlreiche Science-Fiction Filme. Der genialste Anime Film der je geschaffen wurde. Na ja, eigentlich wurde ja schon alles gesagt. Wir lernen: ''People love machines''.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

leberwurst

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großartig inszinierter Film, der seiner Zeit weit vorraus war.

Die hinterfragenden Gedankenzüge der Hauptfigur, regen stark zum Nachdenken an.
Der Punkt, dass der Major eigentlich eine Maschine ist und somit keine Gefühle und dem Verlangen des Wissens seiner Herkunft habe sollte, sind dabei eintscheidend.

Der psychologisch und philosophische Anteil in der Geschichte, ist ein fester und wichtiger Bestandteil des Filmes und beeindruckt.

Auch die spannende Handlung und die actionreichen Geschehnisse fesseln sehr und das bis zum Ende.

Absolut mächtiger Film der seines Gleichen sucht.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Kurono

Antwort löschen

Der Major ist durchaus menschlich. Nur der Körper ist eine Maschine aber der implantierte "Ghost" eben in dieser nicht.
Zumindest glaubt man das, aber wie der Major schon sagt: "Ich kennen keinen der seine eigenen grauen Zellen je gesehen hat".
hmm, das muss der psychologische und philosophische Anteil in der Geschichte sein, den du erwähntest.
Klasse Film!!!
________________________________________


Kurono

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Die Menschheit hat die Folgen der Computerisierung unterschätz."
Dieses im Film fiktionale Resümee gegenüber der Vergangenheit spiegelte Anno 1995 noch die Angst gegenüber der (mit gewisser Furcht) erwarteten Zukunft wider.

Heute wirkt dieser Satz Visionär und scheint ein Problem der Neuzeit gut zu umschreiben.

In weiteren 15 Jahren könnte dieser Satz gerade zu prophetisch sein, genau wie dieser ganze Film, wer weiß das schon?

Wir Deutschen jedenfalls schon mal als letztes, denn als dieser (im Original möglicherweise anders lautende) Satz im japanischen Kino zu vernehmen war, sinnierten wir (wenn überhaupt) über die damaligen omnipräsenten Disneywerke, „Hakuna Matata“ eben.

Erst Jahre später, kamen wir einigermaßen Großflächig in den (durch schlechte bis mittelmäßige Synchro etwas getrüpten) Genuss, dieses japanischen Animations-Meisterwerkes.
Aber man sollte nicht den Fehler mach Gits „nur“ als guten „Zeichentrick“ abzustempeln. Ghost in the Shell ist in erster Linie hervorragende Sience-Fiction, und die ist meiner Meinung nach noch seltener als Diamanten in der Erdkruste und deshalb ist dieses Werk allein schon Gold wert.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Imagination

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Life has become more complex in the overwhelming sea of information. [...] Humanity has underestimated the consequences of computerization."

Prangerte nicht Helmut Schmidt das Gleiche an, als er 1982 nach der Frage der gesellschaftlichen Moral des Wissenschaftlers kurz auf den Zerfall der Lesekultur und dessen gar noch weitreichendere, nicht erahnende Folgen durch die immer zentralere Informationsakkumulation abwich? Und so mag es erschreckenderweise wahr sein, was uns vielleicht nicht in zwanzig Jahren, aber in naher Zukunft erwarten wird. Aber ist dieser Blick in die Zukunft pessimistisch? Oder realistisch? Oder gar beides?

"If a technological feat is possible, man will do it. Almost as if it's wired into the core of our being."

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Imagination

Antwort löschen

Ja @ Ripley1. :)


Akira_L

Antwort löschen

Deutsch Abi?


Selcarnor

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wenn man sich auch nur ein wenig mit den japanischen Animes (die hier in Deutschland teilweise immer noch als Kinderserien behandelt werden, zumindest bekomme ich das immer zu hören) beschäftigt, kommt man, neben den Ghibli-Filmen, an zwei Vertretern des Genres nicht vorbei. Der eine ist >Akira< und der zweite dieser hier: >Ghost in the Shell<.

1. Optik

Die Zeichnungen und auch der Stil sind nicht natürlich leicht eingerostet, doch man kann einem Film doch nicht vorwerfen, dass er fast 20 Jahre auf den Buckel hat. Zumindest sehen die Bilder sehr gut aus, sind flüssig und voller Details und zeigen perfekt eine hochtechnische Welt der Zukunft. Auch einige CGI-Bilder sind vorhanden und waren damals wegweisend.

2. Sound

Grandioser Soundtrack, der dem Film unglaublich gut unterstützt und teilweise bei einigen Szenen für Gänsehaus sorgt. Ich könnte spontan die Musik auch mit nichts vergleichen, was ich bisher gehört habe. Der gesamte Score ist einfach fremdartig und wunderschön.

3. Inhalt

Es geht um die menschliche Exsistenz. Dieser Satz fasst >Ghost in the Shell< relativ gut zusammen. Die hier gezeigte Welt ist auf einen unglaublichen technologischen Level und viele Menschen haben Teile ihrer Körper gegen Maschinen eingetauscht um diverse Vorteile im Leben zu bekommen. Alles ist vernetzt und somit ist der Cyberterror, der nun in der Lage ist sogar Menschen mit Gehirnerweiterungen zu manipulieren, eine große Gefahr geworden. Der Film hinterfragt, was einen Menschen in solch eine Zukunft (die für mich recht realistisch erscheint) noch zu eine Menschen macht und was genau eine Seele ist und auch KI kommt vor. Das da eine gewisse Poesie drin ist, erübrigt sich auch wohl.
Es ist also ein recht großer Brocken und man sollte schon mitdenken, wenn man sich den Film ansieht.
Action kommt eher selten vor, doch wenn, dann ist sie grandios in Szene gesetzt und raubt einem den Atem.
Hinzu kommen dann unzählige sehr interessante Technologien die man hier bewundern kann und toll designte Maschinen.
Für Sci-Fi Fans ist das hier Gebotene einfach ein Genuss.

4. Fazit

Wer sich >Ghost in the Shell< nur einmal anguckt, der wird danach wissen, dass Animes nicht nur für Kinder sind.

Dieser Film ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an und in Sachen Gewalt ist er auch nicht zimperlich.

Es hat schon seine Gründe, dass die Macher von >Matrix< sich teilweise auf diesen Film gestützt haben und jeder sollte ihn mal gesehen haben.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bradbury

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wer nach einem guten Einstieg in das Cyberpunkuniversum und die Ideen William Gibsons sucht, wird ihn hier finden.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

reveal

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Es gibt Filme, die schiebt man ewig vor sich her, weil man sicher ist, die können nur überhypet sein. "Ghost in the Shell" war für mich ein solcher Kandidat - selten werd ich bei Filmen so positiv überrascht.
Bereits in den ersten Minuten die ersten Risse in der eigenen Erwartungshaltung: "Min-You" traditioneller japanischer Volksgesang als Soundtrack - ich hatte mit irgendwelchem Techno Gedöse gerechnet. Das gibt dem Film einiges an Charakter.
Bei der Optik kann man kaum glauben, dass der Film von 1995 sein soll. Dabei sind weniger der Stil und die Animationen hervorzuheben (welche auch großartig sind), sondern viel mehr die Kreativität bei der Umsetzung visueller Details und Konzepte. Seien es die Bedieninterfaces, die virtuellen Ausschnitte oder ganz banale Gegenstände - es passt einfach alles.
Das Geschehen wird ruhig, aber spannend präsentiert. Im Hintergrund der Geschichte ein paar interessante Denkansätze, zur Frage, ab wann sich etwas lebendig nennen darf - so mag man das. Nur am Ende hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, etwas mehr dargestellte Konsequenz aus dem Ganzen. So wird man nach 85min Anziehen der dramaturgischen Schraube auf einmal hastig entlassen - Und nun?

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

reveal

Antwort löschen

Hm ja die Serie irgendwann. Den zweiten Teil fand ich jetzt nicht so doll.


LokisSon

Antwort löschen

An den ersten Teil kommen alle nicht annähernd ran, diese Erwartung kann nur enttäuscht werden, aber ich finde sie immernoch sehr sehenswert.
Vor allem die Serie hat ein paar sehr schöne Ansätze. Vielleicht ist der Tipp ja besser ;-)


Morrow

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der intelligentesten und tiefgründigsten Animes mit Verbindungen zu unserer Realität. Packende Story, beklemmende Atmosphäre und hintergründige Dialoge verpackt in toller Animation. Nicht nur Animefans sollten diesen Film gesehen haben!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BigDi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein ewiges Denkmal für den Cyberpunk in Form eines betörenden Gemäldes auf einer metallischen Maschinerie, die, sobald man sich in der visuellen Pracht des Bildes verloren hat, zu atmen beginnt. Digitalisierte Gedanken, technisiertes Fleisch und irgendwo dazwischen die Frage nach Leben und Unsterblichkeit - "Ghost In The Shell" ist ein hochästhetisches und philosophisches Meisterwerk um das geheimnisvolle virtuelle Netzwerk und eine Vision, die man nie wieder aus dem Gedächtnis löschen kann.
Und nach "Blade Runner" der vielleicht beste Science-Fiction-Film aller Zeiten.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Billmaik

Antwort löschen

hmm, meine Bewertung von 7/10 entstand nach einer lange zurückliegenden Sichtung vor 6 oder 7 Jahren, sollte mir den Film nach all der Lobhudelei anscheinend unbedingt nochmal anschauen, vielleicht werde ich meine Wertung im positiven Sinne revidieren können.


duffy

Antwort löschen

Einer der ganz großen aus der Hochzeit der Animeklassiker. Vollste Zustimmung. :)


marvelfanboy

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ghost in the Shell ist nicht nur als Anime ein Meilenstein und für sein Genre wegweisend. Die Dialoge sind in einer Linie sehr überzeugend. Es braucht auf jeden Fall hohe Aufmerksamkeit dem ganzen folgen zu können. Obwohl der ganze Spaß nur 82 min lang ist, hat der Film durchaus Zeit auf starke Bilder zu setzen. Vor allem das urbane Zukunftsszenario ist sehr ansehbar.

Zusätzlich ist die Musik für einige bestimmt gewöhnungsbedürftig, mglw. nicht nachvollziehbar, aber durchaus stimmig und passend.

Ein kleiner Tipp: "Blade Runner": Er behandelt die selbe Thematik der Grundsatzfrage, wie sich Existenz definiert.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

laurent kane

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk Punkt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kris

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Cyberbraine – welch überraschend revolutionäre Idee, den nervigen Computer einfach wegzulassen und die Gehirne direkt zu vernetzen. Aber so interessant die Idee von Wahrnehmungsmanipulation und künstlichem Bewusstsein ist, die Geschichte ist leider ein wenig versponnen. Die Optik ist allerdings sehr faszinierend und dass es sich hier um einen Meilenstein des Science Fiction- und Anime-Films handelt, ist wohl nicht zu bestreiten.
Etwas nervig sind nur die puppenhaften, nackten Frauenkörper, die man ständig betrachten muss. Dass auch Cyber-Klone gigantische Brüste haben, beweist nur, dass auch in der Zukunft noch die Männer das Sagen haben.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Tyler__Durden

Antwort löschen

Um das nur kurz klar zustellen, da es schon öfters hier Negativ angesprochen wurde. Das ständige entblößen soll einfach visualisieren wie wenig der Major von ihrem Körper hält. Es ist nun mal nur eine Hülle (Shell) für sie und deshalb nicht von großer Wichtigkeit ob da nun Kleider dran sind oder nicht genauso wenig ob er kaputt geht. Und damit geht dieser Aspekt auch Hand in Hand mit der Aussage des Films. Also hat alles seinen Sinn.

btw. schöner Kommentar. ;)


Kris

Antwort löschen

Danke für die Erklärung, das kann ich ein Stück weit einsehen. Trotzdem ist es seltsam, dass diese Cyborgs an ihren Hüllen so riesige, Barbie-mäßige Brüste haben ;)


Jaliju

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Die Story, die Grafik usw. fand ich wirklich gelungen, aber dass die Protagonistin sich in JEDER Situation immer und überall ausziehen musste, hat etwas genervt. Dass sie unsichtbar nackt kämpfen muss, damit man die Kleidung sehen kann, ist ja irgendwie noch nachvollziehbar, aber als sie gegen Ende verletzt auf den Boden fliegt, reisst sie sich sofort stöhnend ihr Oberteil auf, um besser atmen zu können. Ich meine…sie ist doch ein Cyborg?! Dass das immer so herbei gezwungen war hat das ganze etwas ins Lächerliche gezogen. Schade.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

LokisSon

Antwort löschen

Ach, das bisschen Fanservice fand ich vollkommen ok. Da gibt es bei Animes ganz andere Kaliber ;-)
Aber du hast natürlich vollkommen recht: hätte nicht sein müssen.


Jaliju

Antwort löschen

Das hat mir ein Freund dann auch gesagt. Die guck ich dann lieber gar nicht erst. ;)


JimiHendrix

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Sehr visionärer und anspruchsvoller Anime-Klassiker, der mit interessanter Thematik punkten kann.

Einer der Filme, welche ich schon so lange auf meinem Wunschzettel markiert hatte und so stieg auf die Erwartung ins unermessliche, dass dieser Film etwas ganz Großes sein müsste.
Und so vermasselte ich mir den Film selber, oder war tatsächlich der Streifen schuld? Ich weiß es noch nicht, aber enttäuscht bin ich trotzdem ein kleines bisschen.

Das Thema ist, wie schon erwähnt, sehr zukunftsweisend für das Jahr 1995, dafür schonmal ein großes Lob an den Regisseur. Aber mich störte so ein bisschen die Story, weil es mir äußerst schwer fiel ihr zu folgen. Die Hälfte der Dialoge habe ich wegen fachgebundenen Bezeichnungen nicht kapiert und mir ging es ein wenig zu schnell. Das dürfte an meiner Computerlegasthenie liegen und somit hangelte ich mich von Szene zu Szene.

Die Atmosphäre erinnerte mich des öfteren an "Blade Runner" aber gerade das Cyborgzeitalter ist nicht meins.

Was positiv mir aber sehr positiv im Gedächtnis bleibt, ist der Soundtrack, der die Szenen kühl und düster erscheinen läßt und auch die Protagonistin gefiehl mir, wobei man zu wenig von ihr erfährt.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall noch mehrmalig ansehen, denn dann kann ich mich besser auf die Story konzentrieren und verstehe vieleicht die aussagekräftige Botschaft des Films, welche mir nur teilweise aufgegangen ist.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Aronofsky

Antwort löschen

Mir erging es haargenauso;)


*frenzy_punk<3

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

"ghost in the shell" ist wohl eher für eingeschweiste science-fiction-fans. die animationen sind großartig, die story jedoch nicht ganz so neu und spannend gestaltet, wie ich mir erhofft hatte.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Light Yagami

Antwort löschen

Da stimme ich reveal zu.


*frenzy_punk<3

Antwort löschen

Ist jetzt schon eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe, deswegen kann ich leider nicht speziell drauf eingehen. Aber aus dem Stegreif würde ich jetzt "Blade Runner" sagen.


Tyler__Durden

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Ghost in the Shell". Nach AKIRA mit einer der wichtigsten Anime Filme mit großem Einfluss. Ein Vergleich zu seinem Großen Bruder (AKIRA) ist zwar unausweichlich und würde man beide gegenüber stehen würde GITS wahrscheinlich den kürzeren Ziehen. Aber nur Wahrscheinlich.
Trotzdem sollte man vor Augen halten das GitS nur ca. 80 Minuten hat um seine Story mit all ihren Facetten zu erzählen wobei AKIRA ganze 40 Minuten mehr auf dem Konto hat dies ist dann wirklich schon sehr beeindruckend.
Das was den Film aber so Außergewöhnlich macht ist diese, ich nenne es mal, "Unbekannt wirkende Intelligenz" die der Film ausstrahlt. Die 9,5 Bewertung bezieht sich nämlich auf mein 3 Sichten dieses Films, beim ersten mal war es eine 8 beim zweiten eine 10 und ich bin mir sicher das ich beim nächsten mal wieder eine andere Bewertung für den Film habe da er durch seine Thematik dessen Umsetzung und der Visuellen Kraft so viel zu bieten hat das es jedes mal eine andere Erfahrung ist.
Eins bleibt jedoch immer klar: Nachdenken wird Belohnt!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

BigDi

Antwort löschen

"Unbekannt wirkende Intelligenz" trifft es wirklich gut!


Kommentar schreiben

Deine Meinung zum Film Ghost in the Shell

noch nicht bewertet