Die futuristischen Maschinen bieten faszinierende Projektionsflächen für philosophische Ideen vom romantischen Entwurf des mechanischen Menschen Olimpia in E.T.A Hoffmanns „Der Sandmann“ bis zum „Blade Runner“ nach den Ideen von Philip K. Dick. Durchmischt wird dies mit schön viel Nostalgie bei den Autos und der Musik. Oshii präsentiert im unabhängigen Nachfolger weniger Action und mehr wahnsinnige Visionen als im ersten Teil, dem modernen Klassiker „Ghost in the Shell“.
Seit dem Verschwinden von Major Motoko Kusanagi im Cyberspace sind drei Jahre vergangen, wir befinden uns im Jahr 2032. Ihr ehemaliger Partner Batou hat den Verlust seiner Kollegin und Freundin noch nicht so richtig verdaut und hofft immer noch darauf, dass sie zurück kehrt oder er zumindest ein Lebenszeichen von ihr erhält. Der ebenfalls aus dem Vorgängerfilm bekannte Togusa ist Batous neuer Partner, ganz Mensch und ohne kybernetische Verbesserungen an seinem Körper. Gemeinsam haben sie die Aufgabe, eine rätselhafte Mordserie aufzuklären, in der weibliche Geisha-Cyborgs immer wieder ihre Kunden töten und sich anschließend selbst zerstören. Der Weg führt zu Locus Solus, einem der größten Produzenten von Cyborgs. Bald bestätigt sich der Verdacht, dass die Firma in illegale Machenschaften verwickelt ist. Doch der Zusammenhang mit den Morden ist zunächst unklar bzw. lässt sich nicht nachweisen?
Wenn nicht die unglaublich schönen Bilder wären, könnte man auf Ghost in the Shell 2 Innocence getrost verzichten und sich lieber die Manga-Comics durchlesen oder die GITS Serie Stand Alone Complex anschauen. So aber bekommt man immerhin reichlich Futter für die Augen geboten und vielleicht wird sogar Lust auf anspruchsvolle Literatur geweckt. Eine logische Story oder ausgereifte Charaktere darf man aber nicht erwarten.
Dies ist einer der wenigen Fortsetzungen die man als relativ gelungen bezeichnen kann. An den ersten Teil schrammt er zwar knapp vorbei, doch ein grandioses Werk ist >Ghost in the Shell II - Innocence< trotzdem.
1. Optik
Ein Wort: Wahnsinn. Ich habe selten so eine unglaubliche schöne und beeindruckende Bilderflut gesehen, besonders in der zweiten Hälfte. Die Zeichnungen und die CGI-Effekte haben teilweise unglaublich viel Zeit gefressen und das merkt man. Unfassbare Details, grandiose Farbpaletten und flüssige Bewegungen wo man hinsieht. Einige Szenen kann ich spontan auch nur als optischen Overkill bezeichnen und sie blieben einem lange ins Gedächtnis haften. Die Pracht in diesem Film finde ich sogar noch Besser als in >Avatar<, der zwar nicht schlecht war, aber wo trotzdem im Prinzip ein bunter Effekt an den nächsten geklascht wurde. Hier ging man mit Stil vor und versuchte wunderschöne Bilder zu erzeugen und man baute an manchen Stellen dann noch edle Zeitlupeneffekte ein. Einach nur episch.
2. Sound
Soundtrack wie im Vorgänger grandios und von den selben Machern. Es ist eine Wohltat für die Ohren, mehr sag ich nicht dazu.
3. Inhalt
Die Kulisse ist also ganz schick und wie sieht es sonst aus?
Zum einen sollte ich erwähnen, dass die Atmosphäre und der Grundton der Story völlig anders sind als im ersten Teil. Hier ist alles viel düsterer, dreckiger und man versuchte nicht eine 1:1 Kopie, wofür ich sehr dankbar bin. Es gibt zwar die eine oder andere Länge, das gebe ich zu, doch trotzdem besteht meistens eine dichte Spannung und es gibt unzählige erstaunliche Ideen und Szenen wie z.B. die Villa von dem wahnsinnigen Hacker.
Wie siehst nun mit der Tiefgründigkeit aus? Dieser Punkt zeichnete schon den ersten Film aus. Geht es auch hier so nachdenklich zur Sache?
Im Grunde schon, wenn auch auf eine andere Weise und es werden jetzt viel mehr Metaphern, Zitate udn Symbole benutzt, was das Ganze teilweise regelrecht sureal macht. Die Dialoge trotzen nur so von den Phrasen alter Dichter und Denker und muten teilweise etwas pseudophilosophisch an (der Hauptdarsteller erinnerte mich mit seinen Sprüchen teilweise stark an Morpheus aus >Matrix<), doch interessant und mitreißend sind sie trotzdem und es ist erstaunlich was man alles aus der Puppenthematik herausgeholt hat.
Action ist auch wieder ehr rar, doch wenn sie dann kommt, dann richtig.
Das Einzige was mich ein wenig stört ist dieser komischer Hund. Zum einen mag ich diese Rasse nicht und zum anderen hab ich immer noch nicht herausbekommen was mir der Regiesseuer mit dem Vieh sagen wollte.
4. Fazit
Dieser Sci-Fi Film ist etwas anders als die restlichen Vertreter des Genres, doch es ist eine wahre Bereicherung ihn zu gucken.
Allein von den Bildern her ist er es wert angeschaut zu werden und auch die Story weiß zu überzeugen, sofern man mitdenkt.
An den unerreichbaren Vorgänger kommt er natürlich nicht heran, aber dieser Film ist trotzdem mit einer der Besten die ihr finden könnt.
Hier wurde sich ganz angestrengt auf die Stärken des ersten Teils konzentriert und dann wurde mit verkrampfter Bravur ordentlich daneben gesemmelt.
Im ersten Teil wurde miteinander philosophiert. Man merkt der Fortsetzung an, dass sie es veruscht, doch hier werden nur wahllos Zitate ausgespuckt, während zufällig andere Figuren daneben stehen. Da gibt es keine Spur von ehrlichem Dialog, nur selbstgefälliges Rumgeeier. Besonders schlimm wird es in der Mitte. Würde man diesen uninteressanten Brainfuck einfach rausschneiden, dann wär der Film deutlich angenehmer. Das schlimmste ist, dass man dadurch nicht einmal wertvolle Informationen verlieren würde - es wird eh alles wieder und wieder vorgekaut.
Als zweites wurde anscheinend versucht, den Stil aus dem ersten Teil beizubehalten und diesen gleichzeitig mit modernen 3D-Effekten aufzupeppen. Leider gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen gutem visuellem Gesamtkonzept (siehe Teil 1) und sehr ansehnlicher, aber nichtssagender und unstimmiger Optik. Ja, jede Szene sieht Top aus. Nur beim Übergang zwischen den Szenen wird einem manchmal ganz schwindlig von dem Stil-, Blickwinkel- und Tempogewechsel. Besonders wenn die klassischen Zeichnungen (eher pastel) mit den 3D-Effekten (kaum weiß-Anteil) gemischt werden, sieht das für mich irgendwie falsch aus.
Ich hatte mir eine Fortsetzung erhofft, welche bei dem für mich ein wenig enttäuschenden Ende von Teil 1 ansetzt und den weiteren Werdegang des Majors weiter ausführt. Dies ist nicht der Fall - schade, aber der Ansatz, den man genommen hat, hätte auch einiges an Potential gehabt. Die Umsetzung find ich jedoch mäßig, besonders das aufgesetzte Gelaber geht einem tierisch auf den Kranz.
Ich hatte den ersten und zweiten Teil kurz nacheinander gesehen. An den ersten bin ich mit niedriger Erwartung rangegangen und war extrem positiv überrascht. Beim zweiten hatte ich dann eigentlich keine besondere Erwartung.
Ein bestimmter Punkt, den du anders bewerten würdest?
Ein sehr guter Film, der mit wirklich atemberaubenden Bilder durch und durch fasziniert und zum Teil mit seinen unzähligen philosophischen Fragen den Zuschauer zum längeren Nachdenken anregen kann. Leider ist der letzte Punkt auch eines der größten Mankos des Films, da zu fast jeder Gelegenheit versucht wird eine philosophische oder zumindest kontroverse Frage in den Raum zu werfen. Zu sehr zwingt sich der Film dazu tiefgründig zu sein. Anstatt dezent und subtil ein paar Denkanstöße zu geben, wird permanent von Seiten der Protagonisten diskutiert und philosophiert, was dem Film mehr schadet als gut tut. Sehr schade.
Insofern kann der zweite Film seinem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dennoch ist "Ghost in the Shell 2" ein sehr empfehlenswerter Film, den man sich anschauen sollte.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie die Optik ständig so gelobt wird. Ich fand die CGI-Bilder unfassbar unpassend und hässlich. Sowas kennt man sonst nur von irgendwelchen japanischen Sex-PC-Spielen o.ä. Pfui! Sonst konnte mich der Film nicht einen Moment so sehr fesseln, wie Teil 1. Die düstere Atmosphäre, die durch die endzeitmäßige Musik sehr schön untermalt wurde, hat mich aber auch gepackt und auch sonst wurde alles richtig gemacht. Schade, dass das mit der Optik nach hinten losgegangen ist.
Nicht nur mit der Storyline sondern mit gänzlich allen Animationen, detailgetreuen farbenprächtigen grazilen Bilderwelten und dem beeindruckenden Drum-Rum-Spektakel - überrundet der zweite Teil seinen Vorgänger ganz klar!
Wow! Das hatte ich nicht erwartet.
Nachdem ich bei dem ersten Teil dachte "ja, sollte man mal gesehen haben, aber einmal reicht" hab ich mir mit der gleichen Erwartung den zweiten Teil angesehen und wurde sehr positiv überrascht!
Die düstere, teils fast höllengleiche Optik und Atmosphäre und die oft sehr tiefgründigen, philosophischen Dialoge haben mich sehr beeindruckt, genauso wie die Story sehr spannende Story bei der viele nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, sonders zwischen den Zeilen steht.
Der vielleicht VISUELL beste Anime der letzten 10 Jahre!!! Selten habe ich so eine dreidimensionalität in traumhaft zeitlupenartigen Bildern gefilmten Szenen gesehen wie in GITS2 - Innocence!! Dazu der geniale Soundtrack runden dieses Esoterik Sci-Fi Meisterwerk von Mamoru Oshii ab.
Auch wenn die Story nicht an den 1. Teil heranreicht so bleibt er Optisch eine Augenweide!!!
Innocence. Die Unschuld, sie ist weg.
Das Sequel zum fast perfekten Ghost in the Shell wartet dann doch mit viel Schuld auf. Da hat Momoru Oshi schon mehr Budget zur Verfügung als beim ersten trotzdem wird dies nicht genutzt. Die Laufzeit ist leider für das was erzählt wird und wie es erzählt wird etwas zu lang. Er will die "Visuelles Storytelling" Schiene fahren um seine Geschichte zu erzählen biegt aber letztendlich falsch ab und gibt den Bildern fast nie Inhalt. Die Komplexität ist weg, der Plot ist nur noch Oberflächlich und der Philosophische Aspekt wird viel zu Selbstgefällig. Die Hälfte der Dialoge bestehen z.B. nur aus Zitaten von anderen. Verstehen kann ich die von vielen angepriesenen Bilder auch nicht, die Fusion zwischen CGI und Hand gemachtem funktioniert zwar besser als bei anderen Vertretern (Appleseed z.B.) kann aber nie die Schönheit des Vorgängers erreichen, dazu wirkt das alles manchmal leider doch zu gekünstelt. Die Action weiß dann doch ab und zu zu überzeugen obwohl auch hier wieder gesagt werden muss das es nie die Qualitäten des Vorgängers erreicht in dem die Action in ihrer geradezu kinetisch Energie mit der Inszenierung fast schon etwas Poetisches hatten. Dazu kommt noch das Batou nicht im Ansatz so Interessant ist wie der Major. Mal sehen, ich gebe ja jedem Film eine zweite Chance um sich zu beweisen und diese Chance wird GitS 2 auch irgendwann noch mal bekommen denn im Endeffekt ist Innocence kein Schlechter Film nur leider muss er sich auch dem Vergleich mit seinem Vorgänger gefallen lassen, was die Wertung und den Endeindruck dann aber doch sehr senken.
100% agree. CGI zum abgewöhnen, weil die stimmige Optik aus Teil 1 völlig flöten gegangen ist und die gezeichneten Abschnitte verdammt gut aussehen. Der Plot, sowie der Hauptcharakter konnten mich auch nicht mitreißen. Schade drum...
Die Story ist nur Maskarade für eine atemraubende Atmosphäre, schöne 3D-Animationen und haufenweise Zitate von berühmten Philosophen und Literaten. Doch so wirklich scheint das alles nicht zusammenzupassen. Die Zitate wirken im Gegensatz zum ersten Teil nur wie Puderzucker, der willkürlich auf die Geschichte gestreut wurde. Die meditativen Pausen sind schlecht positioniert und wirken daher eher ermüdent.
Doch trotzdem kann man sich den Film angucken, denn das was optisch geboten wird übertrifft den ersten Teil noch einmal um Längen. Und ich kann nicht behaupten, dass der Film nicht zum Denken anregt. Wer den ersten Teil mochte wird auch mit dem zweiten seinen Spaß haben.
Der Vorgänger überzeugte optisch wie inhaltlich, die Fortsetzung lässt bei zweiterem zu Wünschen übrig. Die Optik - Animationsstil wie Animationsqualität - ist aber tatsächlich bahnbrechend und atemberaubend. Ein wahres Fest für die Augen.
Hätte man auf eine ähnlich starke Story wie im Vorgänger Wert gelegt, hätte diese Fortsetzung jenen Vorgänger mit Leichtigkeit geschlagen.
So aber schlechter als Teil 1, dennoch ein überdurchschnittler Animefilm.
Der optisch beeindruckendste Anime legt nicht viel auf Handlung, hat einen langen Atem und enthält 336 Zitate der populärsten Philosophen aller Zeiten.
Kein Film für Jedermann.
Man muss
- mit dem meditativen Tempo mitmeditieren
- die Bilder und die Musik geniessen können, wenn grade nichts passiert
- Anime-Action und Sci-Fi mit Technobabble ertragen
- den Vorgänger kennen
Dann ist der Film grossartig.
klasse fortsetzung des stoffes. mit viel phantasie und einer berauschenden optik gelingt das anknüpfen an den vorgänger in jedem moment. die geschichte finde ich sogar nachvollziehbarer als beim ersten teil, obwohl öfter surreale sequenzen zu sehen sind als dort.
das heist ich muss mir zuerst die ganzen serien reinziehen (die filme hab ich gesehen) um es zu verstehen? Tut mir leid, wäre ja so als müsste man alle serien gesehen haben von transformers um sich "nur" den film an zu sehen....
Ghost in the Shell II - Innocence - Kritik
JP 2004 Laufzeit 95 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Animationsfilm
Kritiken (3) — Film: Ghost in the Shell II - Innocence
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDie futuristischen Maschinen bieten faszinierende Projektionsflächen für philosophische Ideen vom romantischen Entwurf des mechanischen Menschen Olimpia in E.T.A Hoffmanns „Der Sandmann“ bis zum „Blade Runner“ nach den Ideen von Philip K. Dick. Durchmischt wird dies mit schön viel Nostalgie bei den Autos und der Musik. Oshii präsentiert im unabhängigen Nachfolger weniger Action und mehr wahnsinnige Visionen als im ersten Teil, dem modernen Klassiker „Ghost in the Shell“.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenSeit dem Verschwinden von Major Motoko Kusanagi im Cyberspace sind drei Jahre vergangen, wir befinden uns im Jahr 2032. Ihr ehemaliger Partner Batou hat den Verlust seiner Kollegin und Freundin noch nicht so richtig verdaut und hofft immer noch darauf, dass sie zurück kehrt oder er zumindest ein Lebenszeichen von ihr erhält. Der ebenfalls aus dem Vorgängerfilm bekannte Togusa ist Batous neuer Partner, ganz Mensch und ohne kybernetische Verbesserungen an seinem Körper. Gemeinsam haben sie die Aufgabe, eine rätselhafte Mordserie aufzuklären, in der weibliche Geisha-Cyborgs immer wieder ihre Kunden töten und sich anschließend selbst zerstören. Der Weg führt zu Locus Solus, einem der größten Produzenten von Cyborgs. Bald bestätigt sich der Verdacht, dass die Firma in illegale Machenschaften verwickelt ist. Doch der Zusammenhang mit den Morden ist zunächst unklar bzw. lässt sich nicht nachweisen?
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
Kommentar löschenWenn nicht die unglaublich schönen Bilder wären, könnte man auf Ghost in the Shell 2 Innocence getrost verzichten und sich lieber die Manga-Comics durchlesen oder die GITS Serie Stand Alone Complex anschauen. So aber bekommt man immerhin reichlich Futter für die Augen geboten und vielleicht wird sogar Lust auf anspruchsvolle Literatur geweckt. Eine logische Story oder ausgereifte Charaktere darf man aber nicht erwarten.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
simvlacrvm 2010/11/17 00:13:14
Antwort löschen"Eine logische Story oder ausgereifte Charaktere darf man aber nicht erwarten." Aber du hast den Film schon gesehen, oder?
Kommentare (21) — Film: Ghost in the Shell II - Innocence
Kommentar schreibenSozionaut 2011/07/06 22:41:04
Kommentar löschenPhantastisch.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Selcarnor 2011/03/22 21:06:05
Kommentar löschenDies ist einer der wenigen Fortsetzungen die man als relativ gelungen bezeichnen kann. An den ersten Teil schrammt er zwar knapp vorbei, doch ein grandioses Werk ist >Ghost in the Shell II - Innocence< trotzdem.
1. Optik
Ein Wort: Wahnsinn. Ich habe selten so eine unglaubliche schöne und beeindruckende Bilderflut gesehen, besonders in der zweiten Hälfte. Die Zeichnungen und die CGI-Effekte haben teilweise unglaublich viel Zeit gefressen und das merkt man. Unfassbare Details, grandiose Farbpaletten und flüssige Bewegungen wo man hinsieht. Einige Szenen kann ich spontan auch nur als optischen Overkill bezeichnen und sie blieben einem lange ins Gedächtnis haften. Die Pracht in diesem Film finde ich sogar noch Besser als in >Avatar<, der zwar nicht schlecht war, aber wo trotzdem im Prinzip ein bunter Effekt an den nächsten geklascht wurde. Hier ging man mit Stil vor und versuchte wunderschöne Bilder zu erzeugen und man baute an manchen Stellen dann noch edle Zeitlupeneffekte ein. Einach nur episch.
2. Sound
Soundtrack wie im Vorgänger grandios und von den selben Machern. Es ist eine Wohltat für die Ohren, mehr sag ich nicht dazu.
3. Inhalt
Die Kulisse ist also ganz schick und wie sieht es sonst aus?
Zum einen sollte ich erwähnen, dass die Atmosphäre und der Grundton der Story völlig anders sind als im ersten Teil. Hier ist alles viel düsterer, dreckiger und man versuchte nicht eine 1:1 Kopie, wofür ich sehr dankbar bin. Es gibt zwar die eine oder andere Länge, das gebe ich zu, doch trotzdem besteht meistens eine dichte Spannung und es gibt unzählige erstaunliche Ideen und Szenen wie z.B. die Villa von dem wahnsinnigen Hacker.
Wie siehst nun mit der Tiefgründigkeit aus? Dieser Punkt zeichnete schon den ersten Film aus. Geht es auch hier so nachdenklich zur Sache?
Im Grunde schon, wenn auch auf eine andere Weise und es werden jetzt viel mehr Metaphern, Zitate udn Symbole benutzt, was das Ganze teilweise regelrecht sureal macht. Die Dialoge trotzen nur so von den Phrasen alter Dichter und Denker und muten teilweise etwas pseudophilosophisch an (der Hauptdarsteller erinnerte mich mit seinen Sprüchen teilweise stark an Morpheus aus >Matrix<), doch interessant und mitreißend sind sie trotzdem und es ist erstaunlich was man alles aus der Puppenthematik herausgeholt hat.
Action ist auch wieder ehr rar, doch wenn sie dann kommt, dann richtig.
Das Einzige was mich ein wenig stört ist dieser komischer Hund. Zum einen mag ich diese Rasse nicht und zum anderen hab ich immer noch nicht herausbekommen was mir der Regiesseuer mit dem Vieh sagen wollte.
4. Fazit
Dieser Sci-Fi Film ist etwas anders als die restlichen Vertreter des Genres, doch es ist eine wahre Bereicherung ihn zu gucken.
Allein von den Bildern her ist er es wert angeschaut zu werden und auch die Story weiß zu überzeugen, sofern man mitdenkt.
An den unerreichbaren Vorgänger kommt er natürlich nicht heran, aber dieser Film ist trotzdem mit einer der Besten die ihr finden könnt.
Kommentar gefällt mir Antworten
reveal 2011/02/03 01:51:40
Kommentar löschenHier wurde sich ganz angestrengt auf die Stärken des ersten Teils konzentriert und dann wurde mit verkrampfter Bravur ordentlich daneben gesemmelt.
Im ersten Teil wurde miteinander philosophiert. Man merkt der Fortsetzung an, dass sie es veruscht, doch hier werden nur wahllos Zitate ausgespuckt, während zufällig andere Figuren daneben stehen. Da gibt es keine Spur von ehrlichem Dialog, nur selbstgefälliges Rumgeeier. Besonders schlimm wird es in der Mitte. Würde man diesen uninteressanten Brainfuck einfach rausschneiden, dann wär der Film deutlich angenehmer. Das schlimmste ist, dass man dadurch nicht einmal wertvolle Informationen verlieren würde - es wird eh alles wieder und wieder vorgekaut.
Als zweites wurde anscheinend versucht, den Stil aus dem ersten Teil beizubehalten und diesen gleichzeitig mit modernen 3D-Effekten aufzupeppen. Leider gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen gutem visuellem Gesamtkonzept (siehe Teil 1) und sehr ansehnlicher, aber nichtssagender und unstimmiger Optik. Ja, jede Szene sieht Top aus. Nur beim Übergang zwischen den Szenen wird einem manchmal ganz schwindlig von dem Stil-, Blickwinkel- und Tempogewechsel. Besonders wenn die klassischen Zeichnungen (eher pastel) mit den 3D-Effekten (kaum weiß-Anteil) gemischt werden, sieht das für mich irgendwie falsch aus.
Ich hatte mir eine Fortsetzung erhofft, welche bei dem für mich ein wenig enttäuschenden Ende von Teil 1 ansetzt und den weiteren Werdegang des Majors weiter ausführt. Dies ist nicht der Fall - schade, aber der Ansatz, den man genommen hat, hätte auch einiges an Potential gehabt. Die Umsetzung find ich jedoch mäßig, besonders das aufgesetzte Gelaber geht einem tierisch auf den Kranz.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
StillbornOne 2011/04/03 22:36:34
Antwort löschenganz schön pessimistische review die dem film nicht ganz gerecht wird...
reveal 2011/04/04 01:15:03
Antwort löschenIch hatte den ersten und zweiten Teil kurz nacheinander gesehen. An den ersten bin ich mit niedriger Erwartung rangegangen und war extrem positiv überrascht. Beim zweiten hatte ich dann eigentlich keine besondere Erwartung.
Ein bestimmter Punkt, den du anders bewerten würdest?
Hoang-Thach-Vu 2011/01/27 00:55:59
Kommentar löschenEin sehr guter Film, der mit wirklich atemberaubenden Bilder durch und durch fasziniert und zum Teil mit seinen unzähligen philosophischen Fragen den Zuschauer zum längeren Nachdenken anregen kann. Leider ist der letzte Punkt auch eines der größten Mankos des Films, da zu fast jeder Gelegenheit versucht wird eine philosophische oder zumindest kontroverse Frage in den Raum zu werfen. Zu sehr zwingt sich der Film dazu tiefgründig zu sein. Anstatt dezent und subtil ein paar Denkanstöße zu geben, wird permanent von Seiten der Protagonisten diskutiert und philosophiert, was dem Film mehr schadet als gut tut. Sehr schade.
Insofern kann der zweite Film seinem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dennoch ist "Ghost in the Shell 2" ein sehr empfehlenswerter Film, den man sich anschauen sollte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
autopilot off 2010/11/17 21:32:13
Kommentar löschenIch kann nicht nachvollziehen, wie die Optik ständig so gelobt wird. Ich fand die CGI-Bilder unfassbar unpassend und hässlich. Sowas kennt man sonst nur von irgendwelchen japanischen Sex-PC-Spielen o.ä. Pfui! Sonst konnte mich der Film nicht einen Moment so sehr fesseln, wie Teil 1. Die düstere Atmosphäre, die durch die endzeitmäßige Musik sehr schön untermalt wurde, hat mich aber auch gepackt und auch sonst wurde alles richtig gemacht. Schade, dass das mit der Optik nach hinten losgegangen ist.
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RavenX_2010 2010/09/08 21:49:33
Kommentar löschen10 Punkte allein für den Hund!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Killjoy 2012/01/18 21:04:42
Antwort löschenHELL YEAH.
Jade 2010/09/06 13:11:35
Kommentar löschenNicht nur mit der Storyline sondern mit gänzlich allen Animationen, detailgetreuen farbenprächtigen grazilen Bilderwelten und dem beeindruckenden Drum-Rum-Spektakel - überrundet der zweite Teil seinen Vorgänger ganz klar!
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JerichoSmith 2010/09/04 21:04:27
Kommentar löschenWow! Das hatte ich nicht erwartet.
Nachdem ich bei dem ersten Teil dachte "ja, sollte man mal gesehen haben, aber einmal reicht" hab ich mir mit der gleichen Erwartung den zweiten Teil angesehen und wurde sehr positiv überrascht!
Die düstere, teils fast höllengleiche Optik und Atmosphäre und die oft sehr tiefgründigen, philosophischen Dialoge haben mich sehr beeindruckt, genauso wie die Story sehr spannende Story bei der viele nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, sonders zwischen den Zeilen steht.
Ausserdem mag ich Batus Hund! *smile*
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Cinematic 2010/05/15 23:29:42
Kommentar löschenDer vielleicht VISUELL beste Anime der letzten 10 Jahre!!! Selten habe ich so eine dreidimensionalität in traumhaft zeitlupenartigen Bildern gefilmten Szenen gesehen wie in GITS2 - Innocence!! Dazu der geniale Soundtrack runden dieses Esoterik Sci-Fi Meisterwerk von Mamoru Oshii ab.
Auch wenn die Story nicht an den 1. Teil heranreicht so bleibt er Optisch eine Augenweide!!!
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Bäda 2010/04/01 13:52:53
Kommentar löschenDa war Teil 1 dann doch deutlich besser.
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Tyler__Durden 2010/03/25 22:18:18
Kommentar löschenInnocence. Die Unschuld, sie ist weg.
Das Sequel zum fast perfekten Ghost in the Shell wartet dann doch mit viel Schuld auf. Da hat Momoru Oshi schon mehr Budget zur Verfügung als beim ersten trotzdem wird dies nicht genutzt. Die Laufzeit ist leider für das was erzählt wird und wie es erzählt wird etwas zu lang. Er will die "Visuelles Storytelling" Schiene fahren um seine Geschichte zu erzählen biegt aber letztendlich falsch ab und gibt den Bildern fast nie Inhalt. Die Komplexität ist weg, der Plot ist nur noch Oberflächlich und der Philosophische Aspekt wird viel zu Selbstgefällig. Die Hälfte der Dialoge bestehen z.B. nur aus Zitaten von anderen. Verstehen kann ich die von vielen angepriesenen Bilder auch nicht, die Fusion zwischen CGI und Hand gemachtem funktioniert zwar besser als bei anderen Vertretern (Appleseed z.B.) kann aber nie die Schönheit des Vorgängers erreichen, dazu wirkt das alles manchmal leider doch zu gekünstelt. Die Action weiß dann doch ab und zu zu überzeugen obwohl auch hier wieder gesagt werden muss das es nie die Qualitäten des Vorgängers erreicht in dem die Action in ihrer geradezu kinetisch Energie mit der Inszenierung fast schon etwas Poetisches hatten. Dazu kommt noch das Batou nicht im Ansatz so Interessant ist wie der Major. Mal sehen, ich gebe ja jedem Film eine zweite Chance um sich zu beweisen und diese Chance wird GitS 2 auch irgendwann noch mal bekommen denn im Endeffekt ist Innocence kein Schlechter Film nur leider muss er sich auch dem Vergleich mit seinem Vorgänger gefallen lassen, was die Wertung und den Endeindruck dann aber doch sehr senken.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
ChaozzZJohnny 2012/01/30 23:28:48
Antwort löschen100% agree. CGI zum abgewöhnen, weil die stimmige Optik aus Teil 1 völlig flöten gegangen ist und die gezeichneten Abschnitte verdammt gut aussehen. Der Plot, sowie der Hauptcharakter konnten mich auch nicht mitreißen. Schade drum...
FutureInstitute 2010/01/02 22:17:15
Kommentar löschenemo-tech finest science-vision
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Debil 2009/04/13 14:12:52
Kommentar löschenGeile Optik (endlich macht CGI mal Sinn) und Zitate bis zum abwinken - mir gefällts.
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Lorion42 2009/02/09 13:16:51
Kommentar löschenDie Story ist nur Maskarade für eine atemraubende Atmosphäre, schöne 3D-Animationen und haufenweise Zitate von berühmten Philosophen und Literaten. Doch so wirklich scheint das alles nicht zusammenzupassen. Die Zitate wirken im Gegensatz zum ersten Teil nur wie Puderzucker, der willkürlich auf die Geschichte gestreut wurde. Die meditativen Pausen sind schlecht positioniert und wirken daher eher ermüdent.
Doch trotzdem kann man sich den Film angucken, denn das was optisch geboten wird übertrifft den ersten Teil noch einmal um Längen. Und ich kann nicht behaupten, dass der Film nicht zum Denken anregt. Wer den ersten Teil mochte wird auch mit dem zweiten seinen Spaß haben.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Trevedas 2008/11/12 16:56:44
Kommentar löschenDer Vorgänger überzeugte optisch wie inhaltlich, die Fortsetzung lässt bei zweiterem zu Wünschen übrig. Die Optik - Animationsstil wie Animationsqualität - ist aber tatsächlich bahnbrechend und atemberaubend. Ein wahres Fest für die Augen.
Hätte man auf eine ähnlich starke Story wie im Vorgänger Wert gelegt, hätte diese Fortsetzung jenen Vorgänger mit Leichtigkeit geschlagen.
So aber schlechter als Teil 1, dennoch ein überdurchschnittler Animefilm.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura 2008/06/12 21:23:23
Kommentar löschenDer optisch beeindruckendste Anime legt nicht viel auf Handlung, hat einen langen Atem und enthält 336 Zitate der populärsten Philosophen aller Zeiten.
Kommentar gefällt mir Antworten
Waquo 2008/06/09 01:33:26
Kommentar löschenKein Film für Jedermann.
Man muss
- mit dem meditativen Tempo mitmeditieren
- die Bilder und die Musik geniessen können, wenn grade nichts passiert
- Anime-Action und Sci-Fi mit Technobabble ertragen
- den Vorgänger kennen
Dann ist der Film grossartig.
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Olilotron 2008/04/02 10:00:49
Kommentar löschenklasse fortsetzung des stoffes. mit viel phantasie und einer berauschenden optik gelingt das anknüpfen an den vorgänger in jedem moment. die geschichte finde ich sogar nachvollziehbarer als beim ersten teil, obwohl öfter surreale sequenzen zu sehen sind als dort.
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dAShEIKO 2008/01/29 01:51:48
Kommentar löschenWie immer bei Mangas...opulente, handwerklich beeindrukende Bilder und eine für westliche Cineasten schwer verdauliche Story. Aber der Film hat was.
Kommentar gefällt mir Antworten
btk 2008/01/08 02:03:19
Kommentar löschenStory ist für mich nicht verständlich. Es gibt weder einen Anfang noch ein Ende. Der Film ist gut gemacht, doch reicht das mir nunmal nicht.
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
ben1988 2009/08/08 19:50:08
Antwort löschenguck dir mal die serie und die anderen beiden filme an. dann müsstest du es verstehen. wenn nicht, ist gits wohl nichts für dich ;)
btk 2009/09/08 15:23:49
Antwort löschendas heist ich muss mir zuerst die ganzen serien reinziehen (die filme hab ich gesehen) um es zu verstehen? Tut mir leid, wäre ja so als müsste man alle serien gesehen haben von transformers um sich "nur" den film an zu sehen....
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