Gier
Greed (1924), US Laufzeit 239 Minuten, Drama, Historienfilm, Kinostart 06.12.2006
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News zu Gier
von Erich von Stroheim, mit Zasu Pitts und Zasu Pitts
Umstrittene Verfilmung des ebenso umstrittenen Rimans “McTeague” von Frank Norris. In den Kinos war der Filom bisher nur in einer stark gekürzten Fassung mit einer Laufzeit von 145 Minuten zu sehen, die Originallänge sind etwa vier Stunden. John McTeague, ein ehemaliger Arbeiter einer Goldmine, lernt Trina kennen, die Freundin seines besten Freundes Marcus. Da die beiden sich ineinander verlieben, lässt Marcus sie gewähren, und schon bald läuten die Hochzeitsglocken. Dann aber gewinnt Trina in der Lotterie, und Marcus ist wütend, daß sie nun reich ist und er sie hat gehen lassen. Daher beschließt er, sich an John zu rächen, denn der arbeite mittlerweile als Zahnarzt – und das, ohne jemals irgendeine Ausbildung dieser Art gehabt zu haben.
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Cast & Crew
- Genre
- Familiensaga, Historienfilm, Drama
- Handlung
- Beste Freunde, Biss, Ehe, Erschlagen, Gier, Gold, Goldgewinnung, Goldgräber, Goldmine, Häusliche Gewalt, Lotterie, Mord, Mord an Ehefrau, Mörder, Picknick, Prügel, Roman, Zahnarzt


























Kommentare (5) — Film: Gier
magX Sun, 23 Sep 2012 23:56:20 -0000
Kommentar löschenAn der zwei stündigen Fassung lässt sich ermessen, welch epochales und grandioses Werk Greed geworden wäre - hätte man Stroheim freie Hand gelassen. Hier passt einfach alles, vor allem eine klare Botschaft im Film und die wunderbare Balance zwischen Trauer (die Eheszene, bevor Mac in den Regen hinausgeht) und Komik (die skurrilen Charaktere und teilweis schwarzer Humor). Unnötig lang ist zumindest in der kurzen Fassung nichts, der Film wirkt streckenweise schon "zu spannend" und schnell. In der originalen Fassung gab es sicherlich längere ruhige Strecken, die sich mit den dramatischen Entwicklungen abwechseln. Stroheim und seine Filme mögen nicht für jeden geeignet sein, doch für jeden Kinoliebhaber ist dieser zu unbekannte und virtuose Filmemacher ein absolutes Muss. Endlich mal ein Stummfilm der nicht in Komik versinkt (muss nicht schlecht sein) und sich auch nicht in technischen Spielereien verliert - sollte nicht falsch verstanden werden: ich mag Chaplin, Vertov, die Filme mit Lloyd und die Werke von Lang und Murnau. Greed ist allerdings seit längerer Zeit der erste Film, der mich sprachlos zurücklies und den ich gerne im Anschluss nochmal gesehen hätte.
Ein Pflichtfilm. Und vielleicht gibt es ja irgendwann die längere Fassung des Films...
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Brentano Wed, 09 May 2012 13:34:03 -0000
Kommentar löschenEin großartiger Film, packend und voller "Wahrheiten", die abschließende Szene in der Wüste ist an sich schon dermassen zutreffend, das sie allein für das Leitmotiv dieses Films stehen kann. (habe den Film auch nie in der komplett Version gesehen, nur Ausschnitte oder einzelne Szenen,) na gut wer sich keine 5-Std.Wagner-Inszenierung zumuten mag, kann dagegen mal versuchen, v. Stroheim (auf DVD?) in voller Länge zu kosten, ..
oder irgendwann allein im Kino wie Charlton Heston in ("Omega Man") sich das nach Woodstock etwa vorspielen, ... (lassen?)
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Hagen Hagen Sun, 11 Dec 2011 07:00:37 -0000
Kommentar löschenIch habe nur die 2,5-Stunden-Fassung gesehen. Bei einem 8-Stunden-Werk ist das eigentlich zu wenig, um es zu bewerten. Und tatsächlich konnte ich die Beweggründe der meisten Figuren auch nicht nachvollziehen.
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Smoover Sat, 19 Nov 2011 12:19:24 -0000
Kommentar löschenTv Tipp für bekloppte. 4 stündiger Stummfilm Klassiker um 4:05 auf 3Sat am 28.11 (Montag).
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Smoover Sat, 19 Nov 2011 15:29:12 -0000
Antwort löschenWie Langweilig, ist wohl doch nur die 2h Fassung.
dAJaro Sun, 12 Sep 2010 15:15:29 -0000
Kommentar löschenein 4-stunden-stummfilm?
von meinem lieblings-"let's make it epic, overblown and unnecessarily long"-regisseur aus der stummfilmzeit?
ich bin dabei!
schade nur, dass es die 8-stunden-fassung nicht mehr gibt. könnte man sonst gut parallell zu satan tango auf einem zweiten bildschirm laufen lassen.
ich melde mich dann in ca. 4 stunden wieder...
PS: nein, ich habe kein leben. ;)
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filmfan90 Sun, 12 Sep 2010 15:53:24 -0000
Antwort löschenIch bin auf deinen Kommentar gespannt, an den habe ich mich der Länge wegen noch nicht gewagt :P.
dAJaro Sun, 12 Sep 2010 16:11:27 -0000
Antwort löschenich habe nun eine stunde hinter mir und muss sagen:
DDD - damn dumbing down!
der großteil des filmes besteht bisher aus kurzen standbildern und einer darauf folgenden textwand.
wenn ich eine bildermontage sehen will, dann schau ich mir ein youtube-video an. da brauch ich nicht einen film sehen, der ständig auf personen in standbildern zoomt.
es entsteht durch diese darstellung auch kein erzählfluß, da ab und zu doch noch für kurze zeit wirkliche szenen gezeigt werden, die das montage-pacing ordentlich durcheinander bringen.
da ich kein fan von schnellen schnitten bin, fuchst mich der ständige sprung von bild zu bild nur noch mehr. der film gerät paradoxerweise trotz seiner statischen gegebenheit sehr hektisch.
mal sehen wie sich der film noch entwickelt. die verwendung von verschiedenen farben gefällt mir (wie zb bei nosferatu oder foolish wives) hingegen sehr gut.
bottom line:
auf keinen fall eine kürzere version schauen, am ende gibts dann wohl gar keine bewegten bilder mehr.
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filmfan90 Sun, 12 Sep 2010 16:59:35 -0000
Antwort löschenIch habe über die Version, die du dir wahrscheinlich gerade ansiehst,
mal einen Artikel gelesen, in dem erläuert wird, dass man versuchte, der Originalfassung möglichst nahe zu kommen, indem man die Überbleibsel der verschollenen Hälfte als "Standbilder" in den Film integrierte; auch deswegen verschiebe ich es regelmäßig, mir diesen Film anzusehen. xD
dAJaro Mon, 13 Sep 2010 05:54:23 -0000
Antwort löschenbad news everyone: leider bin ich gestern nach 3.15 spielzeit eingeschlafen.
but good news everyone: ich habe das fehlende ende gerade nachgeholt.
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die von mir kritisierten standbildern werden nach der ersten stunde weniger und der film nimmt an fahrt zu. die handlung ist geradlinig gestaltet und für die zeit der entstehung ist der erzählungsstrom sehr flüssig. das führt dazu, dass auf einmal 1-2 stunden wie im fluge vorüber sind.
besonders bei einer solchen spiellänge eine beachtliche leistung. umso trauriger, dass dem film locker die hälfte seiner spielzeit fehlt.
das gier-motiv zieht sich durch den ganzen film und hält sich bei themen wie geld, rache, liebe, macht und instinktiven trieben auf, ohne omnipräsenten zeigefinger (abgesehen von texten am anfang und ende und natürlich dem titel des filmes).
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fast hätte ich völlig vergessen die musik zu erwähnen:
akzentuierend, bekannte motive werden hier und da verwandt (zb der bekannte trauermarsch von chopin) und allgemein nicht schlecht gewählt.
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alles in allem ein sehr empfehlenswerter film, aber auf kürzere fassungen würde ich echt verzichten. 4 stunden sind schon kurz.