Gigante - Kritik

AR/DE/ES/UY 2009 Laufzeit 88 Minuten, FSK 6, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 01.10.2009

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Kritiken (5) — Film: Gigante

Christian Alt: NEGATIV

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7.5Sehenswert

[..] Nicht umsonst hat Gigante auf der letztjährigen Berlinale den silbernen Bären gewonnen. Der karg anmutende Film aus Uruguay ist eines der Highlights des letzten Jahres und zeigt deutlich, welches Potential in der romantischen Komödie steckt; ganz abseits von Massenware wie Er steht einfach nicht auf dich oder Valentinstag. Gigante ist herzerwärmendes Kino mit wohl dosierten gesellschaftskritischen Untertönen, die den lakonisch erzählten Plot aber nie überstrahlen.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.5Sehenswert

Er war der große Sieger der diesjährigen "Internationalen Berliner Filmfestspiele". Mit drei Bepreisungen hält das Debüt des Argentiniers Adrián Biniez den "Berlinale"-Rekord 2009. Dabei gewinnt der stämmige Supermarkt-Wachmann, um den sich die lakonische Geschichte vom Verliebtsein dreht, zu Beginn nicht mal einen Blumentopf.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[...]Adrián Biniez setzt dabei in der Inszenierung vor allem auf eine Konstante: dem Voyeurismus seines Protagonisten und des Zuschauers. Immer wieder erlaubt Biniez dem Publikum den Blick durch Jaras Augen. Dass zwischen reiner Neugier und Obsession nur ein schmaler Grat besteht, auch dafür ist dieser Film in den heutigen Zeiten, in der der Mensch immer gläserner wird, ein gelungenes Statement. Vor allem aber muss „Gigante“ als unwahrscheinlich zarter und behutsamer Film verstanden werden, der zudem durch seine fast zur Bewegungslosigkeit erstarrten Bedächtigkeit in der schnelllebigen Gegenwart des 21. Jahrhunders eine wohltuende Akzentuierung der Gemächlichkeit darstellt. Am Ende wird Jara dem Zuschauer ans Herz gewachsen sein und mitfiebern ob und wie er den entscheidenden Schritt in seinem Leben gehen wird. Man hat ihn gerne dabei begleitet, denn Adrián Biniez ist mit „Gigante“ nicht nur ein vielversprechendes Debüt gelungen, sondern auch eine wunderbare Romanze, die sich wohltuend vom Hollywood-Einerlei abzuheben vermag.[...]

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alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Der ruhige Erzählstil und die inhaltliche Schlichtheit der Geschichte prägen den leisen Liebesfilm „Gigante“, der damit zugleich Erinnerungen an P.T. Andersons wundervollen „Punch Drunk Love“ weckt. Das langsame Erzähltempo ist mit den üblichen Phrasen von wegen Zeit für die Charakterzeichnung und –vertiefung nehmen, nicht zu erklären. Nö, denn der Autor und Regisseur Adrián Biniez hat bei seinem Debütfilm keine außergewöhnlich schrägen Protagonisten erschaffen. Ein dicker Heavy Metal-Fan, der sich als Nachtwächter und Türsteher verdingt, und eine bindungswillige Putzfrau, die Kino und den Strand liebt, sind einfach nur Leute von nebenan. Menschen mit bekannten Schwächen und Ängsten, Menschen auf der Suche nach Liebe, Menschen ohne Selbstvertrauen. Diesen folgt die Kamera in ihrem tristen Beruf und Alltagsleben. Schlussendlich zeigt Biniez nur, dass die Kraft der Liebe den Menschen zum Positiven verändern kann. Dass der Autor dabei fortwährend mit Kontrasten spielt und eine freundliche Stalker-Handlung als Auslöser benutzt, erfrischt die magere Geschichte umso mehr. Und das größtenteils schäbige Montevideo ist als Schauplatz auch nett. Merke: Nicht in jedem Liebesfilm muss das Pärchen händchenhaltend vor der Brooklyn Bridge hocken.

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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9.5Herausragend

Adrián Biniez’ Wettbewerbsbeitrag Gigante ist ein ganz wundervoller, leiser, zärtlich-lakonischer und zugleich komischer Film über die Liebe und die vielen kleinen und großen Schwierigkeiten auf dem Weg zu ihr. Ein echtes Geschenk und trotz des unbarmherzigen Vorführungstermins am Sonntagmorgen um 9 Uhr ein echtes Highlight des bislang eher gemischten Wettbewerbs.

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Kommentare (16) — Film: Gigante


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Cayopei

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Bewertung7.5Sehenswert

Großer kleiner (Liebes-)Film. Beinahe ein südamerikanischer Kaurismäki.

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BaltiCineManiac

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kleiner Film, großes Herz, Gigante! Mit einfachem, aber immer treffsicherem Inszenierungsstil, verpackt in ruhige und klare Bilder, nähert sich Regisseur Adrián Biniez seinen tragikomischen Figuren und erschafft eine Atmosphäre, die man anfänglich aufgrund der einfachen Geschichte und ihrem eher kleinen Umfang gar nicht für möglich gehalten hätte. Ganz schnell wird der Zuschauer mit dem großen Heavy-Metal-Teddybären warm, der als Wachmann eines Supermarktes und als Türsteher arbeitet, aber eigentlich (fast) keiner Fliege etwas zuleide tun kann und zudem noch zu schüchtern ist, um die per Monitor angebetete Julia anzusprechen. Mit Spannung folgt man dem hünenhaften Hauptprotagonisten bei seinen Spanner-/Stalkeraktivitäten, mit denen er versucht, der hübschen Putzfrau näherzukommen und hofft natürlich auf ein Happy End. Ob sich alles am Schluss zum Besten wendet, wird natürlich nicht verraten, doch das Ende strahlt die gleich alltagsgebundene Wahrhaftigkeit und Schlichtheit aus, wie der ganze Film und ist schon fast poetisch schön. Esta es la vida! Feines lateinamerikanisches Autorenkino aus Uruguay!

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J.R.K.

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehr ruhiger,wortkarger und sehr langsam erzählter Film über einenen "bärigen" sympatischen, verliebten Wachmann-Stalker, der sich nicht traut den ersten Schritt zu machen. Wer sehr viel Geduld hat, bekommt eine "realistische" kleine schöne Geschichte, wie jemand aus seinen tristen Alltag seines Lebens ausbricht und die Einsamkeit und Sehnsucht überwindet.

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filmschauer

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Bewertung7.5Sehenswert

Romantische Komödien können richtig aufregende Filme sein, sofern sie nicht zum wiederholten Male ausgelutschte Genrepfade betreten und nach dem immergleichen Rezept kochen. Diese zu entdecken ist jedoch gar nicht so leicht. "Gigante" aus Uruguay gehört zu dieser Art, wenngleich der Begriff 'aufregend' nach äußerer Betrachtung hier nicht unbedingt anwendbar ist. Denn Adrián Biniez' Film über die ungewöhnlichen Annäherungsversuche eines verträumten Wachmanns ohne die bekannten Idealmaße in Richtung einer jungen Putzfrau hat eine ziemlich langsame Erzählweise, wenig Drama-Momente nach herkömmlichen Sinne und geredet wird auch eher selten. Eben wie der Alltag unseres Protagonisten Jara, bevor der rituelle Blick auf diverse Perspektiven von Überwachungskameras allmählich die Erleuchtung bringt. Wie schließlich die unterschiedlichsten Ideen von Jara umgesetzt werden, um den Mikrokosmos dieser unbekannten Frau in skurriler und teilweise stalker-ähnliche Manier kleiner und auch sicherer zu machen, ohne auch nur ein Wort mit der Zielperson zu wechseln, ist bemerkenswert. Diese lakonische Herangehensweise erfordert sicherlich ein Stückchen Geduld (was für einen Jarmusch-Fan natürlich keine Hürde darstellt...), wird darüber hinaus allerdings mit einem staubtrockenen Humor - speziell in Sachen Situationskomik - und einer dazu passenden Montage verziert, sodass man schnell Gefallen an dieser Mischung finden wird. Einfach nett und auf gewisse Weise auch sehr charmant.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein ganz stiller Film für Schüchterne mit viel Geduld, denn es passiert fast nichts. Der wortkarge, etwas korpulente Wachmann Jara (Horacio Camandule) beobachtet die Putzfrau Julia (Leonor Svarcas) immer intensiver. Er traut sich aber nicht, sie anzusprechen. Erst in der letzten Einstellung sitzen beide am Strand. Man hört aber nicht, was sie miteinander bereden. Der Schluss passt zum vorhergehenden Geschehen, wie das anonyme Geschenk für Julia: ein Kaktus. Der Zuschauer ist quasi der friedlich-freundliche Mit-Stalker, der das Interesse an Julia mit Jara teilen muss und der jede neue Information über sie ebenso wissbegierig aufsaugt, wie die kleinen Missgeschicke oder Ladendiebstähle, die Jara mitansieht und helfend eingreift. Das ist rührend gemacht, aber nicht jedermanns Sache. Die beiden Darsteller agieren wie in einem Dokumentarfilm über die Arbeit im Supermarkt. Still erledigen sie ihren Job. Was das alles mit dem Titel zu tun hat? Keine Ahnung. Riesen kann ich nicht entdecken. Das Ganze ist hier vom üblichen Film so weit weg, so vollkommen anders, dass es durch seinen Seltenheitswert schon wieder gut ist.

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stalker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Und? Wie ist er? Findest du ihn nicht ein wenig zäh?
Zäh? Ach was. Du musst nur ein wenig kauen, das haste bei all der passierten Reizflut Hollywoods wohl verlernt, wa? Was langsam beginnt, ist einfach nur leicht, ist einfach nur ehrlich, wahrhaftig und wunderschön.
Mampf und kau und tatsächlich, ich bin drin, spiele Playstation, höre Metal, verliebe mich in die Putze und weiß so wenig damit umzugehen wie der Wachman, ich folge ihm und er folgt ihr und ich lache, grinse, klopfe Schenkel und habe am Ende eine kleine Perle gefunden.

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freakualizer

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Da ist er! Der Kommentar, der mich auf den Film freuen lässt. Toll!


adamma

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vorgemerkt

schöner film fürs herz! nicht kitschig sondern einfach nur schön. kann ich nur empfehlen, wenn man mal ein bisschen abschalten will und große gefühle auf eine stille art erleben möchte.
der hauptdarsteller ist übrigens hintergründig sehr sexy.

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Marie Krolock

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Bewertung7.0Sehenswert

In meiner Lieblingsszene stellt der wirklich große & breite Sicherheitsmann des Supermarktes seiner kleinen & zierlichen Traumfrau (Putzfrau im gleichen Supermarkt) einen winzigen Kaktus in einen Gang - das ist so anrührend! Allerdings braucht man ein wenig Ausdauer, die Geschichte wird in einer sehr ruhigen Gangart erzählt, manchmal passiert auch einfach nichts.

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Heavy_Metal

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

bescheidenheit ist eine zier.

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Fulsome.

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Du stehst also auch so auf kurze Kommentare wie ich;)


Heavy_Metal

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nicht grundsätzlich. ich passe das dem an, was ich sagen möchte. auch hier gilt für mich: form follows function :)


der Suk

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Bewertung3.0Schwach

Soso, einen silbernen Bären hat der Film also eingeheimst. Das passt gut zu meinem grauen Sack. Nein nein, er war nicht ganz schlecht. Er war aber auch nicht gut. Wenn 80 Minuten sich wie 120 anfühlen, hat das schon was von Rodeoreiten auf einer Schildkröte. Nun, ich mag hie und da schon mal einen langsam erzählten Film, aber dieser kam nahe einem Standbild. Leise Komödie? Ja, sehr leise, also ich hab fast nix gehört. Wachmann verliebt sich in Putzfrau, ja, ist ´ne süße Idee, aber da hätte man schon ein bisschen mehr draus machen können, irgendwie, ganz bestimmt. Vielleicht war ich auch einfach nicht in der richtigen Verfassung, obwohl ich mir alle Viertelstunde eine Thrombosespritze gesetzt habe. Ja, er hatte vereinzelt schöne Bilder (Ich meine die außerhalb der Überwachungskamera, Ihr Vögel), die Kantinenmomente hatten auch ihren Reiz und damit ist aber schon genug des Lobes, Mensch!

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denise

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein sehr ruhiger Film, mit einem überraschend sympathischen Hauptdarsteller. Überraschend, weil einem beim ersten Anblick von Jara Wörter wie "Bruno", "Bär" oder "Obelix" einfallen: Er ist groß, dick und jemand, dem man sich nicht so einfach in den Weg stellen würde. Passenderweise arbeitet er als Wachmann im Supermarkt und als Rausschmeisser in einer Hard Rock Disco.

Ziemlich schnell jedoch beginnt man sein Wesen immer deutlicher zu erkennen. Jara gehört zu den "sanften Riesen", den Leuten, die oftmals im Hintergrund agieren, nicht sonderlich durch Aktionismus oder eine eigene Meinung auffallen, die man jedoch in einer gefährlichen oder bedrohlichen Situation sicherlich auf seiner Seite haben möchte. Auf der anderen Seite seiner Faust zu stehen, macht definitiv keinen Spaß.

Er ist ein Beobachter, sein Leben plätschert so vor sich hin - und selbst als er Julia über die Monitore im Supermarkt entdeckt und sich in sie verliebt, bleibt er im Hintergrund. Mehr und mehr jedoch findet er sich in Situationen wieder (ausgelöst durch seine tägliche Beschattung von Julia), in denen sein Handeln vonnöten ist, er wird vom Beobachter zum Beschützer, zum Kämpfer und letztendlich wird er sein eigenes Leben in die Hand nehmen müssen - oder für immer tatenlos dem Leben anderer zusehen.

Der Film ist durchgehend geprägt von Symbolen des Schauens, des distanzierten Betrachtens. Monitore, Kameras, Blicke. Niemals hört man die Gespräche, man sieht immer nur von Weitem, dass ein Interagieren stattfindet, bekommt jedoch nicht mehr mit, als die Bewegungen und Gesichtsausdrücke. Dadurch ist der Film ein sehr ruhiger, langsamer Film geworden, bei dem ich jedem, der das langweilig findet, ein wenig zustimmen muss. Allerdings schafft Horacio Camandule er immer wieder, einen in den Bann zu ziehen, niemals verliert man als Zuschauer den Faden oder das Interesse.

Und genau das ist man während des gesamten Filmes: Ein interessierter Zuschauer wie Jara. Einer, der Jara im Verlauf immer mehr stumme Ermutigungen zuruft, ihn auffordert, sein Leben aktiv zu gestalten und die Dame seines Herzens endlich anzusprechen. Man möchte, dass er aus der Perspektive des unbeteiligten Beobachters endlich ausbricht und handelt.

Und am Ende, als Jara seine letzte zu treffende Entscheidung trifft, dreht sich die Aufmerksamkeit des Films unauffällig einem selbst zu, dem Zuschauer. Die Kamera wird zum Spiegel, der sich auf das Publikum richtet. Danach verlässt man den Kinosaal irgendwie mit dem leichten Gefühl, ertappt worden zu sein...

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Thekla

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Bewertung6.5Ganz gut

Tolle Besetzung des Hauptdarstellers, ruhige Erzählweise und endlich mal wieder ein Film, der nicht der Meinung ist, dass man eine gute Geschichte nur in weitaus mehr als 100 Minuten erzählen kann.

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davidpm

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr netter Film über einen dicken Wachmann, der sich über seine Kameras in eine Putzfrau verliebt und sich zum sympathischsten Stalker aller Zeiten verwandelt.

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lagrandville

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Bewertung9.0Herausragend

Unheimlich langsam gefilmt,aber immer schön anzusehen, lustig und mitunter auch traurig. Hier wird mit kleinen Mitteln gearbeitet, die gerade durch die Langsamkeit des Films ihre volle Wirkung bekommen.
Mein bisheriger Wettbewerbsfavorit.

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Motsche

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie viele Sätze werden in diesem Film gesprochen?
Vielleicht 10 oder so.
Gigante hat eine tolle Atmosphäre, einen drolligen und bezaubernden Hauptdarsteller und die Musikauswahl gibt dem Film das "gewisse Etwas"!
Hatte das Vergnügen ihn in der Originalsprache zu sehen!!
Wer keine Angst vor langsamen Filmen hat, sollte sich diesen ansehen!!

Hoffentlich gewinnt er bei der Berlinale einen Preis!!

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Motsche

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Tatsächlich hat er sogar 3 Preise gewonnen!!! u.a. Preis für den besten Erstlingsfilm!


nurleben

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Genial, in meiner Stadt läuft er gleich die 1. Woche auch schon als OmU *freu* :) :)


wolf260366

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Habe den Film gerade auf der Berlinale gesehen und wusste im Vorfeld nicht, was da "auf mich zukommt". Ein übergewichtiger(=dicker) Sicherheitsmann verlebt seinen Tag mit seinem Job, schlafen und am Wochenende macht er noch einen Türsteher in der Disko. Und dann verliebt er sich in eine Putzfrau und traut sich nicht sie anzusprechen, aber "verfolgt" sie und sorgt - auf seine Art - für Sie. Ein Film zum Mitfühlen, schmunzeln, ein Film, der sich sehr viel Zeit nimmt, ruhige Bilder, kaum wird etwas gesprochen. Erst am Schluss spricht der Hauptdarsteller viel, aber dass hört man nicht mehr. Ein stiller, langsamer Film, sehr gute Schauspieler, alles sehr realistisch. Großer Beifall und eine Crew, die diesen Augenblick genossen hat, in Berlin zu sein.

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