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God Bless America
God Bless America (2011), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Komödie
5.8
Kritiker
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von Bobcat Goldthwait, mit Joel Murray und Tara Lynne Barr
Als bei Frank (Joel Murray) ein Tumor im Kopf festgestellt wird und er nicht mehr lange zu leben hat, will er seinem Leben zunächst selber ein Ende setzen. Doch angesichts der Volksverdummung via Fernsehen überlegt er es sich anders und startet einen blutigen Feldzug gegen jeden, der es in seinen Augen verdient hat zu sterben. Unterstützung erhält er dabei von der jungen Roxy (Tara Lynne Barr).
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails God Bless America
- Genre
- Komödie
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Kritiken (8) — Film: God Bless America
sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de
Kommentar löschen[...] Aber eines kann man mit absoluter Gewissheit sagen: “God Bless America” ist in vielen Punkten sehr treffend. Führen wir es uns doch einmal vor Auge: wie viele von uns sind vom Pseudo-Fernsehprogramm der heutigen Zeit mit all ihren “Superstars”, “Familien im Brennpunkt” und “Jersey Shores” einfach nur angeekelt? Und wie viele von uns haben sich nicht tatsächlich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, wenn am Set der letzten “Barbara Salesch”-Sendung plötzlich eine Bombe hochgegangen wäre? Oder, um es weniger drastisch auszudrücken, einfach nur dem Typen, der einem gerade den letzten Parkplatz vor der Nase weggeschappt hat eben jene zu brechen? Sicherlich auch einige. Und genau an diesem Punkt setzt Goldtwaith mit seinem Film an, denn er lässt seine Protagonisten genau dieses Verhalten, welches einem normalen und gefestigten Menschen natürlich nie ernsthaft in den Sinn kommen würde, ausleben – und das in einem sehr angenehmen Erzähltempo, zumeist von bösem schwarzen Humor untermalt und dabei irgendwie sehr oft auch absolut auf den Punkt gebracht. Zwar muss man ganz deutlich sagen, dass “God Bless America” dabei nicht die atmosphärische Dichte von “NBK” oder gar “Taxi Driver”, welcher hier auch Pate gestanden haben könnte, erreicht und dass auch, zumindest in der zweiten Hälfte der Geschichte, die Gewalt in den Vorder- und die Satire in den Hintergrund rückt. [...]
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Gerade weil „God Bless America“ vor allem von einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt und sich mit deren zarter Beziehungsstudie beschäftigt, entpuppt sich der Film als im Kern bescheidene Ode an Höflichkeit und Respekt im Miteinander, nur eben verpackt in eine augenzwinkernd brutale, wachrüttelnde Form. Das hat geradezu etwas Romantisches, besitzt einen gewissen Charme und ist auf alle Fälle schräg. Spätestens im großen, aber eben doch nicht allzu großen Finale merkt man, dass dieser Produktion ein Stück weit die angemessenen Mittel fehlten. Weil die Bildsprache jedoch kreativ und gut durchdacht ist, fällt das offenbar recht kleine Budget sonst kaum auf. Gut gemacht. [...]
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Die Endaussage von „God Bless America“ ist dann genauso katastrophal am Thema vorbei, wie auch der gesamte Film in seinem faschistischen wie infantilen Auftritt. Wo das psychopathische Verhalten des Paares durchgehend legitimiert wird, siegt dann die Sinnlosigkeit des Blutvergießens. Und weiter? Rein gar nichts weiter. Wir sind eben Opfer unserer Zeit und müssen damit leben, dass wir von sämtlichen Talkshows und anderen Schwachsinn in unseren Grundfesten erschüttert und gerichtet werden, denn eine andere Hilfestellung scheint es nicht zu geben und die Wurzel allen Übels werden wir wohl nie zu Gesicht bekommen. Ist klar. Umschalten und den Sender wechseln wäre vielleicht auch mal machbar. Krawall, der uns am Ende nicht weiterbringt, genau der regiert und offenbart, das „God Bless America“ in jeglicher Hinsicht vollkommen unbrauchbar ist, ob nun als zynische Rachephantasie oder als kritische Zeitgeistsatire.
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killerfish Fri, 17 May 2013 18:56:26 -0000
Antwort löschenDieser Kritik kann ich mich voll und ganz anschließen!
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschen[...]
Das Ende ist so in etwa vorhersehbar, aber auch nur logisch und geht für mich vollkommen in Ordnung. Trotz minimaler Längen im Mittelteil ist „God Bless America“ aber trotz allem eine wunderbar zynische Abrechnung mit den Medien, dabei sehr kompromisslos (man denke nur an die Szene zu Beginn) und ehrlich. Zudem hatte ich nicht das Gefühl dass es nur um möglichst viele Gewaltszenen unter dem Deckmantel einer Mediensatire geht. Alles in allem ein sehenswerter Film, der mit Sicherheit noch die ein oder andere Sichtung erleben wird.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenMan macht es sich zu leicht, wenn man God Bless America als deutlich misanthropische Variante von Super lesen möchte – dafür sind die beiden Protagonisten immer wieder zu nett – oder versuchen wenigstens, nett zu sein.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenHier ist ein Film, der als gnadenlos komische Brutalität anfängt, um in eine bloß gnadenlose Brutalität hinabzusteigen. Aber, wow, was für ein Einstieg.
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BlueSquirrel Tue, 11 Sep 2012 03:57:01 -0000
Antwort löschenDas ist der dümmste Auszug, den ich je gelesen habe.
NIck Schager: Slant Magazine NIck Schager: Slant Magazine
Kommentar löschenDadurch, dass God Bless America sich voll und ganz auf die Seite des Hauptcharakters stellt, anstatt den Selbstjustiz-Tötungs-Kreuzzug zu verkomplizieren oder zu zensieren, erweist sich der Film auf dümmliche Art als eintönig und predigerhaft.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bill Goodykoontz: Arizona Republic Bill Goodykoontz: Arizona Republic
Kommentar löschenGod Bless America ist [...] ein wenig zu offensichtlich; interessant, manchmal witzig, letztlich aber nicht so zufriedenstellend, wie er hätte sein können.
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Kommentare (122) — Film: God Bless America
Daymare Wed, 22 May 2013 12:21:53 -0000
Kommentar löschenWer etwas für Menschen übrig hat, die sich an der Gesellschaft rächen wollen, der ist bei "Falling Down" und "Amok - He Was a Quiet Man" weitaus besser aufgehoben!
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elmnope Wed, 22 May 2013 00:03:38 -0000
Kommentar löschenEin Fest der Misanthropie! Eine reizvolle Grundidee, bitterböser Humor und ein vielversprechender Anfang kennzeichnen God bless America, bevor es deutlich abwärts geht.
Originelle Ansätze ächzen hier unter der Last des arg konventionellen Handlungsaufbaus, während die beiden Hauptfiguren bis zum Ende blass und ziemlich eindimensional bleiben.
Roxy ist einfach nur ein psychopathischer Teenager und Frank ein genervter und frustrierter Typ. Auf lange Sicht reicht dies aber nicht, den Amoklauf der beiden zu rechtfertigen- im Gegenteil wird er dadurch immer abstruser und die Satire verliert dadurch gleichzeitig an Biss.
Dies scheinen auch die Macher gemerkt zu haben, denn statt die Motive ihrer Figur auszubauen, darf Frank stattdessen zu seiner Rechtfertigung eine Rede nach der anderen halten, warum all die, die getötet werden, es verdienen.
Und dabei wird mit dem metaphorischen Zaunpfahl nicht nur gewunken, der Zuschauer wird eher aufgespiesst.
Und hier liegt das größte Problem: der Film ist unerträglich plakativ. Er kennt keine leisen Zischentöne, keine subtile Kritik. Und irgendwie ist es doch gerade das, was eine gelungene Satire ausmacht.
God bless America ist wie ein nörgeliger, zynischer Typ, den niemand leiden kann: er beschwert sich nur, kann aber nie den Gegenbeweis antreten, es besser machen, oder eine Lösung anbieten, sondern lediglich motzen.
Und so ist der Film vor allem penetrant und irgendwie auch unbefriedigend, trotz seiner genüsslich zelebrierten Misanthropie.
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Alienator Wed, 22 May 2013 05:42:55 -0000
Antwort löschenGehört hab ich davon wohl schon viel, aber kam noch nicht dazu ihn zu sehen. Muss angesehen werden?!
elmnope Thu, 23 May 2013 13:43:02 -0000
Antwort löschenIm Grunde kann man es sich sparen. Es hat sich reizvoller angehört als es im Endeffekt war...
Aldo_Valletti Thu, 16 May 2013 23:49:30 -0000
Kommentar löschenHatte schon lang keine amerikanische Komödie gesehen bei der ich lachen musste. Leider geht der Film dann doch nicht den ganzen Weg, da wäre schon noch ein bisschen mehr Gesellschafts- und Medienkritik drin gewesen.
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Brascon Sun, 05 May 2013 13:06:22 -0000
Kommentar löschenFrank spricht mir im ersten Filmdrittel aus der Seele.
Obwohl ich hin und hergerissen war zwischen seinen Weisheiten und dem Lachen über die Dummheit der TV-Kanäle - Und ja, ich habe auch über den talentfreien Jungen bei der Casting-Show gelacht.
Ich kann also wahrlich nicht sagen, dass mir Franks Massaker oder die Dummheit der Gesellschaft besser gefallen hat.
Auf jeden Fall hätte diese Komödie weniger und dafür sinnvollere Tote vertragen können. Anschauen schadet trotzdem nicht.
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Rob Stark Sun, 05 May 2013 11:25:15 -0000
Kommentar löschenGesellschaftskritik auf dem höchsten Level. Frank ist auf den ersten Blick ein durschnittlicher etwas deprimierend wirkender amerikanischer Office Clerk, der seine besten Jahre schon hinter sich hat. Er lebt von seiner Familie getrennt, fühlt sich von allen und jeden gestört und kann die Entwicklung der Zivilisation nicht nachvollziehen. Es kommt ihm so vor als würde die gesamte Menschheit vor sich hin vegitieren und verdummen. Ihm fehlen die "richtigen" Gespräche. Ein Dialog der auch Inhalt und Sinn hat und nicht nur aus Klatsch, Tratsch oder sonstigen unwichtigen Themen besteht.
Die Thematik ist wahrlich anziehend, denn schon ihm Trailer sitzt man kopfnickend vor dem PC und kann seinen Gedankenweg vollkommen nachvollziehen. Mir gefällt es, wie er diese ganzen Realtyshows in den Dreck zieht. Man erkennt schnell, dass das echte Leben zu einer ganz eigenen Freakshow gestaltet wurde und wird. Es sind viele wahrheitsgemäße Anedeutungen und Kritiken. Man muss schon hier und da einige Sachen filtern, die dann doch etwas zu krass und überheblich sind. Auch wenn es vllt so wirkt, der Film möchte die Leute nicht zum Amok animieren, sondern hat eher eine Aufklärungsfunktion und bietet ein "was wäre wenn"-Szenario.
Frank zieht in GTA-Manier durch die Vororte und macht den "schlechten" Leuten die Hölle heiß. Es ist interessant zusehen, auf welche Bahn Frank gerät. Wird er zu der Art Mensch, die er anfangs aufgrund der Entscheidungen und Handlungen verachtet hat? Man erlebt hier gute Unterhaltung, daher auch meine Bewertung. Er ist trotzdem irgendwie sehenswert, da man mit vielen Problemen in der Gesellschaft kontrontiert wird. Ein einzig dickes Minus gibt es für das erste Kapitel, die Szene mit der Nachbarsfamilie. Das fand ich wirklich geschmacklos und kann getrost weggelassen werden.
Das Konzept geht auf und das Bonny und Clyde Duo ist mitreißend. "God Bless America" sorgt für viel Diskussionstoff und provoziert. Der Film dürfte so ziemlich viele Meinungen spalten und ist daher nicht für Jedermann.
Achja, ich frage mich ob in der Abschlussszene die Gürtelschnall mit dem Smiley irgend eine Gemeinsamkeit zu dem "Comedian" aus Watchmen herstellen will. Dieser hatte ja schließlich auch ähnliche Ansichten wie Frank...
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pischti Sun, 05 May 2013 14:04:59 -0000
Antwort löschenSchöne Kritik, ich fande den Film allerdings deutlich schlechter. Im Gegensatz zu Dir gefielen mir die ersten 20 Minuten sogar noch am besten. Ab dem Zeitpunkt wo das nervige Mädel mit von der Partie ist, wurde es für mich sehr nervtötend. Die Gesellschaftskritik ist zwar gut, aber der Anteil an schwarzem Humor war mir zu gering und ich konnte kaum lachen. Dazu kommt, dass das ganze Geschehen für meinen Geschmack zu langweilig war.
Rob Stark Sun, 05 May 2013 14:15:24 -0000
Antwort löschenDanke erstmal :-)
Eigentlich fand ich den Anfang auch am besten. Habe ich vllt nicht richtig deutlich gemacht. Denn ich fand dass es mit dem Mädel auch bisschen nervig wurde, vorallem weil sie jeden für irgendwelche Kleinigkeiten umlegen wollte.
Ja ich empfand den Film auch weniger als Komödie, da gebe ich dir Recht!
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pischti Sun, 05 May 2013 14:22:20 -0000
Antwort löschenEs war am Ende einfach alles recht ausgelutscht. Ich saß vor dem TV und dachte mir "Jaaaaaa, ich habs ja verstanden", aber mir fehlten vor allem bessere Figuren. Ich empfand ihn noch als ok, aber sie hat den Film für mich total versaut. Ich hab mir irgendwann echt gewünscht, dass er sie einfach auch mal mit abknallt :D Ich brauch in solchen Filmen einen riesen Anteil von tiefschwarzem Humor, der vor allem abwechslungsreich ist. :)
Rob Stark Sun, 05 May 2013 15:52:23 -0000
Antwort löschen:-D Ja stimmt, mit einem Fass schwarzen Humor hätte man mehr machen können!
DerBaertige Sun, 21 Apr 2013 20:37:11 -0000
Kommentar löschenWo der Anfang mir noch einige "Genauso isses!"-Momente beschert und durchaus vielversprechende Ansätze bietet, büßt der Film ab dem 2. Drittel deutlich an Biss, Spannung und Logik ein. Der neue Freund der Ex-Frau ist Polizist und erkennt selbst nach Berichterstattung im TV und danach im Gespräch die Protagonisten nicht als Täter wieder? Das vermeintliche Opfer der Gesellschaft, ein geistig behinderter Teilnehmer einer Castingshow wird kurzerhand erschossen, als er erklärt, er habe nur Selbstmord begehen wollen, weil er befürchtete nicht mehr ins Fernsehen zu kommen. Dass er nun einmal geistig behindert ist, wird da plötzlich gerne übersehen. Mal abgesehen davon, dass der Protagonist mehrere Male betont, er wolle nur Menschen töten, die den Tod verdienten. Wie er darüber entscheidet? Auf die Antwort warte ich immer noch.
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killerfish Sat, 20 Apr 2013 22:00:40 -0000
Kommentar löschenLeider zeigt sich „God bless America“ als oberflächliche Gesellschaftskritik eines alternden, reaktionären Regisseurs und Drehbuchautors, der Alice Cooper und Star Trek nachtrauert und sich wahrscheinlich von den lärmenden, ignoranten Kinozuschauern beleidigt fühlt, die Filme nicht respektieren und lieber Popcorn in sich hineinstopfen. Er betrachtet vermutlich wie der Protagonist entfremdet und kopfschüttelnd die neue Generation, verdammt die ständig twitternden „Digital-Natives“ und wünscht sich die gute, alte Zeit zurück, als das Telefon noch an der Wand hing und man sich gegenseitig noch zuhörte. Er unterscheidet sich schlussendlich nicht von denjenigen, die er als intolerant, homophob, fanatisch, pädophil, sadistisch, dümmlich, oberflächlich und hedonistisch verabscheut und zum Abschuss freigibt.
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Civil War Fri, 03 May 2013 10:52:24 -0000
Antwort löschenDu verwechselst den Regisseur mit dem Protagonisten. Die Weltanschauung von Frank/Protagonist muss nicht die des Regisseurs sein.
Ich empfinde als Moral des Filmes jedenfalls nicht, dass man einfach alle umbringen soll, die einen stören. Die letzte Szene, wo mit der AK47 das halbe Publikum umgebracht wird, soll wohl kaum zur Nachahmung animieren.
Es macht lediglich für den Protagonisten und seine Lebenserfahrung Sinn. Ich finde man kann sich prima in ihn hineinversetzen und seine Motivation verstehen, ohne das man seiner Haltung zustimmen muss. Deshalb ist es für mich ein sehr gelungener Film.
killerfish Fri, 17 May 2013 18:53:39 -0000
Antwort löschenEr (der Director) hat auch das Drehbuch geschrieben, durch seinen Film übt er Kritik. In der Literatur identifiziert sich der Autor zudem oft mit dem Protagonisten, so ist bei einer Interpretation auch immer die Biographie des Autors zu betrachten. Schon bei Goethe finden sich in einigen Werken autobiographische Züge, z.B. in „Die Leiden des jungen Werthers“. Filmisch verarbeiten viele Regisseure das, was sie bewegt und wovon sie oft selbst betroffen sind, siehe Lars von Trier und die Verarbeitung seiner eigenen Depression in „Melancholia“. Man darf nicht Identifikation bzw. Projektion mit Identität verwechseln.
Ich stimme Dir zu, dass der Film nicht zum Nachahmen anregt, das habe ich auch nie behauptet. Auch Franks Beweggründe kann ich nachvollziehen, allerdings nicht akzeptieren. Vor allem aber seine Ignoranz und Arroganz sind so ekelhaft wie die des gesamten Films.
sascha.v.bose Sat, 20 Apr 2013 16:21:06 -0000
Kommentar löschenFür alle, die von der unsagbar dummen Unterhaltungsgesellschaft extremst genervt sind!
Ich habe mich köstlich amüsiert!
Definitiv zum mehrfachen Schauen geeignet.
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erik.stein.12 Fri, 19 Apr 2013 20:09:07 -0000
Kommentar löschenPechschwarze, urkomische “Natural Born Bonnie & Clyde Go Postal“-Satire mit einem Schuss „Falling Down“ genau zwischen die Augen.
Wer nach fünf Minuten noch am Schauen ist wird seinen Spaß haben – der Rest wird den Film hassen.
God Bless America ist eine blutrote & bitterböse Satire auf… ALLES. Okay… fast alles. Der Film will eigentlich nur zu mehr Menschlichkeit aufrufen und bedient sich hierfür satirisch perfekt an genau gegensätzlicher Mittel; nämlich einem ausufernden, bleihaltigen Amoklauf.
Seien es erbärmliche Talentshows, die jegliche Verantwortung ablehnen, penetrante Reality-TV-Konzepte, deren Teilnehmer ausschließlich aus der Generation „Hübsch & Dumm“ stammen und deren Traumberuf „Online-Star“ ist, nervige Kinobesucher, unfähige Eltern, Hass-Prediger, Falschparker, asoziales Nachbarn-Pack und und und… jedes Arschloch & jeder Idiot bekommt die Kugel.
God Bless America hat eine Tagline, die es auf den Punkt bringt und welche ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte: Taking out the trash, one jerk at a time.
Trotz seines niedrigeren Budgets, macht der Film auch technisch eine gute Figur. Die Actionszenen sind solide umgesetzt, können aber mit einem Hochglanz-Action-Porno von Michael Bay nicht mithalten. Dafür bekommt der Zuschauer aber einen fantastischen und wunderbar gegensätzlichen Cast und geniale Dialoge geboten. Das Pacing ist astrein, die Witze sitzen allesamt perfekt und bringen es auf den Punkt, Brüller sind garantiert und 100 Minuten sind kaum schneller vergangen, als mit dieser kleinen Kino-Kontrovers-Perle.
P.S. Der Film wird höchstwahrscheinlich bei einem jüngeren Publikum, das mit all dem Medienmist heutzutage groß geworden ist und noch nie im Leben eine anständige und anspruchvolle Unterhaltung im Fernsehen genießen durfte, nicht ankommen und auf keine große Gegenliebe treffen. Noch ein Grund mehr, wieso der Film so gut ist...
Zur Bewertung der Blu Ray geht´s hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/04/god-bless-america-blu-ray.html
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dark_chill Sat, 06 Apr 2013 17:20:37 -0000
Kommentar löschenNach starkem Anfang mit einem wunderbaren Monolog über die oberflächliche Medienwelt entwickelt sich der Film zu einem Ärgernis. Unglaubwürdige Charaktere hassen alles, was nicht ihrem Weltbild entspricht: Hippies, Tea Party-Mitglieder oder dumm schwätzende, handynutzende Kinobesucher werden munter in einen Topf geworfen und ab und zu eben abgeknallt. Das ist das einzige was in dem Film passiert, was nach einer Weile einfach nur noch langweilt.
Für eine Satire ist God Bless America viel zu plump und harmlos, für eine Komödie einfach nicht lustig. Schön dargestellt war allerdings die Medienlandschaft, bei der alles durch den Kakao gezogen wurde, von TMZ hin zu Pseudo-Soaps und "Talent"-Shows.
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der.herr.der.fliegen Wed, 03 Apr 2013 15:58:41 -0000
Kommentar löschenErlebnisprotokoll (Achtung: Spoiler!)
Die Anfangsszene fand ich großartig schonungslos.
Den Weg in seine Ausweglosigkeit fand ich zu gewollt und durch den Tumor zu altbacken.
Dann musste ich mich fragen, warum er überhaupt noch den Fernseher anschaltet, wenn ihn das alles aufregt.
Kurz darauf freute ich mich über den Black Rebel Motorcycle Club.
Dann wurde ich von dem Fehlversuch mit dem brennenden Lappen überrascht.
Roxy ging mir furchtbar auf den Sack. Sie ist wie eine Comic-Figur in einem Realfilm.
Frank Sinneswandel vom Selbst- zum Serienmörder ging zu glatt, zu schnell. Er hätte auch bei Roxy anfangen können...
In einer Atempause fragte ich mich, ob wir mehr darüber erfahren werden, warum sie so ist, wie sie ist. Wir mussten schließlich auch Franks ganze Misere mit ansehen.
Schade, dass die Leute im Kino vorhersehbar erschossen wurden. Wie sollten sie daraus lernen? Ich wünschte er hätte das brave Mädchen gefragt, ob sie sterben will, weil sie das miterlebt und ihre Freunde verloren hat.
Aber meine Enttäuschung wurde vom Ärger über den Filmzufall mit dem Unfall, der den Polizisten abzieht, abgelöst.
Das Musikvideo von "Steven Clark" erinnerte mich an eines von "Die Zukunft".
Das Wasserbombenroulette wäre ein toller Partykracher. Ich war neugierig, wen es erwischt und... WIE, KEINE WASSERBOMBE?!
Dann fand ich den "Ich will nur Leute umbringen, die es verdient haben." Spruch zum Kotzen. Fällt ihm nicht auf, dass es dafür keine objektiven Kriterien gibt?
Später hoffte ich, das Roxy den Moderator nur verarscht und die Kacke, die sie redet, nicht wirklich glaubt.
Strohhalm!!!!
Die Szene mit den christlichen Schulen- und Judenhassern war cool. Sowas hatte ich bei dem Film erwartet.
Aber was soll die lahme Tanzszene? Wozu müssen wir Frank in glücklichen Momenten sehen?
Verdammt, ich hätte den Film auf englisch gucken sollen. Was für ein schlechter Übergang von Originalton zur Synchronisation!
Zum Glück hat sie ihn mit dem Handy nicht erwischt, das wäre ne unnötige Szene gewesen.
OK, deswegen die Tanzszene; der Film nimmt eine gefühlsduselige Wendung - blöd, dafür gucke ich den doch nicht!
Dafür fand ich diese Szene eines guten Handels rührend. Zwei zufriedene Geschäftspartner fern ab staatlicher Intervention - gut ohne Staat wär's billiger gewesen...
Hatte der "Hey, Sie haben da nichts verloren!" Angestellte den Tod verdient? Hatte er, Frank?
Was soll die blöde Moralapostelrede? Ethik ist nur gottlose Religion. Kann es nicht einfach nur um schlechte Kultur gehen?
Wenigstens endete der Film wie er enden musste! Aber ich kann nicht behaupten gefesselt worden zu sein.
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Rogerman Fri, 29 Mar 2013 20:59:17 -0000
Kommentar löschenEin wirklich guter Amok Film!
Kein Falling Down oder Rampage, aber durchaus nachvollziehbar.
Heutzutage sitzen die Wixer sogar mit dem I Phone im Wartezimmer beim Arzt.
Telefonieren oder schreiben Nachrichten das es ständig Ping und Pling macht.
Da steigt einem schonmal was hoch und man könnte gerade mal...
Darum mag ich diesen Film so.
Er zeigt genau auf wie Bescheuert die Menschheit inzwischen ist.
Horden Vieh dessen geistige nahrung aus den Ärschen von ein paar Abgewichsten Medienmongulen tropft.
Man, das musste ich echt mal loswerden.
Und nein, ich bin weder bei Facebook, Twitter oder WKW.
:-D
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der.herr.der.fliegen Wed, 03 Apr 2013 16:12:48 -0000
Antwort löschenAber du bist bei Moviepilot. Wie ziehst du da eine klare Grenze?
thomas.pamperin.9 Sun, 07 Apr 2013 12:59:48 -0000
Antwort löschenHabe Deinen Beitrag gelesen, so brauchte ich keinen mehr reinsetzen. Denn genau so sieht es doch aus. Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen!!! Mich haben se auch schon oft genug fast umgelaufen, weil die Idioten nur auf Ihr Mist I-Phone usw. am glotzen sind als da wo se hinlaufen. Da hätt ich auch schon so einige male den in oder anderem gerne eine gelangt, weil se dann auch noch rotzfrech und pampig werden,...........!!!
Und wenn man meint nur Amerika, hier is et doch mittlerweile genau so. Keiner gönnt dem anderen was, zu 80% nur auf ihren Vorteil bedacht und lassen sich von so Shows wie DSDS, Das Supertalent und wie der Dreck all heißt dat (wenn vorhanden) Hirn weich kochen. Traurig aber leider wahr!!!
Auch ich finde es ein Klasse Film, weil er mal aufzeigt wie sich die Menschheit am zurückentwickeln ist. Nur viele können mit dem Film nichts anfangen, weil et selber solche Nasen sind. ;)
stuforcedyou Fri, 29 Mar 2013 09:33:15 -0000
Kommentar löschen„God bless America“ ist keine Satire. Es ist mehr vergleichbar mit einem bockigen Kind, das andauernd die Zunge herausstreckt, oder einem müden Prediger, der den erhobenen Zeigefinger mit einer geladenen Waffe gleichsetzt. Im Grunde ist der Film eine hüftsteife Allmachtsfantasie, die den Dingen, auf die er schießt, weit aus ähnlicher ist, als ein echter, ehrlicher Aufschrei dagegen. Na dann… god bless us all.
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wtfname Fri, 29 Mar 2013 10:49:22 -0000
Antwort löschenEiner der nervigsten Scheißfilme aller Zeiten. Oder war das nicht LA Crash? Oder Slumdog Millionär? Puuh, es gibt viel zu viele schlechte Filme.
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fuerchtegott Fri, 29 Mar 2013 12:16:42 -0000
Antwort löschenHab den Film nicht gesehen. Aber ich mag diesen durchtriebenen Kommentar:-)
Dachsman Fri, 29 Mar 2013 16:51:27 -0000
Antwort löschenJoel Murrays Monolog gegen Anfang des Filmes hat wohl, laut einem Bekannten, damals auf dem FFF stehende Ovationen erhalten. Zu einem gewissen Grad könnte ich das sogar noch nachvollziehen, auch wenn mir persönlich diese Mischung aus Zeigefinger-Moralist und weinerlichem Kulturpessimismus ein wenig auf den Zeiger ging. Danach kommt allerdings nischt mehr und, was mich am meisten ärgert, verrät der Film sein, im Kern ja nichtmal grundfalsches, Anliegen an platte Symptombekämpfung. Und, dass die bekämpften Symptome dann auch mehr Strohmänner und Klischees ist dann richtig doof. Finde demnach den vorletzten Satz so grausam treffend: Leute, die diese "Kritik" wirklich ernst nehmen sind wahrscheinlich diejenigen, die jeden Schmarrn, der auf ZDF-Neo läuft erstmal per se für niveauvolles Fernsehen halten (gerne mit Verweis darauf, dass sowas ja ausstirbt und es uns noch NIE schlechter ging).
TheAtticChild Sun, 24 Mar 2013 18:22:09 -0000
Kommentar löschenOh mein Gott, wie ich bei den Ansagen von FRANK nur nickend auf der Couch saß. Welche Wahrheiten dieser Film doch enthält und mich in meiner Meinung unterstützt seit über 3 Jahren keinen Fernsehanschluss mehr zu besitzen. Es kommt eh nur Scheiße und über genau diese Scheiße wird sich unterhalten. Klar, wer von uns unterhält sich nicht mal über sinnlosen Scheiß? Aber der Unterhaltungswert am Leid anderer will einfach nicht in meinen Kopf. Wenn ich nur Gespräche über DSDS oder gleichwertiges höre ergreife ich sofort die Flucht. Natürlich übertreibt es der Film aber wer von uns saß nicht schon einmal im Kino und hat sich über die Gruppe mit niedriger Sozialkompetenz aufgeregt, weil telefoniert oder laut geredet und mit Bier angestoßen wird. Da kann man schon so seine Gedanken bekommen :-) Natürlich ist niemand perfekt aber man sollte doch ein wenig mehr Rücksicht auf andere Menschen nehmen. Und auf die Interessen der Anderen zu achten ist gar nicht so schwer. Ich mach jetzt hier gar nicht den Moralapostel und lege jedem diesen Film ans Herz und ich kann versprechen, dass dieser Film einigen aus der Seele spricht. Die witzige Darstellung des eingeschlagenen Weges der Menschheit macht eine Menge Spaß und lässt somit den Film nicht in die Ernsthaftigkeit eines Dramas abgleiten. Die brutalen Szenen sind manchmal etwas übertrieben, finden sich aber bestimmt in einigen Kopfkinopassagen der angenervten Menschheit wieder.
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Moncineo Sun, 24 Mar 2013 18:52:30 -0000
Antwort löschenIch bin ein schwarzhumoriger Zyniker und ein Misanthrop vor dem Herrn. Der Film reizt mich schon lange. Ich nehme Dich beim Wort und gebe ihm demnächst eine Chance!
TheAtticChild Sun, 24 Mar 2013 19:00:22 -0000
Antwort löschenFalls mein Wort Dir Lebenszeit raubt, stehe ich für meine gerechte Bestrafung zur Verfügung ;-) Der Film hat ein paar Längen aber laut deiner eigenen Einschätzung kann der Film Dir nur gefallen.
niceeddy Sun, 24 Mar 2013 19:29:32 -0000
Antwort löschenBestimmt nicht perfekt und manchmal sogar richtig dämlich, aber einige Szenen sind so gut (speziell die Hassrede im Büro), dass sie den kompletten Film aufwerten, ähnlich wie bei Idiocracy.
KonTaicho Sun, 24 Mar 2013 21:28:25 -0000
Antwort löschenZieh ihn dir rein, da wird ordentlich auf die Kacke gehauen! :3
Rogerman Fri, 29 Mar 2013 21:01:13 -0000
Antwort löschenIch hab schon 4 Jahre keinen TV Anschlus mehr.
Brüder im Geiste sag ich nur.
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Moncineo Mon, 01 Apr 2013 09:55:20 -0000
Antwort löschenSo, hab ihn gesehen. Prima Frustabbau. DAS hat gut getan!
Auf jeden Fall sehenswert ...wenn nicht sogar höher.
Genaue Note muss ich mir nochmal überlegen.
TheAtticChild Tue, 02 Apr 2013 18:52:20 -0000
Antwort löschenNa das klingt doch sehr gut und ich brauche nicht mehr zu zittern :-)
Eigenbrötler Fri, 22 Mar 2013 01:35:19 -0000
Kommentar löschenDieser Film spricht mir aus tiefster Seele...
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Argus Thu, 28 Mar 2013 00:24:42 -0000
Antwort löschenNicht nur dir ! :)
Szugger Tue, 19 Mar 2013 22:56:35 -0000
Kommentar löschenZu dem Film gibt es nach 108 Kommentaren eigentlich nicht mehr viel zu sagen, aber etwas wurmt mich dann doch:
Bisher bin ich ja um "Glee" noch drumrum gekommen. Aber seit "Außerdem hat er mir Rocky Horror für immer versaut" bin ich etwas neugierig...
Wie kann denn so etwas einen solchen Film versauen?
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einSchluss Tue, 19 Mar 2013 21:04:43 -0000
Kommentar löschenDie zynische Abrechnung einer zunehmend oberflächlich agierenden Konsum- und Medienorientierten Marionetten-Gesellschaft. Der Verlust ursprünglicher Kommunikationen und allgemeiner, essentieller, menschlicher Umgangsformen führt bei der Hauptperson dieses Films zu eskalierenden Rachefantasien. <spoil> Da ist dann auch schon mal ein hässliches Plärr-Blag in der Nachbarwohnung Opfer einer Wutattacke mit deutlichen Spuren an der Wand <spoil ends>. Schließlich führen diverse, weitere Auslöser zum Selbstmordwunsch, aber nicht zur Ausführung, sondern triggern ihn anderweitig.
Oftmals musste ich losprusten vor Lachen bei den grenzüberschreitenden Racheaktionen, die ab einem Zeitpunkt nicht länger ein Hirngespinst bleiben.
Durch bittere Umstände findet sich ein ungleiches (Pädo-) Pärchen zusammen, das in der Manier zahlloser Referenzfilme mal ganz gehörig für Ordnung sorgt. Ihre Auswahl der Opfer ist immer nachvollziehbar und vermeintlich gerechtfertigt; schlägt aber in ihrem grenzenlosen Kopfkino manchmal mehr über die Stränge als sie es überbordend mit ihrem gleichmütig, coolen Waffeneinsatz in der Realität zu bewirken vermögen.
Der Film kann die Spannung nicht durchweg aufrechterhalten und hat mich trotzdem überzeugt. Alleine für die Kinoszene mag ich ihn.
WE SHALL CLEANSE THIS WORLD.
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Mimuschka Tue, 19 Mar 2013 21:13:02 -0000
Antwort löschenwar es für dich ein pluspunkt dass der protagonist frank heißt?
einSchluss Tue, 19 Mar 2013 21:23:28 -0000
Antwort löschenja
niceeddy Tue, 19 Mar 2013 21:40:13 -0000
Antwort löschenMir gefiel vor allem die Diskussion im Büro mit seinem Kollegen, das hat mir aus der Seele gesprochen.
einSchluss Tue, 19 Mar 2013 21:42:14 -0000
Antwort löschenExakt; da hätte ich unterschrieben.
SoulReaver Tue, 19 Mar 2013 22:39:28 -0000
Antwort löschenAm Wochenende ist er bei mir auch fällig.
TheAtticChild Tue, 19 Mar 2013 22:50:10 -0000
Antwort löschenAn die Kinoszene musste ich erst am Freitag denken. Da saßen wieder solche Proletenschweine in der Reihe hinter mir und konnten die Schnauze nicht halten. 9 Euro fürs Kino und dann dieser Überschuss an sozialer Blödheit...da bin ich bedient! Genug Hass verbreitet...Kommentar unterschrieben!
einSchluss Wed, 20 Mar 2013 14:14:50 -0000
Antwort löschenNa, da bin ich ja mal gespannt, wie er dir gefällt Souly...
... und JA!!! Attic: Sowas kommt bei jedem dritten Kinobesuch vor: plaudernde Kaffeekränzchen, pulstreibende Auseinandersetzungen mit Voll-Plebs, der einem alles versaut und Spoiler-Idioten die den bereits gesehen Film dem Nachbarn erzählen...: "Jezt´guck, jetzt, aber der stirbt noch nicht, ... erst am Schluss."
niceeddy Wed, 20 Mar 2013 14:48:31 -0000
Antwort löschenIch könnte zum Eddy werden, wenn sich so ein Adipositas-Akrobat mit einer XXXXXXXXXXXl-Tüte Chips in meine Nähe setzt und für eine konstante 90 dB-Kulisse sorgt. Smartphones (bzw deren inkompetente Besitzer) sind aber auch nicht ohne. Grrrrr..
einSchluss Wed, 20 Mar 2013 15:20:43 -0000
Antwort löschenDie Käse-Nacho-Fraktion hasse ich noch mehr. Wenn man nicht hungrig ist, stinkt das erbärmlich. Die bleiben bis zur nächsten Vorstellung, um ihr Menü aufessen zu können. Kino ist kein abgedunkeltes Restaurant mit Filmoption!!! Wenn ich aus der Nummer straffrei rauskäme, dürfte man mir besser keine AK47 in die Hand geben.
Murphante Wed, 20 Mar 2013 16:07:59 -0000
Antwort löschen@niceeddy ... sehr geile Stelle ... die hab ich sofort hier auch kommentiert: Die ersten geladenen 15 Minuten brachten mich nicht nur zum lachen als ich den Ende 50jährigen darüber rumwütend erzählend hörte was er über diese ganzen jammernden verblödeten Menschenmassen und seinen Nachbarn den "Neandertalern" die anstatt ein Baby eine nachtaktive Luftschutzsirene zum Schutz der Stadt in die Welt gesetzt haben, die losschrillt als würde der Angriff auf Pearl Harbor bevorstehen :D :D :D
aaaaaaahahahahahaha ... ich hab mich so wegeschmissen :D
niceeddy Wed, 20 Mar 2013 16:27:26 -0000
Antwort löschenAnalogkäse-Nachos sind auch deshalb scheiße, weil deren Käufer an der Getränketheke den Verkehr aufhalten mit Unschlüssigkeit, welche Dreckspampe man den als Dip wählt. Gegenüber Chips haben sie aber den Vorteil, dass sie schneller weg sind und weder sie selbst noch ihre Verpackung viel Krach verursachen. Dafür sind schlürfende Strohhalme in fast leeren Cola-Eimern ein Ärgernis, welches eigentlich immer dazu verkauft wird.
Murphante Wed, 20 Mar 2013 17:41:14 -0000
Antwort löschenAhrrrrrr dieser Film ist ... wie sagt man ... Prädikat wertvoll :D
oder so ... ^^
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einSchluss Wed, 20 Mar 2013 21:04:09 -0000
Antwort löschenPrädikat: sehenswert reicht auch schon Murph.
Tjeh, Ed. Das liebe ich auch, wenn Menschen in einer Schlange 20min anstehen und im Moment des Kaufentschlusses erstmal darüber nachdenken, was sie wollen. An Kinotagen habe ich schon mal lustige Grüppchen vor mir, die sich mit trivialem Scheiß vollgackern und sich dann an der Kasse erst mal einig werden müssen, in welchen Film sie überhaupt wollen... GEHT´S NOCH? Ich mach da mal nen Thread im Forum auf, was einem im Kino aufen Arsch geht.
einSchluss Wed, 20 Mar 2013 21:30:14 -0000
Antwort löschenDiesen hier gab´s schon:
http://www.moviepilot.de/forums/kino-forum/threads/die-zehn-gebote-kinoverhaltensregeln?page=2#post_125441
AgentSmith8 Tue, 12 Mar 2013 15:30:02 -0000
Kommentar löschenFängt großartig an, lässt aber sehr stark nach. Nach 20 Minuten fällt dem Film leider nichts mehr ein. Bis dahin lohnt er sich aber. Beim Monolog des Hauptcharakters zu Beginn über das heutige Fernsehprogramm bin ich aus dem Nicken kaum rausgekommen.
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Chris12zero Tue, 12 Mar 2013 15:04:25 -0000
Kommentar löschen"... Wow!! ...hier sind aber viele Menschen!! ..."
"... Ja, ...ich wollt, ich hätte eine AK-47...."
"... Peng!! ..." ^^
Nervende Nachbarn, Gehirntumor, Kündigung, Volksverdummung per TV und die eigene Tochter findet dich langweilig....
Frank (absolut spitze: Joel Murray/"The Artist") hat kein Bock mehr und will seinem tristen Leben ein Ende setzen, bevor's der Tumor tut.
Doch weshalb nicht vorher ein paar dumme Menschen abballern, die es in seinen Augen echt verdient hätten & so das "Gottes gesegnete Amerika" sehr viel besser dran wäre???
Gedacht, getan.
Noch schnell nebenbei 'ne frustrierte Teenie-Prinzessin (ebenfalls absolut spitze: Newcomerin Tara Lynne Barr) als beste Freundin auf der Mords-Tour aufgegabelt und fertig ist das quer durch die Staaten killende "Bonnie & Clyde"-Selbstjustiz-Pärchen der Neuzeit.
Klingt 08/15 und schon oft gesehn, isses aber nicht!!
Denn dieser herrlich schwarzhumorige Amok-Scheiß aus den Staaten kommt dabei so unglaublich herzlich daher, drastisch, gesellschaftskritisch... na klar, aber auch so aktuell in Bezug auf die Volksverdummung per TV-Massenscheiße!!
Klar gibt's hier auch schwächelnde Phasen, doch die bügelt Regisseur Bobcat Goldthwait (DER "Zed" aus den "Police Academy"-Filmen) mit seinen beiden erfrischenden, zu Herzen gehenden Hauptakteuren spielend locker wieder aus.
Meine Erwartungen an diesem Film wurden bombig übertroffen & ich hab mich knorke amüsiert!! ;-)
Fazit: Schwarz, bitterböse & hochbrisant ..."God Bless this Movie" !!!!!
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Boogers666 Tue, 12 Mar 2013 15:16:02 -0000
Antwort löschenKnorke ;)
Chris12zero Tue, 12 Mar 2013 23:33:10 -0000
Antwort löschenThx^^
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Murphante Wed, 13 Mar 2013 19:08:12 -0000
Antwort löschenNa denn war es doch eine super gute Empfehlung gewesen ... freut mich das er Dir gefallen hat ;-)
Chris12zero Fri, 15 Mar 2013 10:02:53 -0000
Antwort löschenJaahaaaa, das war sie!! ;-)
...hab mich köstlich amüsiert!! ;DD^^
jakob3 Mon, 11 Mar 2013 14:18:59 -0000
Kommentar löschenMit ziemlich drastischen Mitteln versucht sich "God Bless America" an einer Gesellschaftskritik. Leider blieb der Film etwas unter meinen Erwartungen und insgesamt ist er mir zu substanzlos und in seiner Aussage unklar. Der blanke Hass in Form von Selbstjustiz überdeckt leider etwas die Kernaussage, die der Regisseur vermutlich treffen wollte. "God Bless America" ist somit in seiner Aufmachung im Prinzip nicht viel besser, als die plumpen, handlungsarmen und niveaulosen Sendungen, die er kritisieren will und befriedigt ebenso Zuschauerinstinkte, wie eben diese Formate. Halt nur umgekehrt. Der Film liefert keine Lösungen, sondern ballert konsequent und gnadenlos alles nieder, was nicht nach der ideologischen Pfeife des Protagonisten tanzt. Ob das alleine für eine (richtig) gute Satire reicht? Grundsätzlich gefällt mir die Grundlage und ich bin auch froh, dass es diesen Film gibt, da er auch mir in manchen Momenten sehr aus der Seele spricht und ich schwarzen Humor sehr mag. Ansonsten greife ich dann aber doch lieber zu den richtig guten Filmen dieses Genres wie "Natural Born Killers" oder "Super – Shut Up, Crime!", an die "God Bless America" nicht ganz anknüpfen kann. Trotzdem guter und auch durchaus wichtiger Film.
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