Golden Door
Nuovomondo (2006), FR/IT/DE Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.05.2007
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13 Kommentare
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von Emanuele Crialese, mit Charlotte Gainsbourg und Vincenzo Amato
Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Bauernfamilie Mancuso bestellt seit Generationen das selbe karge Land. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren wird die harte, unveränderliche Eintönigkeit ihres alltäglichen Lebens einzig durch Geschichten über die Neue Welt und ihre Einwohner unterbrochen: Kartoffeln so groß wie Kutschen, Karotten so lang wie Kanus und Bäume, auf denen Goldmünzen wachsen. Eines Tages trifft Salvatore (Vincenzo Amato) eine bedeutsame Entscheidung: Er verkauft all sein Hab und Gut um zusammen mit seinen beiden Söhne Angelo (Francesco Casisa) und Pietro (Filippo Pucillo) und seiner Mutter Donna Fortunata (Aurora Quattrocchi) über den Ozean in das gelobte Land und in ein besseres Leben zu reisen. Doch um Bürger der Neuen Welt zu werden, müssen die Mancusos ein Stück ihrer alten Identität zurücklassen und eine neue annehmen. Um die Golden Door zu passieren müssen sie sich von Land- in Stadtmenschen verwandeln. Traditionelle Gewohnheiten ablegen und archaische Glaubenssätze zurücklassen; körperlich kraftvoll und geistig aktiv sein, lernen zu gehorchen und Loyalität schwören.
Cast & Crew
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Emanuele Crialese
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Charlotte Gainsbourg
-
Vincenzo Amato
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Salvatore Mancuso
-
Aurora Quattrocchi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Donna Fortunata
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Francesco Casisa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Angelo Mancuso
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Filippo Pucillo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pietro Mancuso
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Federica De Cola
Regie
Schauspieler
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Isabella Ragonese
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Vincent Schiavelli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Don Luigi
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Massimo Laguardia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mangiapane
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Filippo Luna
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Don Ercole
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Andrea Prodan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Del Fiore
-
Ernesto Mahieux
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Zampino
-
Emanuele Crialese
- Genre
- Drama
- Zeit
- 20. Jahrhundert
- Ort
- Atlantischer Ozean, Ellis Island, Italien, Schiff, Sizilien, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Aberglaube, Art House-Film, Atlantischer Ozean, Auswanderer, Bauer, Bauernhof, Emigration, Familie, Familiengeschichte, Fortschritt, Heimat, Intelligenztest, Meer, Naturverbundenheit, Neubeginn, Ozeanüberquerung, Phantasie, Stumm, Tradition, Utopie, Vater-Sohn-Beziehung
- Stimmung
- Berührend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Golden Door
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Trailer zum Film Golden Door
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Links zum Film Golden Door
- Golden Door: critic.de









Kritiken (6) — Film: Golden Door
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenErhobenen Hauptes spielt Charlotte Gainsbourgh diese rätselhafte Frau, die unter schwierigsten Bedingungen ihre Würde bewahrt und den Wittwer zum Bräutigam erwählt, als ahne sie, was sie erwartet. Dem Zauber der Freiheitsstatue folgt die Ernüchterung auf Ellis Island: Die Amerikaner wollen nur die Besten, führen harte Untersuchungen durch, schicken viele wieder nach Hause. Wer bleiben darf, muss als letzte Hürde durch den Heiratsmarkt, einen wortkargen Zuteilungsapparat.
Das gelobte Land ist nicht zu sehen, und das ist gut so: Was aus ihnen wurde, wäre ein eigener, anderer Film.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenFilme übers Auswandern sind immer auch Filme übers Träumen, von einem besseren Leben ganz weit weg. Für diese Hoffnungen und Sehnsüchte findet "Golden Door" des Italieners Emanuele Crialese ("Lampedusa") Bilder, wie man sie so noch nie gesehen hat.
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenEs gelingt dem Film mit wenigen Szenen in der amerikanischen Einwanderungsbehörde auf Ellis Island, die Absurdität und Inhumanität der willkürlichen Prüfungen und Kontrollen zu zeigen, die vor dem Eintritt ins scheinbar gelobte Land zu überwinden waren. Diese Bilder wirken lange nach.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschen[Dem Regisseur geling], was im Kino sonst mit großem, epischem Atem inszeniert wird, aus einer rigoros intimistischen Perspektive zu schildern. Er erzählt das Drama der Emigration aus einer zärtlichen Nähe zu den Figuren heraus, in der die Träume einer ganzen Generation aufgehoben sind. Er hat seinem Drehbuch eine strenge Dreiaktstruktur gegeben, als wolle er sich auf diese Weise umso intensiver in die Stationen der Reise versenken, sie als konkreten Ort umso erfahrbarer werden zu lassen.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas gelobte Land? Nie wurde Amerika skeptischer, nie die Goldene Tür eiserner gezeigt. Diese ernüchternde Kritik verstärkt Crialese durch bleibende Bilder, wie sie eigentlich nur Hollywood erfinden kann, mit den ureigenen Mitteln der Vereinigten Staaten also.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschen"Golden Door" ist ein schöner Film, der in eindringlichen Bildern von der großen Reise in die Neue Welt erzählt. Die etwas zu kalt geratene Inszenierung verhindert eine emotionale Bindung zum Leinwand-Geschehen, auch wenn die geheimnisvollen Blicke von Charlotte Gainsbourg und die sympathische Naivität der Auswanderer einen gewissen Charme ausstrahlen. Emanuele Crialese hat einen Film geschaffen, dem man durchaus mehr Aufmerksamkeit wünschen würde, ist die Art von Kino, für die dieser Film steht, doch relativ rar gesät. Ein Kino-Ereignis, das die Schnittstelle sucht; zwischen Realismus und Traumbildern wie zwischen Populärfilm und Filmkunst.
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Kommentare (7) — Film: Golden Door
Kommentar schreibenspanky 2011/11/18 10:41:25
Kommentar löschenEin verzaubernder Auftakt mit skurrilen und liebenswerten Figuren wie Wunderkerzen, die von Geschichten nur so sprühen müssten. Aber irgendwie werden sie sofort ins Wasser (resp. Milch) getaucht um zu verlöschen, bevor auch nur der Ansatz einer Story entwickelt ist. Dabei wird einiges an Aufwand in die Bildsprache gelegt und diese mit bunten Sprenkeln voller surrealer und bizarrer Ideen ausgeschmückt. Am Ende ist jedoch die Erzählweise zu linear und wagt keine Abzweigung Richtung der Einzelschicksale. Das hätte sowas wie "Es war einmal in Amerika" ohne Gangster werden können, so ist es nur "Es war einmal".
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hellbilly 2011/03/10 00:44:19
Kommentar löschenGanz klar mehr Dokumentar- als Unterhaltungscharakter.
Die Strapazen, Entbehrungen und teilweise sehr zweifelhaften Prozeduren, die die Einwanderer nach Amerika über sich ergehen lassen mussten, wurden wirklich sehr schön eingefangen (unterbrochen von ein paar komischen Milchphantasien :D).
Wenn man sich vorab auf einen sehr ruhigen und nachdenklichen Film einstellt, der seine Botschaft größtenteils über die Bildersprache vermittelt, wird man auch zweifellos Gefallen an ihm finden.
Wer es farbenfroh und etwas rasant braucht, sollte die Finger davon lassen - er/sie würde den Film ohnehin nicht zu Ende schauen.
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lowco 2011/01/14 19:54:54
Kommentar löschenhabe die letzten 30min des films gesehen und fand ihn interessant.
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Bäda 2010/12/20 15:28:00
Kommentar löschenInteressanter Film, der mir endlich mal gezeigt hat, was die Leute damals alles auf sich genommen haben um in einen ihnen fremdes Land zu reisen und dort ein neues Leben zu beginnen. Das ganze kann man sich heute echt nur noch sehr schwer vorstellen, da man durch das Internet so ziemlich alle Infos über jeden Ort bekommt, wohin man reisen oder neu anfangen will. Was die Leute damals auf sich genommen haben und mich welch einer Zuversicht ist meiner Meinung nach schon bemerkenswert.
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JimiHendrix 2010/03/06 17:22:41
Kommentar löschenStilles Werk über eine Reise in ein ungewisses Paradies.
Ein typischer ARTE-Spielfilm ganz ohne aufdringliche Effekthascherei fließt dieses Werk in Richtung anspruchsvolles Festland. Ohne vom Kurs abzukommen vermittelt der Film recht viel. Man erfährt hier in einem leicht dokumentarischen Stil wie die Pacinos, Scorseses und Stallones nach Amerika kamen.
Nebenbei wiir auch noch näher auf die Familie und zwischenmenschlcihe Beziehungsbildung eingegangen.
Vincenzo Amato als Salvatore Mancuso spielt mir ein wenig zu reserviert, aber da der Film allgemein sehr unaufdringlich rüber kam, passte das.
Charlotte Gainsbourg als die Engländerin Lucy gefiehl mir besonders. Die rote Haarpracht stand ihr ausgezeichnet und auch schauspielerich war nichts zu bemängeln, mir fällt sie jetzt immer öfter durch gut ausgesuchte Rollen auf, zuletzt in Lars von Triers "Antichrist".
Unterm Strich also ein ganz ordentliches kleines Werk, was aber nur ausgeschlafen und ARTE-Stammgästen guckbar scheint.
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8martin 2010/03/05 11:13:35
Kommentar löschenEin sonderbarer Film mit einer eindrucksvollen Bildersprache, ein teilweise allegorisches Auswandererdrama, in dem die Kamera fast immer ganz nah an den Figuren dran ist. In endlos lang erscheinenden Einstellungen wird minutiös die Aufnahmeprozedur in Ellis Island geschildert, die die Einwanderer über sich ergehen lassen müssen, nach einer fast im Dunkeln erlebten Schiffspassage. Das geht auf Kosten von Handlungsarmut. Man nimmt dann einen über Dolmetscher geführten Dialog mit kritischen Untertönen fast als Wohltat hin. Die größtenteils emotionslosen fast dokumentarischen Teile stehen in diametralem Gegensatz zu den unerwartet surrealistischen Milch-Bade-Szenen der Ankömmlinge. Man kann den optischen Gehalt des Films, den er vor allem im Anfangsteil durchaus besitzt, auch ohne Ton genießen - wenn man ein Augenmensch ist.
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dbeutner 2009/03/21 13:46:16
Kommentar löschenMan könnte meinen, Emanuele Crialese sei der Sohn von Peter Greenaway (was vom Alter her sogar passen würde). Das Thema das Films hätte mich zunächst nicht weiter interessiert, gesehen habe ich ihn eigentlich nur wegen Charlotte Gainsbourg - aber wurde sehr positiv überrascht. Wer hätte gedacht, dass ein so rel. unbekannter Film in einer Visualität erstrahlt, die zumindest in Ansätzen an Greenaway erinnert - wenn auch durch die musikalische Untermalung, die durchaus bewusst eingesetzt wird, nicht die Einheit von Bild und Musik erreicht wird, wie sie der alte Meister schon so oft zelebriert hat.
Aber Crialese - ja selbst "italienischer US-Einwanderer", wenn auch nicht um 1900 - schafft es daneben auch noch, die einfache Erzählung der beschwerlichen Auswanderung in thematische Bilder und Träume zu packen, die sehr eigen sind. Es sind kleine Themensätze wie "Es war eng.", "Es gab sexuelle Übergriffe.", "Es gab Scharlatane, die an den Hoffnungen der Auswanderer verdienen wollten.", die in kleinen, oft vollkommen karikierten Bildgeschichten erzählt werden. Optisch ein Meisterwerk (das Ablegen des Schiffes ist einer der versteckteren Höhepunkte, die "Milchszene" gegen Ende einer der offensichtlicheren), das mit leichten Längen zu kämpfen hat und dessen Dialoge leider nicht mit dem Restkunstwerk mithalten können.
Sollte man die Möglichkeit haben, diesen Film im Kino auf großer Leinwand zu genießen - unbedingt wahrnehmen!
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