Good Bye, Lenin! - Kritik

Good Bye, Lenin!

DE · 2003 · Laufzeit 121 Minuten · FSK 6 · Drama, Historienfilm, Komödie · Kinostart
  • 5 .5

    Dass der Kulturschreck im Zuge eines politisch-gesellschaftlichen Umsturzes ein üblicher Prozess ist, sollte bekannt sein, doch Becker lässt ihn zum Schock avancieren: Nachdem ein Stück des Sozialismus in sich zusammengefallen ist und Honeckers Porträt gegen Kohls ausgetauscht wird, bildet sich die Parallelgesellschaft der DDR-Symphatisanten, unter ihnen Katrin Sass, der es nun ein vermeintlich bestehender Kommunismus zu suggerieren gilt. Dass "Good Bye, Lenin!" auf einer experimentellen Ebene politische ideale zu verdeutlichen versucht, ist löblich und durch Anekdoten rund um die DDR-Gesellschaft schwelgen Ostdeutsche in Nostalgie, doch der Zusammenstoß von politischer Philosophie und Familiendrama findet lediglich suffizient Einklang und entzweit die eigentlich so spannungsvolle Exposition zwischen Kapitalismus und Sozialismus auf 79 Quadratmetern; kokett sind dennoch Beckers Kubrick-Querverweise ("2001", "A Clockwork Orange").

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    • 9

      Die Story ist sehr kreativ und doch scheint es so als wäre es direkt aus dem Leben gegriffen. Auch ist der Erzählermodus, welcher uns den ganzen Film begleitet, äußerst gut gelungen. Der Film spiegelt die Chancen und Schwierigkeiten für die Bevölkerung der DDR, während der Wende, extrem gut wieder, auch weist der Film nicht nur die positiven Seiten der ,,Wende" auf. Neben der Hauthandlung des Filmes, das Vertuschen des Zusammenbruchs des von der Mutter geliebten kommunistischen Ostblocks, ist das Familiendrama sehr gut dargestellt , was ein Mitfiebern zulässt.

      • 7 .5

        Origineller und witziger deutscher Film mit einem gut aufgelegten Daniel Brühl und einem tollen Drehbuch mit Dialogen, die einem das zum Teil etwas langatmige Tempo des Films fast wieder vergessen lassen.

        • 9

          Einer der besten Deutschen Filme überhaupt!

          • 6

            Konnte den großen Hype damals wegen diesen Streifens nicht so ganz teilen.
            Nettes DDR Revival, das aber für meinen Geschmack etwas Fade und langatmig wirkt.
            Eine solide deutsche Dramödie!

            3
            • 7

              sehr guter Film

              • 6

                Zweitsichtung. Solider Streifen aber das Drama hat mich nicht so sehr eingefangen. Und als Komödie zu platt. An manchen Stellen aber gekonnte Lacher oder Schluchzer platziert.

                • 6 .5

                  Okay zugegeben, der Film ist eigentlich recht weit über den Durchschnitt. Er ist zum einen und anderen sehr unterhaltend und auch teilweise witzig. Manche Schauspieler kamen zwar nicht unbedingt authentisch rüber, aber die Dialoge retteten das enorm. Die Geschichte im Großen und Ganzem ist sehr gut durchdacht und wie ich finde unglaublich gut zu Ende geführt worden. Schauplätze sind ein wenig langweilig, und hier und da stört der unglaublich hohe Grad an Zufall und vor allem und das sticht in diesem Film heraus, die Unmengen an Produktplatzierungen. Für einen deutschen Film recht akzeptabel und die Thematik ist unheimlich gut aufgefasst. Kann man weiter empfehlen...

                  • 7

                    Ganz ok! Für einen deutschen Film zumindest.
                    Ich kann an einer Hand abzählen wie viele deutsche Filme ich geschaut hab da ich denke das wir keine guten Filme machen - leider (siehe den ganzen Scheiss der heutzutage im Kino kommt und auch noch angeguckt wird als ob es die Blockbuster schlechthin wären).

                    Dafür freut man sich umso mehr wenn man mal was Gutes erwischt. Der hier gehört in diese Kategorie.

                    Die Idee ist nett, auf jeden Fall was Anderes. Daniel Brühl ist lustig und passt sehr gut in diese Rolle.
                    Allerdings ist der Film doch recht lang was sich in einigen langatmigen Phasen zeigt. Eine halbe Stunde weniger, ein bissel mehr vom Humor der sonst im Film vertreten ist und es wäre eine super Komödie gewesen.

                    • 8

                      (Eine Filmanalyse)

                      Die interessanteste Erkenntnis, die man aus dem Film gewinnen kann, ist wie die emotionale Perspektive eines einzelnen DDR-Bürgers angesichts der Wiedervereinigung möglicherweise aussah. Durch die Übertreibungen kann man sich gut in den „Kulturschock“ dieses Systemwechsels hineinversetzen, den viele DDR-Bürger durchlitten haben müssen. [...] „Good Bye, Lenin!“ ist als alleiniges Forschungsobjekt, um den Gesellschaftssystemwechsel zwischen Sozialismus und Kapitalismus zu untersuchen [...] nicht ausreichend, da es dazu zu wenig auf beide Staaten und Systeme mit allen Perspektiven eingeht, dennoch bietet er eine interessante, subjektive Betrachtung dieses Systemwechsels an sich. Die Leistung des Films ist es also wenig darzustellen wie die jeweiligen Systeme exakt aussahen, sondern eher ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es war als schlagartig ein sozialistisches durch ein kapitalistisches Gesellschaftssystem ersetzt wurde. Darin ist „Good Bye, Lenin!“ erfolgreicher als jedes Geschichtsbuch.

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                      • Der Film ist interessant , weil die Hauptfiguren unvorhersehbar sind. Die Themen aus dem Film sind Revolte und Liebe und Hoffnung und Tod . Revolte , weil ein kalter Krieg ist . Liebe , weil Alex und Lara sich lieben . Die Hoffnung , dass seine Mutter aufwacht . Tod , weil Christiane am Ende stirbt . Die beste Szene für uns ist, wenn die Mutter mit ihrer Enkelin Paula geht. Im allgemeinen ist der Film humorvoll , bewegend , traurig , ein bisschen vorhersehbar . Alex ist sehr interessant , weil er seine Mutter schützt .

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                        • Wir sind betroffen weil die Hauptdarsteller mit Emotion spielen, und verwierrt.
                          Die Hauptpersonen sind Alex, sein Mutter, und Ariane. Die Nebenfiguren sind Reiner, Paola, Lara.
                          Ariane ist ein bischen distanziert. Sie schreit Alex an, weil er die Wahrheit sein Mutter sagen möchte, aber Ariane wollte nicht.
                          Die Themen im Film sind Tod weil die Mutter am Ende stirbt und Liebe ( mit Lara und Alex, die Mutter und der Vater, Ariane und Reiner, Ariane Alex und die Mutter).
                          Die Szenen die uns am meisten beeindruckt hat, ist das Treffen mit ihren papa, weil es bewegend ist. Und die Demonstration weil es brutal ist.
                          Der Film ist bewegend und traurig.
                          Es ist ein Tragödie.
                          Er spielt in Berlin ab.
                          Wir mögen den Film.

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                          • Dieser Film ist eine Dramatischkomödie. Die Hauptdarsteller sind Daniel BRÜHL und Katrin SASS. Die Mutter von Alex hat uns am Meisten Interessiert, weil die Geschichte auf sie stationniert. Alex und Arianne sind sympatisch: sie lügen, weil sie ihre Mutter schützen möchten. Die zwei Themen im Film sind: Liebe, weil in der Geschichte viele Liebe ist, und Hoffnung, weil Alex und Arianne hoffen, dass ihre Mutter nicht stirbt.

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                            • 7

                              Ich hatte ja vorher meine Bedenken wegen Good Bye, Lenin. Ja ich gebe es zu...weil er ein deutscher Film ist und die ja bekanntlich bei MP einen eher schlechten Ruf haben. Aber ich wurde positiv überrascht. Dieser Film findet die richtige Mischung aus Tragik und Komödie. Dazu kommt das die Story mich irgendwie ergriffen hat und sie es aber auch geschafft hat mich zu unterhalten. Daniel Brühl zeigt auch sein Talent und beweist hier schon warum er zu den gefragtesten deutschen Schauspielern gehört. Wer also bisher eher seine Probleme mit Filmen aus unseren Landen hatte sollte diesem Streifen wenigstens eine Chance geben.

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                              • 7

                                Das erste Mal sah ich „Good bye Lenin“ dank unseres Musiklehrers, der uns von Yann Tiersens wunderschöner Musik vorschwärmte und dazu den Film einlegte.
                                Minimale Spoiler:
                                Obwohl zusammen, trennt die Mauer die Familie Kerner bereits innerlich bis schließlich der Vater Frau und Kinder endgültig Richtung Westen verlässt. Den Grund erfahren die Kinder erst Jahre später. Die Mutter zerbricht beinahe an ihrer getroffenen Entscheidung bis sich ihre Verlorenheit in Geborgenheit verwandelt, indem sie sich mehr denn je dem Sozialismus verschreibt mit dem Wunsch nach einer eigenen utopischen Realität. Nicht zufällig sind ‚Ideologie‘ und ‚Idealismus‘ wortverwandt.
                                Aufgelockert wird das Drama mithilfe der Verbindung von Daniel Brühls ironischen Kommentaren aus dem Off mit den dazugehörigen Bildern („Die DDR wurde 40 … und [ich] fühlte mich am Höhepunkt meiner Manneskraft“) und die fingierten Nachrichtensendungen, die zusammen mit den Dialogen die Absurditäten von ‚Ost‘ und ‚West‘ satirisch unterstreichen, ohne dabei richtig abzuwerten.
                                Nach dem Mauerfall herrscht nicht nur Euphorie vor, sondern schließlich auch Katerstimmung. Zum einen, weil der DDR-Sozialismus, in den so manch eine Figur Hoffnungen gesteckt hatte, gescheitert und zum anderen, weil auch der kapitalistische Westen nicht das erwünschte Paradies war. Diese Enttäuschung will Alex seiner Mutter ersparen, bis er, der anfänglich eigentlich auch nur halbherzig dagegen demonstrierte, sich selbst sogar eingesteht: „Die DDR, die ich für meine Mutter schuf, wurde immer mehr die DDR, die ich mir gewünscht hätte."
                                Klar wirkt manches nostalgisch verklärt. Dinge und Eindrücke aus der Vergangenheit prägen uns auch immerhin oft stärker als geahnt, doch ist es auch die Angst vor Veränderung, die uns das Alte festhalten lässt: „Das Leben in unserem kleinen Land wurde immer schneller. Doch weit ab von der Hektik lag ein kleiner Ort der Stille, der Ruhe und der Beschaulichkeit.“
                                Schließlich vereint in einer rührenden Szene gerade das Sandmännchen Vater und Sohn und dabei symbolhaft Ost und West. Schauspielerisch ist jeder einzelne mehr als überzeugend, allen voran Daniel Brühl, und wer aufpasst, erhascht übrigens einen kurzen Blick auf Jürgen Vogel. Ach, und der angedeutete Ost-Berliner-Dialekt ist herrlich!

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                                • 4 .5

                                  Für einen deutschen Film gar nicht mal so schlecht.
                                  Obwohl ich sagen muss, dass es weitaus bessere gibt.
                                  Daniel Brühl ist toll und spätestens seit "Rush" hat er sich einen Namen gemacht.
                                  Die Geschichte über die DDR, den Zerfall und die Liebe zu seiner Mutter sind nett gemacht, aber auch nicht viel mehr.
                                  Nicht berührend, nicht spannend und nicht witzig.
                                  Wer mit deutschen Filmen ein Problem hat, wird auch hier nicht vom Hocker gerissen.

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                                  • 8 .5

                                    Dieser Klassiker über die Endphase der DDR ist nicht nur eine hervorragende Dokumentation dieser historischen Epoche um 1989, sondern bindet in die Handlung auch noch eine ergreifende Geschichte einer Ostberliner Familie mit ein. So treffen hier Komik und Emotionen, Tragik und Ernsthaftigkeit aufeinander.
                                    Aus der Abteilung Dokumentation kommen solche Sätze wie der bezüglich der Republikflucht über die die ‘rüber machen: ‘Der Letzte macht das Licht aus.‘ Und bei der WM ‘wächst zusammen, was zusammengehört.‘ Manche Prügelszenen der Staatsorgane gegen demonstrierende Bürger sind durchaus echt.
                                    Wie es kommt, dass die im Koma liegende Mutter Kerner (Katrin Sass), eine Vorzeigegenossin, nie desillusioniert werden muss, ist eine geniale Wendung innerhalb dieser Wendegeschichte. Man dreht den ideologischen Spieß einfach um, und kann interessanterweise die gleichen Bilder von den ‘Mauerspechten‘ und den freiheitstrunkenen Bürgern verwenden. Und es ist eine wunderbare Idee, dass viele Westler dem Konsumterror entfliehen wollen. Das ist alles sehr amüsant egal ob schwebendes Lenindenkmal, Spreewaldgurken oder den echten ersten Deutschen im All, Siegmund Jähn, als Taxifahrer. Musik und Schnelldurchlauf betonen das Groteske an der Story ebenso wie der distanziert ironische Kommentar.
                                    Neben Mutter Kerner steht Alex (Daniel Brühl) im Mittelpunkt, der das Ganze inszeniert und das Wiedersehen mit seinem in den Westen getürmten Vater (Burghart Klaußner) emotional hervorragend darstellt. Die ruhige Inszenierung hilft ihm dabei.
                                    Man kann den Film immer wieder mal anschauen, um die eigenen Emotionen erneut zu testen oder um eine deutsche Bildungslücke zu schließen.

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                                    • 7 .5

                                      Besonders gut gefallen hat mir an diesem Film, dass aufgegriffene Ideen auch über die gesamte Länge des Streifens konsequent verarbeitet wurden. So ziehen sich viele rote Fäden durch diese turbulente Geschichte. Dadurch erscheint der Film als rundes, gut durchdachtes Werk, dass sowohl zum mitfühlen als auch zum mitlachen anregt und somit eine nette Tragikomödie darstellt.

                                      • 7

                                        Toller Film mit einem tollen Hauptdarsteller (dem brillianten Daniel Brühl) ... sehr witzig

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                                        • 8

                                          Der Film ist viel besser als dies im Trailer rüberkommt.
                                          Daniel Brühl und Katrin Sass sind die wohl beste Besetzung für diese Drama-Komödie der Wendezeit. Grosses Deutsches Kino

                                          • 7 .5

                                            Die Musik <3

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                                            • 5 .5

                                              Von der Idee und manchen Situationen her eine nette Komödie, aber der Plot wirkt auf mich insgesamt etwas hölzern. Aus heutiger Sicht ist das beinahe Geschichtsunterricht in Sachen DDR-Alltag, beleuchtet aber hauptsächlich die 'harmlosen' Sachen. Mehr beansprucht 'Good Bye, Lenin' auch nicht, und das muss man nicht unbedingt kritisieren. Für die Schattenseiten der DDR gibt es reichlich andere Darstellungen (z.B. 'Das Leben der Anderen').

                                              • 0

                                                Die zweitschlimmste Verharmlosung der DDR. Kommt gleich nach der formaljuristischen Leugnung des Schiessbefehls.....

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                                                • 8

                                                  Tolles Zeichen von einem Sohn, der seine Mutter so liebt, dass er ihretwegen die Realität verändert, und nebenbei ein bisschen Bildung über die Zeit der DDR für alle, die sich damit nie beschäftigt haben.

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                                                  • 8

                                                    Ein durch und durch gelungenes Stück Zeitgeist, mit einer fiktiven Geschichte um die Reelle drum herum. Der Blickwinkel, der dadurch entsteht, ist teils sehr faszinierend. Bilder, Musik, Darsteller, Dialoge... alles ziemlich hochwertig. Mit ein Paar Längen und auch einzelnen Szenen, die nicht zünden, insgesamt aber ein tolles Stück.

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