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Good Bye, Lenin! - Kritik
DE 2003 Laufzeit 121 Minuten, FSK 6, Drama, Historienfilm, Komödie, Kinostart 13.02.2003
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Kritiken (5) — Film: Good Bye, Lenin!
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Was 'Good Bye, Lenin!' wunderbar beherrscht, ist der Spagat zwischen tragischen und lustigen Momenten. Vor dem Hintergrund der DDR, die durch Dinge wie Spreewaldgurken, die aktuelle Stunde und Mocca Fix Gold sicher bei vielen nostalgische Gedanken bewirken wird, ohne erzwungen oder falsch zu wirken. Die DDR selber ist aber nur das Fundament, auf dem Becker seinen Film aufbaut und umkreisen lässt. Viel mehr inszeniert er einen Film über die Familie Kerner, bei der alles auf Abschied und Wiedervereinigung steht. Für seine Mutter würde Alex eine Lüge aufziehen, dessen Ausmaße immer schwerwiegender werden. Dabei steht der Mauerfall hier nicht nur für die Grenzenlosigkeit eines Landes, sondern auch für das Zusammen der Familie. Die Zeit hat sich geändert, der Schritt in die richtige Richtung wurde gemacht, doch für das Wohl der Mutter wird in der Vergangenheit gelebt und der Kapitalismus wieder in die weite Ferne gerückt. In den stärksten Momenten kann 'Good Bye, Lenin!' die Emotionalität der Vertuschung immer weiter ausreizen und die wahre Abgrenzung, ob verstellt oder vergangen, in den Hintergrund schieben. Hier geht es um die Annahme von neuem, vom Vergessen der aufgezwungenen Richtlinien und um ein Leben, zwischen Notlügen und Gemeinschaftlichkeit, egal was sie auch kostet. 'Good Bye, Lenin!' ist ein Film für das Herz, der berührt, das Lachen erlaubt und in seinem politischen Grundkern keine Stellung bezieht. Und auch wenn Becker ab und an der nötige Erzähldrall fehlt, weiß er durchgehend zu unterhalten und die schönen wie gefühlvollen Momente zu pflegen. [...]
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"Früher war alles besser, früher war alles gut." -
das wussten schon die Toten Hosen, und zusammen mit dem Handbuch "DDR für Dummies" dürften jene Zeilen der Düsseldorfer Altpunker die Inspirationsgrundlage für "Goodbye, Lenin!" gebildet haben.
Becker vermischt in seinem dritten Film (N)ostalgieüberbleibsel, Betroffenheitspornographie und schalen Witz zu einer - trotz seiner überschaubaren Spielzeit - langatmigen Anekdote ohne Pointe.
Er hat nichts zu sagen, jedenfalls nichts Essentielles, und verlässt sich deshalb voll auf das angepeilte Humorzentrum und die Tränendrüse seines Publikums, welche er gezielt mit mal dösigen, mal rührseeligen Belanglosigkeiten füttert.
Die DDR in der Daniel Brühl rumstromern und seine Narrenposse aufziehen darf, ist zwar als Staat schon ein bisschen böse, stört sie doch ab und an den trauten Familienschwank mit Knüppeln, aber beherbergt innerhalb ihrer Stacheldrahrgrenzen doch auch echte Menschlichkeit,…
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Kuh Tipp Mon, 30 Jan 2012 20:28:44 -0000
Antwort löschendu solltest nicht über Dinge schreiben von denen du keine Ahnung hast.
Die Aussage des Films ist eben NICHT:
"Früher war alles besser, früher war alles gut."
Das ist eine Tragik-KOMÖDIE
das Wort Ostalgie ist selten dummes Geschwätz von einem Menschen der nicht begreifen kann das die Menschen aus dem "bösen" Osten über den quatsch im Arbeiter-und Bauernstaat lachen können...
Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschenMit einigem Abstand traut sich "Good Bye, Lenin" wie Michael Ehrenreich in seinen Tagebüchern der "Sonnenallee", die Geschichte der DDR aus einem nachgeborenen Blickpunkt neu zu schreiben. Damit könnte Beckers Film für das neue Deutschland im besten Falle werden, was Jean-Pierres Jeunets "Amélie" vor zwei Jahren für Frankreich wurde - eine filmische Versicherung nationaler Identität.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenAus Mutterliebe geschickte Geschichtsleugnung- und verklärung. Braver Sohnemann! Mehr Tragik denn Komik, etwas Straffung hätte trotzdem nicht geschadet. Brühl spielt souverän.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Strikerth Sat, 03 Oct 2009 23:41:19 -0000
Antwort löschenUnd es war doch nicht alles schlecht.
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Good bye, Lenin!" ist keine Satire auf Ostalgie - dafür sind West-Regisseur Wolfgang Becker und West-Autor Bernd Lichtenberg denn doch zu lieb zu ihren "Ossis" -, sondern eine Komödie über Realitätswahrnehmung. [...] "Good bye, Lenin!" ist der schönste deutsche Film seit langem. Und ein Monument für die Kraft der Liebe.
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Kommentare (73) — Film: Good Bye, Lenin!
florian.fiele Sat, 20 Apr 2013 10:01:15 -0000
Kommentar löschenGood Bye, Lenin!
Kommt im Ausland weit besser weg als bei moviepilot (und in meiner Erinnerung). Auf Empfehlung einer rumänischen Freundin habe ich Lenin nach einigen Jahren noch mal eine Chance gegeben. Zurecht! Ich hatte den Film als sehr seicht und simpel in der Erinnerung gespeichert, aber hier steckt doch mehr drin als erwartet.
"Wir haben ne Benachrichtigung bekommen, aus Zwickau..wir können unsern Trabant abholen." hahaha!
Nostalgie kann ich wirklich überhaupt keine erkennen (abgesehen davon, dass ich mich nach DM-Preisen sehne) und gerade ich bin kritisch was so etwas angeht. Hier war nichts früher besser, aber um das zu erkennen muss man schon mitdenken; der Film drückt einem dies nicht auf die Nase. Glücklicherweise, denn genau so funktioniert die Mischung aus Komödie, Drama, Liebesfilm und Systemsatire. Ein bisschen Wohlwollen braucht man natürlich, denn die interessante Grundidee trägt keinen 2 Stunden Film allein. Macht mir hier nichts aus: sympathische ordentliche Darsteller, vernünftige Story, gute Dialoge, viele unterhaltende und sozialismus-kritische Ideen, Emotionen und aus meiner Sicht nimmt sich der Film selbst auch nicht wirklich ernst. Optisch passend verfilmt, das Tempo ist ordentlich und angenehm, das Ende stimmt so. Good Bye, Lenin! war für mich (dieses Mal) ein rundum gelungener Spaß mit ernstem Hintergrund. Sogar der Score trägt sehr gut zur Atmosphäre bei. Ich war sehr überrascht davon; bis zur zweiten Überraschung, die die erste entkräftet: Yann Tiersen. aha! Kam unerwartet, wie die gesamte Qualität des Films.
8.5 - in jeder Hinsicht ein guter Film mit einigen richtig starken Momenten und Tiersens typischem Klavierscore
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Demine Sat, 20 Apr 2013 10:44:13 -0000
Antwort löschenEiner der guten deutschen Produktionen der vergangenen Jahre :)
Babztriol Sat, 26 Jan 2013 13:28:16 -0000
Kommentar löschenJaja, ein paar nette Einfälle hat der Film schon. Und nette Charaktere und so. Aber der Film nimmt sich einfach selbst so enorm wichtig, dass er einfach nicht mehr wirklich Spaß macht. Schade.
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TinaCocaine Sat, 12 Jan 2013 16:04:56 -0000
Kommentar löschenEin traumhafter Film mit einer schönen, warmherzigen, vielsagenden Story und tollen Darstellern. Ich freue mir immer wieder nen Ast ab, wenn ich "Goodbye, Lenin" mit meinem aus der DDR stammenden Vater schaue und er sich in seine Jugend zurückversetzt fühlt. Es ist so toll mit anzusehen, wie er sich dann freut :-D Vielleicht finde ich den Film auch deshalb so gut, weil ich ihn ausschließlich mit meinem Papa gucke, er also ein wichtiger Punkt unserer Vater-Tochter-Beziehung ist. Aber auch sonst wüsste ich nicht, was man an diesem liebevoll inszenierten, sympathischen und vielfältigen Film nicht mögen könnte. "Goodbye, Lenin" kommt sehr leichtfüßig daher, hinterlässt bei mir aber immer wieder einen großen Eindruck!
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Martyman Wed, 19 Dec 2012 21:03:53 -0000
Kommentar löschenGeniale Idee + spannende Geschichtsfakten + gute Schauspieler + Witz und Dramatik im Drehbuch = "Goodbye Lenin"! Eine schöne Tragikomödie, die berührt und um einiges besser ist als langweiliger Geschichtsunterricht!!!
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Big T. Mon, 03 Dec 2012 15:10:45 -0000
Kommentar löschenGoodbye Lenin ist einer dieser wenigen deutschen Filme die ihrem Hype in der Öffentlichkeit auch rechtfertigen können.
Ich fand die Story nett und Daniel Brühl super sympathisch.
Der Film ist mir vielleicht ein tick zu nett zur alten DDR aber darüber kann ich hinweg sehen und mindert in keinerweise diesen guten Film.
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Marco.Madness Sun, 14 Oct 2012 02:09:44 -0000
Kommentar löschenHab ihn heute nochmal mit meiner Frau geguckt, rührt immer noch zu Tränen. Toller Film!
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MrMcJones Wed, 22 Aug 2012 23:10:59 -0000
Kommentar löschenGuter Film mit bewegender Handlung. Allerdings ist der historische Hintergrund des Sozialismus sehr einseitig und unobjektiv dargestellt worden
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Mac_C_Tiro Sun, 08 Jul 2012 12:10:56 -0000
Kommentar löschenLeichte aber eben gerade nicht zu Leicht gehaltene Mischung aus Komödie und Drama mit einem soliden Cast und der bis dato stärksten Leistung des Hauptdarstellers. Sehr detailgenau und historisch stimmiger Blick zurück mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Großes deutsches Kino, was in der jüngeren Zeit höchst selten passiert.
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based_god Sat, 30 Jun 2012 10:18:47 -0000
Kommentar löschenGute Mischung aus Komödie, Drama und Geschichts-Lektion.
Alexanders Mutter fällt ins Koma. Nachdem sie aufwacht ist die DDR bereits Geschichte und die Mauer eingerissen. Da sie für ihr Leben lang für Verbesserungen der Lebensumstände in ebendiesem Land gekämpft hat, wäre der Schock für sie wohl zu gross, sollte sie erfahren was passiert ist. Alex, seine Schwester und einige Freunde der Mutter inszenieren nun also ein Leben wie vor dem Mauerfall.
Der Film ist irre witzig und macht viele Anspielungen auf die deutsche und auf die Film-Geschichte. Der Film ist mit seinen teilweise hektischen Schnitten auch sehr gut gemacht. Die Schauspieler wissen zu überzeugen und auch Setting, Musik und Originalaufnahmen fügen sich gut ins Gesamtwerk. Das einzige was nicht perfekt funktioniert ist die Einbindung der Drama-Elemente. Irgendwie wirkt das plötzliche Auftauchen des Vaters unglaubwürdig und der dadurch verursachte Twist, nimmt einem ein wenig das durchaus gute Gefühl, welches der Film erzeugt hat.
Sehr witzig! So macht der Deutsch-Unterricht Spass!
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Uwe B.B.B. Fri, 18 May 2012 06:59:40 -0000
Kommentar löschenBemerkenswert an diesem Film ist allein die Ignoranz, mit der man auf jegliche Recherchen verzichtet hat.
Dämliches Machwerk, nur für Leute interessant, die wirklich gar keine Ahnung vom DDR-Alltag haben.
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Graeca Tue, 07 Aug 2012 10:10:36 -0000
Antwort löschenAls jemand der den DDR-Alltag erlebt hat, bleibt mir zu diesem Kommentar nur zu sagen, das vieles natürlich Klischeehaft überzogen dargestellt wird.
Ein stilistisches Mittel, wie es wiederum in anderen medialen Werken zu diesem Thema auch umgekehrt gern verwendet wird.
Es muss nicht immer nur darum gehen, was man damals alles nicht hatte und was alles schlecht war, denn tatsächlich gab es auch mehr als genug das man hatte und das tatsächlich gut war.
Die DDR war eben auch mehr als nur Mauertote, die Opfer des Systems waren auf das die DDR vielerseits durchweg reduziert wird.
L-viz Thu, 19 Apr 2012 21:10:12 -0000
Kommentar löschenAls Komödie beworben, geliefert wurde aber ein Drama. Entsprechend wurden auch die Erwartungen nicht erfüllt. Für mich genügen da auch nicht die absurden Einlagen, wenn etwas Siegmund Jähn zum neuen Staatsratsvorsitzenden gewählt wird oder der Mutter vorgetäuscht wird, dass die Wessis in Scharen in die DDR flüchten.
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Rukus Thu, 05 Apr 2012 16:07:36 -0000
Kommentar löschenEin sehr kreativer Umgang mit der Wende. Wenn er sich nicht ab einem gewissen Punkt so ziehen würde, wär er noch besser.
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aberaber Wed, 22 Feb 2012 13:23:40 -0000
Kommentar löschenBeckers "Das Leben ist eine Baustelle" ist einer meiner wenigen deutschen Lieblingsfilme. Good Bye Lenin ist wieder mal ein ganz großer Wurf.
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Kuh Tipp Mon, 30 Jan 2012 20:19:57 -0000
Kommentar löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=Zt_RSqgGaFQ
ich könnt mich jedesmal wegschmeissen.
für Westdeutsche natürlich kaum zu verstehen.
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Drumhead92 Tue, 24 Jan 2012 10:57:12 -0000
Kommentar löschenEin tolles Stück deutscher Filmgeschichte. Ein Film, der mit Witz und Tragik, die Wiedervereinigung Deutschlands und das Schicksal einer Familie zeigt. Dazu tolle Filmmusik von Yann Tiersen. ("Die wunderbare Welt der Amélie") Schon jetzt ein Meisterwerk.
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torsam Sun, 08 Jan 2012 09:24:17 -0000
Kommentar löschenFantastisch! Der Film ist superlustig und auch wunderschön aus der Sicht eines "Ossis" erzählt. Beispiel: "Im Sommer glänzte die deutsche Nationalmannschaft mit Planübererfüllung." (=WM-Sieg) Trotzdem ist der Film auch sehr bewegend.
Einziges Manko: Der Film war mir zu lang und hat sich nach zwei Dritteln ziemlich hingezogen.
Für Fans von: Friendship!, Die fabelhafte Welt der Amélie
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RoosterCogburn Sun, 08 Jan 2012 10:26:37 -0000
Antwort löschenWie kann man "Die fabelhafte Welt der Amélie" mit "Friendship" in einen Topf werfen??? Merkwürdige Empfehlung.
torsam Sun, 08 Jan 2012 10:49:40 -0000
Antwort löschenEs sind beides Filme, die sowohl lustig sind, aber auch eine bewegende Geschichte erzählen. Besonders der Humor ähnelt sich, wie ich finde, in allen drei Filmen.
Hooded Justice Tue, 03 Jan 2012 16:37:48 -0000
Kommentar löschenEin Film wie ein Lied; virtuos, authentisch, offenherzig und trunken in Charme. Daniel Brühls Talent macht das Zusehen unwiderstehlich; Yann Tiersens musikalischer Höhepunkt unüberhörbar; die Erzählung erstaunlich teilnehmend. Dabei versteckt sich latent im Hintergrund eine Menge unterschätzte Historik, Gemütsbewegungen ums Erwachsenwerden, Mutterliebe und Ehrlichkeit, sowie bedeutsame Charakterzeichnungen mit politischer Schwere. GOOD BYE LENIN!, ein audiovisuelles Meisterwerk aus Deutschland mit ebenso viel Background wie Unterhaltungspotential, von denen es gerne an mehr bedarf.
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moviee Tue, 03 Jan 2012 15:27:17 -0000
Kommentar löschenNeun Jahre hat diese Tragikomödie nun schon auf dem Buckel und ich hatte es bis heute nicht geschafft, mir "Goodbye, Lenin!" auch nur einmal anzusehen. Nun stand also die Premiere auf dem Plan, die Premiere eines Films der Dutzende Preise einkassierte. Während die Mauer fällt und Deutschland zu einer Einheit wird liegt Christiane Kerner wegen einem Herzinfarkt im Koma. Als sie Monate nach der Wende aus dem Koma wieder erwacht, darf sie weder aufgeregt noch beunruhigt werden und so versucht ihr Sohn Alexander mithilfe von Freunden und seiner Schwester der Mutter eine heile DDR-Welt vorzukauern. Was sich anfangs nach einem einfachen Plan anhört, gestaltet sich dann doch schwieriger und aufwendiger als zunächst gedacht.
Warmherzig und sentimental wird hier mit vielen originellen Ideen eine schöne Geschichte erzählt, die vor einigen Jahren doch sehr gehypt wurde. Der bis in die Nebenrollen toll gespielte Film hat neben dem tollen Drehbuch auch auszeichnete Darsteller aufzuweisen. Daniel Brühl zeigt bereits ein Jahr vor seinem weiteren Hit "Die fetten Jahre sind vorbei", was für ein schauspielerisches Potential in ihm steckt und zeigt mit "Goodbye, Lenin!" eindrücklich, dass er nach dem Erfolgsfilm "Nichts bereuen" von 2001 alles andere als eine Eintagsfliege am Schauspielhimmel ist. Gelungene deutsche Tragikomödie mit einem tollen Drehbuch und klasse Akteuren.
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jan morrow Tue, 27 Sep 2011 16:08:19 -0000
Kommentar löschenWer in dem Film die Aufarbeitung der DDR sucht, wird sicherlich enttäuscht sein. Dafür gibt es "Das Leben der Anderen" und evtl. noch "12 heißt ich liebe Dich". Allerdings ist Goodbye Lenin ein schöner Film über die Insel DDR, der humorvoll ein Teil der DDR und deren Wende beleuchtet. Ich finde er hat seinen Platz in der (Film-) Geschichte, denn man muß auch lachen können um den Ernst zu begreifen.
An den Filmbeschreiber: Sigmund Jähn wurde zum Oberstleutnant ernannt nachdem er im All war, bei seinem Flug war er noch Oberleutnant. Soviel Geschichtskenntnis sollte schon sein.
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cruzha Wed, 31 Aug 2011 12:40:38 -0000
Kommentar löschenGood Bye Lenin ist eine lockerleichtige Tragikomödie über das Ende der DDR mit einem interessanten, weil originellen Storyansatz. Darstellerisch gibt hier jeder nicht mehr, als er muss, und so bleibt unterm Strich ein ganz guter Genrebeitrag, der aber leider die rauhe Wirklichkeit der DDR ein wenig nostalgisch verklärt und sich da hauptsächlich auf Spreewaldgurke und Aktuelle Kamera beschränkt.
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