Gottes Werk und Teufels Beitrag

The Cider House Rules (1999), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.03.2000

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7.1
Kritiker
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7.4
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38 Kommentare
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von Lasse Hallström, mit Tobey Maguire und Charlize Theron

In Lasse Halströms preisgekröntem Drama Gottes Werk und Teufels Beitrag bricht Tobey Maguire aus seiner gewohnten Umgebung des Waisenhauses St. Clouds aus, um die Welt zu entdecken.

Wir befinden uns in Maine, in den Dreißigerjahren. Im Waisenheim St. Clouds lernt Homer (Tobey Maguire) bei seinem Mentor, dem Arzt Dr. Larch (Michael Caine), alles, was er über Medizin und Abtreibungen wissen muss. Die beiden entwickeln eine tiefe Bindung, doch ihre unterschiedliche Einstellung zum Thema Abtreibung ist letztlich ausschlaggebender Grund für Homers Entschluss, dem Ort seiner Kindheit den Rücken zu kehren. Das attraktive Paar Wally (Paul Rudd) und seine Frau Candy (Charlize Theron) kommen nach St. Clouds, um bei Candy eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Auf dem Rückweg vom St. Clouds bieten sie Homer die Möglichkeit, die Welt außerhalb seines geschützten Umfeldes kennen zu lernen. Nicht nur die erste Liebe und seine medizinischen Differenzen mit seinem Ziehvater Dr. Larch stellen Homer dabei vor ungeahnte Probleme.

Hintergrund und Infos zu Gottes Werk und Teufels Beitrag

Die Vorlage zu Gottes Werk und Gottes Beitrag (OT: The Cider House Rules) schrieb John Irving mit seinem gleichnamigen Roman. Er verfasste auch das Drehbuch, das jedoch aufgrund des kurzen Spielfilmformats stark gekürzt werden musste. Nach mehreren Wechseln von Regisseuren (erst war Phillip Borsos, dann Michael Winterbottom vorgesehen) übernahm Lasse Hallström die Führung des Projekts. Das Ergebnis gefiel dem Autor John Irving so gut, dass er und sein Sohn in einer Gastrolle des Filmes zu sehen sind. Dabei spielt John einen Bahnhofsvorsteher, sein Sohn Colin den Major Winslow.

Vor der Oscarverleihung 2000 wurde Gottes Werk und Teufels Beitrag als starker Konkurrent des Gewinnerfilms American Beauty gehandelt. Letztendlich war der Lasse Hallström -Film nach dem Drama von Sam Mendes mit sieben Nominierungen und zwei Oscars das zweitbeliebteste Werk bei der Verleihung 2000. John Irving und Michael Cane erhielten einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch bzw. als bester Nebendarsteller. (JP)

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Kritiken (1) — Film: Gottes Werk und Teufels Beitrag

Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Wie so oft, kenne ich auch hier die Vorlage nicht. Was an sich auch ziemlich egal ist. Trotz seines klar erkennbaren Stempels "Literaturverfilmung", bietet der Film fesselndes Erzählkino mit guten Schauspielleistungen. Ganz besonders Michael Caine bleibt im Gedächnis.

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Kommentare (36) — Film: Gottes Werk und Teufels Beitrag


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Freidenker

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Bewertung9.0Herausragend

Ich muss gestehen ich hab das Buch nicht gelesen doch es steht jetzt ganz oben auf meiner Liste und ich hoffe das es mich genauso begeistern kann wie der Film,den der ist einfach herausragend.
Die ganze Erzählung bietet die perfekte Mischung,aus
dramatischen,traurigen,rührenden,liebevollen aber auch humorvollen Momentan.
Das ganze wirkt dabei zwar recht nostalgisch doch nie kitschig.
Desweiteren wird zum recht zentralen Thema Abtreibung nie einseitig Stellung genommen sondern liefert recht wertungfreie Ansichten sowohl dafür als auch dagegen,verkörpert durch Dr. Larch und Homer.
Beide Charakter werden dabei auch wirklich grandios von Tobey Maguire und Michael Caine gespielt,der für seine Rolle völlig zu recht den Oscar erhalten hat.
Aber auch die anderen Darsteller können voll und ganz überzeugen,was besonders für die jungen Darsteller wie Kieran Culkin, Erik Per Sullivan und Paz de la Huerta gilt.
Dazu gibt es einen großartigen Soundtrack und wunderschöne Bilder.

So ist "Gottes Werk & Teufels Beitrag" alles in allem ein wirklich herausragender Film bei dem Lasse Hallström mal wieder sein volles Können zeigt.

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N. Hornblower

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Eins meiner Lieblingsbücher - auf jeden Fall empfehlenswert!
Ich persönlich halte es für sinnvoll, erst den Film zu sehen und dann das Buch zu lesen, dann kann einen der Film nicht enttäschen und das Buch erschließt einem hinterher ganz neue Aspekte der Geschichte.


kronenhummer

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Bewertung7.5Sehenswert

# 1000
„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist in erster Linie eine wirklich berührende Geschichte rund um das Recht auf Selbstbestimmung des eigenen Lebens. Melancholisch, gefühlvoll und nachdenklich diskutiert Hallströms Literaturverfilmung das Recht auf Abtreibung ohne zu plakativ zu werden und befasst sich nebenbei mit den bewegenden Dingen des alltäglichen Lebens in den 30er Jahren. Familie, Liebe, Einsamkeit, aber auch Krieg und Rassenunterschiede werden hier herrlich unaufgeregt und nachdenklich erwähnt.

„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ wird so zu einer schönen kleinen und ruhig erzählten Geschichte rund um ein Waisenkind, das seinen Weg sucht und ihn letztendlich beinahe zwangsläufig findet. Vieles was Hallström hier erzählt, kommt nicht unerwartet oder überraschend, ist jedoch wahrlich schön erzählt.

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matelue

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Und ich dachte, das waren die 40er Jahre.


kronenhummer

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@matelue: Hast ja auch nicht unrecht, spielt ja über mehrere Jahre, beginnend Ende der 30er.


KonTaicho

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich habe schon so viele Frauen angesehen und niemals, nie habe ich etwas dabei empfunden. Ich meine, ich habe wirklich alles gesehen, nur empfunden habe ich nichts. mit dir ist es... Dich anzusehen tut weh."

Ich habe etliche Gärten durchstreift auf meiner Reise, wurde zum Gärtner wider Willen. Ich habe Äpfel gepflückt, ohne jemals einen von ihnen zu kosten. Ich hatte eine Aufgabe. Und erfüllte einen Zweck. Ich half dabei, die Äpfel zu ernten, da sie es nicht ertragen konnten, zu Boden zu fallen und wieder Eins zu werden mit der Erde, um neues Leben entstehen zu lassen. Ich akzeptierte es.
Doch es kam die Zeit, als ich fortging von meinen Gärten, auf, in ein neues Land, in eine neue Welt, herausgebrochen aus meinem Mikrokosmos, hinaus in die ferne Welt.
Und hier fand ich ihn. Den Garten. Eden. Er, der mein Leben verändern sollte.
Sorglos durchstreifte ich ihn, ahnungslos und unschuldig.
Bis ich ihn sah. Bis ich dich sah. Den Apfel, der heller strahlte als alle anderen. Der das Sonnenlicht aufnahm und, wenn ich ihn berühren würde, mein kleines Herz mit hellen Wogen fluten sollte.
Der Apfel warst du. Die Versuchung. Und ich kostete dich. Und jeder Bissen ließ mich einen Blick erhaschen in das Paradies, das verloren schien. In mein Paradies.
Und obschon ich wusste, dass eine solche Pracht nicht gemacht war für einen einzelnen Menschen, so hast du mir dennoch gezeigt, wer ich wirklich bin. Dein Licht hat die Tiefen meiner Seele erhellt und es war deine Liebe, die die Gründe meines Herzens erschlossen haben.
Und dafür danke ich dir.

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Elman Smithee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn der Film im Vergleich zum Roman so Einiges ausspart, ist Gottes Werk und Teufels Beitrag immer noch eine überdurchschnittliche Literaturverfilmung, gerade auch wegen der zwischenmenschlichen Chemie getragen vom liebenswerten und zu Tränen rührenden Michael Caine, der jugendlichen Naivität des Tobey Maguire und der verführerisch-süßen Charlize Theron.

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Man kann sich an der wunderschönen Landschaft Maines ergötzen, ebenso an der wunderschönen Charlize Theron und an der teils tragischen, wie auch wunderschönen Geschichte. Eben reichlich Puderzucker a la Lasse Hallström, dem diese Literaturverfilmung zweifelsohne wahrlich gelungen ist.
Und ja, auch der meinerseits oftmals gescholtene Michael Caine, macht hier eine gute Figur – gleiches gilt selbstverständlich auch für den Hauptakteur dieser Geschichte: Tobey Maguire.

"Gute Nacht, ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von Neuengland!"

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natedb

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wundervolles, sehr berührendes Melodram. Und das, obwohl Tobey Maguires dämliches Grinsen sehr oft in den Bereich des schwer Ertragbaren rückt...

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crab1973

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Sympathisch isser aber auch gnadenlos überschätzt. Als er in Spiderman3 den Bösen/Arrogaten gespielt hat. Oh Mann, war das schlecht.


natedb

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Stimmt, es gibt wirklich Stellen wo es eine echte Zumutung ist ihm bei seinem Spiel zuzusehen...


Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter und nachdenklicher Film über Bestimmung und Handeln. Von den Darstellern gut umgesetzt. Hat eine sehr schöne Bildersprache und die musikalische Untermalung ist auch gut!

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Punsha

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Bewertung7.0Sehenswert

Zarter, rührender Film, der die Frage nach der Selbstbestimmung mehr als zufriedenstellend thematisiert. Einmal mehr beweist sich Lasse Hallström als ein Experte für Romanadaptionen, indem er die Bücher nicht ihrer Weitsicht beraubt, behutsam kleine Gesten und Blicke einfängt und zwischen den Darstellern eine nahezu perfekte Chemie herzustellen vermag.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, der einem Gedanken gleichkommt...

Wann ist Leben ein echtes Leben, ab wann, ab welchem Zeitpunkt ist ein Leben ein Leben?

Auf was basiert Leben?
Auf was basiert ein lebenswertes Leben?

Was ist richtig, was ist falsch?
Gibt es ein richtig oder falsch?

Wo fängt Leben an, wo hört es auf?

Wenn Lasse Halmström etwas kann, dann ist es das er extrerm Kitschiges mit extrem Wahrhaftigem verbinden kann, wenn er etwas kann, dann ist es das er höchst Emotionales mit (äußerlich) Beiläufigem vermischen kann...

Er ist der Richtige (gerade hier!) das Alltägliche mit Besonderem zu verquicken...

Er kann, gerade in diesem Film, aufzeigen ,das Verantwortung, moralisches,ethisches Handeln ,oft nicht leicht einzuschätzen ist, oft Gegebenheiten zu folgen hat die jenseits von Subjektivität, von einfachem Entscheiden stehen, die schlicht einer tagtäglich neu einzuschätzender Realität Genüge tun muss...

Und das eben Moral oder Ethik, oder Überzeugung etwas sind /ist, das jeden Tag neu, anders und differenziert betrachtet werden muss...

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Hartigan85

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Ist ja auch nicht verkehrt, so ersparst du dir ärgerliche Fehlkäufe. Würde ich besser auch nur noch so machen...Trotzdem kannst du den ruhig kaufen, ich nehme es dann auf meine Kappe, wenn er dir nicht gefällt :D


Andy Dufresne

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:)


MartinNolan

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Bewertung7.0Sehenswert

Homer Wells (Tobey Maguire) hat einen schweren Start ins Leben. Er wird von seiner Mutter in das Waisenhaus St. Cloud’s gebracht. Dort wächst er unter der Obhut von Dr. Wilbur Larch (Michael Caine) auf, der in den kommenden Jahren, Homer nicht nur als Arzt ausbildet, sondern zu ihm eine väterliche Beziehung hegt. In den 30er Jahren sind Abreibungen strengstens verboten. Dennoch führt Dr. Larch Abtreibungen durch, da er die Auffassung vertritt, dass eine Frau nicht gezwungen sein sollte, ein Kind in die Welt setzen zu müssen. Obwohl Homer von Wilbur, eine medizinische Ausbildung erfahren hat, sieht er sich nicht als Arzt. Er hat nie eine Schule besucht, geschweige denn nötige Urkunden. Homer ist glücklich und sorgt sich liebevoll um die übrigen Waisenkinder. Doch tief in seinem Innersten schlummert ein langersehnter Wunsch. Der Wunsch nach Liebe. Die Liebe einer Frau. Schließlich verlässt Homer das Waisenhaus und gelangt durch Wally Worthington (Paul Rudd), der mit seiner Freundin Candy Kendall (Charlize Theron) das Waisenhaus wegen einer Abtreibung aufsuchte, an eine Stelle als Apfelpflücker. Wird Homer tatsächlich auf diese Weise sein Glück finden können? Die Liebe einer Frau spüren dürfen? Oder wird Homer am Ende, doch etwas anderes finden, als gedacht?
„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ behandelt viele komplexe Themen, wie zum Beispiel Abtreibung, Leben im Waisenhaus, Erwachsenwerden und Inzest. Doch kulminieren diese unterschiedlichen Problematiken nicht, sondern werden lediglich angerissen, sodass dem Zuschauer emotionale Fragmente präsentiert werden, wobei dadurch dramatische Momente nur selten entstehen. Dies ist vielleicht auch der sehr ruhigen Erzählweise zu zuschreiben. Denn so manche „große“ Szenen, ziehen an einem still vorbei. Möglicherweise hätte Regisseur Lasse Hallström mit diesem Stil an einigen Stellen brechen sollen. Doch wird vieles durch das hervorragende Schauspiel von Michael Caine, Tobey Maguire und Charlize Theron kompensiert, die sich wunderbar ergänzen.
Mag der Film in einigen Szenen etwas kitschig sein, stört dies nur kaum, da sich dem Zuschauer authentische emotionale Beziehungen zeigen, weshalb diese kitschigen Momente, nicht aufdringlich wirken und sich problemlos in den Film einfügen.
„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist ohne Frage, ein liebenswerter und berührender Film, der behutsam die Tragödien des Lebens inszeniert.
Für meine Begriffe präsentiert sich der Film etwas zu ruhig und zu überladen an Problemen. Eventuell wäre es besser gewesen, sich auf ein oder zwei dramatische Höhepunkte zu einigen. Wer auf einen zwar ruhigen, aber bezaubernden Film hofft, wird mit „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ nicht enttäuscht werden.

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Uwe B.B.B.

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Bewertung9.5Herausragend

Ein schlichtweg genialer Film, der eine interessante Geschichte erzählt.

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Maggiefix

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich habe das Buch verschlungen, die Filmumsetzung hat mir dagegen nicht gefallen. Es hat mir einfach zu fehl gefehlt und es wurden auch einige Dinge komplett geändert!
Schade, aber das Buch sollte man eigentlich gelesen haben.

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Aouda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein bewegender Film - gerade mit den Kindern, wie ich finde. Aber auch später ist er tragisch und sehr gut gemacht! Mein Lieblingszitat (relativ am Anfang) von dem kleinen Curly: "Ich bin wirklich der Beste - mir läuft nur die Nase."

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RoosterCogburn

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Bewertung9.0Herausragend

Zurecht prämierte, grossartige Literatur-Verfilmung von Lasse Hallström nach John Irvings gleichnamigen Roman. Da der Umfang des Romans nicht in einen Spielfilm gepasst hätte, änderte John Irving für das Drehbuch die Geschichte des Romans in vielen Details. Von den SIEBEN (!) Oscar-Nominierungen erhielt der Film zwei Auszeichnungen (Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch). Hallströms kongeniale Regieleistung, die konzentrierte Form der Dramatisierung einer einfachen, schlichten Geschichte und die kameratechnische Eleganz machen den Film zu einem Erlebnis. Neben Tobey Maguire glänzen bekannte Gesichter wie Delroy Lindo, Charlize Theron und der überragende Michael Caine.

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Ansi

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Bewertung9.0Herausragend

Basierend auf dem sehr lesenswerten Roman "The Cider House Rules" von Autor John Irving ("Hotel New Hampshire") drehte der schwedische Regisseur Lars Sven Hallström ("Chocolat – Ein kleiner Biss genügt") im Jahr 1999, nach Irvings entsprechend umgeschriebenen Oscar-prämierten Drehbuch, den großartigen und sensiblen Film "Gottes Werk und Teufels Beitrag".
So offensichtlich genial ausnahmsweise der deutsche Filmtitel ist, so rundum faszinierend und gelungen ist dieser amerikanische Coming-of-Age Film.

Die Erzählung über das Erwachsenwerden des Waisenjungen Homer Wells schildert Ausschnitte seines Lebensweges vom Waisenhaus, über die müßige Arbeit in einer Apfelplantage, bis zu einer unvergesslichen romantischen Liebschaft - dies alles wird gefühlvoll, hoch emotional und mit sehr viel Fingerspitzengefühl vorgetragen. Die Erzählung bietet Freude, Humor, Liebe, Tragik, Trauer und die üblichen auflockernden Schrulligkeiten. Einem bestimmten Genre mag sich der Film dabei nicht beugen. Komödie oder Tragödie? Nichts von beidem und doch alles zusammen - der Film zeigt das Leben!

Wie man von Regisseur Hallström erwarten darf, zeigt er perfekt fotografierte und komponierte Bilder, die sich insbesondere durch wundervolle Landschaftsaufnahmen bemerkbar machen. Trotz zu erwartender Rührseligkeit konfrontiert der Film den Zuschauer mit den schwierigen Themen und den diesbezüglichen Problemen um Abtreibung, Vergewaltigung und Kriegsleid. Es geht um die Ambivalenz von Gut und Böse - die zwei sprichwörtlichen Seiten der Medaille. Mit diesen sensiblen Themen wird allerdings so gefühlvoll und gekonnt umgegangen, dass sich der lebensbejahende Grundton des gesamten Films durchaus noch weiter verdeutlicht. Zwar wird dieser Diskurs nicht so subtil wie im Roman behandelt, aber insbesondere durch die dramaturgische Entschlackung wirkt der Film stimmungsvoll und pointiert.

Nicht nur aus inszenatorischer Sicht bietet "Gottes Werk und Teufels Beitrag" herzerwärmenden und teilweise gar tränenreichen Stoff - besonders überzeugen können nämlich auch die schauspielerischen Leistungen. Tobey Maguire ("Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein") als sinnsuchender Waise und die bildhübsche Charlize Theron ("The Italian Job – Jagd auf Millionen") als reizvolle junge Frau bilden ein nettes Leinwandpaar, obgleich sich die Zukunft ihrer Charaktere letztlich dem vom Krieg gezeichneten Schicksal beugen muss. Außerdem darf der sensationelle Sir Michael Caine ("Jack the Ripper – Das Ungeheuer von London") überdies wohl als die perfekte Besetzung der Rolle des Doktor Wilbur Larch angesehen werden, der in der eigenen Selbstaufopferung für die Waisenkinder und jungen Mütter den richtigen Weg zu gehen versucht.

Die schauspielerische Arbeit betreffend zeigt sich eine weitere besondere Fähigkeit von Regisseur Hallström: Die respektvolle und großartige Arbeit mit jungen Schauspielern. Es ist dabei wahrlich faszinierend, wie herausragend die jungen Mimen spielen und dem entsprechend schnürt ihr Schicksal dem Zuschauer ein ums andere mal fast die Kehle zu. Aus dem Cast der jungen Darsteller stechen dabei insbesondere Kieran Culkin ("Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt"), der jüngere Bruder Macaulay Culkins ("Kevin - Allein zu Haus"), und Erik Per Sullivan ("Armageddon – Das jüngste Gericht"), der insbesondere als Malcolms verkannt talentierter Bruder Dewey aus der Sitcom "Malcolm Mittendrin" bekannt ist, hervor, die einfach herrlich und tief berührend spielen.

Trübe Tassen dürften in Lasse Hallströms "Gottes Werk und Teufels Beitrag" einen weiteren Kitschfilm sehen, dabei zeigt der Streifen doch so viel mehr. Eine rührende Geschichte über Leben, Liebe und Tod, den Sinn des Lebens und die Grenzen des eigenen Schaffens. Garniert wird dies mit brillanten Schauspielern, einer allgemein makellosen Regiearbeit, fabelhaft fotografierten Landschaftsbildern und einem einfühlsamen und ungemein prägenden Score von Komponistin Rachel Portman ("Die Legende von Bagger Vance").

Dass Hallströms Werk natürlich nicht den gut achthundert Seiten umfassenden Roman von John Irving in seiner Gänze wiedergeben kann, ist klar. Die gewählte Konzentration und Zusammenfassung ist allerdings, auch weil Irving wie bereits erwähnt höchstpersönlich für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, rundum überzeugend gelungen.

- - -

Schon gewusst: Das Budget des Film wird auf ungefähr 24 Millionen US-Dollar geschätzt. In den Kinos konnten weltweit mehr als 88 Millionen Dollar wieder eingespielt werden.
Aus Zeitgründen wurden einige Erzählstränge des 1985 veröffentlichten Romans nicht im Film aufgegriffen. Beispielsweise liegt im Roman ein großer Fokus auf dem Waisenkind Melone und auf Angel, dem gemeinsamen Kind von Candy und Homer.
In der Internet Movie Database hat der Film eine Bewertung von 7,4 und bei Rotten Tomatoes zeigt das Tomatometer einen kumulierten Score von 71 Prozent. Der nicht immer treffsichere Kritiker Roger Ebert von der Chicago Sun-Times vergibt nur zwei von vier möglichen Sternen.
Im Jahr 2000 war der Film für sieben Oscars, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur, Bester Schnitt, Beste Filmmusik und Bestes Szenenbild, nominiert. Als Bester Nebendarsteller gewann Michael Caine einen Oscar, John Irving erhielt die begehrte Trophäe für das Beste adaptierte Drehbuch. In beiden Kategorien war der Film im Jahr 2000 auch für den GoldenGlobe nominiert.
Gedreht wurde der Film unter anderem an Schauplätzen in Vermont, Maine, New Hampshire und Massachusetts.
John Irving war vom Film so begeistert, dass er im Film einen Cameo-Auftritt als Bahnhofsvorsteher hat.
Über den Ablauf der Dreharbeiten und der Arbeiten an seinem eigenen Drehbuch schrieb John Irving im Jahr 2000 das Buch "My Movie Business".

-- "Gute Nacht, ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von Neu-England!" --

Spaß: 

Action:

Spannung:

Gefühl: ***

Anspruch: *

Kreativität:

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slartidan

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Bewertung9.0Herausragend

So schnulzig und emotional, dass er schon wieder gut ist :)

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Excuit

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich mochte den Titel.
Ein wunderschoener, wie er selten zu finden ist.
Seit den ersten Sekunden fiel mir der Soundtrack auf. Oscarnominiert, wie ich spaeter feststellte. Ueber Caine brauche ich keinen grossen Worte zu machen. Auch hier spricht der Oscar fuer die beste Nebenrolle fuer sich.
Geniales Stueck. Ich kannte die Geschichte halb im Vorhinein. Ich konnte nicht umhin, bei Wikipedia etwas zu spoilern.
Ich kann ihn nur empfehlen. Wie sagt man so schoen? Ganz grosses Kino. Wortwoertlich. Der Abspann laeuft noch, waehrend ich das hier schreibe. Wunderschoen.

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boabob

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ob das Buch gut verfilmt wurde, kann ich nicht beurteilen, weil ich dieses nicht gelesen habe. Wenn jedoch der Tränenfluss beim wiederholten Betrachten nicht sistiert, dann muss es sich um ein ausgezeichnetes Werk handeln.

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Kritikologe

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Bewertung9.5Herausragend

Der genialste deutsche Filmtitel!

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Filmkenner77

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswerte Literaturverfilmung mit guten Darstellerleistungen und tollen Aufnahmen.

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