Gran Torino - Kritik

Gran Torino

US · 2008 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
  • 4
    Northbird 05.12.2016, 23:41 Geändert 05.12.2016, 23:42

    Eintöniger, vorhersehbarer, leicht patriotischer und vor allem viel zu vorsichtiger 0815-Streifen.

    Vielleicht hätte mir der Film vor 8 Jahren besser gefallen. Vielleicht hatte ich mir, aufgrund der überall gegebenen hohen Bewertungen, einfach zu große Erwartungen an den Film gesetzt. Vielleicht war ich auch einfach vom wesentlich mutigeren "City of God", den ich am Abend zuvor gesehen hatte, bereits zu stark abgehärtet. Wer weiß. Aber was ich weiß ist, dass ich schockiert darüber bin, in wie vielen Gesichtspunkten mir dieser Film bereits nach seinen ersten dreißig Minuten missfallen hat. Während mir Eastwoods Charakter des ständig grießgrämigen und total rassistischen Opis von Nebenan anfangs noch echt zugesagt hat, musste ich leider schnell merken, dass mir hier keinerlei charakterliche Ikonität, geschweige denn wenigstens irgendeine Form von Charakterentwicklung geboten wird. Die Story ergreift sich über die immer gleichen Stereotypen. Diese Stereotypen verfließen dann im Laufe der Zeit zu milden running-gags, welche dann auch noch gefühlt 50% des Films ausmachen. Plotstränge werden oftmals erzwungen und letzten Endes wird die offentsichtlichste und somit auch banalste Option für den Werdegang des Films gewählt: Der Greiß ist gar nicht so böse. Oh Schreck.

    Clint Eastwood in allen Ehren, aber wer mir hier einen von deeper Message erzählen will, aber nicht erkennt dass es sich bei dem angetitelten Action-Drama lediglich nur um ein Slice-Of-Life-Dramachen handelt, der hat wohl nen anderen Film sehen dürfen. Ich bewerte ja wirklich immer sehr optimistisch, aber auf den Bandwagon springe ich dies mal nicht auf.

    • 10
      VinniVega73 01.12.2016, 01:39 Geändert 01.12.2016, 01:47

      Was denn bitte anderes als eine 10 ?

      Sicher nüchtern betrachtet mit Sicherheit keine 10...
      Aber der Charakter Walt und die Message des Films...sind eine glatte 12 !
      Tja leider wollen die Menschen...da draußen... die Message so gar nicht kapieren.
      Da lässt man sich lieber weiter von den Medien ...den Kopf nach Rechts verdrehen oder auch mal Links...man muss ja flexibel bleiben !

      Hier ist kein Supercast vorhanden...braucht der Film gar nicht !
      Egal wer hier noch mitgespielt hätte...der alte Mann hätte sie alle an die Wand gespielt !

      Die Story ansich kommt relativ banal daher...juckt den guten alten Eastwood natürlich herzlich wenig....er macht da einfach ein sehr persönliches Meisterwerk draus und geht wieder nach Hause !
      Bevor Warner auf doofe Ideen kommen könnte...gibt es ein konsequentes Ende und Walt geht leider in die ewigen Jagdgründe ein.

      Zwischendurch bekommen wir einen Vollblut Rassisten präsentiert...mit wirklich derben Sprüchen und Ansichten...aber der Zuschauer ahnt oder weiß natürlich..harte Schale aber sehr weicher Keks !
      Wieder mal... zum wievielten Male eigentlich ? Will sein Charakter eigentlich nur seine Ruhe...aber er wird sie wieder mal alle nicht los !
      Herrlich anzuschauen wie immer mehr Leute, Geschenke Essen und Blumen gebracht werden...und Walt's Welt sich wie ein Hauch in Luft auflöst...

      Natürlich kämpft er anfangs :) ...es kann ja nicht sein das diese Bambusratten mehr mit Ihm gemeinsam haben...als seine Parade ekelhaft versnobte Familie...
      Diese Tranfsformation wird einfach nur wunderschön dargestellt...

      Sein letzter Fluchtort wohl dieser Spaghetti Frisör...einfach nur herrlich diese kurzen Gespräche....

      Fazit :
      Ein Endgeiler Streifen der auch 5 Stunden hätte gehen können...
      Ein Message die man sich immer wieder ins Brain rufen sollte...auch wenn es manche, viele, wenige einem nicht immer leicht machen...sie zu verstehen !
      Der Wagen ist ein Traum :) Eastwood und diese Karre verschmelzen und symbolisieren sich gegenseitig ...aber sowas von !

      Baut doch endlich mal eine Maschine...da kommt der Clint rein und als 35jähriger wieder raus !!!!!

      5
      • 9

        Wer Clint Eastwood bis zu diesem Filmt noch nicht klasse fand...Nach diesem Film findet ihn jeder klasse...Da leg ich meine Hand ins Feuer:)

        2
        • 9
          Popcorn_Pfoetchen 07.11.2016, 20:14 Geändert 07.11.2016, 20:15

          Großartiger Film mit und von Clint Eastwood.

          Ein Film über das Altern, Rassimus, Einsicht, Toleranz, einen heißen 72er Gran Torino und und und... :) Einfach einschalten und genießen!
          Man sollte hier nur keinen Actionfilm mit einem greisigem Actionheld erwarten!

          Für mich der beste Eastwood Film!

          3
          • 8
            expendable87 18.09.2016, 12:48 Geändert 18.09.2016, 13:52

            Kowalski: Runter von meinem Rasen!!!
            Gang-Mitglied: Kümmere dich um dein Scheiss, alter Mann!
            Kowalski: Ich puste dir ein Loch in die Fresse, und dann gehe ich wieder rein und schlafe wie ein Baby, darauf kannst du dich verlassen!
            Schweine wie euch haben wir in Korea zwei Meter hoch gestapelt und als Sandsäcke benutzt!
            ...
            Fesselndes Eastwood-Drama mit einem überragenden Clint am Steuer und einer satten Portion Sozialkritik, sowie geballten Ladung schwarzen Humor im Gepäck!
            GRAN TORINO kommt zu keiner Zeit von der Spur ab und weiß sowohl inhaltlich, als auch darstellerisch vollauf zu überzeugen!
            ...
            Kowalski: Mir hat man schon viel nachgesagt, aber nie dass ich witzig bin!
            ...
            8 / 10 Reis-Schnäpse für diesen hoch-zynischen Griesgram

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            • 10

              Ich musst weinen grad und er ist noch nicht vorbei freunde :( toll er hat so gefesselt ...Seit doch alle net so böse zu einander sind wir nicht alle menschen ob gelb schwarz weiss oder manchmal blau <3 ... <3 toll

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              • 10
                brucelee76 14.09.2016, 17:02 Geändert 15.09.2016, 04:16

                Hi Leute,

                zu was Clint Eastwood fähig ist, zeigt er hier! Ein Ultra-Hammer mäßiges Meisterwerk!

                Eine lebende Legende! Mit "Erbarmungslos", hat er für mich den besten Western gedreht. Mit "Die Brücken am Fluss" eine Wahre Liebe, die Vier Tage dauert und doch ewig bestehen bleibt! Mit "Mystic River", ein Family Drama, das unter die Haut die geht. "Million Dollar Baby", ein Horror-Alptraum für Maggie Fitzgerald! Und und und ...

                Doch dieser hier ist für mich, sein wahrscheinlich persönlichster Film.

                Ein Vorbild-Rassist entdeckt sein Herz. Und versteht mit der Zeit, der Spirit eines Menschen oder einer Rasse, steht über alle Normen und Regeln.

                Mein Fazit: Mein liebster Eastwood!!

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                • 10

                  GRAN TORINO, allein das Auto ist ein Meisterwerk!

                  Aber was Clint Eastwood hier auf Zelluloid gebannt hat, ist das noch etwas größere MEISTERWERK!

                  Ein Film wie eine moralische -TRACHT PRÜGEL- die man nie vergisst!

                  Die Parabel über Rassismus, Intoleranz, Zivilcourage und Freundschaft lebt von einer ruhigen, aber immer packenden Atmosphäre und einem überragenden Clint Eastwood als Korea Krieg geschädigten Einzelgänger; der auf ungewöhnliche Art und weise Läuterung erfährt.

                  Komplette 100% für die ausgewogene und fantastische Besetzung, hier geht alles wie eibn Filmischen Uhrwerk in einander und fügt sich zu einem Meisterhaften ganzen zusammen.

                  Clint Eastwood ist als Schauspieler einer der ganz großen, wie sie heutzutage nur noch ganz ganz selten zu sehen sind und als Regisseur ist er am Zenith seines Schaffens angekommen einfach brillant.

                  EIN MEISTERWERK!

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                  • 8

                    Großartiger Film und klasse Schauspiel. Nicht nur beeindruckend, was Eastwood hinlegt, sondern auch, dass er gleichzeitig Regisseur dieses Wunderwerkes ist.
                    Vorurteile durch den Krieg in Korea prägen seinen Alltag. Doch dann beginnt eine wunderbare und einzigartige Freundschaft.

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                    • 9 .5

                      Walt oder liebevoll Wally, ein reaktionärer, voller Vorurteile durch den Korea Krieg gezeichneter harter Hund, aber mit Prinzipien und einer klaren Moralvorstellung. Eine Paraderolle für Eastwood.

                      Für 10/10 hat es leider nicht ganz gereicht, auch wenn der Film in meinen Top5 Eastwood Filmen ist.

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                      • 10

                        was soll man noch dazu sagen außer, dass der film mit recht einen hohen stellenwert bei filmkennern hat. editorische rafinesse ist zwar nicht vorhanden,dafür aber solide inszeniert und es überzeugen dafür charaktere und story. der werdegang von walt ist makellos inszeniert und die freundschaft zur hmong familie ist überzeugend. einzig das finale ist etwas klischeebelastet, was nicht schlimm ist aber... naja wenn ihr das symbolische dann seht werdet ihr das schon verstehen. ich bin begeistert von diesem film, ein neuer lieblingsfilm <3

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                        • 0

                          So, dieser Film ist mit Abstand einer der schlechtesten den ich je gesehen habe. Ist ja kein Problem, was ich aber nicht verstehe ist, wieso er überall so gut bewertet ist?
                          Hier bei moviepilot gehört er zu den "100 Filmen die man gesehen haben muss".
                          Dieser Film ist so unglaublich kitschig, realitätsfern und vermittelt sehr fragwürdige Moralvorstellungen. Clint Eastwood, kann vielleicht in Western-Filmen mitspielen, hat aber hier kläglich versagt (auch als Regisseur oder Direktor oder wach auch immer er war). Und die Nebenrollen hätte sogar ich besser verkörpert! Wer sagt, dass dieser Film echte Gesellschaftskritik verübt hat einfach keine Ahnung. Die Idee ist ja gut, aber wer schon nur eine einzige Doku über Gangs gesehen hat versteht mich sicher. Die Charakterzüge der Nebenrollen sind teilweise sehr paradox und nicht ausgereift. Ich könnte ewig so weiterfahren.. Ich hoffe irgendjemand hat diesen Film wie ich wahrgenommen, und zwar objektiv und ohne den Letzter-Eastwood-Film-Bonus oder was auch immer.

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                          • 7 .5
                            Marcy123 08.04.2016, 22:25 Geändert 13.04.2016, 02:54

                            Clint Eastwood ist mittlerweile doch einer meiner Lieblings Schauspieler / Regisseure. Der kann auf jeden Fall was , hier auch wieder ein ergreifendes Drama , das man sich mal ansehen sollte.

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                            • 7

                              Schöner und ergreifend tragischer Film mit einem mürrischen, aber amüsanten Clint Eastwood. Komisch und traurig zugleich ....

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                              • 10

                                Ich möchte ja generell in meinen Reviews nicht zu viel über die Handlung eines Films verraten aber möchte nicht unerwähnt lassen, wieviel Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit in diesem Streifen steckt. Walt Kowalski (Eastwoods Rolle) bemerkt, das ihm die so verhassten Schlitzaugen, die er im Koreakrieg bekämpfte, ähnlicher sind als seine eigene Familie. Er begreift, das ihn sein eigenes Blut nicht in der Form ehrt und respektiert, wie es die Fremden tun. Schon von daher sollte dieser Film all denen gezeigt werden, die denken Glatze und Springerstiefel wären die Endlösung. Und von solchen Leuten haben wir in Deutschland ja viel zu viele. Dieser Film ist zudem eine Ode an die Zivilcourage und ich könnte mir gut vorstellen, das man in ein paar Jahren (Jahrzehnten) diesen Film als Lehrmaterial in Schulen verwendet, so wie man es heute bei vielen klassischen Büchern tut.

                                Wie oft gibt es heute noch Filme, die von Anfang bis zum Ende absolut glaubhaft und realistisch sind? Von denen man sagt: “Ich kaufe dem Regisseur jede einzelne Szene ab!”? Genau, es gibt viel zu wenige davon. Gran Torino ist aber einer von Ihnen. Und ich kann jedem nur empfehlen, sich diesen Film nicht entgehen zu lassen.

                                • 9 .5

                                  Sehr guter Film
                                  überzeugen gespielt von eastwood die Rolle als alter konservativer Ami der sich trotzallem menschlich zeigt und mit Immigranten sogar anfreundet

                                  • 10

                                    In «Erbarmungslos» hat Clint Eastwood mit dem Westerngenre abgerechnet, indem er die Grundannahmen und Mechanismen ausnahmslos demaskiert und zerpflückt hat. Damals ist er dabei stehen geblieben. Der Zuschauer hat sich «Erbarmungslos» angesehen und sich vielleicht gefragt: «Aber was ist die Alternative?» William Munny hat nämlich nicht aus seiner Haut fahren können, hat in seiner Rolle festgesteckt und den Zuschauer entsprechend mit dem Gefühl der Resignation zurückgelassen. Der Epilog, der den Prolog nochmals aufgegriffen hat, hat dies völlig klar gemacht.

                                    In «Gran Torino», den man vielleicht als eine Art Neo-Western sehen könnte, hat Eastwood den Faden wieder aufgegriffen und weitergesponnen. Und wie! Walt Kowalski ist – wie William Munny – ein Held alter Zeiten. Er hat im Koreakrieg gekämpft, ist ausgezeichnet worden, hat sich für den Aufbau und die Verteidigung des amerikanischen Traums eingesetzt. Doch heute ist davon nichts mehr übrig. Detroit, ein Flaggschiff unter den Industriestädten der USA, ist am Boden, nur noch ein Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit. Walt kann seine eigenen Kinder nicht mehr verstehen – und sie ihn nicht. Die «neue» Generation tickt so grundlegend anders, dass eine Verständigung nicht mehr möglich ist. Aus Walts Sicht ist der amerikanische Traum, für den er mit seinem Leben gekämpft hat, zerplatzt. Nur sein Gran Torino ist ihm noch geblieben – wie er selbst ein Relikt der Vergangenheit. Und dann ziehen ausgerechnet noch Kanalratten ins Nachbarhaus!

                                    Im Laufe der Geschichte wird (besonders in einer ganz starken Szene) der Hintergrund von Walt beleuchtet, seine Vergangenheit entmystifiziert. Das Märchen vom Kriegshelden wird entlarvt. Walts Verhalten wird plötzlich völlig nachvollziehbar, ergibt nun einen Sinn. Wie William Munny zieht Walt Kowalski nochmals in eine letzte Schlacht, in einen letzten Kampf. Anders als William Munny resigniert er aber nicht, akzeptiert er also nicht nur, dass er ist, wer er ist. Nein, er wirft sein ganzes Leben über Bord und tut nicht, was er immer getan hatte, sondern das Gegenteil davon. Walt schafft, was William nicht geschafft hatte: Er bricht aus seiner Rolle aus und bricht endgültig mit seinem früheren Leben, statt es nur zu akzeptieren. Das überraschende Ende fällt entsprechend emotional und stark aus und zählt zum Besten, was ich in meinem jungen Leben so sehen durfte.

                                    Gran Torino wartet mit einer starken, vielschichtigen Botschaft auf und ist von A bis Z kompromisslos gut umgesetzt.

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                                    • 10

                                      Eastwood, grandios als verbitterter Korea-Veteran Walt Kowalski, bezwingt die Dämonen der Vergangenheit, überwindet die kulturellen Hürden und die eigenen Vorbehalte gegenüber den ungeliebten Nachbarn.
                                      Manchmal sind einem die vermeintlich Fremden eben doch näher als das eigene Fleisch und Blut.
                                      Gran Torino hat schon damals im Kino emotional Besitz von meinem Körper ergriffen und ihn auch bis heute nicht mehr verlassen. Die Geschichte in einem verrohten Vorort von Detroit, dem einstigen Flaggschiff der Industrie, indem jetzt Jugendliche Banden ihr Unwesen treiben und die Zivilbevölkerung terrorisieren besitzt bei allem Humor auch enorme Tiefe. Freundschaft zwischen Individuen kennt weder Rasse, Religion noch Alter.
                                      Der finale Showdown, das letzte große Aufbäumen einer großen Legende unterwandert mit Sicherheit jede Erwartung.

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                                      • 8 .5

                                        Ein großer Film-grimmig und ironisch zugleich...sehr aktuell das Thema, welche neue Nachbarn wir bekommen!!

                                        • 9 .5

                                          Ein weiteres Meisterwerk von Mr. Clint Eastwood.
                                          Klasse Geschichte mit grandiosen Darstellern.
                                          Sollte man gesehen haben, klare Empfehlung.

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                                          • 9

                                            Clint "Grumpy" Eastwood im Clash der Kulturen war in meinen Augen wirklich großartig anzusehen und hat damit bei mir persönlich nicht nur für viele amüsante Schmunzler gesorgt, sondern genauso für einige nachdenkliche Momente. Sehr überzeugend gespielt auch vom restlichen Ensemble, kann der Film aber besonders durch die dargestellte Entwicklung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten punkten. Lange genug hatte ich diesen Film nun vor mir hergeschoben, auf den ich sowohl durch zahlreiche Empfehlungen als auch die durchgehend starken Bewertungen immer wieder aufmerksam geworden bin. Ohne überhaupt auch nur ansatzweise über den Plot Bescheid zu wissen, konnte ich also vermutlich gar nicht zu viel erwarten und wurde deshalb umso positiver überrascht. Alles in allem haben wir hier mit GRAN TORINO ein rundum gelungenes Drama vor einem noch viel wichtigeren Thema, ganz zu schweigen von der eindrucksvollen Story bis hin zum emotional packenden Finale.

                                            • 8
                                              BenAffenleck 07.02.2016, 17:45 Geändert 08.02.2016, 17:12

                                              Einen würdigeren Abschied vor der Kamera hätte sich Clint Eastwood nicht wünschen können. Wunderbar spielt er hier mit dem Image seiner vergangenen Rollen und inszeniert sein schauspielerisches Finale schnörkellos und wie einen Film aus den "guten alten Tagen". 2 Jahre nach seinem Abschied hielt er sein faltiges Gesicht dann allerdings doch noch mal für BACK IN THE GAME in die Kamera.

                                              Sein Charakter Walt Kowalski wirkt selbst wie ein GRAN TORINO, allerdings mit wesentlich mehr Meilen runter, dem ein oder anderen Rostflecken im Blech und dem großen, leicht verwitterten Stars-and-Stripes Aufkleber am Heck.

                                              Das ist patriotisch. Das ist plakativ. Das ist Amerika ... und Walt Kowalski, ein Korea- Veteran dessen Ansichten sich seit den 50er Jahren nicht mehr großartig geändert haben, ist ein "Grumpy Old Man" wie aus dem Lehrbuch. Verwitwert, von seinen Kindern entfremdet, äußerst penibel, mürrisch, launisch und Sprüche abfeuernd, die man durchaus rassistisch nennen darf. Walt ist einer, der "verpiss dich" auf die Stirn tätowiert hat und sein Eigentum und sein Recht handfest zu verteidigen bereit ist. Zur Not auch mit dem Karabiner im Anschlag. Er sagt Menschen die es nicht hören wollen direkt, wo der Frosch die Locken hat. Sicherlich eine Angewohnheit, die es ihm nicht leichter macht. Ein Mann des alten Schlages und voller eingeimpfter Vorurteile.

                                              Und genau neben diesem alten knurrenden Hund zieht eine Hmong Familie ein. Mit ihren unaussprechlichen Namen und ihren fremden Gebräuchen ecken sie bei Walt schnell an. Die beiden Teenager der asiatischen Familie geraten in Schwierigkeiten mit einer Gang. Die Eskalation der Gewalt schreitet unaufhaltsam voran...

                                              Clint Eastwood liefert mit GRAN TORINO geradezu brillantes Handwerk ab, und das direkt ins Gesicht. Eine Ballade über die Alten, über ungleiche Freundschaften und Annäherung mit dem Vorverurteilten. Eastwood zeichnet auch ein Bild der amerikanischen Vororte im Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt. Die Spannungsschraube wird immer fester angezogen, dramatische Elemente und Humor kommen aber nie zu kurz. Somit ist GRAN TORINO ein echter Allrounder und wird auch nach der jetzigen Viertsichtung immer noch ein gern gesehener Gast in meinem BluRay-Player sein.

                                              Fazit: So einen starken Film haute Eastwood mal eben während einer Postproduktions-Flaute zu seinem DER FREMDE SOHN raus. Als ob es nur eine Fingerübung sei...sensationell.

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                                              • 9 .5

                                                hab bisher nur so die ersten 5 minuten gesehn

                                                und ihn mir heut einfach mal auf Blu Ray gegönnt

                                                und jaaaa

                                                das hat sich gelohnt

                                                ich sag jetzt nicht dass der film der beste ist

                                                aber ihn sollte jeder mal gesehn haben

                                                • 10

                                                  Clint Eastwood hat es geschafft dass ich bei so mancher Szene betreffend Schlitzaugen, Frühlingsrollen, Hunden und Katzen etc.. herzhaft auflachen musste. Auf der anderen Seite war das Ende so dermaßen packend und traurig dass mir die Tränen gekommen sind.

                                                  • 10
                                                    Pennywise 17.01.2016, 00:26 Geändert 17.01.2016, 11:55

                                                    Ganz ruhig Bambusratte, ich erschieße dich schon nicht!
                                                    Fischkopf
                                                    Schlitzauge
                                                    Yam Yam, sie meinen Yua?
                                                    Weichei!
                                                    Bimbo

                                                    Das und noch viele andere liebevolle Bezeichnungen für Ausländer hört man in diesen Film.

                                                    Ein grandioser Clint Eastwood, in einen grandiosen Film!

                                                    Ich sitze nun da und denke über diesen Film nach.
                                                    Wie aus einen verbitterten alten Man, ein Freund wurde der sogar am Ende noch weint.

                                                    Und wenn ein Film so etwas bewirkt, dann kann dieser Film nur ein Meisterwerk und grandios sein.

                                                    Andere Worte fallen mir dafür nicht ein.

                                                    Was soll man hier großartig darüber erzählen?
                                                    Wer sich das nicht anguckt, ist selbst Schuld!

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