Gran Torino - Kritik

US 2008 Laufzeit 116 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.03.2009

  • 9 .5

    Gran Torino beginnt auf eine Weise, bei der ich mich sofort gefragt habe, wie lange ich dem Film eine Chance geben will. Im Nachhinein ärgerlich, da ich mich nicht gut an die ersten Minuten erinnern kann... Dann hat mich zunächst Walt eingefangen - ich liebe den Humor dieses Dramas, der mich die schlimmsten Dinge beinahe vergessen lässt. Das ist auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt, wobei mir das während der Sichtung gut gefiel. Schließlich musste ich doch weinen, obwohl ich die Handlung erahnt hatte und durfte gleich darauf wieder lachen. Trotz allerlei Klischees, die ohnehin nie gar nicht erfüllt werden, großartig!

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    • 9

      Ja, Clint hat es einfach drauf! Mit "Gran Torino" hat er wieder mal einen echt guten Film gemacht, der realistisch, hart, aber ohne dabei allzu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, rüberkommt und es ist einfach schön dabei zu zusehen wie sich Clint vom grimmigen, alten Rassisten zum lieben Asiatenfreund entwickelt. Die Freundschaft zwischen ihm und Tao fand ich auch sehr rührend, süß und dennoch dramatisch. Trotz allem hatte Clint oft genug immer einen lustigen Spruch auf den Lippen, sodass man selbst in den traurigsten Szenen noch mal kurz was zu Lachen hatte. Und natürlich konnte Clint hier oft genug seinen typischen, grimmigen Blick aufsetzen, der auch zu seinen Charakter perfekt gepasst hat. Auch wenn der Film sehr traurig ist, habe ich diesen Film genossen und am Ende mit einem guten Gefühl den Fernseher ausgemacht. Ich habe noch nicht so viele Filme von Clint Eastwood gesehen, aber bis jetzt fand ich war das sein bester.

      8
      • 8 .5

        Leider kannte ich das Ende schon, von daher konnte mich der Film nicht mehr wirklich überraschen und deshalb geht auch die Bewertung ein wenig runter. Doch vom Machwerk kann man hier wirklich nicht meckern. "Gran Torino" hat einfach alles, was ein Weltklassefilm braucht.

        • 10

          Clint Eastwood als Regisseur und Schauspieler ist einfach Weltklasse der Film ist ohne zu viel zu verraten bis zum Ende hin spannend mit vielen Hochs und Tiefs.

          • 10

            Ich bin verstört und gleichzeitig fasziniert. Sensation.

            • 9

              Ein Meisterwerk einfach grandios. Emotional und grandios gespielt. Wirklich toll

              • 7

                Sehenswert!

                • 10
                  LAK 17.05.2015, 19:28 Geändert 17.05.2015, 19:32

                  10 von 10! Hat alles, was ein richtig guter Film braucht. Der Cast ist richtig stark. Auch über Eastwood und Bee Vang hinaus.

                  1
                  • 9

                    Eine verdiente Bewertung!

                    • 9

                      Oh Clint das war einfach ein unglaublich emotionaler Moment mit ganz viel Tiefgang!
                      Wo hast du denn den hergezaubert.....

                      Als der Film geendet hat habe ich mir gleich gedacht, wenn ich einmal alt bin dann möchte ich ein wenig Walt sein.

                      Der Film kommt in die Oberste Reihe und bekommt meinen persönlichen Oscar!

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                      • 9

                        Ich liebe ja sowieso diese "Gewalt schaukelt sich immer höher"-Thematik à la "Straw Dogs" und "Die Welle", aber dieser Film bietet noch mal mehr...viel mehr...

                        Zum einen ist er natürlich absolut brilliant geschauspielert. Für mich eine von Eastwoods besten Rollen. Sehr grimmig und trotzdem mit viel Tiefgang.
                        Noch dazu übernimmt Multitalent Clint Eastwood auch noch die Regie...besser geht's gar nicht.
                        Aber auch alle anderen Schauspieler liefern spitzenmäßige Leistungen.

                        Die Thematik ist auch sehr geil. Gleichzeitig ernst, heftig und berührend
                        umgesetzt.
                        Dazu noch Gewalt und einige Szenen, die ich nicht mehr so schnell vergessen werde.

                        Gegen Anfang ist der Film noch sehr ruhig, baut Atmosphäre auf und ist teilweiße auch noch echt witzig. Ernsthaft, da waren echt ein paar Hammer-Witze dabei.
                        Gegen Ende wird der Film aber immer heftiger und härter. Die Gewalt schaukelt sich immer mehr hoch, bis sie dann eskaliert. Dabei liefert uns der Film einige unglaublich intensive Momente und wir lernen, die Antagonisten zu hassen.

                        Und dann das Finale. Da bleibt kaum ein Auge trocken. Das war so...traurig. Und dann noch so unerwartet. Ich mein: der Film ist FSK 12, wer erwartet da schon SOWAS!
                        Dieser Film hat echt einen WTF-Moment bei mir ausgelöst und gleichzeitig war es auch so schön und episch, als ich dann Kowalskis Plan verstanden habe.
                        Und auch das Ende ist dann einfach perfekt.

                        "Gran Torino" ist also ein Meisterwerk auf allen Ebenen. Emotional, traurig, heftig, intensiv und kompromisslos, aber auch witzig und einfach brilliant.
                        Dazu noch super geschauspielert und packend bis zum (genialen) Schluss.
                        Ich kenn kaum jemanden, der "Gran Torino" nicht mag. Und auch für mich ist es ein ruhmreicher "Fast-Lieblingsfilm".
                        Unbedingt zu empfehlen!

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                        • 10

                          Einer der besten Filme der Menschheitsgeschichte.

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                          • 10

                            So muss Kino. Tolle Geschichte, toller Eastwood. Insgesamt super Casting.
                            Ein Film, den ich mir definitiv nochmal ansehen werde

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                            • 8

                              Tadellos und charismatisch gespielt, trockene, sarkastische Art, mit der Eastwood Dialoge zum Besten gibt.Gerade bei den heutigen Filmen gibt es sehr wenige, bei denen man gleichzeitig so herzhaft lachen kann – und von ernsten Momenten gleichzeitig so erdrückt wird. Meckern kann man nur das der Film immer alles doppelt erläutern möchte, auch wenn etwas offensichtlich ist wird alles noch durch zusätzliche Szenen oder Monologe erklärt.

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                              • 8
                                heidi93 18.03.2015, 15:02 Geändert 18.03.2015, 15:05

                                Dieser Film ist meiner Ansicht nach zwar ein typisch patriotischer amerikanischer Film.. jedoch überzeugt er mit seinem trockenen Humor und mit einem genialen Clint Eastwood.

                                Starkes Ende!

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                                • 9 .5

                                  Clint hat sich hier selbst übertroffen! Diese Rolle passt perfekt zu im! Der Film ist top!

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                                  • 6 .5

                                    Aus aktuellem Anlass noch einmal versucht, aber ich komme einfach nicht über die grotesken Klischees und Figuren vom Reißbrett hinweg. Eastwood tritt reichlich gefällig auf, so dass "Get Off My Lawn" wohl verstohlenen Applaus aus der "Jawollja!"-Ecke ernten dürfte. Statt "True Grit" eher "About A Boy" mit Grummel-Grummel.
                                    Hat trotzdem genug Momente, die sich lohnen. Spätestens, wenn Walt als Vorbereitung auf den High Noon stoisch den Rasen mit der alten Klappermühle trimmt, kommt Sehnsucht nach vergangenen Großtaten auf. Vor dem Militärkoffer verschwimmen die Grenzen zwischen Leinwand-Alter-Ego und realer Person auf berührende Art und Weise.

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                                    • 8 .5
                                      christian.gerlach.351 09.02.2015, 17:48 Geändert 09.02.2015, 17:49

                                      Was tuen wenn man alt ist, sich die Welt draußen im Zeitraffertempo ändert und das Gewohnte schneller wegbricht, als man es verkraften kann. Einige würden sicher versuchen, den Rest ihres Lebens mit eindimensionalen Erklärungsmustern zu verbringen und wenn man die Situation in einigen urbanen Gebieten (nicht nur der USA) einmal kritisch hinterfragt, könnte ich ihnen dies nicht einmal verübeln. Die große Leistung von Walt Kowalski ist es, dass er die eigenen Vorurteile überwindet und das wahre Problem erkennt: Die Gangmitglieder sind nämlich nicht Gangmitglieder weil sie Schwarze oder Asiaten sind. Gangmitglieder sind sie, weil sie entweder keine soziale Perspektive haben und/oder Arschlöcher sind.

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                                      • 8

                                        _Reise durch das Werk des Clint Eastwood

                                        Für Schlopsi

                                        Fangen wir an mit einer kleinen Denkaufgabe. Woran denkst du, werte Leserin, werter Leser, als erstes, wenn ich folgenden Namen sage: Clint Eastwood. An einen Film? Eventuell gar an diesen hier? Ich denke, dass sehr vielen das Folgende in den Sinn kommt: Italo-Western. Der Fremde. Dirty Harry. Das hat ihn groß gemacht und damit wollte er seine Schauspielerkarriere beenden. Eine Rolle, die nicht viel spricht. Die innerlich von Hass und Antipathie zerfressen ist. Die etwas lernt und dann ihren Hass für etwas Gutes anwenden kann. Manchmal. Im Laufe der Jahre hat es durchaus Kritik gehagelt, weil Eastwood diese Rollen verkörpert hat. Dass Rolle nicht gleich Schauspieler ist, wurde dabei schnell vergessen. Dann, im Jahre 2008 veröffentlicht Clint Eastwood, mein lieber Clint Eastwood, einen Film, in der er nicht nur diese Rolle ein weiteres und letztes Mal verkörpert, sondern auch gleichzeitig diese Rolle kommentiert.

                                        STATION XX: GRAN TORINO

                                        Zunächst muss ich sagen, dass dies leider nicht der Überfilm in Eastwood Regie-Karriere ist. Ich habe gehofft, viel erwartet und wurde enttäuscht. Dennoch hat der Film einige interessante Aspekte zu bieten. (Und noch ist nicht aller Tage Abend, wie Majestix sagen würde. Heißt: Ich werde den Film noch einige Male mehr schauen, die Wertung ist also nicht endgültig. Oh, Funfact: Asterisque ist französisch für Sternchen (also wie die Fußnote). Weil Asterix klein ist und alles weiß.)

                                        Da wäre einmal der Ort, in dem der Film spielt. Detroit. Man sieht nicht viel von der Stadt, es handelt sich wohl um einen Vorstadtbezirk. Aber das, was man sieht, ist verdammt hässlich. Detroit war lange Zeit eine erfolgreiche und große Stadt. Henry Ford hat eben nicht nur die Fließbandproduktion groß gemacht, sondern auch der Stadt Wohlstand gebracht. Dann, ja dann kam die Globalisierung und zack, konnte man auf einmal Mitsubishi, Nissan, VW, BMW auf amerikanischen Straßen sehen (ja, die Werbung war kostenlos). Walt, der für ein halbes Jahrhundert für Ford gearbeitet hat (und wahrscheinlich seinen Job verlor, eben wegen der Globalisierung) sieht das natürlich missbilligend. Das erklärt auch im besten Maße seine Ausländerfeindlichkeit. Er ist nämlich ausländerfeindlich. Und da möchte ich nochmal an seinen Namen erinnern, der wohl unter den amerikanischsten Namen der Amerikaner rangiert: Walter Kowalski. Na dann na sdorowje. Der Gran Torino an sich, ist dabei ein Relikt aus alter Zeit. Ein Wagen, den Walt pflegt wie sonst nichts (außer seinen Rasen vielleicht). Der Wagen symbolisiert einen alten Wert. Und Walt beharrt auf alten Werten. Dass das allerdings selten bis gar nicht fortschrittlich ist, zeigt der Film zu genüge. Wer nicht fortschrittlich lebt, bleibt auf der Strecke, versauert, kann nicht glücklich sein.

                                        Ich könnte jetzt noch einiges über Leben, Tod, Rassismus, Vorurteile und Toleranz (seien wir mal ehrlich: das sind doch die Pfeiler des Lebens in den USA. Einem Land, das nur aus Einwanderern besteht) schreiben, was dieser Film auch alles behandelt. Aber was ich an diesem Film interessanter finde, als seine eigentlichen Themen, ist seine Bedeutung in Eastwoods Karriere. Denn wie gesagt, ist GRAN TORINO eine Zusammenfassung, ein Schlussstrich, ein letzter Kommentar.

                                        Dass Clint Eastwood durchaus willens ist, dazuzulernen, zeigt sich hier dabei deutlich wie fast nie. Und ich muss sagen: Seine Lernkurve als Regisseur von seinem ersten Film SADISTICO bis GRAN TORINO ist mehr als gigantisch. Hier jedoch, wird Eastwood persönlich. Er beurteilt seine „Erst schießen, dann fragen“-Charaktere. Liebevoll, mit einem Lächeln. Wissend, dass die Charaktere, so dunkel sie auch wirken mögen, ein gutes Herz hatten und sich selbst treu blieben. In dieser Hinsicht ist dieser Film großartig und funktioniert von vorne bis hinten.

                                        Aber dann wäre da ja noch die Ebene, die weniger meta ist. Und diese Ebene, diese Geschichte, die das Äußere der Geschichte erzählt, die konnte mich nicht so mitreißen, wie ich es erhofft hätte. Sicherlich war es ein spannender, interessanter, hervorragend gespielter Film, der auch wichtige Themen anspricht und behandelt. Aber der Funke wollte nicht überspringen. Da wurde ich Opfer meiner zu hohen Erwartungen.

                                        Aber dennoch werde ich den Film noch einige Male gucken. Allein der Parabel auf Eastwoods Schauspiel-Karriere wegen. Die nämlich hat mich zutiefst beeindruckt. Die ist wirklich, wahrhaftig und würdig. Würdig, die Schauspiel-Karriere einer der Größten zu beenden. Eine der Größten, die heute noch leben. Und für mich einer der Größten, die es je gab. Clint Eastwood, Ladies and Gentlemen.

                                        Nächste Station: J. EDGAR

                                        _Smooli

                                        Vorherige Station: http://www.moviepilot.de/movies/der-fremde-sohn/comments/1252858
                                        Nächste Station: http://www.moviepilot.de/movies/j-edgar/comments/1254260

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                                        • 8
                                          capracan 31.01.2015, 21:43 Geändert 31.01.2015, 21:43

                                          Eigentlich unangenehm behaftet mit der History Amerikas, was anfangs einen unangenehmen Beigeschmack hat. Der Verlauf des Films macht aber einiges wieder gut, tolle Wendung, toller Film, schickes Auto und toller Humor.

                                          • 9

                                            ein glänzend aufgelegter Eastwood trägt den ganzen Film hindurch; anfangs ist er als "Walt" grimmig, will mit anderen nichts zu tun haben, erst recht nicht mit seinen Nachbarn aus Japan und Mexiko, weicht er mit der Zeit auf und opfert sich für einen Jungen nebenan. Was das mit einem Gran Torino zu tun hat? Film ansehen!

                                            • 8 .5

                                              Eastwood hat es einfach immer noch drauf! Super Film, teils sogar echt witzig der alte Haudegen!

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                                                RUBBER-DUCK 29.01.2015, 22:35 Geändert 29.01.2015, 22:37

                                                EINER MEINER ABSOLUTEN LIEBLINGSFILME.ES GIBT NUR ZWEI MÖGLICHKEITEN, MAN HASST IHN ODER MAN LIEBT IHN! (HABE ICH DOCH IRGENDWO SCHON MAL GEHÖRT ;-D ) DER GUTE ALTE WALT KOWALSKI MIT SEINEM TREUEN HUND.( ...PASS GUT AUF ALTER MANN ...OOOHHHJAAA ...UND NUN STEIG IN DEN TRUCK ) SEHR GEIL!!!

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                                                • 8

                                                  Clint in Bestform und sogar witzig. Darüber hinaus wunderbare Demontage des Dirty Harry-Motivs.

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                                                    Kur und bündig, ein herausragender film der für den einen oder anderen lacher dank des trockenen Humors sorg, und plötzlich so entsetzend wird, bei diesem film ist auch die ein oder andere Träne geflossen, also in meine filmsammlung hat er sich seinen Platz mehr als verdient!!!