Grand Prix - Kritik

US 1966 Laufzeit 176 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Kinostart 13.10.1967

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Kritiken (1) — Film: Grand Prix

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.0Ausgezeichnet

Es soll Menschen geben, die für ein Formel-1-Rennen jedes noch so bedeutende Fußballspiel wegzappen. Der Kampf Maschine gegen Maschine, Mann gegen Mann im Rausch der Geschwindigkeit hat denn auch etwas zutiefst Heroisches - das birgt auch immens viel an cineastischem Potenzial. Und welches Autorennen könnte für einen Kinofilm spannender sein als der "Große Preis von Monaco" mit seinem traditionellen Stadtkurs quer durch Monte Carlo? Den wählte John Frankenheimer, der dank großartiger Filme schon einsame Runden im Movie-Circus drehte, mit seinen Projekten aber ebenso oft auch im Kiesbett gelandet ist, denn auch für seinen ganz persönlichen "Grand Prix".

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (9) — Film: Grand Prix


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Ener

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Bewertung9.0Herausragend

Nebst der typischen Geschichten-Erzählerei der 60er, inklusive Charme, offenbart sich auf den Rennstrecken ein dramaturgisches Meisterwerk in urgewaltigen Bildern. Für die damalige Zeit Wahnsinn und für Motorsport-Freunde mit Hang zur Nostalgie eine Offenbarung. Die Szenen aus Monaco, dem alten Spa und Monza sind selbst für heutige Verhältnisse großartig. Ein Paar Längen mehr der Fahrerei, einige weniger der Story gewidmet, dann hätte es sogar fürs oberste Podiumsplätzchen gereicht.

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filmschauer

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Bewertung7.0Sehenswert

Zum Bereich des Motorsport gehört gewissermaßen auch immer etwas Show dazu. Der Entertainment-Faktor, der sich auf und neben der Strecke auftut, lässt sich dabei nur ganz schwer in ein Drehbuch zwängen. Deshalb fallen einem mehr Rennfilme in der Historie ein, die an ihrem Vorhaben gescheitert sind als geglückte Kandidaten. Gerade im Hinblick auf die Königsklasse, der Formel 1, ist die Auswahl rar gesät, was z.T. auch den schwierigen Hürden geschuldet ist, welche Logistik, Rechten usw. angeht. Da ist es aus heutiger Sicht schon fast ein Wunder, wie detailgetreu und nah am Business John Frankenheimer im Jahr 1966 "Grand Prix" realisieren konnte.

Dass Frankenheimer mit Autos in Filmen umzugehen vermag, zeigte er nicht zuletzt durch atemberaubende Verfolgungsjagden wie bei denen in "Ronin". Das Gefühl für die Geschwindigkeit und die Gefahr bekommt man auch in seinem monumental anmutenden Formel-1-Streifen inklusive klassischer Ouvertüre zu spüren. Seinen Anspruch, die Rennszenen so realitätsnah wie möglich zu zeigen, spürt man ab der ersten Minute. Dies ist auch zugleich der größte Verdienst des Films: Man erhält einen unvergleichbar guten Einblick in die wilde Zeit Mitte der 60er, in der der Sicherheitsgedanke noch sehr wenig ausgeprägt war und immer die Befürchtung gegenwärtig war, nicht alle Piloten würden das jeweilige Rennen überstehen. Gleichzeitig fasziniert die Atmosphäre, der Motorenlärm, die Fahrweise der Boliden oder die naturverbundenen Strecken. Die exzellenten Kinobilder wie bspw. Saul Bass ideenreicher Vorspann übermitteln dieses Gefühl natürlich viel direkter als die alten TV-Aufnahmen aus damaliger Zeit. Gleichzeitig steht auf der anderen Seite der Wille von Frankenheimer, auch narrativ episch zu wirken. Man verfolgt eine ganze Saison, in der sich Fahrerei und normales Leben abwechseln. Die Charakterzeichnung der unterschiedlichen Protagonisten sowie die Dramaturgie vermag nicht ganz das einhalten, um nicht vor der einen oder anderen Länge bei drei Stunden Laufzeit gefeilt zu sein. Trotzdem bleiben die üblichen Klischees in Sportfilmen weniger auffällig als in anderen Filmen, wofür auch die vergleichsweise nüchterne Inszenierung zwischen den Rennwochenenden sorgt.

Dem gelegentlichen Mix aus Realität und Fiktion verdankt man auch, dass man sogar echte Fahrer aus der damaligen Formel 1 zu sehen bekommt. Wer gerne in kurzen Momenten einen Graham Hill oder Bruce McLaren 'schauspielern' sehen will, muss den Film gesehen haben. "Grand Prix" ist zwar nicht das große Meisterwerk, aber immer noch ein absolut sehenswerter Film - und durch die atemberaubenden Rennszenen aus jener Epoche ein wichtiges Zeitzeugnis.

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cArLos4evEr

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn ich Heute einen alten Film einlege der mich beeindruckt, bin ich begeistert!
Ein zeitloser Film, Dialoge, tolle Bilder, die Splitscreenanwendung, super.
Mir ist über die Länge des Filmes keine Minute langweilig geworden, dazu muss ich sagen das ich Formel 1 mir nie ansehe!

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Bonsta

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film ist ein Stück Zeitgeschichte, nicht unbedingt für das Kino selbst, doch aber für den Rennsport. Hier werden Bilder in historischen Dimensionen gezeigt, die jedes Rennfahrer-Herz höher schlagen lassen. Damals muss der Film der Wahnsinn gewesen sein, wo es doch nicht mal echte Fernsehübertragungen gab. Heute kennt man nichts anderes, aus jedem Winkel, von jeder nur denkbaren Position aus kommen die Bilder live zu uns ins Wohnzimmer. Hier steht der Film der modernen Technik in nichts nach und so sind es gerade diese Rennaufnahmen, die mich so sehr begeistern. Es gibt viele großartige Momente, aber vor allem das Ende als er auf der Startbahn in Monza steht, die Tribünen leer und man den Sound der startenden F1 Wagen höhren kann... Das ist Gänsehaut pur. Nur die Handlungen abseits der Rennen sind unnötig in die Länge gezogen und stören nur. Wenn man sich andere Machwerke wie "Tage des Donners" oder "Driven" in Erninnerung ruft, steht "Grand Prix" aber dennoch in jeder Hinsicht sehr sehr weit über denen.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Überlanges Rennfahrer-Epos. Kein Meisterwerk, aber man kann sich den Film ansehen.

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Blonder

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Bewertung9.5Herausragend

Ganz klar, das besondere an dem Film sind die super gefilmten Rennszenen und die spektakulären Unfälle. Aber auch die Geschichten hinter den Rennfahrern werden sehr spannend erzählt. Auch die Schattenseiten des Rennsports werden beleuchtet, somit bekommt man ein facettenreiches Bild der Formel 1 geboten. Der Film ist schon über 30 Jahre alt, aber genau das macht ihn heute noch interessanter. Denn der Zuschauer bekommt einen Einblick in die Rennszene der Sechziger, wo die Rennen noch um einiges gefählicher waren. Abgerundet wird dieses Epos durch eine fantastische Musik von Maurice Jarre.
Der beste Rennsportfilm den es gibt und je geben wird, alles was danach kam, kann man in der Pfeife rauchen.
Allerdings sollte man schon ein wenig Benzin im Blut haben um den Film zu mögen.

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Sonse

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Bewertung5.5Geht so

Im Kreis fahren ist stinklangweilig, egal wie schnell. Von dieser meiner Überzeugung konnte mich auch "Grand Prix" nicht abbringen. Noch langweiliger ist jedoch die überinszenierte Seifenoper, das "zwischenmenschliche Drama", das sich zwischen den insgesamt doch erstaunlich wenigen Rennszenen in diesem, mit fast drei Stunden, gnadenlos überlangem Film, unter den Fahrern abspielt. Dann doch lieber im Kreis fahren mit beeindruckenden Namen: Toshirô Mifune, Yves Montand und James Garner, John Frankenheimer auf dem Regiestuhl und Maurice Jarre an der Klampfe. Sicher, die Kameraarbeit mit einigen der angeblich ersten In-Car-Cameras beeindruckt, die Mitwirkung zahlreicher ehemaliger Formel 1-Größen könnte mich jedoch nicht weniger interessieren.
Nee danke, da schaue ich lieber noch mal ein paar alte Herbies, die sind zwar langsamer und unspektakulärer, aber spannender und kommen schneller ans Ziel. *hup*

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Sonse

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Ich weiß, dass du den sehr magst. Euer Lob war auch der Hauptgrund, warum ich ihn mir ansehen wollte. Hat für mich aber leider nicht so funktioniert. Das soll deine Liebesgeschichte mit diesem Film jedoch keinesfalls mindern.
Für mich wäre Scott Stoddard als Kind vermutlich Scott Stottert gewesen bzw. eingeschwäbelt: Schcot Schdo-do-derdd. ;)


doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Der maitre John Frankenheimer, ebenso Motorsport- wie Filmfan konnte sich hier einen wahren Traum erfüllen: Ein richtiger Film über die Formel 1.
Dass er dafür einen Handlungsrahmen erschaffen musste, der uns in jeder Vorabendsoap in identischer Kitschigkeit präsentiert wird, ist das Opfer, das er hierfür bringen musste und der einzige Grund, der einen erkennbaren Punktabzug rechtfertigt.
Der Rest ist schlicht und einfach ein Meisterwerk: neuartige Einstellungen wie Splitscreen sorgen für Realismus und Begeisterung und durch den Umbau eines speziellen Kamerawagens sind die "Onboard"-Aufnahmen besser als Original-Cockpitbilder, selbst als heutige. Man bekommt tatsächlich den Eindruck, man wäre mit den überzeugenden Fahrerdarstellern auf der Piste.
Diese Aufnahmen sind der wahre Clou dieses Werkes, aber auch Aufnahmen von Rennstrecken, die heute kaum jemand mehr kennt wie Watkins Glen, Clermont Ferrand (übrigens damals auch durch Einfluss des dort ansässigen Michelin Konzerns überhaupt im F1 Kalender) oder Mexico City.
Extrem lange Einstellungen lassen das Puristenherz höher schlagen und deutlich erkennen, hier gehts um die Rennen und den Sport, der Rest ist nur da, weil er da sein muss. Und das schlägt sich natürlich auch in der Lauflänge von knapp 3 Stunden nieder.
Hinzu kommt ein toller Schnitt (übrigens oscarprämiert), überzeugender Sound und ein starker Score von Maurice Jarre, Vater des Synthesizer Gurus Jean-Michel Jarre.
Was mich aber wirklich restlos begeistert hat, ist die Mitwirkung zahlreicher echter Formel 1 Fahrer und Rennställe.
Leute wie Jim Clark, Bruce McLaren, Jochen Rindt, Graham Hill, Jack Brabham oder Juan Manuel Fangio in einem Film zu sehen, bringt mein mit Benzin angereichertes Blut in Wallung.
Benzin im Blut oder wenigstens eine grundsätzliche Sympathie gegenüber dem Motorsport ist Voraussetzung, um diesen Film zu mögen, wer das nicht hat, ist bei diesem Film so falsch, wie jemand, der kein Häagen-Dazs Eis, kein Fast Food, kein Bier und keinen kalten Premium-Wodka mag an meinem Kühlschrank nur falsch sein kann.
Wer das beherzigt, wird von diesem Film höchstwahrscheinlich so begeistert sein wie ich....
Grün! Gaaaas!

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Nihilist

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was git es hier gross zu sagen?!
Der beste Rennfahrer Film welcher bis heute gemacht worden ist.

Super Kamerarbeit, geile Schnittechnik, geniale Besetzung.
Dazu ganz ohne die heute übliche Computer Special Effects.

Ein Muss !!

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