Green Zone - Kritik

ES/FR/GB/US 2010 Laufzeit 115 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Drama, Historienfilm, Thriller, Kinostart 18.03.2010

Setze Green Zone auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Green Zone auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (14) — Film: Green Zone

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
5.0Geht so

Die Welt ist ein Dorf, ihre Politik ist der Marktplatz und auf diesem ist Paul Greengrass mit seinem „Green Zone“ der Lebensmittelinspektor und der Marktschreier in Personalunion, der die faulen Verschwörungsfrüchte anprangert und das idealistische Gemüse lobpreist. Als aufrechte Gurke ist Matt Damon wie in den „Bourne“-Filmen auf der Suche nach einem Grund für alles, nur dass es statt Erinnerungen zu finden um Massenvernichtungswaffen geht. Die mürrische Zitrone Greg Kinnear hat durch deren behauptete Anwesenheit den gesamten Warenkorb genarrt, während der überreife Kohl Brendan Gleeson den richtigen Riecher hat und eine Presse-Paprika vom Wall Street Journal Schamesrot anläuft, weil sie die Lügen voreilig verbreitet hat. Mit diesem Film werde ich nicht richtig grün: „Green Zone“ ist einerseits ein atmosphärischer War-Actioner, dem Greengrass‘ gewohntes „(Shake, Shake, Shake) Shake Your Cam’ra“ nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit zu ordentlich Authentizität verhilft, der andererseits aber auch seine Figuren mit soviel stellvertretender Symbolik vollpumpt und damit ein riesiges weitreichendes Verschwörungskonstrukt über den Rücken von drei, vier, höchstens fünf Charakteren laufen lässt, dass er narrativ schon schwer an den Pforten der Lächerlichkeit kratzt. Und obwohl sich „Green Zone“ am Ende zu hoher Intensität steigert, wenn der Plot sein ummantelndes Netz aus konfuser und »because it’s in the script!«-Erzählung endlich abstreift und ordentlich losprescht, und obwohl es nicht mal das allerschlimmste ist, wenn eine $100 Millionen teure Produktion ihre Botschaft soweit auf’s Wesentlichste reduziert, dass es auch im letzten Gehirn zu grünen anfängt: ich werde mit „Green Zone“ nicht richtig grün. Eine finale Wertung und eine möglicherweise revidierte Meinung folgen nach eventueller Zweitsichtung, solange gibt’s kompromissig-wohlwollende fünf Punkte.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Green Zone wirkt letzten Endes wie der Versuch Jason Bourne und "The Hurt Locker" zu einem Film zu verschmelzen. Was dabei herauskommt ist ein interessanter Film der wahrscheinlich nicht jedem gefallen dürfte - trotzdem ist der Film zum einmaligen Anschauen empfehlenswert, vorausgesetzt das vorliegende Thema ist für die eigene Person auch nur irgendwie interessant.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

Kommentar löschen
5.0Geht so

Filme wie "The Green Zone" geben den Weltbezug des Kinos nicht auf, aber sie tendieren dazu, ihn als ein reines Subjekt-Objekt-Verhältnis zu denken. Es gibt nur noch den unmittelbaren Körperreiz vor dem und den Ordnungsblick der Kontrollgesellschaft jenseits des Sozialen, aber nichts dazwischen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
3.5Schwach

Unendlich langweiliger, konfus erzählter Hollywood-Bombast, der für einen Politthriller zu dumpf und für einen Actionfilm zu actionfrei ist. Greengrass' patentiert hektische Regie, die in seinen BOURNE-Filmen noch so präzise war, ist hier völlig planlos und deplatziert und geht einem daher ziemlich schnell auf die Nerven. John Powell dumpft mit seinem pausenlosen Hans Zimmer/Mark Mancina/Trevor Rabin-Gedächtnisgetöse die plotfreie Posse auf Doofiniveau runter, was diesen stinköden Rohrkrepierer allenfalls für Junge Union-Mitglieder und Zeitsoldaten geeignet macht. Was GREEN ZONE nämlich mit großen Tamtam als Erkenntnisgewinn auffährt, ist ebenso irrelevant wie fragwürdig, da letztlich doch der aufrechte Ami in Uniform gegen den verlogenen Ami im Anzug antritt. Pfui Teufel.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

Redfoxx

Antwort löschen

Auweia. Ich war Junge Union-Mitglied und Zeitsoldat. Also habe ich mir dank der "Empfehlung" den Film angeguckt.
Warum der jetzt nur für Junge Union-Mitglieder oder Zeitsoldaten interessant ist, erschliesst sich mir allerdings nicht. Gähn!
Ist Julio Sacchi etwas Rote Falken-Mitglied?????


Kaiser1337

Antwort löschen

"da letztlich doch der aufrechte Ami in Uniform gegen den verlogenen Ami im Anzug antritt. Pfui Teufel."
>da letztlich doch der aufrechte Deutsche in Uniform gegen den verlogenen Nazi im Anzug antritt. Pfui Teufel.<
Hättest du zweiten Satz gesagt, wärst du gemeldet worden. Komischerweise geht das hier nur bei uns.


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

«Green Zone» ist ein eine professionell inszenierte, aber durch den einfältig vermittelten Inhalt überflüssige Untersuchung der Folgen einer politischen Lüge.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Filmpilot91

Antwort löschen

Trifft absolut den springenden Punkt, kann nur zustimmen.
Überflüssig noch etwas hinzuzufügen.


Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

“Seien Sie nicht naiv!”, ruft CIA-Agent Martin Brown dem frustrierten Unteroffizier Roy Miller zu. Der hat statt Massenvernichtungswaffen nur Toilettenfabriken gefunden. Es ist, als ob der Film den Satz “Seien Sie nicht naiv!” allen amerikanischen Kinozuschauern eintrichtern will: Es gab nie Massenvernichtungswaffen im Irak, das war eine Lüge, um einen Grund für diesen Krieg zu haben. Etwas spät allerdings kommt das – wichtig und mutig wäre der Film noch in der Regierungszeit von George W. Bush gewesen. Aber sei’s drum. “Green Zone” ist ein spannender Kriegs-Actionsfilm, der nebenbei auch historische Wahrheit (wenn auch vereinfacht) transportiert. Mit Matt Damon ist ein starker Hauptdarsteller an Bord und mit Khalid Abdalla ein beeindruckender Nebendarsteller. In seinen besten Momenten ist “Green Zone” ein ernsthafter, emotionaler Film. Sehenswert. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Matt Damon spielt seine Rolle, wie er all diese Rollen spielt: Sympathisch, dabei zupackend und energisch, verkörpert er den Idealtypus des Helden auf der Suche nach des Rätsels Lösung. Größter Pluspunkt aus darstellerischer Hinsicht ist einmal mehr Brendan Gleeson, der in seiner Rolle als abgewrackter und abgezockter CIA-Agent ein ums andere mal Akzente setzten kann. Können die Darsteller überzeugen, so gilt dies auch für die sonstige Inszenierung. Anders als Bigelow will Greengrass mit seiner Action vordergründig unterhalten. Während die Gefechte in „Tödliches Kommando“ geradezu von ihrer nervenaufreibenden Spannung leben, die das Publikum auch ein Stück weit quält, setzt „Green Zone“ auf die im Genre üblichen Effekte. Quälend sind hier höchstens die wieder einmal rasend schnellen Schnitte und Bilder der verwackelten Handkamera, von Greengrass mal wieder exzessiv eingesetzt. Das mag man bekanntlich, oder eben nicht. Immerhin aber passt es in diesem Fall zu der hektischen Atmosphäre des Straßen- und Häuserkampfs. Somit unterstreicht auch die Art und Weise, wie die Action in „Green Zone“ inszeniert ist, den Blockbustercharakter der ganzen Angelegenheit. Letztlich erweist sich „Green Zone“ somit als solide Unterhaltung, die jedoch eher die Züge eines Action- und weniger eines Polittrillers in sich trägt

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sascha Ormanns: Schnitt Sascha Ormanns: Schnitt

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Oberflächlich betrachtet mag Green Zone zunächst einmal ein Politthriller sein, der eine Verschwörung um die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak thematisiert –, der Titel impliziert jedoch schon das eigentlich raffinierte des Films: das Gegenüberstellen verschiedener Wirklichkeiten.
n Green Zone spekuliert Greengrass durchaus, warum die USA unter George W. Bush 2003 einen erneuten Krieg im Irak begannen und betont vor allem die Tatsache, daß letztlich alles auf einer Lüge basierte. [...] Paul Greengrass ist allerdings klug genug, nicht ausschließlich in Eindeutigkeiten zu verfallen. Und überhaupt ist ihm die Frage nach Art und Weise, und letztlich dem Sinn, Demokratie zu oktroyieren, viel wichtiger.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

...das in erster Linie spannende Unterhaltung bieten will. Genau das liefert Greengrass auch ab, trotz seiner enervierenden, Authentizität vorgaukelnden Handkamera. „Green Zone“ bringt nichts Neues, macht das Actionkino im Zeitalter Obamas aber wenigstens eine Spur (selbst)kritischer. Zumindest in Amerika tut das gut.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J. Papenbroock: critic.de

Kommentar löschen

Der dürftigen Wahrheitssuche eines Films wie Green Zone muss man in diesem Fall misstrauen, da er augenscheinlich nichts anderes bezweckt, als alles Heikle der Komplexität historischer Ereignisse auf Egoshooterniveau zu einer verklärt-verherrlichenden Lust und Erregung am vermeintlich sinn- und ordnungsstiftenden Macht- und Herrscherrausch herunterzubrechen. In ästhetischer Parallelität spiegelt der Film die Hybris amerikanischer Kriegspolitik: Zu feige und eingebildet, sein Unwissen einzugestehen, ballert man umso lauter um sich, in der Hoffnung, dass keiner merkt, was längst evident ist: Sie wissen nicht, was sie tun.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Bagdad, 2003, kurz nach dem offiziellen Kriegsende: Die Welt blickt auf den Irak und fragt sich, wo die Massenvernichtungswaffen versteckt sind, die als Grund für den Einmarsch der Amerikaner galten. Paul Greengrass aktueller Film „Green Zone“ hat weder etwas mit Kathryn Bigelows Kriegsalltagsschilderung in „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ zu tun noch ist es ein Jason Bourne im Irak, was vielleicht einige bei der erneuten Zusammenarbeit von Greengrass und Matt Damon vermuten, sondern ein anspruchsvoller Polit-Thriller, der auf dem internationalen Bestseller „Imperial Life in the Emerald City“ des renommierten Journalisten Rajiv Chandrasekaran fußt. Greengrass zeigt den Nachkriegsirak als brandgefährliches Krisengebiet in dem am imaginären Verhandlungstisch zig Interessen aufeinanderprallen: Von den embeddet Journalisten umzingelt müssen amerikanische Diplomaten schnell Ergebnisse hervorzaubern und dabei die Interessen der Lobbyisten sowie der ethnischen Gruppen im Irak - Schiiten,…

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Bei aller Vielschichtigkeit, den oft nebenbei angedeuteten moralischen Fragen, die der Film aufwirft, ist „Green Zone“ in erster Linie aber ein geradezu gnadenlos rasanter Thriller. In seinem inzwischen typischen Stil aus mobiler Handkamera, schnellem, aber immer präzisem Schnitt und einer pulsierenden, treibenden Musik inszeniert Greengrass Millers Jagd nach der Wahrheit. Was Greengrass hier gelingt ist bemerkenswert: Einerseits ein Hollywoodfilm, der technisch absolut auf der Höhe der Zeit ist, gleichzeitig die Beschäftigung mit einer komplexen Thematik, die zwar bisweilen vereinfacht, aber nicht simplifiziert wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Das letzte Bild vor dem Abspann zeigt irakische Öl-Raffinerien aus der Luftperspektive und stellt damit zugleich so etwas wie die bittere Quintessenz dieses packenden Kriegsthrillers dar: Es war wohl in erster Linie die Sicherung der Ölvorkommen im Nahen Osten, die die USA zum Einmarsch im Irak bewogen. Eins war es jedenfalls nicht – die Zerstörung der im Irak vermuteten Massenvernichtungswaffen, die als offizieller Kriegsgrund herhalten musste.
Dass es diese nicht zu geben scheint, muss auch Chief Miller (Matt Damon) feststellen, der sich mit seinem Team kurz nach der Besetzung Bagdads durch die US-Armee im Jahr 2003 vergeblich auf die Suche nach den tödlichen Stoffen macht. Doch mit seiner Kritik beißt bei seinen Vorgesetzten auf Granit. Nicht so bei Brown (Brendan Gleeson), einem in Bagdad stationierten CIA-Agenten, der ebenfalls erhebliche Zweifel an den offiziellen US-Verlautbarungen hat. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer der geheimnisvolle Informant war, der den…

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Dirk Lüneberg

Antwort löschen

Du hast recht, es waren die letzten beiden, habs geändert, danke! :-)


sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Der Trailer lässt zwar eher einen Agentenfilm vermuten. Green Zone ist eher ein Kriegsfilm, der seine Story souverän und spannend erzählt. Für Fans des Genres gelungen, für alle anderen wegen des Storyaufhängers nicht uninteressant.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (119) — Film: Green Zone


Sortierung

udo.schmitt.77

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich finde dieses brisante Thema im Film gut umgesetzt. Und ich glaube, dass es sich in großen Teilen genau so zugetragen hat! Man hat ja seither - dem gnadenlosen Jornualismus sei Dank - in diversen Doku-Kanälen zum Krieg im Irak schon einiges an Hintergründen erfahren können. Fuck Bush, du alte Lusche! :-o

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

craax

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Greenzone von Greengrass

Real Military-Politthriller. Noch schneller/intensiver kann man einen Actionfilm nicht in Szene setzen. Doch k e i n Actionfilm: es geht darum, der eigenen (amerikanischen) Regierung Geschichtsfälschung und Betrug vorzuwerfen,- wenn auch am Ende, im ungebeugten Entschwinden des aufrechten Roy Miller in den nächsten Einsatz,- eine grandiose Rechtfertigung des Systems mitschwingt: nach dem Motto .böse Buben gibt es überall, sogar in der Regierung, aber die guten Jungs ebenso' – und notfalls schicken die per Internet-Investigation fällige Berichte an alle Zeitungen der Welt, auf daß ? das Gute siege (denn h a t es nicht ge s i e g t? wissen wir nicht inzwischen alle (aus derartigen verdeckten unliebsamen Quellen) längst, das die böse Massenvernichtungswaffenzeihung eine Kriegsargument-Einmarsch-Ente war?) (Entenmarsch im Kampfanzug, pardon Roy', du Gut-Gläubiger?) -?

Darum spinnt sich ein hochatmiger, rasanter, über-realer Set mit einem hervorragenden Matt Damon, der sich fleißig, zielstrebig und nicht verbissen sonstwie talentiert einen Weg bis in die oberste Darstellerriege Hollywoods freigedreht- ,- eher -geschossen hat, und, merkwürdig fremdelnd als solch Charakter, sich in der Gewichtsklasse >James Bond< zwischen Evan Hunt, bis TripleX, ein eigenes Büroschild als Jason Bourne an die Wand genagelt bzw. daumenfestgeschraubt hat (und einen zunehmenden Geschmack am realen >Politisch-Sein<, an Clooneys grüner Seite /'danke euch/, findet).

Hier ist er nun ein an das Gute des Menschenarten-Schutzes glaubfesthaltender Spezial-Infanterist, mit Durchblick, Mut, und Körperrückhalt, der die Schnauze endlich voll davon hat, ständig aufs Neue gelackleimtmeyert zu werden von irgendwelchen Sondermission-Druckeinsätzen auf hochkarätige Spitzelvorgaben hin,- wo statt Chemiebiobomben Pinkelbecken-Produktionsstätten fälschlich dekontavisiert werden. Allmählich ist /ihm klar: hochkarätig ist nur das Brisanz-Gewicht (des Ausmaßes) der Fehlinformation (weil Quantität irgendwann umschlägt in Qualität), & der ein gesamter Weltöffentlichkeits- Militäreinsatz (es handelt sich gar um einen Landes-krieg nebst Sturz von Regierung + global verschiebenden Ressourcentransfer) aufsitzt.

Bagdad, vier Wochen nach Besetzung. Nichts funktioniert, Wasserversorgung stockt, Plünderungen, Anarchie. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Nicht nur besiegte Landesverwaltungsstruktur, heillos divergent nach Jahrzehnten der zerfleisch-ten tyrannischen Diktatur (Sadam-Hutträger mit Maschinengewehren haushoch angepinselt)- liegen sich in den Haaren,- die,- sollte man annehmen,- einige und alleinige Sieges-besatzermacht zerfällt ihrerseits ebenso in eine Unzahl verschiedener Orientierungen: militärischer, geheimdienstlicher und politischer Richtung/en, in jeder von dieser wieder Tauben und Falken, eine eigenzielroientierte Medienrotte eingemengt, verschiedene Hierarchieebenen welche gegeneinanderintrigieren, Verräter-Überlaufer-, Überzeugungswechseltäteropfer in dichtem Verkehr zwischen allen Seiten, darunters viel Volk-, Leid- &-Waffentragende – solchletzte, allerdings, hat jeder, in Massen zur Verfügung, daneben aller Verständigungs- und Übersetzungsschwierigkeiten zwischen den Sprachbarrieren. „Eigentlich“ stellt man sich so Anarchie vor. Mehrere viele Leute, die (für länger) zusammenarbeiten, gibt es hier nicht. In fluktuierenden, schwankenden Loyalitätsverhältnissen neigt immer einer mal mehr auf diese, dann auf jene Seite. Wer nicht aufpaßt, wird erschossen. Da hilft auch kein Hubschrauber. Eben noch Freund,- bist du jetzt schon, Pech, Feind, aber, macht nix, nicht für lange, gewiß. Gewiß ist nur eins: das Chaos, hervorgerufen, un-zufrieden, wird bleiben und richtet sich ein. Quod erat demonstrandum, Internet auf.

Damon braucht eine Weile, bis er herausgefunden hat, wer welches Spiel falschspielt – und das es keine Massenvernichtungswaffen (genau wie wir) gibt. Er hat seinen Job hervorragend erledigt – u n d überlebt (bis da-s kann man nicht von jedem sagen). Wir wissen inzwischen außerdem, wie es aussieht im Bagdad gekreuzter Schwerter-,- in- und außerhalb zehn abgesperrter Quadratkilometer „Regierungs“viertel der „Green Zone“. Das mit den Waffen wußten wir s c h o n : w a s aber nicht: das s o Krieg heute aussieht – so real. Und das sich das filmen läßt. Die Produktion spielte knapp die Hälfte der Herstellungskosten (biskurz) wieder ein. Schade: das ermuntert nicht, weiterhin hochbrisante, schockierende Real-Verfilmungen firmenmäßig anzugehen,- müssen da Staaten ran? -. Denn
eines ist sicher: langweilen wird Sie dieser Film nicht – als ob das wichtig wäre. Besser ist: während Sie sich nicht gelangweilt werden,- kriegen Sie eine hochdosierte Wissens-Injektion verpaßt, die, nicht ganz genau so, aber doch hinreichend illustrierend, Ihnen Zuhausegebliebenem vermittelt, in welcher Liga das annähernd so spielt, was sie täglich im Alltag auf ein zwei dürftigen Zeitungs-halbseiten alles nicht-erfahrend verpassen. Eventuell ziehen Sie in ein zwei Jahrhunderten doch einen (packenden) Schluß daraus : Ihre Nase nicht voreilig zu tief in anderer Leute Rohstoffmißgelegenheiten zu stecken,- denn: ein jeder kehr‘ von seinem Haus (weg), da hat er Öl genug dafür. Man solle seinen Landsöhnen nicht vorschnell zu viele Uniformen schneidern – und sich selbst nicht zuviel Regierungsverlautoffenbarungen. Das ändet in Anarchie. Und das rächt sich. Ist das Kind aber erst einmal in ein tiefes, tiefes Bohrloch gefallen,- ist es klasse, solch einen Bergungs-Rettungsmilitärapparat zu haben, um es mohrrübenschwarz wieder hervorzuholen: mit einem Kopfüber-Kran namens Greengrass, steht drauf geschrieben, mit Matt Damon am Steuer: der vermag das, im Sinne von Können.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

smartyx

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Der Anfang gut, das Ende schwach - da hätte mehr kommen müssen. Zwar kann bis zum Ende das Tempo aufrecht erhalten werden, aber ein anderes Ende wäre wünschenswert gewesen. Denn irgendwie scheint die gezeigte Lösung zu simpel...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Frankenchrist

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ein verschwörungspolitscher Kriegsfilm, der aufzuarbeiten versucht, was hinter der erdichteten Legitimation des Irakkriegs steckt. Greengrass-typische Mittel, wie die Dynamik und Temporeichtum heischende Wackelkamera, schnelle Schnitte, lärmende
Schusswechsel und natürlich Matt Damon in der Hauptrolle, machen daraus ein Bummbumm-Spektakel, wonach einem die Augen jucken und die Ohren sausen. Und dem Regisseur muss man hier Recht geben: Der Film wirkt in der Tat flott, spannend, in keinem Moment langweilig oder schleppend. Dankenswerterweise hat Greengrass hier ein besseres Maß für ein eilfertiges Kino gefunden als in Die Bourne Verschwörung, wonach mir vom Zuschauen speiübel wurde, wie auf Schiff bei stürmischem Seegang. Sympathisch auch, dass in einem US-Film die Amis nicht sehr gut wegkommen (ausgenommen natürlich Damons u. Gleesons Part). Bleibt nur die Frage, wie sehr die Handlung der Realität entspricht, und ich befürchte, da sieht es zappenduster aus. Genauso die schauspielerischen Höhepunkte, für die denkbar keine Zeit blieb, und die Filmmusik ging im Getose auch so gut wie unter. Dennoch: Imposanter kann solch eine politisch angehauchte Geschichte kaum inszeniert werden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

eisbaerdios

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Ziemlich schwaches, feiges Ende.
Der Film arbeitet viel mit dem Lügen im Irak und lässt schnell durchscheinen, wie korrupt es zuging. Aber man merkt auch schnell, dass er sich nicht traut seine These bis zum Ende durch zu halten und den aufrichtigen Amerikaner unnötig heroisiert.
Tut mir Leid, aber was soll ein Einzelner bitte richten? Was will uns der Film zu Schluss bitte weiß machen?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

wurde gut umgesetzt und die action zum ende war ok!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

vanilla

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

„Sie haben nicht zu entscheiden, was in diesem Land geschieht“.
Das ist wohl der aussagekräftigste Satz des gesamten Films. Nach einer wahren Begebenheit entstand dieser Politthriller und zeigt im Grunde genommen nichts Neues. Amis versuchen unter einem Vorwand, es gäbe Massenvernichtungswaffen, eine Invasion in Irak. Die Geschichte entwickelt sich lahm und schleppend, teilweise sogar ziemlich langweilig. Im Krieg sind Intrigen und Korruption an der Tagesordnung, das ist auch nicht neu. Deshalb kann man nur sagen das der Film O.K. ist, aber auf gar keinen Fall mehr, da gibt es in diesem Genre einfach viel, viel bessere Streifen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Anfänglich hatte ich noch ausreichend Hoffnung auf einen guten Film mit einer interessanten Hintergrundstory, und die eingefangene Szenerie schien dies auch fett unterstreichen zu wollen.
Spätestens jedoch als Matt Damon – so gerne ich ihn ansonsten auch in anderen Filmen sehe – mitsamt seiner Einheit zum Alleingang ansetzte, entwickelte sich "Green Zone" zum reinsten Bullshit, dessen finales Drunter und Drüber dem ganzen Durcheinander die Krone aufsetzte.
Als ernst zu nehmender Politthriller nicht zu gebrauchen und für einen reinen Action-Streifen wiederum lange Zeit zu langweilig.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

cpt. chaos

Antwort löschen

Bewertungsmäßig habe ich mich ein wenig schwer getan, da der Streifen ansonsten handwerklich nicht schlecht gemacht ist, sieht man einmal von der überaus nervigen Wackelkamera ab.
Aber irgendwie hatte ich nicht ein einziges Mal Zugang zum Film gefunden, und das ist dann doch ein bisschen arg schwach, wenn man außer gähnende Langeweile keinerlei emotionale Regung an sich selbst feststellen kann.


vanilla

Antwort löschen

hehe so ist es....fand ihn auch nicht so toll, genau aus dem selben Grund. Eigentlich weiß man nicht so recht was richtig schlecht an ihm war, aber dann fehlen wiederum die positiven Aspekte.


ebda3522

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Green Zone“ ist ein wirklich packender Film der es schafft flott, actionreich und trotzdem auch anspruchsvoll zu sein. Bis dato einer der besten und „kritischsten“ Irak-(Kriegs)filme, der von Anfang an ordentlich los legt!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DaKo

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Am Anfang geht es gut los, man entwickelt sehr hohe Erwartungen. Diesen wird der Film jedoch nicht ganz gerecht, da einfach zu wenig passiert. Er ist weder ein richtiger Action- noch ein richtiger Politthriller. Dennoch ist er insgesamt ganz nett anzusehen. Es ist eine solide Angelegenheit ohne die großen Höhepunkte!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Oliver0403

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Das war nun der zweite Film innerhalb kurzer Zeit mit Beteiligung von Matt Damon, von dem ich eher gelangweilt war. Aber es muss auch mal Reinfälle geben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jeff Lebowski

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Green Zone hat seine Stärken und seine Schwächen, zu den Stärken gehört auf jedenfall ein solieder Matt Daemon und teilweise Spannung.
Green Zone ist ein Militärthriller, der total unter seinen Möglichkeiten bleibt. Schade drum.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

doenef

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Extrem schwacher und durchweg enttäuschender Kriegsfilm, der vergeblich(!!!!) um Niveau ringt

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Krieg ist doof, die Bush-Regierung hat gelogen und eigentlich geht's doch nur um's Öl. Die Aussage gefällt mir, wurde aber in "Green Zone" zu actionbelastet und zittrig auf Film gebannt, so dass am Ende trotz großer Botschaftsklotzerei nicht mehr übrig bleibt als ein Kriegsfilm in hippen wie unübersichtlichen Wackelbildern (ja, Regie: Paul Greengrass), vorgetragen von routinierten aber sehr selbstgefällig wirkenden Weltenrettern.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

ElMagico

Antwort löschen

die kenn ich leider nicht...die supremacy hat wirklich das zeug zum hass-film für mich...und das ist selten!


SoulReaver

Antwort löschen

So isses! Fand den einfach nur nervig und öde.


RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wie war das noch mal mit den Massenvernichtungswaffen im Irak? Irgendwie Fehlanzeige, obwohl die angeblich akute Bedrohung als Begründung für den Krieg herhalten musste. Ein ganz spannender und spezieller Thriller-Mix vor realem Hintergrund (dem Irak-Krieg), gewürzt mit viel Fiktion. In Green Zone werden Erzählungsstränge eingeführt, von denen man nicht genau weiß, ob sie nun der Story genüge tun müssen oder einen realen Hintergrund haben. Auf jeden Fall weis der Film auf überraschende Weise zu unterhalten. Er wird nie langweilig. Mein Fazit: Gut gemeinter, fiktionaler und actionhaltiger Thrill vor realem Hintergrund.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hagen Hagen

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Die richtige Mischung aus Action und Botschaft.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

davidleeuw

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Eine in Action getränkte politische Wahrheit, deren filmische Enthüllung jeden halbwegs informierten Zuschauer nicht umzuhauen vermag und das filmische Produkt gleichsam irrelevant erscheinen lässt. Alle Beteiligten spulen zudem das Standardrepertoire herunter, ohne in irgendeiner Weise Nachhall zu erzeugen. Handwerklich gut gemacht, jedoch ebenso schnell vergessen wie geschaut.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BaitfroN

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Der Film war gut gemacht, hatte gute Schauspieler und eine interessante Story, aber irgendwie war er einfach nicht besonders spannend, besonders am Ende hat sich das Ganze einfach nur in die Länge gezogen (Ich meine damit diese wirre Verfolgungsjagt).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ThomasBenle

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Obwohl technisch wie schauspielerisch solide und auf der Höhe der Zeit (angesichts des Budgets allerdings auch kein Wunder), ist Green Zone einer dieser Filme, an denen es zwar nicht viel zu kritisieren, aber eben leider auch nichts zu loben gibt. Überraschungen gibt es nicht, alles bleibt vorhersehbar und seltsam unspektakulär. Man kann sich sicher darüber streiten, wie sehr man einen Sachzusammenhang simplifizieren darf, damit auch der letzte Vollhonk das Wichtigste davon kapiert, zumindest ich hätte aber keinen 130 Millionen Dollar schweren Hollywood-Blockbuster für die Erkenntnis gebraucht, dass der Irak-Krieg (wie die meisten anderen Kriege auch) höchstwahrscheinlich nicht aus den Gründen geführt wurde, wegen derer man vorgab, ihn zu führen. Setzt man dieses Wissen als bereits vorhanden voraus, dann hat dieser Film hier nichts zu bieten, was über das übliche, x-mal dagewesene „BlaBla“ hinausgeht. Und das ist – richtig! - uninteressant.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Nuk3m

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ohne Frage einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Paul Greengrass und Matt Damon - wer denkt gerade an Bourne? Zugegeben hat das ganze einen Anflug von Bourne, was aber nicht weiter verwundert. Für mich persönlich wirkt das Ganze wie ein Mix aus Bourne, 24 und Blackhawk down, wobei es zwar temporeich von statten geht aber im ganzen Film vielleicht 3 Feuergefechte stattfinden. Eigentlich ist Green Zone ein Antikriegsfilm, ein Seitenhieb auf die amerikanische Irakpolitik mit der omnipräsenten Frage nach dem eigentlichen Kriegsgrund. Leider geht das Ganze immer wieder in der Schnitzeljagd des Protagonisten und den Szenen der Fädenzieher unter. Für mich bleibt es trotzdem ein intelligenter, actionreicher Politthriller der durch eben genanntes Manko massiv unterschätzt wird.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Deine Meinung zum Film Green Zone