Grizzly Man
Grizzly Man (2005), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm
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von Werner Herzog, mit Timothy Treadwell
Eine Dokumentation über das Leben und das Lebenswerk von Timothy Treadwell und Amie Huguenard, die ihr Leben den wilden Grizzlybären Alaskas gewidmet haben, und schließlich von ihnen getötet wurden, während sie zusammen mit ihnen lebten. Der Katmai-Nationalpark in Alaska ist scheinbar ein friedliches Idyll. Doch hier leben die Kodiaks – Grizzlybären – die zu den größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt zählen. Ein Mann allerdings hatte vor ihnen keine Furcht. Er glaubte sogar, sie wären seine Freunde. 13 Jahre lebte Timothy Treadwell unter Grizzlybären – bis er von einem getötet wurde. Werner Herzog hat einen Dokumentarfilm über den “Grizzly Man” gedreht. Es ist die Geschichte eines selbsternannten Bären-Beschützers. Treadwell, ein Ex-Junkie mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur, will die Tiere vor Wilderern retten. Mit dieser fixen Idee zieht er 13 Jahre lang jeden Sommer mit den vermeintlich harmlosen 500-Kilo-Teddys durch die Wildnis. Waffen für den Notfall hat er nicht dabei. Nur ein Zelt und seine Videokamera. Immer wieder nähert er sich den gefährlichen Giganten auf ein paar Schritte Entfernung. Jahrelang lebt Treadwell seinen aberwitzigen Selbsterfahrungstrip. Er steigt zum Umwelt-Promi auf, hält Vorträge an Schulen, wird in Talkshows eingeladen. Und jeden Sommer zieht es ihn wieder in die Wildnis, zu seinen geliebten Bären. Bis zum Herbst 2003 …
Timothy Treadwell verbrachte 13 Sommer seines Lebens im Katmai National Park and Preserve in Alaska. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Überleben der Grizzly Bären zu sichern. Am Ende seines letzten Sommers wurden er und seine Freundin Amy Huguenot von einem Bären attackiert und getötet.
Werner Herzog hat mit Grizzly Man einen subjektiv eingefärbten Dokumentarfilm erschaffen, für den er über 100 Stunden Footage ausgewertet und verwendet hat. Der Film wird durch Interviews mit Ökologen, Biologen und Vertrauten Treadwells…
Eine Dokumentation über das Leben und das Lebenswerk von Timothy Treadwell und Amie Huguenard, die ihr Leben den wilden Grizzlybären Alaskas gewidmet haben, und schließlich von ihnen getötet wurden, während sie zusammen mit ihnen lebten. Der Katmai-Nationalpark in Alaska ist scheinbar ein friedliches Idyll. Doch hier leben die Kodiaks – Grizzlybären – die zu den größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt zählen. Ein Mann allerdings hatte vor ihnen keine Furcht. Er glaubte sogar, sie wären seine Freunde. 13 Jahre lebte Timothy Treadwell unter Grizzlybären – bis er von einem getötet wurde. Werner Herzog hat einen Dokumentarfilm über den “Grizzly Man” gedreht. Es ist die Geschichte eines selbsternannten Bären-Beschützers. Treadwell, ein Ex-Junkie mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur, will die Tiere vor Wilderern retten. Mit dieser fixen Idee zieht er 13 Jahre lang jeden Sommer mit den vermeintlich harmlosen 500-Kilo-Teddys durch die Wildnis. Waffen für den Notfall hat er nicht dabei. Nur ein Zelt und seine Videokamera. Immer wieder nähert er sich den gefährlichen Giganten auf ein paar Schritte Entfernung. Jahrelang lebt Treadwell seinen aberwitzigen Selbsterfahrungstrip. Er steigt zum Umwelt-Promi auf, hält Vorträge an Schulen, wird in Talkshows eingeladen. Und jeden Sommer zieht es ihn wieder in die Wildnis, zu seinen geliebten Bären. Bis zum Herbst 2003 …
Timothy Treadwell verbrachte 13 Sommer seines Lebens im Katmai National Park and Preserve in Alaska. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Überleben der Grizzly Bären zu sichern. Am Ende seines letzten Sommers wurden er und seine Freundin Amy Huguenot von einem Bären attackiert und getötet.
Werner Herzog hat mit Grizzly Man einen subjektiv eingefärbten Dokumentarfilm erschaffen, für den er über 100 Stunden Footage ausgewertet und verwendet hat. Der Film wird durch Interviews mit Ökologen, Biologen und Vertrauten Treadwells ergänzt. Auch Herzog interpretiert den Tod des selbst ernannten Beschützers der Grizzly Bären.
HandlungDie letzten fünf Sommer seines Lebens im Katmai National Park and Preserve in Alaska filmte Timothy Treadwell jeden Tag die Tiere und sich, um die Bevölkerung anschließend über die Bedrohungen für die Grizzly Bären aufklären zu können. Herzog porträtiert mit Grizzly Man einen Menschen, der einerseits ein Ziel verfolgt, andererseits eine Grenze überschreitet, die ein Mensch nicht überschreiten darf: Treadwell war überzeugt davon, die Bären zu verstehen und sich durch sein Leben im Naturschutzpark für die bedrohte Tierart engagieren zu können. Der Film zeigt einen Menschen, der die Grenzen des Menschseins hinter sich lassen möchte und dadurch die Gefahr, die von einem Grizzly Bären für einen Menschen ausgeht, verkennt.
Herzog selbst macht klar, dass er nicht nachvollziehen kann, weshalb Treadwell jedem einzelnen Bären Namen gegeben hat und sie behandelte, als ob sie menschliche Charakterzüge trügen. Im Gegensatz zu Treadwell resümiert der Filmemacher klar, dass er in den Augen des Bären nur Hunger und den Kampf der Natur um das nackte Überleben erkennen kann. Treadwell hingegen “liebt” die Tiere und meint, mit ihnen kommunizieren zu können.
Interviews mit dem Piloten, der Treadwell Jahr für Jahr in den Nationalpark flog, ebenso wie Gespräche mit engen Freunden und den Eltern Treadwells tragen zu einem Porträt bei, das widersprüchliche Gefühle im Zuschauer erweckt. Grandiose Landschaftsaufnahmen, die durch die Videokamera Treadwells ermöglicht wurden, machen den Film zu einer einzigartigen Hommage an die Natur und ihre rauen Gesetze.
RezeptionGrizzly Man gewann den Zuschauerpreis des Sundance Film Festival 2005 und konnte bei vielen weiteren Festivals Erfolge aufweisen, unter anderem beim: Los Angeles Film Critics Association, New York Film Critics Circle Award, San Francisco Film Critics Circle, Alfred P. Sloan Prize und Toronto Film Critics Association Award. Von den Kritikern wurde der Film als “hinreißendster Film, der je über die menschliche Natur und die Sehnsucht, heim ins Tierreich und in ein vermeintlich gerechtes Leben zu fliehen”1 bezeichnet.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen im Internet
Im Bauch des Bären tickt noch die Uhr, Rezension von Uwe Schmitt in Die Welt
Homepage des Vereins Grizzly People, den Treadwell gründete
Homepage des Katmai National Park and Preserve
US-amerikanische Presseschau in den Rottentomatoes (engl.)
Rezension von Roger Ebert (engl.)
Quelle1 Im Bauch des Bären tickt noch die Uhr, Rezension von Uwe Schmitt in Die Welt
Cast & Crew
-
Werner Herzog
-
Timothy Treadwell
Regie
Schauspieler
-
Werner Herzog
- Genre
- Naturdokumentation, Inszenierter Dokumentarfilm
- Zeit
- Sommer
- Ort
- Alaska, Flugzeug, Katmai Nationalpark
- Handlung
- Abnabelung, Angriff durch Tier, Aufopferung, Baum, Bär, Camping, Dokumentarfilmer, Einsamkeit, Eltern, Eltern-Kinder-Beziehung, Elternhaus, Film, Fluss, Fuchs, Grizzly Bär, Helikopter, Inszenierung, Interview, Leben und Tod, Leichenbeschauer, Leichenbeschauer, Mensch-Tier-Beziehung, Natur und Umwelt, Naturschutzgebiet, Naturverbundenheit, Nicht-Regierungs-Organisation, Regen, Sekretärin, Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis, Selbstfindung, Selbstlosigkeit, Selbstversuch, Selbstverwirklichung, Selbstzerstörung, Selbstüberschätzung, Spende, Tiere, Tierliebe, Tierrecht, Tierrechtler, Tod eines Tieres, Ungeselligkeit, Videokamera, Wald
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Grizzly Man
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Trailer zum Film Grizzly Man
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- Grizzly Man: critic.de











Kritiken (1) — Film: Grizzly Man
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEin herrlich geisteskranker Film, bei dem die größte Überraschung wohl sein dürfte, das es sich nicht um eine Mockumentary handelt. Der Film erinnert verblüffend an die Filme von Christopher Guest: Alle Hauptfiguren sind absolut durchgeknallt und wirken wie schlechte Karikaturen ihrer selbst. Jedes weitere Interview toppt die Vorangegangenen. Höhepunkt: Werner Herzog hört sich das Audiotape das die Tötung Treadwells und dessen Freundin dokumentiert. Vorgeblich erschüttert rät er Treadwells enger Vertrauter, die bisher das Band nicht selbst gehört hat: "Hören Sie sich das nie an." - "Nein, werd ich nicht." - "Und schauen sie sich auch die Bilder aus Gerichtsmedizin niemals an." - "Ähh nein, werd ich nicht Werner."
Das alles wird mit derartig ernsthaftem Pathos vorgetragen, daß man kaum anders kann, als zu lachen. Es ist schwer zu beurteilen, wieviel des schwarzen Humors des Films beabsichtigt ist und was nicht. Aber Grizzly Man dürfte zweifellos zu den lustigsten Dokumentationen über ein tragisches Ereignis zählen, die je gedreht wurden.
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Joshdeniro 2010/10/09 23:31:24
Antwort löschenlustig fand ich den film absolut gar nicht. ich war eher erschüttert wie durch der typ einfach ist, er hat einfach mal total einen an der klatsche gehabt, den bezug zu allem, wirklich allem verloren. Ich hab die ganze zeit mir nur gedacht, du elender haufen dünnfurz, jetzt latsch doch ni ständig den bären auf der pelle rum. Ich wär am liebsten in den tv gesprungen. Zurecht zerfleischt, zurecht!
-={(TATANKA)}=- 2012/01/15 19:21:30
Antwort löschen..."Zurecht"! Alter reiss dich am Riemen! Sowas wünscht man mit Sicherheit keinem! Hör dir das Tape an und überdenk dann nochmal deine Aussage du Pfeife!
Logisch hat der ne Delle in der Bimmel, und es wird vermutet dass es ein geplanter Suizid war, aber das gibt dir nicht das Recht so zu urteilen!
Kommentare (23) — Film: Grizzly Man
Kommentar schreibenkampfgnomus 2012/02/06 23:38:56
Kommentar löschenDie Geschichte eines Verrückten mit gutem Herzen, dessen seltsames Leben das Wohl der Bären im Sinn hatte und der 13 Sommer mit ihnen verbrachte. Geschnitten und kommentiert von Werner Herzog, der die Magie des Filmes anpreist. Und ja, es gibt sie, die magische Momente, gefunden auf Timothy Treadwells unzähligen Filmaufnahmen: Wenn er mit seinem Kuscheltierbär im Zelt liegt und es draußen, so wie er es sich von allen Göttern der Weltreligionen erbettelt hat, aus Eimern gießt; Die liebreizenden Füchse, die ihn oft begleitet haben (hätte er sich nicht auf diese konzentrieren können…?); Die Stille der Natur, wenn er gerade mal nicht in vollkommener Faszination schwelgt; Der Kampf der Bären und Treadwells ungebändigte Begeisterung für diese, um nur einige zu nennen. Genial auch der morbide Leichebeschauer, der einem Lynch oder Cronenberg Film entsprungen sein könnte. Nicht ganz so sehr gefallen haben mir seine kauzigen weiblichen Anhängerinnen, wobei sie auch verdeutlichen, was für ein Mensch Timothy Treadwell geworden ist und welches Umfeld er suchte. Die Bären waren seine Bestimmung, sein neues Leben und so wirkt es auch, als wäre er seit dem ersten Sommer mit ihnen neugeboren. Er benimmt sich auch oft diesem Alter entsprechend. Das kann man mögen, aber auch verachten, genau wie die ganze Person an sich, die letztendlich eine Illusion lebte und ihr zum Opfer gefallen ist. Wenn dann schließlich der letzte Song und eine von Treadwells vielen schönen Aufnahmen dazu läuft, kann ich nicht anders, als ihn aufgrund seines Schicksals zu bemitleiden, aber seine Geschichte doch irgendwie zu bewundern.
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-={(TATANKA)}=- 2012/01/09 23:17:40
Kommentar löschenIch hatte da aus Neugier ein bisschen recherchiert : es geistert eine Tonbandaufnahme im Internet umher die angeblich exakt die sein soll auf der Treadwell den Tod mit seiner Begleiterin findet...Gerüchten zu Folge hat der Gerichtsmediziner sie eingestellt bzw klauen lassen. Genauer weiß man nicht...
Naja ich bin ein extrem neugieriger Mensch und habe mir das Tape angehört nach wirklich langem überlegen!
Liebe Leute Fake hin oder her ich werd diese Minuten (glaub im Film wird auch iwas gesagt um die 6 Minuten..?)mein Leben lang nicht vergessen.
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J!GS4W 2012/01/05 13:19:40
Kommentar löschenVielleicht entsendet auch bald RTL die Wollnys auch Bären-Safari!?
Werner Herzogs Stimme klingt aus dem Off mit seinem furchtbaren deutschem Akzent, während eine lächerliche Aufnahme nach der nächsten kommt. Ich habe mich echt verarscht gefühlt. Zum einen haben wir da natürlich Grizzly Man Timothy Treadwell, der im wahrsten Sinne des Wortes ein zurückgebliebener Vollspast ist, der absoluten Realitätsverlust erlitten hat und zum anderen haben wir Werner Herzogs Aufnahmen, die so grausig gestellt sind und dramatisch wirken sollen, dass einem fast schlecht wird. Für viele mag das irgendwie sehr ironisch und witzig sein, für mich war das nur sehr sehr müde Unterhaltung, da ich die Faszination für den Mann Timothy Treadwell mit Herzog einfach nicht teilen kann. Einziger Lichtblick sind die Naturaufnahmen von den Bären, von welchen wir aber nicht wirklich viel zu sehen bekommen, da wir lieber Timothy zuhören dürfen, wie er sich selbst bemitleidet, weil keine Frau bei ihm bleiben möchte oder aber wie er die ganze Zeit Bären und Füchsen mit Kinderstimme zuruft wie sehr sie doch liebe. Einsetzen tut er sich dann aber doch nicht wirklich für seine Bären, denn als einer seiner Schützlinge mit einem Stein beworfen wird, bleibt Treadwell lieber im Busch versteckt. Mutig mutig.
Doch nicht einmal die Bären können sich anständig benehmen: Im Zweikampf fängt schon mal der ein oder andere an zu koten. Bizarr, ja, witzig oder dramatisch ist dieser Film aber ganz gewiss nicht!
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duffy 2012/01/05 14:40:18
Antwort löschenWatt? Ne. Buuuh!
J!GS4W 2012/01/05 15:21:39
Antwort löschenHat mich ganz bitter gelangweilt und sowohl für Timothy als auch für Werner habe ich mich, wie man so schön sagt, fremdgeschämt :D sorry ^^ Du kannst mir ja vielleicht erklären, weshalb der Film so viele gute Bewertungen bekommen hat ;)
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duffy 2012/01/05 15:46:14
Antwort löschenIch wundere mich gerade, wo mein Kommentar hin ist. Aber ich verweise dann mal auf guggi, Stalker und Billmaik, etwas weiter unten. :)
J!GS4W 2012/01/05 16:03:41
Antwort löschenOnce again, weil du's bist und ich die besagten Kommentare noch einmal gelesen habe, habe ich auf 4,5 aufgewertet. Aber mehr kann ich da beim besten Willen nicht machen, da ich den Film sehr sehr zäh fand und sowohl Treadwell als auch Herzog sehr nervig. Aber man muss ja nicht alles mögen :D
Tachitalili 2011/10/13 19:04:33
Kommentar löschenEine Doku, die mich wahnsinnig verärgert hat.
Thema: Das Leben von Timothy Treadwell,
der 13 Sommer lang ohne Schutz bei den Grizzly- Bären lebte.
*Enthält Spoiler*
Da habe ich es mir schön gemütlich gemacht und mich schon drauf gefreut, viel Natur, einen Back-to-the-roots-Typen und jede Menge Bären zu sehen.
Ich bewundere es ja, wenn Menschen auf Luxus verzichten können, alternativ sein usw, Gorillas und Schimpansen retten, Wale sowieso, Naturschutz und Naturverbundenheit, ist es nicht romantisch, ja, Menschen sollten sich mehr zur Natur besinnen usw usf
Und während ich so in den besten Absichten schwelgte, fuhr der Film auf einmal in ganz andere Richtung ab. Wegen dem Sprecher, Werner Herzig, der sich einerseits fasziniert aber andererseits offensichtlich angewidert zeigte.
Also, die Doku läuft so:
Timothy Threadwell zeigt sich als ein Mensch den man verzweifelt versucht, irgendwo zwischen mutig+(kindlich)idealistisch+konsequent freidenkerisch
und
nichtGanzDicht+verantwortungsloser gescheiterter Paranoiker einzuordnen.
Der Sprecher versteht offenbar nichts von Treadwells Motiven, gibt es offen zu
und zieht gnadenlos über ihn her, hat aber kein Problem dabei Timothys schöne Aufnahmen von seinem Leben und seinem furchtlosen Umgang mit den Bären zu zeigen.
Zweifellos ist am Ende nur das Selbstdarstellungspotential der beiden.
Am Ende dieser Zerreißprobe,
+ gibt es Pluspunkte für die Zerreißprobe :D
+ dafür dass der Zuschauer gezwungen ist, seine eigene Meinung zu bilden
- dafür, dass es eigentlich eine Anti- Doku ist, das eigentliche "Objekt der Bewunderung" wird schlecht gemacht, wenn nicht als Idiot dargestellt.
Ist nicht verboten, jedoch etwas geschmacklos
weil a) Ob das "Lästern" über Tote, die sich auch nicht mehr verständlich machen können, in dieser Schärfe angebracht ist, weiß ich nicht. :-(
und b) weil die unverstandene Lebeneinstellung und (wenn auch gerechtfertigt kontrovers diskutiertes) "Lebenswerk" des Timothy Treadwell Werner Herzog nicht nur zur Kritik gereicht, sondern doch gut genug ist, um daraus Profit und Ansehen für sich rauszuschlagen.
Ich hätte mir mehr Verständnis oder zumindest Zurückhaltung gewünscht... :-)
****
Und genau das alles macht die Doku aber auch sehr sehenswert.
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marderhead666 2011/09/23 17:48:01
Kommentar löschenEs ist wirklich unglaublich, wie diese Geschichte von Werner Herzog erzählt wird. Nach und nach erfährt man mehr über das Leben der Bären - und was noch wichtiger ist, über das Leben ihres Wächters. Grizzly Man erzählt die Geschichte vom Sinn des Lebens und stellt die Frage, was richtiger ist: glückliche Fiktion oder traurige Realität.
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stalker 2011/07/23 23:46:14
Kommentar löschenIch mag keine Dokumentarfilme. Weil in Büchern doch mehr Wissen und so, zwar keine Bilder, und da bin ich schon bei einem Punkt, die Bilder, hab ich noch nie gesehen solche, diese Bären, und vor allem, dieser Fuchs, und schöne Natur auch, klar, die kennt man von Kalendern und so, hätte es nicht gebraucht, aber hat gepasst und hätte es so in einem Buch nicht gegeben, ebensowenig die sanfte Stimme Herzogs, vielleicht als Hörbuch, aber da würden wieder die Bilder fehlen, also eigentlich geht Grizzly Man nur als Film. Und als Film ist er eine visualisierte Faszination Herzogs, Herzog hat etwas gefunden, ist beeindruckt und fasziniert und will seine Begeisterung mit uns teilen, will uns zeigen, was er sieht und fühlt und so sehe ich und fühle und bin fasziniert, beeindruckt, von diesem Bild eines Menschen, von diesem Film.
Ich mag wirklich keine Dokumentarfilme. Trotz der Ausnahmen. Aber "Grizzly Man" ist auch kein Dokumentarfilm.
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Bradbury 2011/07/23 23:53:01
Antwort löschenStalker hat etwas gefunden, ist beeindruckt und fasziniert und will seine Begeisterung mit uns teilen, will uns zeigen, was er sieht und fühlt und so sehe ich und fühle und bin fasziniert, beeindruckt und will den Film auch erfahren. XD
duffy 2011/07/23 23:55:00
Antwort löschenGing mir genauso, Stalker.
guggenheim 2011/07/24 00:13:43
Antwort löschenZum Einschlafen höre ich immer Herzog -Kassetten. Zum Meditieren auch...
Bradbury 2011/07/24 00:30:05
Antwort löschenZum Einschlafen hör ich die Herzog-Kassetten nicht mehr ... weil der Kinski dauernd dazwischenbrüllt!
guggenheim 2011/07/24 00:34:11
Antwort löschenFür Yoga ist das aber gut, da findet man seine Mitte intensiver...
Alle 7 Antworten zeigen
Bradbury 2011/07/24 00:35:58
Antwort löschenHm, reden wir vom Yoga oder vom Onanieren?
guggenheim 2011/07/24 00:39:05
Antwort löschenOptimalerweise: Von beidem :)
primatemike 2011/06/05 18:25:01
Kommentar löschen@ Bei ABZUG Mord: Du hast ja wirklich garnix geblickt! Herzlichen Glückwunsch!
Manche Kommentare hier sollten wegen Schwachsinn gelöscht werden. Schimpansen dürfen doch auch nicht wählen...
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gorgeousgeorge 2011/05/01 19:06:29
Kommentar löschenWerner Herzog - wie so oft auf aller höchsten Niveau! Die Qualität dieses Dokumentarfilms ist jedoch nur dann richtig einzustufen, wenn man entweder ein gewisses Interesse an der Natur und an Tieren, inklusive der tierischen Gattung des homo sapiens, oder an Dokumentationen im Allgemeinen mitsichbringt.
Manche mögen Timothy Treadwell nach der Betrachtung dieses Films als geisteskrank einstufen, ich hingegen stelle die Behauptung auf, dass dieser Mann es geschafft hat, sich von den moralischen Zwängen und Vorgaben der Gesellschaft zu lösen. Selbstverständlich ist es ausgesprochen gefährlich sich in solch eine unmittelbare Nähe zu einem der "blutrünstigsten" Tiere des Planetens zu begeben - der Erfolg hat dem Protagonisten trotz alle dem bis zu seinem Tode Recht gegeben. Weiterhin ist er vermutlich als stolzer Mann gestorben, genauso wie ein Soldat, der im Krieg für das Vaterland sein Leben gibt. Ich gebe zu, dass ich durchaus gewagte Thesen aufstelle. Allerdings ist das, was als das Lebenswerk von Timothy Treadwell bezeichnet werden kann, nicht weniger wagemutig und vor allen Dingen besonders sehenswert!
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Bäda 2011/02/28 08:22:37
Kommentar löschenTragische Doku über das Leben von Timothy Treadwell. Durch Zufall entdeckt und sehr überrascht worden.
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Eiri 2011/02/09 21:16:25
Kommentar löschenWas für eine Freakshow! Trauriger Charakter, dieser Treadwell.
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viktor-herdt 2010/12/09 20:25:47
Kommentar löschenit is strange but good good lucke it is not funny to pinch a grizzly oh backe der ist verrückt aber geht sein ziel nach viel erfolg lol
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movie-studi 2010/12/04 18:30:35
Kommentar löschenWerner Herzog hat es gut hingekriegt, den guten Timothy Treadwell so neutral wie möglich zu präsentieren, lässt viele kritische Stimmen zu und ist weit weg von einer Glorifizierung, die Treadwell auch gar nicht verdient hätte. Viel mehr scheint es Herzog´s Anliegen zu sein, die "kindliche Mission" des leicht übergeschnappten Amerikaners so differenziert und kritisch wie möglich darzustellen. Das wird bereits in der Eröffnungssequenz sehr deutlich. Im Endeffekt blieb bei mir eine Aussage hängen : "Der Kerl hat bekommen was er verdient hat. Vielleicht haben die Bären nun endlich wieder Ruhe. Schade nur, dass er eine unschuldige Frau mit reingezogen hat." Dem ist m.M. nach nicht hinzuzufügen.
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Billmaik 2010/10/18 20:17:29
Kommentar löschenGroßartige Dokumentation über den (vermeintlichen) "Bärenschützer" Timothy Treadwell, welcher sich über einen Zeitraum von 13 Jahren jeden Sommer auf Kodiak-Island in Gesellschaft wilder Grizzly-Bären aufgehalten hat, bis seine Partnerin und er 2003 tragischerweise, nun ja, gefressen wurden. Ausnahmeregisseur Werner Herzog gelang es aus den mehr als 100 Stunden Filmmaterial, welches Treadwell hinterlassen hat, einige faszinierende, einzigartige Naturaufnahmen herauszufiltern, wobei der Film vielmehr ein psychologisches Portät des getriebenen Protagonisten als eine Naturdoku ist. Der Stoff brauchte wohl das Genie eines Werner Herzogs, dem es gelungen ist weder den Pfad der sentimentalen Glorifizierung noch den der Verhöhnung des offenkundig mehr als nur semi-gestörten Treadwell einzuschlagen.
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Bei ABZUG Mord 2010/09/02 04:38:23
Kommentar löschenEin Geisteskranker interviewt einen anderen
und so weiter und so fort,toll?Den Sinn mal außen vor
gelassen.?
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duffy 2010/09/10 18:05:45
Antwort löschen???
viktor-herdt 2010/12/09 20:23:11
Antwort löschenahhhhhhhhhhhh hahaha this nuts cool lol the kind warrior lol one day you have too battel the grizzly uhhhh good luck!
guggenheim 2010/04/14 23:06:43
Kommentar löschenSo ziemlich jeder, der in dem Film vorkommt (oder aus dem Off kommentiert), ist schwer schattig.
Timothy Dexter nennt sich Treadwell, um eine hoffnungslose Schauspielkarriere zu starten, bekommt "beinahe" in Cheers die Rolle, die dann Woody Harrelson zum Star machte, kifft und wird schließlich der Bärenbeschützer Nr.1 - und in dieser Rolle kann er sich wunderbar selbst inszenieren. Nur merkt er nicht, dass sein Geltungsbedürfnis gepaart mit seiner defizitären Persönlichkeit ihn Grenzen verletzen lassen, die tödlich enden.
Gekrönt wird der Film durch Herzogs Erzählungen: mit sanfter und irgendwie stakkatoartiger Stimme werden einem immer wieder Interpretationen und Wertungen vorgesetzt. Herzog versucht nicht einmal erst, objektiv zu sein, er ist völlig subjektiv - aber in der Gesamtkomposition ist das stimmig, erfährt man so doch nicht nur über einen Irren, sondern gleich noch was über einen anderen (Anmerkung: Herzogs Naturbild ist schon sehr radikal).
Herzog hat diesen Dokumentarfilm zudem mit einem guten Spannungsbogen ausgestattet und das Ende ist schlicht phänomenal (z.B. der Text, den der Pilot zu dem Song singt - Bang!).
Klasse Doku, klasse Portrait, klasse Drama.
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alanger 2010/04/15 00:39:31
Antwort löschenklasse kritik.
guggenheim 2010/04/15 00:48:33
Antwort löschenDanke
filmschauer 2010/04/07 18:14:36
Kommentar löschenEin Mann namens Timothy Treadwell verbringt jeden Sommer völlig ab der Zivilisation seine Zeit in der freien Natur Alaskas umgeben von seinen vergötterten Grizzlybären, denen er sich ohne Schutz wie Waffen oder ähnlichem, sondern nur mit einer Kamera ausgestattet, den Tieren teilweise sehr nah kommt, immer wieder bis zum leider bitteren Ende. Klar, irgendwie konsequent und logisch, dass die hinterlassenen Videoaufnahmen eben jener Regieveteran Werner Herzog, der schon immer gern die Grenzen der menschlichen Natur bzw. die "ekstatische Wahrheit" gesucht hat, zum Anlass nehmen würde, daraus einen beeindruckenden Dokumentarfilm zu machen. Er versucht der Frage nachzugehen, ob es einen Erklärungsansatz für die Motivation gibt, diese oftmals lebensgefährlichen Expeditionen zu betreiben. Dabei behandelt er die Erfahrungsberichte und die Ansichten von Treadwell sehr respektvoll, jedoch ohne naiv der zweifelsohnen Faszination dieser Lebensart zu erliegen, sondern an den richtigen Stellen seine kritische Betrachtungsweise in den Film einfließen lässt. Faszinierend genug sind allein schon die eingehenden und atemberaubenden Aufnahmen über die Bären, die aufgrund des bekannten Schicksals beim Zuschauer auch melancholische Gefühle aufkommen lassen. Selbst wenn Herzog berechtigterweise nicht die wahrscheinlich schrecklichen Geräusche des Todeskampfes zeigt, so kommt sicherlich Ehrfurcht vor diesen Geschöpfen auf. Eben eine andere Welt, die zurecht kein Mensch betreten sollte.
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putmytrustinyou 2009/12/06 10:12:40
Kommentar löschenWas den Film für mich erst richtig interessant gemacht hat, ist Herzogs Kommentar. Wie er den Bildern von Treadwells idealistischem Kamikazetrip seine eigenen Ansichten gegenüberstellt, sehr spannend, andererseits habe ich mich wohl (und das schon seit der Kinski-Doku) in seine Erzählstimme verliebt. Gibt's da Hörbücher von?
Bin gespannt auf die anderen jüngeren Herzog-Dokufilme.
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samploo 2009/12/23 20:34:29
Antwort löschenFinde auch, dass er die beste Erzaehlstimme hat, die es gibt. Diese verinnerlichte Ruhe und dann auch noch so eingaengig und sympathisch. Muss man moegen.
leeluv 2010/03/08 16:32:17
Antwort löschenDie Erzählstimme war für mich ausschlaggebend für die Stimmung des Films. Besonders beeindruckend finde ich die Stelle, als er sich selber die Aufnahme anhört.
honey-bunny 2009/09/20 12:30:02
Kommentar löscheninteressant, das spiel zwischen illusionistischer realität und realistischer illusion. unfreiwillige reflexion über "wahre" kinobilder...
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emily 2009/01/29 22:11:45
Kommentar löschenOoph, der Film hat mich erst mal aus der Bahn geworfen. Erwartet habe ich eine Art Heldenepos über einen Mann der 13 Jahre lang bei den Bären wohnte um sie somit vor den bösen Wilderern zu schützen. Gesehen habe ich dann aber ein Porträt über einen psychisch kranken Mann, der wohl mehr als dringend eine Therapie braucht.
Beeindruckend wie sich Timothy Treadwell seine eigene verschrobene Realität strickt, die mit Naturschutz nur entfernt noch in Verbindung steht. Viel mehr gleichen die 13 Jahre einer versuchten Selbsttherapie und einer Flucht vor der Menschheit, die er hasst, da diese sein angebliches Vorhaben (die Bären zu schützen) nicht versteht. Je weiter die Jahre fortschreiten, desto mehr merkt man wie sein Hass und seine Paranoia weiter fortschreiten. Er fühlt sich mit jedem Jahr mehr als Bär denn als Mensch. Die Bären sind seine Freunde, die ihm nie was antun würden-dies sagt er auch noch Stunden vor seinem Tod in die Kamera. Puuh, was soll ich sagen, ich bin erschüttert und frage mich warum diesem Menschen in all den Jahren nicht psychisch geholfen wurde. Das er umkommt war doch nur eine Frage der Zeit.
Auf jeden Fall eine beeindruckende Reportage über einen sehr ungewöhnlichen aber nicht wirklich sympathischen Mann gepaart mit herrlichen Natur-und Tieraufnahmen von Alaska, Bären und (mein persönliches Highlight) Füchsen.
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Kubrick_obscura 2008/10/09 12:34:41
Kommentar löschenDas ist keine normale Doku. Das ist eine total verrückte Doku von einem total verrückten Filmemacher über einen noch verrückteren Menschen. Wie beim Wahnsinn üblich, ist er nah an der Genialität!
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