Gucha

Guca! (2006), CS/AT/BG/DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 6, Komödie, Musikfilm, Drama, Kinostart 23.08.2007

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6.0 Community
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4 Kommentare
Gucha - Bild 24872
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von Dusan Milic, mit Marko Markovic und Aleksandra Manasijevic

Romeo, 16, serbischer Roma, kämpft um die Liebe von Julia, 16, der Tochter eines Jazzmusikers. Nur wenn Romeo den Musikwettbewerb in Gucha – Veranstaltungsort des weltbekannten Trompetenfestivals – gewinnt, ist Julias Vater bereit, der Verbindung zuzustimmen. Ein Film über die Liebe zweier junger Menschen unterschiedlicher Ethnien und über die Kunst der Trompetenmusik, die es schafft, Vorurteile und Grenzen in den Köpfen der Menschen zu überwinden.

Handlung

Romeo (Marko Marković) spielt Trompete im Orchester seines Stiefvaters (Slavoljub Pešić), der mit den “Sandokan Tigers” bei Hochzeiten und Festen auftritt. Als sich Romeo in Juliana (Aleksandra Manasijević) verliebt, treffen zwei Welten aufeinander, denn Juliana ist die Tochter des beliebtesten Trompeters Serbiens Satchmo (Mladen Nelević). Sowohl die serbische Familie Julianas als auch der Roma-Clan lehnen die Verbindung ab. Satchmo lässt sich jedoch zu einer Zusage hinreißen: wenn Romeo ihn beim Wettbewerb der Blechbläser in Guča schlagen sollte, wäre er bereit den jungen Musiker als Schwiegersohn zu akzeptieren.

Doch Romeo erfährt zu spät von diesem Zugeständnis. Er hat bereits die ungeschriebene Regel des Orchesters gebrochen, in keiner anderen Band als den “Sandokan Tigers” zu spielen, da er Geld braucht, um einen Grabstein für seinen verstorbenen Vater zu finanzieren. Zur Strafe schmeißt ihn sein Stiefvater aus der Band und bestimmt, dass Romeos Stiefbruder Rocky (Svetislav Pešić) auf dem Festival die Erste Trompete spielen darf. Romeo fährt von Belgrad nach Guča, wo Julianas Familie wohnt, versteckt sich in den weitreichenden Gärten und spielt für seine Geliebte. Es kommt zum ersten musikalischen Wettstreit zwischen ihm und Satchmo, in folge dessen Romeo und Juliana gemeinsam vor Satchmo und seinen Verbündeten flüchten. An stelle von Verlobungsringen lassen sich beide in Belgrad ein Piercing stechen.

Doch die gemeinsame Zeit dauert nicht lang, denn schon steht Satchmo vorm Haus von Romeos Familie. Nach einer Schlägerei der beiden Clans nimmt er seine Tochter mit zurück nach Hause und sperrt sie auf ihrem Zimmer ein. Die einzige Chance, Juliana doch noch zu erobern ist das Festival in Guča. Bean (Nenad Okanović), Romeos bester Freund, bringt ihn auf eine listige Idee. Mit einer Flasche Rhizinusöl setzen die beiden Rocky außer Gefecht, sodass Sandokan beim bevorstehenden Wettbewerb nur Romeo die Erste Trompete überlassen kann. Es kommt zum großen Finale…

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Gucha

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Der Marsch geblasen wird einem in diesem Film zwar so häufig, dass man durchaus auf die Idee kommen kann, Ohrenstöpsel zu verwenden. Interessant ist an der Komödie "Gucha" vor allem aber die dramatische Konstellation auf ethnischer Grundlage: Nicht von ungefähr firmiert der fiese Trandafilovic wegen seines musikalischen Könnens unter dem Künstlernamen "Satchmo", den auch Louis Armstrong trug.

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7.5Sehenswert

Bei der Inszenierung ließ Milic sich augenscheinlich von dem quietschbunten, kitschigen Kino Bollywoods inspirieren. Kräftige, kontrastreiche Farben illustrieren den unterschiedlichen kulturellen Background von Juliana und Romeo. Zusammen mit der von ihm präferierten Handkamera entwickelt die Bildkomposition ihre ganz eigene Dynamik, die gelegentlich nur von der etwas mutlosen sprich zu braven Skizzierung der einzelnen Milieus ausgebremst wird.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.5Sehenswert

Milic' Liebe zum Überzeichneten und Surrealen steckt in jedem Bild und lässt sogar den offenen Rassismus wie eine Karikatur erscheinen. [...] Wer grotesken Humor und die rasanten, wehmütigen Klänge der Blasorchester vom Balkan mag, kommt in diesem Film auf jeden Fall auf seine Kosten.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.5Ganz gut

Interessant ist der ungeschönte Blick auf ethnische Schranken. [...] Die unausweichliche Versöhnung hat mit der Realität nichts zu tun, aber das ist kein Fehler: Solche klaren Zeichen sind im serbischen, seit den Balkankriegen immer noch national gepolten Film alles andere als selbstverständlich.

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