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Günter Wallraff - Ganz unten

Günter Wallraff - Ganz unten (1986), DE Laufzeit 100 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 20.02.1986


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Kritiker
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7.5
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2 Kommentare
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von Jörg Gförer

Im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms stehen die Erfahrungen eines (scheinbar) türkischen Gastarbeiters, der unter menschenunwürdigen und gesundheitsgefährdenten Bedingungen zu einem Hungerlohn im Ruhrgebiet seine Brötchen verdiente. Tatsächlich handelte es sich bei diesem Mann um den Reporter und Autoren Günter Wallraff, der hinter der Maske des Ausländers die Arbeits- und Lebensumstände mancher Menschen, die in der Realität in ähnlichen Situationen stecken, aufdeckte. Der Film besteht zum aus Aufnahmen, die Wallraff mit versteckter Kamera gemacht hat, und Interviews mit Betroffenen. Wallraffs Buch gleichen Titels landete Mitte der 80er ganz oben in den Bestsellerlisten.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Günter Wallraff - Ganz unten
Genre
Dokumentarfilm
Zeit
1980er Jahre
Ort
Deutschland
Handlung
Ausnutzen, Deutsch-Türkisches Zusammenleben, Dokumentarfilm, Dokumentarfilmer, Gastarbeiter, Lebenserfahrung, Reporter
Stimmung
Spannend, Traurig
Verleiher
Neue Constantin Film
Produktionsfirma
Kaos, Pirat, Radio Bremen, Video Team

Kommentare (2) — Film: Günter Wallraff - Ganz unten


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Oskar Gleit

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein erschütterndes Zeugnis deutscher Arbeitswelt, in denen die Menschenrechte, Arbeitsschutzbedingungen und nicht zuletzt die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Profitgier und Unterdrückung als Geschäftsmodell deutscher Zeitarbeitfirmen, damals wie auch heute, leider.

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doctorgonzo

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Bewertung7.5Sehenswert

Beeindruckende Doku unter Mitwirkung von Günter Wallraff, einem Begründer des investigativen Journalismus (dem richtigen, nicht den, den die BILD für sich in Anspruch nimmt). Ist zeitlich vielleicht nicht mehr aktuell, zeigt aber sehr überzeugend die Zustände mit denen sich Gastarbeiter arrangieren mussten. Wie alle (schriftlichen und filmischen) Werke von Wallraff, vielleicht stellenweise etwas plakativ, aber immer aufrüttelnd, entlarvend und schonungslos. Noch besser sind allerdings seine aktuellen Dokumentationen, die jedoch bisher nur in Buch- bzw. Artikelform erschienen sind und in denen er Lidl, Call-Center, die Bahn und die DITIB ("Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion", also bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland) unter die Lupe nimmt. Dieser Film ist sicher nix für einen entspannten Abend mit Freunden, ist aber aufgrund der Botschaft und der Brisanz etwas, das man zumindest mal gesehen haben sollte.

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