Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss
Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss (2009), DE Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 22.10.2009
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von Susanne Jäger und Pagonis Pagonakis,
Ein schwarzer Migrant reist durch Deutschland und stellt die Gastfreundschaft der Einheimischen auf die Probe. Doch was die Menschen, auf die er trifft, nicht wissen – dieser Schwarze ist in Wirklichkeit Günter Wallraff. Ein Jahr lang war der berühmte Undercover-Journalist perfekt maskiert und mit versteckter Kamera in der Republik unterwegs und erlebte am eigenen Leib, wie Deutsche mit schwarzen Mitbürgern umgehen.
Hintergründe & Infos zu Schwarz auf Weiß
Schwarz auf weiß ist das Resultat einer mehr als einjährigen Reportagereise durch alle Teile der Republik. Der erfahrene Undercover-Journalist Wallraff musste dabei bis an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit gehen. Nicht selten setzte er sich in der Maske des afrikanischen Migranten Kwami unkalkulierbaren Risiken aus. Wallraffs Mut, sein Humor und die perfekte Einfühlung in seine Rolle haben ihm geholfen, das Verhalten ganz gewöhnlicher Deutscher zu zeigen, wenn sie mit Fremden konfrontiert werden, die einfach nur versuchen, nicht mehr fremd zu sein. (OMDB)
Cast & Crew
-
Susanne Jäger
-
Pagonis Pagonakis
Regie
Schauspieler
- Genre
- Investigativer Dokumentarfilm
- Handlung
- Abschiebung, Afrodeutscher, Einwanderer, Gastarbeiter
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss
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Kritiken (4) — Film: Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenSuggestive Szenen wie jene, als Wallraff über eine von NPD-Plakaten gesäumten Straße in Ostdeutschland läuft, lassen bei der Herangehensweise schnell die Frage nach einer ergebnisoffenen Objektivität entstehen, die man den Film leider nicht unterstellen kann. Günter Wallraff, Regisseurin Susanne Jäger und Kollege Pagonis Pagonakis wollen entlarven und rassistische Strukturen in Gesellschaft, Milieus und Ämtern offen legen und schaffen das dann natürlich auch, weil sie lange genug danach gesucht haben.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten
doctorgonzo 2011/01/25 12:54:28
Antwort löschenKlingt sehr nach Michael Moore.
LuGr 2011/01/25 12:58:45
Antwort löschenNaja, nicht ganz so linksideologisch aufgeladen. Aber der Ansatz ist ähnlich.
doctorgonzo 2011/01/25 15:06:15
Antwort löschenSchade, denn die früheren Werke von Wallraff waren teilweise sehr gut.
jjdd 2011/01/25 20:31:31
Antwort löschenda widerspreche ich.Diejenigen die in Deutschland als "Ausländer bezeichnet werden müssen nicht danach suchen, sondern erleben es tagtäglich!!!!!!Ich spreche aus Erfahrung und bin über so ein billiges Kommentar sehr enttäuscht!
jjdd 2011/01/25 21:06:08
Antwort löschenalso die Szenen im Zug z.b....da zuckt mir direckt di Faust,und ich habe noch nie jemanden verprügelt!Dieser Flm ist reine Information und schafft das auch!Ich wette mit dir, dass ich innerhalb 3 Tagen einen 30min Film schaffe der das gleiche aufzeigt!!!!
LuGr 2011/01/26 01:34:08
Antwort löschenOk, nehmen wir das Beispiel im Zug. Was ist uns auch vor der Sichtung des Films schon bekannt über Ausländerfeindlichkeit in Deutschland? Man kennt Geschichten über Parolen gröhlende Fußballfans, über Nazi-Ossis und über erzkonservative Rentner. Was bekommen wir im Film zu sehen? Genau das! Tolle Information - allerdings ohne Mehrwert. Die Disco- und Kneipen-Episoden sind krass, keine Frage. Aber wenn du 3 Tage durch die Gegend läufst und dann 30 Min. Film über Rassismus zusammenmontieren kannst, beweist das gar nix. Denn du wirst auch viele Episoden eingefangen haben, die eben von Akzeptanz und Integration zeugen, wo mit Menschen mit Migrationshintergrund ganz normal umgegangen wird. Und genau das zeigt die Doku nur seeeehr marginal, weil sie eben weitgehend blind ist für Gegenbeispiele und sehr einseitig.
Zudem könnte man Wallraff selbst Rassismus unterstellen: Aus Zeiten, in denen sich Weiße schwarz schminken und so Schwarzafrikaner verkörpern (anstatt auf "echte" zurück zu greifen), sollten wir eigentlich raus sein...
jjdd 2011/01/26 07:25:52
Antwort löschenja,dieser Vorwurf ist nicht unerheblich,destotrotz hätte ich (obwohl ich in einem sehr konservativem Land lebe) eine solche geballte Ladung von Hass nicht erwartet!Mich hat der Film einfach nur geschockt(was ja das Ziel ist),und ich denke nach all den Massen an pseudo-reallity-Formaten ist dies ein gutes Beispiel für realitätsnahe Dokumentation.
Er steht klar in einer Reihe mit Michel Moore und der provokanten Moraldystopie, jedoch trifft er meiner Meinung einen Nerv, der das aufzeigt was wir zwar alle wissen,aber nicht realisieren wollen!
doctorgonzo 2011/01/26 10:45:11
Antwort löschenWenn er wirklich in einer Reihe mit Michael Moore steht, dann hat Wallraff tatsächlich extrem nachgelassen. Denn Moore verlässt sich auf billige Polemik und effekthascherische Meinungsmache. Sollte Wallraff tatsächlich soweit gesunken sein, dass ein Vergleich mit Moore wirklich gerechtfertigt sein sollte, wäre ich schon arg enttäuscht.
LuGr 2011/01/26 12:14:36
Antwort löschenIch stelle mal die steile These auf, dass sich Wallraff und Sarrazin gar nicht so unähnlich sind in ihrer Methode. Beide sprechen ein Thema an, das den Nerv der Bevölkerung trifft und es ist wichtig, dass sie es tun. Denn über Integration/-sunwillen und Ausländerfeindlichkeit muss gesprochen werden - aber dann bitte auch reflektiert und nicht nur einseitig! Polemisch ist Wallraff indes nicht, sondern er lässt die Episoden meist unkommentiert wirken.
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jjdd 2011/01/26 13:20:15
Antwort löschenzu Michael Moorfinde Finde persönlich Fahrenheit und Bowling F.C. nicht schlecht und hab sie auch mehrmals gesehen.Der Zusammenhang der beiden beziehts sich auf das aufzeigen von politischen und gesellschaftlichen Grauzonen.Ob diese gerechtfertigt sind oder nicht hängt von der pers. Sicht und Einstellung ab!
Es ändert jedoch nichts daran dass sie etwas unternehmen und sich zumindest an so komplizierten Themen versuchen.......
LuGr 2011/01/26 13:31:27
Antwort löschenDem letzten Satz kann ich nur zustimmen. Auch wenn ich mich bei Moore frage, was er damit darüber hinaus zu beabsichtigen versucht...
Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschenFür das, was Günter Wallraffs Film herausfinden will, braucht es Günter Wallraffs Film nicht. Der Erkenntnisgewinn von Schwarz auf weiß strebt gegen null: dass es in Deutschland Rassismus gibt, dass Menschen, die anders aussehen, Benachteiligungen, Zurücksetzungen, Beleidigungen und Gewalt erfahren müssen, kann nur jemanden überraschen, der noch nie einen Fuß in die Wirklichkeit gesetzt hat. Das soll nicht heißen, dass das Problem, dem sich der Enthüllungsreporter Wallraff durch verkleidete Selbsterfahrung widmen will, nicht gravierend ist. Es bedeutet nur, dass Wallraffs Methode sich zu mehr nicht eignet, als einfache Empörung zu produzieren.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenDas Ergebnis dieses gewagten filmischen Experiments unter der Regie von Pagonis Pagonakis und Susanne Jäger ist schlichtweg erschütternd. Was wir schon längst geahnt oder befürchtet haben, wird nun zur traurigen Gewissheit. Wir haben es nun im wahrsten Sinne Schwarz auf Weiss vor uns, wie tief verwurzelt der latente oder offensichtliche Rassismus in diesem Land noch ist.
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenEin Enthüllungsjournalist enthüllt, schon von Berufs wegen, immer etwas – Menschen verachtende Zustände, ein unwürdigendes Arbeitsumfeld. „Schwarz auf Weiss“ hingegen „enthüllt“ nichts. Der Film ist vielmehr nicht mehr als eine Art Nummernrevue zum alltäglichen Rassismus in Deutschland mit Konfliktzwang, die über eine ganze Spielfilmlänge nicht trägt.
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Brigittes Helm 2012/02/04 14:09:56
Antwort löschenNummernrevue trifft es gut, aber so ganz niedermachen würde ich den Film dann doch nicht. Der kölsche Schäferhundefreund mit den zwei Vereinsjahresbeiträgen für Schwarze und Weiße (300 Euro und 65 Euro) kam schon sehr gut. Schlimmer finde ich, dass ich ständig lachen musste, obwohl das alles gar nicht zum Lachen ist.
Kommentare (11) — Film: Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss
Kommentar schreibenBrigittes Helm 2012/02/04 13:52:02
Kommentar löschenEin bisschen ratlos hat mich der Film schon zurückgelassen. Ich kannte einige Bücher von Wallraff und ahnte in etwa, was mich erwartet. Dass es so schräg werden würde, war dann doch starker Tobak. Am peinlichsten fand ich mich beim Anschauen selber, weil ich ständig lachen musste. Wallraff sah überhaupt nicht aus wie ein Schwarzer, sondern eher wie ein verkleideter Clown, der sich schwarz angemalt hat. Und das haben, glaube ich, die meisten der "Ertappten" instinktiv auch gespürt. Ein Hooligan rief spontan aus, als der falsche Schwarze in einen Bus stieg, "Dieter Bohlen!". Vermutlich hat er das Unechte, Showhafte an der ganzen Erscheinung instinktiv richtig erkannt. Und hier liegt auch das Dilemma des ganzen Films. Die von Wallraff verkörperte Figur kommt ja nicht nicht als Schwarzer in irgendwelche Alltagssituationen, sondern sucht bewusst auf kuriose und komische Weise die Konfrontation an Orten, an denen auch ein, sagen wir mal, nicht so traditionsbehafteter Deutscher garantiert nicht willkommen wäre. Sein bizarres Benehmen macht die schlichten Gemüter zudem misstrauisch, teilweise konnte ich sie, zum Beispiel die wandernden Rentner, sogar verstehen. Aber das wäre einem Spanier oder einem deutschen Rocker an diesen Orten nicht viel anders ergangen. Eine bittere Erkenntnis habe ich aus dem Film mitgenommen: Letztendlich waren mir die ehrlichen jugendlichen Skins, Hooligans und Neonazis, die zumindest kein Blatt vor den Mund nahmen, immer noch lieber, da sie mit offenem Visier agierten, als die hinterfotzigen Spießer aus Berliner und Kölner Kleingärten, Hundesportvereinen und Campingplätzen. Die Kölner schossen den Vogel ab in Sachen hemdsärmeligem Stammtisch-Rassismus. Das schmerzt. Da kommt mir ein persönliches Erlebnis auf Wohnungssuche in Köln in den Sinn. Eine Hauseigentümerin in einer sehr kleinbürgerlichen Siedlung nahm mich verschwörerisch auf die Seite und meinte sinngemäß: "Gott sei Dank, dass Sie sich für die Wohnung interessieren, ich gebe sie Ihnen. Vor Ihnen war ein Schwarzer da, den habe ich vertröstet. Mir wäre es ja egal, aber ich muss an die Nachbarn denken, bei denen wäre ich unten durch, wenn ich an einen Schwarzen vermieten würde, das kann ich mir nicht erlauben." Eine ansonsten sehr nette, sympathische und menschliche Frau. Gemietet habe ich nicht. Soviel zum ach so weltoffenen liberalen Köln. Insofern hat Wallraff schon recht, aber er hat es irgendwie falsch angepackt. Schade.
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Stefan Ishii 2012/02/04 09:49:09
Kommentar löschenDie Intention des Filmes ist selbstverständlich lobenswert und absolut nicht zu kritisieren. Leider ist "Schwarz auf Weiss" einfach nicht besonders gut. Der Film schwächelt an allen Ecken und Enden.
Irgendwie konnte ich nie das Gefühl loswerden, dass einfach ständig etwas fehlt. Größtenteils bekommt man hier eine Aneinanderreihung von Szenen, die teilweise nicht so aussagekräftig sind, wie sie vielleicht hätten sein können, wenn man etwas anders an die Problematik und die dafür gewählte Darstellungsform herangegangen wäre.
Die Hauptproblematik für mich persönlich, ist eine Frage, die ich mir des öfteren während des Schauens gestellt habe: "Warum um Himmels Willen muß sich dafür ein Weisser Schwarz anmalen?" Das an sich empfinde ich schon als grenzwertig und fragwürdig. Hätte es nicht viel besser ein tatsächlicher Mensch mit dunklerer Hautfarbe getan? So hatte ich ständig einen faden Beigeschmack im Mund. Der Günter kann hinterher nach Hause und sich abschminken. Ein Ausländer, der möglicherweise tagtäglich mit solchen Problemen konfrontiert ist, kann das nicht. Mir fehlt einfach die Sichtbarmachung einer unvermeidbaren und unveränderlichen Konsequenz!
Aber um mal etwas Positives über "Schwarz auf Weiss" zu nennen: Interessant fand ich die Momente, in denen öffentliche Ämter besucht wurden. Dies war teilweise wirklich einfach nur peinlich für unser Land. Besonders überzeugend empfand ich auch die Szenen, nachdem Wallraff schon wieder weg war: Die Reaktionen und Gespräche der Leute, wenn sie sich unter "ihresgleichen" wähnten. Auf so etwas hätte man sich vielleicht verstärkt konzentrieren können.
Mein Fazit fällt leider enttäuschend aus: Die Absicht war gut, jedoch die Umsetzung kann dem nicht gerecht werden.
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Donnos 2011/12/10 17:01:20
Kommentar löscheneinfach nur peinlich. Leider nur sehr selten interessant oder irgendwie beklemmend, 80 Prozent der Situationen haben nichts mit seiner Hautfarbe, sondern seinem Verhalten zu tun.
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cruzha 2011/12/01 09:51:53
Kommentar löschenWallraffs interessantes Experiment scheitert leider ein wenig in der Durchführung. Er sucht die Deutschen in ihren heiligsten Bastionen auf, beim Hundeverein, in der Schrebergartenkolonie und beim Fußball. Letzteres ist schon ein von Wallraff schlecht gewähltes Beispiel, denn zur Partie Cottbus - Dresden würde ich mich nicht einmal als Wessi hintrauen. Und dann noch die Nerven zu haben, mit dem besoffenen Mob der Gästefans im Fußball-Sonderzug zurück nach Dresden zu fahren... also, dass es da wenig zimperlich zugeht, ist auch kein Geheimnis.
Wallraff macht es den Leuten manchmal aber auch schwer, sie zu mögen: Bei der Senioren-Wandergruppe in Gumemrsbach drängt er sich nur plump auf.
Dennoch findet er genügend Beispiele, die einen zum Fremdschämen bringen. Man würde sich schlussendlich dann nur noch wünschen, dass so ein Film mal zur Prime-Time im ÖR läuft und nicht immer nur verschämt nach Mitternacht auf arte.
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countcount 2011/11/23 23:54:27
Kommentar löschenSchade eigentlich das Wallraff hier (verkleidet als Afrikaner) durch Schwächen in der Art und Weise seiner Enthüllungen oft nicht wirklich überzeugen kann. Oft gerieten seine Manipulationen doch eher ins lächerliche bzw. daneben.
Dennoch gab es einige wenige Szenen an denen er tatsächlich enthüllen konnte und es war dann traurig anzusehen, dass sich in einigen Bereichen wohl nie etwas ändern wird.
Ich gebe 4,5 Punkte und 1 Zusatzpunkt für den Mut in einen Zug voller Hooligans zu steigen. Wäre dort die eine Polizistin nicht gewesen, wer weiß ob er dann noch Heile aus dem Zug gekommen wäre...
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stalker 2011/11/19 07:54:52
Kommentar löschenUnschuldig Euer Ehren, weil, wie hatte ich mich drauf gefreut, Pilze suchen mit der ganzen Familie, das gab es schon Jahre nicht mehr und selbst der Notto war ganz aufgeregt und das hätte ein perfekter Tag werden können, wäre uns nicht am Parkplatz dieser verrückter Kerl begegnet, der uns auf Schritt und Tritt verfolgte, blöde Fragen stellte und dem kleinen Notto irgendwelchen Scheiß erzählte und ihm dabei auch noch sehr nahe kam und da sagte die Sarah „Tu doch endlich mal was!“, weil wir hatten ihn ja schon zig mal aufgefordert, uns in Ruhe zu lassen und da bin ich zu ihm hin und hab ihm eben aufs Maul gehauen und plädiere deswegen auf Notwehr und ein Rassist ist doch derjenige, der mir jetzt Rassismus unterstellt, bloß weil der Irre ne schwarze Hautfarbe trug.
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Dachsman 2011/11/19 13:55:28
Antwort löschenThis.
Und der zweitgrößte Rassist ist derjenige, der sich als "Farbiger" verkleidet um danach jedes rassistische Ressentiment, welches man haben kann, erfüllt.
Man könnte ja den guten Willen für die Tat nehmen, aber hier hat man nicht am Ziel vorbei geschossen, hier hat man sich um 180° gedreht und das Feuer auf die Zuschauer eröffnet.
sikkmeidack 2011/11/21 02:07:32
Antwort löschen@stalker
*Lach* Match!
waschoi 2011/02/06 22:15:54
Kommentar löschenegal ob schwarz, weiß, grün, blau-gelb oder rot, mit günter hätte ich auch nichts zu tun haben wollen
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eliasherz 2011/06/15 20:54:52
Antwort löschendu bist ein feiger nazis
grün blau gelb na ja
das ist scheinbar der pennisneid a la freud
BobbyIII 2011/02/05 01:16:01
Kommentar löschenIch möchte auf keinen Fall Wallraffs Intention kritisieren. Die Sache ist jedoch, man braucht diesen Film nicht. Jeder weiß dass sich in Deutschland, auf der ganzen Welt, ein unterschwellig verankerter Rassismus durch die Gesellschaft zieht. Wirklich schockieren tut das nicht mehr. Ich sage nicht dass das schön ist, aber wenn Wallraff wirklich hätte was beständiges bieten wollen, hätte er viel bodenständigere Szenen machen müssen. Das Problem an dem Film ist einfach dass er in vielen Momenten selbst komisch angeschaut worden wäre, wenn er ein weißer Mann im besten Alter wäre. Er hat sich einfach nicht normal verhalten. Wenn er sich anders gegeben hätte, hätte dieser Selbstversuch mehr Sinn und Zweck gehabt. So dient er einfach nur zur Ankreidung eines Problems welches vielen Bewusst ist, über das viele aus Bequemlichkeit aber hinweg sehen. Ja es ist gut sich gegen Rassismus einzusetzen. Dieser Film ist aber der falsche Weg, da er nur provozieren will durch realitätsferne Verhaltensweisen. Die 3,5 Punkte gibts dafür dass sich dann doch 2-3 Momente eingeschlichen haben welche wirklich differenziert und realitätsnahe wirken.
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viewer 2011/01/28 11:54:28
Kommentar löschenWallraff macht einen großen Fehler: er geht davon aus, dass Menschen ausschließlich und allein nach der Hautfarbe urteilen. Aber es kommt immer auf viele Faktoren an: wie freundlich ist jemand, wie ist er gekleidet, was will die Person von mir? etc.
Und so wie plump und unfreundlich Wallraff größtenteils auf die Menschen zugeht, würde ich ihm auch die kalte Schulter zeigen egal welche Hautfarbe seine Figur hat. Das Grundproblem ist ja schon mal, dass er immer auf Leute zugehen muss, einen Grund finden muss, sie anzusprechen. Das würde Fingerspitzengefühl erfordern, denn Menschen sind Fremden, die sie einfach so anquatschen, grundsätzlich erst mal skeptisch gegenüber.
Leider ist Wallraff wirklich plump: der Senioren-Wandergruppe stellt er sich nicht freundlich vor und fragt, ob er sie begleiten darf, er drängt sich ihnen auf. Auf dem Jahrmarkt will er sich zum Schunkeln bei Fremden einhängen, die das natürlich nicht wollen. Wie denn auch: da kommt so ein Typ angeschlichen, 80er-Jahre Afro-Look-Perücke, schwarze Schuhcreme im Gesicht, dunkle Sonnenbrille, Mundwinkel nach unten, Stimme eines 70-Jährigen, mit seltsam unstimmigen Akzent (denn gerne verfällt Wallraff in reines Hochdeutsch), Schlabberlook und Assi-Stofftasche - und ist ziemlich aufdringlich.
Das ist schade. Hätte ein jüngerer Mensch mit einer offenen und netten Art dieses Experiment gemacht, wären die bestimmt auch vielen negativen Ergebnisse wesentlich aussagekräftiger gewesen.
Was ich übrigens interessant fand: vor dem Fußballstadion wurde er von keinem einzigen Nazi-Proll angequatscht. Wallraff musste selbst auf die Londsdale-Träger zugehen und sie nach ihren Tattoos oder dem Fußballergebnis fragen.
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doctorgonzo 2011/01/28 13:12:06
Antwort löschenTouché. Wallraff ist eben nicht mehr das, was er mal war.
Redapple 2011/02/19 21:48:51
Antwort löschenIch hab das so wahrgenommen, dass es eher weniger um die direkten Reaktionen der Menschen ging, sondern vielmehr darum wie Wallraff oft, nachdem er die Szenerie verlassen hat, einzig und allein auf seine Hautfarbe und damit verbundene Herkunft bzw. Kultur reduziert wurde.
enijo25 2011/01/26 14:04:14
Kommentar löschenDas Verhalten der gezeigten Personen im Film fand ich an sich nicht so überraschend. Aufschlussreich fand ich hingegen die Tatsache, dass offenbar alle der Veröffentlichung der heimlichen Aufnahmen zugestimmt haben. Die Leute stehen zu ihrem Verhalten.
Leider ist mir von den wackelnden und schiefen Bildern der versteckten Kameras übel geworden. Darum gibt es nur eine sehr schwache Bewertung von mir.
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Redapple 2011/01/25 21:53:33
Kommentar löschenGut gemachte Dokumentation über Themen, die in Deutschland leider immernoch gerne unter den Teppich gekehrt werden. Günter Wallraff schlittert von einem unangenehmen Schauplatz zum nächsten und trotz seines stetigen Augenzwinkerns an den Zuschauer versinkt man hier geradezu vor lauter Fremdscham in der Couch. (Und das nicht etwa wegen dem maskierten Wallraff.)
Klar wird hier nach Ausländerfeindlichkeit gesucht (und genau die eben auch gefunden) ich frage mich jetzt nur was an dieser gezielten Suche falsch sein soll. Nur weil es keine große Neuigkeit ist, heißt ja nicht, dass es irgendwie legitim ist. Dem Film einfach zu unterstellen, dass er nichts enthülle, wo er doch von einem Enthüllungsjournalisten gemacht wurde, ist nichts weiter als ignorant.
Schade finde ich nur, dass für so etwas bloss der Sendeplatz auf Arte bleibt, wo ja soweiso niemand mehr zu schocken ist. Im Ersten oder Zweiten hätte ich den Film lieber gesehen.
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