Half Moon

Niwe mung (2006), IQ/AT/IR/FR
Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Road Movie, Drama, Kinostart 09.08.2007

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
- Community
5 Bewertungen
2 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Bahman Ghobadi, mit Ismail Ghaffari und Allah-Morad Rashtian

Trotz Krankheit plant der alternde Starmusiker Mamo zusammen mit seinen zehn Söhnen zu einem großen Konzert in den Irak zu fahren. Dieser symbolische “Schrei der Freiheit” findet anlässlich des Sturzes von Saddam Hussein statt. Die Unterdrückung kurdischer Musik im Irak hat endlich ein Ende. Nachdem es seinem treuen Feund Kako gelingt, einen alten Schulbus aufzutreiben, machen sich Mamo und seine Söhne, die ihn wie in frühen Tagen als Orchester begleiten, auf den Weg. Zusammen mit der ehemals gefeierten Sängerin Hesho und ihren Instrumenten überqueren sie die Grenze in den Irak. Der Weg der Musiker durch die majestätische Landschaft ist beschwerlich und voller Hindernisse, aber Mamo führt sie zielstrebig in ein Abenteuer voller Leidenschaft und Magie…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Half Moon

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Half Moon ist ein atmosphärisch dichtes, eigenwilliges Road Movie, das anhand der haarsträubenden Bedingungen, unter denen die Gruppe kurdischer Musiker/innen arbeiten muss, staatliche und soziale Restriktionen sowie persönliche Grenzerfahrungen widerspiegelt. Zugleich ist der Film eine Hommage an die Überlebenskraft der kurdischen Kultur, die hier vor allem in der Musik ihren Ausdruck findet.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare

Kommentar schreiben
Sortierung

8martin

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Die Handlung enthält einige nicht leicht nachvollziehbare Szenen. Die kann man aber vernachlässigen, denn der Film bezaubert durch das fremdartige Ambiente und die Besonderheit der ganzen Situation.
Man kann ihn oberflächlich als Roadmovie in politisch vermintem Gelände in der Region Iran/Irak/Türkei sehen. Ein Gebiet, in dem, ungeachtet der Staatsgrenzen, die Kurden seit Jahrhunderten gesiedelt haben. Und dabei auf die Grenzkontrollen achten oder auf die teilweise komischen Schwierigkeiten der Gruppe von 14 Musikern.
Unweigerlich stößt man daneben aber noch auf eine symbolische Bedeutung, die magische Momente enthält. Eine Reise zu einem Konzert in einem fremden Land - ein typisch kurdisches Phänomen - denn sie haben ja keinen eigenen Staat. Nur einen Anführer, den Vater der 14 Söhne. Der alte Mann tritt trotz warnender Hinweise die Reise an, von der er nicht zurückkehren wird. Eine geheimnisvolle Frau mit dem Namen Halbmond weist ihm den Weg zu seinem Ziel. Die Gruppe löst sich am Ende auf, jeder verfolgt sein eigenes Ziel. Keine rosigen Aussichten für die Kurden. Allein wie die Dokumentation ihrer Situation gemacht ist, ist es wert, angeschaut zu werden. Es ist der dritte und zugleich der beste Film des Kurden Ghobadi.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben