Half Nelson
Half Nelson (2006), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.03.2008
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52 Kommentare
Keine
von Ryan Fleck, mit Ryan Gosling und Shareeka Epps
Paradoxerweise ist es die tägliche Dosis Crack, die dem jungen, gut aussehenden Lehrer Dan (Ryan Gosling) die Sympathie für seine überwiegend afroamerikanischen Schüler bewahrt. Selbst abhängig, versucht der weiße Geschichtslehrer, den ihm anvertrauten Jugendlichen mit anspruchsvollem Unterricht und idealistischen Appellen einen Ausweg aus dem von Drogenhändlern beherrschten Alltag aufzuzeigen. Doch dann erwischt ihn ausgerechnet seine Lieblingsschülerin Drey (Shareeka Epps) Crack rauchend auf der Schultoilette. Allen Erwartungen und Konventionen zum Trotz bringt dieses pädagogische “Debakel” Lehrer und Schülerin einander näher. Doch die unvermeidbare Konfrontation mit ihrer knallharten Umgebung schickt die zart keimende Freundschaft schnell auf eine emotionale Achterbahn.
Mehr Bilder (13) und Videos (2) zu Half Nelson
Cast & Crew
-
Ryan Fleck
-
Ryan Gosling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dan Dunne
-
Shareeka Epps
-
Anthony Mackie
-
Monique Curnen
-
Tina Holmes
-
Karen Chilton
Regie
Schauspieler
-
Collins Pennie
-
Tristan Wilds
-
Nicole Vicius
-
Denis O'Hare
-
Deborah Rush
-
Jay O. Sanders
-
Ryan Fleck
-
Anna Boden
- Genre
- Sozialdrama
- Ort
- Brooklyn, New York City
- Handlung
- Afroamerikaner, Alibi, Alkohol, Antiautoritäre Erziehung, Armut, Auto, Bank, Basketball, Crack, Depression, Drogen, Drogendealer, Ex-Freund, Ex-Freundin, Fahrrad, Freiheitsentzug, Freundschaft, Fürsorge, Gewalt an der Schule, Heuchelei, Hochzeit, Jugendlicher, Lebensgefühl, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lüge, Lügner, Mentor, Minderjähriger, Minderwertigkeit, Minderwertigkeitskomplex, Mitgefühl, Nervenzusammenbruch, Prekariat, Prüfung, Rendez-Vous, Ring, Schulabschluss, Schulbus, Schulden, Schuldgefühl, Schulreferat, Schüler, Stadtpark, Toilette, Unterricht, Verlust einer geliebten Person
- Stimmung
- Berührend, Hart, Verstörend
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Drehbuch
Filmdetails Half Nelson
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Kritiken (7) — Film: Half Nelson
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'Half Nelson' enthält so genügend interessante Charaktere, die zwar keine deutliche Identifikationsmöglichkeiten geben, aber die den Zuschauer in der Darstellung und in ihrer Zusammenführung fesseln kann. Was 'Half Nelson' aber am meisten schadet, ist neben der Kameraführung, die Stellenweise holperige Inszenierung. So wird der Film, der zwar ein schönes ruhiges Erzähltempo besitzt, fast auf den Nullpunkt gebremst und verliert sich in manchen Szenen viel zu sehr aus den Augen. Wäre der Film sich hier treugeblieben und hätte mehr auf die Beziehung zwischen Drey und Dan gebaut wäre deutlich mehr drin gewesen. [...]
Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
FilmFreeza 2012/01/14 13:18:42
Antwort löschenWieder Klasse :)
SoulReaver 2012/01/14 13:31:41
Antwort löschenDanke :)
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenTrotz allem hat der Film das Problem, daß er mit seiner bewegten Handkamera, die ständig Arbeitsbewegungen und Unschärfen erlaubt und sich verkrampft "echt" über Gebühr ausstellt, exakt so aussieht, wie man sich einen solchen "Problemfilm" eben vorstellt. Das nimmt HALF NELSON in gewissen Momenten viel von seiner Intensität und rückt ihn letztlich doch gefährlich nah an die Grenze zum Sozialkitsch. Auch das sehr künstliche Element, die Schüler über geschichtliche Ereignisse referieren zu lassen, ist unpassend - und scheint das von Fleck einst als Kurzfilm realisierte Sujet nur notdürftig auf Spielfilmlänge dehnen zu müssen. Was aber den Film neben seinen Darstellern so besonders macht, manifestiert sich in der Szene, in der Dunne den Dealer Frank konfrontiert und komplett ins Leere läuft, weil er zwar fühlt, daß er etwas tun muß, aber eben nicht weiß, was. In diesem Film entpuppt sich Linksliberalismus als abgekämpft und müde, moralische Wertvorstellungen und soziale Verantwortung als aufoktroyiert. Dunne scheitert auf ganzer Linie. Drey vielleicht nicht.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]"Half Nelson" entwickelt durch das Prinzip, vieles als gegeben, manches als vermutlich unabwendbar und wieder anderes überhaupt nicht zu präsentieren eine hohe Intensität, in der zwar weder Geschichte, noch Charaktere allzuviele emotionale Berührungspunkte setzen, aber einen dennoch ehrliches Interesse an ihrem Schicksal entlocken. Der Film biedert sich nicht an, gestattet vielmehr, dass er einem hier und da auch mal egal ist, was eine angenhme Natürlichkeit erzeugt. Man bekommt nicht das Gefühl, aufgrund der Thematik zur Anteilnahme gezwungen zu werden. Nachdem Dan mehr und mehr Kontrolle über Alltag und Beruf entgleitet, ist sie einfach da. Ein Kunststück, das viel zu wenigen Filmen auf solche Weise gelingt.[...]
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
dbassart 2009/11/08 23:32:20
Antwort löschenwunderbares review. absolut treffend und zudem sehr gut formuliert :)
ChristiansFoyer 2009/11/09 08:54:53
Antwort löschenDanke. Dir hat der Film ja ebenfalls sehr gut gefallen, da steckt schon wirklich große Klasse drin ;)
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenAls drogenabhängiger Geschichts- und Sportlehrer versucht Daniel Dunne seinen hauptsächlich afroamerikanischen Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Wechselwirkungen näher zu bringen. Ein Wechsel findet immer dann statt, erklärt Dunne in einer Szene, wenn zwei gegensätzliche Kräfte aufeinandertreffen. Mit seiner individuellen Art eckt Dunne jedoch an. Mehrfach weist ihn die Schulleiterin darauf hin, gefälligst dem Lehrplan zu folgen und den Kindern die Bürgerrechte anhand der Schulbücher beizubringen. Dabei ist Dunnes Art zu unterrichten die offensichtlich aufnehmbarere für die Jugendlichen. Dadurch ist Dunne selbst eine oppositionelle Kraft innerhalb der Maschinerie, der er selbst angehört.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenRyan Fleck inszeniert diese Geschichte um die ungewöhnliche Freundschaft eines Junkie-Lehrers mit seiner Schülerin in einem ähnlich fiebrigen Stil, in dem Dan sein unstetes Leben durchstreift. Dass der Regisseur dabei manchmal ebenfalls ein wenig von der erzählerischen Ideallinie abkommt, wird durch die Leistungen seiner beiden grandiosen Hauptdarsteller Shareeka Epps und Ryan Gosling mehr als kompensiert.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenSpielt in jeglicher Hinsicht in einer eigenen Liga. Großartig!
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEhrlicher Alltagseinblick in einen Mikrokosmos für den die Welt kein Interesse übrig hat. Gosling liefert mit der Oscar-nominierten Rolle des einsamen fucked up teachers seine bisher beste Arbeit ab. Ein schonungsloser Film über Menschen am Abgrund, der nicht belehrt, sondern Hoffnung weckt und mit Statements wie "It's just not cool to be a Nazi anymore, baby" auf höchstem Niveau zu unterhalten weiß.
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Kommentare (45) — Film: Half Nelson
Kommentar schreibenUli Kunkel 2012/05/29 04:35:24
Kommentar löschenDie Zurückgenommenheit ist eine der ganz großen Stärken dieses kleinen Films, in seinen vielstimmigen subtilen Details steckt einiges an Wahrheit über die menschliche Kondition verborgen.
Ein ruhig und einfühlsam, ohne moralisierende Tendenzen erzähltes Sozialdrama, aufgespannt im wechselwirkenden Beziehungsgeflecht dreier Menschen.
Es geht um Freundschaft, Familie, Loyalität, Sinn und Bedeutung, Verantwortung und Realitätsflucht, systemische Gegebenheiten und Enge, Suche nach Zugehörigkeit und Zuneigung, geschichtliche und persönliche Veränderung und Entwicklung.
Letztlich um die kleinen und großen Entscheidungen, die uns zu dem machen, was wir sind. Und in wie fern wir eine Wahl haben.
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RG-freak♥ 2012/05/25 18:47:23
Kommentar löschenein großartiger Film und Ryan Gosling <3 spielt seine Rolle natürlich wie immer perfekt...der film hat es geschafft mich nachdenklich zu machen und mein Interesse an Dialektik geweckt..würde ich aus New York kommen und Ryan Gosling wäre mein Lehrer.. - ich wäre fasziniert von ihm wie er unterrichtet - ich finde diesen "umsprung" immer total hammer wenn er grade noch im crackrausch wo rumhängt und im nächsten moment wie geleckt in der klasse steht.Einfach Genial.Gosling eben.
-- 15 Jährige♥
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Blubmalin 2012/05/18 01:12:37
Kommentar löschen"Knock, knock" - Who's there? "The interrupting cow" -The interrupting cow who? .. "moo" -That was horrible!
Was für ein wunderschöner Film, mit so viel Herz und Ehrlichkeit.
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Sozionaut 2012/05/17 01:40:40
Kommentar löschenSo ist das mit dem Leben, für manche Menschen gilt es dieses auszuhalten. Ryan Goslin spielt unglaublich überzeugend das Ringen eines Geschichtslehrers mit den Konventionen und Normalitätsvorstellungen einer Gesellschaft, die er zutiefst verabscheut. Er ist Teil und Gegner eine Maschinerie und er selbst ist fern davon ein Vorbild zu sein. Zwischen Drogenkonsum und Geschichtsunterricht des Hauptprotagonisten bahnt sich indessen eine zarte Freundschaft mit einem seiner Schülerinnen an. Und es ist immer wieder der menschliche Makel und nicht die Vollkommenheit des Ideals, um die es geht im Leben...
Ein wunderbarer Film!
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KonTaicho 2012/04/29 21:49:06
Kommentar löschenLausig wie der letzte Witz des Protagonisten ist auch das Ende, ist auch der ganze Film. Ein Film ohne wirkliche Linie, ohne für mich ersichtliche Aussage, irgendwie mit Anti-Rassismus-Message durchsetzt und völlig unergreifend.
Gibt für mich am Ende nichts halbes und nichts ganzes, einen durchweg enttäuschenden und relativ langatmigen Streifen, der für mich des von mir sehr geschätzten Goslings filmischen, wenn auch nicht schauspielerischen Tiefpunkt bedeutet.
Schade drum.
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MaxN91 2012/04/08 01:12:26
Kommentar löschenVeränderung entsteht durch Gegensätze. "Half Nelson" ist in erster Linie kein Drogenfilm , sondern eine knallharte Reflexion von gesellschaftlichen und geschichtlichen Problemfällen und das Scheitern deren Lösung. Dies wird besonders verdeutlicht als Dan Dunnes (Ryan Gosling) linksorientierter Geschichtsunerricht gerade bei den Schülern anfängt zu fruchten , weil er sich abhebt , anders und interessanter ist - dieser Versuch stirbt allerdings durch die Sucht seinerseits und seine Probleme in der Gesellschaft .So ist es nur konsequent eine zugegeben wackelige Handkamera zu benutzen . Die Geschichte einer konträren Freundschaft macht Half Nelson zu beeindruckendes Indi-Kino mit einer Menge Sozialkritik und Gedankenspielraum , sowie einer großen Schauspielleistung Goslings .
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MrDepad 2012/04/08 00:35:09
Kommentar löschenIn Half Nelson spielt Ryan Gosling einen drogensüchtigen Lehrer, der sich mit einer seiner afro-amerikanischen Schülern anfreundet. Ryan Gosling kann hier wie von ihm gewohnt wieder absolut überzeugen. Er schafft es wie kein anderer, durch sein zurückhaltendes Mimikspiel mehr auszudrücken, als viele andere Schauspieler, was einer der Hauptgründe ist, wieso ich ihn so gern sehe. Auch Shareeka Epps kann hier in der Rolle der 13-jährigen Drey überzeugen. Der Rest des Casts ist eher Nebensache und fällt nicht weiter auf. Bis hierhin klingt erstmal alles gut, aber das Hauptproblem, was hier schon viele bemängelt haben, besteht auch für mich. Der Film konnte mich einfach als Drama überhaupt nicht emotional packen und die Story konnte keinen wirklichen emotionalen Höhepunkt vorweisen. Der Film dümpelt vor sich hin und auch ein paar Rassenkonflikte blieben ohne Konsequenz oder Weiterführung. Das unausgegorene Script ist also der Hauptgrund, wieso der Film trotz toller Leistung von Ryan Gosling und Shareeka Epps nur ein wenig über dem Durchschnitt anzusiedeln ist für mich.
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Zantje 2012/03/31 22:27:53
Kommentar löschenEin Film, so ehrlich und ungeschminkt wie nur irgendwie möglich, der eine kleine aber feine Geschichte erzählt und mich absolut erschüttert hat. Ryan Gosling kann mich zum Lachen und zum Weinen bringen, wahrscheinlich sogar gleichzeitig.
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perpetuum mobile 2012/03/24 20:14:52
Kommentar löschenEtwas zu langatmig für meinen Geschmack.
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sweetForgiveness 2012/03/14 07:22:18
Kommentar löschen[RYAN GOSLING Werkschau Teil 5/12]
"Es gibt Veränderungen die du nicht kontrollieren kannst."
Zu "Half Nelson", kann ich eigentlich nicht viel sagen. Es geht um eine Schüler-Lehrer-Beziehung, wobei die Schülerinn in diesem Fall der Lehrer ist, denn Ryan Goslings Charakter ,ist im Drogensumpf versunken. Auch wenn die Story nicht uninterssant ist und alle Schauspieler ihr bestes geben, habe ich keinen richtigen Zugang zu der Handlung oder den Charakteren gefunden und somit ist "Half Nelson" einfach so an mir vorbei gezogen, ohne mich zu berühren oder mich wirklich zu unterhalten. Eine bittere Enttäuschung! Trotzdem will ich keinem von diesem Film abraten, denn schlecht ist er nicht, es war nur nicht mein Film. Macht keinen Bogen um den Film, sondern beurteilt, selbst.
"Ich bin dein Lehrer nicht dein Freund."
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Fernschreiber 2012/02/28 19:18:34
Kommentar löschenRyan Gosling gehört für mich ganz persönlich zu den momentan besten Schauspielern in Hollywood. Ob nun als knallharter Fluchtwagenfahrer in „Drive“, als befremdlich Verliebter in „Lars und die Frauen“ oder als Womanizer in „Crazy, Stupid, Love“ – er kann scheinbar alles spielen. Jedoch ist es ja leider so, dass ein toller Schauspieler noch nicht automatisch einen guten Film macht. Trotzdem habe ich recht viel erwartet, bevor ich mir „Half Nelson“ anschaute, immerhin war Gosling für die Rolle als drogensüchtiger Lehrer sogar für den Oscar nominiert.
Auch der Text hier ließ die Erwartung ansteigen: „Doch die unvermeidbare Konfrontation mit ihrer knallharten Umgebung schickt die zart keimende Freundschaft schnell auf eine emotionale Achterbahn.“ Tja, leider gab es für mich keine Loopings und auch keine Aufregungsschreie – leider kommt „Half Nelson“ für mich nie über eine schlecht gemachte Buckelpiste hinweg.
Ein cracksüchtiger Lehrer wird von seiner Schülerin total stoned auf der Mädchentoilette der Schule entdeckt. Warum und wieso er ausgerechnet da high werden musste, wird nicht klar, aber muss ja vielleicht auch nicht sein. Jedenfalls verrät Drey ihren Lehrer nicht und irgendwie freunden sich die beiden darüber hinaus an. Nebenbei ist noch Frank wichtig, der Dans Dealer ist und über ihren Bruder, der im Gefängnis sitzt, auch mit Drey bekannt ist.
Schon, wenn ich jetzt beim Schreiben darüber nachdenke, fällt mir auf, wie uninspiriert ich das alles fand. Ich war wirklich angeödet, denn für mich kam die Handlung überhaupt nicht aus dem Quark. Dan macht das, Frey macht das, sie treffen sich, eine Szene in der Schule, Dan kriegt dies nicht auf die Reihe, Dan kriegt jenes nicht auf die Reihe und irgendwann ist der Film zu Ende, ohne mir was erzählt zu haben. Klar gibt es einige interessante Momente und die Grundanlage des Films mag gar nicht schlecht sein, nur wie das Ganze umgesetzt wurde hat mir überhaupt nicht gefallen.
Alles ist schwer und ruhig, ohne wirklich nahe zu gehen. Ich konnte zu den Figuren überhaupt keine Bindung aufbauen, was jedoch nicht an den Schauspielern lag. Denn die haben einen wirklich guten Job gemacht. Allen voran Ryan Gosling, der auch hier wieder überzeugend eine ganz andere Seite von sich gezeigt hat. Nur passiert in dem ganzen Film eben gar nichts, was mich an die Figuren bindet, alles bleibt flach und seicht.
Doch wie schon gesagt ist nicht alles schlecht und es gibt sicher Leute, die Film total toll finden. Super eingesetzt ist zum Beispiel die Musik von Broken Social Scene. Nur leider hat sie durch ihre Getragenheit noch dazu beigetragen, dass ich mich irgendwie gelangweilt gefühlt habe, was ich der Band jedoch nicht vorwerfen will.
Vielleicht war ich einfach nicht in der Stimmung aber „Half Nelson“ hat mich leider kalt gelassen. Aber so habe ich wenigstens eine weitere toll gespielte Rolle von Ryan Gosling gesehen. Und das ist doch wenigstens etwas.
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sweetForgiveness 2012/02/28 20:56:31
Antwort löschenGanz deiner Meinung!
tantemilli 2012/02/27 05:15:55
Kommentar löschengroß!
abgefuckt.
wie ich!
:D
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VisitorQ 2012/02/14 20:24:23
Kommentar löschenKleines aber wirklich schönes Filmen, das vor allem durch seine gute Besetzung punkten kann. Vor einiger Zeit hat mir Ryan Gosling noch so rein gar nichts gegeben aber wow, ich lag mit dieser Einschätzung einfach vollkommen daneben. Der Junge hat es faustdick hinter den Ohren.
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Prechtl 2012/02/03 14:37:35
Kommentar löschenAchtung, könnte Spoiler beinhalten.
Ein drogensüchtiger Lehrer will seine Liebligsschülerin mit allen Mitteln davon abhalten, selbst in dieses Millieu zu geraten. So könnte man die Handlung von "Half Nelson" zusammenfassen. In der Hauptrolle sehen wir Ryan Gosling in einer guten Rolle, aber man hat schon Besseres von ihm gesehen. Die Rolle der Drey gefiel mir gut; sie ist keck, selbstbewusst und doch liebenswürdig. Der Rest des Casts sticht jedoch nicht groß heraus, da Drey und Dan klar die Hauptpersonen darstellen.
Der Film ist ruhig, was jedoch nicht nur positiv sein muss. Der Film hat jedoch einige Stellen, in denen einfach nichts passiert und man sich dabei erwischt, wie man die Uhrzeit kontrolliert. Ein paar gute Szenen gleichen diese jedoch wieder aus, beispielsweise fand ich die Szene, in der Drey Dan unbewusst Drogen ausliefert, sehr gut gemacht. Die fassungslose Drey und der vollkommen weggetretene Dan, für den man sich plötzlich fremdschämen muss.
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Murray 2012/01/24 18:16:48
Kommentar löschenMeiner Meinung nach Goslings beste Schauspielleistung bisher. Ungemein inspirierend.
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alex023 2012/01/11 16:39:52
Kommentar löschen„Who might say that Aristotle's wrong, right? But that doesn't make any sense; these things need each other.“
Ryan Gosling, die nächste!
Der Kerl ist einfach übertrieben gut in seiner Arbeit, was man auch in HALF NELSON merkt. Wie er engagierten Lehrer Dan Dunn spielt, ist einfach grandios. Abgefuckt so weit wie nötig, trifft er einfach genau den richtigen Punkt. Er ist das Element, was diesen Film besonders macht. Shareeka Eps macht ihre Sache ebenfalls ordentlich und steht dem Film gut als Gegenpart zu Gesicht.
Ryan Flecks 2. Regiearbeit ist zum Glück kein Drogen- & Sozialdrama, wie man es vielleicht nach den ersten 20,25 Minuten hätte annehmen können. Es ist vielmehr ein Film über Rassentrennung, Gleichheit und die Veränderungen der Geschichte. Gegensätze bestehen also nur aus dem Grund, weil sie eben existieren. Hätte eine Sache keinen Gegensatz, so könnte sie so nicht existieren, nur so kann etwas verändert werden.
Im Nachhinein gesehen ist „Half Nelson“ beeindruckend, bedrückend und zugleich intelligent. Intelligent hierbei die Kameraführung, die sensationell die Atmosphäre transportiert, und ebenfalls die schon erwähnte Darbietung des 31-Jährigen Ryan Gosling. Ich habe das Gefühl, der Kerl wird mit jeder Arbeit besser.
Letztendlich ist der Film zwar stellenweise etwas langatmig, wenn man aber darüber hinwegsehen kann, bekommt man einen besonderen Film geboten, der größtenteils überzeugen kann.
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ralphiee 2012/01/17 18:54:15
Antwort löschenBei der Veröffentlichung des Films war Gosling 26, nicht 31.
alex023 2012/01/17 18:58:46
Antwort löschenSorry :D Stimmt.
brainchild 2012/01/02 21:13:28
Kommentar löschenZu seinem und meinem Glück ist HALF NELSON kein Drogenfilm. Klar, Ryan Gosling spielt den engagierten Lehrer Dan Dunn mit selbstzerstörerischer Persönlichkeitstendenz so abgefuckt wie nötig. Aber hier geht es um Gegensätze und um Veränderung, und inwieweit wir diese allein bewältigen können. Laut Dunns marxistisch gefärbten Geschichtsunterrichts sind Gegensätze der Motor für gesellschaftliche Veränderungen. (Explizit wird in diesem Rahmen Unterdrückung und Aufstand im US-historischen Kontext behandelt, wobei ein paar wirklich interessante Fakten abfallen). Seinen persönlichen Gegensatz findet der Lehrer schließlich in der Schülerin Drey (überzeugend: Shareeka Epps), der privat ebenso der Halt fehlt wie ihm. Der Plot zweier unterschiedlicher, gleichermaßen "verlorener Seelen" ist insofern nicht unbedingt neu und der weit bekanntere GRAN TORINO beispielsweise ging zwei Jahre später in eine sehr ähnliche Richtung. HALF NELSONS Authentizität fasziniert aber und - anfangs auf mich noch störend wirkend - ist es genau richtig, dass der Film mit Epps noch eine zweite Hauptdarstellerin hat. Die kontroverse Botschaft: Ein Mensch allein kann die Geschichte nicht verändern, sich selbst aber ebenso wenig.
Seine bewusst nüchtern-nuanciert gehaltene Melancholie taut HALF NELSON erst gegen Ende auf, ähnlich wie die beiden Protagonisten. Zu spät ist es nicht.
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geheimer333 2011/12/30 02:26:26
Kommentar löschenSo mein 555. Film, das ist doch schon mal eine Zahl. Und dazu auch noch ein verdammt guter Film.
Half Nelson. Ein sehr emotionaler Film, welcher eigentlich nur durch die überragene Leistung des Ryan Gosling herausragt. Dieser Mann ist ein Genie, hat noch viel vor sich, ist jetzt schon besser als die meisten Schauspieler und freue mich auf alles was noch kommt.
Was scheinbar als Drogen- und Sozialdrama beginnt, wird mit der Zeit mehr zu einem Coming of Age Film und die Handlung fixiert sich nicht sehr auf Rassentrennung und Drogen, es handelt sich hier vielmehr um die Geschichte über eine Freundschaft von Lehrer und Schüler.
Vor allem aber gefiel mir der Charakter den der überragende Gosling verkörpert, alle Szenen in der Lehrer Dan allein und verzweifelt ist, sind einfach überragend.
Fazit: Ein äußerst gelungener Film mit einem großartigen Ryan Gosling, die Story ist aber teilweise etwas langatmig, doch das haut der Hauptdarsteller wieder raus.
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Lay_Dilay 2011/12/13 16:56:22
Kommentar löschenetwas langweilig...
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Punsha 2011/10/18 17:17:22
Kommentar löschenDer drogenabhängige Daniel Dunne unterrichtet seine überwiegend afroamerikanischen Schüler im Fach Geschichte. Mit eher unkonventionellen Methoden will er seinen Schülern die Theorie von Veränderung näher bringen, welche besagt, dass eine Veränderung immer dann stattfindet, wenn gegensätzliche Kräfte aufeinandertreffen. Schließlich lernt er eine seiner Schülerinnen besser kennen, die von seinem kriminellen Geheimnis weiß. Sie steht selbst in Kontakt mit einem Dealer und Dunne will ihr helfen, versagt aber am Grundstein seiner eigenen Theorie: Drogen konsumierend und sichtlich zerstört, bildet er keinen Gegensatz zu den Leuten, vor denen er die junge Drey zu beschützen versucht und kann somit keinen Wechsel der bestehenden Verhältnisse schaffen.
Das "Vorbild Lehrer" kennt "Half Nelson" nicht, sondern setzt Dunne auf die gleiche Ebene mit seinen Schülern. Zwar kann er ihnen Wissen beibringen, aber nicht helfen, Vernunft und Charakter zu Stärken und ihr Leben in die richtige Bahn geleiten, denn er hat selbst noch keinen Platz im Leben gefunden.
Das klingt alles nach einem sehr rührseligen Drama, aber das ist "Half Nelson" keinesfalls. Sehr ruhig und beinahe schon zu nüchtern, gibt Ryan Fleck uns in ein Leben Einblick, das irgendwie keins ist, ohne es aber in besonderen Maße zu verurteilen. Er reflektiert nur die Sicht von außen, beobachtet und stellt zumindest so manches in Frage. Warum Daniel Dunne Drogen nimmt, bleibt uns verschlossen. Wir erfahren generell nicht wirklich, wieso er dies und das tut, kennen keine Hintergründe, sodass man nur darauf schließen kann, dass es die Launen eines Junkies sind. Einerseits versucht Fleck uns mitzuteilen, dass man anderen nicht helfen kann, wenn man sich nicht selbst hilft, hält aber andererseits dem Protagonisten Daniel Dunne lediglich den Spiegel vor, als sei der Film nur an seine eigene Figur gerichtet. Das ist zwar nicht unbedingt schlimm, lässt den Zuschauer jedoch nur den objektiven Beobachter spielen, sodass dieser sich wiederum etwas gelangweilt fühlt. Davon halten ihn aber die grandiosen schauspielerischen Fähigkeiten ab, wofür vor allem Gosling und Mackie zuständig sind.
Ja, ich weiß schon. Dieser Kommentar ist ein wenig ermüdend, passt sich aber lediglich dem Stil des Film an. ;)
Nichtsdestotrotz ist "Half Nelson" intelligent, authentisch, besonders ehrlich und beinahe sehenswert...beinahe.
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