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Half Nelson

Half Nelson (2006), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.03.2008


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7.4
Kritiker
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
Community
1949 Bewertungen
72 Kommentare
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von Ryan Fleck, mit Ryan Gosling und Jeff Lima

Paradoxerweise ist es die tägliche Dosis Crack, die dem jungen, gut aussehenden Lehrer Dan (Ryan Gosling) die Sympathie für seine überwiegend afroamerikanischen Schüler bewahrt. Selbst abhängig, versucht der weiße Geschichtslehrer, den ihm anvertrauten Jugendlichen mit anspruchsvollem Unterricht und idealistischen Appellen einen Ausweg aus dem von Drogenhändlern beherrschten Alltag aufzuzeigen. Doch dann erwischt ihn ausgerechnet seine Lieblingsschülerin Drey (Shareeka Epps) Crack rauchend auf der Schultoilette. Allen Erwartungen und Konventionen zum Trotz bringt dieses pädagogische “Debakel” Lehrer und Schülerin einander näher. Doch die unvermeidbare Konfrontation mit ihrer knallharten Umgebung schickt die zart keimende Freundschaft schnell auf eine emotionale Achterbahn.

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Half Nelson

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

[...]
Aber dieser Lehrer, er ist auch ein Mensch mit seinen eigenen Problemen. Er ist noch nicht in der Gesellschaft angekommen. Er lebt zwar darin, klar, aber er ist kein Teil von ihr. Kaum echte Beziehungen zu seinen Mitmenschen, ein immer schlimmer werdendes Drogenproblem – kurz: sein Leben geht den Bach hinunter. Und dabei versucht er gleichzeitig, das Leben seiner Schülerin Drey ein wenig besser zu machen. Er opfert sich auf und braucht doch selbst Hilfe. Und so entsteht eine Freundschaft zwischen Lehrer und Schüler. Zwischen zwei Außenseitern, die aufeinander angewiesen sind. Intensiv und eindringlich sind die Blicke, die Ryan Gosling seinem Mr. Dunne verleiht. Mal lustlos, mal voller Energie, voller Wut oder Freude. Es sind nur kleine Nuancen, die den Unterschied ausmachen, aber dennoch sind sie spürbar und beeindruckend. Gosling zeigt, dass man nicht unbedingt große Mimik und Gestik braucht, um nachhaltig zu beeindrucken.
[...]

Kritik im Original 31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 18 Antworten

Velly

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Wer das behauptet, redet echt Unsinn.
Man kann natürlich sagen, dass einem die minimalistische Art seines Schauspiels nicht zusagt, aber das auszuweiten auf "Der kann nicht spielen" ist Quark.


TheBruceWayne

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Ist ja auch völliger Bullshit.Wer so dämlich ist und zwischen dem Minimalismus eines Ryan Gosling, Eastwood oder Hopkins mit dem "Minimalismus" von "Dasrstellern" wie Channing tatum keinen Unterschied sieht...hat meiner Meinung nach die Thematik des Schauspielens nicht verstanden.


Mr.Film: City of Cinema

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4.0Uninteressant

So gut ein Schauspieler auch sein mag, so gut und stark er sich präsentiert, wenn es auch in den gesamten 110 Minuten ist, kann er einfach nicht alles stemmen. Die Story zum Beispiel, da kann der Darsteller auch nichts mehr dran ändern. An der Erzählung sowieso nicht. Er kann nur sich selber in den Vordergrund drücken, sich perfekt präsentieren und davon etwas auf den Film abfärben lassen, jedoch überdeckt das Talent einfach nicht alles. Aber ja, Ryan Gosling ist ein Stern am Himmel der 'neuen' Stars, das beweist er auch hier mit "Half Nelson". Seine Performance eines drogensüchtigen Lehrers ist beeindruckend, ohne Frage, es ist schon überraschend wie sympathisch ein Typ wirken kann, der sich auf dem Klo total abschiesst und sich anschließend von einer jungen Schülerin helfen lassen muss.

Aber so anders seine Rolle auch ist, ich kam nicht darüber hinaus ihn und seinen Film nur bedingt interessant zu finden. Die langatmige Erzählung passt zwar perfekt in die zähe Story, wirkt alles wie gewollt, aber wirkt eben nicht wirklich angenehm und am Ball bleibt man erst recht nicht gerne. Ich meine, die knappe 2 Stunden-Verfolgung eines drogensüchtigen Lehrers der seine eigene Mitte finden möchte ist jetzt auch nichts so unterhaltsames. Philosophisch und zwischenmenschlich gesehen ist das natürlich was anderes, aber dafür kam mir die Geschichte an sich zu erzwungen vor.

Ich meine, wie realistisch ist es denn das eine junge, vielleicht grade mal 12-jährige Schülerin ihren Lehrer drogenbetäubt auf dem Klo findet, und dann keine schlechte Sichtweise auf ihn hat und ihm sogar helfen möchte, mit ihm befreundet sein will? Nee, ich weiss ja nicht. Vor allem kommt das im Film ja nur nicht so abwegig rüber, weil es eben Ryan Gosling ist der völlig am Ende ist und Hilfe braucht. Schaut ihn euch an, ein netter, sympathischer Kerl mit dem man doch gerne was zu tun hat - egal ob er Probleme hat oder nicht. Würde man das Gesicht ändern, in das eines 'normalen' Lehrers, würde das schon anders aussehen. Muss natürlich nicht sein, aber ich denke schon.

Der wohl positivste Punkt des Filmes ist für mich die Optik gewesen. Ideal zum Grundton des Filmes wurden auch die Bilder ausgewählt, nie ganz klar, immer etwas unfokusiert und verschwommen - genauso wie es dem Lehrer geht. Aber ungefähr so erging es auch mir nachdem der Abspann abgelaufen ist. Und das ist nicht unbedingt positiv gemeint.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Mr. K R I T I K

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Ach Mann.... ich hatte mir fest vorgenommen mir den als nächstes anzusehen.


Mr.Film

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Ich bin der letzte der dich wirklich davon abhalten möchte :) 4.0 vergebe ich immer wenn der Film extrem gegen meine Vorstellung spricht, heisst: Ich würde jedem anderen trotzdem empfehlen mal reinzuschauen, dir könnte er ja wirklich gut gefallen. Filme mit weniger Punkten sollte mMn aber absolut keiner sehen (müssen) :D


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] 'Half Nelson' enthält so genügend interessante Charaktere, die zwar keine deutliche Identifikationsmöglichkeiten geben, aber die den Zuschauer in der Darstellung und in ihrer Zusammenführung fesseln kann. Was 'Half Nelson' aber am meisten schadet, ist neben der Kameraführung, die Stellenweise holperige Inszenierung. So wird der Film, der zwar ein schönes ruhiges Erzähltempo besitzt, fast auf den Nullpunkt gebremst und verliert sich in manchen Szenen viel zu sehr aus den Augen. Wäre der Film sich hier treugeblieben und hätte mehr auf die Beziehung zwischen Drey und Dan gebaut wäre deutlich mehr drin gewesen. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

SoulReaver

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Danke :)


Le Samourai

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What? Was ihm deiner Meinung nach "am meisten schadet", sind halt die Stärken des Filmes! :)


Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

Trotz allem hat der Film das Problem, daß er mit seiner bewegten Handkamera, die ständig Arbeitsbewegungen und Unschärfen erlaubt und sich verkrampft "echt" über Gebühr ausstellt, exakt so aussieht, wie man sich einen solchen "Problemfilm" eben vorstellt. Das nimmt HALF NELSON in gewissen Momenten viel von seiner Intensität und rückt ihn letztlich doch gefährlich nah an die Grenze zum Sozialkitsch. Auch das sehr künstliche Element, die Schüler über geschichtliche Ereignisse referieren zu lassen, ist unpassend - und scheint das von Fleck einst als Kurzfilm realisierte Sujet nur notdürftig auf Spielfilmlänge dehnen zu müssen. Was aber den Film neben seinen Darstellern so besonders macht, manifestiert sich in der Szene, in der Dunne den Dealer Frank konfrontiert und komplett ins Leere läuft, weil er zwar fühlt, daß er etwas tun muß, aber eben nicht weiß, was. In diesem Film entpuppt sich Linksliberalismus als abgekämpft und müde, moralische Wertvorstellungen und soziale Verantwortung als aufoktroyiert. Dunne scheitert auf ganzer Linie. Drey vielleicht nicht.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]"Half Nelson" entwickelt durch das Prinzip, vieles als gegeben, manches als vermutlich unabwendbar und wieder anderes überhaupt nicht zu präsentieren eine hohe Intensität, in der zwar weder Geschichte, noch Charaktere allzuviele emotionale Berührungspunkte setzen, aber einen dennoch ehrliches Interesse an ihrem Schicksal entlocken. Der Film biedert sich nicht an, gestattet vielmehr, dass er einem hier und da auch mal egal ist, was eine angenhme Natürlichkeit erzeugt. Man bekommt nicht das Gefühl, aufgrund der Thematik zur Anteilnahme gezwungen zu werden. Nachdem Dan mehr und mehr Kontrolle über Alltag und Beruf entgleitet, ist sie einfach da. Ein Kunststück, das viel zu wenigen Filmen auf solche Weise gelingt.[...]

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dbassart

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wunderbares review. absolut treffend und zudem sehr gut formuliert :)


ChristiansFoyer

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Danke. Dir hat der Film ja ebenfalls sehr gut gefallen, da steckt schon wirklich große Klasse drin ;)


TheCorey: MovieMaze

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8.0Ausgezeichnet

Als drogenabhängiger Geschichts- und Sportlehrer versucht Daniel Dunne seinen hauptsächlich afroamerikanischen Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Wechselwirkungen näher zu bringen. Ein Wechsel findet immer dann statt, erklärt Dunne in einer Szene, wenn zwei gegensätzliche Kräfte aufeinandertreffen. Mit seiner individuellen Art eckt Dunne jedoch an. Mehrfach weist ihn die Schulleiterin darauf hin, gefälligst dem Lehrplan zu folgen und den Kindern die Bürgerrechte anhand der Schulbücher beizubringen. Dabei ist Dunnes Art zu unterrichten die offensichtlich aufnehmbarere für die Jugendlichen. Dadurch ist Dunne selbst eine oppositionelle Kraft innerhalb der Maschinerie, der er selbst angehört.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.0Sehenswert

Ryan Fleck inszeniert diese Geschichte um die ungewöhnliche Freundschaft eines Junkie-Lehrers mit seiner Schülerin in einem ähnlich fiebrigen Stil, in dem Dan sein unstetes Leben durchstreift. Dass der Regisseur dabei manchmal ebenfalls ein wenig von der erzählerischen Ideallinie abkommt, wird durch die Leistungen seiner beiden grandiosen Hauptdarsteller Shareeka Epps und Ryan Gosling mehr als kompensiert.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.5Herausragend

Spielt in jeglicher Hinsicht in einer eigenen Liga. Großartig!

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alviesinger: bummelkino

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8.5Ausgezeichnet

Ehrlicher Alltagseinblick in einen Mikrokosmos für den die Welt kein Interesse übrig hat. Gosling liefert mit der Oscar-nominierten Rolle des einsamen fucked up teachers seine bisher beste Arbeit ab. Ein schonungsloser Film über Menschen am Abgrund, der nicht belehrt, sondern Hoffnung weckt und mit Statements wie "It's just not cool to be a Nazi anymore, baby" auf höchstem Niveau zu unterhalten weiß.

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Kommentare (63) — Film: Half Nelson


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PureChris

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Bewertung7.0Sehenswert

nur wegen gosling geguckt und nur wegen gosling noch ne 7.0 bekommen. film konnte mich jetzt zwar nicht wirklich packen oder war von der story richtig interessant, aber gosling hat natürlich wieder hammer gespielt und mir wurde zumindest nicht langweilig.

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SchwarzeRose80

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Bewertung7.0Sehenswert

Dem Film fehlt es sicher nicht an Tiefgang, aber streckenweise ist das Tempo einfach etwas zu ruhig und auch ansonsten ist es irgendwie schwer, mit der Story richtig warm zu werden, obwohl die Thematik durchaus Potential gehabt hätte.
Allerding ist die schauspielerische Lestung von Ryan Gosling (und ich geb zu, auch einfach er selbst ) wie immer einfach toll :-)

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nilswachter

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Bewertung7.0Sehenswert

Half Nelson ist hervorragend gespielt und zweifelsohne interessant. Aber der Film zeigt schlicht zu wenig Entwicklung und dümpelt zu sehr vor sich hin, obwohl er ständig zwischen den Figuren oszilliert. So richtig einlassen will er sich aber auf keine der beiden Charaktere und der Zuschauer kann sich nie richtig in das Geschehen hineinversetzen. Dadurch kommt kaum Spannung auf und die Inszenierung ist sehr holprig. In den richtigen Händen, hätte der Film ein Meisterwerk werden können. So aber reicht es nur zu einem "Sehenswert".

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marius.martinez.5

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Bewertung7.0Sehenswert

Meiner Meinung nach lebt der Film allein vom gewohnt intensiven Schauspiel von Ryan Gosling, sonst fand ich den Film eigentlich relativ Langweilig.

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bestseimon

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Bewertung5.5Geht so

"Change moves in spirals, not circles. For example, the sun goes up and then it goes down. But everytime that happens, what do you get? You get a new day."

Ryan Gosling ist es zu verdanken, dass HALF NELSON nicht zu weit in Belanglosigkeit abdriftet. Er verkörpert den Cracksüchtigen Lehrer wie gewohnt sehr glaubhaft und intensiv. Vor allem Sprache und Gestik von ihm hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Er stürzt sich regelrecht in diese Rolle und holt alles aus ihr heraus. Das kann man leider vom Film nicht gerade behaupten.
Die meiste Zeit der 110 Minuten habe ich mich sehr gelangweilt. Ich nehme das nicht besonders gerne als Argument, einen Film schlecht zu machen, aber hier war es schon extrem. Diese Langatmigkeit des Streifens hat natürlich auch Gründe. So ist das Erzähltempo doch äußerst schleppend, einen richtigen Höhepunkt konnte ich auch nicht ausmachen. Der Streifen plätschert so vor sich hin und vertieft die im Grunde gelungene Geschichte nicht genug. So wirkt HALF NELSON teilweise wie ein Aufguss von THE WIRE, nur weniger realistisch und mitnehmend. Viele Themen in diesem Film wurden nicht mit letzter Konsequenz behandelt. So verkommt der Drogen dealende Anthony Mackie zu einem fast liebenswürdigen Gangster, der Kinder für sein Geschäft gewinnen möchte. Diese Figur wird kaum weiter durchleuchtet und bleibt irgendwie fernab jeglicher Realität.
Allerdings möchte ich dem Film auch zu Gute halten, dass er dieses altbekannte Thema so nüchtern und klar betrachtet, dass er ohne viel Klischees oder künstliche Emotionen auskommt. Zwar wirkt der Film dadurch etwas oberflächlich, da er wenig auf Hintergründe etc. eingeht, aber er bewahrt auch eine gewisse Leichtigkeit und Authentizität. Dadurch bleibt der moralische Zeigefinger außen vor und das tut dem Film sichtlich gut.
Trotzdem lebt HALF NELSON hauptsächlich von seinen Darstellern bzw. von seinen Charakteren. Neben dem bereits erwähnten Gosling gelingt es besonders der jungen Shareeka Epps zu beeindrucken. Allein mit ihrem Blick kann sie unglaublich viel aussagen und somit Ryan Gosling durchaus das Wasser reichen.

Insgesamt ist HALF NELSON natürlich kein schlechter Film. Er hat durchaus seinen eigenen Stil, schafft ein glaubwürdiges Charakterbild und stimmt sogar sozialkritische Töne an. Nur leider geht er gerade in dieser Hinsicht nicht tief genug. So bleibt am Ende zwar ein oft authentischer Film mit starken Darstellern, jedoch fehlt mit der Zeit der Erzählstoff, weshalb er sich für mich stellenweise ziemlich in die Länge zog.

Ich fragte mich außerdem die ganze Zeit, was der Titel HALF NELSON eigentlich bedeuten soll. Wie ich herausfand, kommt der Begriff aus dem Wrestling und beschreibt einen Griff des Gegners, von dem man sich kaum mehr lösen kann. Im Film lässt sich das unter anderem auf die Drogensucht von Lehrer Dunne beziehen, genau wie aus diesem Griff kann man sich auch von dieser Sucht kaum noch befreien. Insofern ist der Titel, was die Symbolik angeht, klasse gewählt.

http://planetofpictures.blogspot.de/2013/11/half-nelson-us-2006-ryan-fleck.html

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kaot76

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film ist wirklich ziemlich realistisch dargestellt.Natürlich größtenteils Gosling's Verdienst.Außerdem gefällt mir ganz gut die angedeutete Beziehung zu seiner Ex-Freundin die wohl den Absprung aus dem Drogen Karussell geschafft hat u. sich ihm annähern will.Er hat allerdings wohl nicht mehr die Kraft für den Kampf gegen seine inneren Dämonen.Es gibt da ein Zitat in etwa: Bei manchen Menschen funktioniert das wohl u. bei anderen eben nicht. Gosling agiert hervorragend und sein Look gleicht eher einem Sozialarbeiter als einem Lehrer.Gut auch der Schluß.Kein 08/15 Hollywood Ende-auch wenn meine Freundin es eher deprimierend fand.Es ist ja auch ein etwas offenes Ende.Mir hat's alles in allem gefallen!

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Nayelivolando

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Bewertung9.0Herausragend

Ich gebe zu, ich hab mich waehrend des Films einfach nur hemmungslos in Ryan Gosling verliebt.

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Moppel1984

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Bewertung5.0Geht so

Ryan Gosling verkörpert im Film einen drogenabhängigen Geschichts,- und Sport-Lehrer, welcher eine freundschaftliche Beziehung zu einem seiner Schüler aufbaut. Der Film hat einen sehr ruhigen Ablauf und hat mich einfach nicht gepackt. Ryan Gosling liefert hier wieder eine super Performance ab, den Film konnte er allerdings nicht für mich retten.
Irgendwann nach der Hälfte hab ich mich eher gelangweilt. Ich vergebe 5/10 Punkten.

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Brascon

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Bewertung9.0Herausragend

"Lila"
"Was?"
"So muht die Milka-Kuh"
"Hä?"
"Muuh"

Wegen diesem Witz war mein Date vorzeitig beendet.
Danke dafür Ryan Gosling "Nelson", du verfluchter, drogenabhängiger Highschool-Lehrer ohne Zukunft, du lediger Antiheld, der nichts auf die Reihe bekommt.
Ich liebe dich.
Und deswegen schaue ich mir den Film jetzt sooft an, bis ich ein nächstes Date habe!

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unikasm

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehenswerter Film!

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makemyday

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Bewertung7.5Sehenswert

nette, denkbare geschichte, eines lehrers, der in seiner einsamkeit und seines drogenkonsums klar zu kommen sucht.
die freundschaft zu einer schülerin gibt ihm gelgenheit zur selbstreflektion.

schön ist, daß der film dabei nicht wertet.

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uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

die geschichte an sich ist schon nett anzuschauen aber habe mit mehr absturz und emotionen gerechnet...

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Velly

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin keine gute Kritikerin.
Ich achte nicht aktiv auf die Kameraarbeit oder Schnitttechnik oder dergleichen.
Ich entscheide meist sehr subjektiv und aus dem Bauch heraus ob mir ein Film gefällt. Und das geschieht meist bei Filmen, die mich irgendwie berühren.

Mit "Half Nelson" hab ich lange gewartet, weil ich den Moment hinauszögern will, alle Filme von Gosling gesehen zu haben (inzwischen fehlt mir nur noch einer).

Aber Gosling war hier auch meine Einstieghilfe, da ich sonst vielleicht gar nicht über den Film gestolpert wäre.

Es gibt momentan nicht viele Schauspieler, denen ich so gerne zusehe wie ihm.
Viele mögen jetzt denken "Oh, ein Mädel, das Gosling gerne sieht.... das sagt ja alles..."
Aber das ist es gar nicht. Klar, ich finde ihn attraktiv (er ist ne verdammte Sahneschnitte, wenn ich ehrlich sein soll! ^__^), aber das ist gar nicht der Grund.
Ich liebe es einfach, ihm dabei zuzuschauen, wie er so absolut zurückhaltend und ohne viel zu tun, Emotionen darstellt.
Wie oft habe ich schon Leute hier auf MP schreiben sehen: "Der Mann mit dem immer gleichen Ausdruck..."
Wer so etwas sagt, schaut meiner Meinung nach nicht richtig hin. Wer so etwas sagt, hat noch nicht gesehen, was Gosling mit seinem Blick machen kann oder mit der Andeutung eines Lächelns. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge.

Aber das soll gar keine Ode an Gosling werden (naja... nicht NUR ;-) )...
Jedenfalls hat mich meine Lust an Gosling dazu gebracht, den Film zu sehen. Und einzusteigen dauerte gefühlte 20 Sekunden.
Die Geschichte eines Lehreres, der so verzweifelt bemüht ist, seinen Schülern mehr beizubringen, als auf dem einfachen Lehrplan steht und der gleichzeitig merkt, wie sehr er seine Schüler doch braucht verknüpft mit der Geschichte eines jungen Mädchens die klug ist und tough sein will und Angst davor hat, wie ihr Bruder im Gefängnis zu landen.
Und die über ihre Fehltritte (erst nur über seinen, aber letztendlich über ihrer beider) zueinander finden und Freundschaft schließen.

*** SPOILER*** Das hat mich echt berührt, vor allem in der Motel-Szene, wenn Drey erkennt, dass die Drogen, die sie ausliefert, für Dan sind. ***SPOILERENDE***

Gerne mehr von solchen Filmen.

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RoosterCogburn

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Joseph Gordon-Levitt ist für mich aber kein Jungschauspieler. Mal abgesehen davon das sein Spielfilmdebüt 20 Jahre her ist. Vor allem hat er in den letzten 10,15 Jahren sich einer breiteren Maße bekannt gemacht. Kurz nach der Sitcom "Hinterm Mond gleich links" startete er richtig durch.
Gosling dasselbe, auch schon mindestens 10 Jahre dabei. Feierte vor sechs Jahren (mit diesem Film hier) seinen Durchbruch. Inzwischen Oscar-nominiert und Golden Globe-nominiert. Ein Jungsschauspieler ist der auch nicht.

Vom 20-jährigen Ezra Miller kann man als Jungschauspieler sprechen. Erst vor drei Jahren den ersten wichtigen Film gemacht ... mal schaun wie es sich entwickelt.


Brat Pack Girl

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stimme dir voll und ganz zu! Ich finde es erstaunlich, wie Gosling scheinbar kaum eine Miene verzieht, aber in seinen Filmen trotzdem so verdammt wandelbar wirken kann...


ShayaNova

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Bewertung4.0Uninteressant

kommentar von meinem mann: der film hat bestimmt ganze vier leute ins kino gelockt

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Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwei Protagonisten, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein junger weißer Geschichtslehrer (Ryan Gosling) und ein schwarzes Mädchen (Shareeka Epps) aus zerrütteten Familienverhältnissen. Beide verbindet jedoch das selbe Problem. Sie sind beide Einzelgänger und haben ihren Platz in der Gesellschaft noch nicht wirklich gefunden. Er kompensiert dies mit einer täglichen Dosis Crack, sie mit ihrer Liebe zum Basketball. Als sie ihn eines Tages auf der Schultoilette beim Crackrauchen erwischt, ist dies der Beginn einer gleichsam eigenartigen wie (überlebens-)wichtigen Freundschaft.
HALF NELSON ist ein erstaunliches Werk voller Subtilität, Stille und Intensität. Brillant inszeniert und von beiden Protagonisten überragend gespielt, zeichnet der Film ein rohes Bild eines Melting Pot Bezirks in Brooklyn. Dazu tragen neben stimmig ausgewählten Schauplätzen die hervorragende Handkameraarbeit von Andrij Parekh sowie der ruhige, überaus schöne Soundrack von Broken Social Scene bei.
Ein kleines, rohes Filmjuwel; unbedingt sehenswert.

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Schmax

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Gosling Tage bei dir? Ein wirklich toller Film. War positiv überrascht. Zuerst dachte ich das wird son Independent-Film nach Schema F. War dann allerdings besser als gedacht. Liegt auch viel am guten Ryan und an der tollen Musik.


Le Samourai

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@ Murray: Mein zweitliebster. An Drive kommt aber so schnell eh nix vorbei. ;)
@ Schmax: Jep! Hatte bis vorgestern nur The Notebook, Drive und Ides of March gesehn. Jetzt kamen Blue Valentine, Crazy Stupid Love und Half Nelson hinzu. Sehen will ich noch Stay, Das perfekte Verbrechen und Lars und die Frauen...


daniel.helmer.7

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Bewertung7.0Sehenswert

Ryan Goslings letzte Rollen animieren den geneigten Zuschauer sicher dazu, sich mal durch seine Filmographie zu schauen. Der Film ist leider kein Meisterwerk, was aber nicht Gosling selbst liegt. Sondern eher der Tatsache geschuldet ist, dass der Film extrem oberflächlich bleibt und sich bisweilen arg in die Länge zieht...

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jacker

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Bewertung9.0Herausragend

Eigentlich wollte ich "Half Nelson" noch ein zweites mal sehen (und dann wahrscheinlich das 'Lieblingsfilm'-Herz verpassen) bevor ich etwas dazu schreibe, aber er spukt mir jetzt schon ein paar Tage im Kopf rum, also mache ich das einfach jetzt..

So macht man unscheinbares und, eben aufgrund dieser unscheinbaren Zurückhaltung, großartiges Indie-Kino!
Ab der ersten Minute wird "Half Nelson" von einer intensiven und aufgrund ihrer Echtheit unheimlich authentischen Stimmung regiert.
Alles passt.
Schauspiel, Bildsprache, Kameraführung (!), Soundtrack (!!), Drehbuch, Dramaturgie, einfach alles.

Das Gosling schauspielern kann ist mir schon länger klar (da können die Vincent Vegas dieser Welt auch gerne noch so oft mit dem Knüppel draufhauen, den Erfolg den er mittlerweile hat, hat er absolut verdient) und wird hier mal wieder bestätigt.
Den Lehrer, der einen unheimlichen Draht zu seinen Schülern hat, aber abseits des Unterrichts mit dem Leben so gar nicht klar kommt habe ich ihm jede Sekunde abgekauft.
Überraschenderweise habe ich auch die Schüler und die Umstände in denen sie leben als durchweg authentisch empfunden.

Gepaart mit der seltsamen (Wackelbilder, komische Zoom-Spielereien, gewollte Unschärfe), aber grandiosen Kameraarbeit entsteht ein starkes Gefühl von 'mitten drin sein'. Man nimmt teil, anstatt nur zu beobachten.
Das zu schaffen gelingt nicht vielen Filmen!

Obwohl ich Story in der Regel als sekundär ansehe (oder zumindest hinter Stil / Wirkung / Atmosphäre zurückstelle) muss man diese hier auch noch positiv erwähnen.
An großen Geschichten ist "Half Nelson" nicht interessiert, läuft demnach auch keine Gefahr sich an ihnen zu verheben, stattdessen wird mehr ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben gezeigt. Unspektakulär aber umso interessanter und vor Allem in keinem Moment vorherseh- oder berechenbar.

Schauspiel, Kamera, Story. Alles einzelne Komponenten die, ergänzt um den unglaublichen Soundtrack (als ich im Abspann 'Music by Broken Social Scene' las, wurde mir auch klar warum!) und die körnige Bildqualität ein unheimlich dichtes und atmosphärisches Gesamtpaket schnüren, das fesselt, bewegt und mitreißt.

Absolute Empfehlung!

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dbassart

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first: gute entscheidung, ihn nicht noch einmal zu sehen (vlt in ein paar jahren...). second: sehr treffende einschätzung, gefällt. third: vincent vega ist hier einer der schlechtesten kritiker, neben batzman. von daher... wen wunderts ;)


jacker

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first: [x] check
second: [x] check
third: [xx] double-check!!


Tatarian Stallion

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Bewertung9.5Herausragend

Ein einfühlsames Drama, welches durch seine authentische Darstellung heraus sticht ohne zu groß als Moralapostell zu fungieren - schlicht, einfach und ehrlich!

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Jasperman

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Bewertung7.5Sehenswert

Ryan Gosling spielt absolut genial als drogenabhängiger Lehrer. Dabei lässt er den Charakter aufgrund seines Drogenkonsums nicht extrovertiert, sondern sehr zurückgenommen wirken. Das war eine sehr gute Entscheidung, denn so wirkt die Figur viel bodenständiger und man hat als Zuschauer sogar das eine oder andere Mal Mitleid. Nur allzu gerne möchte man Daniel helfen und vom Drogenkonsum abbringen, weil man weiß, dass sich dahinter ein intelligenter und sympathischer Mensch befindet. Seiner Selbstzerstörung zuzusehen ist qualvoll, doch hervorragend gespielt und zurecht mit einer Oscarnominierung geehrt.
Auf der anderen Seite haben wir Shareeka Epps als Drey. Ebenfalls sehr überzeugend gespielt, doch irgendwie schafft es der Film nicht eine emotionale Beziehung zwischen dem Zuseher und Drey herzustellen. Hier fehlen meiner Meinung nach ein paar Szenen, die noch mehr die Tiefe dieses Charakters zeigen.
Über den Film allgemein kann man sagen, dass er speziell im ersten Drittel sehr schwer zugänglich ist. Die einzelnen Charaktere werden nicht wirklich eingeführt. Wenn zum Beispiel eine Frau Daniel in der Schule besucht, ist man minutenlang ratlos, wer diese Person sein könnte, bis man es in Nebensätzen erahnt. Man wird sozusagen in die Szenerie hineingeworfen. Das ist allerdings nicht gleich ein negativer Punkt. Ich will damit nur sagen, dass man in der richtigen Stimmung für diesen Film sein muss und wissen muss, worauf man sich einlässt.
Gegen Ende wird der Film immer besser, da die Story im richtigen Tempo vorangeht und man mit den Charakteren bereits vertraut ist. Ohne zu spoilern möchte ich allerdings sagen, dass man nicht zu viel vom Ende selbst erwarten sollte.
Alles in allem, ein interessantes und schauspielerisch hervorragendes Milieu-Drama.

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Uli Kunkel

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Bewertung10.0Herausragend

Die Zurückgenommenheit ist eine der ganz großen Stärken dieses kleinen Films, in seinen vielstimmigen subtilen Details steckt einiges an Wahrheit über die menschliche Kondition verborgen.
Ein ruhig und einfühlsam, ohne moralisierende Tendenzen erzähltes Sozialdrama, aufgespannt im wechselwirkenden Beziehungsgeflecht dreier Menschen.
Es geht um Freundschaft, Familie, Loyalität, Sinn und Bedeutung, Verantwortung und Realitätsflucht, systemische Gegebenheiten und Enge, Suche nach Zugehörigkeit und Zuneigung, geschichtliche und persönliche Veränderung und Entwicklung.
Letztlich um die kleinen und großen Entscheidungen, die uns zu dem machen, was wir sind. Und in wie fern wir eine Wahl haben.

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Le Samourai

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Schön!



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