[...] So sehr Zombie seine Kenntnisse im Horrorkino auszustellen versucht, und dabei nicht müde wird, diverse Verweise auf die Genregrößen in den Hintergrund zu montieren: Bereits in der ausufernden Einleitung erweist sich sein Konzept der gleichzeitigen Weiterentwicklung und Entmystifizierung der Myers-Figur als planloses Breittreten von Carpenters Ideen, auf deren Ausformulierung er zwar viel Zeit verschwendet, letztlich aber nur Nebensächlichkeiten thematisiert, bzw. mit vermeintlichen Kurskorrekturen das gesamte Projekt konzeptionell ad absurdum zu führen beginnt: Dass der Musiker auf dem Regiestuhl nicht müde wird, seinen Killer als zwangsläufiges Resultat einer Nicht-Erziehung innerhalb des White-trash-Milieus zu präsentieren, verdreht nicht nur einen der wenigen interessanten Aspekte des Originals in sein totales Gegenteil, sondern läuft mit seinen küchenpsychologischen, aber in der Realität verhafteten Erklärmustern auch der Überhöhung Myers als abermals unsterbliche Ikone des ultimativen Bösen, mit der die Handlung endet, völlig entgegen.[...]
Man du verstehst ihn nicht. :P
Ich finde den Film unterhaltsamer aber auch nur marginal besser als den ersten, somit eigentlich Zustimmung. Der zweite ist dann aber eine von den Fängen des Originals losgelöste Zombieshow at its best. Also nicht abschrecken lassen nach diesem Film hier. Im Grunde ist der Erste auch schlecht, aber ich mag Zombie und seine Art der Inszenierung doch irgendwie sehr. :)
Ich bin ja auch alles andere als ein heißblütiger Fan des Originals, aber so eine undurchdachte Hommage hat Carpenter nun wirklich nicht verdient. Bisher kenne ich von Zombie nur Ausschnitte, deshalb werde ich ihm auch noch ein paar Chancen einräumen - ich hoffe allerdings tatsächlich, dass er sich in H2 von seinen wannabe-Carpenter-Allüren löst, die sind nämlich einfach schrecklich. :)
Steht schon in zweifacher Ausführung (blöde Unterscheidung zwischen Kino-Fassung und DC; blöde Import-Händler...) bereit, um gesichtet zu werden. Die Frage aller Fragen: Ist der DC nun nicht nur länger, sondern auch besser? Dann würde ich nämlich den gucken...
The way we cut it for the theatrical, Laurie Strode’s character is the main difference in the two. (In the theatrical) She’s holding it together, getting her life together and it starts spiraling downward. In the other version, she’s an incredible mess and gets worse. She never has any good moments, she’s just messed up, she’s lashing out at everyone, she’s horrible. Messed up on drugs, she’s just completely spun out through the whole movie. It makes for a real challenging movie to watch and I feel like I don’t know if fans would’ve embraced so much darkness.
Nein, nicht meine Worte, sondern die von Zombie zu seinem DC, den ich dir empfehle, er ist anders, Szenen wurden erweitert, manche gekürzt, die Figuren erhalten mehr Gewicht, auch das Ende ist anders. Es ist auf jeden Fall eine inhaltliche Erweiterung, mehr Gewalt gibts im DC nicht.
[...] Zombie gelingt es gut, die Lücken des Originalfilms zu füllen bzw. alternative Details mit mehr Plausibilität hinzuzufügen. So kann Michael diesmal nicht Auto fahren, weil er es eben gar nicht gelernt haben kann, und man erfährt, warum er genau diese Maske und genau diesen Overall trägt. Der Regisseur und Autor hat sich also intensiv mit der Materie beschäftigt. Zombie versteht es bei seiner eigenen Version auch, das Original immer wieder zu zitieren (statt zu kopieren), manchmal nur im Detail wie mit den verwendeten Songs, manchmal ganze prägnante Szenen. Bei letzterem macht Zombie sich auch gerne mal einen Spaß draus, es beginnen zu lassen wie man es vom Original kennt, dann aber eine überraschende Wendung herbeizuführen. Die Mischung aus eigenen Ideen und Verweisen auf den Klassiker ist auf alle Fälle gelungen. [...]
Michael Myers als tierquälendes Kind in einer White-Trash-Familie, in der sich der Proleten-Vater und die Stripperin-Mutter zu verwackelten Bildern Vulgarismen en masse um die Ohren hauen. So entzaubert Rob Zombie gleich von Beginn an das Böse, gibt ihm dazu - buchstäblich, aber unverzeihlich - ein Gesicht, nur um es dann 90% des Films wieder zu verhüllen. Gibt ihm eine Vorgeschichte, ohne sie psychologisch weiter auszuführen und zu durchleuchten. Es folgt eine mies getimte Meuchelorgie und eine fragwürdige Intention, die Myers gegenüber seiner Schwester verfolgt - serviert in den ewig gleichen Bilder aus Schmutz, Blut und Nacktheit. Eine von der ersten Minute nervige, ärgerliche und schlicht dumme Wiederbelebung des Halloween-Franchises, der John Carpenters Original - auf welches Rob Zombie immer dann schielte, wenn er nicht mehr weiter wusste - handwerklich und in Sachen Spannungsaufbau nicht annähernd das Wasser reichen kann.
Ich hätte es nicht zutreffender beschreiben können...Leider ist das Remake nur eine völlig überflüssige und unsympathisch seelenlose Kopie geworden...;(
Die Geschichte um Michael Meyers und seine Schwester dürfte wohl jeder schon einmal verfolgt haben. Bei mir sind die letzten Resterinnerungen an die früheren Filme leider in weite Ferne gerückt, was mir aber ermöglichte, ohne Vorbehalte und ganz objektiv an dieses Remake heranzugehen.
Zombie versucht erstmals auch Michaels Kindheit stärker zu beleuchten und zu erklären, warum er so geworden ist, wie er es heute ist. Als Instrument fungiert dazu Malcolm McDowell (“Heroes”) als Dr. Loomis, der wie immer souverän spielt. Die Schocker hätten ruhig härter sein können, Zombie schafft es aber dennoch gut die Spannung zu halten und spart sich übermäßige Gewalt. Jugendfrei ist der Film aber allein schon wegen den netten Sexszenen nicht.
Rob Zombies Neuinterpretation von Carpenters “Halloween” macht Spass und weiß als schöner Horror-Thriller durchaus zu überzeugen. Für einen netten Filmabend genau das Richtige.
"Halloween" in der "Rob Zombie"-Fassung ist deutlich härter als "Halloween" in der "John Carpenter"-Version. Zombie verpasst dem Klassiker einen frischen Look ohne dabei die Klasse des Originals zu erreichen. Die Neuinterpretation ist ein Film, der gerade bei der neuen Generation von Horrorfans viele Freunde finden wird, da bei ihnen diese härteren Filme hoch im Kurs stehen.
Ulkigerweise verliert der Film genau an dem Moment an Druck, an dem er seine "neuen Pfade" verläßt. Die zweite Hälfte ist nicht nur ein einfallsloses Nachäffen des Originals bis in die Dialogzeilen hinein, sondern selbst für die Standards eines by-the-numbers-Slashers ein allzu dröges Rumgeeier mit zwar ausgewalzten, aber uninteressanten Mordszenen.
Was mir tierisch auf die Eier geht, ist, wie Zottel-Zombie sich an der Gewalt gegen Frauen aufgeilt - nicht nur, daß sie sich fast immer zum Sterben ausziehen müssen, er läßt auch DREIMAL schwerverletzte Damen über den Boden kriechen, so als maximales Ergötzen am Leid des "schwachen Geschlechts". Die ausgespielte Vergewaltigung (natürlich von hinten, natürlich zweimal, natürlich zwei Stellungen) ist so überflüssig wie selbstzweckhaft und zeigt mal wieder, daß Zombie vor allem ein Arschloch ist.
[...]Schauspielerisch gibt es keine besonderen Ausfälle und keine absoluten Highlights. Daeg Faerch überzeugt als junger Michael ebenso wie Malcolm McDowell als Dr. Loomis und Zombie-Gattin Sheri Moon als Mutter Myers. Ex-Wrestler Tyler Mane als erwachsener Michael Myers hat zwar nichts zu schauspielern, macht aber durch seine gewaltige Statur einiges her. Alle anderen spielen beinahe schmerzlich offensichtliche Opferrollen, wobei jede einem gewissen Status entspricht, in dem sich Michael Myers befindet. Über die gezielten Morde des Mitschülers, der Schwester und des Stiefvaters, über den Gnadenlosen seines mitfühlenden Wärters (Danny Trejo), bis hin zu den völlig wahllosen.[...]
Natürlich hat man das Original von Carpenter irgendwann mal gesehen, zum Myers-Fan hat's bei mir allerdings nicht gereicht. Umso entspannter konnte ich mir Rob Zombies Sichtweise zu Gemüte führen und bekam einen exzellenten Horror-Thriller serviert! Zombies "Halloween" entwickelt in seiner wohltuend altmodischen Inszenierung einen spannenden Kontrast zum modernen Horror-Hype, der sich bereits im Film selbst definiert. Die erste Hälfte befasst sich mit Myers Kindheit und hier ist "Halloween" Erwachsenensache. Zombie langt gerne in Vollen, weiss aber natürlich um die Klischees und entspinnt ein virtuoses Spiel mit den typischen Elementen. Der kleine Meyers wütet sich durch seine Familie, die Regie wird dabei aber nur selten explizit. Ein Splatterfest sieht anders aus und man fühlt sich deshalb ernst genommen. Zombie macht es sich nicht einfach und lässt vorrangig auf der ausgeklügelten Tonspur den Horror losbrechen, während man sich in weiten Teilen…
Natürlich hat man das Original von Carpenter irgendwann mal gesehen, zum Myers-Fan hat's bei mir allerdings nicht gereicht. Umso entspannter konnte ich mir Rob Zombies Sichtweise zu Gemüte führen und bekam einen exzellenten Horror-Thriller serviert!
Zombies "Halloween" entwickelt in seiner wohltuend altmodischen Inszenierung einen spannenden Kontrast zum modernen Horror-Hype, der sich bereits im Film selbst definiert. Die erste Hälfte befasst sich mit Myers Kindheit und hier ist "Halloween" Erwachsenensache. Zombie langt gerne in Vollen, weiss aber natürlich um die Klischees und entspinnt ein virtuoses Spiel mit den typischen Elementen. Der kleine Meyers wütet sich durch seine Familie, die Regie wird dabei aber nur selten explizit. Ein Splatterfest sieht anders aus und man fühlt sich deshalb ernst genommen. Zombie macht es sich nicht einfach und lässt vorrangig auf der ausgeklügelten Tonspur den Horror losbrechen, während man sich in weiten Teilen mit bildlichen Andeutungen genügt. Die Handkamera kommt dem Konzept sehr zugute und mir ist seit den "Bourne"-Filmen kein anderes Beispiel bekannt, in der in einer so unruhigen Ästhetik soviel Dramatik ruht. Viele gestandene Manns- (und Weibs-)bilder festigen bis hierhin den Eindruck vom gehobenen Horrorkino und lädt den Zombie-Fan zur Entdeckungstour ein. Danny Trejo gibt ebenso ein Stelldichein wie Mrs. Firefly, Frau Moon Zombie ist natürlich auch wieder dabei, Sheriff Wydell gibt Myers Daddy und unser Udo hat auch zwei Sätze. Man fühlt sich zuhause. Dann bricht Michael nach 15 Jahren aus der Klapse aus und alles ist anders.
Bis hierhin hat war es ein Leichtes Mitleid für die Opfer zu haben. Einen wimmernden Trejo verpack' ich persönlich nicht so gut und so ein Arschloch Myers Vater auch ist, er ist'n Charakter! Und William Forsythe hätte ich eh ewig zusehen können. Plötzlich liegt der Fokus auf Myers Schwester und man befindet sich mitten im Teenie-Horror! Es dauert daher auch nur Bruchteile von Sekunden, bis Laurie und ihre beiden Freundinnen mit ihrem pubertären Getue einem unglaublich auf den Wecker gehen - und das nichtmal im negativen Sinne! Zombie dreht so unerbittlich an der Teeniehorror-Daumenschraube, das man dahinter nur Absicht vermuten kann. Wieviel ihm an der Figur Myers liegt, merkt man dagegen in einer sehr kleinen Szene, die eigentlich zum Vorführen der Figur einlädt. Die drei Freundinnen sind auf dem Heimweg von der Schule und ziehen Michael mit anzüglichen Bemerkungen auf, den sie auf der anderen Straßenseite entdeckt haben. Zombie zeigt dabei nur kurz seine Hand im Anschnitt und entblösst ihn nicht als Freak, weil hier kein Stalker im Kostüm sichtbar ist und damit dem Spott der Mädchen ausliefert wäre. Er macht ihn nicht kleiner, als er ist. Ähnlich subtile Momente sind über den gesamten Film verteilt und brechen immer wieder mit den Standards. Zum Finale gewinnt "Halloween" dann wieder mächtig an Fahrt und es ist einfach ein Erlebnis, wie unerbittlich und brachial sich das White-Trash-Produkt durch das amerikanische Vorstadtidyll pflügt. Und plötzlich wird einem tatsächlich mulmig. Ein Gefühl, das ich bei Horrorfilmen viel zu lange nicht mehr hatte. Zombie setzt Myers wie eine Naturgewalt in Szene. Er ist vollkommen irrational, gefühllos und übermächtig. Wenn Jigsaw mal wieder irgendwelche Kiddies in seine Gimmicks spannt - wen interessierts? In "SAW" wird getötet, um eine diffuse Überlegenheit zu feiern, die abstrakt genug ist, um sich problemlos auf ihre Seite schlagen zu können. Myers erklärt sich nicht, sein Handeln rechtfertigt nichts. Und er ist dabei so archaisch, das man seine Präsenz ohne Vorbehalte akzeptiert. Die gesichtlose Maske tut ihr Übriges, um in Myers einen Jedermann zu sehen. Jason funktioniert genauso. Zombie arbeitet den Umstand aber präziser heraus - und natürlich mit mehr Spektakel - was mir seine "Halloween"-Version wesentlich zugänglicher macht, als das Original.
"Halloween" ist ein bemerkenswert gelungener Film und beweist, das auch bei Remakes (obwohl ich in diesem Fall eher von einer neuen Interpretation sprechen würde) immer noch Qualitätsarbeit und Eigenständigkeit möglich ist! Das man auch Klassiker bereichern kann. Clever konzipiert, spitze gefilmt und mit einem Sound-Design, das einem "Haute Tension" würdig wäre. Kunststück. Das Theme hab' ich jetzt wieder die nächsten Tage im Ohr.
Vergleicht man den Filmanfang von Halloween aus dem Jahr 1978 mit dem des aktuellen Remakes, offenbart sich bereits die grundsätzliche Differenz: Während der Low-Budget-Klassiker mit einer unendlich langen subjektiven Kamerafahrt besticht, die die Sicht des jungen Psychopathen Michael Myers einnimmt und in einer unheimlichen Art und Weise das Geschehen im nächtlichen Elternhaus aus nächster Nähe darstellt, findet man sich zu Beginn von Rob Zombies Remake umringt von brüllenden Freaks wieder: »Scheiße, Titten, Pimmellutscher, Schwuchtel, Schlampe.«
Die Knabenjahre der Schlächter haben Konjunktur. Leatherface und Hannibal Lecter sind ausgeweidet, da macht sich Genre-Fan Robert Bartleh Cummings alias Rob Zombie an Carpenters Horror-Klassiker "Halloween - Die Nacht des Grauens". Mit dem ehemaligen Wrestler Tyler Mane gibt er dem Stehaufmännchen Michael Myers zwar eine beeindruckende physische Präsenz, seine psychologische Herleitung der Figur bringt aber außer "Schlechte Kindheit gehabt?"-Plattitüden nicht viel Neues zustande.
Rob Zombies Remake von John Carpenters Halloween ist glücklicherweise nicht das achte Sequel, sondern bietet einen durchaus frischen Blick vor allem auf die Kindheit der Figur Michael Myers.
In den ersten 40 Minuten versucht Zombie einen Einblick in die Kindheit Meyers zu werfen und tappt dabei von einem Küchenpsychologie-Fettnäpfchen ins nächste ("Ich bin hässlich" - Mikey verstümmelt gern Tiere). Nach einer 15-jährigen "Klausurzeit" bricht der Maskenschlächter aus der Irrenanstalt aus und Zombie verliert seine inszenatorische Identität. Dem gebrechlichen Carpenter anbiedernd verfällt der Trash-Musiker in dessen Routine und kopiert die alte Haddonfield-Schauermär vom Wegrennen, Kreischen und Sterben. Dem so genannten Innovator des Horror-Genres hätte man die exzessive Nutzung der Schablone nicht zugetraut. Wieder was gelernt. Andererseits geben Prequels in der Regel wenig Freiräume. Doch die Teenage-Sex-Schlachterplatte der letzten 20 Minuten verdeutlicht nur eins: Michael, jetzt sollte auch mal Schluss sein!
Love hurts. Das trifft sowohl für den Rob Zombie Fan zu, als auch für das HALLOWEEN Remake an sich. Was beginnt wie eine ideenreiche, interessante und verstörende Neuauflage des Klassikers, endet wie eine uninspirierte Kopie von Carpenters Film. Das tut weh, weil gerade im ersten Drittel große Momente aufwarten. Sehr zwispältige Angelegenheit, weil die erste Hälfte deutlich die Handschrift des Regisseurs trägt, HALLOWEEN dann aber zum abgefilmten Original verkommt. Mit totaler Spannungarmut.
Rob Zombie unternimmt in seiner Version des „Halloween“-Stoffes den Versuch einer Neuinterpretation und kann zunächst mit einer recht fesselnden ersten Hälfte punkten, bei der man alle Schwächen gern übersehen kann. Schnell jedoch entpuppt sich das Vorhaben als böse Mogelpackung, bei der Zombie seine Freakshow-Ästhetik daheim lässt und lieber die Scope-Kompositionen eines John Carpenter zu imitieren versucht, dabei aber eine Bruchlandung nach er nächsten erleidet und schließlich den ganzen Mythos der Figur aufgibt. Wirr erzählt und unzureichend in Szene gesetzt, hat der Film keinen Schimmer von dem, was er da nacherzählt: Der Subtext geht flöten und die biedere Moral von einst wird reproduziert: Was hat sich der Herr nur dabei gedacht.
Den Film hatte ich damals im Kino gesehen und war, ehrlich gesagt, etwas fadisiert. Pf, dachte ich mir nun, ca. 5 Jahre später, vielleicht hatte ich nur einen blöden Tag erwischt und meine schlechte Erfahrung war dadurch bedingt, dass ich nicht wirklich in der richtigen Stimmung dafür war. Darum habe ich mir den Film heute nochmal angeschaut. Die Vorgeschichte in das Halbremake zu integrieren war wirklich eine sehr gute Idee, auch deshalb, weil daraus nicht gleich ein kompletter Film gemacht worden ist. Das ist aber auch schon der einzige Punkt, den ich an Zombies Version wirklich gut finde. Der Rest? Genauso wie vor 5 Jahren. Nur brutal, aber Null Spannung, und die Teenies nerven extrem! Aber, wie gesagt, die Vorgeschichte fand ich cool, wenn auch ein wenig klischeehaft. Der Soundtrack? Beim berüchtigten Halloween-Thema zu Beginn kam schon Gänsehaut auf, das ist einfach nur genial, und auch der restliche Score ist eigentlich recht gut, aber der ist spannender als der Film selbst. Schade.
Rob Zombies Neuinterpretation des klassischen Halloweenstoffes war ein Remake das sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Zombie und Carpenter haben je ihre eigene Version von der Thematik. Sicher auch weil der Film im Jahr 2007 remaked wurde ist er an vielen Stellen anders. Keinesfalls schlecht der Film aber KEIN Vergleich zum Original.
Gelungene Neuinterpretation des Horror-Klassikers. Für die Hardcore-Carpenter-Fans natürlich ein Affront. Für alle anderen ein sehr gut gemachter, unterhaltsamer Slasher, in Teilen dem Original sogar überlegen. Auf jeden Fall besser als alle bisherigen Sequels. Die schlecht besetzten und gespielten Teenager-Rollen ziehen den Film ab der Mitte dann doch etwas runter. Athmosphärisch kann der Film dem Original aber nicht das Wasser reichen.
Über den Film an sich wurde schon genug geschrieben. Der nüchterne Grundtenor, dass es schlicht nicht funktioniert eine Ikone erst zu entmystizifieren und zu erden, nur um sie dann wieder ins Phantastische zu überhöhen, stimmt dabei einfach.
Was man aber auch sagen sollte, dass Zombies eigene Ideen (sprich: die erste Hälfte) trotz vollkommen banaler Küchenpsychologie wesentlich besser funktionieren, als das minutiöse nachstellen eines anderen Films.
Ansonsten, viel Rumgenerde und Fanservice, wer in solchen Gefilden bewandert ist könnte wenigstens daran seine Freude haben.
Was mir allerdings auch durch den Kopf ging (und durch Michaels Aussehen im zweiten Teil noch verstärkt wurde), ist, dass das ganze vielleicht tatsächlich als naive, jugendliche Vergangenheitsbewältigung zu verstehen ist. So ein bisschen könnte ich mir vorstellen, wie der junge Rob Zombie in sein Tagebuch die Idee zu diesem Film geschrieben hatte. Und im Hintergrund dröhnte passend dazu "Crawling" von Linkin Park (oder das zeitgenössische Äquivalent, als Zombie zur High School ging).
Zombies Remake hat das Original deutlich auf hochglanz poliert und noch eine Hintergrundgeschichte eingepracht. Der Film sieht wirklich ganz toll aus ist aber eindeutig nicht das, was ich mit Halloween verbinde. Die Vorgeschichte von Michael Myers explizit zu zeigen entmystifiziert für mich die ganze Sache rund um Michael Myers. Er jetzt nicht mehr der gesichtslose Massenmörder sondern wird teilweise als Opfer der Gesellschaft dargestellt. Der Showdown ist dann auch nur ein auf heutige Verhältnisse angepasste Kunstblutorgie. Ohne den Titel Halloween wäre der Film ein guter 08/15 Slasherfilm gewesen, so ist er aber nur ein mittelmäßiges Remake von einem Klassiker.
Mir hat die Zombie-Variante gut gefallen. Klar Zentrum eines Slasher-Films ist das Schlitzen. Aber für einen Vertreter aus genau diesem Genre kann der Film mit einer bestimmten Tiefe punkten. Zombie stellt nicht nur einfach einen maskentragenden Killer vor und lässt ihn dann seinen stupiden Job machen, sondern beleutet den Charakter des Killers. Der Killer hat eine eigene Geschichte (wie er zu einem Serienkiller wurde, die Anfänge). Davon handelt der gesammte 1/3. Das hat mich am meisten erfreut und war für mich sehr positiv. Endlich mal einen Slasher-Film mit einer Charaktertiefe (wenn auch nicht sehr tief). Die Atmosphere ist enorm dicht und so ist er nahezu immer spannend. Klar auch dieser Film hat seine Schwächen bzw. Logikfehler. Aber man vergisst diese dann schnell wieder. Die Schlitzereinlagen sind auch gut gemacht und stimmungsvoll. Diese sind absolut erbarmungslos und hart. An Blut wird natürlich auch nich gespart und die letzten schmerzilchen Atemzüge der Opfer runden die Atmosphere ab. Obwohl man manchmal genau weiss bzw. ahnt dass Michael Myers hinter der Türe steht bleibt immer eine gewisse Spannung.
Wunderbarer, sehr zu empfehlender Horrorfilm. Der mit Charaktertiefe (zumindest 1/3) punktet. Einer der besten Horrorfilme die ich in letzter Zeit gesehen habe.
was für ein geiles hammer remake des horrorklassikers! Für mich fast noch besser als das original! Was hier der zombie angeliefert hat is grosses kino! Das einzige was ein bissi nervt war diese schreiende tussi, wo man eigentlich nur hofft, dass er sie bitte endlich killt und das schreien aufhört. Ne also diese Scout Taylor-Compton, hat mir eh absolut ned gefallen. Das is aber auch der einzige punkt der für mich ned stimmt
Blödsinn der is klar besser als das original!
Von Familie geplagt. Von Schülern gedemütigt. Ein Michael Meyer der mittendrin stehen muss und dem nichts anderes geschieht als immer wahnsinniger, gehässiger und letztlich böser zu werden. Tiere werden zu seinen ersten Opfer und er selbst beinahe zum Tier, wegen eines schwer zu ertragenen Umfeld. Dieses ist zwar sehr stereotypisch geschildert, wird aber äußerst konsequent vorgetragen. Es folgt eine stille Zeit im Irrenhaus, die mit einem barschen Ausbruch fortgesetzt wird. Der Film bleibt seinem kurzweiligem Tempo treu und traf so sehr gut meinen Nerv. Ein spannender und gehässiger Verlauf, der schön fesselt und unterhält. Typisch für einen Slasher dürfen hier auch keine kreischenden Teenies fehlen. Das bringt Stimmung, Gelächter und ein bisschen Grusel. Viel besser als gedacht. Der allbekannte Soundtrack vom Original funktioniert wunderbar und erzeugt immer wieder Nervenkitzel. Ein wirklich sehenswertes Remake, wobei ich sagen muss, dass das Original noch nicht von mir gesichtet wurde.
das Remake über den Messerschwingenden Maskenmann,beschäftigt sich viel über die Kindheit des Serienkillers und wie es dazu kam dass er als kleiner Junge seine Mitschüler vermöbelte und seine (fast) gesamte White-Trash-Familie abschlachtete.Nach diesem verstörtem Ereignis muss Michael Myers in die Klapse aus der er in jener Kürbisnacht ausbricht und in seine Heimatstadt Haddonfield zurückkehrt,um zu vollenden,was er als Kind begann.Problem ist nur das Regisseur Rob Zombie (''Haus der 1000 Leichen'') viel zu sehr an sein frühes Regiewerk ''The Devil's Rejects'' anknüpft und somit ein Vorstadthorrorszenario entwickelt.Am Ende wechselt er nochmal die Spur und beschäftigt sich volkommen mit dem Abschlachten von Blut,Knochen und Gedärmen,was wahrscheinlich der Grund war wieso dieser Film indiziert wurde...Komplett ideenlos fängt er bei 70% an nur noch die verschiedenen Stationen von Myers' Amoklauf abzuhaken und somit bleibt auch,die davor gut gelungene Spannung aus.Letztendlich ist ''Rob Zombie's Halloween'' weniger verstörend und schreckenhaft wie John Carpenter's Original,weil er sich viel zu sehr mit der Kindheit des großem Teufels beschäftigt,als dass bei Carpenter's Original die Taten Myers auf ein offenes Ende steuerten und ungeklärt blieben,was psychisch verstörend wirkt...Zombie's Streifen ist dagegen zu detaliert und nur zur Hälfte eine gelungene Neuinterpretation des Genreklassikers.
Wirklich was zum Gruseln war das ja nicht und an Spannung und tiefer Geschichte war nun auch nicht viel zu erkennen. Rob Zombie trumpht zwar mit Schauspielern wie Brad Dourif und Malcolm McDowell auf, setzt diese aber nicht klug genug ein, sodass ein eher langweiliger Streifen entsteht. Die Beweggründe Myers sind meist nicht so recht nachvollziehbar und die Rumschlachtereien sind eher stupide aneinander gereiht. Dennoch muss man dem Film einen gewissen Charme lassen, der aber eher am Erbe des Originals liegen muss.
Eine ganz miese Neuinterpretation eines Klassikers des Genres. Was mir total gegen den Strich geht ist, das Rob Zombie versucht das Unerklärliche zu erklären. Er hinterfragt die Figur Michael Myers und will dessen Motive dem Zuschauer nahe legen. So ein Schwachsinn! Daraus hat John Carpenter im Original seinen Horror bezogen. Ich will doch auch nicht wissen, warum der schwarze Mann mir Angst macht oder Jason Voorhees oder Freddy Krüger.
Anfangs war ich sehr skeptisch. Zum einem, da ich von Rob Zombie nicht gerade viel halte, da "House of 1000 corpses" und "The devil rejects" zwei zwar visuell ansehnliche, aber dennoch überaus langweilige und vor sich hin dröppelnde Filme ohne gute Handlung und Höhepunkte sind. Zum anderen wurde meine Skepsis allein aufgrund der Tatsache geschürt, dass es sich hier um ein Remake eines großen Klassikers der Horrorgeschichte handelt. Doch was Zombie hier erschuf braucht sich vor dem Original wahrlich nicht zu verstecken.
Der Film ist eine sehr gelungene Neuinterpretation der Figur Michael Myers, die gerade in der ersten Hälfte durch die unglaublich gute Charakterzeichnung des jungen Mickeys zu überzeugen weiß und in der zweiten Hälfte sich zu einem Slasher entwickelt, der an Intensität, roher Gewalt, Tempo und Spannung seines gleichen sucht.
Wo Carpenter noch eine unheimlich gute und bedrückende Atmosphäre zu erschaffen wusste, kreierte Zombie hier einen sehr düsteren und teils makaberen Horrorfilm, der auf ganzer Länge überzeugen kann.
Allein die Maske des Michael Myers wirkt viel bedrohlicher, der Charakter des Psychopathen wird gut ausgeleuchtet, lässt aber dennoch genügend Platz dafür, die Figur mysteriös und geheimnisvoll was die Beweggründe angeht wirken zu lassen, was einen großen Teil der gelungen Charakterzeichnung und der Spannung ausmacht. Die Gewalt ist sehr explizit und teils wirklich ekelerregend realitätsnah, was die BPjM zurecht veranlasste, diesen Streifen auf den Index zu setzen. Doch fügt sich das perfekt in diesen Slasherfilm ein und macht daraus einen wahrhaft guten Vertreter des Terrorkinos.
Alles in allen gefällt mir diese Version von Halloween etwas besser, gerade aufgrund des Tempos, der Charakterzeichnung und des unglaublich großen Terrors.
"Taylor-Compton kann gut schreien; Klebe ist die übliche blonde Schlampe; Harris ist, öhm, die mit den dunklen Haaren"
und Micheal ist (evtl noch Steinbeißer) der groeßte Grobmotoriker den ich je im Film gesehn hab.
„Das Kind Michael Myers ist zu einer Art Geist geworden im Schatten eines menschlichen Wesens. Und nichts ist von ihm übrig geblieben.“
Kommen wir jetzt zu meiner Lieblingsfigur aus dem Horrorbereich. Michael Myers. Carpenter's Original zählt für mich zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten. Auch Teil 2 wusste zu gefallen, danach ging es Berg ab. Dann war es 2007 soweit. Das 'Halloween'-Remake kam in die Kinos. Natürlich begegnete ich dem Film, als großer Fan des Originals, erst mal skeptisch. Als der Film dann auf DVD erschien, besorgte ich mir den Director's Cut und wurde mehr als überrascht. Ausnahmen bestätigen die Regel und Halloween ist eine klare Ausnahme. Wobei es sich hier auch nicht um ein reines Remake handelt, sondern wie schon bei Nispel's 'Freitag der 13.' um eine Mischung aus Remake und Neustart.
Der junge Michael ermordet in der Halloween-Nacht seine große Schwester und seinen Stiefvater. Daraufhin wird er in eine Anstalt mit psychologischer Betreuung eingeliefert. Dr. Loomis kümmert sich um den Jungen, schafft es aber nicht ihm zu helfen und macht sich Vorwürfe. Jahre später: Michael ist zu einem Hünen herangewachsen und wird unter schweren Sicherheitsvorkehrungen in der Anstalt gehalten. Der in sich gekehrte Michael, bricht am Vorabend von Halloween aus der Anstalt aus und hat ein klares Ziel vor Augen: seinen Heimatort Haddonfield.
Phil Parmet fängt dreckige und düstere Bilder ein die genau zur Atmosphäre des Films passen. Wenn das alte 'Halloween'-Theme zu hören ist, löst es immer wieder Gänsehaut aus und bringt Fans zum Grinsen. Sonst gibt es noch Musik von Alice Cooper, Rush oder Nazareth’s Klassiker Love Hurts zu hören.
Die Darsteller sind zwar nicht wirklich berauschend, tun aber ihr nötigstes. Eine starke Leistung bringt Deag Fearch. Er spielt den jungen Michael, dessen Charakter nie ganz durchsichtig scheint. War er von Anfang an böse, oder schlich sich das Böse immer mehr und mehr in den Jungen ein? Sheri Moon Zombie, Frau von Rob Zombie, als schlampige Mutter Deborah zeigt ebenfalls eine überzeugende Rolle. Der schwierigsten Punkt, die Besetzung des Dr. Loomis, der im Original stark von Donald Pleasence verkörpert wurde, hat mit Malcolm McDowell einen guten Darsteller gefunden. McDowell ist zwar kein ganz großer, aber gut genug um die Rolle glaubwürdig auszufüllen. Der restliche Cast fällt nicht weiter mit Leistung auf, eher nervt ab und zu das Geschwätz der Teenie-Mädchen. Natürlich kann man Tyler Mane noch erwähnen, der durch sein bloßes Auftreten als erwachsener Michael angsteinflößend wirkt.
Rob Zombie’s 'Halloween' ist ein voller Erfolg. Seine Inszenierung kann man nur loben. Er geht das Thema zwar anders an, macht es aber sehr überzeugend. Zombie verleiht Myers ein Motiv, welches im Original völlig fehlte. Dazu zeigt er uns noch Szenen aus seinem Anstaltsaufenthalt, die im Original auch nicht vorhanden waren. Das hat das Myers Figur zwar noch mysteriöser gemacht, tut Zombie's Version aber keinen Abbruch. Zombie geht auf den Charakter Myers ein und das macht er ganz stark. Hardcore-Fans könnten sich daran vielleicht stoßen, mir hat es jedenfalls gefallen. Auch in Sachen Blut und Gewalt legt der Film einiges drauf und das Original sieht vergleichsweise harmlos aus. Wie gesagt, es ist eben kein Remake, sondern Zombie’s ganz eigene 'Halloween'-Version.
Fazit: Rob Zombie’s 'Halloween' versinkt endlich mal nicht im „Remake“-Sumpf und schafft es durch die starke Inszenierung fast immer zu punkten. Zwar schleichen sich in der zweiten Hälfte ein paar Horrorfilm-Klischees ein, fallen aber nicht weiter ins Gewicht. Insgesamt bleibt ein düsterer, blutiger und guter Horrorfilm, der dreckige Bilder zu bieten hat und eine starke Atmosphäre erzeugt, die den Film rundum spannend macht. Schade, dass Zombie das im zweiten 'Halloween'-Teil nicht wiederholen konnte…
Bei mir keine Zustimmung, hasse meistens "Entmystifizierungen", mag dasauch hier nicht, außerdem bis auf McDowell, der eher so nett ist, fand ich keinen von den Darstellern gut trotzdem gut geschrieben;)
Oh Gott, naja da ist er jetzt bestimmteindeutig das Beste, der Rest ist wahrscheinlich unterer Schrott, will den nicht sehen, brauch ich auch nicht....und das Original ist genauso lächerlich, hat nun mal eben nicht die beste Filmauswahl:/
Bis auf Supernatural haben sie meist eher ins Klo gegriffen mit der Filmauswahl. Leider. Hoffe nach Supernatural das es besser wird. So in 20 Jahren.:D
Naja, seine ganz eigene Version ist es eben doch noch nicht. Die zweite Hälfte ist so stark am original, dass sie teilweise Dialoge und Einstellungen 1:1 übernimmt. Seine wirklich eigene Version hat er dann mit der Fortsetzung verwirklicht, die mit dem zweiten Teil des Originals gar nichts mehr zu tun hat. Trotzdem sehr schön geschrieben :-)
Hab von beiden den DC gesehen. Vielleicht sollte ich mir den zweiten nochmal anschauen. Aber nach dem ersten schauen war ich schwer enttäuscht. Loomis wird doch zum geldgeilen Sack und vermarktet Michael wo es nur geht oder? Son paar Dinge sind hängengeblieben...
Genau das hat Zombie gewagt, genau das betreibt er: Demaskierung. Jedenfalls auf den ersten Blick. Laut waren die Buhrufe und lang dauerte ihr wütendes Echo. "Wie kannst du nur, Rob? Wieso nur musstest du uns die Kindheit von Michael zeigen?"
So in etwa. Dieses epische Vergehen, die Entzauberung eines Mythos, einer Horror-Ikone, wird nicht selten als Kapitalfehler bewertet. Ridley Scott kann ein Lied davon singen, musste er sich doch anhören, die mysteriöse Ambiente eines Dr. Lecter zerstört zu haben, die sich ein Jahrzehnt lang in den Köpfen der Kinogänger eingenistet hat. Und nun also "Halloween", Vorreiter und Mitgründer des Slashers. Welch Unverschämtheit, oder etwa doch nicht?
"Behind these eyes one finds only blackness [...] These are the eyes of a psychopath."
Aber wie sonst sollte ein normaler Junge zu dem werden, was er am Ende ist: Eine stumme, unbarmherzige Tötungsmaschine.
Rob Zombie greift bewusst in die tiefsten Tiefen der Klischeekiste und holt all jene Bausteine heraus, die offensichtlich Stereotype und Abziehbilder bedienen, aber niemals stören, sondern nur zwangsläufig und logisch sind.
Wenn die eigene Familie die unterste aller Schienen vom White Trash ist. Wenn die Mutter als billige Striptänzerin arbeitet. Wenn der eigene Vater nicht mehr da ist, wenn der verhasste Stiefvater ein vulgäres Arschloch ist, wenn sein Proletengehabe abstoßend und ekelerregend ist, ein ordinärer, triebhafter Krüppel. Wenn die Schwester wie ein dreckiges Flittchen rumläuft. Wenn andere Schüler dich auf der Schultoilette in die Enge treiben und dir ins Gesicht spucken, dich für deine kaputte Familie verhöhnen.
Nun dann ist es eben schon nicht mehr so utopisch, seinem geliebten Haustier das Fell abzuziehen. Wenn dein soziales Umfeld blanker Abschaum ist, dann hinterlässt das Spuren. Die meisten reden dir ein, was du für eine hässliche Visage hast. Dann versteckst du dein hässliches Gesicht eben hinter einer Maske, weil du das selbst schon glaubst.
Und dass dieses Verhalten sich radikalisieren wird, dass dein erstes menschliches Opfer in nicht mehr allzu großer Entfernung liegt, dürfte sich von selbst verstehen. Vorzugsweise die Leute, die dich verspotten und auf dich hinabsehen.
Und genau deswegen ist dieser Schritt Zombies nicht nur eine gelungene inhaltliche Variation und Expansion, sondern auch ein unglaublich intensives, schmerzhaftes Erlebnis für das Gemüt, weil nachvollziehbar. Hier ist es egal, sogar richtig, in Bezug auf miserable Kindheit und Erziehung vor Klischees zu triefen. Wie sonst will man erklären, wie es zu einer Wandlung zu einem solchen Monster kommt? Es ist dieser Nährboden aus Hass, Orientierungslosigkeit und Verwirrung (klugerweise verlegte Zombie Michaels Alter von sechs auf zehn), der Psychopathen schafft. Niemand wird als Monster geboren. Die systematische Misshandlung und das Desinteresse, sei es gewollt (Schwester, Stiefvater, Mitschüler) oder ungewollt (Mutter) durch die Personen, die die eigentlich die wichtigsten Stützen im Leben eines Heranwachsenden sein müssten, diese emotionale und psychische Vergewaltigung, schafft Monster. Wäre Michael zu einem Serienkiller geworden, wenn seine Eltern ein normales Ehepaar gewesen wären? Wenn er zumindest einen, und sei es nur einen, richtigen Freund gehabt hätte? Zweifelsohne ist es ein komplexes Geflecht aus diversen Faktoren, um dieser Frage gerecht zu werden. Aber die sehr wahrscheinliche Antwort ist doch wohl: Nein, natürlich nicht. Er wäre ein normaler Teenager geworden.
Insofern zeugt es von Zombies Zuneigung und Verständnis für diese Figur, ihn ein Stück weit zu vermenschlichen, ihn greifbarer zu machen. Das mag den treuen Carpenterfans nun einer schamlosen Entmysthifizierung gleich kommen, doch in erster Linie erlaubt es eine Involvierung in Geschehen und die Gefühlswelt von Michael, wie es das Original nie vermochte.
Dass sich der Film nach dem Ausbruch Michaels aus der geschlossenen Abteilung ins konventionelle Teeniegeschlitze wirft, stört kaum. Denn dafür ist Zombie zu versiert als Regisseur, dafür begeistert die Inszenierung zu sehr. Die Mordszenen sind entsprechend des Produktionsjahres blutig und explizit geupdated, dabei aber immer stilvoll. Das Grundtheme ist ebenfalls adaptiert worden, ohne Beeinträchigung der Melodie.
Wesentlich härter, aber mit absoluter Daseinsberechtigung. Ein Remake, das dem Original in Nichts nachsteht.
Schön, ABER warum erklärt man das so Klischeehaft? Ich bin selber ein großer Zombiefan, und auch kein Freund des Originals, ABER warum muss das so sein? Wäre es nicht absolut schockierender, Michael als vällig normalen Teenager zu zeigen. Mit heiler Umwelt. Und ihn dann solche Dineg tun zu lassen. Das wäre das viel verstörender, WEIL man dann nicht die Ausrede hat zu sagen; die Anderen sind Schuld!
@der cineast: Ich halte das Original in keinem Fall für schlecht, ebenfalls 7,5 Punkte. Ich denke eben, dass es Zombie darum geht, den Zuschauer miteinzubeziehen. Ihm verständlich zu machen, warum Michael zu dem geworden ist. Natürlich mag man jetzt anführen, dass diese Erklärung jedem halbwegs intelligenten Zuschauer sauer aufstoßen sollte. Aber wie gesagt: In diesem Fall fand ich es einfach mehr als passend, diese detaillierte Beschreibung der misslichen Umstände seiner Kindheit zu zeigen. Denn Tatsache ist: Dass Michael so ohne sichtbaren Grund zum Massenmörder mutiert, mag vielleicht "verstörender", weil rational nicht erklärbar sein. Aber wesentlich realistischer und häufiger ist sicher Zombies Ansatz. Dadurch erhält Zombies Werk wesentlich mehr Realitätsbezug und ist somit für mich ganz persönlich sogar erschreckender, weil es so ja tatsächlich in unserer Welt passiert, dass Soziopathen geschaffen werden.
Die Frage ist natürlich berechtigt und sicher tut es das auch. Ich wollte ja auch nicht darauf hinaus, dass es nur mit "sichtbaren Grund" passiert. Ich wollte nur sagen, dass mich Zombie mit diesem konventionellem Erklärungsversuch sehr beeindruckt hat.
Zombie's Neuinterpretation des Halloweenstoffes ist zum Teil höchst interessant, wie aber auch äußerst ernüchternd und nervig. So kann ich der ersten halben Stunde, in der die Kindheit von Michael Myers (Daeg Faerch) durchleuchtet wird, durchaus einiges abgewinnen. In der Hinsicht ist das Remake dem Original mMn sogar überlegen, denn diese total kaputte und asoziale Familie lassen wesentlich besser auf die Gründe schließen, wieso Myers so wurde, wie er ist.
Doch dann knickt "Halloween" extrem ein. Das fängt damit an, dass an völlig unangebrachter Stelle "Love Hurts" gespielt wird und ich böse schmunzeln musste. Weiterhin fehlt jegliche Empathie zu den Darstellerinnen, was für mich bei einem Halloween-Remake ein Totalausfall ist. So konnte man im Original immer mit Laurie mitfühlen, im Remake tat ich das zu keiner Sekunde. Wie soll man auch eine gewisse Sympathie aufbauen, wenn die Mädels die ganze Zeit nur aufgegeilt da rumhuren und sich meist mit "Schlampe" ansprechen?! Völlige Unverständnis von mir, die Charakter so zu zeichnen und darzustellen!
Mir bleibt letztlich ein Remake eines Klassikers, welches mir zwar irgendwie "ganz gut" gefiel, aber auch weit hinter den Möglichkeiten blieb. Gute Ansätze aber vielleicht doch zuviel Neuinterpretation, die nicht hätte sein müssen/sollen. Trotzdem weitaus besser, als das völlig missratene Sequel!
Du musst aber zugeben dass Zombie bei Myers gestörten Kindheit kein Klischee auslässt um nicht möglichst assozial zu wirken. Und eigentlich zeichnete den Ur- Halloween ja aus das Michael eben keinen Grund oder Motiv hatte. Er war da, das reichte.
Und was nur immer alle gegen Lovehurts haben? Aber gut, das bleibt Geschmackssache :)
Stimmt schon Sam, im Original gabs keinen Grund, was mir auch gefiel! Im Prinzip machts das ja auch noch viel verstörender, wenn ein Junge ohne jeglichen Grund zum absolut Bösen wird. Jedoch fand ich das beim Remake etwas unetrhaltender und besser gestaltet. Es gefiel mir einfach mehr vom jungen Michael zu sehen und die Verkümmerung seines Charakters und ganzen Wesens mitzuerleben.
Naja "Love hurts" bei der Stelle zu spielen, in der es kurz davor steht, dass ein junge seine Familie ausradiert passt mMn einfach nicht. Aber da hast du schon Recht, das ist Geschmackssache :)
Welches Sequel meinst du denn, bei diesen Endlos-Reihen ist es ja immer etwas schwierig, genau zu definieren, was nun jeder Einzelne darunter versteht? HALLOWEEN II von Zombie -und ich befürchte ja fast, das du den damit ansprichst- ist jedenfalls kongenial, und diesem hier weit überlegen ;)
Genau den mein ich Hit ;) Du hast dem sogar ne 8 oder 8,5 gegeben oder? Ich finde, dass er damit Halloween zerlegt hat. Wenn ich nicht wüsste, dass Zombie das Halloween Franchise liebt, würde ich vermuten, er hätte es absichtlich zerstört. Myers in Lumpen und ohne Maske geht überhaupt nicht. Loomis als Geldgieriges Stück ist lächerlich und das Ende ergibt für mich leider null Sinn und hat mit dem eigentlichen Halloween nichts mehr zu tun. Das driftet alles viel zu weit vom Ursprünglichen ab und hat mich damals wirklich stark aufgeregt :/
Ich habe H2 sogar eine 9 gegeben :) Der Film ist doch genial, das erste Remake ist viel zu sehr damit beschäftigt die halbgare Erklärung des Originalen zweiten Teils mit der Geschichte des ersten zu verbinden, was eigentlich keinen Sinn macht.
H2 geht viel mehr seinen eigenen Weg und verlässt sich auf seine Geschichte und ist auch relativ Klischeefrei. Die Entwicklung von Laurie und Dr. Loomis mag dem Grundmythos entgegenlaufen, ist jedoch im Hinblick auf die Geschehnisse des ersten Teils zumindenst konsequent umgesetzt. Ich liebe H2. H1 hingegen ist lediglich nett... wenn überhaupt :)
Ach Benner :D
dem Film aber nur eine 6,5 zu geben ist zu wenig ...
das war schon mehr wert ^^ also für mich ein gelungendes Remake ... hab dazu auch ein Kommentar geschrieben
wenn du weiter runterscrollts
H1 ist in der Tendenz bei mir auch stark sinkend. Bis gestern hab ihm noch eine 7,5 gegeben aber genau aufgrund der Dinge, du du gerade angesprochen hast musste ich ihn einfach downraten. Aber da ich den Anfang halt so schätze bleibt er immer noch "ganz gut" ;).
Und bezüglich H2: Natürlich geht er seinen eigenen Weg aber das war einfach wie ein Schlag in mein Gesicht. Nicht nur, dass mir der Loomis und Laurie Charakter schon im ersten Remake nicht gerade gefielen und mir eher unsympathisch waren, sondern, dass sie in H2 einfach unerträglich waren und das für mich ein ganz klares no go ist! Laurie und Loomis sind in den alten Teilen die Charaktere überhaupt (neben Myers natürlich). Dass Zombie diese so zur Unkenntlichkeit verschrammelt hat kann ich ihm nicht verzeihen^^
@ Hitmanski: Was ich noch sagen wollte: Ich hab mir gestern nochmal "Going to pieces" angeguckt. Du hast ja vor ein paar Wochen mal den einen Slasher-History Streifen geguckt. Ich würd dir an dieser Stelle nochmal GTP empfehlen! War besser, als ich ihn in Erinnerung hatte und zeigt schöne Kommentare der Regiegrößen dieses Genres. Auch viele weitere Beteiligte der Filme kommen zu Wort und bringen einem die Geschichte näher. Ist wirklich gelungen und hat wieder das Feuer geweckt etwas öfter alte Horrorstreifen zu schauen :)
@ Murphi: Habs gelesen :) Aber 10 kann ich dem niemals geben, da er in keinster Weise an das Original rankommt ;)
Ich sehe das ähnlich wie Sam; gerade die Tatsache, dass Zombie den "Mythos" so derartig zerlegt, und auch Fans der Reihe aus ihrem Trott reißt und mit etwas anderem konfrontiert, macht den Film so stark. Wie, wenn nicht durch absolute Über- und Umformung sollte man sonst einem per se hauchdünnen Plot, der mittlerweile auf fast ein Dutzend Filme breitgewalzt wurde, noch um neue Facetten bereichern können? Ich gebe aber gerne zu, dass ich sowieso nie besondere Sympathien für das HALLOWEEN-Franchise hatte, und ich deshalb auch nicht sonderlich nostalgisch veranlagt bis.
Na mal sehen, ich habe GOING gerade irgendjemanden verliehen, aber wenn ich ihn wieder zurück bekommen, werde ich mal einen Blick darauf werfen (auch wenn du zugegebenermaßen der Erste bist, der etwas Positives über den Film zu berichten weiß :P). Mal schauen.
Ich bin ziemlich großer Fan der Reihe, ich konnt mich eventuell deswegen nicht damit anfreunden, was Zombie da veranstaltet hat. Ich versteh aber eure Ansichten und kanns dementsprechend nachvollziehen ;)
Und GTP, naja, also da darfste natürlich jetzt keine Riesenerwartungen haben aber für zwischendurch sehr gelungen. Ich mag das Genre und fand es dementsprechen ganz interessant!
Blutige Metzelszenen, nackte Titten und Assi-Sprüche like RTL am Nachmittag...
Okay, so weit, so gut, aber die wichtigste Zutat fehlt diesem Slasher-Streifen vollends: Spannung!
Aber ist ja nicht so wichtig, so lange nur im Minutentakt wahllos irgendwelche Nebendarsteller das Zeitliche segnen...
Ich bin kein Fan von Rob Zombies bisherigen Arbeiten, ich fand sie aber zumindest okay. Von Halloween hätte er lieber die Finger lassen sollen. Die Welt braucht keine Remakes und ein Remake von einem sehr guten Film, ist erst recht überflüssig. Nun hat der Rob die Geschichte nicht einfach nur übernommen sondern etwas anders gestaltet, leider will das nicht richtig funktionieren. Es kommt keine Spannung auf und die Atmosphäre, die das Original hatte, sucht man hier vergebens. Ich guck mir lieber das Original an.
Halloween - Kritik
US 2007 Laufzeit 110 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Kinostart 25.10.2007
Kritiken (14) — Film: Halloween
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen[...] So sehr Zombie seine Kenntnisse im Horrorkino auszustellen versucht, und dabei nicht müde wird, diverse Verweise auf die Genregrößen in den Hintergrund zu montieren: Bereits in der ausufernden Einleitung erweist sich sein Konzept der gleichzeitigen Weiterentwicklung und Entmystifizierung der Myers-Figur als planloses Breittreten von Carpenters Ideen, auf deren Ausformulierung er zwar viel Zeit verschwendet, letztlich aber nur Nebensächlichkeiten thematisiert, bzw. mit vermeintlichen Kurskorrekturen das gesamte Projekt konzeptionell ad absurdum zu führen beginnt: Dass der Musiker auf dem Regiestuhl nicht müde wird, seinen Killer als zwangsläufiges Resultat einer Nicht-Erziehung innerhalb des White-trash-Milieus zu präsentieren, verdreht nicht nur einen der wenigen interessanten Aspekte des Originals in sein totales Gegenteil, sondern läuft mit seinen küchenpsychologischen, aber in der Realität verhafteten Erklärmustern auch der Überhöhung Myers als abermals unsterbliche Ikone des ultimativen Bösen, mit der die Handlung endet, völlig entgegen.[...]
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der cineast 2011/06/12 15:11:59
Antwort löschenMan du verstehst ihn nicht. :P
Ich finde den Film unterhaltsamer aber auch nur marginal besser als den ersten, somit eigentlich Zustimmung. Der zweite ist dann aber eine von den Fängen des Originals losgelöste Zombieshow at its best. Also nicht abschrecken lassen nach diesem Film hier. Im Grunde ist der Erste auch schlecht, aber ich mag Zombie und seine Art der Inszenierung doch irgendwie sehr. :)
Hitmanski 2011/06/12 15:20:39
Antwort löschenIch bin ja auch alles andere als ein heißblütiger Fan des Originals, aber so eine undurchdachte Hommage hat Carpenter nun wirklich nicht verdient. Bisher kenne ich von Zombie nur Ausschnitte, deshalb werde ich ihm auch noch ein paar Chancen einräumen - ich hoffe allerdings tatsächlich, dass er sich in H2 von seinen wannabe-Carpenter-Allüren löst, die sind nämlich einfach schrecklich. :)
stalker 2011/06/12 15:31:54
Antwort löschenIch empfehle dir auch H2. Der ist anders, dreckig, tiefer.
Hitmanski 2011/06/12 15:40:49
Antwort löschenSteht schon in zweifacher Ausführung (blöde Unterscheidung zwischen Kino-Fassung und DC; blöde Import-Händler...) bereit, um gesichtet zu werden. Die Frage aller Fragen: Ist der DC nun nicht nur länger, sondern auch besser? Dann würde ich nämlich den gucken...
stalker 2011/06/12 16:20:42
Antwort löschenThe way we cut it for the theatrical, Laurie Strode’s character is the main difference in the two. (In the theatrical) She’s holding it together, getting her life together and it starts spiraling downward. In the other version, she’s an incredible mess and gets worse. She never has any good moments, she’s just messed up, she’s lashing out at everyone, she’s horrible. Messed up on drugs, she’s just completely spun out through the whole movie. It makes for a real challenging movie to watch and I feel like I don’t know if fans would’ve embraced so much darkness.
stalker 2011/06/12 16:24:41
Antwort löschenNein, nicht meine Worte, sondern die von Zombie zu seinem DC, den ich dir empfehle, er ist anders, Szenen wurden erweitert, manche gekürzt, die Figuren erhalten mehr Gewicht, auch das Ende ist anders. Es ist auf jeden Fall eine inhaltliche Erweiterung, mehr Gewalt gibts im DC nicht.
Hitmanski 2011/06/12 16:28:26
Antwort löschenMerci :)
Das klingt alles recht vernünftig, und bestätigt gewissermaßen die Vermutungen, die ich eh schon hatte.
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Mr Vincent Vega 2011/06/13 19:04:38
Antwort löschenDie KF meiden wie nichts!
Hitmanski 2011/06/13 19:07:58
Antwort löschenSehr gut, wird gemacht!
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Zombie gelingt es gut, die Lücken des Originalfilms zu füllen bzw. alternative Details mit mehr Plausibilität hinzuzufügen. So kann Michael diesmal nicht Auto fahren, weil er es eben gar nicht gelernt haben kann, und man erfährt, warum er genau diese Maske und genau diesen Overall trägt. Der Regisseur und Autor hat sich also intensiv mit der Materie beschäftigt. Zombie versteht es bei seiner eigenen Version auch, das Original immer wieder zu zitieren (statt zu kopieren), manchmal nur im Detail wie mit den verwendeten Songs, manchmal ganze prägnante Szenen. Bei letzterem macht Zombie sich auch gerne mal einen Spaß draus, es beginnen zu lassen wie man es vom Original kennt, dann aber eine überraschende Wendung herbeizuführen. Die Mischung aus eigenen Ideen und Verweisen auf den Klassiker ist auf alle Fälle gelungen. [...]
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LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenMichael Myers als tierquälendes Kind in einer White-Trash-Familie, in der sich der Proleten-Vater und die Stripperin-Mutter zu verwackelten Bildern Vulgarismen en masse um die Ohren hauen. So entzaubert Rob Zombie gleich von Beginn an das Böse, gibt ihm dazu - buchstäblich, aber unverzeihlich - ein Gesicht, nur um es dann 90% des Films wieder zu verhüllen. Gibt ihm eine Vorgeschichte, ohne sie psychologisch weiter auszuführen und zu durchleuchten. Es folgt eine mies getimte Meuchelorgie und eine fragwürdige Intention, die Myers gegenüber seiner Schwester verfolgt - serviert in den ewig gleichen Bilder aus Schmutz, Blut und Nacktheit. Eine von der ersten Minute nervige, ärgerliche und schlicht dumme Wiederbelebung des Halloween-Franchises, der John Carpenters Original - auf welches Rob Zombie immer dann schielte, wenn er nicht mehr weiter wusste - handwerklich und in Sachen Spannungsaufbau nicht annähernd das Wasser reichen kann.
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Andy78 2011/09/19 18:44:17
Antwort löschenIch hätte es nicht zutreffender beschreiben können...Leider ist das Remake nur eine völlig überflüssige und unsympathisch seelenlose Kopie geworden...;(
Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenDie Geschichte um Michael Meyers und seine Schwester dürfte wohl jeder schon einmal verfolgt haben. Bei mir sind die letzten Resterinnerungen an die früheren Filme leider in weite Ferne gerückt, was mir aber ermöglichte, ohne Vorbehalte und ganz objektiv an dieses Remake heranzugehen.
Zombie versucht erstmals auch Michaels Kindheit stärker zu beleuchten und zu erklären, warum er so geworden ist, wie er es heute ist. Als Instrument fungiert dazu Malcolm McDowell (“Heroes”) als Dr. Loomis, der wie immer souverän spielt. Die Schocker hätten ruhig härter sein können, Zombie schafft es aber dennoch gut die Spannung zu halten und spart sich übermäßige Gewalt. Jugendfrei ist der Film aber allein schon wegen den netten Sexszenen nicht.
Rob Zombies Neuinterpretation von Carpenters “Halloween” macht Spass und weiß als schöner Horror-Thriller durchaus zu überzeugen. Für einen netten Filmabend genau das Richtige.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Halloween" in der "Rob Zombie"-Fassung ist deutlich härter als "Halloween" in der "John Carpenter"-Version. Zombie verpasst dem Klassiker einen frischen Look ohne dabei die Klasse des Originals zu erreichen. Die Neuinterpretation ist ein Film, der gerade bei der neuen Generation von Horrorfans viele Freunde finden wird, da bei ihnen diese härteren Filme hoch im Kurs stehen.
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenUlkigerweise verliert der Film genau an dem Moment an Druck, an dem er seine "neuen Pfade" verläßt. Die zweite Hälfte ist nicht nur ein einfallsloses Nachäffen des Originals bis in die Dialogzeilen hinein, sondern selbst für die Standards eines by-the-numbers-Slashers ein allzu dröges Rumgeeier mit zwar ausgewalzten, aber uninteressanten Mordszenen.
Was mir tierisch auf die Eier geht, ist, wie Zottel-Zombie sich an der Gewalt gegen Frauen aufgeilt - nicht nur, daß sie sich fast immer zum Sterben ausziehen müssen, er läßt auch DREIMAL schwerverletzte Damen über den Boden kriechen, so als maximales Ergötzen am Leid des "schwachen Geschlechts". Die ausgespielte Vergewaltigung (natürlich von hinten, natürlich zweimal, natürlich zwei Stellungen) ist so überflüssig wie selbstzweckhaft und zeigt mal wieder, daß Zombie vor allem ein Arschloch ist.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Schauspielerisch gibt es keine besonderen Ausfälle und keine absoluten Highlights. Daeg Faerch überzeugt als junger Michael ebenso wie Malcolm McDowell als Dr. Loomis und Zombie-Gattin Sheri Moon als Mutter Myers. Ex-Wrestler Tyler Mane als erwachsener Michael Myers hat zwar nichts zu schauspielern, macht aber durch seine gewaltige Statur einiges her. Alle anderen spielen beinahe schmerzlich offensichtliche Opferrollen, wobei jede einem gewissen Status entspricht, in dem sich Michael Myers befindet. Über die gezielten Morde des Mitschülers, der Schwester und des Stiefvaters, über den Gnadenlosen seines mitfühlenden Wärters (Danny Trejo), bis hin zu den völlig wahllosen.[...]
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenNatürlich hat man das Original von Carpenter irgendwann mal gesehen, zum Myers-Fan hat's bei mir allerdings nicht gereicht. Umso entspannter konnte ich mir Rob Zombies Sichtweise zu Gemüte führen und bekam einen exzellenten Horror-Thriller serviert!
Zombies "Halloween" entwickelt in seiner wohltuend altmodischen Inszenierung einen spannenden Kontrast zum modernen Horror-Hype, der sich bereits im Film selbst definiert. Die erste Hälfte befasst sich mit Myers Kindheit und hier ist "Halloween" Erwachsenensache. Zombie langt gerne in Vollen, weiss aber natürlich um die Klischees und entspinnt ein virtuoses Spiel mit den typischen Elementen. Der kleine Meyers wütet sich durch seine Familie, die Regie wird dabei aber nur selten explizit. Ein Splatterfest sieht anders aus und man fühlt sich deshalb ernst genommen. Zombie macht es sich nicht einfach und lässt vorrangig auf der ausgeklügelten Tonspur den Horror losbrechen, während man sich in weiten Teilen…
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m. wagenhäuser: Familieneinladungen.de
Kommentar löschenVergleicht man den Filmanfang von Halloween aus dem Jahr 1978 mit dem des aktuellen Remakes, offenbart sich bereits die grundsätzliche Differenz: Während der Low-Budget-Klassiker mit einer unendlich langen subjektiven Kamerafahrt besticht, die die Sicht des jungen Psychopathen Michael Myers einnimmt und in einer unheimlichen Art und Weise das Geschehen im nächtlichen Elternhaus aus nächster Nähe darstellt, findet man sich zu Beginn von Rob Zombies Remake umringt von brüllenden Freaks wieder: »Scheiße, Titten, Pimmellutscher, Schwuchtel, Schlampe.«
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDie Knabenjahre der Schlächter haben Konjunktur. Leatherface und Hannibal Lecter sind ausgeweidet, da macht sich Genre-Fan Robert Bartleh Cummings alias Rob Zombie an Carpenters Horror-Klassiker "Halloween - Die Nacht des Grauens". Mit dem ehemaligen Wrestler Tyler Mane gibt er dem Stehaufmännchen Michael Myers zwar eine beeindruckende physische Präsenz, seine psychologische Herleitung der Figur bringt aber außer "Schlechte Kindheit gehabt?"-Plattitüden nicht viel Neues zustande.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenRob Zombies Remake von John Carpenters Halloween ist glücklicherweise nicht das achte Sequel, sondern bietet einen durchaus frischen Blick vor allem auf die Kindheit der Figur Michael Myers.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenIn den ersten 40 Minuten versucht Zombie einen Einblick in die Kindheit Meyers zu werfen und tappt dabei von einem Küchenpsychologie-Fettnäpfchen ins nächste ("Ich bin hässlich" - Mikey verstümmelt gern Tiere). Nach einer 15-jährigen "Klausurzeit" bricht der Maskenschlächter aus der Irrenanstalt aus und Zombie verliert seine inszenatorische Identität. Dem gebrechlichen Carpenter anbiedernd verfällt der Trash-Musiker in dessen Routine und kopiert die alte Haddonfield-Schauermär vom Wegrennen, Kreischen und Sterben. Dem so genannten Innovator des Horror-Genres hätte man die exzessive Nutzung der Schablone nicht zugetraut. Wieder was gelernt. Andererseits geben Prequels in der Regel wenig Freiräume. Doch die Teenage-Sex-Schlachterplatte der letzten 20 Minuten verdeutlicht nur eins: Michael, jetzt sollte auch mal Schluss sein!
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenLove hurts. Das trifft sowohl für den Rob Zombie Fan zu, als auch für das HALLOWEEN Remake an sich. Was beginnt wie eine ideenreiche, interessante und verstörende Neuauflage des Klassikers, endet wie eine uninspirierte Kopie von Carpenters Film. Das tut weh, weil gerade im ersten Drittel große Momente aufwarten. Sehr zwispältige Angelegenheit, weil die erste Hälfte deutlich die Handschrift des Regisseurs trägt, HALLOWEEN dann aber zum abgefilmten Original verkommt. Mit totaler Spannungarmut.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenRob Zombie unternimmt in seiner Version des „Halloween“-Stoffes den Versuch einer Neuinterpretation und kann zunächst mit einer recht fesselnden ersten Hälfte punkten, bei der man alle Schwächen gern übersehen kann. Schnell jedoch entpuppt sich das Vorhaben als böse Mogelpackung, bei der Zombie seine Freakshow-Ästhetik daheim lässt und lieber die Scope-Kompositionen eines John Carpenter zu imitieren versucht, dabei aber eine Bruchlandung nach er nächsten erleidet und schließlich den ganzen Mythos der Figur aufgibt. Wirr erzählt und unzureichend in Szene gesetzt, hat der Film keinen Schimmer von dem, was er da nacherzählt: Der Subtext geht flöten und die biedere Moral von einst wird reproduziert: Was hat sich der Herr nur dabei gedacht.
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Kommentare (92) — Film: Halloween
Kommentar schreibenloveissuicide 2012/01/12 22:43:49
Kommentar löschenDen Film hatte ich damals im Kino gesehen und war, ehrlich gesagt, etwas fadisiert. Pf, dachte ich mir nun, ca. 5 Jahre später, vielleicht hatte ich nur einen blöden Tag erwischt und meine schlechte Erfahrung war dadurch bedingt, dass ich nicht wirklich in der richtigen Stimmung dafür war. Darum habe ich mir den Film heute nochmal angeschaut. Die Vorgeschichte in das Halbremake zu integrieren war wirklich eine sehr gute Idee, auch deshalb, weil daraus nicht gleich ein kompletter Film gemacht worden ist. Das ist aber auch schon der einzige Punkt, den ich an Zombies Version wirklich gut finde. Der Rest? Genauso wie vor 5 Jahren. Nur brutal, aber Null Spannung, und die Teenies nerven extrem! Aber, wie gesagt, die Vorgeschichte fand ich cool, wenn auch ein wenig klischeehaft. Der Soundtrack? Beim berüchtigten Halloween-Thema zu Beginn kam schon Gänsehaut auf, das ist einfach nur genial, und auch der restliche Score ist eigentlich recht gut, aber der ist spannender als der Film selbst. Schade.
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the assassin 666 2011/12/21 00:47:09
Kommentar löschenRob Zombies Neuinterpretation des klassischen Halloweenstoffes war ein Remake das sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Zombie und Carpenter haben je ihre eigene Version von der Thematik. Sicher auch weil der Film im Jahr 2007 remaked wurde ist er an vielen Stellen anders. Keinesfalls schlecht der Film aber KEIN Vergleich zum Original.
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Ms.VanessaMyers 2011/12/01 18:25:34
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VisitorQ 2011/12/01 18:45:52
Antwort löschenDiese Wertung verdient das Original vielleicht... aber Rob Zombie. Urks. *schauder* haha, sry. Ich mag den Typen einfach nicht. hehe.
Ms.VanessaMyers 2011/12/04 15:16:59
Antwort löschenUnd wenn interessiert das jetzt... Ich bin auch deiner Meinung aber trozdem :))
aberaber 2011/11/19 12:34:10
Kommentar löschenGelungene Neuinterpretation des Horror-Klassikers. Für die Hardcore-Carpenter-Fans natürlich ein Affront. Für alle anderen ein sehr gut gemachter, unterhaltsamer Slasher, in Teilen dem Original sogar überlegen. Auf jeden Fall besser als alle bisherigen Sequels. Die schlecht besetzten und gespielten Teenager-Rollen ziehen den Film ab der Mitte dann doch etwas runter. Athmosphärisch kann der Film dem Original aber nicht das Wasser reichen.
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Dachsman 2011/11/07 00:19:57
Kommentar löschenÜber den Film an sich wurde schon genug geschrieben. Der nüchterne Grundtenor, dass es schlicht nicht funktioniert eine Ikone erst zu entmystizifieren und zu erden, nur um sie dann wieder ins Phantastische zu überhöhen, stimmt dabei einfach.
Was man aber auch sagen sollte, dass Zombies eigene Ideen (sprich: die erste Hälfte) trotz vollkommen banaler Küchenpsychologie wesentlich besser funktionieren, als das minutiöse nachstellen eines anderen Films.
Ansonsten, viel Rumgenerde und Fanservice, wer in solchen Gefilden bewandert ist könnte wenigstens daran seine Freude haben.
Was mir allerdings auch durch den Kopf ging (und durch Michaels Aussehen im zweiten Teil noch verstärkt wurde), ist, dass das ganze vielleicht tatsächlich als naive, jugendliche Vergangenheitsbewältigung zu verstehen ist. So ein bisschen könnte ich mir vorstellen, wie der junge Rob Zombie in sein Tagebuch die Idee zu diesem Film geschrieben hatte. Und im Hintergrund dröhnte passend dazu "Crawling" von Linkin Park (oder das zeitgenössische Äquivalent, als Zombie zur High School ging).
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mad02 2011/10/30 11:50:02
Kommentar löschenZombies Remake hat das Original deutlich auf hochglanz poliert und noch eine Hintergrundgeschichte eingepracht. Der Film sieht wirklich ganz toll aus ist aber eindeutig nicht das, was ich mit Halloween verbinde. Die Vorgeschichte von Michael Myers explizit zu zeigen entmystifiziert für mich die ganze Sache rund um Michael Myers. Er jetzt nicht mehr der gesichtslose Massenmörder sondern wird teilweise als Opfer der Gesellschaft dargestellt. Der Showdown ist dann auch nur ein auf heutige Verhältnisse angepasste Kunstblutorgie. Ohne den Titel Halloween wäre der Film ein guter 08/15 Slasherfilm gewesen, so ist er aber nur ein mittelmäßiges Remake von einem Klassiker.
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MOVIE...FAN 2011/10/30 01:13:11
Kommentar löschenMir hat die Zombie-Variante gut gefallen. Klar Zentrum eines Slasher-Films ist das Schlitzen. Aber für einen Vertreter aus genau diesem Genre kann der Film mit einer bestimmten Tiefe punkten. Zombie stellt nicht nur einfach einen maskentragenden Killer vor und lässt ihn dann seinen stupiden Job machen, sondern beleutet den Charakter des Killers. Der Killer hat eine eigene Geschichte (wie er zu einem Serienkiller wurde, die Anfänge). Davon handelt der gesammte 1/3. Das hat mich am meisten erfreut und war für mich sehr positiv. Endlich mal einen Slasher-Film mit einer Charaktertiefe (wenn auch nicht sehr tief). Die Atmosphere ist enorm dicht und so ist er nahezu immer spannend. Klar auch dieser Film hat seine Schwächen bzw. Logikfehler. Aber man vergisst diese dann schnell wieder. Die Schlitzereinlagen sind auch gut gemacht und stimmungsvoll. Diese sind absolut erbarmungslos und hart. An Blut wird natürlich auch nich gespart und die letzten schmerzilchen Atemzüge der Opfer runden die Atmosphere ab. Obwohl man manchmal genau weiss bzw. ahnt dass Michael Myers hinter der Türe steht bleibt immer eine gewisse Spannung.
Wunderbarer, sehr zu empfehlender Horrorfilm. Der mit Charaktertiefe (zumindest 1/3) punktet. Einer der besten Horrorfilme die ich in letzter Zeit gesehen habe.
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swissroland 2011/10/29 00:39:41
Kommentar löschenwas für ein geiles hammer remake des horrorklassikers! Für mich fast noch besser als das original! Was hier der zombie angeliefert hat is grosses kino! Das einzige was ein bissi nervt war diese schreiende tussi, wo man eigentlich nur hofft, dass er sie bitte endlich killt und das schreien aufhört. Ne also diese Scout Taylor-Compton, hat mir eh absolut ned gefallen. Das is aber auch der einzige punkt der für mich ned stimmt
Blödsinn der is klar besser als das original!
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fkfilmkritik 2011/10/26 16:52:46
Kommentar löschenVon Familie geplagt. Von Schülern gedemütigt. Ein Michael Meyer der mittendrin stehen muss und dem nichts anderes geschieht als immer wahnsinniger, gehässiger und letztlich böser zu werden. Tiere werden zu seinen ersten Opfer und er selbst beinahe zum Tier, wegen eines schwer zu ertragenen Umfeld. Dieses ist zwar sehr stereotypisch geschildert, wird aber äußerst konsequent vorgetragen. Es folgt eine stille Zeit im Irrenhaus, die mit einem barschen Ausbruch fortgesetzt wird. Der Film bleibt seinem kurzweiligem Tempo treu und traf so sehr gut meinen Nerv. Ein spannender und gehässiger Verlauf, der schön fesselt und unterhält. Typisch für einen Slasher dürfen hier auch keine kreischenden Teenies fehlen. Das bringt Stimmung, Gelächter und ein bisschen Grusel. Viel besser als gedacht. Der allbekannte Soundtrack vom Original funktioniert wunderbar und erzeugt immer wieder Nervenkitzel. Ein wirklich sehenswertes Remake, wobei ich sagen muss, dass das Original noch nicht von mir gesichtet wurde.
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Gorez33 2011/10/23 12:18:53
Kommentar löschendas Remake über den Messerschwingenden Maskenmann,beschäftigt sich viel über die Kindheit des Serienkillers und wie es dazu kam dass er als kleiner Junge seine Mitschüler vermöbelte und seine (fast) gesamte White-Trash-Familie abschlachtete.Nach diesem verstörtem Ereignis muss Michael Myers in die Klapse aus der er in jener Kürbisnacht ausbricht und in seine Heimatstadt Haddonfield zurückkehrt,um zu vollenden,was er als Kind begann.Problem ist nur das Regisseur Rob Zombie (''Haus der 1000 Leichen'') viel zu sehr an sein frühes Regiewerk ''The Devil's Rejects'' anknüpft und somit ein Vorstadthorrorszenario entwickelt.Am Ende wechselt er nochmal die Spur und beschäftigt sich volkommen mit dem Abschlachten von Blut,Knochen und Gedärmen,was wahrscheinlich der Grund war wieso dieser Film indiziert wurde...Komplett ideenlos fängt er bei 70% an nur noch die verschiedenen Stationen von Myers' Amoklauf abzuhaken und somit bleibt auch,die davor gut gelungene Spannung aus.Letztendlich ist ''Rob Zombie's Halloween'' weniger verstörend und schreckenhaft wie John Carpenter's Original,weil er sich viel zu sehr mit der Kindheit des großem Teufels beschäftigt,als dass bei Carpenter's Original die Taten Myers auf ein offenes Ende steuerten und ungeklärt blieben,was psychisch verstörend wirkt...Zombie's Streifen ist dagegen zu detaliert und nur zur Hälfte eine gelungene Neuinterpretation des Genreklassikers.
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J!GS4W 2011/10/20 01:31:13
Kommentar löschenWirklich was zum Gruseln war das ja nicht und an Spannung und tiefer Geschichte war nun auch nicht viel zu erkennen. Rob Zombie trumpht zwar mit Schauspielern wie Brad Dourif und Malcolm McDowell auf, setzt diese aber nicht klug genug ein, sodass ein eher langweiliger Streifen entsteht. Die Beweggründe Myers sind meist nicht so recht nachvollziehbar und die Rumschlachtereien sind eher stupide aneinander gereiht. Dennoch muss man dem Film einen gewissen Charme lassen, der aber eher am Erbe des Originals liegen muss.
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RoosterCogburn 2011/10/16 12:19:19
Kommentar löschenEine ganz miese Neuinterpretation eines Klassikers des Genres. Was mir total gegen den Strich geht ist, das Rob Zombie versucht das Unerklärliche zu erklären. Er hinterfragt die Figur Michael Myers und will dessen Motive dem Zuschauer nahe legen. So ein Schwachsinn! Daraus hat John Carpenter im Original seinen Horror bezogen. Ich will doch auch nicht wissen, warum der schwarze Mann mir Angst macht oder Jason Voorhees oder Freddy Krüger.
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Joeyjoejoe17 2011/10/09 19:14:42
Kommentar löschenAnfangs war ich sehr skeptisch. Zum einem, da ich von Rob Zombie nicht gerade viel halte, da "House of 1000 corpses" und "The devil rejects" zwei zwar visuell ansehnliche, aber dennoch überaus langweilige und vor sich hin dröppelnde Filme ohne gute Handlung und Höhepunkte sind. Zum anderen wurde meine Skepsis allein aufgrund der Tatsache geschürt, dass es sich hier um ein Remake eines großen Klassikers der Horrorgeschichte handelt. Doch was Zombie hier erschuf braucht sich vor dem Original wahrlich nicht zu verstecken.
Der Film ist eine sehr gelungene Neuinterpretation der Figur Michael Myers, die gerade in der ersten Hälfte durch die unglaublich gute Charakterzeichnung des jungen Mickeys zu überzeugen weiß und in der zweiten Hälfte sich zu einem Slasher entwickelt, der an Intensität, roher Gewalt, Tempo und Spannung seines gleichen sucht.
Wo Carpenter noch eine unheimlich gute und bedrückende Atmosphäre zu erschaffen wusste, kreierte Zombie hier einen sehr düsteren und teils makaberen Horrorfilm, der auf ganzer Länge überzeugen kann.
Allein die Maske des Michael Myers wirkt viel bedrohlicher, der Charakter des Psychopathen wird gut ausgeleuchtet, lässt aber dennoch genügend Platz dafür, die Figur mysteriös und geheimnisvoll was die Beweggründe angeht wirken zu lassen, was einen großen Teil der gelungen Charakterzeichnung und der Spannung ausmacht. Die Gewalt ist sehr explizit und teils wirklich ekelerregend realitätsnah, was die BPjM zurecht veranlasste, diesen Streifen auf den Index zu setzen. Doch fügt sich das perfekt in diesen Slasherfilm ein und macht daraus einen wahrhaft guten Vertreter des Terrorkinos.
Alles in allen gefällt mir diese Version von Halloween etwas besser, gerade aufgrund des Tempos, der Charakterzeichnung und des unglaublich großen Terrors.
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el benko 2011/09/29 23:27:03
Kommentar löschen"Taylor-Compton kann gut schreien; Klebe ist die übliche blonde Schlampe; Harris ist, öhm, die mit den dunklen Haaren"
und Micheal ist (evtl noch Steinbeißer) der groeßte Grobmotoriker den ich je im Film gesehn hab.
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SoulReaver 2011/08/24 13:34:00
Kommentar löschen„Das Kind Michael Myers ist zu einer Art Geist geworden im Schatten eines menschlichen Wesens. Und nichts ist von ihm übrig geblieben.“
Kommen wir jetzt zu meiner Lieblingsfigur aus dem Horrorbereich. Michael Myers. Carpenter's Original zählt für mich zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten. Auch Teil 2 wusste zu gefallen, danach ging es Berg ab. Dann war es 2007 soweit. Das 'Halloween'-Remake kam in die Kinos. Natürlich begegnete ich dem Film, als großer Fan des Originals, erst mal skeptisch. Als der Film dann auf DVD erschien, besorgte ich mir den Director's Cut und wurde mehr als überrascht. Ausnahmen bestätigen die Regel und Halloween ist eine klare Ausnahme. Wobei es sich hier auch nicht um ein reines Remake handelt, sondern wie schon bei Nispel's 'Freitag der 13.' um eine Mischung aus Remake und Neustart.
Der junge Michael ermordet in der Halloween-Nacht seine große Schwester und seinen Stiefvater. Daraufhin wird er in eine Anstalt mit psychologischer Betreuung eingeliefert. Dr. Loomis kümmert sich um den Jungen, schafft es aber nicht ihm zu helfen und macht sich Vorwürfe. Jahre später: Michael ist zu einem Hünen herangewachsen und wird unter schweren Sicherheitsvorkehrungen in der Anstalt gehalten. Der in sich gekehrte Michael, bricht am Vorabend von Halloween aus der Anstalt aus und hat ein klares Ziel vor Augen: seinen Heimatort Haddonfield.
Phil Parmet fängt dreckige und düstere Bilder ein die genau zur Atmosphäre des Films passen. Wenn das alte 'Halloween'-Theme zu hören ist, löst es immer wieder Gänsehaut aus und bringt Fans zum Grinsen. Sonst gibt es noch Musik von Alice Cooper, Rush oder Nazareth’s Klassiker Love Hurts zu hören.
Die Darsteller sind zwar nicht wirklich berauschend, tun aber ihr nötigstes. Eine starke Leistung bringt Deag Fearch. Er spielt den jungen Michael, dessen Charakter nie ganz durchsichtig scheint. War er von Anfang an böse, oder schlich sich das Böse immer mehr und mehr in den Jungen ein? Sheri Moon Zombie, Frau von Rob Zombie, als schlampige Mutter Deborah zeigt ebenfalls eine überzeugende Rolle. Der schwierigsten Punkt, die Besetzung des Dr. Loomis, der im Original stark von Donald Pleasence verkörpert wurde, hat mit Malcolm McDowell einen guten Darsteller gefunden. McDowell ist zwar kein ganz großer, aber gut genug um die Rolle glaubwürdig auszufüllen. Der restliche Cast fällt nicht weiter mit Leistung auf, eher nervt ab und zu das Geschwätz der Teenie-Mädchen. Natürlich kann man Tyler Mane noch erwähnen, der durch sein bloßes Auftreten als erwachsener Michael angsteinflößend wirkt.
Rob Zombie’s 'Halloween' ist ein voller Erfolg. Seine Inszenierung kann man nur loben. Er geht das Thema zwar anders an, macht es aber sehr überzeugend. Zombie verleiht Myers ein Motiv, welches im Original völlig fehlte. Dazu zeigt er uns noch Szenen aus seinem Anstaltsaufenthalt, die im Original auch nicht vorhanden waren. Das hat das Myers Figur zwar noch mysteriöser gemacht, tut Zombie's Version aber keinen Abbruch. Zombie geht auf den Charakter Myers ein und das macht er ganz stark. Hardcore-Fans könnten sich daran vielleicht stoßen, mir hat es jedenfalls gefallen. Auch in Sachen Blut und Gewalt legt der Film einiges drauf und das Original sieht vergleichsweise harmlos aus. Wie gesagt, es ist eben kein Remake, sondern Zombie’s ganz eigene 'Halloween'-Version.
Fazit: Rob Zombie’s 'Halloween' versinkt endlich mal nicht im „Remake“-Sumpf und schafft es durch die starke Inszenierung fast immer zu punkten. Zwar schleichen sich in der zweiten Hälfte ein paar Horrorfilm-Klischees ein, fallen aber nicht weiter ins Gewicht. Insgesamt bleibt ein düsterer, blutiger und guter Horrorfilm, der dreckige Bilder zu bieten hat und eine starke Atmosphäre erzeugt, die den Film rundum spannend macht. Schade, dass Zombie das im zweiten 'Halloween'-Teil nicht wiederholen konnte…
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Broda 2011/08/24 14:05:34
Antwort löschenAbsolute Zustimmung!:)
hoffman587 2011/08/24 16:55:25
Antwort löschenBei mir keine Zustimmung, hasse meistens "Entmystifizierungen", mag dasauch hier nicht, außerdem bis auf McDowell, der eher so nett ist, fand ich keinen von den Darstellern gut trotzdem gut geschrieben;)
SoulReaver 2011/08/24 16:57:56
Antwort löschenGibs zu, wenn Ackles dabei wäre, würdest du den Film ganz toll finden :D
hoffman587 2011/08/24 16:59:06
Antwort löschenJep, auch wenn ich nicht wüsste, welche Rolle er übernehmen sollte, Myers fänd ich unpassend...
SoulReaver 2011/08/24 17:08:54
Antwort löschenIrgendein Lover von den Mädels, der möglichst früh von Michael besucht wird :)
hoffman587 2011/08/24 17:13:46
Antwort löschenNa, du bist aber fies, solltes dem mal mehr zu trauen...^^
SoulReaver 2011/08/24 17:15:34
Antwort löschenÜber Supernatural sag ich ja nichts. Ich kenn den nur aus 'My Bloody Valentine', da war er nicht das gelbe vom Ei :(
hoffman587 2011/08/24 17:36:40
Antwort löschenOh Gott, naja da ist er jetzt bestimmteindeutig das Beste, der Rest ist wahrscheinlich unterer Schrott, will den nicht sehen, brauch ich auch nicht....und das Original ist genauso lächerlich, hat nun mal eben nicht die beste Filmauswahl:/
Broda 2011/08/24 17:40:20
Antwort löschenBis auf Supernatural haben sie meist eher ins Klo gegriffen mit der Filmauswahl. Leider. Hoffe nach Supernatural das es besser wird. So in 20 Jahren.:D
Becks87 2011/08/24 20:20:29
Antwort löschenNaja, seine ganz eigene Version ist es eben doch noch nicht. Die zweite Hälfte ist so stark am original, dass sie teilweise Dialoge und Einstellungen 1:1 übernimmt. Seine wirklich eigene Version hat er dann mit der Fortsetzung verwirklicht, die mit dem zweiten Teil des Originals gar nichts mehr zu tun hat. Trotzdem sehr schön geschrieben :-)
SoulReaver 2011/08/24 20:39:00
Antwort löschenVielleicht ist das Wort "ganz" bei ganz eigene Version zu viel :). Den zweiten Teil fand ich dann richtig schwach..
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Becks87 2011/08/24 20:54:31
Antwort löschenWirklich? Mir hat der auch super gefallen, war unheimlich intensiv. Welche Fassung hast du denn gesehen? DC oder Kinofassung?
SoulReaver 2011/08/24 21:08:53
Antwort löschenHab von beiden den DC gesehen. Vielleicht sollte ich mir den zweiten nochmal anschauen. Aber nach dem ersten schauen war ich schwer enttäuscht. Loomis wird doch zum geldgeilen Sack und vermarktet Michael wo es nur geht oder? Son paar Dinge sind hängengeblieben...
seven 2011/08/16 19:18:23
Kommentar löschen"Evil. Unmasked."
Genau das hat Zombie gewagt, genau das betreibt er: Demaskierung. Jedenfalls auf den ersten Blick. Laut waren die Buhrufe und lang dauerte ihr wütendes Echo. "Wie kannst du nur, Rob? Wieso nur musstest du uns die Kindheit von Michael zeigen?"
So in etwa. Dieses epische Vergehen, die Entzauberung eines Mythos, einer Horror-Ikone, wird nicht selten als Kapitalfehler bewertet. Ridley Scott kann ein Lied davon singen, musste er sich doch anhören, die mysteriöse Ambiente eines Dr. Lecter zerstört zu haben, die sich ein Jahrzehnt lang in den Köpfen der Kinogänger eingenistet hat. Und nun also "Halloween", Vorreiter und Mitgründer des Slashers. Welch Unverschämtheit, oder etwa doch nicht?
"Behind these eyes one finds only blackness [...] These are the eyes of a psychopath."
Aber wie sonst sollte ein normaler Junge zu dem werden, was er am Ende ist: Eine stumme, unbarmherzige Tötungsmaschine.
Rob Zombie greift bewusst in die tiefsten Tiefen der Klischeekiste und holt all jene Bausteine heraus, die offensichtlich Stereotype und Abziehbilder bedienen, aber niemals stören, sondern nur zwangsläufig und logisch sind.
Wenn die eigene Familie die unterste aller Schienen vom White Trash ist. Wenn die Mutter als billige Striptänzerin arbeitet. Wenn der eigene Vater nicht mehr da ist, wenn der verhasste Stiefvater ein vulgäres Arschloch ist, wenn sein Proletengehabe abstoßend und ekelerregend ist, ein ordinärer, triebhafter Krüppel. Wenn die Schwester wie ein dreckiges Flittchen rumläuft. Wenn andere Schüler dich auf der Schultoilette in die Enge treiben und dir ins Gesicht spucken, dich für deine kaputte Familie verhöhnen.
Nun dann ist es eben schon nicht mehr so utopisch, seinem geliebten Haustier das Fell abzuziehen. Wenn dein soziales Umfeld blanker Abschaum ist, dann hinterlässt das Spuren. Die meisten reden dir ein, was du für eine hässliche Visage hast. Dann versteckst du dein hässliches Gesicht eben hinter einer Maske, weil du das selbst schon glaubst.
Und dass dieses Verhalten sich radikalisieren wird, dass dein erstes menschliches Opfer in nicht mehr allzu großer Entfernung liegt, dürfte sich von selbst verstehen. Vorzugsweise die Leute, die dich verspotten und auf dich hinabsehen.
Und genau deswegen ist dieser Schritt Zombies nicht nur eine gelungene inhaltliche Variation und Expansion, sondern auch ein unglaublich intensives, schmerzhaftes Erlebnis für das Gemüt, weil nachvollziehbar. Hier ist es egal, sogar richtig, in Bezug auf miserable Kindheit und Erziehung vor Klischees zu triefen. Wie sonst will man erklären, wie es zu einer Wandlung zu einem solchen Monster kommt? Es ist dieser Nährboden aus Hass, Orientierungslosigkeit und Verwirrung (klugerweise verlegte Zombie Michaels Alter von sechs auf zehn), der Psychopathen schafft. Niemand wird als Monster geboren. Die systematische Misshandlung und das Desinteresse, sei es gewollt (Schwester, Stiefvater, Mitschüler) oder ungewollt (Mutter) durch die Personen, die die eigentlich die wichtigsten Stützen im Leben eines Heranwachsenden sein müssten, diese emotionale und psychische Vergewaltigung, schafft Monster. Wäre Michael zu einem Serienkiller geworden, wenn seine Eltern ein normales Ehepaar gewesen wären? Wenn er zumindest einen, und sei es nur einen, richtigen Freund gehabt hätte? Zweifelsohne ist es ein komplexes Geflecht aus diversen Faktoren, um dieser Frage gerecht zu werden. Aber die sehr wahrscheinliche Antwort ist doch wohl: Nein, natürlich nicht. Er wäre ein normaler Teenager geworden.
Insofern zeugt es von Zombies Zuneigung und Verständnis für diese Figur, ihn ein Stück weit zu vermenschlichen, ihn greifbarer zu machen. Das mag den treuen Carpenterfans nun einer schamlosen Entmysthifizierung gleich kommen, doch in erster Linie erlaubt es eine Involvierung in Geschehen und die Gefühlswelt von Michael, wie es das Original nie vermochte.
Dass sich der Film nach dem Ausbruch Michaels aus der geschlossenen Abteilung ins konventionelle Teeniegeschlitze wirft, stört kaum. Denn dafür ist Zombie zu versiert als Regisseur, dafür begeistert die Inszenierung zu sehr. Die Mordszenen sind entsprechend des Produktionsjahres blutig und explizit geupdated, dabei aber immer stilvoll. Das Grundtheme ist ebenfalls adaptiert worden, ohne Beeinträchigung der Melodie.
Wesentlich härter, aber mit absoluter Daseinsberechtigung. Ein Remake, das dem Original in Nichts nachsteht.
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Timo K. 2011/08/17 14:51:39
Antwort löschen"Ein Remake, das dem Original in [allem] nachsteht." ;)
seven 2011/08/17 14:54:42
Antwort löschen@Timo: Hab deine Wertung schon gesehen!^^
der cineast 2011/09/01 19:10:15
Antwort löschenSchön, ABER warum erklärt man das so Klischeehaft? Ich bin selber ein großer Zombiefan, und auch kein Freund des Originals, ABER warum muss das so sein? Wäre es nicht absolut schockierender, Michael als vällig normalen Teenager zu zeigen. Mit heiler Umwelt. Und ihn dann solche Dineg tun zu lassen. Das wäre das viel verstörender, WEIL man dann nicht die Ausrede hat zu sagen; die Anderen sind Schuld!
seven 2011/09/01 19:46:23
Antwort löschen@der cineast: Ich halte das Original in keinem Fall für schlecht, ebenfalls 7,5 Punkte. Ich denke eben, dass es Zombie darum geht, den Zuschauer miteinzubeziehen. Ihm verständlich zu machen, warum Michael zu dem geworden ist. Natürlich mag man jetzt anführen, dass diese Erklärung jedem halbwegs intelligenten Zuschauer sauer aufstoßen sollte. Aber wie gesagt: In diesem Fall fand ich es einfach mehr als passend, diese detaillierte Beschreibung der misslichen Umstände seiner Kindheit zu zeigen. Denn Tatsache ist: Dass Michael so ohne sichtbaren Grund zum Massenmörder mutiert, mag vielleicht "verstörender", weil rational nicht erklärbar sein. Aber wesentlich realistischer und häufiger ist sicher Zombies Ansatz. Dadurch erhält Zombies Werk wesentlich mehr Realitätsbezug und ist somit für mich ganz persönlich sogar erschreckender, weil es so ja tatsächlich in unserer Welt passiert, dass Soziopathen geschaffen werden.
der cineast 2011/09/01 20:23:25
Antwort löschenGegenfrage: Warum sollte es in unserer Welt nicht ohne sichtbaren Grund passieren?
seven 2011/09/01 20:51:14
Antwort löschenDie Frage ist natürlich berechtigt und sicher tut es das auch. Ich wollte ja auch nicht darauf hinaus, dass es nur mit "sichtbaren Grund" passiert. Ich wollte nur sagen, dass mich Zombie mit diesem konventionellem Erklärungsversuch sehr beeindruckt hat.
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der cineast 2011/09/01 21:23:15
Antwort löschenBeeindruckt hätte er mich mit der anderen Variation.
seven 2011/09/01 21:26:43
Antwort löschenIch bin mir sicher, dass du mit deiner Meinung nicht alleine bist.
Dragon91 2011/07/28 00:02:38
Kommentar löschenIch finde der Film war nice :)
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Benner 2011/07/19 10:59:41
Kommentar löschenZombie's Neuinterpretation des Halloweenstoffes ist zum Teil höchst interessant, wie aber auch äußerst ernüchternd und nervig. So kann ich der ersten halben Stunde, in der die Kindheit von Michael Myers (Daeg Faerch) durchleuchtet wird, durchaus einiges abgewinnen. In der Hinsicht ist das Remake dem Original mMn sogar überlegen, denn diese total kaputte und asoziale Familie lassen wesentlich besser auf die Gründe schließen, wieso Myers so wurde, wie er ist.
Doch dann knickt "Halloween" extrem ein. Das fängt damit an, dass an völlig unangebrachter Stelle "Love Hurts" gespielt wird und ich böse schmunzeln musste. Weiterhin fehlt jegliche Empathie zu den Darstellerinnen, was für mich bei einem Halloween-Remake ein Totalausfall ist. So konnte man im Original immer mit Laurie mitfühlen, im Remake tat ich das zu keiner Sekunde. Wie soll man auch eine gewisse Sympathie aufbauen, wenn die Mädels die ganze Zeit nur aufgegeilt da rumhuren und sich meist mit "Schlampe" ansprechen?! Völlige Unverständnis von mir, die Charakter so zu zeichnen und darzustellen!
Mir bleibt letztlich ein Remake eines Klassikers, welches mir zwar irgendwie "ganz gut" gefiel, aber auch weit hinter den Möglichkeiten blieb. Gute Ansätze aber vielleicht doch zuviel Neuinterpretation, die nicht hätte sein müssen/sollen. Trotzdem weitaus besser, als das völlig missratene Sequel!
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SamRamJam 2011/07/19 12:42:00
Antwort löschenDu musst aber zugeben dass Zombie bei Myers gestörten Kindheit kein Klischee auslässt um nicht möglichst assozial zu wirken. Und eigentlich zeichnete den Ur- Halloween ja aus das Michael eben keinen Grund oder Motiv hatte. Er war da, das reichte.
Und was nur immer alle gegen Lovehurts haben? Aber gut, das bleibt Geschmackssache :)
Benner 2011/07/19 13:12:17
Antwort löschenStimmt schon Sam, im Original gabs keinen Grund, was mir auch gefiel! Im Prinzip machts das ja auch noch viel verstörender, wenn ein Junge ohne jeglichen Grund zum absolut Bösen wird. Jedoch fand ich das beim Remake etwas unetrhaltender und besser gestaltet. Es gefiel mir einfach mehr vom jungen Michael zu sehen und die Verkümmerung seines Charakters und ganzen Wesens mitzuerleben.
Naja "Love hurts" bei der Stelle zu spielen, in der es kurz davor steht, dass ein junge seine Familie ausradiert passt mMn einfach nicht. Aber da hast du schon Recht, das ist Geschmackssache :)
Hitmanski 2011/07/19 13:46:31
Antwort löschenWelches Sequel meinst du denn, bei diesen Endlos-Reihen ist es ja immer etwas schwierig, genau zu definieren, was nun jeder Einzelne darunter versteht? HALLOWEEN II von Zombie -und ich befürchte ja fast, das du den damit ansprichst- ist jedenfalls kongenial, und diesem hier weit überlegen ;)
Benner 2011/07/19 13:53:35
Antwort löschenGenau den mein ich Hit ;) Du hast dem sogar ne 8 oder 8,5 gegeben oder? Ich finde, dass er damit Halloween zerlegt hat. Wenn ich nicht wüsste, dass Zombie das Halloween Franchise liebt, würde ich vermuten, er hätte es absichtlich zerstört. Myers in Lumpen und ohne Maske geht überhaupt nicht. Loomis als Geldgieriges Stück ist lächerlich und das Ende ergibt für mich leider null Sinn und hat mit dem eigentlichen Halloween nichts mehr zu tun. Das driftet alles viel zu weit vom Ursprünglichen ab und hat mich damals wirklich stark aufgeregt :/
SamRamJam 2011/07/19 13:59:33
Antwort löschenIch habe H2 sogar eine 9 gegeben :) Der Film ist doch genial, das erste Remake ist viel zu sehr damit beschäftigt die halbgare Erklärung des Originalen zweiten Teils mit der Geschichte des ersten zu verbinden, was eigentlich keinen Sinn macht.
H2 geht viel mehr seinen eigenen Weg und verlässt sich auf seine Geschichte und ist auch relativ Klischeefrei. Die Entwicklung von Laurie und Dr. Loomis mag dem Grundmythos entgegenlaufen, ist jedoch im Hinblick auf die Geschehnisse des ersten Teils zumindenst konsequent umgesetzt. Ich liebe H2. H1 hingegen ist lediglich nett... wenn überhaupt :)
Murphante 2011/07/19 14:08:28
Antwort löschenAch Benner :D
dem Film aber nur eine 6,5 zu geben ist zu wenig ...
das war schon mehr wert ^^ also für mich ein gelungendes Remake ... hab dazu auch ein Kommentar geschrieben
wenn du weiter runterscrollts
Gruß der morphiii
Benner 2011/07/19 14:10:18
Antwort löschenH1 ist in der Tendenz bei mir auch stark sinkend. Bis gestern hab ihm noch eine 7,5 gegeben aber genau aufgrund der Dinge, du du gerade angesprochen hast musste ich ihn einfach downraten. Aber da ich den Anfang halt so schätze bleibt er immer noch "ganz gut" ;).
Und bezüglich H2: Natürlich geht er seinen eigenen Weg aber das war einfach wie ein Schlag in mein Gesicht. Nicht nur, dass mir der Loomis und Laurie Charakter schon im ersten Remake nicht gerade gefielen und mir eher unsympathisch waren, sondern, dass sie in H2 einfach unerträglich waren und das für mich ein ganz klares no go ist! Laurie und Loomis sind in den alten Teilen die Charaktere überhaupt (neben Myers natürlich). Dass Zombie diese so zur Unkenntlichkeit verschrammelt hat kann ich ihm nicht verzeihen^^
Benner 2011/07/19 14:18:49
Antwort löschen@ Hitmanski: Was ich noch sagen wollte: Ich hab mir gestern nochmal "Going to pieces" angeguckt. Du hast ja vor ein paar Wochen mal den einen Slasher-History Streifen geguckt. Ich würd dir an dieser Stelle nochmal GTP empfehlen! War besser, als ich ihn in Erinnerung hatte und zeigt schöne Kommentare der Regiegrößen dieses Genres. Auch viele weitere Beteiligte der Filme kommen zu Wort und bringen einem die Geschichte näher. Ist wirklich gelungen und hat wieder das Feuer geweckt etwas öfter alte Horrorstreifen zu schauen :)
@ Murphi: Habs gelesen :) Aber 10 kann ich dem niemals geben, da er in keinster Weise an das Original rankommt ;)
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Hitmanski 2011/07/19 15:57:41
Antwort löschenIch sehe das ähnlich wie Sam; gerade die Tatsache, dass Zombie den "Mythos" so derartig zerlegt, und auch Fans der Reihe aus ihrem Trott reißt und mit etwas anderem konfrontiert, macht den Film so stark. Wie, wenn nicht durch absolute Über- und Umformung sollte man sonst einem per se hauchdünnen Plot, der mittlerweile auf fast ein Dutzend Filme breitgewalzt wurde, noch um neue Facetten bereichern können? Ich gebe aber gerne zu, dass ich sowieso nie besondere Sympathien für das HALLOWEEN-Franchise hatte, und ich deshalb auch nicht sonderlich nostalgisch veranlagt bis.
Na mal sehen, ich habe GOING gerade irgendjemanden verliehen, aber wenn ich ihn wieder zurück bekommen, werde ich mal einen Blick darauf werfen (auch wenn du zugegebenermaßen der Erste bist, der etwas Positives über den Film zu berichten weiß :P). Mal schauen.
Benner 2011/07/19 16:15:20
Antwort löschenIch bin ziemlich großer Fan der Reihe, ich konnt mich eventuell deswegen nicht damit anfreunden, was Zombie da veranstaltet hat. Ich versteh aber eure Ansichten und kanns dementsprechend nachvollziehen ;)
Und GTP, naja, also da darfste natürlich jetzt keine Riesenerwartungen haben aber für zwischendurch sehr gelungen. Ich mag das Genre und fand es dementsprechen ganz interessant!
cpt. chaos 2011/07/11 22:58:32
Kommentar löschenBlutige Metzelszenen, nackte Titten und Assi-Sprüche like RTL am Nachmittag...
Okay, so weit, so gut, aber die wichtigste Zutat fehlt diesem Slasher-Streifen vollends: Spannung!
Aber ist ja nicht so wichtig, so lange nur im Minutentakt wahllos irgendwelche Nebendarsteller das Zeitliche segnen...
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Ezra 2011/07/04 16:28:05
Kommentar löschenIch bin kein Fan von Rob Zombies bisherigen Arbeiten, ich fand sie aber zumindest okay. Von Halloween hätte er lieber die Finger lassen sollen. Die Welt braucht keine Remakes und ein Remake von einem sehr guten Film, ist erst recht überflüssig. Nun hat der Rob die Geschichte nicht einfach nur übernommen sondern etwas anders gestaltet, leider will das nicht richtig funktionieren. Es kommt keine Spannung auf und die Atmosphäre, die das Original hatte, sucht man hier vergebens. Ich guck mir lieber das Original an.
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