Hamlet

Hamlet (1996), GB/US
Laufzeit 242 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.06.1997

7.1 Kritiker
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7.0 Community
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Hamlet - Poster
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von Kenneth Branagh, mit Kenneth Branagh und Kate Winslet

“Hamlet enthält genau die mitreißende Energie und Spannung die sich für Filme besonders gut eignet”, sagt der preisgekrönte Schauspieler/Regisseur Kenneth Branagh. In dieser ersten ungekürzten Verfilmung von William Shakespeares berühmtestem Werk spürt man die Dynamik in jeder Szene. Die zeitlose Geschichte von Mord, Korruption und Rache wird in die prachtvolle Welt des 19. Jahrhunderts verlegt – als Elsinore-Kulisse dient der gigantische Blenheim-Palast in der Nähe von Oxford, ein Großteil der Handlung spielt in den vergoldeten Spiegelsälen. Dank der Traumbesetzung überträgt sich die temperamentvolle Spannkraft auf den Zuschauer – so erhebt sich die Story aus ihren oft trügerischen Schatten zu einem ebenso prunkvoll strahlenden wie zornigen Historiengemälde.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Hamlet

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

Durch eine glückliche Konstellation war es Branagh vergönnt, als Vorlage die vollständigste Textfassung zu verwenden und auch bei Ausstattung und filmischer Umsetzung nicht zu sparen. Dadurch konnte er die Hauptfigur, die in den Filmen zuvor meist als melancholischer, zögernder Prinz dargestellt wurde, in ihrer kompletten Bandbreite voller Leidenschaft und Humor präsentieren. So entstand ein prächtiger «Hamlet».

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Kommentare (6) — Film: Hamlet

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Wenn's der duffy mag, wird's schon was sein. ;-)

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moviereporter

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Bewertung4.0Uninteressant

Nennt mich einen Kulturbanausen, aber Shakespeare war noch nie so ganz mein Ding. Schon als es damals in der Schule 'Romeo und Julia' hieß, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Dennoch ist es möglich -gerade mit dem Medium Film- etwas durchaus unterhaltsames aus solch 'trockenen' Werken zu machen. Baz Luhrmann ist hier das perfekte Regiebeispiel. Mit Kinofeuerwerk von 'Romeo und Julia' vermochte er zu fesseln. Auch für Nicht-Shakespeare-Fans vermochte er die Thematik packend umzusetzen und nutzte die Möglichkeiten des Kinos voll aus.

Was aber Kenneth Branagh mit seinem Mamut-Klopfer von Literaturverfilmung hinlegt ist genau das Gegenteil: Kino? Nicht im Geringsten. Hier bekommt man eine 4 stündige Hamlet Version in voller Werklänge zu sehen, die nichts weiter ist, als eine abgefilmte Bühnenshow!

Nun aber erstmal zum positiven: Die Schauspieler sind wirklich alle durch die Bank weg absolut überzeugend. Und zudem macht es sehr viel Spaß, den Schauspielkollegen beim Stelldichein zu beobachten: Fast jede Rolle ist mit einer mehr oder weniger Prominenten Person besetzt und man wartet eigentlich alle paar Minuten, wann denn nun die nächste Berühmtheit ihren Auftritt hinlegt. Besonders hervorzuheben ist Kate Winslets 'Ophelia', diese hat mich sehr berührt.
Zudem sind Kulissen und Kostüme sehr verschwenderisch angelegt und das Dänemark des 19. Jahrhunderts wirkt sehr glanzvoll.

Leider vermag es Branagh nicht annähernd das Medium 'Film' auszunutzen. Zum einen wirkt der Film sehr selten realistisch in Szene gesetzt. Das liegt unter anderem daran, dass die Räumlichkeiten im Palast beinahe immer bis in die letzten Winkel mit Flutscheinwerfern ausgeleuchtet werden - und das wo im 19. Jahrhundert noch Kerzenlicht, also Dämmerlicht dominierte. Man schaut als Betrachter eigentlich permanent auf eine perfekt beleuchtete Bühne… und das im (Heim-)Kino.
Desweiteren ist es dem Regisseur nicht gelungen einen eigenständigen Film zu drehen. Durch das Vorhaben, den gesamten Hamlet-Text in einen Film zu packen, wurde auf eine straffe Dramaturgie völlig verzichtet. Wenn man dieses Buch in voller Länge auf Leinwand bannen will, dann ist das vielleicht eine Ehre für den Autor – jedoch Folter für den ‚gemeinen Kinogänger’. Soll heißen: wenn man nicht gerade begnadeter Shakespeare Fanatiker ist, und jede Textzeile aufsaugt, dann kommt man um Ermüdungserscheinungen nicht herum. Denn wenn ein Kenneth Branagh in Großaufnahme den 10. Monolog in der immer selben Bibliothek hält, dann hat das einfach nichts mehr mit Unterhaltung zu tun. Darüber hinaus ist der Film auch inszenatorisch äußerst Flach (bis auf wenige Ausnahmen). Die Steadycam folgt den Akteuren, oder ruht auf ihnen – mehrer Minuten ohne einen Schnitt. Das unterstreicht zwar wieder das Schauspieltalent unserer Darsteller, wirkt aber im Allgemeinen so schwung- und tempolos dass es wirklich anstrengt beim Geschehen wach zu bleiben.

Fazit: Nur für leidenschaftliche Hamlet-Fans geeignet, die das Werk in voller Länge begutachten, interpretieren oder einfach nur genießen möchten. Alle anderen seien gewarnt, denn besonders viel Kinofeeling kommt nicht auf. Dank schwacher Inszenierung und schlechter Theaterbeleuchtung ist Kenneth Branaghs ‚Hamlet’ viel mehr Buch bzw. Theater als Film.

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Sagitta

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"Fazit: Nur für leidenschaftliche Hamlet-Fans geeignet"

Genau. Gute Flasche Wein, Telefon ausstöpseln und im Original mit Untertiteln angucken. Volle Packung. :-)


moviereporter

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Hm... Naja - Wein hört sich echt nicht schlecht an - aber ich glaube bei dem Film würde eine Flasche bei mir nicht ausreichen :)


maslobojew

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Bewertung6.0Ganz gut

Nichts für Freundinnen und Freunde (modernen) Theaters. Diese Art der Shakespeare-Darstellung würde dort bei soviel Konvention wohl nur ein Gähnen hervorrufen - aber hier ist es ja Film. Trotzdem: Vielleicht hätte Brannagh die Hamlet-Rolle einem Kollegen abtreten sollen, der das weniger kasperlemäßig macht.

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sancho

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Bewertung10.0Herausragend

Sich an Shakespeare zu wagen, schließt immer auch so etwas wie Scheitern ein, und Hamlet ist das Schönste und Schwierigste. Unter diesem Stern ist hier eine wundervoll einfühlsame Erzählung des Stückes gelungen, die man sich wirklich gönnen sollte.

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Absolute Wahnsinnsumsetzung!Definitiv perfekt gemacht.

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taznet

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Und was zu diesem Film gesagt werden muss:
Es ist das ganze Shakespeare Stück. Also volle 4,5 Stunden Theater auf der Leinwand pur. Im englischen Original noch viel stärken und beindruckender. Nicht nur ein Familiendrama, sondern auch eine politische Katastrophe wird durch den Tod (Mord) von Hamlets Vater ausgelöst. Bisher konnte keiner der Hamlet Verfilmungen (die ich gesehen habe) das so imposant darstellen. Es ist wirklich das Meisterstück von Shakespeare.

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