Hana, dul, sed

Hana, dul, sed (2009), AT Laufzeit 102 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 09.06.2011

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7.6
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von Brigitte Weich und Brigitte Weich,

“Hana Dul Sed” erzählt von vier jungen Frauen aus Pjöngjang in Nordkorea, die eine Leidenschaft teilen: das Fußballspiel. Ri Jong Hi, Ra Mi Ae, Jin Pyol Hi und Ri Hyang Ok wurden für das nationale Frauenteam ausgewählt. Der Sport ermöglichte ihnen lange ein angenehmes Einkommen und versprach ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft. Dank ihnen gewann das Team Nordkoreas bei zahlreichen Wettkämpfen und kam so unter die zehn besten Teams der Welt. Doch die Auslandsreisen führten regelmäßig zu ideologischen Auseinandersetzungen, die Frauen mussten sich Vorwürfe und Schimpftiraden über ihr Regime gefallen lassen. Als Nationalspielerinnen vertreten sie ein Land, das im Rest der Welt als bizarre Führerkult-Operette berüchtigt ist, und nicht selten gerät ihnen eine internationale Partie zum Vergeltungskampf für Verletzungen aus längst vergangenen Kriegen. Als das Team die Ausscheidung für die Olympischen Spiele in Athen verpatzte, nahm das Abenteuer ein Ende: Die vier wurden entlassen, jede hat sich ein Leben außerhalb des Sports aufgebaut. Jetzt sehen sich die besten Freundinnen Mi Ae und Hyang Ok nicht mehr oft. Aber wenn sie doch einmal gemeinsam ausgehen, ist die alte Vertrautheit sofort wieder da: dann schlendern sie durch die dunklen Prunkboulevards der Stadt, plaudern über Erinnerungen und den Alltag ohne den geliebten Sport.

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Kritiken (4) — Film: Hana, dul, sed

Christina Wittich: Sächsische Zeitung Christina Wittich: Sächsische Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

Fünf Jahre lang haben Brigitte Weich und Karin Macher fünf Frauen des Teams begleitet. Und da es nicht Spanien ist, das sie besuchen, ist der Sport tatsächlich nur Nebensache, wenn nicht sogar Alibi für den Film. Denn interessanter als jede Spielauswertung sind die raren, sehr persönlichen Einblicke in die nordkoreanische Lebenswelt – immer durch die Brille des ausländischen Besuchers natürlich […]

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7.5Sehenswert

Was Hana, dul, sed bei all [seinen] Beobachtungen und Begegnungen ungemein auszeichnet, ist sein aufrichtiges Interesse an und seine unverbrüchliche Integrität gegenüber den Protagonistinnen.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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7.5Sehenswert

Einen großen Anteil am Zustandekommen und am Erfolg dieser sehr sehenswerten Dokumentation dürte die "Vermittlerin" Ryom Mi Hwa der staatlichen Filmagentur Korfilm gehabt haben, eine „sehr dynamische und engagierte Frau, die über die starren bürokratischen Strukturen hinweg viele Dinge ermöglicht hat“ verrät das Presseheft zum Film. Ihr ist es wohl auch zu verdanken, dass der Film nicht nur vom Aufstieg der Fußballerinnen, sondern auch vom „Abstieg“ und damit auch von der Re-Inkorporierung in die Gesellschaft und in die (neue) Funktion der Hausfrau und Mutter erzählen darf. Ein großes Glück für diesen Film sind auch die Bilder von Kamerafrau Judith Benedikt, der es vor der augenscheinlichen Inszenierung des Wohlstandes und Zufriedenheit dennoch gelingt, die kleinen Absurditäten des koreanischen Alltags einzufangen, wenn beispielsweise eine aufgeregt tänzelnde Verkehrspolizistin den Verkehr auf einer nahezu autofreien Straße regelt oder junge Koreanerinnen in der Abenddämmerung den Vorplatz vor einem Kim Il Sung Denkmal mit einem Handfeger aus Stroh säubern. Alles in allem eine ausgesprochen überzeugende Mannschaftsleistung, vor und hinter der Kamera.

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Reinhard Lüke: Film-Dienst.de Reinhard Lüke: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Hana Dul Sed überzeugt letztlich durch seine dezidiert filmischen Mittel, mit deren Hilfe er fernab jeden Reportagestils subtile Einblicke in ein Land gewährt, über dessen Bewohner man so gut wie nichts weiß. Da überdies auch die Sequenzen der Länderspiele (teils selbst gedreht, teils Archivmaterial) die sportliche Dynamik angemessen wiedergeben, kommen auch die Fußballfans auf ihre Kosten.

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